Reisebericht Österreich und Slowenien September 2020 - Berge und ein bisschen Mee(h)r

  • Donnerstag, 17.9. Radtour zu den Laghi di Fusine und nach Mojstrana

    Wetter: meist bewölkt, 20 °C


    Heute leihen wir uns für 16 Euro pro Rad zwei Fahrräder beim Intersport neben dem Mercator-Supermarkt. Um 9.30 Uhr radeln wir los. 12 Kilometer sind es bis zu den Laghi di Fusine bzw. nach dem alten Ortsnamen Weißenfelser Seen in Italien. Der Radweg D2 verläuft fast eben auf einer ehemaligen Bahntrasse. Für die letzten vier Kilometer geht es rüber nach Italien.


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    Auf dem letzten Kilometer zu den Seen geht es dann noch steil bergauf. Mit dem Auto würde man am See 4 Euro Parkgebühr zahlen.

    Die Wanderalternative wäre die Rother-Tour Nr. 25 ab dem Parkplatz rund um die Seen und hoch bis zum Rifugio Zacchi und auf einem Rundweg wieder zurück.

    Nach einer Stunde auf dem Rad haben wir die beiden Seen erreicht und genießen die tolle Aussicht vom unteren und oberen See mit den Bergen im Hintergrund. Hier sind wir auch wieder auf einem Teilabschnitt des Alpe-Adria-Trails.


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    Dann geht es auf dem gleichen Weg zurück.


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    Nach insgesamt 2,5 Stunden sind wir um 12 Uhr wieder in unserer Unterkunft. Dort essen wir die Reste vom gestrigen Abendessen. Anschließend radeln wir noch mal kurz zum Jasna-See.


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    Um 13 Uhr verlassen wir Kranjska Gora dann in die andere Richtung. Wieder folgen wir dem Radweg auf der alten Bahntrasse, diesmal 13 Kilometer bis nach Mojstrana.


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    Von dort könnte man weiter ins Vrata-Tal radeln, an dessen Ende der Triglav thront, mit 2864 Metern der höchste Gipfel Sloweniens und der Julischen Alpen. Wir machen jedoch kehrt und kehren auf dem Rückweg noch in einem kleinen Café am Wegesrand ein, wo wir Bleder Cremeschnitten bestellen.


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    Um 15.20 Uhr sind wir wieder in Kranjska Gora und geben nach insgesamt 50 gefahrenen Kilometern die Fahrräder ab. Die auch für heute Nachmittag wieder angekündigten Gewitter blieben zum Glück aus.

    Im Mercator kaufen wir noch fürs Abendessen ein, dann laufen wir zurück zu unserer Wohnung.


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  • Sehr schön, auch wenn ich wohl mit dem Auto gefahren wäre. :MG: Gefällt mir wirklich. Und das kann man ja sehr schön von Österreich aus machen. Hätte ich im September mehr Zeit gehabt, hätte ich das auch glatt noch gemacht. Überlegt hatte ich kurz, zumindest mal reinzuschnuppern.

  • Nach einer Stunde auf dem Rad haben wir die beiden Seen erreicht und genießen die tolle Aussicht vom unteren und oberen See mit den Bergen im Hintergrund.

    Das sind ja wunderschöne See-Spiegel-Bilder :clab::clab:

    Tolle Gegend - ich merke mir mal vor, dass wir die Räder mitnehmen sollten :gg:

    Bahntrassenradwege gehen immer.

    :!!;;NiCKi;: Davon haben wir sogar hier bei uns ein paar.

  • Sehr schön, auch wenn ich wohl mit dem Auto gefahren wäre. :MG: Gefällt mir wirklich. Und das kann man ja sehr schön von Österreich aus machen. Hätte ich im September mehr Zeit gehabt, hätte ich das auch glatt noch gemacht. Überlegt hatte ich kurz, zumindest mal reinzuschnuppern.

    Eigentlich wollten wir auch erst mit dem Auto fahren und Wandern, aber dann war nicht klar, ob wir mit dem Auto über die Grenze dürfen, da nicht alle Grenzübergänge wegen Corona offen waren. Mit dem Rad schien uns dann die bessere Option. :gg:


    Immer wieder schön, wie abwechslungsreich Ihr solche Urlaube gestaltet :clab: .

    Freut mich, dass es dir gefällt. Abwechslung tut immer gut. ;;NiCKi;:


    Tolle Gegend - ich merke mir mal vor, dass wir die Räder mitnehmen sollten

    Wenn man nicht immer nur Wandern möchte, ist das sicherlich eine Option.

    Auch für Nicht-Mountainbiker gibt es flache Routen als Alternative.

    Hier kann man z.B. mal schauen:

    Cycling Routes and Bike Maps in and around Slovenia

    The Most Beautiful Biking Trails


    Hab die ganze Zeit überlegt, woher ich den Ortsnamen kenne, die Cruisers waren 2016 dort.

    Danke für die Erinnerung an den Bericht!


    Diese Seite kennt ihr: http://www.bahntrassenradeln.de/

    Die Seite ist mir schon mal begegnet. Auch bei uns hier im Ruhrgebiet und am Niederrhein gibt es einige Routen auf alten Bahntrassen, auf denen wir schon unterwegs waren. Auch ohne e-Bike sind diese Touren klasse!


    Viele Grüße

    Katja

  • Toll, dass ihr die Möglichkeit zu einer Radtour hattet. Wir mögen es auch immer sehr, wenn unsere Reisen möglichst abwechslungsreich sind.


    Seen mit solch schönen Spiegelungen finde ich klasse.


    Es scheint, als wärt ihr wieder alleine unterwegs gewesen; es sind kaum andere Besucher zu sehen.


    Hier sind wir auch wieder auf einem Teilabschnitt des Alpe-Adria-Trails.

    Erinnerst du dich noch an den Vortrag, den wir vor einigen Jahren gemeinsam besucht haben? Hatte der Einfluss auf deine Planung?


    Diese Seite kennt ihr: http://www.bahntrassenradeln.de/ ?

    Danke für den Link! Habe ich mir direkt mal abgespeichert.

  • Danke für den Link! Habe ich mir direkt mal abgespeichert.

    Dann habe ich noch einen: https://cycling.waymarkedtrails.org

    Und das zum Wandern: https://hiking.waymarkedtrails.org/


    Beides gibt als separaten Layer auf https://www.alltrails.com


    Damit zeichne ich unsere Touren, ich nehme fast nie fertige Touren von anderen.

  • Dann habe ich noch einen: https://cycling.waymarkedtrails.org

    Und das zum Wandern: https://hiking.waymarkedtrails.org/


    Beides gibt als separaten Layer auf https://www.alltrails.com

    Dann erneut ;DaKe;; :!!.


    Alltrails funktioniert aber nur, wenn man dort einen Account einrichtet, oder?


    Wir benutzen fürs Wandern und Radfahren seit ca. 1/2 Jahr Komoot und haben die Erfahrung gemacht, dass wir durch dieses gezielte Planen und Navigieren lassen mehr unternehmen als früher.

  • Gerne.

    Alltrails funktioniert aber nur, wenn man dort einen Account einrichtet, oder?

    Kostet aber nichts. Den Track kannst Du immer downloaden in die App Deiner Wahl importieren.

    Nur wenn Du die Karten downloaden willst für den Offline Betrieb, musst Du bezahlen.

    Aber zum Planen genial, die haben ja die Planung von gpsies.com übernommen.

  • Schön da!

    In der Tat!


    Es scheint, als wärt ihr wieder alleine unterwegs gewesen; es sind kaum andere Besucher zu sehen.

    Auf dem Radweg sind wir tatsächlich nur wenigen Leuten begegnet. Aber auch am See war eigentlich nicht sehr viel los.


    Erinnerst du dich noch an den Vortrag, den wir vor einigen Jahren gemeinsam besucht haben? Hatte der Einfluss auf deine Planung?

    Ja und nein. Auf jeden Fall erinnere ich mich noch an den Vortrag beim Alpintag. Dass uns der Trail unterwegs mehrfach begegnet ist, war Zufall. Obwohl ich seit dem Vortrag schon im Hinterkopf hatte, dass wir in diese Gegend auch mal reisen könnten. Und wenn ich mir jetzt hier mal den Alpe-Adria-Trail auf der Karte anschaue, dann könnte ich meinen Reisebericht fast umbenennen, denn wir waren in sehr vielen Teilen auf dem Trail unterwegs!!


    Dann habe ich noch einen: https://cycling.waymarkedtrails.org

    Danke für den Link! Wenn man dort auf Slowenien reinzoomt, kann man sehr schön sehen, wo der D2-Radweg verläuft.
    Später sind wir noch auf dem D8 unterwegs, dort auch als EV8 eingetragen.


    Viele Grüße

    Katja

  • Freitag, 18.9. Wanderung zu den Martuljek-Wasserfällen und Besuch des Peričnik-Wasserfalls

    Wetter: vormittags Nebel, nachmittags sonnig, 18 °C


    An diesem Morgen liegt alles im Nebel, der sich den ganzen Vormittag auch nicht verziehen will. Wir machen uns trotzdem gegen 9.45 Uhr auf den Weg und fahren 5 Kilometer bis in den Nachbarort Gozd Martuljek. Am Parkplatz sind wir am Vortag schon mit dem Fahrrad vorbeigekommen. Wir starten auf der Rother-Tour Nr. 35. Die Tour soll 400 Höhenmeter haben. Eine halbe Stunde laufen wir auf einem Klammweg


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    bis zum 30 Meter hohen Unteren Martuljek-Wasserfall.


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    Dann geht es 15 Minuten steil nach oben bis auf einen Fahrweg und zum Abzweig zur Hütte Brunarica pri Ingotu. Nun sind es weitere 30 Minuten durch den Nebelwald


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    bis hoch zum Oberen Martuljek-Wasserfall, der in drei Stufen eine 110 Meter hohe Wand hinunterfällt. Nach zwei Stunden stehen wir oberhalb des finalen Abstiegs zum Wasserfall. Der Weg ist mit Seilen und Eisenstiften gesichert, aber nicht schwierig. Über eine Metallbrücke geht es auf die andere Seite und dort mit Hilfe von weiteren Eisenstiften wieder ein Stück nach oben. Erst von dort kann man den Wasserfall sehen. Klettererfahrene Wanderer können über einen leichten Klettersteig noch bis zum Tobel des Wasserfalls hochklettern, das sparen wir uns jedoch. Der obere Teil des Wasserfalls hängt noch im Nebel, so dass der Blick darauf leider suboptimal ist. Kurz nach unserer Ankunft kommen noch zwei weitere Wanderer, die auch das letzte Stück erklimmen...


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    Auf dem Rückweg machen wir noch einen kurzen Umweg zu einer Kapelle und zur Hütte, wo wir zwei Suppen und Radler zu uns nehmen. Mit 7,50 Euro sind die Suppenteller vergleichsweise teuer. Während wir hier sitzen, kommt aber endlich die Sonne raus, und dort wo vorher keine Berge waren, sind auf einmal welche!


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    Statt dem steilen Pfad direkt neben dem unteren Wasserfall folgen wir auf dem Rückweg einem ehemaligen Fahrweg.


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    Nach 30 Minuten sind wir gegen 13.45 Uhr wieder am Auto, und müssen leider feststellen, dass uns jemand auf dem engen Parkplatz, der zum Teil von einer Baustelle belegt ist, eine Schramme ins Auto gefahren hat. X(

    Über Mojstrana (dem Endpunkt unserer gestrigen Radtour) fahren wir noch ins benachbarte Vrata-Tal. Auf dem Weg sehen wir noch die Nebelwolke weiter hinten im Tal hängen.


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    Im Vrata-Tal fahren wir bis zum Parkplatz am Peričnik-Wasserfall. Dafür zahlen wir 3 Euro. Den Wasserfall kann man bereits von unten sehen. Folgt man aber dem Pfad, steht man nach 250 Metern mit 60 Höhenmetern direkt vor dem Wasserfall. Man kann direkt hinter dem Wasserfall vorbei- und auf der anderen Seite wieder hinunterlaufen. Das Licht fällt gerade so auf den Wasserfall, dass der obere Teil in der Sonne leuchtet! Das sieht wirklich toll aus!


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    Wir fahren noch die Schotterstraße bis zum Ende des Tals. Leider sind die Blicke auf den höchsten Berg Sloweniens, den Triglav, meist durch Bäume versperrt. Der Parkplatz am Ende der Straße ist auch kostenpflichtig. Das lohnt sich nur für eine Wanderung.


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    Wir fahren wieder zurück nach Kranjska Gora und sind 40 Minuten später gegen 16 Uhr wieder in unserer Ferienwohnung.

    Kurz nach 17 Uhr laufen wir zum Abendessen ins Ortszentrum und essen auf der Terrasse des Hotelrestaurants Kotnik Cevapcici mit Salat bzw. Steinpilzrisotto. Mit Getränken zahlen wir 26 Euro plus Trinkgeld. Zurück in unserer Wohnung leuchten zum Sonnenuntergang die Bergspitzen noch ein wenig auf.


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  • Nebelwald

    Der sieht auf den Bildern tatsächlich ein wenig gruselig aus.

    Der Weg ist mit Seilen und Eisenstiften gesichert, aber nicht schwierig.

    Ich liebe solch "sichere Klettereien".

    und müssen leider feststellen, dass uns jemand auf dem engen Parkplatz, der zum Teil von einer Baustelle belegt ist, eine Schramme ins Auto gefahren hat. X(

    Oh nein. Das ist ja ärgerlich.

  • Die Wasserfallaufnahmen sind sehr schön und die Wanderung hat bestimmt Spaß gemacht. Nur schade, wenn man sich im Zusammenhang mit dieser Wanderung später immer eine Schramme erinnert …



    Täuscht das oder sind die beiden Wanderer in blau und rot (auf dem Nebelbild) fast senkrecht unterwegs :EEK:?

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