Zion NP - Visitor Use Management Plan

  • Wie der Arches NP kämpft auch der Zion mit den wachsenden Besucherströmen und sucht nach einem Konzept wie man dem Herr werden könnte. Von 2010 bis 2016 sind die Besucher wohl von knapp 2,7 Mio auf 4 Mio pro Jahr angewachsen. In diesem Jahr waren die Parkplätze in Springdale teilweise um 9:00 Uhr morgens schon zu und die Schlangen zum Shuttle gingen wie uns ein Ranger erzählte teilweise bis hinter das Visitor Center.



    Ab 23.10 kann man Vorschläge und Anmerkungen dazu einbringen. Vielleicht hat ja jemand Interesse. Weiter Infos hier:


    https://www.nps.gov/zion/learn/news/psmtg.htm


    In amerikanischen FB-Gruppen wird das Thema gerade auch heftig diskutiert. Erschreckend finde ich, dass man dort total oft hört "Americans first" und eine Limitierung für Ausländer fordert.

  • Erschreckend finde ich, dass man dort total oft hört "Americans first" und eine Limitierung für Ausländer fordert.

    Die wählen sicher Drumpf. ;te:


    Würde aber eh nicht viel bringen, denn nach allem, was ich im Zion beobachtet habe, sind die meisten Besucher sowieso Amerikaner. Gerade während der Ferien oder Feiertage in Utah ist es dort noch voller als sonst. :nw:

  • Würde aber eh nicht viel bringen, denn nach allem, was ich im Zion beobachtet habe, sind die meisten Besucher sowieso Amerikaner. Gerade während der Ferien oder Feiertage in Utah ist es dort noch voller als sonst. :nw:


    In den Ferien oder an Feiertagswochenenden war ich noch nie da, aber jetzt zwei Jahre hintereinander Ende September. Es waren insgesamt sehr viele Busse mit Asiaten unterwegs, aber in den Bussen haben wir auch überwiegend Amerikaner getroffen die entweder zu Angels Landing oder den Narrows wollten. Angels Landing habe ich letztes Jahr abgebrochen, weil ich bei der Ameisenstraße echt Angst hatte das mich jemand zum Absturz bringt. Ich glaube da muss man wirklich was tun, weil das einfach zu gefährlich wird.


    Dieses Jahr haben wir Observation Point und Hidden Canyon gemacht und beides war in Bezug auf Besuchermassen total entspannt. Ich glaube Zion ist auch so ein Park in dem es sich an bestimmten Hot Spots extrem knubbelt. In der Kolob Canyon Section beispielsweise war auch kaum was los.

  • Die Geister, die ich rief... :nw:
    Utah hat in den letzten Jahren massiv Werbung für die "Mighty 5" gemacht, um Besucher aus dem In- und Ausland anzulocken. Dass man dann mit einem Verkehrskonzept aus dem Jahr 2000 irgendwann an Grenzen stößt, darf eigentlich nicht zu sehr verwundern. Wer nun ausgerechnet die internationalen Touristen aussperren will, denkt auch, sein Job bei US Steel oder in der Kohlemine käme zurück, wenn Donald an der mexikanischen Grene eine Mauer baut. Kann man nicht ernstnehmen. :pipa:


    Wenn man es ernstmeint, wird es in der Hauptsaison Zugangsbeschränkungen zum Park geben müssen. Es dürfte ein Leichtes sein, die Zahl der Reisebusse, die in den Park fahren dürfen, zu beschränken. Die müssten sich voranmelden bzw. mit den Veranstaltern werden Kontingente vereinbart. Schwieriger ist es, den Individualverkehr in den Griff zu bekommen. Dazu müsste man den Park zeitweise sperren. Eine Informationstafel am Abzweig bei Mt Carmel Junction, eine Anzeige an der Zufahrt nach Springdale, dazu online. Wenn da "Wait time 3 hours" steht, dürfte die abschreckende Wirkung kaum ausbleiben. Gäste in Springdale können ja mit dem Bus fahren, aber natürlich dürften hier keine weiteren Hotels entstehen.


    Spannendes Thema! ;;NiCKi;:

  • Ich glaube Zion ist auch so ein Park in dem es sich an bestimmten Hot Spots extrem knubbelt.

    Einerseits ja; die anstrengenderen Trails (mal von Angels Landing abgesehen, das für viele wahrscheinlich eher eine "Trophäe" ist) sind nicht so überlaufen. Aber das Problem ist, daß die Leute ja überhaupt erstmal zu den Trailheads gelangen müssen, und dafür müssen sie eben auch die Shuttles nehmen.


    In der Kolob Canyon Section beispielsweise war auch kaum was los.

    Die ist aber auch (noch) viel weniger bekannt und, wie ich finde, nicht so spektakulär.


    Spannendes Thema!

    ;;NiCKi;:

  • Aber das Problem ist, daß die Leute ja überhaupt erstmal zu den Trailheads gelangen müssen, und dafür müssen sie eben auch die Shuttles nehmen.

    ...und diese Shuttles könnte man kontingentieren.
    Entweder man setzt erheblich weniger Busse ein oder aber es gibt sowas ähnliches wie Permits.
    Wenn überhaupt....


    ja, in der Tat, ein sehr interessantes Thema.


    Gruß
    Günter

  • ...und diese Shuttles könnte man kontingentieren.

    Das löst aber wahrscheinlich nicht das Parkplatzsystem in Spingdale, wo die Anwohner total genervt von den Kreuz-und-quer-und-Überallparkern sind und würde glaube ich keine Abhilfe schaffen.


    Letztes und dieses Jahr gab es lange Schlangen an der Shuttlebushaltestelle. Wir mussten mehrere abwarten bis wir einen Platz gefunden haben und auf dem Rückweg von unserer Observation Point/Hidden Canyon-Tour sind wir erst in die Gegenrichtung weiter in den Canyon reingefahren, weil die Shuttels vom Riverside Walk aus schon komplett voll wieder zurück kamen. Ohne sonstige Beschränkungen würden nur die Anstehzeiten länger.


    Am Canyon Overlook hatten wir in den letzten Jahren nie erfolgreich einen Parkplatz ergattert.

  • Das erste Mal im Zion war ich im Sommer 1996. Damals konnte man noch problemlos mit dem eigenen Auto im Canyon unterwegs sein. So ändern sich die Zeiten ...
    In meiner persönlichen "Hitliste" ist Zion nach Arches auf Platz 2, ja ich mag ihn wirklich. Anfang Mai 2015 war es zwar voll, jedoch nicht zu voll. Wir haben immer einen Platz im Shuttle Bus bekommen. Ich kann mir aber vorstellen, wie es dann im Sommer zur Hauptreisezeit aussieht.
    Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich gelesen, dass in diesem Jahr die Wartezeiten am Labour Day Wochenende teilweise bis zu 1,5h an den Haltestellen betragen haben... das ist natürlich ätzend.


    Die "Hotspots" im Zion Canyon dürften Angels Landing und die Narrows (und damit auch der Riverside Walk) sein.
    Man könnte natürlich dort ein Permit System einführen. Für Angels Landing halte ich das schon aus Sicherheitsgründen für notwendig, so oder so.
    Was machen aber die, die kein Permit bekommen? Bleiben die dem Zion fern oder halten sich dann halt an den anderen Punkten auf? Emerald Pools, Hidden Canyon, Observation Point .... Ich glaube eher letzteres. Die Masse würde sich vielleicht mehr verteilen, die Situation an den Shuttle Bussen wäre jedoch unverändert.


    Somit fallen mir als mögliche sinnvolle Lösungen ein:
    1.) in den Canyon darf nur, wer in der Nähe eine Unterkunft hat. Gültig am Tag vor der Übernachtung und danach. Die Zugangsberechtigung gibt es vom Hotel/Motel/Campground. Wie weit der Umkreis um Springdale rum gezogen werden müsste weiss ich nicht, damit diese sich aber die maximal mögliche Anzahl an Gästen vielleicht gut "einstellen". Wer nur auf der Durchreise ist, hat dann Pech, er darf nur durchfahren
    2.) Tages-Permits für den kompletten Canyon, Entweder im Vorverkauf, wer sich zu spät entscheidet hat Pech, oder als Lotterie, oder eine Kombination.



    Beides finde ich nicht wirklich schön, aber vielleicht bleibt nur die Wahl zwischen Pest oder Cholera.





    Wie der Zion Anfang November ist, werde ich in 10 Tagen wissen :)

  • Spannendes Thema!


    Allerdings ist das ein spannendes Thema. Denn Zion NP steht ja nicht allein so da im Südwesten. Anderswo an den touristischen Highlights haben wir dieselbe Situation, manchmal gar noch schlimmer. Arches musste wohl schon mal wegen Überfüllung geschlossen werden. Bryce ist seit Jahren überlaufen. Grand Canyon genauso. Zumindest der South Rim. Die Zeit zwischen Mai und September macht kaum noch Spaß dort. Wir haben im Mai in Page solche Erfahrung machen müssen. Es war zusätzlich auch noch ein Wochenende. Horseshoe Bend ... grausam! Der kleine Parkplatz dort hat über Jahre völlig ausgereicht. Heute ist er auf doppelte oder dreifache Kapazität erweitert, was immer noch nicht reicht. Die Autos reihen sich entlang der Straße auf, auf beiden Seiten. Hunderte von Metern. Wir haben dankend verzichtet, sind weiter gefahren. Einzige Möglichkeit, Horseshoe Bend zu fotografieren: Sonnenaufgang, VOR Sonnenaufgang dort sein. Die blaue Stunde mitnehmen. Außer uns waren noch zwei Fotografen da. Kaum war die Sonne oben, trafen die ersten ein. Keine Amis, keine Deutschen, nein, Inder. Dann kamen die Chinesen. Natürlich haben sie alle das gleiche Recht wie wir - aber sie kommen halt in riesiger Zahl inzwischen. Auch mit Tourbussen. Das Geschäft damit boomt. Die Motels sind inzwischen fast durchgehend ausgebucht. Ohne Reservierung geht kaum noch was. Die Preise steigen in astronomische Höhen. Alles leicht erklärbar. Wir haben auch beim Lower Antelope vorbei geschaut. Wartezeit: 3-4 Stunden!!! Die Autoschlange staute sich bis weit auf die Zufahrtsstraße zurück, Parkplätze eh alle voll. Also, nichts wie weg. Wundersamerweise waren bei der Wave Verlosung nur etwa 100 Leute anwesend. (Wir haben einfach mal probiert, weil wir eh vor Ort waren). Man darf gespannt sein, wann die ersten Busse dort vor der Tür stehen. (Dann müssen sie ihr Räumchen erweitern...). :) . Parks wie Yosemite oder Yellowstone fahren wir gar nicht mehr an. Man steht im Stau. Blechlawinen vor Büffelherden. Das kann es eigentlich nicht sein.


    Das Problem ist wohl kaum in den Griff zu bekommen. Mit Zugangsbeschränkungen in die NPs wird man sich auch keine Freunde machen. Zumindest nicht bei denjenigen, die vielleicht zum ersten Mal im Südwesten sind, teure Reisen gebucht haben und dann vor verschlossenen Türen stehen. Und die keine Alternativen kennen. Nicht jeder kennt oder traut sich auf die Backroads. (Zum Glück!!!). Aber wie lange noch? Man wird ausweichen müssen. Vielleicht sollte man im Blue Canyon schon mal ne Currywurst-Bude ins Auge fassen. :MG:


    Fast kann man von Glück reden, wenn man diese großartigen Landschaften vor 10 oder 15 Jahren bereist hat. Da wars auch in den Nationalparks "übersichtlich".

  • Was machen aber die, die kein Permit bekommen?

    In den Überlegungen ist momentan ein kombiniertes Zugangsystem. Also Vorabpermits um ein bißchen Planungssicherheit zu haben für die beiden kritischen Punkte Angels Landing (Sicherheitsbedenken) und Narrows (Human Waste Problematik), in Kombination mit einem dynamischen. Ein Vorschlag war die Besucherströme an den einzelen Spots zu erfassen und schon an den Eingängen auf Infotafeln zu informieren und beispielsweise Besucher dann schon am Osteingang zu halten und dort auf Trails zu leiten.


    Wie das in der Praxis funktionieren soll, weiß man aber noch nicht. Und alle werden damit sicher nicht glücklich werden. Wenn man schon in den Zion fährt, will man zumindest als erstbesucher auch in den Haupteil des Parkes. Wie man das im Ostteil gestalten will, frage ich mich auch. Auch nach 5 Besuchen im Zion habe ich den Canyon Overlook Trail noch nicht gsehen, weil wir es aus diversen Gründen nie geschafft haben, dort parken zu können.


    in den Canyon darf nur, wer in der Nähe eine Unterkunft hat

    Prinzipiell keine so schlechte Idee. Aber da einer der Pläne die im Raum stehen, ein Busshuttle von St. George aus ist, ist das was mal als "in der Nähe" fassen könnte sehr weitläufig.

    Der kleine Parkplatz dort hat über Jahre völlig ausgereicht. Heute ist er auf doppelte oder dreifache Kapazität erweitert, was immer noch nicht reicht.

    Darüber war ich letztes Jahr im September auch richtig erschrocken. Wir waren ein paar Jahre nicht mehr in Page und dieser Trubel der am Rand war, war unglaublich. Mich wundert wirklich, dass da nicht mehr Unfälle passieren wenn man sieht wie rücksichtslos einige dort agieren.


    Parks wie Yosemite oder Yellowstone fahren wir gar nicht mehr an.

    Yellowstone haben wir irgendwann nochmal in der Offseason auf dem Plan. In unserer normalen September-Urlaubszeit wäre mir das glaube ich auch zu anstrengend. Wobei die Nebensaison für die bekannten Parks auch immer kleiner wird. :( In den Artikeln zum Zion stand auch, dass inzwischen Februar und November nicht mehr zu den ruhigen Monaten gehören und März wegen des Spring Breaks richtig voll wird. :(


    Dieses Jahr sind wir im September in Lee Vining vorbeigekommen und haben spontan einen Abstecher auf die Tioga Road gemacht. Wir waren da ganz froh, dass sich unsere teilweiese mitreisenden Freunde gegen das Valley entschieden haben. Vielleicht kam hinzu, dass Sonntag war und an diesem Tag der Eintritt im Park kostenlos war, aber es war einfach nur unglaublich voll. Man musste überall ewig suchen um halten zu können und wirklich absolut jede Parkbucht am Rand auf der ganzen Strecke war beparkt. Richtig abenteuerlich war es rund um den Tenaya Lake. Bei dem ein oder anderen haben wir uns gefragt, ob die ihr Auto wieder alleine aus dem Grabenparkplatz raus bekommen.

    Fast kann man von Glück reden, wenn man diese großartigen Landschaften vor 10 oder 15 Jahren bereist hat. Da wars auch in den Nationalparks "übersichtlich".

    Wir haben uns dieses Jahr auch nochmal gesagt, dass wir zum Glück die meisten bekannteren NP-Wanderungen schon gemacht haben. Auf den anstregenderen ist es meistens immer noch nicht zu voll, aber das ganze drum herum ist doch schon ziemlich anstrengend.
    Zum Glück gibt es immer noch ein paar Fleckchen die nicht ganz so voll sind. Dieses Jahr hatten wir z.B. Cedar Break NM und den ein oder anderen State Park fast für uns alleine.

  • Die Probleme sind am größten in den "Sackgassen-Parks" ohne Durchgangsstraße: Zion, Yosemite, Bryce Canyon, Arches - dort müssen alle die gleiche Straße zum Hinein- und Hinausfahren nutzen, zumindest was die jeweilige Hauptsehenswürdigkeit angeht. Und das wird man in absehbarer Zeit auch nicht ändern können. Auf keinen Fall darf die Lösung "Mehr Asphalt" sein. Muss man eben früh aufstehen oder in die Nebensaison ausweichen.


    Beim Yellowstone kann ich die Probleme nicht so ganz nachvollziehen - der Park ist riesig, wer da nur in den Menschenmassen auf den Boardwalks bleibt ist selbst dran schuld. Dazu gibt es Zugangsstraßen aus allen Himmelsrichtungen. Wir waren zuletzt Ende Juli 2015 im Park - also mitten in der Hauptsaison. Und natürlich ist es am Old Faithful voll. Aber schon auf dem nicht-asphaltierten Weg zum Observation Point lässt man 95% der Massen hinter sich. An anderen tollen Zielen im Park, die nicht durch Boardwalks erschlossen sind, (Monument Basin, Lone Star Geyser) ist man selbst im Hochsommer fast für sich allein.

  • Ja, Zion ist oft voll. Acadia war auch sehr voll gegenüber dem, was ich so kannte.


    Aber, wenn ein Permitsystem kommt, ist der Park für mich eigentlich durch. Ich entscheide doch nicht Wochen vorher, ob ich dort wann hinwill. Woher weiß ich wie das Wetter ist? Das nervt mich schon bei anderen Sachen, siehe Kykuit, wo ich gerade komplett ins Wasser gefallen bin.


    Klar, es ist nicht immer schön, aber jeder hat das gleiche Recht Sachen zu sehen. Dann müsste man die Menschen schon an der Grenze minimieren.


    Und: Wir alle, jeder Einzelne hier trägt auch seinen minimalen teil dazu bei. Ohne Reiseberichte mit den vielen Fotos wüssten viele von den Orten nichts.


    Ja, dem Spruch "Die Geister, die ich rief" stimme ich 100% zu, denn die Werbung zu manchen Parks ist extrem groß. Kein Wunder, dass jeder hinwill.


    Und früher war sowieso immer alles besser. :nw: NYC war schon immer voll.

  • wir waren gerade vor 2 Wochen in Springdale & Zion
    es war sehr voll - wie erwartet Und fast jeder beschwert sich über die Massen.
    In Springdale wird nächstes Jahr die Strasse "renoviert", d.h. verbreitert, so weit es eben geht.
    Die vielen Autos, Busse und großen RVs passen sonst nicht mehr durch.Vielleicht wird das Chaos dann so groß, dass danach weniger Leute kommen ;)
    Wir haben uns viel mit dem Besitzer unseres B&B unterhalten- er ist in einem Einwohner Komitee. Dort sind fast alle gegen eine Beschränkung der Besucherzahlen, da das auch weniger Tourismus
    wäre und heute leben ja fast alle von die Touris. Dennoch sehen natürlich auch alle das Problem.
    Wir haben z.B. den Observation Point Trail gemacht - es war unglaublich voll, obwohl der Trail ja doch ziemlich lang und anstrengend ist. In den Narrows konnten man die ersten Meilen kaum
    laufen, so voll war es. Eine echte OFF SEASON gibt es praktisch nicht mehr... die Shuttle Busse fahren dieses Jahr sogar noch im November.
    Irgendeine Art der Beschränkung der Besucherzahlen wird es in Zukunft bestimmt geben, nur wie das sinnvoll passieren kann, ist wohl niemanden so richtig klar.


    Gruß
    Katharina

  • Wir haben z.B. den Observation Point Trail gemacht - es war unglaublich voll, obwohl der Trail ja doch ziemlich lang und anstrengend ist. In den Narrows konnten man die ersten Meilen kaum
    laufen, so voll war es.

    An welchem Wochentag wart ihr denn unterwegs? Wir sind den Observation Point Trail in der letzten Septemberwoche unter der Woche gelaufen und es war, abgesehen von der Shuttlefahrt, dort sehr entspannt. Aus unserer Shuttlebus-Füllung sind vielleicht noch 5 - 6 Leute diesen Trail gelaufen und oben am Ende waren maximal 20 anderen Menschen, die sich aber rastenderweise recht gut und weitläufig verteilt hatten. Vielleicht lag es auch an den warmen Temperaturen. Voller wurde es erst als wir auf dem Rückweg noch den Abstecher zum Hidden Canyon gemacht haben. Das ist glaube ich auch ein recht beliebter Trail.


    Die meisten die mit uns an der Haltestelle angestanden haben, hatten Canyoneeringboots und Stöcke dabei und wollten sicherlich zu den Narrows. Da sah es bestimmt ähnlich aus wie bei euch.

    Beim Yellowstone kann ich die Probleme nicht so ganz nachvollziehen

    Mein "Problem" beim Yellowstone ist, dass es durch die vielen Besucher noch schwieriger geworden ist kurzfristig eine Unterkunft oder einen Zeltplatz zu bekommen. Wir können oft nicht so arg lange im Voraus buchen und so wie ich das beobachtet habe sind relativ weit im Voraus nur noch wenige bzw. sehr teure Unterkünfte verfügbar.
    Als Nicht-Ersttäter und Gerne-Wanderer hätte ich auch kein Problem damit die Hauptattraktionen zu meiden. Aber beim ersten Mal, wäre es für mich unvorstellbar gewesen z.B. nicht zu Grand Prismatic zu gehen. In irgendeinem Reisebericht habe ich gelesen, dass jemand es erst nach mehreren Anläufen geschafft dort einen Parkplatz zu ergattern. Für mich wäre das schon ein ziemlicher Streßfaktor, weil das für mich mit dem Naturerlebnis, dass ich in den Parks haben möchte nicht so richtig im Einklang steht.


    Interessant fand ich, dass in dieser St. George Zeitung in dem Bericht angeführt wird, dass das Gefühl, dass es es überfüllt in den Parks ist eher ein amerikanisches ist und die Europäer einfach viel mehr an größere Menschenmaßen gewohnt sind und sich deshalb gar nicht davon gestört fühlen.

  • Meiner Meinung nach kommt man gar nicht umhin Beschränkungen für die Parks einzuführen. gerade bei Parks wie dem Zion, die nicht so groß sind, dass sich die Massen verteilen können.



    Ich denke auch, dass es immer mehr Menschen werden, die die Parks besuchen wollen, einfach weil das Reisen viel einfacher geworden ist. Gerade die Asiaten scheinen ja das Reisen in die USA für sich entdeckt zu haben und da gibt es ja bekanntlich eine Menge davon. Außerdem liegt der Zion ja auch noch sehr günstig auf dem Weg zum Bryce Canyon usw. Deswegen glaube ich, dass das Problem in Zukunft eher noch größer werden wird.

  • Mit Menschenmassen zu wandern macht wirklich keinen Spaß und um Permits zu kämpfen noch viel weniger! Doch es gibt eine gute Nachricht: Noch immer gibt es im südlichen Utah unzählige phantastische Halbtageswanderungen, Tageswanderungen und Trekkingtouren, auf denen man in der Regel keine Menschenseele trifft! Allerdings muss man dabei auf markierte Wanderwege verzichten. Wer z. B. vom Trubel im Zion die Nase voll hat, weicht einfach auf den East Fork des Virgin Rivers aus. Die Barracks, Mineral Gulch, Bay Bill Canyon und Merwin Canyon sind sehr interessante, eindrucksvolle und fotogene Slot Canyons.

  • Habe gerade ein Mail bekommen über die Zunahme der Besucherzahlen in den US Nationalparks letztes Jahr - das waren sage und schreibe 9,8 Millionen Menschen mehr als im Jahr zuvor. Allein im Yosemite waren es wohl eine halbe Million mehr. Ganz schön viel, finde ich. Hoffentlich geht das nicht im gleichen Tempo weiter. Dann tun mir nicht nur alle Besucher leid, sondern auch die Parks selbst. :(

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