Namibia 2019 - Der Bericht

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    • MsCrumplebuttom wrote:

      Das ist immer das Ärgerliche an Wanderschuhen: erst nach den ersten Wanderungen merkt man, ob man wirklich zusammengehört. Da hatte ich auch schon einige Fehlkäufe.
      Man sollte Wanderschuhe halt auch nie unter Zeitdruck kaufen...
      Eigentlich sollten wir das wissen :rolleyes:

      MsCrumplebuttom wrote:

      Der Köcherbaumwald gefällt mir auf den Bildern aber sehr gut.
      Besonders im Abendlicht - kommt Ihr auch da vorbei?

      MsCrumplebuttom wrote:

      Das finde ich jetzt beruhigend, dass ihr es gar nicht so schlimm fandet.
      Wir sind zwar jetzt nicht wirklich in der Stadt spazierengelaufen, aber unser Eindruck war definitiv nicht schlimm.

      carovette wrote:

      Die Köcherbäume sind wirklich wunderschön
      Definitiv ein toller Platz um den Sundowner zu genießen ;;NiCKi;:

      Les Paul wrote:

      Gefällt mir richtig gut und Naminia rutscht immer weiter hoch in meiner Noch-zu-besuchen-Liste.
      Freut mich - wer weiß, vielleicht irgendwann?

      bela wrote:

      diese Wanderung war nochmal ein Highlight, oder?
      Auf jeden Fall ;;NiCKi;:

      bela wrote:

      Das wäre sicher in einer größeren Gruppe nicht so passiert.
      Stimmt - in einer größeren Gruppe wäre die Distanz zwischen Gästen und Personal definitiv größer gewesen - haben wir ja auch beim Tok Tokkie Trail gemerkt.

      bela wrote:

      Na wunderbar Das wäre es bei mir mit dem Schlaf gewesen.
      Ich war auch nicht mehr wirklich entspannt ;)

      bela wrote:

      Das kann ich mir gut vorstellen, dass das den beiden richtig Spaß gemacht hat.
      ;;NiCKi;:

      bela wrote:

      Haben sie ein weiches oder ein raues Fell?
      Gaaaanz weich =)

      Anne05 wrote:

      Fish river Canyon - eine wahrhaft tolle Location!
      Wir sind auch echt froh, dass wir diesen Schlenker mit eingebaut haben - die meisten lassen den Süden aus der Rundreise komplett weg.

      Anne05 wrote:

      Das war ja mal eine gute Idee ... da hat sich die Last für den Rücktransport sicher drastisch verringert
      :neinnein: Neneee - das war eine Luxuswanderung. Wir mussten überhaupt nichts tragen, alles wurde für uns transportiert.

      Anne05 wrote:

      Man gönnt sich ja sonst nichts
      ;)

      Ina wrote:

      das muss ja ordentlich geruckelt haben
      Naja, 5 Pinkelpausen in 2 Stunden ohne was zu Trinken sagt eigentlich alles, oder? :gg:

      Ina wrote:

      Lieb von dir, sie mit Getränken in Empfang zu nehemn
      Das war ja das mindeste ;;NiCKi;:
      Liebe Grüße, Elke
    • Elke wrote:

      Besonders im Abendlicht - kommt Ihr auch da vorbei?
      Ja, ich hab da auch einen Sundowner geplant. =) Ich hab gerade gestern noch mal recherchiert, ob man die Köcherbäume auch schön fotografieren kann, ohne dass man auf Farmgelände muss. Da gibt's ja die Farm, auf der ihr wart und die Farm Gariganus. Ich mag die aber eigentlich beide nicht besuchen, weil sie beide Geparden füttern, sowas boykottiere ich mittlerweile eigentlich und möchte das auch nicht mitfinanzieren. Nun habe ich gelesen, dass direkt an der C17 auch viele Köcherbäume stehen und die gehören zu keinem Farmgelände. Kannst du da was zu sagen? Habt ihr die gesehen und sehen die auch so schön aus?
      Viele Grüße
      Nadine
    • Elke wrote:

      Eingehüllt in eine warme Decke mache ich es mir so bequem wie möglich
      Das glaube ich. Gerade, wenn man dann so steif im Auto sitzt, ist es sicher gefühlt kälter als beim Wandern.

      Elke wrote:

      ich traue mir unterwegs nicht einen einzigen Schluck zu trinken, da ich sonst noch deutlich mehr als die fünf Pinkelpausen unterwegs gebraucht hätte
      :lach: Das ginge mir auch so.

      Elke wrote:

      und besorge an der Bar noch eben ein kühles Bier und eine Cola für die beiden, damit sie nach ihrer anstrengenden Wanderung direkt eine kleine Erfrischung haben.
      Na, das nenne ich mal sehr nett ;dherz; .

      Elke wrote:

      Andreas findet für seine in Swakopmund neu gekauften Wanderschuhe, mit denen er leider überhaupt nicht glücklich geworden ist und die er nur zweimal getragen hat, in Daniel noch einen Abnehmer, der sie hoffentlich gut brauchen kann.
      Das ist aber echt schade. Woran ist es gescheitert?

      Elke wrote:

      pünktlich zur Cheetah Fütterung
      Hach, da bin ich auch immer so unsicher (wie Du schon schreibst, ist Wildlife sicher anders), ob ich so etwas machen möchte. Wir haben das damals in Namibia auch gemacht, weil es ja einfach eine tolle Möglichkeit ist, diesen Tieren nahe zu kommen. Aber je mehr ich über so etwas nachdenke, desto weniger möchte ich es unterstützen. Schwieriges Thema...
      Es bleibt halt das tolle Erlebnis, oder? ich erinnere mich, wie mir ein Gepard an der Wade geleckt hat und ich dachte, dass seine Zunge aus grobem Schmirgelpapier besteht :la1; .
      Herzliche Grüße
      Michelle
    • MsCrumplebuttom wrote:

      Nun habe ich gelesen, dass direkt an der C17 auch viele Köcherbäume stehen und die gehören zu keinem Farmgelände. Kannst du da was zu sagen?
      Nein, leider nicht. Da wir ja auf dem Farmgelände waren, hab ich da nicht sonderlich danach geschaut :nw:

      Canyonrabbit wrote:

      Das ist aber echt schade. Woran ist es gescheitert?
      Bei den Schuhen waren im Gegensatz zu denen wie wir sie sonst haben, die Ösen ganz oben innen nicht abgefüttert.
      Und auf der einen Seite hat das halt nach ein paar Kilometern dann scheinbar mit Drücken angefangen.Sowas merkt man halt leider nicht sofort.
      So haben wir letztlich am Ende des Urlaubs zwei paar Wanderchuhe "entsorgt"

      Canyonrabbit wrote:

      ich erinnere mich, wie mir ein Gepard an der Wade geleckt hat und ich dachte, dass seine Zunge aus grobem Schmirgelpapier besteht
      ;haha_
      Liebe Grüße, Elke
    • Elke wrote:

      Und auf der einen Seite hat das halt nach ein paar Kilometern dann scheinbar mit Drücken angefangen.Sowas merkt man halt leider nicht sofort.
      Ja, das ist wirklich ärgerlich, aber man merkt auf keinen Fall alles im Laden :traen: .

      Elke wrote:

      So haben wir letztlich am Ende des Urlaubs zwei paar Wanderchuhe "entsorgt"
      Hat Andreas jetzt etwas für ihn Gutes gefunden?
      Herzliche Grüße
      Michelle
    • Das war sicher eine interessante Wanderung im Fish River Canyon, die euch im Gedächtnis bleiben wird!
      Einerseits toll, dass ihr nicht mit anderen Gästen teilen musstet, anderseits wären wir uns alleine mit der Crew auch etwas seltsam vorgekommen.
      Tolle Bilder von den Köcherbäumen im Sonnenuntergang! Wir waren damals im etwas abgelegeneren Mesosaurus Fossil Bushcamp. Ein Bild, dass ich dort beim Sonnenaufgang gemacht habe, wurde sogar im Air Namibia Inflight Magazine veröffentlicht! :D Im weichen Licht oder als Schattenriss sind die Bäume schon ein tolles Fotomotiv.
      Zum Camp gehörten keine Geparden, aber ein zahmes Erdmännchen. =)
      Zum Gepardenstreicheln sind wir dann später noch auf der Otjitotongwe Cheetah Farm gekommen. Eigentlich war ich gar nicht scharf auf Cheetahstreicheln, da ich sowas mit Wildtieren auch nicht unterstützen möchte, aber es gab drei zahme Geparde, bei denen wir dazu aufgefordert wurden. Die Farm kümmert sich aber um das Aufpäppeln verletzter Tiere, so dass ich denke, dass es hier OK war. Wir waren überrascht, wie rau das Fell der Geparden war. Gar nicht weich wie bei Katzen. Aber eigentlich wollten wir nur zur Fütterung der noch wilden Geparde im Gehege.
      Viele Grüße
      Katja
    • Elke wrote:

      Um 11:30 Uhr sind wir am Sunset Point und die beiden Super Heros erwarten uns schon. Sie zischen die Getränke weg, strahlen über das ganze Gesicht und sind sichtlich stolz auf den Streckenrekord, den sie heute hier aufgestellt haben.
      Wow, die beiden waren aber ganz schön zackig unterwegs :clab: :clab: :clab: ein toller Service von dir mit der Getränkelieferung und ein superschönes Erinnerungsfoto mit zwei glücklichen Gesichtern :SCHAU: :!!

      Elke wrote:

      Sie erzählen ein bisschen von ihrer Wanderung und zeigen ein paar Bilder vom Start im Morgengrauen...
      Was für eine schöne Lichtstimmung ;dherz; ...

      Elke wrote:

      Schließlich fahren wir gegen 13:00 Uhr ab in Richtung Keetmanshoop.
      Schön, dass euer Plan aufgegangen ist :SCHAU:

      Elke wrote:

      Köcherbäume sind eigentlich eine Aloen-Art. Ihren Namen verdanken sie den San, die früher aus ihren Ästen Pfeilköcher geschnitzt haben. Normalerweise kommen diese Pflanzen meistens einzelstehend vor, so dass das hier gehäufte Auftreten eine kleine Attraktion ist.
      Das dies "Einzelgänger" sind wusste ich bislang auch nicht....aber diese Anhäufung, der eh schon wunderschönen "Bäume" ,sieht große klasse aus ;;NiCKi;: und ist natürlich ein genialer Fotospot zum Sonnenuntergang ;;ebeiL_,
      Herzliche Grüße Ulli
    • Katja wrote:

      Das war sicher eine interessante Wanderung im Fish River Canyon
      Das war definitiv eines der Highlights der Reise.

      Katja wrote:

      Wir waren damals im etwas abgelegeneren Mesosaurus Fossil Bushcamp. ... Zum Camp gehörten keine Geparden
      @MsCrumplebuttom:
      Wäre das dann nicht eine Variante für Dich, Nadine?

      Ulli wrote:

      Wow, die beiden waren aber ganz schön zackig unterwegs
      Ja, ich glaube, das war neuer Streckenrekord, in 4 Stunden :D

      Ulli wrote:

      natürlich ein genialer Fotospot zum Sonnenuntergang
      ;;NiCKi;:
      Liebe Grüße, Elke
    • Katja wrote:

      Wir waren damals im etwas abgelegeneren Mesosaurus Fossil Bushcamp.

      Elke wrote:

      @MsCrumplebuttom:
      Wäre das dann nicht eine Variante für Dich, Nadine?
      Danke vielmals euch beiden! Das Camp kannte ich noch nicht und nachdem, was ich recherchiert habe, könnte das genau das richtige für uns sein! :!! Keinerlei Tierbespaßung und sogar Fossilien kann man noch sehen, sowas interessiert uns auch. Hab mir das sofort notiert.
      ;;KnUt;;
      Viele Grüße
      Nadine
    • Elke wrote:

      Ich hatte den Eindruck, dass irgendwelche Tiere draußen herum schlichen und musste dabei immer daran denken, dass es hier ja auch Leoparden gibt
      Hält da eigentlich jemand Wache in der Nacht ?

      Elke wrote:

      Die Fahrtstrecke ist mit insgesamt über zwei Stunden deutlich länger als ich das erwartet hatte und wirklich sehr, sehr bumby
      Oha, ist das ne unpaved Road oder so richtig Offroad?

      Elke wrote:

      Und wir sehen sogar noch einige Tiere - Klipspringer, Steinböcke, Strauße und Rock Dassies
      Na, immerhin

      Elke wrote:

      und besorge an der Bar noch eben ein kühles Bier und eine Cola für die beiden, damit sie nach ihrer anstrengenden Wanderung direkt eine kleine Erfrischung haben.
      Lass mich raten, was für wen ist ;)

      Elke wrote:

      und sind sichtlich stolz auf den Streckenrekord, den sie heute hier aufgestellt haben
      sieht man den beiden richtig an - respekt :!!

      Elke wrote:

      und zeigen ein paar Bilder vom Start im Morgengrauen...
      tolles Morgendlicht

      Elke wrote:

      aber man bekommt auch nicht jeden Tag die Gelegenheit einen Geparden zu streicheln und so machen auch wir unsere Schnappschüsse.
      ebend, hätte ich auch gemacht, auch wenn es dazu hier heftige andere Meinungen gibt... Geparden sind mein Lieblingskatzen ;;NiCKi;:

      Elke wrote:

      Normalerweise kommen diese Pflanzen meistens einzelstehend vor, so dass das hier gehäufte Auftreten eine kleine Attraktion ist.
      Im Rudel sehen die sehr schön aus :!!

      Elke wrote:

      Im Schützenhaus ist alles fest in deutscher Hand: auf der Speisekarte stehen Roulade, Schnitzel, Apfelstrudel & Co. Aber uns ist das nicht unrecht -
      wäre ich auch mal hingegangen ;;NiCKi;:

      Elke wrote:

      Das ist uns echt schon lange nicht mehr passiert, dass wir in einem Restaurant mal die letzten Gäste waren...
      :gg: um halb neuen auch eher ungewöhnlich - obwohl in USA kann einem das auch schon mal passieren
      sportlich entspannte Grüsse

      Markus

    • MsCrumplebuttom wrote:

      Danke vielmals euch beiden! Das Camp kannte ich noch nicht und nachdem, was ich recherchiert habe, könnte das genau das richtige für uns sein! Keinerlei Tierbespaßung und sogar Fossilien kann man noch sehen, sowas interessiert uns auch. Hab mir das sofort notiert.
      Das hatte ich mir ursprünglich auch mal angeschaut - war uns aber dann vom Umweg her zuviel für die Köcherbäume - knapp 40 km eine Richtung von Keetmannshoop.
      Aber wenn das für Euch passt, wäre es ja super :!!

      malenz wrote:

      Hält da eigentlich jemand Wache in der Nacht ?
      Naja, das Support Team schläft auch in der Nähe - aber es schläft und steht nicht wirklich Wache.
      Ist wohl auch noch nie was passiert...

      malenz wrote:

      Oha, ist das ne unpaved Road oder so richtig Offroad?
      Also das als Road zu bezeichnen, wäre schon die Übertreibung des Jahrhunderts ;haha_

      malenz wrote:

      Lass mich raten, was für wen ist
      :D :D

      malenz wrote:

      Geparden sind mein Lieblingskatzen
      ;;Gi5;:
      Liebe Grüße, Elke
    • Donnerstag, 13.06.2019: Hardap-Damm, Kalahari

      Heute haben wir es überhaupt nicht eilig und schlafen ohne Wecker bis 6:30 Uhr. Da es Frühstück aber erst in einer Stunde gibt, bleiben wir noch so richtig schön urlaubsfaul im Bett liegen. Das muss auch ab und zu mal sein...

      Die Frühstückstische sind nett gedeckt - endlich mal wieder kein Buffet. Eine reichliche Obstauswahl, Joghurt und Eierspeisen nach Wunsch sind für uns vollkommen ausreichend und perfekt.





      Beim Frühstück wundern wir uns zuerst ein wenig, dass die Angestellten mit warmen Bommelmützen herumlaufen, aber dann kommt die Erleuchtung: es ist ja schließlich gerade Winter in Namibia...

      Aber im Ernst: seit zwei Tagen ist es merklich kühler geworden. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen nur noch knapp über 20 Grad - da kann man schon mal eine Mütze aufsetzen

      Und zum ersten Mal sehen wir hier in einer Unterkunft tatsächlich schwarze Gäste am Frühstückstisch sitzen. Bisher hatten wir die Trennung in Namibia relativ klar erlebt: Bedienung schwarz, Gäste weiß. Aber schön, dass es das doch auch anders gibt...

      Wir zahlen unsere Rechnung und müssen dabei mal wieder die Bargeldvorräte plündern, da der Kreditkartenleser Mätzchen macht. Zum Glück haben wir aber noch genug dabei.

      Gegen 8:30 Uhr brechen wir dann in Keetmanshoop auf und nehmen Kurs Nord auf die Kalahari. Die Strecke entlang der B1 ist recht eintönig - es geht 250 Kilometer lang geradeaus durch monotone, flache Savanne. Zumindest aber fliegen die Kilometer recht schnell vorbei.

      Kurz vor Mariental biegen wir von der B1 ab, um uns auf einem kleinen Umweg den Hardap-Damm anzuschauen. Reinette hatte uns heute Morgen beim Frühstück erzählt, dass aus diesem kürzlich sehr viel Wasser abgelassen wurde, um den neugebauten Neckartal-Damm zu füllen. Das sei aber eine ziemliche Schnapsidee gewesen, denn sämtliches Wasser versickerte wohl auf dem Weg zum neuen Damm - sowohl im ersten als auch im zweiten Versuch.

      Ein bisschen Wasser muss aber noch übrig geblieben sein, denn auf dem Weg zum Damm wird alles um uns herum plötzlich sehr grün und wir sehen sogar erstmalig Weinstöcke in Namibia.







      Gegen 11:30 Uhr erreichen wir den Damm. Da es sich hier um einen Nationalpark handelt, müssen wir 90 NAD Eintritt zahlen und erhalten damit Zugang zu den Damm-Anlagen und zum Naturschutzgebiet an der Südseite des Stausees.

      Der etwa 25 Quadratkilometer große Stausee ist seit 1962 das bedeutendste Wasser-Reservoir Namibias. Durch den Bau der 860 Meter langen und fast 40 Meter hohen Staumauer wird der Fish River hier auf eine Länge von 30 Kilometer angestaut.

      Wir schauen uns kurz um, aber es gibt keinerlei Info-Center oder ähnliches - nur ein völlig leeres Restaurant und einen ebenso verwaisten Campingplatz. Wir haben den Eindruck, dass wir hier seit Monaten die einzigen Besucher sind…





      Gut — dann fahren wir eben noch zur Südseite des Damms, wo es im Naturschutzgebiet sehr viele Wasservögel geben soll. Wir sind allerdings schon etwas skeptisch wegen des niedrigen Wasserstandes und werden natürlich prompt bestätigt:

      Das Wasser im Stausee ist soweit zurückgegangen, dass man von der Fahrstraße im Game Park aus das Ufer überhaupt nicht mehr sehen kann und auf unserer kurzen Rundfahrt sehen wir nicht ein einziges Tier. Lediglich ein paar Schilder, die darauf hindeuten, dass es hier irgendwann einmal Tiere gegeben hat und ein völlig deplatziertes "No fishing"-Schild.





      Insgesamt ein eher enttäuschender Zwischenstopp, den man sich verkneifen kann - zumindest bei so anhaltender Trockenheit wie wir sie hier gerade erleben. Mit mehr Wasser im Stausee mag sich der Ausflug eventuell lohnen - das können wir nicht wirklich beurteilen. Wir haben jedenfalls nicht länger Lust hier herum zu kurven und fahren gegen 12:30 Uhr weiter in Richtung Bagatelle Lodge.

      Dort kommen wir eine Stunde später an. Nachdem am Eingangstor erfolgreich überprüft wurde, dass wir auch auf der Liste der erwarteten Gäste stehen und wir in diesem Urlaub zum gefühlt hundertsten Mal unsere kompletten Personalien in die immer gleiche Liste eingetragen haben, dürfen wir passieren und zum Lodge-Gebäude fahren.





      Wir checken für die zwei letzten Nächte unseres Urlaubs ein und beziehen unser Zimmer. Diesmal haben wir keines der Häuschen in den Dünen gebucht, sondern uns für die preiswertere Variante entschieden: ein Doppelzimmer am Pool. Dieses ist einfach aber funktionell und geräumig und mit Kühlschrank, Safe, Klimaanlage und Decken-Ventilator ausgestattet. Alles in allem sind wir ganz zufrieden.





      Danach schauen wir uns an, welche Aktivitäten von der Lodge so angeboten werden und entscheiden uns für heute Nachmittag für einen Pferde-Ausritt in die Dünen. Dieser soll auch für blutige Reit-Anfänger wie uns geeignet sein — also eine gute Gelegenheit, mal einen Pferderücken auszuprobieren.

      Bis es losgeht, ist aber noch reichlich Zeit und so machen wir nach dem Einräumen unseres Zimmers noch eine kurze Erkundungstour durch's Gelände und eine Wanderung durch die Dünen.













      Dabei sehen wir im Gelände jede Menge Tiere: Elands, Springböcke, korpulierende Esel und Strauße, die sich in dem roten Kalahari-Sand außerordentlich fotogen präsentieren.









      Außerdem beobachten wir eine ganze Weile lang drollige Erdmännchen, wie diese auf der Jagd nach Skorpionen tiefe Löcher in den Sand buddeln - eines von ihnen sogar äußerst erfolgreich.













      Zurück in der Lodge faulenzen wir noch eine Runde am Pool und genießen bei Bier und Rock Shandy die Aussicht. Dabei laufen wir Herrn W. aus Ö. über den Weg, der gerade mit einer Gruppe als Reiseleiter hier unterwegs ist. Viel Zeit für einen Schwatz haben wir aber im Moment nicht, da unser Ausritt gleich startet und so verschieben wir unseren Begrüßungsdrink auf den Sonnenuntergang.



      Wir werden an der Rezeption von unseren beiden Guides abgeholt und bekommen Reithelme im Tausch gegen unsere Hüte. Dann geht es zu den Pferden: ich darf auf Poco reiten und Andreas auf Stone.

      Einer der Guides erklärt uns beiden ganz kurz die Grundbegriffe, wir üben auf einer einzelnen Runde in der kleinen Koppel das Bremsen und Lenken und dann geht es auch schon hinaus in die Dünen.





      Einer der Guides reitet voran, dann kommen Andreas und ich und ein Guide bildet den Abschluss. Es geht sehr gemächlich im Schritt durch die Dünen, immer hintereinander her in einer Reihe. Dabei müssen wir überhaupt nicht viel tun - die Pferde orientieren sich automatisch am Vordermann und wir müssen so gut wie gar nicht eingreifen. Eine Dreiviertelstunde lang reiten wir so in einer großen Runde durch die Dünen bis zum Sunset Point.

      Zu Fuß wären wir wahrscheinlich schneller gewesen , aber darum ging es ja hier nicht - wir wollten das Reiten einfach mal ausprobieren und das war in einer tollen Umgebung eine gute Gelegenheit dafür.





      Am Sunset Point treffen dann nach und nach alle Gruppen ein, die an irgendeinem Nachmittagsprogramm der Lodge teilgenommen haben - alle Programme enden hier mit einem Sundowner.

      Herr W. sorgt dafür, dass wir erstmalig in diesem Urlaub einen Gin-Tonic probieren - quasi der Standard-Sundowner, der hier in Namibia getrunken wird.
      Normalerweise ist das überhaupt nicht unser Geschmack, aber hier und heute finden wir ihn richtig gut.

      Das liegt womöglich an der netten Gesellschaft





      Als alle Ausflug-Gruppen eingetrudelt sind, kommt schließlich noch ein letztes Auto an: mit dem Ranger und einem Cheetah auf dem Beifahrersitz
      Das ist natürlich sehr spektakulär und alle machen ihre Fotos - auch wenn es nicht besonders artgerecht ist…

      Auf dem Ritt zurück zur Lodge probieren wir dann noch den „zweiten Gang“ aus: das Leitpferd verfällt in den Trab und alle anderen tun es ihm gleich.

      Das ist für uns als absolute Anfänger schon ganz schön anspruchsvoll und wir merken sofort, das uns davon am nächsten Tag ganz sicher der Hintern weh tun wird. Nach einer Weile finden wir aber einen guten Rhythmus und es klappt eigentlich ganz gut.

      Doch dann macht sich bei mir plötzlich der Gin Tonic bemerkbar: ich bekomme auf einmal pochende Kopfschmerzen, die mit jedem Plumps meines Hinterns nach unten schlimmer werden. Da hilft nur die Notbremse. Zum Glück verstehen Poco und ich uns so gut, dass diese auch sofort funktioniert. Den Rest des Weges legen wir dann wieder im Schritt zurück, worüber mein Kopf sehr dankbar ist.

      Gegen 18:45 Uhr sind wir mit leicht schmerzendem Hintern von unserem Ausritt wieder in der Lodge zurück. Wir bummeln noch eine Runde durch den Souvenir-Shop, ziehen uns um und gehen dann zum Abendessen.

      Bei Vorspeise und Dessert können wir jeweils zwischen zwei Varianten wählen und den Hauptgang gibt es in Buffet-Form. Alles ist sehr sehr lecker, aber ich merke immer mehr, dass ich in den letzten Wochen viel zu viel Fleisch gegessen habe - ich kann es irgendwie gar nicht mehr sehen. Deshalb halte ich mich heute nur an Fisch und Gemüse und bin damit sehr zufrieden. Andreas dagegen hat das Fleisch noch nicht über und vertilgt ein Riesen Stück Kudu.





      Nach dem Abendessen sitzen wir noch mit Herrn W. und seiner Reisegruppe am Lagerfeuer zusammen und tauschen Erfahrungen aus. Sie waren heute Nachmittag auf dem Game Drive unterwegs und haben recht viele Tiere gesehen - darunter einige, die wir auf unserer Sichtungs-Liste noch nicht abgehakt haben.

      So beschließen wir, morgen doch noch bei einem letzten Game Drive in diesem Urlaub mitzufahren, obwohl Andreas ursprünglich gar keine Lust mehr darauf hatte.

      Die Runde am Lagerfeuer ist recht dynamisch: der eine kommt, der andere geht und bei der netten Plauderei vergeht die Zeit wie im Flug.
      Gegen 22:30 Uhr fallen mir dann aber die Augen zu und ich muss mich aus der Runde ausklinken - Andreas folgt eine halbe Stunde später und damit ist wieder ein Urlaubstag vorbei…


      Gefahrene Kilometer: 327 Strecke
      Wetter:
      Übernachtung: Bagatelle Lodge
      Liebe Grüße, Elke

      The post was edited 1 time, last by Elke ().

    • Elke wrote:

      Das sei aber eine ziemliche Schnapsidee gewesen, denn sämtliches Wasser versickerte wohl auf dem Weg zum neuen Damm - sowohl im ersten als auch im zweiten Versuch.
      :ohje:

      Elke wrote:

      Ein bisschen Wasser muss aber noch übrig geblieben sein, denn auf dem Weg zum Damm wird alles um uns herum plötzlich sehr grün und wir sehen sogar erstmalig Weinstöcke in Namibia.
      Huch, Wein aus Namibia?! Ist mir auch neu.

      Elke wrote:

      Danach schauen wir uns an, welche Aktivitäten von der Lodge so angeboten werden und entscheiden uns für heute Nachmittag für einen Pferde-Ausritt in die Dünen
      Toll, das hätte ich wohl auch gemacht. =)

      Elke wrote:

      korpulierende Esel
      :lach: Eine Erstsichtung? :gg:

      Elke wrote:

      Außerdem beobachten wir eine ganze Weile lang drollige Erdmännchen, wie diese auf der Jagd nach Skorpionen tiefe Löcher in den Sand buddeln - eines von ihnen sogar äußerst erfolgreich.
      Wie niedlich!

      Elke wrote:

      Zum Glück verstehen Poco und ich uns so gut, dass diese auch sofort funktioniert.
      Ui, das war aber spannend! Reitanfänger lässt man bei diesen Ausflügen eigentlich nicht traben. Wenn man nicht weiß, dass man im Rhythmus mit dem Hintern hoch muss, ist das für den Pferderücken auch nicht so toll. Aber die Strecke wird ja auch nicht so wahnsinnig weit gewesen sein.

      Jetzt bin ich gespannt auf euren Game Drive!
      Viele Grüße
      Nadine
    • Also den Neckartal-Damm hätte ich jetzt eher in unserer Nähe erwartet, aber nicht im fernen Namibia.

      Ja wie, Herr W aus Ö saß auf Reisen mal nicht am Poker-Tisch ;,cOOlMan;: ? Schön, dass sich das Treffen ergeben hat :!! .
      Liebe Grüße

      Ilona



      "Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat." (Erich Kästner)


    • MsCrumplebuttom wrote:

      Huch, Wein aus Namibia?! Ist mir auch neu.
      Ich war auch total erstaunt.

      MsCrumplebuttom wrote:

      Eine Erstsichtung?
      ;;NiCKi;: ;,cOOlMan;:

      MsCrumplebuttom wrote:

      Wenn man nicht weiß, dass man im Rhythmus mit dem Hintern hoch muss, ist das für den Pferderücken auch nicht so toll
      Uns hatte das niemand gesagt, aber irgendwie haben wir es wohl intuitiv halbwegs richtig gemacht.

      MsCrumplebuttom wrote:

      Jetzt bin ich gespannt auf euren Game Drive!
      Der war nochmal richtig ergiebig :!!

      Saguaro wrote:

      Ja wie, Herr W aus Ö saß auf Reisen mal nicht am Poker-Tisch
      Wenn es denn einen gegeben hätte, wäre Herr W. sicher einfach zu finden gewesen :D
      Liebe Grüße, Elke
    • Elke wrote:

      bleiben wir noch so richtig schön urlaubsfaul im Bett liegen. Das muss auch ab und zu mal sein...

      Elke wrote:

      Bisher hatten wir die Trennung in Namibia relativ klar erlebt: Bedienung schwarz, Gäste weiß. Aber schön, dass es das doch auch anders gibt...
      Ich finde das schwierig, wenn man eigentlich die Apartheit immer noch so erleben muss :traen:

      Elke wrote:

      Wir schauen uns kurz um, aber es gibt keinerlei Info-Center oder ähnliches - nur ein völlig leeres Restaurant und einen ebenso verwaisten Campingplatz. Wir haben den Eindruck, dass wir hier seit Monaten die einzigen Besucher sind…
      Puh, schaut richtig öde aus :traen:

      Elke wrote:

      Lediglich ein paar Schilder, die darauf hindeuten, dass es hier irgendwann einmal Tiere gegeben hat und ein völlig deplatziertes "No fishing"-Schild.
      :EEK: :EEK: trauriger Zustand ;;_Fe6__

      Elke wrote:

      ein Doppelzimmer am Pool. Dieses ist einfach aber funktionell und geräumig und mit Kühlschrank, Safe, Klimaanlage und Decken-Ventilator ausgestattet. Alles in allem sind wir ganz zufrieden.
      sehr hübsch wieder ;;NiCKi;:

      Elke wrote:

      und entscheiden uns für heute Nachmittag für einen Pferde-Ausritt in die Dünen. Dieser soll auch für blutige Reit-Anfänger wie uns geeignet sein — also eine gute Gelegenheit, mal einen Pferderücken auszuprobieren.
      Gute Idee :clab:

      Elke wrote:

      Auf dem Ritt zurück zur Lodge probieren wir dann noch den „zweiten Gang“ aus: das Leitpferd verfällt in den Trab und alle anderen tun es ihm gleich.
      Tapfer :!!

      Elke wrote:

      Doch dann macht sich bei mir plötzlich der Gin Tonic bemerkbar: ich bekomme auf einmal pochende Kopfschmerzen, die mit jedem Plumps meines Hinterns nach unten schlimmer werden. Da hilft nur die Notbremse. Zum Glück verstehen Poco und ich uns so gut, dass diese auch sofort funktioniert. Den Rest des Weges legen wir dann wieder im Schritt zurück, worüber mein Kopf sehr dankbar ist.
      ;haha_ :la1; ;haha_ :lach:
      liebe Grüße

      Ina

    • Elke wrote:

      Die Frühstückstische sind nett gedeckt - endlich mal wieder kein Buffet. Eine reichliche Obstauswahl, Joghurt und Eierspeisen nach Wunsch sind für uns vollkommen ausreichend und perfekt.
      Das sieht aber echt nett aus. Ich finde auch, dass es wirklich nicht immer Buffet sein muss.

      Elke wrote:

      Und zum ersten Mal sehen wir hier in einer Unterkunft tatsächlich schwarze Gäste am Frühstückstisch sitzen.
      Ja, das kommt so gaaaaanz langsam mehr vor :!! .

      Elke wrote:

      Wir haben den Eindruck, dass wir hier seit Monaten die einzigen Besucher sind…
      Den Eindruck hatten wir dort vor 19 Jahren auch schon :la1; .

      Elke wrote:

      die sich in dem roten Kalahari-Sand außerordentlich fotogen präsentieren
      Tsts, Ihr Spanner ;haha_ .

      Elke wrote:

      Normalerweise ist das überhaupt nicht unser Geschmack
      Puh, unserer aber auch nicht :kotz:

      Elke wrote:

      Doch dann macht sich bei mir plötzlich der Gin Tonic bemerkbar: ich bekomme auf einmal pochende Kopfschmerzen
      Das ist ja übel. Meinst Du das lag echt am Gin? Oder generell wegen des Alkohols? Ist das dann wieder verschwunden?

      Eure Unterkunft sieht ja wirklich wunderschön aus. Witzig, dass Ihr tatsächlich Herrn W. getroffen habt. Wusstet Ihr das vorher oder war es gar so geplant?
      Herzliche Grüße
      Michelle
    • Canyonrabbit wrote:

      Den Eindruck hatten wir dort vor 19 Jahren auch schon
      Man hätte denken können, dass zwischen Eurem und unserem Besuch niemand mehr dort war ;haha_

      Canyonrabbit wrote:

      Tsts, Ihr Spanner
      :la1;

      Canyonrabbit wrote:

      Meinst Du das lag echt am Gin? Oder generell wegen des Alkohols? Ist das dann wieder verschwunden?
      Ich glaube, das war einfach eine Kombination aus dem Gin und dem holprigen Auf und Ab beim Traben.
      Sobald wir dann im Schritt weitergeritten sind, ging das recht schnell wieder weg.

      Canyonrabbit wrote:

      Witzig, dass Ihr tatsächlich Herrn W. getroffen habt. Wusstet Ihr das vorher oder war es gar so geplant?
      Wir wussten schon vorher, dass wir beide die letzten zwei Tage auf Bagatelle sein werden.
      Geplant war es nicht, aber es hat sich so ergeben und war dann echt nett, dass wir uns dann dort getroffen haben.
      Liebe Grüße, Elke
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