Patagonien 2020 - Eine Reise an's Ende der Welt

  • So fahren wir gegen 6:30 Uhr zum Aussichtspunkt vor der Stadt und beobachten, wie der Fitz Roy von der aufgehenden Sonne langsam in ein rotes Licht getaucht wird.

    Das hat sich ja wirklich gelohnt!


    Unsere heutige Tour zum Loma del Pliegue Tumbado soll angeblich die anstrengendste der drei längeren Wanderungen im Gebiet von El Chaltén sein, da auf den 20 Kilometern auch noch über 1100 Höhenmeter zu überwinden sind.

    Diese Wanderung hätte ich auch gerne gemacht!
    Obwohl ich damals bergauf noch nicht so wanderfit war, hätte ich die Anstrengung gerne in Kauf genommen, wenn das Wetter gepasst hätte...
    Die Aussicht von oben ist wirklich klasse. Ihr hattet aber auch ein Glück!
    Mal sehen, ob wir es jemals noch einmal in diese Ecke schaffen. Es gibt noch so viele andere tolle Ziele, und Wetterglück ist hier auch alles andere als eine Selbstverständlichkeit.
    Eigentlich hätte ich für's nächste Mal Nordchile und -argentinien geplant, aber das war uns für dieses Reisejahr politisch zu unsicher. Und dann kam Corona!
    Und auch wenn ich zur Zeit fitter bin, mal sehen, ob ich das trotz Corona halten kann, wenn die Fitnessstudios noch länger nicht wie gewohnt öffnen können. Und die Knie werden leider auch nicht besser... ?(


    Viele Grüße
    Katja

  • Oh - hattest Du Deinen Schlaganfall etwa bei dieser Wanderung bekommen :EEK: ??

    Nö Argentinien konnte erfolgreich beendet werden.
    Es erwischte mich im Schlaf in einem Hostel in Puerto Natales (übrigens im selben Hostel (gar in dem gleichen Zimmer :EEK: )in dem ich 2014 schon mal war) in der Nacht vor dem geplanten Beginn des Q-Treks.



    Na vielleicht könnt Ihr es ja irgendwann nochmal nachholen. Ich würde es Euch wünschen, weil es einfach so toll dort ist.

    Na war/ ist ja auch für November vorgesehen. Urlaub war schon vor Corona gebucht.


    Und den Q-Trek hatte ich ja in 2014 in einer Gruppe gemacht.


    Jetzt hilft nur Abwarten.

  • Bin wieder einmal nachgereist. Ich bin begeistert!
    Ich lese selten die Kommentare und habe hoffentlich keine Frage die schon beantwortet wurde:
    Welche "gefährlichen" Tiere sind den auf Euren Wanderungen eventuell zu erwarten?
    Oder ist da nix anders als bei uns?

    Im Torres del Paine (wohin uns Elke auch noch mitnehmen wird ;) ) gibt es lt.diesem Bericht ca. 50 Pumas.


    In 2014 als im Dunkeln von El Chileno den Aufstieg zu den Torres machte (3:30) hörte ich ein eindringliches Knurren ganz in meiner Nähe.
    Ich war froh, daß ich Wanderstöcke dabei hatte um Geräusche machen zu können. Ich wollte der Sache nicht so genau auf den Grund gehen ... ;)


    Ich war jedenfalls froh (obwohl ich für gewöhnlich kein Schisser bin :neinnein: ) , als es begann zu dämmern und ich in offerenes Terrain (vorher Wald) wechseln konnte.

  • Bin wieder einmal nachgereist. Ich bin begeistert!

    Freut mich, Sylwia :wink4:

    Welche "gefährlichen" Tiere sind den auf Euren Wanderungen eventuell zu erwarten?
    Oder ist da nix anders als bei uns?

    Also das gefährlichste, was wir unterwegs getroffen hatten, war das Stinktier ;haha_;haha_
    Aber wie Christoph ja auch schon geschrieben hat, gibt es im Torres del Paine Nationalpark einige Pumas.
    Da werden auch spezielle Puma Trekking Touren in der Region angeboten.
    Wir haben allerdings keinen gesehen während wir dort waren, wir waren im Park nie in der Dunkelheit oder Dämmerung unterwegs.

    Das hat sich ja wirklich gelohnt!

    Absolut - dafür kann man schon mal früh aufstehen, oder?

    Obwohl ich damals bergauf noch nicht so wanderfit war, hätte ich die Anstrengung gerne in Kauf genommen, wenn das Wetter gepasst hätte...

    Das hätte sich absolut gelohnt, aber wenn das Wetter halt nicht passt...
    Und da kann man eine Reise noch so akribisch vorbereiten, das hat man eben einfach nicht in der Hand...

    Die Aussicht von oben ist wirklich klasse. Ihr hattet aber auch ein Glück!

    In der Tat, ich weiß gar nicht, womit wir das verdient hatten ;)

    Eigentlich hätte ich für's nächste Mal Nordchile und -argentinien geplant, aber das war uns für dieses Reisejahr politisch zu unsicher.

    Meinst Du, dass es in Nordchile / Nordargentinien politisch unsicherer ist als im Süden?
    Ich bin nämlich gerade auch schon kräftig am Recherchieren / Planen für eine Reise in das Dreiländereck Chile / Bolivien / Argentinien.
    Wenn es Corona zulässt, für Herbst 2021.

    Und auch wenn ich zur Zeit fitter bin, mal sehen, ob ich das trotz Corona halten kann, wenn die Fitnessstudios noch länger nicht wie gewohnt öffnen können.

    Also ich hatte vor dieser Wanderung mehr Respekt als es im Nachhinein notwendig war.
    Bis auf das letzte Stück die Gipfelkuppe hinauf über das Geröll, fand ich sie nicht wirklich anstrengend.
    Das letzte Stück war aber dann schon hart.

    Es erwischte mich im Schlaf in einem Hostel in Puerto Natales (übrigens im selben Hostel (gar in dem gleichen Zimmer )in dem ich 2014 schon mal war) in der Nacht vor dem geplanten Beginn des Q-Treks.

    Da kannst Du ja eigentlich fast noch froh sein - Stell Dir vor, das passiert Dir während dem Q-Trek.
    Da bis Du weitab vom Schuss und es braucht sicher etliche Stunden bis ärztliche Hilfe verfügbar ist.

    Na war/ ist ja auch für November vorgesehen. Urlaub war schon vor Corona gebucht.

    Wie ist da der aktuelle Stand? Hast Du Deine Buchungen noch stehen?
    Bis November ist ja noch ein bisschen Zeit - da kann sich reisetechnisch sicher noch was tun.

    Ich war froh, daß ich Wanderstöcke dabei hatte um Geräusche machen zu können. Ich wollte der Sache nicht so genau auf den Grund gehen ...
    Ich war jedenfalls froh (obwohl ich für gewöhnlich kein Schisser bin ) , als es begann zu dämmern und ich in offerenes Terrain (vorher Wald) wechseln konnte.

    Ohje, das wäre mir wohl auch etwas unheimlich gewesen...


  • Ich bin nämlich gerade auch schon kräftig am Recherchieren / Planen für eine Reise in das Dreiländereck Chile / Bolivien / Argentinien.
    Wenn es Corona zulässt, für Herbst 2021.

    Das klingt doch super! :!!



    Wie ist da der aktuelle Stand? Hast Du Deine Buchungen noch stehen?Bis November ist ja noch ein bisschen Zeit - da kann sich reisetechnisch sicher noch was tun.

    Buchungen stehen noch ... allerdings war ich der erste Buchende der Tour.
    Ob inzwischen mehr Personen gebucht haben wage ich wg. Corona zu bezweifeln. :nw:
    Abgeschrieben isser noch net ... aber mit dicken Fragezeichen.

  • Meinst Du, dass es in Nordchile / Nordargentinien politisch unsicherer ist als im Süden?

    Kann ich nicht sagen. Rund um Salta schien mir nicht so ganz geheuer. Argentiniens Wirtschaftslage war ja schon eine Weile schlecht mit entsprechenden Auswirkungen auf die Bevölkerung.
    Und in Chile, insbesondere in der Hauptstadt, kamen die aktuellen Unruhen und Proteste gegen die soziale Ungleichheit dazu.
    Mit Corona wird die Situation sicher nicht besser werden? :traen:


    LG
    Katja

  • Nach etwa 90 Minuten erreichen wir den Mirador Glaciar Piedra Blancas mit einem tollen Blick auf den gleichnamigen Gletscher und den Gletschersee.

    Wow, wie toll. Einfach fantastisch.

    Der Anstieg ist ziemlich steil - auf einen reichlichen Kilometer kommen etwa 450 Höhenmeter - und auch recht mühsam.

    :resp:

    Wir erreichen den höchsten Punkt und werden mit einem fantastischen Blick auf die Lagune belohnt - eingerahmt von den mächtigen Gletscherzungen und der gewaltigen Ostwand des Fitz Roy.

    Nochmal :wow::wow::wow:



    ein tolles Foto von Euch :clab::clab::clab:

    Sie konnten dadurch nicht absteigen und sind leider um’s Leben gekommen.

    wie tragisch :traen:

    Unterwegs können wir einfach nicht anders als uns immer wieder umzudrehen und beim Blick nach hinten den Kamera-Auslöser zu betätigen - auch wenn wir schon unzählige Bilder gemacht haben, dieser Anblick lässt uns einfach nicht los...

    kann ich gut verstehen, die Felsformation ist einfach der Hammer

    Das haben wir uns nach der Wanderung heute aber auch wirklich verdient

    und ob :!!:!!:!!

    Am Viewpoint gibt es sogar einige Bänke und so genießen wir die Berglandschaft um uns herum eine Weile im Sitzen.

    Auch eine sehr schöne Tour!

    Jetzt sind wir schon den fünften Tag in Argentinien und haben immer noch kein richtiges Steak gegessen - daran müssen wir dringend etwas ändern

    unbedingt ;):gg:

    Und heute gibt es als Zugabe sogar noch einen hübschen Vollmond, der sich fotogen im Bild platziert.

    Klasse :!! Da hat sich das frühe Aufstehen doch gelohnt.

    Schon von weitem machen sich die Tiere durch lautes Muhen bemerkbar und platzieren sich sehr fotogen vor dem wundervollen Bergpanorama.

    brav :gg:

    Die Belohnung ist eine fantastische 360° Aussicht:

    Wahnsinn, die drei Tage mit den doch sehr anspruchsvollen Hikes sind / waren einfach genial. ;::Fe:;;::Fe:;;::Fe:;

  • Rund um Salta schien mir nicht so ganz geheuer

    Das würde mich jetzt echt mal interessieren.
    Wir haben uns ja noch nicht auf eine konkrete Runde festgelegt - sind sozusagen noch in der "Findungsphase" :D
    Eine grobe Idee besteht zwar bereits, aber da kommen immer wieder neue Aspekte, Argumente und Ideen dazu.
    Die Ecke um Salta ist natürlich auch eine Option, die prinzipiell mit im Gespräch ist.
    Was ist an dieser Ecke besonders, dass sie Dir nicht so geheuer ist?
    Und schließt das nur die unmittelbare Umgebung ein oder reichen Deine Bedenken z.B. weiter bis zur Ecke Tolar Grande und El Penon?

    Und in Chile, insbesondere in der Hauptstadt, kamen die aktuellen Unruhen und Proteste gegen die soziale Ungleichheit dazu.

    Das war für uns auch etwas beunruhigend. Die Unruhen kamen ja aber erst auf, als unsere Runde schon komplett geplant und gebucht war und unmittelbar bevorstand.
    Da haben wir dann öfters im Vorfeld drüber geredet, wie sich das wohl für uns auswirken wird.
    In kleineren Ortschaften, wo wir ja meistens unterwegs waren, hat man zu unserer Zeit allerdings davon nichts (mehr?) bemerkt, nur in größeren Städten haben wir uns nicht richtig wohlgefühlt. Insbesondere Santiago - muss ich nicht nochmal haben...

    Mit Corona wird die Situation sicher nicht besser werden?

    Sicher nicht.

    Wow, wie toll. Einfach fantastisch.

    Ja, das war einfach nur genial ;dherz;

    ein tolles Foto von Euch

    Dankeschön, Andrea ;:HuCKnU;;

    wie tragisch

    In der Tat, aber sowas kann eben in den Bergen nun immer mal passieren.

    Klasse Da hat sich das frühe Aufstehen doch gelohnt.

    Absolut ;;NiCKi;:

    Wahnsinn, die drei Tage mit den doch sehr anspruchsvollen Hikes sind / waren einfach genial.

    Für uns war die Zeit in El Chalten das absolute Highlight der Reise ;;NiCKi;:

  • Und heute gibt es als Zugabe sogar noch einen hübschen Vollmond, der sich fotogen im Bild platziert.

    Meine Güte :EEK: . das ist ja echt das Krönchen auf der schönen Gegend.

    dass man bei dieser Wanderung unterwegs kein Wasser nachfüllen solle, da es wegen der oben wild lebenden Kühe nicht trinkbar sei.

    Es gibt doch auch aromatisiertes Mineralwasser.... ;haha_

    Mit denen wollen wir uns lieber nicht anlegen und machen freiwillig einen kleinen Umweg, denn der Wanderweg würde ansonsten direkt durch die Herde führen.

    Das glaube ich gerne. Ich erinnere mich gerade an Euren Bericht aus dem Yellowstone. Da seid Ihr doch auch mal einen Umweg wegen der Bisons gegangen, oder?

    Caracara

    Wow. sehr schön.

    machen ein paar Faxenbilder

    ;;Gi5;:

    das Essen ist ausgesprochen lecker.

    Das sieht aber echt lecker aus. Ich hätte gar nicht gedacht, dass diese Reise kulinarisch so gut wird.


    Leider funktioniert das mit dem Link zur Wanderung bei mir nicht :traen: . Woran könnte das wohl liegen?

  • das ist ja echt das Krönchen auf der schönen Gegend.

    Einfach nur perfekt, oder?

    Es gibt doch auch aromatisiertes Mineralwasser....

    Haha ;haha_ Auf dieses Aroma hatten wir keinen Bedarf :gg:

    Ich erinnere mich gerade an Euren Bericht aus dem Yellowstone. Da seid Ihr doch auch mal einen Umweg wegen der Bisons gegangen, oder?

    Genau, da hatten wir mal eine ähnliche Situation. Wobei wir vor den Bisons noch deutlich mehr Respekt hatten und die Herde auch wesentlich größer war.
    Dementsprechend größer war damals auch unser Umweg ;)

    Leider funktioniert das mit dem Link zur Wanderung bei mir nicht . Woran könnte das wohl liegen?

    Was genau funktioniert da bei Dir nicht?
    Im Prinzip ist das immer der Link zu der aufgezeichneten GPX Datei, die auf unserem Server liegt.
    Je nachdem was Du in Deinem Browser eingestellt hast, wird die Datei beim anklicken entweder angezeigt und Du musst sie Dir explizit abspeichern oder sie wird direkt heruntergeladen. Hast Du mal in Deinem Download Ordner nachgeschaut?
    Die Datei müsste "2020-02-10-Loma-del-Pliegue-Tumbado.gpx" heißen.
    Die anderen Links, die ich immer am Tagesende gepostet habe, funktionieren auf die gleiche Weise.

  • Was ist an dieser Ecke besonders, dass sie Dir nicht so geheuer ist?
    Und schließt das nur die unmittelbare Umgebung ein oder reichen Deine Bedenken z.B. weiter bis zur Ecke Tolar Grande und El Penon?

    Das kann ich jetzt gar nicht mehr sagen. Das war irgendwann letztes Jahr, dass ich mich mal damit beschäftigt hatte, aber dann hatten wir den Plan ziemlich schnell ad acta gelegt, bevor wir überhaupt in irgendwelche Details gegangen sind. Infos gesammelt habe ich schon lange für die Gegend, aber noch nichts ausgearbeitet.
    Falls ihr bald mal hinreisen würdet, würde mich euer Bericht natürlich sehr interessieren. :gg:


    Viele Grüße
    Katja

  • Dienstag, 11.02.2020: El Chaltén: Los Huemules


    Nach drei langen und doch etwas anstrengenderen Wandertagen in Folge lassen wir es heute Morgen ein wenig ruhiger angehen. Andreas lässt sich zwar seinen morgendlichen Lauf nicht nehmen, aber wir sind erst relativ spät um 8:00 Uhr beim Frühstück. Wie üblich lassen wir uns dabei mit frisch gebackenen Brötchen und Croissants mit Dulce de Leche verwöhnen und brechen eine halbe Stunde später auf.


    Die Wanderungen, die direkt von El Chaltén ausgehen, haben wir schon alle abgearbeitet, deshalb fahren wir heute erst ein kleines Stück mit dem Auto zur Estancia Los Huemules, wo es noch ein weiteres Gebiet zu erforschen gibt.


    Da heute ohne Gepäck im Auto die Notsitze wieder zur Verfügung stehen, nehmen wir unterwegs einen Tramper mit - einen Belgier, der aktuell in Argentinien beruflich unterwegs ist und viel zu erzählen hat. Dadurch wird die Fahrt entlang des Río de Las Vuelta recht kurzweilig.




    Nach einer Dreiviertelstunde Fahrt erreichen wir die Estancia und seine Mitfahrgelegenheit ist damit erstmal beendet.


    Wir registrieren uns an der Informationsstelle und müssen dort auch einen Obolus zahlen, da sich das Huemul Gebiet in Privatbesitz befindet. Der Preis ist mit 25 USD für uns beide recht ordentlich - zumal wir für die ganzen Wanderungen im Nationalpark in El Chaltén überhaupt nichts zahlen mussten. Theoretisch würde der erworbene Pass hier für drei Tage gelten, wir können ihn halt nur heute nutzen…


    Gegen 9:30 Uhr laufen wir dann nach Erledigung aller Formalitäten endlich los. Wir haben uns nach eingehender Beratung durch den Ranger für die Tour zur Laguna del Diablo entschieden.



    Der Weg verläuft anfangs relativ weit oberhalb des Flusses, immer durch den Wald hindurch. Es hat sich mittlerweile ziemlich stark zugezogen, die Berge verstecken sich in den Wolken und ab und zu nieselt es ein wenig.




    Später nähert sich der Wanderweg dem Fluss mit seinen vielen hübschen Kaskaden...




    ... und wir beobachten in dem wilden Wasser wieder ein paar Sturzbachenten.


    Am Anfang des Weges stand diesmal extra ein Schild, dass man Sichtungen dieser Spezies bei den Rangern melden solle. Offenbar sind diese wohl wirklich recht selten. Wir sehen gleich drei auf einmal, zwei Männchen und ein Weibchen, wobei eines der Männchen mit dem Weibchen zusammen eine Art Hochzeits-Balztanz vollführt.






    Das Wetter ist ziemlich durchwachsen und ändert sich im 5-Minuten-Takt. Mal scheint die Sonne, dann nieselt es wieder, aber es ist durchgängig relativ warm und die Regenjacken brauchen wir fast gar nicht.


    Wir treffen unterwegs auf eine geführte Wandergruppe, aber ansonsten ist der Weg relativ schwach besucht. Die meisten Besucher der Region sind halt doch auf den beliebten Wanderwegen im Fitz Roy Gebiet unterwegs.




    Um kurz vor zwölf kommen wir an der Teufelslagune an. Hier ist es gerade nicht wirklich gemütlich - es ist sehr windig und es nieselt - und wir finden auch keinen ansprechenden Platz zum hinsetzen. Deshalb machen wir an der Lagune keine größere Mittagspause, sondern treten direkt wieder den Rückweg an.






    Stattdessen essen wir unseren Lunch ein wenig später an einem trockenen gemütlichen Platz. Es gibt Pfirsich, Banane und ein paar Kekse.


    Auf dem Rückweg sehen wir "unsere" drei Sturzbachenten noch einmal und haben wieder viel Spaß dabei, sie eine Weile zu beobachten.





    Später machen wir dann noch einen Abstecher zu den kleinen versteckt und friedlich im Wald liegenden Seen Laguna Verde und Laguna Azul. Diese bieten ein beeindruckendes Farbenspiel, schöne Blicke auf die Bergwelt rund um den Cerro Eléctrico...








    ... und viele hübsche kleine Wasserfälle.





    Gegen 15:15 Uhr sind wir wieder zurück am Parkplatz. Wir gehen noch einmal in das Administrationsgebäude, um uns abzumelden und unsere Enten-Sichtung zu melden. Da aber gerade niemand da ist, tragen wir uns selbst in der Trail-Liste aus und fahren direkt zurück nach El Chaltén.


    Zum Abendessen ist es noch zu früh, aber wir sind etwas hungrig. Da wir mit Empanadas bisher immer nur gute Erfahrungen gemacht haben, holen wir uns geschwind zwei dieser Teile im Ché Empanadas. Uns ist zwar bewusst, dass das ein Fast Food Laden ist, trotzdem sind wir sowohl vom Essen als auch vom Service maßlos enttäuscht und es gibt zum ersten Mal tatsächlich überhaupt kein Trinkgeld.


    Zurück im B&B packen wir dann schon mal ein wenig unsere Sachen zusammen, zahlen die Rechnung und unterhalten uns noch lange nett mit Eugenia an der Rezeption.


    Mittlerweile hat sich das Wetter stabilisiert. Es ist zwar nach wie vor extrem windig und die Berge sind vollständig in den Wolken versteckt, aber es ist trocken und warm.


    So bummeln wir noch eine ganze Weile durch die Stadt auf der Suche nach einem Restaurant für’s Abendessen.


    Wir wären ja sehr gerne noch einmal in die Pasta Factory gegangen, aber heute ist da ohne Reservierung leider nichts zu machen. Auf Fleisch haben wir irgendwie nicht schon wieder Lust und so landen wir schließlich im Patagonicus. Mit Pizza kann man nichts verkehrt machen und so nehmen wir jeder zwei halbe, um mehrere verschiedene Sorten probieren zu können. Sie sind ganz in Ordnung, allerdings so riesig, dass wir nicht annähernd alles schaffen.



    Da wir am Fenster sitzen wollen, nehmen wir einen Vierertisch mit der Option, dass dieser später noch geshared wird. Das Restaurant füllt sich recht schnell und so dauert es auch gar nicht lange, bis zwei junge Frauen zu uns an den Tisch kommen und sich vorstellen mit „We are your new friends“


    Die zwei sind total nett und obwohl wir eigentlich schon lange fertig sind mit essen, bleiben wir noch eine ganze Weile sitzen und plaudern mit den beiden.


    Gegen 21:30 Uhr sind wir schließlich wieder in unserem Häuschen zurück und lassen den Abend dort gemütlich ausklingen.



    Gefahrene Kilometer: 38 Strecke
    Wetter:
    Übernachtung: Kaulem Hosteria
    Wanderung: Laguna del Diablo