Shutdown 2013: eine USA Reise fast ohne Nationalparks

  • Tag 2: Goblin Valley State Park - Little Wildhorse Canyon - Leprechaun Canyon - Fisher Towers




    Eigentlich wollte ich diesen Tag mit dem Sonnenaufgang im Arches National Park beginnen und auch den restlichen Tag weitgehend im Arches verbringen.


    Rund um Moab gibt es glücklicherweise noch einiges anderes was sich lohnt, von diesem "einigem" hatte ich aber vieles auch schon 2010 bzw. 2012 gesehen, und wollte nun wegen dem Shutdown vielleicht doch das eine oder andere neue "entdecken". Also habe ich mich entschlossen den Tag mit Sonnenaufgang im Goblin Valley State Park zu beginnen. Dieser liegt aber 2h Fahrtzeit von Moab entfernt, d.h. ich bin um kurz vor 5Uhr losgefahren um rechtzeitig vor Ort zu sein. Goblin Valley ist nicht ganz neu für mich, das letzte Mal war ich aber 1996 dort. 1996 war meine zweite USA Reise.
    Etwas Verpflegung für den Tag eingepackt, d.h. Äpfel, Bananen, ein baguetteähnliches Brot und Käse. Zuvor im Motel mit der auf dem Zimmer befindlichen Kaffeemaschine einen Kaffee getrunken...das ist fast immer eine ziemliche durchsichtige Plörre, aber die Einbildung dass man nun einen Kaffee getrunken hat hilft vielleicht auch ...


    Goblin Valley State Park:


    Noch vor Sonnenaufgang fangen die Felsen durch das indirekte Licht in der Atmosphäre an zu leuchten. Dieses Licht mag ich besonders:





    Was nicht heisst, dass die ersten Sonnenstrahlen nicht auch etwas besonderes wären:



    Wer sieht hier auch einen Alien der auf seinem Thron sitzt?



    Wer findet den Fotografen auf dem Bild? Ich habe ihn erst beim Bearbeiten entdeckt:












    Ich war während der ganzen Zeit fast alleine. Selbst diejenigen die auf dem gefüllten Campground vor Ort waren, haben anscheinend fast alle den Sonnenaufgang verschlafen.



    Weiter gehts in den nahegelegenen Little Wildhorse Canyon. Ein kleiner, einfach zu gehender Slotcanyon, der wirklich eng wird:






    Es folgt der Leprechaun Canyon. Kaum ein Erstbesucher wird hierher kommen. Man weiss wo dieser ist, oder nicht, es gibt keinen Hinweis an irgendeiner Stelle. Vom Goblin Valley fahre ich etwas weiter nach Süden, das Auto parkt man hier:


    Parken


    In der Satellitenansicht sieht man das Flussbett welches nach Nordosten führt, in diesem sucht man sich für einen knappen Kilometer einen Weg.



















    Ab hier war dann Schluss, hinter der kleinen Öffnung war alles mit Wasser gefüllt. Den Bereich dahinter konnte ich bei einem späteren Besuch 2015 betreten.



    Dieser Canyon ist für mich ein echtes Highlight am Weg, ich werde wiederkommen, auch wenn ich bis jetzt bereits 4x dort war.
    Im Gegensatz zu vielen anderen dieser Canyons muss man nicht erst viele Meilen auf einer Piste zurücklegen, sondern kann diesen einfach erreichen....und ich war wieder die ganze Zeit alleine dort.


    Ich fahre zurück nach Moab, ruhe mich kurz im Motel aus, um für den Sonnenuntergang die nahegelegenen Fisher Towers an der SR128 zu knipsen:


    Die Fisher Towers, im Vordergrund der Colorado River, im Hintergrund die La Sal Mountains. Aus dieser Sicht glaubt man kaum, dass die grösste Felsnadel dort 270m hoch ist:









    Ich beende den Tag mit dem Abendessen in der Moab Brewery. Einerseits war ich zufrieden, andererseits blieb aber auch das komische Gefühl vor den Toren meines Nationalpark Favoriten (Arches) zu sein, und nicht rein zu dürfen...die Zufriedenheit war dann aber doch stärker. Schliesslich habe ich schon am zweiten Tag folgende Orte besucht die ich ohne Shutdown nicht besucht hätte:



    Rifle Falls State Park
    Goblin Valley (nicht ganz neu, aber nach immerhin 17 Jahren wieder besucht)
    Little Wild Horse Canyon
    Leprechaun Canyon



    Ein anstrengender Tag, aber auch ein schöner Tag.

  • Ich steige auch noch zu!
    Uns hat der Shutdown 2013 für die letzten 4 Tage eine Planänderung beschert, dadurch haben wir den Coral Sanddunes SP, den Quail Creek SP und den Snow Canyon kennengelernt. Bin mal gespannt, was du noch alles machen wirst.
    Mittlerweile (nach dem 3. Besuch) kann ich mir sehr gut vorstellen, eine Reise komplett ohne nationale Einrichtungen zu füllen.

    Auf der Westseite der Rocky Mountains wird der Schnee erwartungsgemäss weniger, das Ende der Kaltfront ist auch schon da, der Himmel reisst auf.

    Toll, wie die Winterlandschaft langsam dem Grün der Bäume und den roten Felsen weicht. Sehr schöne Bilder!

    Rifle Falls State Park in Colorado.

    Die sind zauberhaft, deshalb...

    Warum? Ich konnte jetzt auf die Schnelle nix finden dass das nicht mehr möglich wäre?

    .... würde mich das auch interessieren.

    Noch vor Sonnenaufgang fangen die Felsen durch das indirekte Licht in der Atmosphäre an zu leuchten. Dieses Licht mag ich besonders:

    Ich auch. Wenn ich nur in der Früh besser raus käme :rolleyes:

    Wer sieht hier auch einen Alien der auf seinem Thron sitzt?

    Ich sehe ihn! Kann aber auch meistens sehen, was ich sehen soll :gg:

    Es folgt der Leprechaun Canyon.

    Der steht auch auf der Liste für den Herbst.
    Auf die Gefahr, dass ich mich wiederhole - sehr schöne Bilder :clab:

  • Warum?

    Wegen des Andrangs wird über ein Permit- und Shuttle-System nachgedacht. Ist der Parkplatz voll, wirst Du weiter geschickt


    Wer sieht hier auch einen Alien der auf seinem Thron sitzt?

    :!!

    Wer findet den Fotografen auf dem Bild? Ich habe ihn erst beim Bearbeiten entdeckt:

    :!! Ich wundere mich öfter mal, wer alles so auf meinen Bildern ist, die ich vor Ort nicht gesehen habe.

    haben anscheinend fast alle den Sonnenaufgang verschlafen.

    Me too.

    Little Wildhorse Canyon

    Der ist ja auch mal trocken.

    Leprechaun Canyon

    Das schaut ja besser aus, als ich bislang den Eindruck hatte. Also doch mal selber hin.

    .... würde mich das auch interessieren.

    siehe oben.

  • Was nicht heisst, dass die ersten Sonnenstrahlen nicht auch etwas besonderes wären:

    Das sind auch schöne Licht- und Schattenspiele mit den dunklen Figuren vor den angestrahlten Felsen :!!

    Wer sieht hier auch einen Alien der auf seinem Thron sitzt?

    Jetzt seh ich ihn auch =)

    Es folgt der Leprechaun Canyon.

    Das liest sich, als wäre der grademal um die Ecke vom Little Wild Horse ;) . Uns haben beide auch gut gefallen.

    Die Fisher Towers, im Vordergrund der Colorado River, im Hintergrund die La Sal Mountains

    traumhaft in diesem Licht

    Ein anstrengender Tag, aber auch ein schöner Tag.

    Ja, da warst du lange unterwegs und hast das Licht bestens ausgenutzt. Aber es war auch ganz schön viel Fahrerei - das bleibt vermutlich nicht aus, wenn man Alternativziele suchen muss. Aber es hat sich gelohnt =)

  • Noch vor Sonnenaufgang fangen die Felsen durch das indirekte Licht in der Atmosphäre an zu leuchten. Dieses Licht mag ich besonders:

    Tolle Bilder :clab:

    Weiter gehts in den nahegelegenen Little Wildhorse Canyon.

    Der fehlt uns noch :traen:

    Ich fahre zurück nach Moab, ruhe mich kurz im Motel aus, um für den Sonnenuntergang die nahegelegenen Fisher Towers an der SR128 zu knipsen:

    Schönes Motiv :!!


  • Ja, da warst du lange unterwegs und hast das Licht bestens ausgenutzt. Aber es war auch ganz schön viel Fahrerei - das bleibt vermutlich nicht aus, wenn man Alternativziele suchen muss. Aber es hat sich gelohnt =)

    Moab bis Leprechaun Canyon sind ca. 2h. Ja, das war natürlich viel Fahrerei, ging aber noch. Die Strecke Moab - Leprechaun Canyon bin ich 2017 nochmals direkt gefahren als ich mehrere Tage in Moab war. Wenn man früh aufsteht hat man trotzdem noch viel vom Tag. Würde ich auch wieder machen, es gibt deutlich hässlichere Strassen zum fahren ;)

  • Tag 3: Corona Arch - Mill Creek - Fisher Towers



    Ein eher ruhiger Tag. Ich bleibe länger im Bett, frühstücke gemütlich Scrambled Eggs mit Hashbrowns und Toast. Der Kaffee im Restaurant ist etwas besser als der selbstgemachte. Auf ein "More Coffee?" verzichte ich trotzdem dankend.
    Dann mache ich mich auf die kurze Fahrt zum Corona Arch ausserhalb des Nationalparks. Auf dem Parkplatz steht nur ein Auto. Der Corona Arch führt eher ein Schattendasein, und das, obwohl er von der Grösse und auch Darbietung eigentlich eher alle anderen in den Schatten stellt.
    DIeser steht übrigens mit seiner Öffnung etwa in Ost-West Ausrichtung, so dass die Beste Zeit für Bilder sowohl Morgens als auch Abends ist.



    Ein kleines Bäumchen auf dem Weg:




    Im Gegenlicht









    Bowtie Arch




    Ich bleibe noch etwas sitzen, lasse die Landschaft auf mich wirken. In der Zwischenzeit kommen aber immer mehr Wanderer. Die Zeit der Stille ist vorbei. Auf dem Rückweg kommen immer mehr entgegen, bis ich am Parkplatz bin, ist dieser voll. Bei meinem letzten Besuch 2010 habe ich dort nur wenige getroffen, der Shutdown wirkt sich aus.



    Am Ortsrand von Moab befindet sich Mill Creek. "Fun for children" ... ja, das verstehe ich jetzt. Man muss mehrmals den Fluss/Bach durchqueren. Im Sommer mit Kindern sicher ein Heidenspass für diese, mir stand das Wasser an den Wanderschuhen bis kurz vorm Überlauf.






    Ohne den Shutdown hätte ich Mill Creek nicht kennengelernt.



    Am Nachmittag fahre ich dann nochmal zu den Fisher Towers:







    Das wars auch schon für heute. Der Tag war entspannend und eher wenig anstrengend, sozusagen der Gegenpol zum Vortag.
    Es folgt die letzte Nacht in Moab.


    Zur Planung: ich habe den Flug und die Motels zeitlich deutlich vor der Lottery der Wave gebucht. Da man dort 3 Tage auswählen kann, habe ich die Übernachtungen überlappend reserviert, und nach dem Losglück angepasst. Der erste Tag hat den Zuschlag bei mir bekommen, sonst wäre ich 1 oder 2 Tage länger in Moab geblieben

  • Bei meinem letzten Besuch 2010 habe ich dort nur wenige getroffen, der Shutdown wirkt sich aus.

    Als wir 2012 beim Corona Arch waren, waren auch kaum andere Wanderer unterwegs - allerdings einige Kletterer, die sich vom Arch abgeseilt haben.

    Ohne den Shutdown hätte ich Mill Creek nicht kennengelernt.

    :!! Kenne ich bis heute nicht. Sieht hübsch aus =)

  • Als wir 2012 beim Corona Arch waren, waren auch kaum andere Wanderer unterwegs - allerdings einige Kletterer, die sich vom Arch abgeseilt haben.

    Corona Arch ist wohl immer noch wenig besucht: im Sommer 2017 war ich zumindest morgens noch fast alleine. Erst als ich da wieder zurück ging, kamen mir ein paar wenige Wanderer entgegen. Kein Vergleich zum Arches NP

  • Der Corona Arch ist ein wunder Punkt für mich. Wir waren letztes Jahr auf dem Weg dort hin, wunderschön war es. Bis ich vor der Leiter stand. Bei Höhe bin ich Schisser. Nach dem 2. Anlauf hab ich es gelassen und mich hinterher sehr über mich selbst geärgert. Umso mehr freue ich mich über deine tollen Fotos, so nah haben wir ihn ja nicht sehen können.

  • Der Corona Arch ist ein wunder Punkt für mich. Wir waren letztes Jahr auf dem Weg dort hin, wunderschön war es. Bis ich vor der Leiter stand. Bei Höhe bin ich Schisser. Nach dem 2. Anlauf hab ich es gelassen und mich hinterher sehr über mich selbst geärgert. Umso mehr freue ich mich über deine tollen Fotos, so nah haben wir ihn ja nicht sehen können.

    Vielleicht beim nächsten Mal nach rechts über die Gleise gehen.


    Ist zwar nicht ganz so nah, aber Du siehst ihn, ohne zu klettern Klick (PW: yukon1)

  • Tag 4: Fahrt nach Page, AZ - Lower Antelope Canyon



    Diese Fahrt wollte ich eigentlich erst um die MIttagszeit beginnen, noch etwas Zeit im Arches verbringen, um dann am Abend in Page anzukommen....aber der Shutdown. Somit bin ich nach dem Frühstück mit Sonnenaufgang - d.h. ca. 7.30 - los, um dann noch etwas Zeit in Page zu haben für den Antelope Canyon. Antelope Canyon war zwar nichts neues, aber doch immer wieder einen Besuch wert.
    In Page hatte ich zwei Übernachtungen, da es ja zur Wave gehen wollte. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nichts neues, ob ich nun zur Wave gehen durfte oder nicht.


    Die Fahrt führte auch vorbei am Monument Valley. Wenn man von Norden kommend Monument Valley erreicht, ergibt sich dieser bekannte Blick:



    Ich war noch kurz am Monument Valley selbst. Die (holprige) Fahrt durch das Tal habe ich mir dieses Mal erspart, ich habe nur etwas Obst essend dagessesen und für ne halbe Stunde den Ausblick genossen, selbst die Kamera blieb ungenutzt.



    Dann folgte in Page der Lower Antelope Canyon. Damals gab es noch für 36$ (oder waren es 38$?) einen "Photographer Pass". Ich durfte ohne Aufsicht im Canyon für 2h knipsen. Es kamen nur ab und zu kleine Gruppen der geführten Touren durch. Wenn ich mich richtig erinnere - ich müsste im Reisebericht von 2018 nachschauen - kostet die geführte Tour in den Massen mittlerweile $60 :pipa:
    Egal, damals war es entspannt und ich konnte in Ruhe knipsen:

















    Nach dem Einchecken im Motel fahre ich vor dem Abendessen noch zum Horseshoe Bend. Keine Bilder, das Licht war bescheiden, auch hier wieder einfach nur sitzen und geniessen...halt, doch, ein Bild eines Fotografen:






    Am Abend habe ich dann noch rechtzeitig erfahren ob nun mein Permit für die Wave für den A... war oder nicht ....

  • und für ne halbe Stunde den Ausblick genossen, selbst die Kamera blieb ungenutzt.

    Super! Ich glaube, ich könnte es nicht :schaem: . Dafür war ich wahrscheinlich noch nicht oft genug drüben. :gg:

    kostet die geführte Tour in den Massen mittlerweile $60

    Echt jetzt? :EEK: Da bin ich ja froh, dass wir schon drin waren!

    Am Abend habe ich dann noch rechtzeitig erfahren ob nun mein Permit für die Wave für den A... war oder nicht ....

    Du spannst uns aber ganz schön auf die Folter... ;:ba:;

  • Wenn man von Norden kommend Monument Valley erreicht, ergibt sich dieser bekannte Blick

    Wir haben dort noch nie angehalten :ohje: . Für nächstes Mal ist es aber schon vorgemerkt :gg:

    Damals gab es noch für 36$ (oder waren es 38$?) einen "Photographer Pass". Ich durfte ohne Aufsicht im Canyon für 2h knipsen.

    Ja, das hat wirklich in den letzten Jahren nochmal extrem zugenommen. 2012 haben wir es auch noch recht entspannt erlebt - inzwischen lassen wir es lieber sein.
    Aber Fotos vom Antelope zu sehen ist immer wieder toll! =)


  • Du spannst uns aber ganz schön auf die Folter... ;:ba:;

    Kein Vergleich zu dem wie es mir damals ging ... erst am Abend zuvor wissen ob, oder ob nicht ;)


    Ja, das hat wirklich in den letzten Jahren nochmal extrem zugenommen. 2012 haben wir es auch noch recht entspannt erlebt - inzwischen lassen wir es lieber sein.Aber Fotos vom Antelope zu sehen ist immer wieder toll! =)


    Ich habe nochmals nachgesehen: Einmal um den Grand Canyon - November 2018
    Ja, es waren damals $60. Wenn jemand zum ersten Mal dort ist, würde ich empfehlen das trotzdem anzuschauen. Ich brauche das aber vorerst nicht mehr.



    Wir haben dort noch nie angehalten :ohje: . Für nächstes Mal ist es aber schon vorgemerkt :gg:


    Ach, Du bist diejenige die noch nie gehalten hat? ;)

  • Ich habe nochmals nachgesehen: Einmal um den Grand Canyon - November 2018
    Ja, es waren damals $60. Wenn jemand zum ersten Mal dort ist, würde ich empfehlen das trotzdem anzuschauen. Ich brauche das aber vorerst nicht mehr.

    Beneidenswert deine Tour quasi allein im Antelope. Wir sind 2017 in Polonaise durchgerannt. Die Formationen sind unglaublich beeindruckend, aber das war auch unser letzter Besuch.

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