Meine Erfahrungen mit Sixt

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    • Meine Erfahrungen mit Sixt

      Ich hatte ja im April/Mai 2019 einen Jeep Wrangler für 6 Wochen bei Sixt gemietet. Bei dieser langen Mietzeit war der Tagessatz recht niedrig, aber ich hatte dafür auch nur 70 Freimeilen pro Tag.

      Der Jeep war neu (3800 Meilen) und wie erwartet einTop-Fahrzeug.

      Aber ansonsten fand bzw. finde ich Sixt etwas merkwürdig, was vielleicht auch daran liegt, dass sie noch nicht so lange in den USA aktiv sind und auch noch ein dünnes Netz mit Mietstationen haben.

      Bei der Wagenübernahme wurde mir zum ersten Mal gesagt, dass ich nach 4 Wochen zu Sixt muss, um den Vertrag zu verlängern. Bei der Anmietung war das nirgendwo zu erkennen, und ich kenne es auch von anderen Vermietern (Alamo in 2018), dass problemlos 6 Wochen durchgehend gebucht werden können.

      Nach ca. 4 Wochen fuhr ich in San Francisco zu Sixt, um die Vertragsverlängerung zu erledigen. Dort hieß es nur, ich werde per Email kontaktiert, wenn die 4 Wochen vorbei sind. 3-4 Tage später kam ich durch Las Vegas, und da ich Nichts von Sixt gehört hatte, fuhr ich am Flughafen zu Sixt. Diesmal erschien mir die Mitarbeiterin etwas kompetenter, sie telefonierte rum und bestätigte mir dann (schriftlich), dass ich bei Sixt war, um den Vertrag zu verlängern (die ersten 4 Wochen waren vorbei). Aber auch sie sagte, dass ich per Email eine Vertragsverlängerung bekommen würde, sonst sollte ich mich beim Customer Service melden.

      Am Tag drauf bekam ich per Email diesen Vertrag und konnte ihn auch elektronisch unterschreiben. Damit war die Sache für mich erledigt.

      1-2 Tage später bekam ich vom Customer Service eine Email, dass ich den Wagen tauschen sollte, weil der Wagen einen Service bräuchte. Ich sollte spätestens innerhalb von 36 Stunden den Meilenstand mitteilen, sonst würde ich für mögliche Schäden durch Verzögerung des Service verantwortlich gemacht. Ich fand das Schreiben ziemlich unverschämt.

      Ich teilte den Meilenstand per Email mit und erwähnte, dass ich in den letzten Tagen zweimal bei Sixt war (San Francisco, Las Vegas), und man dort kein Wort zu dem Wagentausch sagte. Jetzt war ich in Hanksville (in the middle of nowhere), und wie sie sich einen Wagentausch vorstellen würden, wenn die nächsten Sixt-Stationen in Las Vegas, Denver oder Phoenix sind?

      Es war Wochenende und daher gab es keine Reaktion auf meine Email. Zufällig leuchtete am nächsten Morgen die Meldung „Change Oil soon“ auf. Da ich sicherlich noch 1500 Meilen oder mehr fahren würde, rief ich bei Sixt an, um mir das OK für den Ölwechsel zu holen. Die Dame am Telefon musste erstmal Kolleginnen fragen (oder gockeln), wo denn Hanksville sein könnte. Dann meldete sie sich zurück und meinte, dass es in Utah keine Sixt-Station gibt (wusste ich) und ich den Ölwechsel machen könnte. In Hanksville war keine der 3 Tankstellen dazu in der Lage, aber am nächsten Tag konnte ich dann den Ölwechsel in Green River machen lassen.

      Anscheinend gab es interne Kommunikation beim Sixt Customer Service, denn am nächsten Tag bekam ich eine Email, die das Ansinnen eines Wagentauschs zurücknahm. Ganz so gut war die Kommunikation aber wohl doch nicht, denn sie meinten auch, dass ich den Ölwechsel nicht unbedingt machen müsste, wenn der Ölstand OK wäre. Zu spät – Ölwechsel war gemacht.

      Bei der Abgabe des Wagens in Denver bekam ich überhaupt keine Unterlagen, Rechnungen, oder sonst etwas, aber ich übergab dem jungen Mann meine Rechnung vom Ölwechsel. Er meinte, innerhalb von 24 Stunden würde ich die Abrechnung bekommen (wohl per Email).

      Am nächsten Tag, zurück in München, war ein Anruf von Sixt in Denver auf dem Anrufbeantworter, dass sie mir den Betrag des Ölwechsels von der Mietwagenrechnung abziehen würden. Danke, aber das ist ja wohl selbstverständlich.

      Sixt hat mittlerweile 2 Abbuchungen auf meiner Kreditkarte gemacht, für die ersten 4 Wochen (entsprechend des Vertrags) und dann wohl für die folgenden 14 Tage (inklusive Endabrechnung?). Dieser zweite Betrag erschien mir niedriger als ich erwartet hatte, denn ich müsste ja ca. 5000 Extrameilen bezahlen, da ich ja nur ca. 3000 Freimeilen (42 x 70) hatte.

      Eine Endabrechnung habe ich bisher nicht erhalten, aber heute angemahnt. Außerdem würde ich gerne schriftlich sehen, ob und dass sie den Ölwechsel abgezogen haben.

      Fazit: Ich fand und finde das Verhalten bei Sixt schon etwas seltsam, wenn ich es mit meinen bisherigen Erfahrungen mit Mietwagenfirmen (Alamo, National, Hertz, Budget) vergleiche.
      Gruß aus München

      Rainer

    • raigro wrote:

      Fazit: Ich fand und finde das Verhalten bei Sixt schon etwas seltsam, wenn ich es mit meinen bisherigen Erfahrungen mit Mietwagenfirmen (Alamo, National, Hertz, Budget) vergleiche.
      Diese Erfahrung habe ich mit Sixt auch gemacht. Leider. So unprofessionell habe ich noch nirgends jemanden erlebt. Ich dachte ja, es wäre ein Einzelfall, aber anscheinend ist das nicht so.

      Es war ja ein anderer Fall und in UK, aber so ungefähr lief die Kommunikation auch. Ich hatte sogar den ADAC eingeschaltet und es dauerte letztendlich 3 Monate, bis alles erledigt war.

      Hast du mal bei Sixt in D angerufen? Letztendlich sagte man mir, dass alles, auch internationale Probleme, über D laufen würden.
      Liebe Grüße, Betty

      "Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden." - Mark Twain

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    • Das ist vielleicht ein Auslands Problem? Ich buche mehrmals pro Jahr Sixt beruflich in D und da ist bisher alles prima. Die Herrschaften an der Station begrüßen mich schon immer mit den Infos, was das Reisebüro gebucht hat und was noch fehlt von dem Sie wissen, dass ich es gerne hätte. Ausserdem bekomme ich immer ein Upgrade was ggf auch an der verhältnismässig kleinen Mietstation liegt.
    • Hatte letztes Jahr (Las Vegas; Cadillac CTS) und vor drei Wochen (Denver; Volvo XC 90) jeweils einen Wagen von Sixt gemietet. So nach 500 Meilen haben sie jeweils nach einem Ölwechsel bzw. Service geschrieen.

      Beim ersten Mal hatte ich noch bei Sixt angerufen und gefragt, ob ich den Wagen tauschen sollte, da ich gerade wieder in LV war. Die Tante von der Hotline meinte allerdings, ich könne den Wagen nicht tauschen und solle vielmehr selber einen Ölwechsel vornehmen lassen und bekäme das Geld dann erstattet - so irgendwann. Da dachte ich mir, na klar, erst zahle ich die ganze Miete voraus (war Prepaid-Miete) und dann noch 1000 Dollar Kaution und dann mache ich euch auch noch den Hilfsangestellten und lege auch noch das Geld aus und warte auf Erstattung - und außerdem ziehe ich mir die Hose mit der Kneifzange an.

      Bei der Rückgabe wurde der verpaßte Ölwechsel mit keinem Wort erwähnt. Wurde lediglich geprüft, ob vollgetankt wurde.

      Bei der zweiten Miete habe ich dann die Sache komplett ignoriert. Hat bei Sixt auch keine Sau interessiert.

      Meine Meinung dazu:

      Die vorgegebenen Wartungsintervalle der Hersteller sind total übertrieben. Wenn ich den Wagen nicht ausschließlich mit Maximaldrehzahl betreibe, kann ein Ölwechsel auch locker um 50 - 100% überzogen werden, ohne daß dem Motor Schaden droht, solange der Ölstand nicht unterschritten wird und vor allem wenn die vorgesehen Meilenzahl nach schon nach kurzer Zeit erreicht wird, wie bei Mietwagen üblich.

      Wenn Sixt das penible Einhalten der Wartungsintervalle wünscht, sollen sie mir einen Wagen geben, der nicht schon kurz vor der nächsten Wartung steht. Sie können auch gerne fragen, wie viel ich voraussichtlich fahren werde, tun sie aber nicht. Wartungsarbeiten kann man planen. Der Durchschnittsmieter wird bei einer 2-Wochen-Miete mehr als 500 Meilen fahren.

      Ich bin nicht der Hilfsangestellte von einer Mietwagenfirma und und auch nicht ihr Wagenpfleger. Ich muß schon jedes mal den Luftdruck richtig einstellen und den Ölstand halte ich auch im Auge. Dieses mal durfte ich auch noch das Reserverad nebst Werkzeug unter dem Kofferraum fixieren, das nach dem letzten Plattfuß nur achtlos reingeworfen wurde. Irgendwann ist auch mal gut. Wenigstens war der Reifen nicht nur geflickt, sondern ein neuer montiert worden (konnte man am Herstellungsdatum des Reifens erkennen).

      Sollte wirklich ein Schaden eintreten und Sixt mich auf Ersatz verklagen, würde ich dem Prozeß relativ ruhig entgegensehen.
    • Fritz & Buddy wrote:

      Das ist vielleicht ein Auslands Problem? Ich buche mehrmals pro Jahr Sixt beruflich in D und da ist bisher alles prima. Die Herrschaften an der Station begrüßen mich schon immer mit den Infos, was das Reisebüro gebucht hat und was noch fehlt von dem Sie wissen, dass ich es gerne hätte. Ausserdem bekomme ich immer ein Upgrade was ggf auch an der verhältnismässig kleinen Mietstation liegt.
      Ja, das sehe ich auch so. Hier in D hatte ich bei Sixt auch nie Probleme. Deshalb hatte ich ja ohne Bedenken in UK gebucht. Dass das so ein Theater wird, bei dem sogar der ADAC stinke sauer wurde, hätte ich auch nie gedacht.

      Eigentlich habe ich mein Problem erst gelöst, als ich 3 Monate später wieder in London bei Sixt auf der Matte stand.
      Liebe Grüße, Betty

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    • Petterson wrote:

      Ich bin nicht der Hilfsangestellte von einer Mietwagenfirma und und auch nicht ihr Wagenpfleger.
      Im Prinzip hast du recht. Bei Alamo ist ein Ölwechsel zwischendurch aber kein Problem. Ich hatte letztes Jahr das Fahrzeug für 6 Wochen gemietet und nach 3 Woche oder so kam die erste Blinkanzeige mit Aufforderung zum Ölwechsel. Da ich noch eine gute Strecke und 3 Wochen vor mir hatte, habe ich bei der nächsten passenden Gelegenheit den Ölwechsel selbst vornehmen lassen. Das war eine Affäre von knapp einer Dreiviertelstunde (ohne vorherige Anmeldung) mit Kaffeeservice. Beleg bei Rückgabe an Alamo übergeben und anstandslos erstattet bekommen. Was mir dabei aufgefallen ist - wie günstig ein Ölwechsel in den USA ist im Vergleich zu hier. :EEK:
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    • gelibird wrote:

      wie günstig ein Ölwechsel in den USA ist im Vergleich zu hier.
      Was nehmen sie denn für Öl? 10W40? 5W30? Das teure ist ja nicht der Wechsel, den habe ich in D auch schon gratis bekommen, sondern das Öl. Und das ist wahrscheinlich auch das Problem, warum die Wagen so oft nach Öl schreien, weil kein gutes Synthetiköl drin ist.
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    • betty80 wrote:

      Das teure ist ja nicht der Wechsel, den habe ich in D auch schon gratis bekommen, sondern das Öl.
      Naja, in D ist das Öl schon deswegen viel teurer, weil sie a) einen teuren Werkstatt-Preis verlangen und dann darauf nochmal MwSt berechnen. Wenn du exakt das gleiche Öl im Internet bestellst und zum Ölwechsel mitbringst, wird das auch um etliches billiger. Nur lassen sich die meisten Werkstätten nicht darauf ein.

      betty80 wrote:

      Was nehmen sie denn für Öl? 10W40? 5W30?
      Laut Beleg war es SAE 0W30, also für -35 bis +30 Grad. Angemietet war in Colorado. Mit Ölfilterwechsel, Scheibenwischerwasser plus Frostschutzmittel auffüllen, Reifendruck prüfen und korrigieren und Frontscheiben innen waschen waren es insgesamt 57 US Dollar minus mein AAA Rabatt, also in Summe 52,22 US Dollar.
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    • gelibird wrote:

      Naja, in D ist das Öl schon deswegen viel teurer, weil sie a) einen teuren Werkstatt-Preis verlangen und dann darauf nochmal MwSt berechnen.
      Das ist natürlich klar, aber gerade die MwSt. Fällt ja in USA sehr unterschiedlich aus. Da kann man bei 0% liegen, aber locker auch bei 13%. Da hast du dann auch Glück, wo du gerade bist.

      Und klar, Preise für Artikel unterscheiden sich auch. Dafür sind Lebensmittel in D halt um einiges billiger. Preisunterschiede bei bestimmten Artikelgruppen gibt es ja immer im Vergleich. Ich weiß auch auf Anhieb nicht, welche Aufschläge hier in D noch dazu kommen.

      gelibird wrote:

      betty80 wrote:

      Und das ist wahrscheinlich auch das Problem, warum die Wagen so oft nach Öl schreien, weil kein gutes Synthetiköl drin ist.
      Reguläres Ölwechselintervall ist laut meiner Rechnung 5000 Meilen.
      das ist aber bei diesem Öl eigentlich zu oft. :nw: Setzen Sie das bei Mietwagen höher an? Syntetiköl kann doch eigentlich doppelt so lange und selbst dann wäre es wenig.
      Liebe Grüße, Betty

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    • gelibird wrote:

      Laut Beleg war es SAE 0W30, also für -35 bis +30 Grad. Angemietet war in Colorado. Mit Ölfilterwechsel, Scheibenwischerwasser plus Frostschutzmittel auffüllen, Reifendruck prüfen und korrigieren und Frontscheiben innen waschen waren es insgesamt 57 US Dollar minus mein AAA Rabatt, also in Summe 52,22 US Dollar.
      Ich habe 62 US$ für Ölwechsel und Austausch des Ölfilters bezahlt - so billig finde ich das nicht. :D
      Gruß aus München

      Rainer

    • redet ihr hier wirklich von Ölwechsel oder von Öl nachfüllen ? Ölwechsel beim Mietwagen würde ich nie machen - völlig überflüssig.
      sportlich entspannte Grüsse

      Markus

    • raigro wrote:

      so billig finde ich das nicht.
      Naja, für 52,22 US Dollar (umgerechnet 46 Euro) bekomme ich in D keinen Öl- plus Ölfilterwechsel.

      malenz wrote:

      redet ihr hier wirklich von Ölwechsel oder von Öl nachfüllen ? Ölwechsel beim Mietwagen würde ich nie machen - völlig überflüssig.
      Ja, bei mir war es ein Ölwechsel - Oil Change, und so stand es auch auf dem Display 'Please have the oil changed soon'. Mileage war etwas über 15,000. Warum sollte ich es nicht machen lassen, wenn ich es problemlos erstattet bekomme? Die Dreiviertelstunde habe ich im Urlaub noch übrig. Ich bin nicht auf der Flucht. Und der Service war excellent - mit Kaffee und Snack. :zfla;
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    • Da ich meist mehrere Wochen unterwegs bin und auch mal auf 8-10.000 Meilen komme, passiert es mir öfter, dass der Wagen einen Ölwechsel haben will. Wenn ich weiß, dass ich noch viel fahren werde, dann lasse ich den Ölwechsel machen. Meist überhaupt kein Problem, wenn man nicht gerade in solch einem "Kaff" wie Hanksville ist. :D
      Gruß aus München

      Rainer

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