Mit dem Zelt durch den Südwesten

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • PeKa wrote:

      Dort lassen wir uns auf dem Wahweap Campground nieder. Es ist ein sehr großer Platz (250 Sites) mit vier Loops für Zelte. Diese sind nur mäßig belegt. Wir bekommen einen Platz zugewiesen, die Camper werden dabei gleichmäßig über die Loops verteilt, so das benachbarte Plätze frei bleiben. Dadurch ist es sehr ruhig.
      Toll - wieder ein gutes Beispiel dafür, welche Vorteile das Campen hat =) . Der Platz beim Lake Powell, und abends der Sternenhimmel - herrlich ;;ebeiL_,

      PeKa wrote:

      Da geht's rein, gut, dass wir noch nicht beim Mittagessen waren!
      :gg: :gg:

      PeKa wrote:

      Da unten gibt es irre Farben und Formen!
      Da sind die Antelopes einfach unübertroffen :clab:

      PeKa wrote:

      Aber es ist sehr, sehr schwer, nur wenige davon auszusuchen.
      Ja, das ist immer die größte Challenge beim Reiseberichtschreiben :gg: . Hast aber eine gute Auswahl getroffen :!!

      PeKa wrote:

      es hat sich gelohnt und ich würde den Besuch jedem empfehlen!
      ;;NiCKi;: Das gehört einfach dazu, dass man zumindest einmal da unten drin war =) - touristisch hin oder her.
      Viele Grüße,
      Andrea
    • WeiZen wrote:

      Umgekehrt ist es ähnlich. Du fährst darauf zu und fragst Dich die ganze Zeit, wie soll es da hoch gehen, da man überhaupt keine Streckenführung erkennt.
      Ja, so ging es uns letzten Herbst. Wir sind von unten gekommen und wussten ja, dass da eine Strasse hochgeht, aber wir konnten sie beim besten Willen nicht finden ;][;

      Canyonrabbit wrote:

      Auch wenn Zelten wirklich nicht meine Baustelle ist, so stelle ich mir das wirklich traumhaft vor

      Redrocks wrote:

      Toll - wieder ein gutes Beispiel dafür, welche Vorteile das Campen hat . Der Platz beim Lake Powell, und abends der Sternenhimmel - herrlich
      Solche lauen Abende und die Sternenhimmel entschädigen für einige Unbequemlichkeiten beim Zelten ;;NiCKi;:
      Auch das nächste, vierte Mal werden wir uns fürs Zelten entscheiden, auch wenn wir nicht jünger werden :SCHAU:

      Redrocks wrote:

      Hast aber eine gute Auswahl getroffen
      ;DaKe;;
      Liebe Grüße

      Petra


      Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.

      (Johann Wolfgang von Goethe)
    • PeKa wrote:

      Aber es ist sehr, sehr schwer, nur wenige davon auszusuchen. Ist mir auch nicht ganz gelungen.
      Wichtiger ist auch, das Dir die Fotos gelungen sind. :gg:

      PeKa wrote:

      Auf dem Rückweg sehen wir noch das
      So ist ein Kraftwerk in der Wüste doch mal schön.

      PeKa wrote:

      Tolle Ausblicke vom Aussichtspunkt auf den 300 Meter tiefer fließende Colorado River.
      Schön grün, hat also länger nicht geregnet.
    • PeKa wrote:

      Auch das nächste, vierte Mal werden wir uns fürs Zelten entscheiden, auch wenn wir nicht jünger werden
      Das kann ich gut verstehen. Irgendwann geht es körperlich vielleicht tatsächlich nicht mehr und dann könnt Ihr immer noch ohne Zelt.
      Herzliche Grüße
      Michelle
    • Montag, 30.09.13 Lake Powell - Rainbow Bridge


      Heute heißt es früh aufstehen, um 7.00 Uhr ist Abfahrt zur Wahweap-Lodge. Deshalb nur ein schnelles Frühstück. Um 7.15 ist Boardingtime, um 7.30 Abfahrt. Sollte sein. Die Ankerkette unseres Schiffes hat sich mit der eines anderen verhakt und es dauert eine ganze Weile, bis wir frei sind.

      Obwohl es noch sehr kühl ist, haben sich alle aufs offene Oberdeck gesetzt, bis auf vier Japanerinnen, die sich ins Unterdeck verkriechen. Später, als es wärmer wird, schauen sie ziemlich entrüstet drein, als es oben keinen Platz für sie gibt.

      Zuerst geht es in Richtung Glen Canyon Dam, dann an der Antelope Marina vorbei. Mann, liegen da Luxus-Hausboote herum, bis zu drei Stockwerke hoch, mit Rutschen aus der 2. bzw. 3. Etage ins Wasser, Bars, Sesseln und Couch-Landschaften.

      Die "Kleinen":


      Und für jeden ein Jet-Ski:


      Die ganz Großen, man beachte die Rutsche vom oberen Deck :schreck: :schreck: :schreck:


      Für jeden gibt es Kopfhörer und ein Abspielgerät, das man auf verschiedene Sprachen einstellen kann. Auch auf Deutsch. Den ganzen Hinweg bekommen wir interessante Informationen über den Stausee und seine Geschichte, die ab und zu von den Durchsagen der Kapitänin unterbrochen werden. Sie erzählt auf amüsante Weise Aktuelles dazu (auf Englisch natürlich ;) ).



      Jetzt nimmt das Boot Fahrt auf und es wird sehr frisch, sämtliche Kleidung kommt zum Einsatz, auch die Regenjacke mit Kapuze (der Kälte wegen, es ist sonnig! ;:;ScHlOt2;; ). Doch alle halten auf Deck aus, da die Aussicht hier einfach am besten ist und keiner seinen Platz aufgeben will.









      Gut ist der "Badewannenrand" zu erkennen.





      Im Schlepptau:








      Hier biegen wir vom See rechts in einen Seitencanyon ab und schippern durch immer enger werdende, fjordartige Schluchten.











      Da geht's lang:

      Teilweise ist es so eng, dass das Schiff gerade so durchpasst und man die Felswände berühren kann.





      Nach einer kurzweiligen Fahrt erreichen wir gegen 10.15 das Dock.
      Je nach Wasserstand des Sees verkürzt oder verlängert sich der Weg auf dem Dock zum Land. Wir haben am äußeren Ende angelegt, da unser Schiff zu den großen zählt. Außer uns ist nur noch eine kleinere Yacht da, deren Besatzung scheinbar schon an der Rainbow Bridge gewesen ist.
      Auf halber Strecke zum Land gibt es ein Toilettenhäuschen, das nun erst einmal gestürmt wird.





      Ohne Fahrtwind ist es nun wieder heiß und der Weg, rund 2 km, gestaltet sich nicht ganz unanstrengend. Es geht leicht bergauf und teilweise durch tiefen Sand. Doch die Vorfreude und Spannung treibt uns an, so holen wir die Nicht-Klogänger wieder ein und erblicken die Bridge als einige der ersten. Wow!
      Die größte natürliche Brücke der Welt!








      Spannweite 82 Meter, Höhe 88 Meter und eine Dicke von 12 Metern




      Die Brücke steht auf Navajo-Gebiet und ist ein Heiligtum der Indianer. Im indianischen Glauben stellen natürliche Steinbrücken eine Verbindung zwischen der Vorwelt und der heutigen Welt dar. Deshalb darf der Weg nicht verlassen und die Brücke nicht durchschritten, bzw. umwandert werden. Normalerweise ist ein Ranger vor Ort, der die Gruppen begleitet, doch heute ist niemand anwesend, so dass der 2. Kapitän diese Rolle übernimmt. Und prompt ruft er mit einem lauten Schrei einen Franzosen zurück, der nur mal „etwas gucken will“ und sich auf dem Weg um den freistehenden Brückenpfeiler befindet. Manche können solche Vorgaben einfach nicht respektieren!




      Leider haben wir nicht viel Zeit zum Verweilen, gerne hätte ich mich noch etwas abseits hingesetzt und den erhabenen Blick auf die Rainbow Bridge genossen. Doch wir müssen um 11.45 wieder am Boot sein. :traen:





      Auf dem Rückweg ist es lange nicht mehr so kalt, aber ohne Pulli komme ich trotzdem nicht aus. Gleichzeitig müssen wir uns gegen die starke Sonneneinstrahlung schützen, die wir aufgrund des Fahrtwindes aber (noch) nicht spüren.
      Gegen 14.30 sind wir zurück und sind uns einig: kein billiges Vergnügen (125 $ pro Person), aber absolut empfehlendswert.

      Zurück am Campground sehen wir den hier:

      So einen würde ich so gerne mal von innen sehen! ;;NiCKi;: ;;PiPpIla;;



      Machen uns auf dem Campingplatz einen ruhigen Nachmittag mit Lesen, Tagebuchschreiben und einer heißen Dusche. Zum Abendessen gibt es mal wieder Nudeln mit Tomatensoße. :gg:
      Liebe Grüße

      Petra


      Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.

      (Johann Wolfgang von Goethe)
    • Einfach genial die Bridge, wir waren schon 2mal da und ich bin heute noch begeistert!
      2008: USA: Los Angeles - Las Vegas - Chicago
      2013: USA: Südwestrundreise - 2014: Jordanien
      2015: USA : Las Vegas - Yellowstone - Moab - Lake Powell Hausboot - Antelope - Las Vegas
      2015/2016: USA Dezember - Januar; San Francisco Umgebung
      2016: Chicago - Badlands - Black Hills - Moab - Torrey - Escalante - Bryce - Zion - Las Vegas
      2017: Seattle - Oregon - Lake Powell Hausboot - Torrey - Las Vegas
      2018: Seattle - Yellowstone - Las Vegas
    • Die Tour liest sich Klasse, vor allem das hier:

      PeKa wrote:

      Hier biegen wir vom See rechts in einen Seitencanyon ab und schippern durch immer enger werdende, fjordartige Schluchten.
      :clab: Das muss traumhaft sein - würde ich auch gerne mal machen, und natürlich auch die Rainbow Bridge sehen =) .
      Mit so einem Hausboot käme man auch bis zur Anlegestelle, oder? Das wäre mal noch so ein Traum... Ich bräuchte auch nichtmal das mit der Doppelrutsche :p

      PeKa wrote:

      So einen würde ich so gerne mal von innen sehen!
      Es gibt doch immer mal solche Ausstellungsgelände, wo die zum Verkauf stehen. Ich habe mich auch schon manchmal gefragt, ob man sich da einfach mal umschauen dürfte.

      walktheline wrote:

      hier zu den Bildern vom Inneren eines solchen Luxusmobils
      Das war ja eine tolle Gelegenheit, Gudrun :app:
      Viele Grüße,
      Andrea
    • walktheline wrote:

      hab grad wenig Zeit
      Danke, dass du dir die Zeit genommen hast =)

      walktheline wrote:

      hier zu den Bildern vom Inneren eines solchen Luxusmobils
      Wow, das ist ja rustikal! Wohnzimmer, Küche, fast wie zu Hause :gg:

      Redrocks wrote:

      Mit so einem Hausboot käme man auch bis zur Anlegestelle, oder?
      Mit den kleineren sicher, bei den ganz großen hätte ich meine Zweifel. Die eine Stelle war schon sehr eng.

      Redrocks wrote:

      Es gibt doch immer mal solche Ausstellungsgelände, wo die zum Verkauf stehen. Ich habe mich auch schon manchmal gefragt, ob man sich da einfach mal umschauen dürfte.
      Werde ich das nächste mal glatt auch mal machen :SCHAU: !
      Liebe Grüße

      Petra


      Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.

      (Johann Wolfgang von Goethe)
    • PeKa wrote:

      Die Ankerkette unseres Schiffes hat sich mit der eines anderen verhakt und es dauert eine ganze Weile, bis wir frei sind.
      :ohje: ;haha_

      PeKa wrote:

      Mann, liegen da Luxus-Hausboote herum, bis zu drei Stockwerke hoch, mit Rutschen aus der 2. bzw. 3. Etage ins Wasser, Bars, Sesseln und Couch-Landschaften.
      :EEK: :EEK: nicht übel, diese Böttchen :MG: :MG:

      PeKa wrote:

      und erblicken die Bridge als einige der ersten. Wow!
      Die größte natürliche Brücke der Welt!
      ;;PiPpIla;; ;;PiPpIla;; ;;PiPpIla;; ;;PiPpIla;; ich will auch mal dort hin, ganz toll ;;PiPpIla;;

      PeKa wrote:

      Manche können solche Vorgaben einfach nicht respektieren!
      Ja, die Menschheit ist manchmal echt schwer von Begriff :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:

      PeKa wrote:

      Zum Abendessen gibt es mal wieder Nudeln mit Tomatensoße.
      :MG: :MG: :MG: :MG:
      liebe Grüße

      Ina

    • PeKa wrote:

      Die Ankerkette unseres Schiffes hat sich mit der eines anderen verhakt und es dauert eine ganze Weile, bis wir frei sind.
      Und ich dachte das passiert nur Freizeitskipper. :ohje:

      PeKa wrote:

      Manche können solche Vorgaben einfach nicht respektieren!
      Da steht doch auch: Freiwillig :nw:

      PeKa wrote:

      Doch wir müssen um 11.45 wieder am Boot sein.
      Das ist ambitioniert. :EEK:

      PeKa wrote:

      kein billiges Vergnügen (125 $ pro Person)
      Aber preiswerter als selber fahren. 1993 war das allerdings die Tagesmiete für ein Powerboat.

      walktheline wrote:

      PeKa wrote:

      So einen würde ich so gerne mal von innen sehen!
      hier zu den Bildern vom Inneren eines solchen Luxusmobils
      also wie ein WoMo.

      Redrocks wrote:

      Mit so einem Hausboot käme man auch bis zur Anlegestelle, oder?
      Wenn die Breite passt :nw: Anderfalls musst Du das Kajak benutzen.

      PeKa wrote:

      Wow, das ist ja rustikal!
      Gelsenkirchnerbarock made in USA. ;)
    • Verena1 wrote:

      Einfach genial die Bridge, wir waren schon 2mal da und ich bin heute noch begeistert!

      Ina wrote:

      ich will auch mal dort hin, ganz toll
      Mich würde ja echt mal reizen, von der Landseite hin zu wandern. Sind so an die 20 km einfach (2-Tages Wanderung) und man braucht ein Permit. Wäre sicher eine sehr einsame Tour!

      WeiZen wrote:

      Da steht doch auch: Freiwillig
      Stimmt! ?( Ist aber sicher anders gemeint.

      WeiZen wrote:

      Das ist ambitioniert.
      Ja, das ist fast in Stress ausgeartet. Langsame Geher mussten nach Erreichen der Bridges quasi schon wieder den Rückweg antreten :gg: .

      WeiZen wrote:

      Gelsenkirchnerbarock made in USA.
      ;;NiCKi;: :gg:
      Liebe Grüße

      Petra


      Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.

      (Johann Wolfgang von Goethe)
    • Dienstag, 1.10.13 Page - Navajo Bridge - Kaibab National Forest

      Heute geht‘s zum Grand Canyon. ;;PiPpIla;; Der gehört ja unbedingt dazu, wenn man in dieser Gegend reist. Bin sehr gespannt, hab vieles darüber gelesen, tolle Bilder gesehen. Kann mir aber nicht vorstellen, dass er das bisher auf unserer Reise Gesehene noch toppen kann.

      Nach dem Tanken in Page geht es über den Indian Highway 20 Richtung Süden. Diese Strecke ist auf der Karte noch teilweise als Schotter- und Sandpiste eingetragen. Doch da der reguläre Highway schon seit März diesen Jahres wegen eines Erdrutsches gesperrt ist, bleibt uns keine andere Alternative als dieser Umweg. Doch die Straße ist mittlerweile komplett ausgebaut (scheint sehr neu zu sein), darf aber nur tagsüber befahren werden, da sie auf Navajo-Gebiet liegt.

      Trotz des Umweges wollen wir zuerst noch hoch zum Marble Canyon und erst am späten Nachmittag zu South Rim fahren. Von dort sollte es dann „unten rum“ zurück nach Las Vegas gehen.

      Tja, so weit der Plan. Das alles ganz anders kommen würde, können wir in der Früh noch nicht ahnen. :traen:

      Gegen halb 12 erreichen wir die alte und die neue Navajo-Bridge. Beide schauen auf den ersten Blick fast gleich aus, kaum zu glauben, dass zwischen der Fertigstellung beider Brücken 65 Jahre liegen. Über die alte kann man zu Fuß auf die andere Seite gehen, die neue ist ausschließlich dem Verkehr vorbehalten.



      Auf der anderen Seite angelangt, besuchen wir das kleine Visitor Center. Während des Stöberns fällt uns ein Aushang auf, der besagt, dass das VC um 12 Uhr schließt. ?( Wundern uns darüber und mein Mann spricht die Rangerin darauf an, da wir noch ein paar Informationen haben wollen und es kurz vor 12 ist.

      Sie ist sehr verwundert, ob wir denn noch nichts im Radio gehört hätten und erzählt etwas von „shot down“. Habe erst nicht richtig verstanden und denke an ein Attentat. Doch dann wird uns klar, dass sie von einem „gouvernment shut down“ spricht. Wir wußten bis dato nicht, was das ist und so sind uns die Auswirkungen dadurch auch nicht klar, nach dem Motto: und warum schließt da das VC? :pipa:

      Als sie uns erzählt, dass in wenigen Minuten alle Nationalen Einrichtungen schließen werden, erfassen wir die Tragweite immer noch nicht. Wie, der Grand Canyon auch? Alle Zufahrtstraßen sind gesperrt, nicht nur VCs und Klohäusl? Auch die Aussichtsparkplätze, alle Nationalparks, der ganze Lake Powell?! :pipa: :pipa:
      Die Rangerin ist sehr nett und gibt uns ein paar Tipps, wo wir ihrer Meinung nach am North Rim noch am ehesten einen Blick in den Grand Canyon werfen können (außerhalb des Parks). Die Fahrt zum South Rim können wir uns auf jeden Fall sparen! Ja so eine Sch…..! :wut1:

      Na ja, wenn wir eh schon nach Norden fahren, machen wir halt noch einen Abstecher zu Lees Ferry. :nw:



      Ach nein, auch Lees Ferry steht ja unter nationaler Verwaltung!!! :KoWa:



      Völlig verwirrt und enttäuscht setzen wir unsere Fahrt Richtung Norden fort und kommen bald nach Jakob Lake. Dieser Ort besteht aus einer Tankstelle, einer Lodge und einem geschlossenen VC.

      Von hier geht‘s wieder nach Süden. Einige Kilometer vor dem North Entrance sollen wir laut Rangerin eine der vielen Pisten nach rechts nehmen und in den Kaibab National Forrest fahren. Ich glaube wir sind die einzigen Menschen in diesem riesigen Waldgebiet! Fahren mit 20-25 Meilen/Stunde über einsame Pisten. Jetzt bitte nur keine Reifenpanne!






      Nach einer Weile biegen wir an einem Hinweisschild links ab. Weiß nicht mehr, was drauf stand, konnten damals auch nicht daraus schließen, was uns erwartet. Nach wenigen Minuten stehen wir an einem riesigen Gerüstturm, einem Feuerwachtturm.



      Nebenbei ein kleines Haus und ein Mann, der an seinem Auto herumschraubt. Frage ihn, ob ich den Turm besteigen darf. Hat nichts dagegen, aber die Aussichtsplattform sei verschlossen. Kein Problem, die Aussicht muss auch knapp darunter schon gut sein.
      Mache mich an den Aufstieg. Mein Mann ist nicht hundertprozentig schwindelfrei, Sachen, die sich bewegen sind ihm nicht ganz geheuer. Trotzdem kommt er ein paar Stufen mit, kehrt dann aber wieder um.



      Da der Turm nur ein reines Gerüst ist, kann man durch die Stufen bis ganz nach unten sehen. Je weiter hoch ich komme, desto schmaler wird er und beginnt mitzuschwingen. Unterhalb der verschlossenen Bodenluke ist Schluss. Meinen Mann packt schließlich der Ehrgeiz und er beginnt erneut den Aufstieg und schafft es bis oben. Respekt!



      Doch die Aussicht ist ernüchternd. So weit wir sehen Wald, Wald, Wald….. Kein Grand Canyon in Sichtweite.



      Froh nach einiger Zeit wieder festen Boden unter den Füßen zu haben, fahren wir weiter. Gegen 17 Uhr erreichen wir endlich den View Point am North Rim. Doch auch hier haben wir keinen Ausblick in den Canyon, zumindest nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben.
      Essen kurz etwas und beeilen uns, noch ein Stück des Rimweges zum nächsten View Point zu gehen. In einer Stunde wird es dunkel werden. Doch auch dieses Wegstück ist enttäuschend. Wir sehen ein, dass wir noch viel zu weit weg sind vom eigentlichen Canyon und drehen nach einer halben Stunde um, es wird schon duster.












      Also, wenn ich nun die Fotos so sehe, muss ich mein hartes Urteil natürlich etwas abmildern. Es war schon sehr schön, sehr einsam, eine tolle Stimmung – aber wir hatten halt erwartet, in den Grand Canyon schauen zu können, wie wir es von unzähligen Fotos kannten. Na denn, wir kommen wieder, ist schließlich nicht das einzige, was auf unserer To-do-Liste steht. ;;NiCKi;:


      Finden unterwegs riesige Knochen, muss wohl im ersten Leben eine Kuh gewesen sein, und wenn sie nicht eines natürlichen Todes gestorben ist, kann eigentlich nur ein Bär der Bösewicht gewesen sein! :EEK:

      Zurück am Auto ändere ich meine Meinung bezüglich unserer Übernachtungspläne, nämlich hier wild zu zelten. Es ist verdammt einsam, zwei Stunden Fahrt durch den Wald von jeglicher Zivilisation entfernt, kein Plumsklo und nur gestrüppiger Untergrund für‘s Zelt. Da wär‘s mir einfach wohler, etwas näher am Highway zu sein, dann sind wir morgen auch viel früher auf der Weiterfahrt. Es gibt Gründe genug für diese Entscheidung, die Aussicht auf Bären spielt dabei natürlich gar keine Rolle. :pfeiff:

      (Ich glaube, ich hätte kein Auge zu getan, bei den vielen Geräuschen hier!)
      Unterwegs stehen dann auch noch riesige schwarze Gestalten mit leuchtenden Augen abseits des Weges. Sind zwar nur Kühe, wie wir nach einer Schrecksekunde feststellen, ist aber trotzdem ganz schön unheimlich.

      Erreichen kurz nach 21 Uhr den De Motte Campground. Finden schnell einen freien Platz, wer will denn momentan hier sein außer uns? Schneller Zeltaufbau, zum zweiten mal vermisse ich wärmende Handschuhe. Kein Kochen mehr, ist viel zu kalt. Unser Abendessen heute besteht aus einer Rolle Pringels und einem Fläschchen Corona für jeden. Macht auch satt. ;;NiCKi;:
      Liebe Grüße

      Petra


      Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.

      (Johann Wolfgang von Goethe)
    • PeKa wrote:

      Heute geht‘s zum Grand Canyon. Der gehört ja unbedingt dazu, wenn man in dieser Gegend reist.
      ;;PiPpIla;; unbedingt ;;PiPpIla;;

      PeKa wrote:

      Als sie uns erzählt, dass in wenigen Minuten alle Nationalen Einrichtungen schließen werden, erfassen wir die Tragweite immer noch nicht. Wie, der Grand Canyon auch? Alle Zufahrtstraßen sind gesperrt, nicht nur VCs und Klohäusl? Auch die Aussichtsparkplätze, alle Nationalparks, der ganze Lake Powell?!
      :EEK: :EEK: :EEK: der absolute Supergau, ihr Armen mitten drin :traen: :traen: :traen: :traen:

      PeKa wrote:

      Gegen 17 Uhr erreichen wir endlich den View Point am North Rim. Doch auch hier haben wir keinen Ausblick in den Canyon, zumindest nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben.
      Das tut mir echt leid, gerade auf den GC haben wir bei unserem ersten Trip hingefiebert und waren auch nicht enttäuscht worden ;;ebeiL_,

      PeKa wrote:

      Finden unterwegs riesige Knochen, muss wohl im ersten Leben eine Kuh gewesen sein, und wenn sie nicht eines natürlichen Todes gestorben ist, kann eigentlich nur ein Bär der Bösewicht gewesen sein!

      PeKa wrote:

      Zurück am Auto ändere ich meine Meinung bezüglich unserer Übernachtungspläne, nämlich hier wild zu zelten
      ;haha_ :la1; ;haha_ herrlich :!!
      liebe Grüße

      Ina

    • PeKa wrote:

      Als sie uns erzählt, dass in wenigen Minuten alle Nationalen Einrichtungen schließen werden, erfassen wir die Tragweite immer noch nicht. Wie, der Grand Canyon auch? Alle Zufahrtstraßen sind gesperrt, nicht nur VCs und Klohäusl? Auch die Aussichtsparkplätze, alle Nationalparks, der ganze Lake Powell?!
      Oh nein :traen: - das hatte ich gar nicht auf dem Schirm, dass zu der Zeit Shutdown war :( . Gerade für Erstbesucher sowas von ärgerlich! Aber gut, dass ihr bis dahin wenigstens überall hin konntet.

      PeKa wrote:

      Jetzt bitte nur keine Reifenpanne!
      Witzig, dass du das schreibst - gerade in dieser Ecke hatten wir einen Platten, auf einem Seitenweg von Hwy 67 zum North Rim - allerdings auf der Ostseite, wir waren beim East Rim Viewpoint.

      PeKa wrote:

      Da der Turm nur ein reines Gerüst ist, kann man durch die Stufen bis ganz nach unten sehen. Je weiter hoch ich komme, desto schmaler wird er und beginnt mitzuschwingen.
      __PiK1__

      PeKa wrote:

      Unterwegs stehen dann auch noch riesige schwarze Gestalten mit leuchtenden Augen abseits des Weges.
      ganz schön abenteuerlich, dieser Tag :gg: . Bin gespannt, wie ihr mit dem Shutdown weiterhin umgegangen seid.
      Viele Grüße,
      Andrea
    • PeKa wrote:

      dass sie von einem „gouvernment shut down“ spricht.
      Ihr Ärmsten. Beim Erstbesuch ist das ja ganz bitter.

      PeKa wrote:

      Mein Mann ist nicht hundertprozentig schwindelfrei
      Wäre mal ein Test für mich, ob ich trotz Schwingungen ganz nach oben könnte.
      Bis vor zwei Jahren undenkbar für mich, aber ich hab mir wohl die Höhenangst abtrainiert.
    • Hallo Petra,

      ich habe meine Mittagspause genutzt, um hier endlich mal nachzulesen. Jetzt im Nachhinein zu Kommentieren, das ist dann wie "aufgewärmt", daher lasse ich es. Aber ich möchte Dir sagen, dass ich jeden Reisetag genossen habe =) =) =) . Ihr hattet unheimlich schöne Ziele und bei mir wurden viele Erinnerungen wach.

      Zum Schild bei der Rainbow Bridge

      PeKa wrote:

      Stimmt! Ist aber sicher anders gemeint.
      Das sehe ich auch so. Es ist eine sehr höfliche Bitte, sich daran zu halten, nicht unter die Rainbow Bridge zu laufen.
      Für die meisten Besucher, ist diese höfliche Formulierung sicherlich ausreichend - wenn man es denn gewohnt ist, einen respekt- und rücksichtsvollen Umgang mit seinen Mitmenschen zu pflegen.
      Leider gibt es immer wieder Ignoranten.
      Ich kann sie nur mitleidig belächeln, was für Defizite müssen diese Menschen haben, um so zu handeln...

      Ich freue mich auf die Fortsetzung von Deinem Bericht :!! und hoffe, dass ich nun zeitnah dran bleiben kann =)
      Liebe Grüße
      Silke

      Westernlady's World

      Wer viel redet, glaubt am Ende, was er sagt. (Honoré de Balzac)
    Das Nordamerikaforum mit Herz und Verstand
    Mbo Forum Discover America 2005-2019
    Dieses Forum hat keinen kommerziellen Hintergrund und ist rein privater Natur.