Geschichten, Fabeln und Legenden der Ureinwohner

  • Nach der Überlieferung der Navajo hat einst ein großer Vogel die Vorfahren auf seinen Rücken genommen und sie hierher geflogen. Wo er zu diesem Berg wurde. Die Navajo/Anasazi wohnten auf dem Gipfel dieses Berg, der nur über einen schmalen Grat zu erreichen war. Eines Tages, als die Männer auf der Jagd und die jungen Frauen auf den Feldern im Tal waren, gab es ein Gewitter und ein Blitzschlag zerstörte den Grat. Die Alten und die Kinder, die noch auf Berg waren, konnten nicht mehr hinunter und sind schließlich dort oben verhungert. Da ihre Seelen immer noch dort leben, ist der Berg den Navajo heilig.
    Soweit die Legende. Was ich bisher nicht verstanden hatte, war wie man in diesem Berg einen Vogel erkennen soll. Für mich hat er aus keiner Richtung auch nur entfernte Ähnlichkeit mit einem Vogel. Aber jetzt wurde ich endlich aufgeklärt. Der Vogel steckt sozusagen kopfüber in der Erde. Was man sieht sind seine nach oben ragenden Schwanzfedern und die Reihen kleinerer wallartiger Felsen zu beiden Seiten sind die Federn seiner Flügel.


    Ich hab das mal aus dem Bericht herauszitiert.

  • Soweit die Legende. Was ich bisher nicht verstanden hatte, war wie man in diesem Berg einen Vogel erkennen soll. Für mich hat er aus keiner Richtung auch nur entfernte Ähnlichkeit mit einem Vogel. Aber jetzt wurde ich endlich aufgeklärt. Der Vogel steckt sozusagen kopfüber in der Erde.


    Aaaaah... wieder was dazugelernt. Ich hab' mich das selbe gefragt...


    Aber wieso der Vogel kopfüber in der Erde steckt, erschließt sich mir immer noch nicht recht. ?(


    Vielleicht ist dem was ähnliches passiert wie das hier? ;)

  • Vielleicht weil sich die Diné als Erdvolk bezeichen?

    Quote from Wiki

    Diné ist ihr Eigenname und bedeutet „Menschenvolk“ oder basierend auf ihre Mythen wörtlich „unter der Erde hervorkommendes Volk“. Sie nannten sich daher auch Diné Nihohaa (natürliches, Erd-Volk).

  • Die vielleicht ungewöhnlichsten Bären der Welt leben im äußersten Westen Kanadas.
    Es sind die weißen Geisterbären, die heiligen Tiere der Gitga'at-Indianer.
    Sie leben nur im Gebiet des "Great Bear Rainforest" zwischen Prince Rupert und Port Hardy.
    Und die Legende, daß der "Rabengott" sie mit besonderen Fähigkeiten ausgestattet hat, ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Im Vergleich mit ihren
    schwarzen und braunen Verwandten haben sie beim Fischen tatsächlich eine um 30 % höhere Erfolgsquote.


    Und nun zur Legende:
    Als die Welt noch jung war und eins mit der Zeit, als noch nichts lebte und nichts starb, bedeckten Schnee und Eis die gesamte Erde.
    Die Luft war klar und frisch, noch ungeatmet, kein Laut war zu hören. Nichts bewegte sich und die riesigen Gletscher ragten in den Himmel
    wie gefrorene Gedanken. Die Welt, wie Whe-Ghet, der Rabengott, sie erschaffen hatte, war perfekt. Und wunderschön.
    Doch der Rabe wußte, daß es nicht so bleiben konnte. Und so schlug er mit den Flügeln und entfachte den ersten Wind, der den Schnee
    vor sich hertrieb und die Wolken trug. Dann erschuf er die Wälder,Täler und See und bevölkerte sie mit Tieren und Menschen.
    Aber Whe-Ghet war traurig, denn er wußtem daß die Zeit, die er mit dem ersten Windhauch losgelassen hat, auch Veränderung mit sich bringt,
    Zerstörung und Tod. Deshalb beschloss er, seinen Lieblingstieren, den gewaltigen Bären, ein besonderes Geschenk zu machen.
    Jedes zehnte Tier sollte nicht schwarz oder braun sein, sondern weiß wie Schnee und damit an die Zeit erinnern, als die Welt noch perfekt
    und rein war. Diesen Geisterbären gab er Fähigkeiten, die jene ihrer Brüder noch bei Weitem übertrafen. Und das Volk der Gitga'at erwählte er,
    um seine Bären für alle Zeiten zu beschützen.


    Ich dachte, daß Euch diese Legende beim herrschenden Wetter vielleicht ein bißchen Spaß macht.

  • Schöne Legende - danke Vera!


    Aber...


    Doch der Rabe wußte, daß es nicht so bleiben konnte. Und so schlug er mit den Flügeln und entfachte den ersten Wind, der den Schnee
    vor sich hertrieb und die Wolken trug.


    ...Moooment mal. Jetzt wären plötzlich meine Verwandten an dem ganzen Schnee schuld. Nee nee, so geht das nicht. :wut1: Das ist eindeutig Ursula. ;;NiCKi;:


    Ich glaube, ich würde es bei dem vielen Schnee im Moment gar nicht merken, wenn ein Geisterbär vorbeitappt... :gg:

  • Schöne Story mit den weissen Bären.


    Dazu gab es vor einiger Zeit auch einen Beitrag in National Geographic (Heft August 2011):
    http://www.nationalgeographic.de/reportagen/der-heilige-baer

    Gruss Kate
    +++++++++
    On Tour:
    2000-09: 7xUSA West & Kanada
    2000-10: D,F,I,GR,MC,E,AND,L,A,HR
    2011: D, GB, HR-MNR-BiH, I
    2012: Inselhopping HR (Pag, Rab, Cres, Losinj)
    2013: Dalmatien & BiH im Mai/ Süd-Norwegen im Juli/August


  • Pag-Osah "Healing Waters", nannten es die Ute Indianer, die Hot Springs in Pagosa Springs.


    Eine alte Indianersage über die Entdeckung der Quelle erzählt von einer Seuche die nicht nur den Stamm befiel, sondern auch die Power des Medizinmannes beeinträchtigte. Die Götter mussten angefleht werden und so versammelte sich der Stamm an den Ufern des San Juan Rivers um mit Zeremonien und Feuertänze die Hilfe der Götter zu erbitten. So tanzten sie bis sie vor Erschöpfung zusammenbrachen und einschliefen. Am Morgen werden sie vom blubbernden Wasser geweckt. Sie sahen darin die Erhörung ihrer Gebete und badeten ihre kranken Körper in dem warmen Wasser und plötzlich waren sie geheilt.
    Pag-Osah "Healing Waters", und so wurde die große Quelle ein heiliger Ort des Friedens und der Heilung.

  • Die Entstehung des Fantasy Canyon


    Eine indianische Legende von Chief Red Moose, veröffentlicht in der Salt Lake Tribune am 16.7.1972


    Eines Tages beschlossen die üblen Kreaturen der Unterwelt - des ständigen Aufenthalts im Dunklen und Feuchten überdrüssig - sich einen Weg an die Erdoberfläche zu graben und sich aller Dinge über und unter der Erde zu bemächtigen. Sie gruben und die Erde zitterte und bebte. Zwei Kojoten, neugierig wie Kojoten nun mal sind, konnten nicht umhin, die Sache genauer zu untersuchen. Die beiden entdeckten das Komplott der Unterirdischen und riefen sofort alle befreundeten Erdenbewohner zu Hilfe. Eine große Versammlung wurde abgehalten, um zu entscheiden, was zu tun sei. Da man sich schnell einig war, dass mit normalen sterblichen Kräften diesen übernatürlichen Wesen nicht beizukommen war, beschlossen sie, den größten bekannten Medizinmann kommen zu lassen.


    Zwei Adler flogen mit der Botschaft davon und bereits am ersten Tag fanden sie den Medizinmann in seiner einsam gelegenen Behausung in den Bergen. Eine Staffel der leichtfüßigsten Wildpferde brachte den Mächtigen mit Windgeschwindigkeit über Berge, Flüsse, Täler und Ebenen. Gerade rechtzeitig, denn als sie Whiteriver erreichten, konnte der Mezininmann bereits das rote Leuchten am Himmel erkennen, an der die Unterweltler bereits die Erdoberfläche erreicht hatten.


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    Die große Hexenmutter


    Zuerst rief er den Westwind, der in einem gewaltigen Orkan Erde, Staub, Felsen und Bäumen vor sich hertrieb, um damit das schreckliche Loch zu füllen. Aber all dies bewirkte nichts, es fiel einfach nach unten und verbrannte in den Feuern darunter. Dann wurde der Regengott um Hilfe gebeten und dieser sandte große Wassermassen in Wolken und Sturmwellen, aber alles löste sich in Dunst und Nebel auf, während der Anführer der Teufel in langes und lautes Gelächter ausbrach, begleitet vom ausgelassenen Gejohle seiner Kumpane. Und so rief der Meister den Gott des Nordens.


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    Westwind Dragon


    'Hilf uns, hilf uns' sang und trommelte er, 'oh, großer Herr über Eis und Schnee'. Die Hilfe kam schnell wie ein Pfeil, eindringlich, tief, bitter kalt. Der Gott des Nordens fing im Nu alle Unterirdischen, die versuchten, sich über die Erde zu verbreiten. Innerhalb eines Augenblicks verwandelte er sie alle in Eis.


    Noch heute stehen der Anführer der Unterirdischen, die große Hexenmutter, der Zauberer und alle anderen genauso an der gleichen Stelle wie in dem Moment, als sie von der plötzlichen Kälte getroffen wurden.


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    Kein Entkommen für die Unterirdischen


    Als die Wärme zurückkam, der Westwind wieder blies, und das Eis schmolz, übernahm der Staub dessen Stelle und nun stehen die Monster in dem Loch, das sie gegraben haben - alle in Stein verwandelt - als eine Warnung an alle üblen Gestalten drunten in der Hölle, die gute grüne Erde in Ruhe zu lassen.


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    Monster Face

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