Same same but different

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    • Bettina, absolut kein Problem.
      Ich habe mir eben den letzten Beitrag von mir angeschaut. Ich verstehe jetzt was Du meinst :ohje:
      Die Reiseberichte, die schreibe ich ja nicht hier sondern auf meiner Website. Und dann kopiere ich alles und setze es hier rein. Das mit dem Hotel ist reingerutscht. Bei mir auf der Website ist das Bild auch nur 300px breit hier die volle Breite. So sieht es so dominant aus.
      Ich muss beim nächsten Mal besser aufpassen.
      ;ws108;
    • Ich finde das Hotel toll!
      Das hat ja anscheinend durchaus ein paar Bilder verdient.

      Ich freue mich jedenfalls auch immer, wenn ich in ein so gastfreundliches und liebevoll gestaltetes Haus komme
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      Sehr schön bisher ... die Fotos sind wie immer toll! :clab:
      Um die Broadmoor Falls beneide ich Euch! Diese und die Fälle im hinteren Cheyenne Canyon hatten wir 2013 auf der Liste, aber als wir über Manitou Springs den Berg herunter kamen, sahen wir, dass die verheerende Flash Flood hier und in den umgebenden Canyons alles zerstört hatte ...

      Die Broadmoor Falls stehen also immer noch auf der Liste ...

      Hast Du die iPhone Fotos in HDR aufgenommen?
      Ich bin da immer hin und her gerissen, ob die Auflösung für ein „großes“ Pano-Fotobuch 80x30 ausreicht ...
      Liebe Grüße
      Anne

      ... nach der Reise ist vor der Reise ;)



    • New

      muhtsch wrote:

      Rainer nimmt ein Schwarzbier und ich ein Pale Ale. Wir sind begeistert! Da verzeiht man auch großzügig das zugige Ambiente
      na das wäre doch auch was für meinen Grauen :MG: immer auf der Suche nach Brauextrakten, sehr schön wieder Eure Tour und die Bilder :!!
      :r4w:
      carpe diem
      reiseliesels seite
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      Anne05 wrote:

      Hast Du die iPhone Fotos in HDR aufgenommen?
      Ich bin da immer hin und her gerissen, ob die Auflösung für ein „großes“ Pano-Fotobuch 80x30 ausreicht ...
      Nö, nicht mit HDR - mit "normal"
      was ist 80x30 ??? Pixel? oder welche Einheit ist das? Ich kenne mit mit Fotobüchern nicht aus.
      Ich denke, es klappt locker, wenn Du ein gutes Handy hast.
      Ich habe das iPhone XS

      The post was edited 1 time, last by muhtsch ().

    • New

      Es geht weiter liebe Mitreisenden.

      Der 4.Tag hat etwas gedauert. Abgesehen, dass unsere Enkel eine Woche zu Besuch waren und ich dann zu gar nix komme..., war unser Tag recht voll gepackt.

      Wenn ich so einen Ablauf bei anderen lesen würde, käme mir der Gedanke: Das ist doch viel zu viel für einen Tag.

      Aber dem war überhaupt nicht so.
      Es war ein ganz entspannter Tag. Nur ein nettes Café oder etwas ähnliches haben wir nicht gefunden. War eher ein diätischer Tag. Wir wollten aber auch nicht an der Tanke etwas holen und haben gehofft etwas "anständiges" zu finden. Naja , vom Fleisch sind wir nicht gefallen


      Wegen der vielen Fotos werde ich den Tag hier in zwei Teilen posten.
      Für die Neugierigen gibt es den gesamten Tag auf meiner Website
      (Vielleicht kann mir auch jemand mitteilen, ob die Ladegeschwindigkeit ok war.
      Für Webmaster: ich habe die Fotos geteilt in 2 verschiedenen Ordnern untergebracht - also jeweils die Hälfte. Ich hoffe es bringt etwas)

      Wie schon geschrieben, der Tag war knallvoll und trotzdem würde ich den genau so planen.
      Für Taos hatte ich ursprünglich nicht viel auf der Liste.
      Kurz vor der Abreise bekam ich bei fb noch einen Tipp: die Plaza Blanca. Die kannte wohl nicht mal unser B&B Host. Denn bei der Nachfrage meinte er: In jedem Ort sei eine Plaza Blanca - es ist nur ein Name.
      Ok. Wir verstanden. Er weiß nicht wovon wir reden.

      Rundtour westlich von Taos


      Mit diesem Blick aus dem Bett macht das Wachwerden ausnahmsweise wirklich Spaß
      Während Rainer noch seine morgendliche Dusche nimmt, bin ich schon unterwegs auf dem Gelände der Hacienda und fange die Impressionen ein. Oder zumindest versuche ich das. Ich kann davon nicht genug bekommen.





      Unser Zimmer, La Sala del Sol, vom Hof aus gesehen
      Unser Zimmer ist befindet sich direkt neben dem Frühstücksraum. Wir gehen über den Hof. Marc ist schon am Wirbeln. Die Getränke, wie Kaffee und Tee bereit sich jeder selbst an einer Art Tresen zu. Es gibt drei verschiedene Gerichte zur Auswahl. Sowie Obstsalat. Wir nehmen Fritata mit Spinat mit mexikanischen Kartoffeln.
      Während wir warten, kommen wir mit einem anderen Ehepaar ins Gespräch. Sie fragen nach unserer heutigen Route. Doch sie kennen das meiste gar nicht. Es ist wie immer. Die Touri's aus der Ferne haben mehr Infos über die Umgebung als diejenigen, die ganz in der Nähe wohnen. Doch sie kennen sich sehr gut im südlichen New Mexico aus. Deshalb geben sie uns dann für die Strecke von Santa Fe nach Las Cruces, die wir in drei Tagen fahren werden, ein paar Tipps. Klingt interessant. Deshalb notiere ich all die Orte, die genannt werden.
      Wir starten Dreiviertel Neun. Wir haben 8°C. Ja über Nacht ist es ziemlich frisch. Doch das ist unwichtig. Denn die Sonne braucht nicht lange, um die Luft auf angenehme Temperaturen zu bringen.
      Auf dem Plan steht eine Menge. Ganze sechs Attraktionen. Ob wir die alle überhaupt schaffen, ist fraglich. Ohnehin hat uns Marc gestern abgeraten diese Tour zu fahren. Wir haben nicht wirklich verstanden warum. Denn eine Begründung gab es nicht.

      Dabei sieht die Route doch so schön rund aus:
      Auf dem Plan stehen:

      ➡️ San Francisco de Asis Church
      ➡️ Embudo Gas Museum
      ➡️ Plaza Blanca
      ➡️ Greater World Earthship Community
      ➡️ Taos Pueblo
      ➡️ Hot Springs

      Nun gut.
      Noch bevor wir zur ersten Attraktion fahren, schauen wir uns auf einem Privatgrundstück einer Galerie um. Taos ist voller Galerien. Doch hier wird auch die Freifläche vor dem Geschäft genutzt.
      Das ist auch gut so. Denn hier wird erst gegen 10Uhr geöffnet. So fragt keiner, ob wir beraten werden wollen.
      Die Stimmung gefällt mir.
      Das frühlingshafte Licht an einem perfekten Tag mit diesem Himmel - macht praktisch alles schön. Egal ob rostig, alt oder verfallen.



      Gegenüber blüht ein Apfelbaum. Der Baum ist so voll an Blüten, wie man den so nicht oft sieht.


      # San Francisco de Assisi Church
      Die San Francisco de Asis Church steht in Ranchos de Taos - ein Ort südlich von Taos. Keine Sehenswürdigkeit, die man so im Vorbeifahren sieht. Denn das Gebäude ist nicht höher als die umliegenden Gebäude und die Zufahrt ist leicht zu übersehen.



      History & Info:
      Mitte des 18. Jahrhunderts ließen sich spanische Kolonisten in Ranchos de Taos nieder. Sie verließen Taos Pueblo, um das fruchtbare Land zu bewirtschaften, auf dem sie Weizen und Mais anbauten.
      Um sich gegen Comanche-Angreifer zu verteidigen, die vom reichen Taos Tal angezogen wurden, bauten Siedler ihre Häuser aus Lehmziegeln dicht nebeneinander um den Dorfplatz, auf dessen Fläche sie die Kirche zwischen 1772 und 1816 bauen ließen.
      Die Architektur der Kirche ist eine Mischung aus einheimischen und spanischen Stilen. Drei weiße Kreuze schmücken die beiden Türme und den Kircheneingang. Vier Strebepfeiler in Bienenstockform stützen die Rückseite des Kirchengebäudes, und zwei Strebepfeiler vor jedem Glockenturm stützen die Vorderseite.
      Innerhalb der Kirche führt eine Treppe zu einem Chordachboden über dem Eingang. Das große Heiligtum bietet ausreichend Platz für Anbeter und Besucher, und der Altar ist mit original spanischer Holzverarbeitung und religiöser Ikonographie geschmückt. Eine dicke Lehmziegelmauer - deshalb auch die Bezeichnung Adobe Church (Adobe = Lehmziegel) umgibt die Kirche, den Friedhof und den Vorplatz.









      Die Missionskirche von Francisco de Assisi ist nach wie vor ein wichtiges Zentrum des Gemeinschaftslebens, und die Bürger von Ranchos de Taos sorgen dafür, dass sie in gutem Zustand bleibt. Im Jahr 1967 wurde die Kirche renoviert und mit einem harten Putz versiegelt, um das Äußere zu schützen und zukünftige Schäden zu verhindern. Auch das Dach wurde renoviert. Die Kirchentüren wurden mit Nachbildungen der Originale ersetzt und ein Großteil der Deckenbalken gegen Reproduktionen ausgetauscht. Trotz dieses Versuchs, die Kirche zu schützen, erwies sich der besonders harte Putz als schädlich. Seitdem versammeln sich Bürger von Ranchos de Taos, Gemeindemitglieder und Besucher jeden Juni für zwei Wochen, um das Äußere der Adobe-Kirche mit einer Mischung aus Schlamm und Stroh neu zu verputzen.
      Seit dem 2. Oktober 1978 gehört die San Francisco de Assisi Church zu den UNESCO-Welterbestätten.



      Leider sind Aufnahmen vom Inneren der Kirche nicht erwünscht.
      Daran will ich mich mal halten.
      Schließlich bin ich schon mit diesem göttlich dunklen Himmel belohnt worden
      Weiter geht es durch die Rio Grande Gorge.
      Durch die tiefere und wassernahe Lage ist es ein blühendes Anbaugebiet. So wird das Fahren nicht langweilig.
      Ach übrigens...
      Fotografieren mit Stativ wird überbewertet.
      Durch die mit Insektenüberbleibsel verschmutzte Scheibe während der Fahrt zu fotografieren, das ist die neue Challenge Oder aber während der Fahrt das Handy vor die Frontscheibe halten...







      Die etwas über 60 Meilen von Taos bis zur Plaza Blanca unterbrechen wir mit einem unterhaltsamen Besuch im Classical Gas Museum
      # Classical Gas Museum, Embudo
      Es war die Liebe zu alten Neon-Schildern, Getränkeautomaten, Benzinpumpen, zu alten Kühlschränken und allem Tinnef, den man von alten Tankstellen kennt, die für Johnnie Meier die Sammelleidenschaft begründete. Johnnie Meier war einst Mitarbeiter der Los Alamos National Laboratory. Vor 25 Jahren begann er alles von alten Tankstellen zu sammeln. Und seine Sammelleidenschaft zwang ihn einen Platz zu finden, wo er all die Exponate lagern und ausstellen kann. Deshalb das abgelegene Embudo in New Mexico. Ein malerisch gelegenes Plätzchen.













      Der Eintritt ist frei.
      Doch eine kleine Spende ist erwünscht.





      Die Ausstellung befindet sich in seinem Garten.
      Es ist Frühling hier in Embudo. Und die Obstblüte im vollen Gange. Da kann man einfach nicht weggucken!







      Wir treffen Johnnie persönlich. Kein Wunder. Er wohnt ja auch dort.
      Er fragt nach unserer Herkunft. Und wir nach seiner. Er ist Sohn deutscher Einwanderer - wie so oft in diesem Land
      Neuerdings sind wohl auch Oldtimer in seine Sammlung aufgenommen worden. Und es sieht nicht so aus, als ob er seine Sammelleidenschaft beendet hat. Er ist ständig auf der Suche nach noch mehr alten Relikten.
      Wir schauen uns dann noch im Inneren um: Kleinere Elemente, Postkarten, Autos, Spielzeug.



      Bis zum nächsten Punkt unserer heutigen To-Do-List sind es knapp 35 Meilen.
      Also etwa eine halbe Stunden Fahrt.
      # Plaza Blanca - The White Place
      Die Plaza Blanca ist erst mit der Veröffentlichung Georgia O' Keeffe's Bilder bekannt geworden.
      O'Keeffe, eine der bekanntesten US-amerikanischen Malerinnen des 20. Jahrhunderts, malte 1940 "From the White Place". Ein Gemälde dieser vertikalen Steinsäulen auf Canvas. Sie war fasziniert von der Kargheit, Weite und Unberührtheit dieser Landschaft.
      Die Plaza Blanca ist über die NM-155 zu erreichen, eine Parallelstraße der US-84.
      In Abiquiú tanken wir nochmals auf. Wir gehören ja zu den "Glückspilzen", denen in der Abgeschiedenheit immer wieder Unvorhergesehenes passiert. Dann soll wenigstens noch genügend Benzin vorhanden sein.


      Blick von der US84 auf das Gebiet, in dem sich die Plaza Blanca befindet.

      Die CR-155 zweigt von der US-84 ab. Es geht erst über eine Brücke.
      Nach zwei Meilen passiert man das markante Tor zur Dar al Islam, einer Schule und Moschee.
      Nach weiteren 0.3 Meilen zweigt ein Stichweg gen Norden ab.
      Nun sind es nur noch etwa 200 Meter bis zum Parkplatz.





      Die Plaza Blanca ist Privatgelände. Es gehört der gemeinnützigen Organisation "Dar Al Islam".
      Das Erkunden des Areals und zu fotografieren ist kostenlos. Für professionelles Fotografieren jedoch, benötigt man ein Permit.
      Das Gelände mit einem Auto zu erkunden, mit dem Pferd zu reiten oder gar zu zelten ist jedoch verboten.



      Vermutlich ist die Tatsache, dass diese Sandsteinformationen weit weg der bekannten und totgeliebten Highlights vieler USA Reisenden liegt, der Grund dafür, dass sie noch weitgehend unbekannt sind. Denn sehenswert sind sie allemal.
      Trotzdem. Wir sind nicht die Einzigen hier. Zwei weitere Autos parken auf dem ausgewiesenen Stück vor dem mit Holzpflöcken für Autos abgesperrten Zugang.
      Die Sonne hat mittlerweile einen UV Index von 8 erreicht. Zeit, um sich mit Sonnencreme zu schützen.





      Vom Parkplatz führt ein Weg in die richtige Richtung. Etwa 50 Meter nach dem man den Weg abgestiegen ist, sind die ersten Formationen zu sehen.

      Wir haben echt Glück: die Sonne hat gerade die letzten Wolken weggeleckt und der Himmel hat diese dunkle Farbe angenommen. Ein fantastischer Kontrast zu dem hellen - nicht ganz weißem - Stein. Die Formationen sehen aus wie riesige Kleckerburgen.
      Teile der Fassade erinnern mich an meine selbst geflochtene Makramee-Tasche in den 1980er Jahren.
      Einfach genial und ausgefallen.
      Fototechnisch sind wir zu einer falschen Zeit hier.
      Die Säulen sind faszinierend. Doch weiß sind sie nicht. Eher grau-gelb. Manchmal eher Orange. Sehr kontrastreich. Abhängig von der Lichteinstrahlung.
      Vermutlich sind sogar ein zart bedeckter Himmel oder eben die Stunden vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang günstiger zum Fotografieren.












      Der Hauptweg ist ein Wash. Der ist natürlich ausgetrocknet.
      Wir suchen nach einer besonderen Ansicht. Schwierig.
      Linkerhand führt ein Weg dem wir folgen. Mit etwas gekraxel erreichen wir ein Plateau. Es geht sicherlich weiter. Doch ich denke, man würde die Formation zerstören. Denn die ist sehr filigran und viel zu schön.











      Im Anschluss folgen wir dem Wash weiter bis zum Slot Canyon.
      Man kann diesen Weg eigentlich nicht verfehlen.
      Das Ende des Slots bildet eine natürliche, etwa zwei Meter hohe Stufe.
      Mit viel Mühe könnten wir diese passieren. Aber wozu?
      Man sieht nicht viel mehr und nichts Außergewöhnliches.






      Eingang in den Slot:












      Ausgang aus dem Slot:





      Auf dem Rückweg entdecke ich noch neue Perspektiven.
      Aber das ist ganz normal. Andere Sicht - andere Beleuchtung.





      Zurück fahren wir den gleichen Weg.
      Man könnte aber auch die CR-155 gen Osten fahren und so einen schnelleren Zugang zur NM-554 haben. Doch wir finden diesbezüglich momentan nichts im Netz. Die Netzanbindung ist bescheiden! Deshalb entscheiden wir uns für die einfachere Variante und nehmen was wir kennen. Außerdem habe ich schon auf dem Hinweg in einer Stichstraße "Pilze" gesehen, die sich so treffend Balanced Rock Road nennt.
      Leider wird offensichtlich diese so abgelegene Straße auch zum Müll abladen genutzt. Nicht nur Müllsäcke, die teilweise auch schon aufgefleddert sind, liegen am Rand. Auch Sofas, Sessel und Haushaltsgegenstände!
      Wir bleiben nicht lange, schauen uns nur aus der Ferne die Steinformationen an und fahren wieder ab.









      Kurz nach 13.30 Uhr geht's weiter auf der heutigen Route.
      Wir fahren die US-285 gen Norden.
      To be continued....
    • New

      muhtsch wrote:

      Vermutlich ist die Tatsache, dass diese Sandsteinformationen weit weg der bekannten und totgeliebten Highlights vieler USA Reisenden liegt, der Grund dafür, dass sie noch weitgehend unbekannt sind.

      muhtsch wrote:

      Kurz vor der Abreise bekam ich bei fb noch einen Tipp: die Plaza Blanca.
      2009:
      Plaza Blanca (The White Place), NM

      muhtsch wrote:

      Die Sonne hat mittlerweile einen UV Index von 8 erreicht.

      Wie misst Du das?

      muhtsch wrote:

      Classical Gas Museum
      Kannte ich noch nicht. Sieht nach einen interesannten Fotolocation aus. Danke für den Tipp :!!
    • New

      muhtsch wrote:

      Plaza Blanca
      Das ist wirklich ein schöner Ort. Als wir dort waren hatten wir gedacht, dass es ein kurzer Besuch werden würde. Dann waren wir über drei Stunden dort und haben das Gebiet erkundet. Vor einigen Jahren noch ganz alleine. Aber überlaufen war es bei Euch ja auch nicht ;) .

      Das Gas Museum sieht witzig aus. Habe ich gleich mal notiert :wink4: .
      Herzliche Grüße
      Michelle
    • New

      Volker wrote:

      2009:
      Plaza Blanca (The White Place), NM
      Ja ja. Ich bin ein treuer Nutzer der HL Map. Und ich habe auch Silkes Beschreibung irgendwann mal abgespeichert. Habe aber nicht gewußt auf welcher Strecke ich das Unterbringen könnte. Ich schob es von Besuch zu Besuch bis ich es aus den Augen verloren habe...



      Volker wrote:

      Wie misst Du das?
      das macht Apple für mich ;) mit der Watch



      Volker wrote:

      Kannte ich noch nicht. Sieht nach einen interesannten Fotolocation aus. Danke für den Tipp
      Ja furchtbar. Ich habe unendlich viel Bilder gemacht...



      Ina wrote:

      genau die richtigen Infos, echt toll von dir
      gern geschehen..geht ja noch weiter ;)


      Ina wrote:

      Ihr hattet ja buchstäblich stahlblauen Himmel, ein Traum
      Ja wir hatten die gesamte Reise über meist stahlblauen Himmel oder dramatische Wolkenformationen.
      Manchmal denke ich: gibt es bei uns auch solche dreidimensionalen, dramatisch wirkenden Wolken???
      Oder ist dort die Weite und die Sicht extremer?
    • New

      Herrlich, die Gegend rund um Taos ;dherz;
      Schöne Erinnerungen werden da wach.

      muhtsch wrote:

      Classical Gas Museum, Embudo
      Da mussten wir 2013 leider vorbei fahren, denn es schüttete wie aus Eimern.
      Eine Besichtigung stand da wirklich nicht zur Debatte :traen:

      muhtsch wrote:

      Plaza Blanca - The White Place
      Ist auch immer wieder schön anzuschauen...............obwohl es seit unserem Besuch 2009 ganz schön an Farbe gewonnen hat ;)
      Ciao beate :songelb:




      Der Reisebericht New York City 2018 ist online


      beate-unterwegs.de
    • New

      Toller Tag und toller Bilder. :!!
      Wir waren März 2017 im Placa Blanca, da waren schon einige Leute unterwegs, das Tor mit Dar Al Islam ist wahrscheinlich neu, 2017 habe da nichts gesehen.

      Seite lädt ohne Probleme hier und auf deiner HP.
    • New

      Vielen Dank Thomas für's testen!





      Teil 2 : Unterwegs westlich von Taos


      Ojo Caliente ist eine Siedlung. Es gibt hier nicht viele Häuser und die heißen Quellen im bekannten Spa wirken überhaupt nicht einladend.
      Auch mit dem Auffinden eines netten Cafés haben wir Probleme. Wie findet man eins?
      Manche tragen den Namen Café - doch die fungieren als Galerie. Und Kaffee gibt es seit Jahren nicht mehr hier. Mit Kunst lässt sich offensichtlich mehr verdienen. Wie schade. Dann bleibt nur das mitgebrachte Wasser.
      Impressionen von der US-285:










      Die NM-567 führt uns gen Osten - quer durch die südlichen Ausläufer des Carson National Forest.
      An der Taos Country Rd angekommen, fahren wir gen Norden bis sich der Kreis fast wieder schließt. Denn wir landen auf dem HWY-64, westlich der Rio Grande Bridge, wo wir gestern Abend waren.




      Die Weite ist beeindruckend.
      Die Kulisse faszinierend!
      Und manche Objekte machen nachdenklich - was ist das? - was will man uns sagen?




      Zweieinhalb Meilen westlich befindet sich das nächste Ziel.
      # Greater World Earthship Community
      Die Greater World Earthship Community ist eine Community, eine Lebenseinstellung, zum Schutz der Umwelt. Beziehungsweise ein Vorreiter einer Bewegung in alternativen Häusern zu leben.
      Der Architekt, Michael Reynolds, verwendet zum Bauen recycelte Materialien, also sandgefüllte Autoreifen, Glasflaschen, Dosen sowie Lehm. Man lebt vollkommen autark, denn die Häuser sind Wind- und Solarbetrieben.
      Jedes Haus ist individuell gestaltet.
      Müll wird maximal reduziert.
      Regenwasser in Wasserspeicheranlagen unter der Erde gespeichert.
      Wasser wird unter Verwendung von Umwälzverfahren mehrfach genutzt.
      Die gesamte Anlage in Taos steht auf einem Gelände von 5.4 Quadratkilometer. Weltweit findet dieses Konzept sehr viele Anhänger. Deshalb werden schon seit Jahren auf allen Kontinenten Earthship Gemeinden aufgebaut.
      Das zur Theorie.
      Wir fahren auf das Gelände und schauen uns um.
      Die Bauart sieht sehr interessant aus. Irgendwie verspielt wie Gaudí's Bauten, die wir schon in Barcelona, zum Beispiel in der Casa Batllógesehen haben. Man erkennt sofort den Einsatz bunter Glasböden, der vielen Reifen sowie Dosen.
      Gerade wird eine Art Theater gebaut. Die Fassade ist rund verspielt.



















      ...und hier wird gebaut:




      Von den Wohnhäusern sieht man nicht viel. Vor allem nur wenige.
      Sie sind sehr flach und meist sehr tief im Hügel vereint - fast wie versteckt.







      Einfamilienhaus: Vorder- und Rückansicht




      Im Infocenter schauen wir uns um. Hier gibt es kostenlos wirklich viele und umfangreiche Informationen. Auch werden Führungen angeboten. Selbstgeführte Führungen. Und nein. Eine solche Musterwohnung oder ein Haus kann man nicht sehen. Und ganz nebenbei erfahren wir, dass wir schon Wege gelaufen sind, die in dieser Führung inkludiert sind. Hm. Gab es da eine Absperrung? Eindeutig nein!
      "Und was können wir noch sehen?" - Wir können uns in den schlauchartigen, vollverglasten Gang begeben und sehen wir die Pflanzen in einer Art Gewächshaus wachsen.
      Das Ganze für 8USD pro Person.
      Aus unserer Sicht kann man also nichts Neues sehen.
      Schade.




      Auf dem weiteren Weg parken wir hinter der Rio Grande Bridge und gehen zurück in die Mitte der Brücke. Ein etwas komisches Gefühl. Wann steht man schon in der Mitte einer 600 Meter langen Brücke. Boa. Zwar haben wir beide keine Höhenangst, aber das Schwingen des Bodens ist schon gewöhnungsbedürftig.
      Noch cooler ist allerdings der gerade Blick nach unten in die Tiefe!
















      # Taos Pueblo
      Das Taos Pueblo ist die älteste und einzige ununterbrochen bewohnte Pueblo-Siedlung der Vereinigten Staaten.
      Das heißt, alles ist echt und kein Museum.
      Das Gelände umfasst das ummauerte Dorf mit zwei mehrstöckigen Lehmziegeln, sieben Kivas (unterirdische Zeremoniekammern), die Ruinen eines früheren Pueblo, vier Middens, einen Pfad für traditionelle Fußrennen und die Ruinen der ersten Kirche aus dem 17. Jahrhundert und die heutige katholische Kirche San Geronimo.
      Es veranschaulicht die Lebenskultur der heutigen Pueblo-Indianer in Taos Pueblo.
      Als Teil einer Reihe von Siedlungen, die im späten 13. und frühen 14. Jahrhundert in den Tälern des Rio Grande und seiner Nebenflüsse errichtet wurden und bis heute erhalten sind, zeigt Taos Pueblo eine bedeutende Etappe in der Geschichte des städtischen, gemeinschaftlichen sowie kulturellen Lebens. Es zeigt uns die Entwicklung in dieser Region.
      Das Taos-Gebirge (Sangre de Cristo-Gebirge der Rocky Mountains) bildet die feine und fotogene Kulisse für Taos Pueblo.
      In den Bergen des Sangre de Cristo befindet sich die Taos Pueblo Blue Lake Wilderness Area. Der Sacred Blue Lake, ist die Quelle des Baches, der durch die Siedlung fließt.
      Taos Pueblo steht auf der UNESCO World Heritage List.













      Der Eintritt kostet 16USD (Stand April 2019)
      Es gibt geführte Touren, die im Eintrittspreis inkludiert sind. Mit dieser Eintrittskarte kann man aber auch auf eigene Faust und im eigenen Tempo die Siedlung erkunden.
      Öffnungszeiten: 10-16Uhr.













      Wir entscheiden uns gegen eine geführte Tour. Wir befürchten einfach mit zu vielen Infos bombardiert zu werden. Das merken wir uns eh nicht!
      Mit dem Ticket erhalten wir auch einen Lageplan und reichlich Erläuterungen.
      Es sind nicht viele Besucher da. Es ist ja auch schon Nachmittag.
      Die ersten Anblicke sind beeindruckend. Genau wie ich sie von den Fotos kenne.
      Etwas enttäuschend ist, dass man nicht die gesamte Anlage besuchen kann, sondern im Grunde genommen nur das Areal um den großen Freiplatz. Absperrungen verhindern den Blick in die engeren zweiten und weiter hinteren Straßen.
      Doch das, was man sehen kann, ist fotogen. Vor allem wenn das Wetter stimmt.
      In gefühlt jedem Haus befindet sich ein Andenkenladen, was hier ja meist als Galerie bezeichnet wird. Einmal rein zugehen ist keine schlechte Idee. Denn so kann man das Flair im Inneren eines Hauses empfinden.
      Nach einer halben Stunde sind wir einmal rum.
      Auf einer Bank direkt am Bach nehmen wir eine kleine Auszeit. Nicht schlecht. Aber ein Funke springt nicht über.
      Im Grunde genommen ist es nicht viel, was man für die 16USD sehen kann. Nicht viel, wenn mir suggeriert wird, dass ich das Dorf selbst besuchen kann. Es ist nur die vorderste Reihe der Häuser, in denen vermutlich niemand wohnt.













      Es ist früher Nachmittag als wir auf dem Hauptplatz der Altstadt, der Taos Plaza, nach einem netten Café suchen. Denn überwiegend gibt es auch hier nur Galerien.
      Google zeigt uns zwar, dass es hier mehrere Cafés gibt, aber offensichtlich stellen wir uns zu doof an.
      Gern würden wir ein Stück Kuchen oder etwas Ähnliches essen wollen. Aber die Bäckereien sind schon geschlossen oder der Kuchen ist ausverkauft.
      Im Hotel La Fonda werden wir dann doch fündig. Leider ist es eigentlich ein Starbucks, das sich hier eingemietet hat. Macht nichts. Wir trinken unseren Kaffee und überlegen was wir mit dem restlichen Tag machen wollen.
      Im Garten unserer Hacienda etwas entspannen oder...?
      "Oder" gewinnt.
      # Hot Springs
      Es geht zu einer der beiden Hot Springs, die sich am Ufer des Rio Grande befinden.
      Es sind etwa 20 Minuten Fahrt nach Arroyo Secco.
      Der letzte Teil der Anreise ist landschaftlich so schön und einsam, dass ich verstehen kann, warum dieser Ort nicht wirklich preisgegeben wird. Eben nur als Insider Tipp.







      Bis zum Steinbecken der heißen Quelle ist eine viertelstündige Wanderung notwendig.
      Rainer geht vor. Mein Knie macht Stress und wird fest. Ich versuche ganz langsam zu gehen. Aber ich schaffe es nicht und kehre um.
      Da habe ich wohl etwas verpasst, wenn ich Rainers Worten glauben darf.
      Ok. Das kann nur eins heißen: Wir müssen nochmals nach Taos kommen.










      Nach der Rückkehr Rainers, der sichtlich begeistert ist, fahren wir so weit wie möglich nach oben. Immer an der Abbruchkante entlang.
      Ein überwältigend schöner Weg.
      Auf jeden Fall werden wir als absolute Aussichtsfans belohnt.
      Und unbestritten: Auch der Himmel, mit seinen fotogenen Wolken, spielt mit. Das brechende Licht verzaubert nicht nur den Himmel. Die Gorge erscheint jeden Moment in einem neuen Licht!










      Auf dem Rückweg in die Gorge:












      So. Der Tag war lang genug.
      Wir fahren wieder ins Städtchen und kehren ins The Gorge Bar and Grill ein. Die Bedienung ist schnell, das Essen lecker und das selbstgebraute Bier außergewöhnlich!
      Gefahrene Strecke: 182 Meilen = 291 Kilometer
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