2020er Spaziergänge in die Natur daheim

  • Anfang September starteten wir mal zu einem etwas weiteren Ziel: dem Urwald bei der Sababurg. klick


    Die Anfahrt zog sich leider fast 2 Stunden hin, denn die A7 war eine einzige Baustelle.

    Dann ging es aber los:



















    Es ging auf holperigen Wegen und/ oder auf Holzstegen durch ein grünes Paradies - klasse!:!!
















    Leider gibt es bei den meisten alten Bäumen keine Schilder mit Namen, Alter, Umfang usw. - schade.










    Allzuviel war auch nicht los, so konnten wir viel Zeit bei den "Veteranen" verbringen.

    Und fühlten uns ein wenig wie im Regenwald............seufz!;)










    Beim Umrunden dieses Veteranen habe ich nicht so richtig auf den Weg geachtet und bin mit dem Fuß

    an einer Wurzel hängengeblieben. Ich konnte nix machen, und bin der Länge nach hingefallen.

    Blöderweise lag gerade dort ganz grober Schotter............AUAH!:traen:


    Zum Glück waren alle Knochen heil, nur mein linkes Knie war blutig und schmerzte ganz doll.

    Das ließ aber nach kurzer Zeit nach, und wir konnten unseren Ausflug weiterhin genießen.

    Erst daheim habe ich dann meine anderen Wunden entdeckt - na ja - inzwischen ist alles verheilt.;)




    Das ist wirklich ein toller Wald - leider doch recht weit von uns entfernt.

    Aber wir kommen bestimmt wieder! ;;NiCKi;:


    Liebe Grüße


    Doris

  • dem Urwald bei der Sababurg

    Noch nie gehört. Musste erst mal gugeln, wo das liegt.

    Wusste gar nicht, dass es in Deutschland so einen schönen Urwald gibt.

    Klasse Bilder!:clab:

    Zum Glück waren alle Knochen heil, nur mein linkes Knie war blutig und schmerzte ganz doll.

    Das ließ aber nach kurzer Zeit nach, und wir konnten unseren Ausflug weiterhin genießen.

    Noch mal gut gegangen. Da ist man so ins Schauen vertieft und schwupps...

    Hoffe, es ist wieder alles in Ordnung gekommen.

    Das ist wirklich ein toller Wald - leider doch recht weit von uns entfernt.

    Und von uns erst:EEK:.

    Na ja, vielleicht ist 2021 ja doch Deutschland-Urlaub angesagt, was ich nicht hoffe. Wenn ja, gibt es doch auch sehr viel Schönes im eigenen Land zu entdecken.

  • Das ist wirklich ein toller Wald - leider doch recht weit von uns entfernt.

    Dafür quasi vor meiner Haustür.


    Noch nie gehört.

    Ist das Dornröschenschloss der Gebrüder Grimm.


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    Im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) wurde die Sababurg 1628 von katholischen Truppen durch Feldmarschall Tilly (1559–1632) besetzt und stark beschädigt. Danach „verfiel die Schlossanlage in jenen wildromantisch verwachsenen Zustand, in dem der Volksmund nach Verbreitung der Kinder und Hausmärchen (ab 1812 veröffentlicht) „der Brüder Grimm den Ort sah, an dem sich die Geschichte vom Dornröschen zugetragen haben musste“[1]. Seit dieser Zeit ist die Burg auch international als Dornröschenschloss bekannt. Wie im Märchen beschrieben, soll die Burg von 1571 bis 1591 eine 5 km lange und 3 m hohe Dornenhecke umgeben haben. Sie diente dazu, die eigene Tierhaltung vor Wildtieren zu schützen. Erst 1651[5] wurden Schäden ausgebessert.

    In der Nähe ist das Schlosshotel Trendelburg mit dem Rapunzelturm genannten Bergfried. Dessen Wände sind 7 m dick. Wäre dann eine stilvolle Übernachtung mit gutem Essen und schönen Ausblick.


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    Kann man gut mit dem Rad erkunden, dort verläuft der Diemelradweg. Dieser verläuft hier auf einer ehemaligen Bahnstrecke, der Carlsbahn, durch einen ehemaligen Eisenbahntunnel nach Karlshafen zur Weser oberhalb der Diemel. Nördlich von Karlshafen ist dann der Weser Skywalk.


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    In Karlshafen scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, es gibt dort nicht die sonst üblichen neuzeitlichen Ladenschilder.


    Kurz vor Karlshafen kommt man an der 3. Burg im Reinhardswald vorbei, der Kruckenburg.


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    Unter dem Rasen liegt die wieder zugebuddelte Krypta.


    Die Krypta wurde 1934-39 ausgebuddelt und anschließend wieder zugeschüttet. Die Krypta ist eine Nachbildung des Jerusalemer Felsengrabes Christi.

    Die Krypta dürfte älter sein als die Kapelle, die 1126 geweiht wurde.

    Das Vorbild der Kapelle, die Johanneskapelle, ist die Grabeskirche in Jerusalem. Etwa 100 Jahre vor ihrer Errichtung entsandte Bischof Meinwerk zu Paderborn (1009 - 1036) Abt Wino von Helmarshausen ins Heilige Land, um die Baupläne zu beschaffen. Nach diesen Plänen ließ Meinwerk im Stift Busdorf in Paderborn die sogenannte Jerusalemerkirche erbauen. Sie wurde 1036 geweiht, nichts von ihr ist heute erhalten.

    Bischof Heinrich II. von Paderborn, Vornamen scheinen damals selten zu sein, oder warum heißen alle Heinrich?, ließ die Johanneskapelle entweder nach der Jerusalemerkirche oder den Originalplänen errichten.

    Die Kapelle ist die am vollständigsten erhaltene romanische Jerusalemkirche nördl. der Alpen.

    100 Jahre später wurde um die Kapelle die heutige Krukenburg erbaut, 1220 erstmals urkundlich erwähnt. Streit zwischen dem Bistum Köln und Paderborn machten wohl den Schutz von Kapelle, Kloster und der Stadt Helmarsdorf notwendig.


    Erhalten isst der wiederaufgebaute Bergfried. Von dort oben hat man ein schönen Blick über das Weserbergland.


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    das Tor, Teile der Ringmauer und die Fassade des sogenannten Paderbornerhauses.


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    Folgt man den Weserradweg von Karlshafen weiter flussabwärts, kommt man über Fürstenberg (den Ort meiner Ahnen) und Höxter mit Kloster Corvey, nach Bodenwerder, den Geburtsort von Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen, fälschlicherweise als Lügenbaron bekannt und landet schließlich beim Rattenfänger in Hameln.

    Weserbergland - Rund um Hameln

    Hämelschenburg, Burg Ohsen, Schloss Hastenbeck, Rittergut Bisperode, Burg Coppenbrügge

    Weserbergland – Auf dem Weserradweg von Hämelschenburg nach Burg Polle

    Hämelschenburg, Schloss Hehlen, Burg Polle, Burg Grohnde

  • Es ging auf holperigen Wegen und/ oder auf Holzstegen durch ein grünes Paradies - klasse!

    wunderbares Nordwest-Feeling ;;ebeiL_,

    ein wenig wie im Regenwald............seufz!

    Ja, seufz =) - aber echt eine gute Option für ein paar Tage D-Urlaub.


    Vorzugsweise mit den Rädern:

    Kann man gut mit dem Rad erkunden, dort verläuft der Diemelradweg. Dieser verläuft hier auf einer ehemaligen Bahnstrecke, der Carlsbahn, durch einen ehemaligen Eisenbahntunnel nach Karlshafen zur Weser oberhalb der Diemel.

    ;;PiPpIla;;

  • Lieber Ulrich, vielen Dank für die tollen Fotos und Ergänzungen zum Reinhardswald! :clab:


    Nach diesem 1.Besuch dort stand für uns schon fest, dass wir im Herbst sicherlich wiederkommen.

    Und in den "Nach-Corona-Zeiten" einen Urlaub dort verbringen würden.


    Noch war es aber nicht soweit, erst einmal ging es wieder in den Harz (und in die Pilze). ;)


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    Es war erst Anfang September, und wir waren überrascht, schon so viele schöne Steinpilze zu finden.

    Die Sammler hätten sie jetzt auch ernten sollen - später im Jahr gab es hier kaum noch etwas zu "futtern".


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    Hier war alles schon verschimmelt.......nach nur wenigem Regen. :nw:



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    Es war ein toller Ausflug, mit vielen schönen Funden für unsere "bunte Pilzpfanne"! ;ws108;


    Liebe Grüße


    Doris

  • Lieber Ulrich,

    So wurde ich ja schon lange nicht mehr genannt. ;)

    vielen Dank für die tollen Fotos und Ergänzungen zum Reinhardswald!


    Ich hab noch welche, passend zur Jahreszeit. :gg:


    Der Urwald Reinhardswald ist Hessens ältestes Naturschutzgebiet und steht seit 1907 unter Schutz. Das 92 ha große Gebiet ist kein Urwald im eigentlich Sinn, sondern war eine Waldweide, ein Hutewald. Er ist im Ursprung also keine Naturlandschaft, sondern eine Kulturlandschaft. Das Vieh wurde seit der Jungsteinzeit in den Wald getrieben um dort sein Futter zu suchen. Besonders nahrhaft sind Eicheln und Bucheckern, sowie Blätter und Zweige junger Bäume. Durch diesen Verbiss reduziert das Weidevieh das nachwachsen junger Bäume, der Wald wird lichter und verschafft den großen Bäumen mehr Licht und so entstanden im Laufe der Zeit parkähnliche Wälder und Baumbestandene Wiesen, die Hutewiesen.

    Auf 100 ha weideten entweder 16-30 Rinder oder 100-200 Schweine.


    Der urige Charakter des Waldes rührt von den vielen alten knorrigen Hutebäumen, von den jeder ein Naturdenkmal ist und dem hohen Totholzanteil. Neben hunderte Jahre alter Eichen ist er geprägt durch mehrstämmige Buchen und "meterhohen" Farn. Eine derart hohe Anzahl an alter Bäumen ist im westlichen Mitteleuropa selten. Viele der alten Bäume haben ihr natürliches Höchstalter erreicht und sind im Absterben begriffen. Ursprünglich ein Totalreservat, also ohne Forstwirtschaft, würden die Eichen, der wichtigste Mastbaum eines Hutewaldes, im Laufe der Zeit ohne Hilfe des Menschen verschwinden. Daher stellt man die Eichen seit 1975 frei um sie vor der Konkurrenz des nachwachsenden Sekundärwaldes zu schützen.


    Die starke Besucherstrom schädigt durch die Trittbelastung die alten Bäume, daher wurde einige eingezäunt und 2011 teilweise ein Bohlenweg angelegt. Das schützt auch die Touristen davor im Schlamm zu versinken, soll aber eher dafür sorgen das der Besucher auf dem Weg bleibt und der Bodenbewuchs nicht zurück gedrängt wird.


    Der Wanderparkplatz ist relativ klein, reicht für ca. 20 Autos, aber der Wald grenzt an den Wildpark der Sababurg mit seinen Parkplätzen. Der Rundweg durch den Wald ist ca. 3,5 km lang und verdoppelt sich, wenn man am Rand des Wildgeheges zur Sababurg wandert.


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    der Baum ist hohl


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    Kamineiche


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    Kamineiche


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    Rapp Eiche


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    Rapp Eiche


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    Mehrstämmige Buche


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    mehrstämmige Buche


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