Unterwegs auf ganz neuen Pfaden !

  • Oh, jetzt gehts ja "Schlag auf Schlag" - schon am 2. Tag war die Wahl getroffen :EEK:


    Ich kann mir vorstellen, dass Ihr abends richtig erschlagen gewesen seid. Das sind ja nicht nur Eindrücke, sondern vor allem halt Eindrücke, die Entscheidungen mit sich bringen.


    Wir hatten an einem langen Wochende (Fr. bis Mo.) im November auch einige Objekte angesehen, uns aber sofort in eines verguckt.
    Diese Wohnung haben wir dann am Montag nochmals besichtigt und auf uns wirken zu lassen.
    Am nächsten Tag, auf dem Weg zum Flughafen, haben wir dann dem Makler unser ok gegeben und den Kauf eingeleitet.


    Das Bauchgefühl muss halt auch stimmen.

  • Hallo,


    man muss dazu auch sagen, dass es in den USA nicht tausend unterschiedliche Bauformen gibt. Es gibt 3-4 Standardhäuser die dann beim Anschauen sehr ähnlich sind und man dann nur entscheiden muss wie die Lage ist bzw. der Zustand. Die Auswahl war ja doch nicht ganz so gross und die zwei Kategorien ( Gulfacess oder nur Kanallage ) war die schwerste Entscheidung von allen !

  • Jetzt heisst es warten. Das Angebotsende ist erst morgen um 17 Uhr und bis dahin können wir keine weiteren Schritte unternehmen. Deshalb haben wir uns entschieden morgen nach Sanibel bzw. Captiva Island zu fahren und an etwas anderes zu denken. Der übernächste Morgen sollte spannend werden. Zuerst wollen wir uns die Zeit im Miromar Outlet Center vertreiben. Jede Stunde könnte es soweit sein, dass die Bank sich meldet.


    Tatsächlich um 10.15 Uhr klingt unser amerikanisches Handy und Birgit wird mit den Worten „Herzlichen Glückwunsch“ begrüßt. Das war es also, der entscheidende Moment in dem wir die Zusage der Bank bekommen hatten und das Haus geht in unseren Besitz über.


    Wir nutzen die Gelegenheit und kaufen gleich in einem Haushaltsartikelladen ein. Die nötigsten Dinge gehen über die Ladentheke und wir schleppen drei Tüten nach draussen.


    Zwischenzeitlich hat sich auch unser erster Interessent für die Hausverwaltertätigkeit gemeldet. Wir haben uns für den späten Nachmittag am Haus verabredet. Auch unsere Maklerin will uns heute nochmals sehen um die Papiere für die Bank zu unterschreiben. Also starten wir nach der Einkaufstour wieder nach Cape Coral um im Büro den Kaufvertrag zu unterschreiben. Im Grunde ist der Inhalt des Kaufvertrags derselbe den wir auch für das Angebot unterschrieben haben, so geht das „Durchlesen“ recht schnell und wir unterhalten uns lieber in der restlichen Zeit über Hurricane Charly in 2004.


    Als sich der potentielle Hausverwalter meldet dass er vor dem Haus steht, entschliessen wir uns zusammen mit der Maklerin gleich hin zu fahren. Vom Büro aus sind es gerade mal 15 Minuten. Wir schauen uns gemeinsam das Haus an, überlegen was noch alles zu machen ist und wie wir das einrichten. Das gute daran ist dass der potentielle Hausverwalter gelernter Einrichtungsberater ist und das kommt uns hier zu Gute. Wir verabreden uns auf übermorgen früh wieder hier am Haus, denn da wird die Home Inspektion gemacht, die darüber entscheidet ob das Haus „versteckte Mängel“ hat und wir den Kaufvertrag annehmen. Der potentielle Hausverwalter kommt nochmals dazu und wir teilen ihm dann mit ob er den Auftrag erhält unser Haus zu verwalten oder nicht.


    Auch am nächsten Tag haben wir volles Programm. Urlaub sieht sicher anders aus, aber das ist ja auch kein Urlaub. Wir starten um 9 Uhr mit unserer Möbelhäusertour und schauen uns die gesammelten Adressen an. Zuerst gehen wir aber in den Baumarkt und schauen uns die Küchenabteilung mit den Elektrogeräten an. Auch hier müssen wir uns etwas umstellen, da die Geräte etwas anders aussehen und natürlich andere Maße haben. Wir entscheiden uns aber schnell für Edelstahlgeräte und finden die richtige Kombination. Die Verkäuferin macht uns dann ein gutes Angebot mit dem wir weiter ziehen.


    Weiter geht es in`s erste Möbelhaus. Der amerikanische Möbeltstil ist etwas gewöhnungsbedürftig und deshalb wird es nicht so einfach das passende für uns zu finden. Im ersten Laden werden wir aber überraschenderweise doch fündig und sind uns sicher dass wir hier einiges kaufen werden. Auch der zweite Laden sieht vielversprechend aus so dass wir recht schnell die richtigen Möbel gefunden haben. gekauft haben wir noch nichts, da wir ja noch nicht wissen, ab wann wir in`s Haus können.


    Am Abend rufen wir noch kurz unsere Maklerin an ob es etwas neues gibt, aber leider hat sich die Bank noch nicht gemeldet obwohl die Angebotsfrist um 17 Uhr heute abgelaufen war. Dann warten wir eben auf Morgen.


    Wir fahren Richtung Cape Harbor und dort in`s Rumrunners. Dieses Restaurant ist unter anderem dafür bekannt dass man direkt mit dem Boot hierher fahren und anlegen kann. Für unseren Geschmack ist es aber auch für sehr gute Küche bekannt. Wir essen lecker obwohl uns zuerst die Preise etwas abgeschreckt haben. Die Terrasse ist wunderschön gelegen und da wir noch zusätzlich Heizstrahler haben damit es uns nicht zu kalt wird, geht es uns richtig gut. Wir wissen leider nicht, warum diese Heizstrahler an waren, denn es hatte immer noch 20° C am Abend und die Terrasse war geschützt.


    Am nächsten Morgen und wir gespannt wann wir Nachricht bekommen werden. Da wir aber nicht auf die Nachricht warten sondern tätig werden wollen, fahren wir zum Miromar Outlet in Estero, dass wir von unseren letzten Besuchen noch kennen.


    Der werte Leser wird sich jetzt fragen was wir im Outlet tun obwohl wir eigentlich unser Haus einrichten wollen. Dazu aber später mehr.

  • Hier die letzten aber entscheidenden Stunden:


    Kaum dort angekommen bimmelt schon unser US-Handy. Um 10.15 Uhr bekommen wir die Nachricht, dass die Bank sich gemeldet hat und wir den Zuschlag erhalten haben. Diesen Augenblick hat Frank natürlich festgehalten.


    In diesem Augenblick haben wir uns riesig gefreut und wie durch einen Zufall stehen wir gerade jetzt in einem Haushaltswarenladen.


    Und das ist auch schon die Auflösung unseres Rätsels. Richtig, auch im Outlet gibt es Läden die für eine Hauseinrichtung geeignet sind, wie z.B. einen Haushaltswarenladen, indem wir sogleich auch fündig werden.


    Aber natürlich gehen auch Klamotten über die Ladentheke wenn wir schon mal hier sind. Das ist nicht vermeidbar. Am späten Nachmittag fahren wir nochmals in`s Büro der Maklerin denn wir müssen den Kaufvertrag unterschreiben. Zuerst aber werden uns alle Punkte des Vertrages erklärt, da dieses „Bürokratenenglish“ doch etwas schwer zu verstehen ist. Exakt um 17.15 Uhr am 03. Februar 2011 geht das Haus, sofern alles weitere gut verläuft, in unseren Besitz über.


    Auf dem Nachhauseweg biegen wir noch kurz in die Shopping Mall Coconut Point ab. Dort sind die Geschäfte in Form einer kleinen Stadt angelegt und hier gibt es zu unserer Überraschung auch einige tolle Dekorations- und Einrichtungsläden. Wir werden hier und da fündig, natürlich wie immer bei Hollister.


    Am Abend feiern wir das mit einem tollen Essen im Outback Steakhouse und anschließend mit einem Samuel Adams Boston Lager an der hiesigen Bar. Damit hat sich unsere Reise gelohnt und wir kommen erfolgreich nach Hause.


    Eine Hürde muss aber der Hauskauf noch überwinden. Für morgen früh hat unsere Maklerin eine Home Inspektion bestellt, der das Haus auf Herz und Nieren prüft. Sollte hier etwas gravierendes festgestellt werden, können wir vom Kaufvertrag zurücktreten, was wir in tausend Jahren nicht hoffen. Diese Inspektion kostet uns 350 $ die sich aber wirklich lohnen.


    An diesem Freitagmorgen geht es schon wieder früh raus, denn der Inspektor kommt bereits um 9 Uhr zu unserem neuen Haus und wir haben ab Fort Myers ca. 35 Minuten Anfahrt. Also starten wir um kurz nach 8 das Auto. Wir treffen aber erst um kurz nach 9 Uhr am Haus ein, da wir unterwegs keinen Bankautomaten gefunden haben, der uns mehr als 200 $ auf einmal geben wollte und wir den Inspektor aber bar bezahlen müssen. Am Ende hat es dann doch geklappt.


    Der Home Inspektor ist schon am Prüfen und Testen und auch wir haben unsere Aufgaben wenn wir schon mal in`s Haus kommen. Frank misst die einzelnen Räume aus und Birgit bespricht mit dem Hausverwalter und unserer Maklerin die Farben und Aufteilungen der einzelnen Räume. Nach vier Stunden haben wir fast alles fertig und verlassen zufrieden das Haus.


    Für heute nachmittag haben wir noch den Besuch eines Gärtners geplant, der für uns einige Palmen und Hibiscus pflanzen soll. Dabei bekommen wir eine kleine Schulung welche Palmenarten es gibt. Danach suchen wir noch einen Möbeloutlet auf und dann ist der letzte ganze Tage auch wieder zu Ende. Am Ende gehen wir noch im Olive Garden leckere Pizzen und Salat essen.

  • Dann müsste ich ja wieder auf ein Forentreffen verzichten - oder wollt ihr alle in den Ferien? - BTW: nach Florida zieht mich eigentlich auch gar nichts...


    :D


    In dem Fall unterstütze ich die Location Florida für das Forumstreffen. Damit der Trauerflor nicht abgeht. :gg:

  • Ne, also Urlaub ist wirklich was anderes... :gg:
    Habt Ihr nach Einrichtungsläden, Möbelhäusern etc. daheim erstmal gegoogelt?
    Denn mir fallen solche Geschäfte im Urlaub nie auf - einfach weil ich mich im Urlaub mit solchen Sachen gar nicht beschäftige.

  • Das war ja richtig Arbeit, Geschäfte abklappern..... aber für etwas eigenes tut man so etwas ja gern, oder?


    Ist "Hausverwalter" ein Beruf dort, oder könnte das jeder machen? Woher wußtet Ihr, das Ihr diesem Mann vertrauen könnt? Man kann einem ja nur vor den Kopf schauen.


    Ich finde das super interessant, so etwas mal zu lesen. Da wir ja irgendwann..... auch mal ein Ferienhaus in Florida mieten möchten, sind diese Hintergrundinfos das i-Tüpfelchen.

  • Hallo,


    so um mal die Frage zu beantworten:


    Möbel:


    Wir haben einige Hausbesitzer vorab angeschrieben ob wir Fragen stellen dürfen, haben zeitgleich Onlineshops angeschaut, unsere Maklerin gefragt und aus all dem Wirrwarr an Informationen haben wir einige Läden ausgewählt und diese dann aufgesucht. Einige waren der totale Reinfall andere wieder sehr gut. Wir haben uns das aber einfacher vorgestellt den richtigen Stil auch zu finden.

    Hausverwalter:


    Auch hier ist es ähnlich. Teils aus Empfehlungen, teils aus Webseiten und Erfahrungsberichten einiger Hausbesitzer. Wir haben dann vier in die engerev Wahl genomen. Diese mit Fragen bombadiert und dann blieben noch zwei übrig. Die Entscheidung hat dann das Bauchgefühl übernommen und wir liegen mehr als richtig.
    Und ja, Property Manager ist ein Beruf. Unserer betreut ca. 15 Häuser.


    Finanzierung / Zukunft:


    Das Haus ist eine Investition. Die Kosten sind so gerechnet dass wir mit ca. 20-25 Wochen pro Jahr Vermietung auf 0 kommen. Wobei die Finanzierung sich ohne Einahmen trägt. Wir haben vor das Haus die nächsten 5-6 Jahre zu vermieten und dann schauen wir weiter. B2-Visum ist erstmal beantragt, man weiß ja nie ob man es benötigt.


    Solltet Ihr weitere Fragen haben immer her damit !

  • Wir werden sicher einmal pro Jahr dort selbst hingehen, versuchen dass wir zweimal 10 Tage machen, damit es noch einen weiteren Urlaub reicht.


    Planung machen wir auch, blocken dann eben die Termine oder den Termin den wir haben wollen. Sollte aber eine Anfrage kommen und wir haben noch nicht gebucht verschieben wir auch denn wir sind flexibel. Es sei denn es gehen noch weitere Personen mit, das ist also immer situationsabhängig !

  • Hallo Frank,


    dein Bericht ist interessant zu lesen. Und wenn du uns so aufforderst Fragen zu stellen mache ich das natürlich. Ich habe diese Frage in einen anderen Forum schon mal gestellt, aber von den Hausbesitzern keine Antwort bekommen. Deshalb übrigens auch meine Nachfrage nach der Höhe der Stromkosten. Es geht im Prinzip um die Preisgestaltung. Wenn ich Häuser in FL anschaue und diese mieten will, fällt mir bei deutschen Vermietern folgendes auf:


    - Mietpreis nur für 2 Personen, jede extra Person kostet
    - Strom muss gesondert bezahlt werden
    - Endreinigung ist extra


    Bei Vermietern aus GB ist dieses alles inklusive und es fällt nur die Poolheizung und das Grill an. Die 2. Variante ist für mich als Mieter besser, da ich weiss, welche Kosten auf mich zukommen. 1. Variante ist für den Vermieter besser. Extrem ist mir das letztes Jahr in Orlando aufgefallen.
    Kannst du das kurz Phänomen kurz erklären.


    Danke !


    Andreas

  • Hallo Andreas,


    da wird Dir bei mir sicher geholfen, wobei ich noch keine langjährigen Erfahrungswerte habe. Der Mietpreis ist natürlich abhängig von den Personen die darin wohnen. Bettwäsche muss gewaschen werden, mehr Handtücher werden benutzt, mehr Bäder werden benutzt, mehr Wasser wird verbraucht usw.


    Bei Strom ist es dasselbe. Es ist eben ein gewisser Grundbetrag an Strom inklusive. Warum ist das so ? Mit 50 $ pro Woche kann man auskommen. Habe das erst die letzten zwei Wochen erlebt. Die Mieter haben weniger benötigt als mit den 50 $ gedeckt gewesen wären. Andere Mieter lassen die AC tagsüber laufen obwohl niemand zu Hause ist usw. Warum soll man das unterstützen ? Stromkosten sind abhängig von der Nutzung der AC und der Notwendigkeit der Poolheizung zwischen 50 und 120 $ pro Woche.


    Warum ist die Endreinigung extra ? Weil die der Hausverwalter bekommt der vor Ort diesen Service leistet. Wenn der Mieter in Deutschland bezahlt muss der Vermieter die Endreinigung wieder an den Hausverwalter überweisen und das kostet. Zusätzlich spart der Vermieter noch Steuern da dieser Betrag nicht als Mieteinnahme taxiert wird.


    Alles klar ?


  • Da ich mich nie ums Visas gekümmert habe :nw: , was versteht man unter einem B2-Visum?


    LG,


    Ilona

    Hallo,


    das B2-Visum berechtigt zu einem Aufenthalt bis zu 6 Monate am Stück und dieses lässt sich nur beantragen wenn man u.a. Hauseigentümer ist. Der Ablauf ist fast derselbe wie bei einem normalen Visum also auch mit Konsulat und so.

  • Hallo,


    das B2-Visum berechtigt zu einem Aufenthalt bis zu 6 Monate am Stück und dieses lässt sich nur beantragen wenn man u.a. Hauseigentümer ist. Der Ablauf ist fast derselbe wie bei einem normalen Visum also auch mit Konsulat und so.


    Bist du sicher?


    ich denke, dass das nicht notwendig ist. Das B-2 erlaubt im Gegensatz zum Visa Waiver Aufenthalte bis zu 180 Tagen, enthält aber trotzdem keine Arbeitserlaubnis.
    Ein anderer Unterschied ist, dass man bei Einreise mit einem B-2 in den USA den Status ändern darf. Also auf ein Arbeitsvisum H-1B, H-2B, E-1, ... , ein Studentenvisum oder sogar auf die Greencard. Das geht mit einer Visa-freien Einreise nicht.


    Bei meinen ersten USA Reisen vor 20 Jahren hatte ich selbst ein B-2 Visum (so weit ich mich erinnere), weil Österreich damals noch nicht im VWP Programm war. Ist normalerweise 10 Jahre gültig.
    War ein großer bunter Stempel im Pass (den ich leider nicht mehr habe).

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