Hike zum Reflection Canyon

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    • Hallo Rainer,

      erst mal mein Kompliment für Deinen sehr ehrlichen und interessanten Bericht.
      Das besagte Bild kenne ich aus dem Schaufenster gegenüber dem Supermarkt von Escalante.
      Danke für des Rätsels Lösung, wo der Canyon sich befindet.

      Folgender Satz aus Deinem Bericht hat mich etwas schockiert:
      Zitat: "Ich wollte auch etwas essen, denn bisher hatte ich nur Wasser getrunken, aber die Mischung aus Nüssen,
      Rosinen und Schokokugeln war zu einer unappetitlichen Masse verschmolzen - ich verzichtete.
      "
      Bevor ich einen Hungerast bekomme, stopfe ich mir lieber solch einen "Schmelzriegel" in den Mund. Hauptsache Energie!
      Uns sind allerdings auch schon ähnliche Fehler unterlaufen. Wichtig ist, das man aus seinen Erfahrungen lernt und es beim nächsten Mal besser macht.

      Helge
      Hier gibts ein paar Bilder unserer bisherigen USA-Reisen.
    • Da hast Du absolut Recht Helge, aber ich kann auch Rainer verstehen.
      Es ist halt nicht jedermann Geschmack, von der Hitze 'aufbereitetes' zu essen.
      Beim Wasser kommt noch erschwerend hinzu, daß der Mineraliengehalt weitaus geringer ist, als bei unserem Mineralwasser in Deutschland.
    • Reflection Canyon revisited

      Hallo,

      auch wenn mich manch einer für verrückt erklären und sich fragen wird, warum ich denn unbedingt noch einmal dorthin wollte – ich habe es getan.

      Bei meinem ersten Besuch beim Reflection Canyon hatte ich leider nicht den recht hohen Wasserstand des Lake Powell berücksichtigt, und so konnte ich dann nicht „das Foto“ machen, das mir vorschwebte. Ich hatte einige Probleme bei der doch recht anstrengenden Tageswanderung, aber das war längst vergessen. Als der Wasserstand des Lake Powell von Jahr zu Jahr sank (und er sinkt weiter) war klar, dass ich noch einmal – aber diesmal mit Zelt – zum Reflection Canyon wandern würde.

      Da ich nicht jünger und auch nicht fitter werde, konnte ich die Wanderung nicht ewig rausschieben, und so wurde die Wanderung für April 2013 eingeplant, denn im April erreicht der See üblicherweise seinen niedrigsten Wasserstand, bevor die Schneeschmelze einsetzt.
      Dieses Jahr ist es zwar etwas anders, denn der Wasserstand sinkt und sinkt und …..

      Also Ende April ging es los, mit fast 20 kg Gepäck auf dem Rücken (inkl. 5 Liter Wasser und Stativ) und bei so nicht erwarteten knapp 30 Grad Celsius. Aber ich ließ mir Zeit und brauchte entsprechend länger – egal, denn ich würde dort ja übernachten.

      Meine fotografische Ausbeute war leider auch diesmal nicht zufriedenstellend, aber die Wanderung hat mir Spaß gemacht, auch wenn es wieder ein Problem gab. Das Problem war schlicht und einfach das Wasser, was schwer vorstellbar ist, wenn man am Lake Powell steht – aber das Wasser war in unerreichbarer Ferne. :wut1:

      Wer Lust hat, ist gerne eingeladen meinen Bericht „Reflection Canyon revisited“ zu lesen, oder auch nur die Bilder anzuschauen.

      Ich befürchte fast, wenn ich weiterhin halbwegs fit bleibe und der Wasserstand des Lake Powell weiter sinkt, dass ich noch einmal dorthin wandern werde. ;ws108;


      Seht ihr mein Zelt?
      Gruß aus München

      Rainer

    • Respekt für deinen Mut, solch eine weite Wanderung abseits jeglicher Zivilisation allein und ohne Sicherheit bzgl. ausreichender Wasserversorgung durchzuziehen. Die Aussicht ist natürlich fantastisch. :!! :HERZ4;
      Da ich mich da nie hintrauen werde, ;DaKe;; fürs Teilen Deiner Erlebnisse und Fotos.
      Liebe Grüße
      Manu
    • Super Bericht, dankeschön!
      Mai/Juni 2019: mal kurz nach Namibia, da war ich noch nie.
      August 2019: kurzer USA Trip mit Freunden. Männnerrunde, hoffentlich sieht uns keiner
    • manu wrote:

      Respekt für deinen Mut, solch eine weite Wanderung abseits jeglicher Zivilisation allein und ohne Sicherheit bzgl. ausreichender Wasserversorgung durchzuziehen. Die Aussicht ist natürlich fantastisch. :!! :HERZ4;
      Da ich mich da nie hintrauen werde, ;DaKe;; fürs Teilen Deiner Erlebnisse und Fotos.


      Ganz so unvorbereitet war ich ja nicht unterwegs. Ich hatte einen PLB (Personal Locator Beacon) dabei, um über Satellit einen Notruf absenden zu können, falls mir was passiert, und nach meiner Google Earth Recherche war ich mir auch sicher, dass ich Wasser aus dem Lake Powell holen könnte - war aber nix.
      Gruß aus München

      Rainer

    • Cool, dass du noch mal dort warst. :!!
      Seit deinem ersten Besuch steht dieser Hike ganz weit oben auf meiner Liste. ;;NiCKi;:
      Auf diesem Bild

      sieht es fast so aus, als ob man ganz einfach ans Ufer kommen würde (rechts entlang). Aber das scheint leider nur eine optische Täuschung zu sein.
      Viele Grüße,
      Caro

    • raigro wrote:

      Ganz so unvorbereitet war ich ja nicht unterwegs. Ich hatte einen PLB (Personal Locator Beacon) dabei, um über Satellit einen Notruf absenden zu können, falls mir was passiert, und nach meiner Google Earth Recherche war ich mir auch sicher, dass ich Wasser aus dem Lake Powell holen könnte - war aber nix.
      Hi.

      Tolle Wanderung, meinen Glückwunsch :clab:

      Die Planung nach Google Earth hat doch sehr ihre Tücken. Insbesondere Steigungen und Einschnitte werden sehr schlecht wiedergegeben. Ich bin wieder vermehrt zum traditionellen Verfahren mit Topo Maps zurückgegangen, nachdem sich manche Abschnitte, die in Google Earth recht flach aussahen in der Wirklichkeit doch eher unpassierbar darstellten.

      So oder so, der Reflection Canyon gefällt mir gut. Danke für die Anregung ! :!!

      Grüsse

      Hannes
      "A venturesome minority will always be eager to set off on their own, and no obstacles should be placed in their path; let them take risks, for godsake, let them get lost, sunburnt, stranded, drowned, eaten by bears, buried alive under avalanches - that's the right and privilege of any free American."

      Edward Abbey - "Desert Solitaire"
    • raigro wrote:

      und nach meiner Google Earth Recherche war ich mir auch sicher, dass ich Wasser aus dem Lake Powell holen könnte - war aber nix.

      Respekt für diese Wanderung, Rainer! :!!

      Die Geschichte mit dem Wasser erinnert mit auch ein wenig an die junge Frau, die mit zu wenig Wasser in den Grand Canyon gewandert ist und am nächsten Tag von Suchtrupps auf einem Absatz oberhalb des Colorado tot aufgefunden wurde. Sie hatte vermutlich versucht, eine Abkürzung hinunter zum Fluss zu finden, merkte aber erst zu spät, dass das gar nicht ging. Und zurück konnte sie auch nicht mehr.

      Da hast du ja mit dem Wasserloch richtig Glück gehabt und nochmal Glück, dass es trinkbar war und dir nicht schlecht davon wurde.

      Wie viel Wasser hast du denn inklusive dem aus dem Wasserloch auf dieser Wanderung verbraucht? Das wäre vielleicht interessant zu wissen, falls jemand die Tour nachwandern möchte. Auf Wasser im Wasserloch wird man sich vermutlich nicht verlassen können.

      Grüße

      Angelika
      Wilderness is not a luxury but a necessity of the human spirit

      Faszination USA Südwesten - Explorer Edition 2018 / 2019, ISBN 978-3981050431
    • gelibird wrote:



      Wie viel Wasser hast du denn inklusive dem aus dem Wasserloch auf dieser Wanderung verbraucht? Das wäre vielleicht interessant zu wissen, falls jemand die Tour nachwandern möchte. Auf Wasser im Wasserloch wird man sich vermutlich nicht verlassen können.

      Grüße

      Angelika


      Hallo Angelika,

      ich bin mit 4-5 l Wasser losgegangen und habe auf dem Hinweg bis auf 1,5 l alles getrunken. Im Wasserloch habe ich zweimal meinen Wassersack mit ca. 2-3 l gefüllt , wobei ich von der zweiten Füllung noch etwa 1,5 l zurück zum Auto brachte und mir damit die Haare gewaschen habe :gg:

      Ich habe schon nach meiner ersten Wanderung einige Anfragen wegen des Hikes bekommen. Ein junger Ami war im März als Tageswanderung dort und fand es sehr anstrengend, was mich beruhigt, denn er ist wohl nur halb so alt wie ich :MG: . Ein Italiener ist jetzt gerade unterwegs und er will dort auch campen. Er hat von mir vorab schon alle aktuellen Infos (Wasserloch) erhalten.

      Wenn man länger und in verschiedenen Richtungen sucht, wird man wohl doch eine Stelle finden, wo man ans Wasser kann. Denn ich bin überzeugt, dass der erste Fotograf dort (National Geographic) mit dem Boot gekommen ist und dann zu Fuß vom Ufer zum "Aussichtspunkt" gelaufen ist - aber vielleicht kam er auch mit einem Heli ? :EEK:
      Gruß aus München

      Rainer

    • raigro wrote:

      ich bin mit 4-5 l Wasser losgegangen und habe auf dem Hinweg bis auf 1,5 l alles getrunken. Im Wasserloch habe ich zweimal meinen Wassersack mit ca. 2-3 l gefüllt , wobei ich von der zweiten Füllung noch etwa 1,5 l zurück zum Auto brachte und mir damit die Haare gewaschen habe :gg:
      Danke für die Info.

      Das sind dann summa summarum ca. 7-9 Liter Wasser. Das spricht schon fast für ein Muli als Lasttier. ;)

      Die Luft ist ja im Südwesten auch extrem trocken. Das wird oft unterschätzt, wenn man hier aus Nordeuropa kommt und beim Wandern verliert man dann schon mit der normalen Atmung sehr viel mehr Feuchtigkeit als hier.
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    • gelibird wrote:

      Das sind dann summa summarum ca. 7-9 Liter Wasser.

      Das würde dann auch der Empfehlung der Ranger entsprechen, die da lautet 'carry at least a gallon per day', wobei man wohl immer gut daran tut, lieber etwas mehr dabei zu haben, speziell bei großer Hitze. Lieber zu viel als zu wenig.

      Hier ist noch ein interessanter amerikanischer Thread zu dem Thema 'Wasserbedarf bei Wüstenhikes' .
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    • Eine Möglichkeit wäre vielleicht auch, wenn man auf dem Hinweg 1-2 Liter auf halber Strecke schattig lagert, damit man auf dem Rückweg Reserve hat. :!!
      Eigentlich eine simple Idee, aber bisher hab ich es nie gemacht.
      Gruß aus München

      Rainer

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