Same same but different

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    • Yukon1 wrote:

      Gibt's eine Vollendung des Berichts? Wäre schön.
      oh ja. Schätze aber erst Ende November. Liegt wie ein Stein da - ich weiss.
      Fliege morgen nach Tokyo - also nur wenn die LH nicht in der letzten Minute absagt ;)

      Wir sind dieses Jahr zu viel gereist. Waren zwischendrin in Ladakh.
      Willst Du nicht diesen Bericht als Zwischenunterhaltung lesen ;) Link ist in der Signatur.
    • Super.
      Eigentlich wollte ich über die Erlebnisse in Tokyo keinen Bericht schreiben. Aber schon wegen dem Streik und dem sonderbaren Erlebnis mit der Bahn zu fahren lohnt es sich ;)
    • muhtsch wrote:

      Aber schon wegen dem Streik und dem sonderbaren Erlebnis mit der Bahn zu fahren lohnt es sich
      ;haha_ Na da freue ich mich ja schon wieder auf meine Bahnfahrt am Samstag.

      Aber Bahn fahren ist halt immer wieder ein Erlebnis. :rolleyes: Besonders bei einem Monopolisten.
      Liebe Grüße, Betty

      "Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden." - Mark Twain

      Bettys Homepage
    • Kaum zu glauben, aber es geht weiter.
      Es hat gedauert, den Anschluss zu finden.
      Aus Tokyo bin leicht fiebrig und mit extrem trockenen Husten bin ich zurückgekommen. Alles in Allem habe ich fast 4 Wochen gebraucht um wieder fit zu werden. Dann kam Weihnachten etc. Und dann Corona.
      Und eigentlich wollte ich diesen Bericht fertig haben, bevor wir wieder auf Reisen gehen.
      Am 10.4. sollte es so weit sein...Es kam nicht dazu.

      Nun, für alle die ganz lieb an die Fortsetzung geglaubt haben, HIER:


      Ein Tag ganz nach unserem Geschmack...

      Vorgestern sind wir zum ersten Mal unterwegs im Bulldog Canyon.
      Weil wir eh nur schauen wollten, wie die Beschaffenheit der Strecke ist, ob es sich lohnt überhaupt dort die Gegend zu erkunden und ob das Fahren auf einer solchen Strecke überhaupt Spaß macht, haben wir nur einen Teil des Canyons gesehen.
      Und es hat Spaß gemacht!
      Deshalb widmen wir den gesamten Tag der verbliebenen und längeren Strecke, der Nord-Süd-Verbindung. Immer westlich der Goldfield Mountains.
      Das erforderliche Permit, das wir uns schon vorgestern in der Ranger Station in Mesa besorgt haben, ist unsere Eintrittskarte auf das so herrlich wenig besuchte Land.

      # Nord-Süd-Route durch die Bulldog Canyon OHV Area

      Der Bulldog Canyon befindet sich im südwestlichsten Zipfel des Tonto National Forest in Arizona. Die Nord-Süd-Route, auch Phon D Sutton Trail genannt, ist etwa 8.5 Meilen - also gerade einmal 13.6 Kilometer langer Trail, der definitiv und ohne Ausnahmen nur mit einem 4-WD Allradfahrzeug und möglichst hohen Radstand befahren werden kann.
      Die Strecke hat eine Gesamtsteigung von 53 Meter. Der höchste Punkt befindet sich bei etwa 680 Metern.
      Und so wird die heutige Route aussehen:







      Am North Gate to Bulldog Canyon OHV Area am Bush Highway beginnen wir unser 4x4WD Abenteuer.
      Das Tor ist verschlossen und kann nur mit der Zahlenschlosskombination, die man mit dem Permit genannt bekommt, geöffnet werden.
      Den ersten Teil der Strecke kennen wir schon. Und dieser ist im Großen und Ganzen noch recht einfach zu fahren.
      Wir nehmen uns viel mehr Zeit als gestern. Bleiben öfter stehen, genießen die Natur und lassen die unendliche Weite auf uns wirken.
      Weit und breit ist niemand zu sehen.

















      Den ultimativen Überblick allerdings, bekommt nur Drohni.
      Den Überblick woher wir kommen und wohin wir wollen.














      Unzählige Saguaros ragen kerzengerade aus den Hängen der Goldfield Mountains.
      Aus der Ferne sehen sie perfekt aus.
      Aus der Nähe jedoch sieht man erst ein paar Schönheitsfehler.
      Es ist Ende April. Offensichtlich immer noch zu früh, um die Kakteen in voller Blüte sehen zu können. Schade.
      〉 WISSENSWERTES
      Diese Kakteen sind im Schnitt etwa neun bis zwölf Meter hoch. Manche allerdings erreichen auch fünfzehn Meter. Frühere Indianerstämme nutzten Kakteen als Lebensmittel, als Werkzeuge aber auch als Medizin. Aus den Früchten des Feigenkaktus wurde Sirup, Gellees und Wein hergestellt. Die Samen wurden zu Mehl verarbeitet.
      Die inneren Rippen des Saguaro Kaktus, die man teilweise an den ausgetrockneten Exemplaren sehen kann, wurden als Pfeile oder als Saiten für Musikinstrumente verwendet. Auch hat man die festen Teile zum Bau von Zäunen benutzt.
      Salben und Gels zur Heilung von Verletzungen wurden aus dem Inneren junger Kakteen gewonnen.











      Die unbefestigte Straße zu fahren ist eigentlich nicht wirklich schwierig. Nur die Überquerung der ausgetrockneten Flussbetten ist fast immer eine Herausforderung. Denn hier liegen vermehrt große Steine. Die Gefahr des Steckenbleibens ist gerade an diesen Stellen sehr groß.
      Dabei sieht es von außen gesehen gar nicht so kompliziert aus.






      Was auf dem Foto recht einfach aussieht, ist in Wirklichkeit gar nicht so leicht zu fahren, wenn man keinen größeren Schaden am Auto produzieren will.
      Obwohl unser Infinity eine recht gute Bodenfreiheit besitzt, ist das Suchen nach dem besten und optimalsten Weg sehr wichtig. Es gibt auf unseren Reisen praktisch nie Situationen, bei denen ich Rainer dirigiere, wo er fahren soll. Das hier ist die Ausnahme, die die Regel bestätigt.

      VIDEO

      Meine Favoriten sind die Streckenabschnitte, die tief eingebettet durch das Gelände führen. Hier kommt man den Goldfield Mountains ganz nahe. Und die Saguaros wirken noch größer.











      Der Phon D Sutton Trail endet nach etwas mehr als sieben Meilen und mündet in die North Cactus Road. Eine unbefestigte aber wesentlich gezähmtere Strecke, die zum südlichsten Eingang des Areals führt.
      Hier können wir wieder über das Smartphone unsere Position lokalisieren.
      Rechterhand lockt ein Abzweig von dem wir hoffen, dass er uns auf eine Erhöhung führt. Der Blick auf die Uhr zeigt, dass wir gut geplant haben und uns diesen Umweg noch leisten können.
      Die Steigung ist enorm und an manchen Stellen - jedenfalls für mich - angsteinflößend. Doch Aufgeben kommt nicht in Frage. Auch ich will den Überblick haben.
      Das letzte Stück müssen wir noch zu Fuß laufen.
      Aber es lohnt sich:











      Der unverstellte Blick auf die Superstition Mountains
      Von hier ist es nicht mehr weit bis zum Ausgang.
      Noch einmal fahren wir entlang des dichten Gestrüpps, bevor wir am Tor stehen. Es ist das südlichste Tor der Bulldog Canyon OHV Area. Und natürlich ist auch dieses Tor verschlossen. Auch hier gilt es, mit dem Zahlencode das Tor zu öffnen.
      Während Rainer das Tor entriegelt, prüfe ich, ob es noch einen Weg geben könnte auf dieses Areal zu gelangen. Definitiv nein.
      Die Abgrenzung ist durchgehend.








      Um die "Superstitions" im glühenden Rot zu sehen, ist es noch zu früh am Tage. Wir versuchen im Ort ein Café zu finden. Zur Not würde es auch ein Starbucks tun. Oder vielleicht doch ein Eis?
      Letztendlich landen wir wieder im Hotel, trinken auf unserer Terrasse einen Kaffee, gehen kurz in den Pool und essen viel zu früh unser Dinner. Es ist sehr warm auf dem Patio vor unserem Hotelzimmer. Da hilft es auch nicht die Tür zu öffnen und die kühle Luft aus dem Innenraum nach außen weichen zu lassen.

      # Sunset @ Superstition Mountains

      Kurzentschlossen springen wir wieder ins Auto und fahren etwas durch die Gegend.
      Richtung Osten. Und dann gen Süden.
      Es ist einfach unser Lieblingsareal.
      Wir tangieren den Saguaro Lake und fahren entlang des Salt Rivers.
      Die Sonne steht schon sehr tief und das Rot des Berggesteins wird intensiver und leuchtender.






      Wir verlassen den N Bush Hwy und fahren die Usery Pass Road gen Süden.
      Rechterhand begleitet uns ein wildes Feld voller Saguaros jeder Größe und jeder Form.
      Einfach traumhaft!











      Die N Hackamore Road im Ort Apache Junction ist eine einfache Stichstraße die vom North Apache Trail abgeht. Und dieser Platz ist hervorragend geeignet, um das leuchtend rote Konglomerat mit den ständig wechselnden Rotfärbungen bei Sonnenuntergang zu beobachten.

















      Das war's also hier in dieser Gegend.
      Auf die To-Do-List USA 2020 notiere ich: Wanderungen in den Superstitions.
      Als wir im Hotel ankommen, ist es schon dunkel.
      Morgen verlassen wir dieses herrliche Domizil. Und wir verlassen Arizona.
      Seit wir in den 1990er Jahren Scottsdale für uns entdeckt haben, kommen wir immer wieder und wieder hierher. Wir können von diesem trockenen und heißen Klima in Arizona einfach nicht genug bekommen.


      Gefahrene Strecke: 174 Meilen = 278 Kilometer
    • muhtsch wrote:

      Nun, für alle die ganz lieb an die Fortsetzung geglaubt haben, HIER:
      :clab: :clab: :clab: Das Warten hat sich gelohnt!

      muhtsch wrote:

      Den ultimativen Überblick allerdings, bekommt nur Drohni.
      Konnte früher nicht so viel anfangen mit den Dingern, weiß sie mittlerweile aber sehr zu schätzen ;;NiCKi;: . Tolle Aufnahmen von oben!

      muhtsch wrote:

      Diese Kakteen sind im Schnitt etwa neun bis zwölf Meter hoch.....
      Danke für das Wissenswerte über diese Kakteen! Ich liebe Kakteen, möchte diese unbedingt mal in Natura sehen ;;PiPpIla;;

      muhtsch wrote:

      Dabei sieht es von außen gesehen gar nicht so kompliziert aus.
      Auf dem Video kommt es doch raus, dass es nicht so einfach ist.

      muhtsch wrote:

      Die Sonne steht schon sehr tief und das Rot des Berggesteins wird intensiver und leuchtender.
      :clab: ;;ebeiL_, So schön!!

      muhtsch wrote:

      Seit wir in den 1990er Jahren Scottsdale für uns entdeckt haben, kommen wir immer wieder und wieder hierher. Wir können von diesem trockenen und heißen Klima in Arizona einfach nicht genug bekommen.
      Steht seit heute auf unserer Liste!!!! ;;NiCKi;:
      Liebe Grüße

      Petra


      Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.

      (Johann Wolfgang von Goethe)
    • Stimmt, da war ja noch was :gg:


      Hach, die vielen schönen Saguaros ;;ebeiL_, . Wir hätten sie jetzt gerade auch wieder besuchen wollen...

      muhtsch wrote:

      Es ist Ende April. Offensichtlich immer noch zu früh, um die Kakteen in voller Blüte sehen zu können. Schade.
      Ah, wir hatten gehofft, wenigstens ein paar Blüten zu sehen - 2014 gab es im April immerhin schon viele halb aufgegangene. Aber wahrscheinlich wären wir auch zu früh gewesen.

      muhtsch wrote:

      Wir tangieren den Saguaro Lake und fahren entlang des Salt Rivers.
      Die Sonne steht schon sehr tief und das Rot des Berggesteins wird intensiver und leuchtender.

      muhtsch wrote:

      dieser Platz ist hervorragend geeignet, um das leuchtend rote Konglomerat mit den ständig wechselnden Rotfärbungen bei Sonnenuntergang zu beobachten.
      wunderschön :app:
      Viele Grüße,
      Andrea
    • Es geht nach ins Coachella Valley - nach Rancho Mirage

      Der letzte Morgen in den Gainey Suites läuft nach dem immer gleichen Muster ab:
      Während Rainer noch schläft und im Restaurant noch wenig Betriebsamkeit herrscht, hole ich mir eine Schale Obst und einen Kaffee, um es mir auf dem sonnendurchfluteten Patio gemütlich zu machen.
      Noch herrscht eine himmlische Ruhe im Hof der Anlage.
      Während ich also im Netz etwas surfe, muss ich gleichzeitig darauf achten, dass mir kein Vogel etwas aus der Schale stibitzt!


      Ich überfliege die E-Mails und die Nachrichten diverser Social Media Plattformen.
      Und nur die Nachricht unseres Sohnes nebst Bild lässt mich aufatmen.
      Der Verrückte (sorry - anders kann ich das nicht nennen) hat doch gestern tatsächlich einen Spartan Ultra Lauf absolviert. Das heißt: auf einer Strecke von 50 Kilometern 60 Hindernisse zu überwinden. Und alle die Hindernisse haben es in sich. "Der Ultra ... ist eine Teufelsaustreibung!".
      Ich vergrößere das Foto und erkenne als Mutter kaum den Sohn, den ich in Erinnerung habe. Scheint, dass er in 12 Stunden 30 Kilo abgenommen hat.
      Na ja. Er ist erwachsen und sollte wissen, was er tut.






      Heute Abend werden wir ihn in Palm Springs treffen. Und damit wir nicht erschrecken, bereitet er uns vorsorglich schon jetzt vor, dass sein Körper ziemlich geschunden ist.
      Es war das zweite Mal, dass wir in den Gainey Suites waren. Und vermutlich war es auch das letzte Mal. Jedenfalls so lange jeder Tag unseres Urlaubes so aktiv gestaltet ist. Dies hier ist ein wunderbarer Ort, um sehr ruhig den Urlaub zu verbringen. Etwas Frühstücken, am Pool das trockene Klima genießen, um am frühen Nachmittag am Büffet zu schnabulieren, etwas Wein zu trinken und träge den Tag zu beenden.
      Das ist so angenehm. Aber noch nicht unser Reisestil.










      11.15 Uhr checken wir aus.
      Schön war's!
      Es sind angenehme 31°C als wir uns zu unserem nächsten Ziel auf machen.
      Nicht ganz. Ein kleiner Umweg über das nördlich gelegene Shoppingcenter muss noch sein. Hier gibt es einen Apple Store. Doch leider finde ich auch in diesem Shop nicht das erträumte neue Armband für meine Watch. Schade.
      Die etwa 450 Kilometer lange Strecke bis Rancho Mirage ist eintönig.
      Ich nutze die Zeit, um ein paar Notizen für meinen Bericht auf der Website zu machen. So vergeht die Zeit etwas schneller.
      Der Colorado River ist die Grenze zwischen Arizona und Kalifornien. Dann folgt gleich das altbekannte gemauerte Portal. Es ist die "Blythe Agricultural Inspection Station". Wer schon so oft diese Grenze durchschritten hat wie wir, kennt das Prozedere. Erst wird man gefragt, ob man irgendwelches Obst oder Gemüse einführt, dann folgt ein kurzer Blick ins Auto. Und dann geht es weiter. Viel laxer als an der australischen Grenze zwischen Top End und Western Australia. Wer allerdings mit Wohnwagen unterwegs ist, sollte mit einer genaueren Kontrolle rechnen.








      Blythe heißt die kalifornische Grenzstadt.
      Das aufregendste an diesem Ort ist die Temperatur! Es herrschen 36°C im Schatten. Gefühlt sind es brennende, trockene 50 Grad.
      Wir kommen zwar gerade aus der Phoenix-Gegend, wo solche Temperaturen auch normal sind. Aber Blythe ist ein Ort mit ein paar Flachbauten und die Wüstenluft wirkt viel intensiver auf den Ort.
      Als wir am Taco Bell aussteigen, fühlt sich die Luft so extrem trocken an. Man glaubt, die Haut verbrennt sofort und die Nasenschleimhaut verwandelt sich sekündlich in eine luftundurchlässige Silikonfolie! Es ist irgendwie "hazy" und die Luft ist drückender und riecht metallisch.
      Deshalb flüchten wir schnellen Schrittes ins Innere der Gaststätte. Hier geht es gemütlich zu.
      Der Angestellte ist offensichtlich ein Transgender oder so. Mit einem so hübschen Gesicht, dass man nicht weggucken kann. Und das weiß er auch.
      Das letzte Stück bis Rancho Mirage ist schon so etwas wie Nachhause kommen.
      Kalifornien, insbesondere die weitläufige Senke zwischen Joshua Tree NP und San Jacinto State Park, ist irgendwie "unser Kalifornien". Hier waren wir bei unserem ersten USA Besuch 1993. Damals als allein der Name "Palm Springs" so etwas Magisches hatte. Ein Relikt aus den 1960er Jahren. Aus Zeiten die eher die unserer Eltern waren.
      Nun gut.
      Kaum eine Reise in den Südwesten, bei der wir das Coachella Valley ausgelassen haben. So gehören auch dieses Mal die letzten Tage unseres Urlaubs dieser Gegend.






      In den vergangenen Jahren haben wir in verschiedensten Unterkünften im Valley genächtigt.
      Als Coachella Valley bezeichnet man die Senke die von den im Norden liegenden Santa Rosa Mountains, im Osten vom Joshua Tree National Park und im Westen von den San Jacinto Mountains eingegrenzt werden. Letzteres ist die Gebirgskette, deren gleichnamigen State Park man wunderbar unter anderem mit der Palm Springs Areal Tramway erreichen kann.
      Zum Valley zählen die Orte Palm Springs, La Quinta, Indio, Coachella, Palm Desert, Rancho Mirage, Desert Hot Springs, Cathedral City und Indian Wells. (Aufzählung nach Flächengröße). Außer das im Nordosten liegende Desert Hot Springs sind alle anderen Orte über die CA-111, wie über eine Perlenschnur verbunden.
      Im letzten Jahr haben wir dann die Mission Hills Villas für uns entdeckt. Die One-Bedroom-Villa ist eine kleine voll eingerichtete Wohnung mit einem Wohnzimmer und offener Küche, einem Schlafzimmer (wie die Bezeichnung schon vermuten lässt). Doch das Beste ist der geräumige Balkon. Hier steht ein richtig guter Grill. Und der Ausblick auf den immergrünen und gut gepflegten Golfplatz ist ganz nach unserem Geschmack.
      Deshalb war bei der Buchung schon klar, wo wir auch dieses Jahr den Urlaub verbringen werden.




      16.30Uhr stehen wir vor dem Tor der riesigen Anlage.
      Das Einchecken erfolgt recht schnell. Unsere Daten sind schon durch die Direktbuchung im System. Auch geht man auf unseren Sonderwunsch ein, den wir vorab schon per Mail geäußert haben.
      Dann überreicht man uns noch ein Päckchen von Amazon mit Ware, die ich letzte Woche bestellt habe.
      Nun geht es zum Haus 46.
      Es folgt eine Fotosession im Condo.
      Hier fehlt es wirklich an Nichts. Die Küche ist sehr gut mit allen möglichen Haushaltsgeräten ausgestattet.
      Es gibt eine Waschmaschine und einen Trockner, für deren Benutzung steht natürlich Waschpulver und Weichspüler zur Verfügung.
      Im Hauptzimmer und im Schlafzimmer befindet sich jeweils ein Kamin.
      Und auch das Bad lässt keine Wünsche offen.
      Hier kann man es aushalten!








      Balkon mit Ausblick.





      Dann drehen wir eine Runde auf dem Gelände und freuen uns, dass wir all das hier erleben und genießen können.




      Dann geht es noch schnell zum Albertsons in der Country Club Drive. Schließlich muss der Kühlschrank aufgefüllt werden.
      Die Auswahl an frischem Obst und Gemüse, an perfektem Grillfleisch und alles für ein perfektes Frühstück ist hier riesig.
      Zu guter Letzt folgt mein heimliches Highlight.
      Es geht zum Flughafen, zum Palm Springs International Airport, die übrigens eine nette Website haben. Und sich außerdem zu den "one of the TOP 10 U.S. "Most Stress Free Airports" zählen.
      Genau so können wir das auch bestätigen. Hier ist es sehr übersichtlich.
      Kurz nach 22 Uhr landet der United-Flieger aus Newark kommend und bringt unseren Sohn nach Palm Springs. Denn die letzte Urlaubswoche werden wir zusammen verbringen.
      Die Freude über das Wiedersehen ist groß. Doch besorgniserregend ist sein Gang, der einem frisch operierten Kniepatienten gleicht. Die Schmerzen seiner geschundenen Kniegelenke vom gestrigen Spartan Ultra Lauf sieht man ihm wirklich an.




      Kurz nach 23 Uhr erreichen wir unsere Bleibe.
      Ein Begrüßungstrunk - und kurze Zeit später liegen wir alle im Bett.
      Gefahrene Strecke: 313 Meilen = 504 Kilometer
    • muhtsch wrote:

      Das heißt: auf einer Strecke von 50 Kilometern 60 Hindernisse zu überwinden. Und alle die Hindernisse haben es in sich. "Der Ultra ... ist eine Teufelsaustreibung!".
      Dafür ist dieser Smiley geschaffen worden: ;QddS;;

      muhtsch wrote:

      Dann folgt gleich das altbekannte gemauerte Portal.
      Das kenne ich schon mal nicht, ich bin dort nur 2008 ausgereist.

      muhtsch wrote:

      Wer allerdings mit Wohnwagen unterwegs ist, sollte mit einer genaueren Kontrolle rechnen.
      Die Kontrollen sind ja auf jedem Highway, wer als im Pkw haben sie uns nie gefragt.

      muhtsch wrote:

      Hier kann man es aushalten!
      In der Tat. ;;NiCKi;:
    • Ich klinke mich hier dann nochmal ein ... obwohl ich ja schon auf Deiner HP gelesen habe :wink4:
      Die Fotos sind wundervoll ... da kommt Sehnsucht auf :clab:

      muhtsch wrote:

      Seit wir in den 1990er Jahren Scottsdale für uns entdeckt haben, kommen wir immer wieder und wieder hierher. Wir können von diesem trockenen und heißen Klima in Arizona einfach nicht genug bekommen.
      Im Frühjahr ist es schon toll dort ... die Gegend hat viel zu bieten :!!

      muhtsch wrote:

      Der Verrückte (sorry - anders kann ich das nicht nennen) hat doch gestern tatsächlich einen Spartan Ultra Lauf absolviert.
      OMG ... aber wie Du schreibst: Er wird schon wissen, was er tut :gg:

      muhtsch wrote:

      Es war das zweite Mal, dass wir in den Gainey Suites waren. Und vermutlich war es auch das letzte Mal. Jedenfalls so lange jeder Tag unseres Urlaubes so aktiv gestaltet ist. Dies hier ist ein wunderbarer Ort, um sehr ruhig den Urlaub zu verbringen. Etwas Frühstücken, am Pool das trockene Klima genießen, um am frühen Nachmittag am Büffet zu schnabulieren, etwas Wein zu trinken und träge den Tag zu beenden.
      Das ist so angenehm. Aber noch nicht unser Reisestil.
      :gg: :gg: Kann ich gut verstehen ... unser Reisestil ist laissez faire auch (noch) nicht ...
      Manchmal vielleicht :schaem:

      Wir schätzen ein schönes Hotel zwar auch sehr, aber wenn man den ganzen Tag auf Achse ist, abends recht spät im Hotel eintrudelt, 8 Stunden schläft und morgens ein schnelles Frühstück einnimmt, hat man gar nicht die Zeit, das zu genießen...
      Liebe Grüße
      Anne

      ... nach der Reise ist vor der Reise ;)

    • muhtsch wrote:

      Kurz nach 22 Uhr landet der United-Flieger aus Newark kommend und bringt unseren Sohn nach Palm Springs. Denn die letzte Urlaubswoche werden wir zusammen verbringen.
      Das ist ja schön =) . Dann kann er sich ja jetzt bei Mama und mit dem netten Drumherum von den Anstrengungen erholen ;)
      Viele Grüße,
      Andrea
    • Anne05 wrote:

      OMG ... aber wie Du schreibst: Er wird schon wissen, was er tut
      Du meinst den "Verrückten"? Ja wir waren eher in Sorge.
      Gut unser Sohn ist letzten April 32 Jahre alt gewesen. Aber diese Obsticals die waren schon mehr als über Feuer laufen. Oder unter Drahtgeflecht liegend im Modder vorwärts zu kommen. Diese Sachen gehörten eher zu den Einfachen. Da waren Steilwände etwa 1km lang mit einer Steigung von über 80%, die mit 50Kg schweren Eimern überwunden werden mussten. Ich habe das auf seinen Videos der Vorläuferrennen (das Ultra ist die 3. und höchste Stufe) gesehen.
      Und nach jedem Rennen war er schon geschunden.
      Und nun, als wir ihn vom Airport abgeholt haben, konnte er gerade so bis zum Auto gehen.
      Ich frage mich manchmal, ob es den jungen Leuten manchmal zu langweilig ist. Ob es ihnen zu gut geht... ;][;


      Anne05 wrote:

      Wir schätzen ein schönes Hotel zwar auch sehr, aber wenn man den ganzen Tag auf Achse ist, abends recht spät im Hotel eintrudelt, 8 Stunden schläft und morgens ein schnelles Frühstück einnimmt, hat man gar nicht die Zeit, das zu genießen...

      Ja das stimmt.
      Aber in den Gainey Suites gibt es noch einen Haken ;)
      Es gibt den abendlichen "Empfang" bei den es in den meisten Hotels nur kostenlosen Wein und Bier und etwas Chips gibt.
      Doch hier gab es ein richtiges Büffet. Irgendwie hatten wir dann schlechtes Gewissen es auch ausfallen zu lassen.
      Das ist wie Halbpension. Und das machen auch nie.
      Na ja. Es waren 4 Tage und es ist ok.
      Diesen April hatte ich für Scottsdale eine andere Übernachtung gefunden, die sehr komfortable ist, einen Balkon mit Grill anbietet und eine Küche .
      Aber aus gegebenen Anlass fällt ja die gesamte Reise aus ;:ba:;
    • muhtsch wrote:

      Da waren Steilwände etwa 1km lang mit einer Steigung von über 80%, die mit 50Kg schweren Eimern überwunden werden mussten.
      Ooops ich sollte ihm nicht im Dunklen begegnen, denn ich bekomme nicht einmal einen 50kg Eimer gehoben und in den 1. Stock getragen. ;;_Fe6__ ;.Feel1;
    • WeiZen wrote:

      Ooops ich sollte ihm nicht im Dunklen begegnen, denn ich bekomme nicht einmal einen 50kg Eimer gehoben und in den 1. Stock getragen.
      Keine Angst, er ist seit dem 10.März im Homeoffice und bewegt sich kaum ;haha_
    • Geht weiter....



      Wenn das Wetter im Coachella Valley nur "fast" perfekt ist...

      Das heutige Wetter enttäuscht auf ganzer Linie.
      Was soll das mit den Wolken? Draußen sind es gerade einmal 25°C!
      Ok. Wir frühstücken ganz entspannt und gemütlich auf dem Balkon. Es gibt ja viel zu erzählen, wenn man sich so lange nicht gesehen hat. Ganz nebenbei "benoten" wir die Abschläge der Golfer, die auf dem Rasen vor unserem Balkon unterwegs sind. Doch insgeheim warten wir auf dass sich diese Tischdecke, die sich gerade über die Santa Rosa und San Jacinto Mountains wälzt in Wohlgefallen auflöst.









      Franks Knieschmerzen sind immer noch präsent. Sehr präsent.
      An eine Wanderung ist heute erst einmal nicht zu denken! Nur gut, dass gestern auch das Amazon-Paket mit den bestellten Kinesiologie Tapes gekommen ist. So kann ich das Kind erst einmal versorgen und dann starten wir endlich in den Tag.
      Es ist 12.45Uhr als wir das Hotelgelände verlassen!

      # Unterwegs auf dem Palms to Pines Highway

      Wir entscheiden uns für eine Autotour entlang eines des schönsten Scenic Drives hier im Valley, dem Palms to Pines Highway (CA-74) und Banning-Idyllwild Panoramic Highway (CA-243).
      Diese Strecke verbindet die Orte Palm Desert und Banning. Eine außergewöhnlich schöne Strecke durch das Santa Rosa and San Jacinto Mountains National Monument, die uns schon 2011 unterwegs mit einer Harley begeistert hat.

      # Serpentinen auf dem Roy Wilson Memorial Highway

      Der erste Stopp erfolgt am höchstgelegenen Vistapoint (es gibt mehrere). Hier trägt der "Palms to Pines Highway" noch zusätzlich den Namen Roy Wilson Memorial Highway (einstiger Supervisor Riverside County). Hier genau ist der beste Platz für die spektakuläre Aussicht auf die Straße, die sich den Hang hinauf ganz geschmeidig nach oben schlängelt!














      Während es hier oben noch sonnig ist, pfeift der Wind sehr unangenehm.
      Wir müssen schon aufpassen, dass die Sonnenbrille nicht vom Kopf gerissen wird oder die lose über die Schultern gelegte Jacke auf Nimmerwiedersehen verschwindet!
      Auf der anderen Seite des Valleys sieht der Himmel ziemlich gruselig aus.
      Ob es in der Hotelanlage gleich regnen wird?






      # Santa Rosa and San Jacinto Mountains National Monument

      Ab hier schlängelt sich die Straße weiter nach oben. Wenn auch nicht mehr so spektakulär. Über dem Kamm erwartet uns eine recht schöne, schluchtige Landschaft, die auffallend grün ist. So haben wir es hier noch nie gesehen. Im Sommer ist so ein Grün eher eine Seltenheit.
      Vermutlich kann man hier im März wundervolle Wildblumenfelder beobachten. Einige Reste sind noch hier und da zu sehen.
      Wir bleiben nochmals stehen und versuchen, diese Weite auf uns wirken zu lassen. Doch ist es nahe der Klippen so reißend windig, dass es fast schon Angst macht.







      Und das ist der Blick Richtung Toro Peak. Mit seinen 2.567 Metern Höhe ist er der höchste Berg in den Santa Rosa Mountains.
      Hier und einige Kilometer weiter starten einige Wanderwege.














      Auf dem weiteren Weg, aber immer noch auf der CA-74, wird die Straße schmaler.
      Und die Sonne verschwindet. Erst tauchen wir in eine Wolke. Feinster Regen bedeckt die Frontscheibe. Leider löst sich "die Wolke" nicht auf. Es beginnt zu regnen.
      Auch der schöne Nadelwald verschwindet.
      Traurige Überreste des großen Brandes Ende Juli 2018 sind alles, was man sieht. Schon 2018 war eine Tour hierher geplant. Doch durch diesen Brand war die gesamte Gegend hier gesperrt. Die Rauchschwaden waren damals selbst im gesamten Coachella Valley sichtbar. Hier ein paar Bilder...
      Im "Paradise Valley Café" legen wir eine kleine Kaffeepause ein.
      Auf dem Parkplatz, vor dem Café, steht ein Schild mit dem Hinweis, dass man hier umkehren muss. Aber wieso? Rainer fragt drin nach dem Problem.
      Und es ist doch zum Piepen:
      2018 war das gesamte Areal wegen Feuer geschlossen.
      Dieses Jahr, also im April 2019 ist es eine Überschwemmung die einen Teil der Fahrbahn abgetragen hat.
      Also Verschieben wir den Besuch auf 2020!



      Auf dem Rückweg kaufen wir noch ein paar Steaks im Supermarkt unseres Vertrauens und dann geht zurück ins Hotel.
      Auf dem Balkon wird der Grill angeworfen und die Steaks darin perfekt gegart. Gegessen wird allerdings drin, da es trotz der schönen geschützten Sitzecke, viel zu windig und viel zu kühl ist.



      Gefahrene Strecke: 90 Meilen = 145 Kilometer
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