Same same but different

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • New

      muhtsch wrote:

      Und dann...habe ich fast geweint, weil das so schön war.
      Wenn Du gucken willst: Flug über das Great Barrier Reef
      Ja, so stelle ich mir das vor. Danke für den Link, schaue ich mir in den nächsten Tagen mit Muße an. Vielleicht traue ich mich dann.


      muhtsch wrote:

      Mein Mann hatte gar keine Symptome. Ich hoffe es wird auch dieses Jahr so sein. Einer muss sich doch fit fühlen
      Meiner auch nicht, und ich eigentlich kaum. Aber wir können das nur von Colorado in den ersten Tagenher beurteilen, und da ist es ja eigentlich nur 3.500 m NN. Das gilt dann wohl eher nicht.
      Ich drücke Dir auf jeden Fall die Daumen, dass sich die Probleme in Grenzen halten.
    • New

      TAG 12: Boyce Thomson Arboretum & Ray Operations Copper Mine

      Das Frühstück gibt es auf der Terrasse. Es ist nicht viel. Kaffee, Yoghurt mit Granola und viel frisches Obst.
      Die Anlage schläft noch. Es ist wunderbar ruhig.
      Die Vogelwelt dagegen ist schon längst unterwegs. Die Blüten der verschiedenartigen Kakteen und der eine langgewachsene Ocotillo der direkt am Ende unserer Terrasse wächst, sind das, was sie anzieht. Wir müssen also gar nichts tun, um sie aus der Nähe betrachten zu können.
      Gut, dass ich das schon vorgestern Nachmittag beobachtet habe. Deshalb liegt mein Fotoapparat mit meinem längsten Objektiv schon bereit.





















      Ein echt traumhaftes Fleckchen hier.
      Ich hoffe, wir werden irgendwann nochmals zurückkehren können.
      Für Tucson habe ich zu wenig Zeit eingeplant. Aber so ist es eben.
      Die gestrige Tour im Pima Air & Space Museum war der eigentliche Grund für unseren Besuch Tucsons.
      Wir müssen einfach wieder kommen!
      Gegen 9.45 Uhr starten wir bei 23°C.
      Wir fahren noch einen klitzekleinen Umweg, um unsere Villa von der Straße aus zu sehen.
      Da oben ist es. Man sieht praktisch nichts und niemanden.




      Lange haben wir gestern noch überlegt, wie wir den heutigen Tag gestalten könnten, um nicht von einem Ort zum anderen hetzen zu müssen. Gleich mehrere Tagesordnungspunkte habe ich auf meiner Liste stehen. Aber das wird zu viel. Deshalb verschieben wir zum Beispiel den Besuch der Biosphere2 wieder einmal auf einen anderes Mal in Tucson.
      Und so wird die heutige Fahrt aussehen:
      Es ist nicht die kürzeste Verbindung, sondern getreu dem Motto: "Der Weg ist das Ziel" planen wir so zu fahren:
      AZ 77 bis Heyden - AZ 177 bis Superior - I-60 bis Scottsdale.
      Die AZ-77 führt erst westlich des Catalina State Parks, vorbei am Eingang zur Biosphere2. Anschließend tauchen wir in eine sehr schöne Landschaft - leicht bergig und gesäumt von unendlich vielen Saguaros, deren Aussehen so einmalig und vielfältig ist, wie es menschliche Fingerabdrücke gibt, ein.
      Anfangs kriegen die einen oder anderen ein Foto von mir. Aber dann gebe ich auf, alles fotografisch festzuhalten und fotografiere nur noch mit den Augen.





      Mein Koffeinspiegel schreit nach einem Frappuccino bei Starbucks.
      Und wie der Zufall es will, ist es die letzte Gelegenheit, bevor wir in die Pampa stechen. Ab jetzt sind wir allein mit dem hügeligen Land und den Saguaros.
      Im Ort Winkelmann verlassen wir die AZ-77 und folgen ab nun der AZ-177.
      Ansonsten ist die Landschaft eher wenig aufregend.
      Wir passieren kleinere Creeks. Hier und da steht ein Haus. Oder auch zwei. Ganz einsam. Und ganz einfach.
      Doch es ist erstaunlich viel Grün. Das ist wohl so, wenn man im Frühjahr diese Gegend bereist. Wir, die sonst immer nur im Juli oder August unterwegs sind, kennen es eher nur sandig und staubtrocken. Das Buschwerk besteht dann meist nur aus Geäst oder graugrünem Blattwerk.









      Wir legen eine Pause ein. Zum Beine vertreten.
      Gegenüber ist ein Berg. Der sieht so künstlich und symmetrisch aus. Wie eine Pyramide.
      Der ist doch Menschen gemacht. Oder?
      Rainer lässt Drohni gucken. Doch die darf nicht höher fliegen als 90 Meter. Und damit kann sie nicht sehen, was sich auf dem Berg befindet.
      Hm. Das lässt uns keine Ruhe. Aber wir fahren weiter.
      Nach etwa einer Meile biegt rechts eine unbefestigte Straße ab.
      Dürfen wir überhaupt hier reinfahren?






      Blick Richtung Kearny, AZ



      Blick Richtung Kupfermine

      # ASARCO Ray Operation - Kupfer Mine

      Ein Schild: Visitors Viewpoint - ASARCO Ray Operation
      Keinen Kilometer später stehen wir vor einem gigantischen Loch.
      Es ist eine der größten Kupferminen der Welt.
      Historie der Ray Mine
      1880 - Beginnender Abbau durch die Mineral Creek Mining Company
      1911 - Bau eines Untertage-Schacht
      1948 - Vorbereitungen für Umbau zum Tagebau
      1952 - Kennecott Copper Corporation verdrängt die einstigen Städte Ray, Barcelona und Sonora
      1955 - Fertigstellung für Umbau zum Tagebau
      1955 - Schließung Untertage-Schacht
      1958 - Übersiedlung der einstigen Bewohner nach Kearny
      1986 - Mine wird von Asarco (American Smelting And Refining Company) gekauft
      1992 - Fertigstellung der Ray Mine
      Die Kupferquelle hat seit Beginn des Abbaus etwa 4.5 Millionen Tonnen Kupfer hervorgebracht. Sie verfügt über eines der größten Kupfervorkommen in den Vereinigten Staaten mit nachgewiesenen und wahrscheinlichen Vorkommen von 835,7 Millionen Tonnen Erz mit einem Kupfergehalt von 1,73% (Stand Dezember 2018).










      Der AZ-177 folgen wir weiter bis zum Mini-Örtchen Superior.
      Nun geht's auf der US-60 gen Westen weiter.
      Unser Ziel ist das Boyce Thompson Arboretum. Das habe ich als Tipp in einem Forum bekommen. Und eigentlich sind wir im Urlaub weder Museumsgänger, noch gehen wir in Zoos oder Gartenausstellungen. Es ist wohl dieses Geordnete und Angepflanzte und nicht das natürlich Gewachsene, was besonders mich von solchen Besuchen abhält. Schließlich wächst hier überall so viel und so natürlich, dass mir die Vorstellungskraft fehlt, wie mich ein Botanischer Garten oder Arboretum begeistern könnte.
      Doch - wie immer, bestätigen Ausnahmen die Regel. Schließlich haben wir uns auch in Singapore immer wieder auf den Besuch des Botanischen Gartens eingelassen.
      Die Anfahrt aus dem Osten kommend, ist nicht besonders schwierig. Doch wir verfehlen trotzdem den ersten Exit. Das Arboretum befindet sich nämlich auf der linken Seite. Der Grünstreifen in der Mitte muss überquert werden.
      Lange Rede kurzer Sinn - wir haben es hingekriegt und finden den Parkplatz vor dem Arboretum



      # Boyce Thompson Arboretum

      Der Eintrittspreis für den Besuch des Arboretums beträgt 15 USD pro Person. Die Öffnungszeiten sind abhängig von der Jahreszeit. Und weil April hier noch zur Wintersaison gehört, ist es von 8 Uhr bis 17 Uhr geöffnet.
      Das Arboretum wurde am 1. April 1924 gegründet, am 5. Oktober 1927 als erste gemeinnützige Forschungseinrichtung in Arizona gegründet und am 6. April 1929 offiziell eingeweiht und der Öffentlichkeit zugängig gemacht.
      Mit etwa 1.5 Quadratkilometern Fläche ist es der größte und älteste botanische Garten im Bundesstaat Arizona. Im Arboretum findet man eine Sammlung von 3.900 Arten vor. Das Arboretum vereint Pflanzen aus den verschiedensten Wüsten und Trockengebieten der Welt. Sie befinden sich neben der einheimischen Vegetation der Sonora Wüste in den Superstition Mountains.
      Das zur Theorie



      Quelle: Boyce Thompson Arboretum
      Trotz "Winter Season" ist es schon ziemlich heiß. Das Thermometer zeigt 32°C an. Und der UV-Index ist hoch.
      Rainer flitzt nochmals zum Auto und holt Sonnenschutzcreme. Wir wollen ja am Abend nicht wie Lobster aussehen
      Mit dem Ticket bekommt man auch einen Lageplan. Der ist im Grunde genommen nicht nötig, da alles sehr gut ausgeschildert ist:
      Es gibt einen Hauptweg und von dem gehen viele kleine, kurze und naturbelassene Rundwege ab.
      Die Rundwege haben Namen und weisen schon darauf hin, welche Art an Pflanzen man dort erwarten kann.
      Außerdem gibt es ein kleines Gewächshaus ebenfalls mit überwiegend Kakteen aus verschiedenen Trockengebieten der Welt.


























      Giant Lilly Easter Cactus



      Das wirklich überraschende Highlight ist der künstlich angelegte Ayer Lake. Hier gibt es eine kleine überdachte Terrasse und auf der anderen Seite ein paar Bänke im Schutz der Bäume. Man kann entspannen und den Anblick auf den zauberhaft gelegenen See genießen.












      Eine weitere Überraschung beginnt linkerhand des Sees.
      Hier beginnt ein Trail, der nicht nur etwas steil ist, sondern definitiv festere Schuhe erfordert. Leider bin ich in FlipFlops unterwegs!
      Das ärgert mich natürlich. Aber es wäre Quatsch, jetzt noch meine Schuhe zu holen. Da würde einfach zu viel Zeit verloren gehen.
      Und wieder einmal macht sich Rainer alleine auf den Weg.
      Die Bilder, die er mitbringt, machen mich neidisch.


















      Nach dem Besuch des unerwartet schönen Parks fahren wir ohne weiter Umwege in unser Hotel, das wir für die nächsten vier Tage gebucht haben. Seit unserem letzten Aufenthalt im Juli 2019 ist aus dem einstigen Gainey Suites ein Sonesta Suites Scottsdale Gainey Ranch geworden. Alle Bedenken, ob es uns hier noch genauso gut gefällt wie im letzten Jahr, sind verflogen, nachdem wir die Lobby betreten.
      Wie schon im letzten Jahr, bekommen wir wieder das Zimmer 106. Besser geht es nicht. Denn wir mögen die Lage des Zimmers.
      Und dann entdecke ich im Zimmer doch einen Unterschied zum letzten Aufenthalt: Es gibt keine plüschigen Teddybären, die auf dem Bett auf uns warten.
      Aber das ist verschmerzbar
      Denn alles andere ist wie erwartet.
      Auf der Terrasse machen wir es uns gemütlich. Es gibt Kaffee und Entspannung. Es ist unser 12. Urlaubstag und das erste Mal Zeit für ein entspanntes Nickerchen. Doch es ist ziemlich warm auf dem Patio. Deshalb machen wir eins auf absolute Umweltsünder: Die Tür zum klimatisierten Raum wird geöffnet. So kann man es aushalten.
      Später gehen wir noch etwas poolen.
      Das ist ja wie im Urlaub!
      Evening Reception ist praktisch wie ein Abendessen. Es gibt Salat, allerlei Frisches und kleingeschnippeltes Gemüse sowie warme Gerichte.
      Das Hotel verlassen wir heute nicht mehr.
      Wir lesen etwas, faulenzen und gehen einfach mal früh ins Bett.






      Gefahrene Strecke:: 176 Meilen = 283 Kilometer
    • New

      Maximaler Offroad Spaß

      Komisch.
      Wir sind erst zum zweiten Mal in diesem Hotel und schon kommt es mir vor wie zu Hause. Das Hotel habe ich im letzten Jahr ganz durch Zufall entdeckt. Und es hatte alles, was irgendwie zu einer Ferien-Traumlocation gehört. Jedenfalls für uns. Und das - obwohl das Zimmer so gar keine Aussicht anbietet.

      Es ist wohl die kleine Mini-Terrasse und die Tatsache, dass der Kaffee und etwas Obst schon abholbereit in dem nur wenige Meter entferntem Restaurant bereit stehen.
      Während also Rainer noch schläft, hole ich mein "Vor"-Frühstück und genieße die Sonne.
      Doch ehrlich...? Lange hält man es nicht aus. Viel zu brutal sticht die Sonne auf die Haut. Also rücke ich die Sonnenliege in den Schatten.
      Die Pflanzen werden gerade mit einem feinen Strahl Wasser besprüht und das macht in die Sonne geschaut, einen Regenbogen.
      Ich schreibe in mein Logbuch: "Start: 11.15 Uhr - Temperatur: 32°C.
      Unser heutiges Ziel: Der Bulldog Canyon.
      Der liegt östlich von Scottsdale. Östlich der Usery Park Road und westlich des Apache Trails. Im südlichen Ende des Tonto National Forest
      Der Ort Apache Junction ist wohl der bekannteste Ort in dieser Gegend.






      Wir fahren den East Shea Boulevard, die AZ-87 und den N Beeline Hwy bis zum Exit 199. Von dort nehmen wir den N Bush Hwy (FR-204) gen Süden.



      Ich mag einfach diese Strecke. Vor allem die Fahrt auf dem Bush Hwy gen Süden.
      Raus aus dem "Hustle & Bustle" der Cities - rein in diesen verwaisten Abschnitt.
      Linkerhand erscheint dann der wunderschön anzusehende Saguaro Lake, auf dem wir im letzten Jahr mit dem Boot unterwegs waren.
      Etwas halbherzig suche ich im Netz nach einer Karte für dieses Gebiet. Finde aber nichts Brauchbares. Was ich allerdings finde, ist ein eigentlich wichtiger Hinweis. Man benötigt ein Permit zum Befahren des BullDog Canyon - Ups!
      Das Permit soll kostenlos sein und deshalb hoffe ich, dass dies nur für die Hauptsaison gilt!

      # BullDog Canyon Offroad

      Der erste Eingang in die Bulldog Canyon Area befindet sich linkerhand, kurz nach dem man den Salt River überquert hat.
      Eine Metallschranke mit einem Schloss verhindert die Einfahrt.
      Hm. Also doch.
      Da steht auch ein Schild. Zum Glück wird beschrieben, wie man zu diesem Permit kommt. Für eine Online-Beantragung ist es wohl zu spät. Doch man kann es auch ganz analog machen. Und glücklicherweise ist heute Donnerstag...
      Die Ranger Station, die diese Permits vergibt, befindet sich in der
      5140 E Ingram St
      Mesa, AZ 85205
      Bis zur Ranger Station sind es etwa 14 Meilen.
      Als wir da ankommen, sind wir die einzigen Besucher der Ranger Station und werden sofort bedient.
      Tatsächlich ist die Ausstellung des Permits absolut problemlos und kostenlos. Es reicht die Fahrerlaubnis und die Angabe des Autotyps. Wir füllen ein Formular mit unseren Daten aus und erhalten das Permit mit der Zahlenkombination für alle Schlösser. Es gibt ja mehrere Eingänge. Außerdem gibt es drei DIN A4 Seiten voller Anweisungen und Verbote. Aber auch das allerwichtigste: eine grobe Karte.
      Wir entscheiden uns für Access Nr.2 - West Gate to BullDog Canyon OHV Area. Es ist der für uns momentan naheliegendste Eingang. Welche Strecke wir genau fahren werden, das wollen wir operativ an der nächsten und einzigen Kreuzung entscheiden.
      Und das ist die Übersicht und die von uns gefahrene Strecke am heutigen Tag.

      MAP

      Am Westeingang beginnt auch der BullDog Trail und der Lone Mountain Trail.
      Das Aufschließen der Schranke stellt kein Problem dar. Die Zahlen stimmen
      Nach nur wenigen Metern kommen uns zwei vollkommen verschwitzte Hiker entgegen. Keine Ahnung wie weit sie gelaufen sind. Doch auf jeden Fall ist es bei diesen Temperaturen eine echte Herausforderung. Denn es gibt weit und breit definitiv keine schattenspendende Pflanze! Und Saguaros sind für diesen Zweck einfach ungeeignet.
      Die unbefestigte Straße fährt sich gut.
      Es ist etwas hügelig aber sonst o.k.





      Wir sind alleine hier.
      Eine Gruppe OHV-Fahrer kommt uns entgegen. Aber das war's auch.
      Alleine mit Kakteen aller Art. Viele zeigen ihre schönsten Blüten. Nur die Saguaros sind noch nicht so weit. Ich mag die Ocotillos. Irgendwie ein komisches Zeugs. So 'ne langen, dünnen kaum stabilen Stäbe und am Ende so ein schöner kleiner Puschel.
      Ich bin begeistert.
      Rainer genießt es nicht ganz so wie ich. Denn die erste Herausforderung lauert nach einer Kurve. Die hat man vorher nicht gesehen.
      Die Löcher haben es ins sich. Das ist auf dem Foto vielleicht so nicht so zu erkennen. Aber dieser Teil der Strecke unterscheidet sich wesentlich von dem bisher Gefahrenen. Ich steige aus und kann so besser Rainer dirigieren. Wie zu erwarten, weist er meine Hinweise zurück. Die ersten zwei Versuche bringen ihn nicht weiter. Der dritte Versuch - mit meiner Anweisung - führt zum Erfolg!





      Oben angekommen streichen wir das Vorhaben noch heute bis zum Süd Tor zu fahren. Wir wissen nicht, wie viele solcher "Obstacles" noch auf sich warten lassen. Und der Nachmittag ist schon etwas fortgeschritten. Es ist kurz nach 14 Uhr.
      Also nehmen wir jetzt die FR-10 zum Nordausgang.
      Die Landschaft wird ab hier sogar noch etwas schöner.





      Wir erreichen ein Areal, das wesentlich bergiger ist.
      Leider sagt die Karte, die wir in der Ranger Station erhalten haben, nichts über die Topografie aus. Erwartungsgemäß haben wir hier auch kein Netz.
      Die letzte kleine Herausforderung ist hier zu sehen.
      Klein, weil es bergab geht und unser Auto wirklich eine hohe Bodenfreiheit aufweist.





      Dann wird es sandig - aber niemals gefährlich.
      Ein weiter Slot und dann geht es wieder auf einem nicht präpariertem aber festen Trail weiter.




















      An diesem Bergmassiv durfte Drohni ausfliegen.
      Eine fantastische Berglandschaft.
      Und der Blick in die Ferne, gibt einen schönen Überblick über die BullDog Canyon OHV Area.










      Die letzten zwei Meilen sind absolut unbedenklich und können auch mit einem 2x4WD gefahren werden.
      Wir tangieren eine Art Campingareal. Weit verstreut stehen hier Camper und sogar ein Cabrio. Sieht echt romantisch aus!
      Am North Gate to BullDog Canyon OHV Area verlassen wir den Bulldog Canyon und fahren so zurück, wie wir gekommen sind.
      Also nur eigentlich.
      Denn am Saguaro Lake nehmen wir uns noch etwas Zeit und fahren die Straße am nördlichen Ufer und freuen uns hier sein zu dürfen. Eine fantastische Gegend. Wie schön, dass es noch Orte im Südwesten der USA gibt, die nicht so überlaufen sind.
      In der Ferne ist die letzte Brücke des Apache Trails zu sehen, den wir im letzten Jahr gefahren sind.













      Gerade als wir wieder auf die Hauptstraße fahren wollen, sprechen uns zwei Frauen an. Sie suchen Hilfe, denn ihr Auto hat einen Platten. Aber irgendwie haben sie die Orientierung verloren und finden auch kein Restaurant oder etwas ähnliches, wo sie um Hilfe bitten könnten. Sie fragen nach dem Weg. Aber dann sind sie auch echt froh, als wir sie einladen und sie zum Bootshaus und dem Restaurant am Saguaro Lake fahren.
      Sie kommen aus Canada und machen hier drei Wochen Ferien. Nur hier. Auch nicht schlecht. Und sie wundern sich, als wir ihnen erzählen, was wir so in drei Wochen machen
      Halb Fünf erreichen wir unser Hotel. Jetzt heißt es noch schnell duschen und frisch machen. Denn in jeder Pore steckt ein Sandkorn! Ein Käffchen auf die Schnelle muss dann auch noch sein.
      Gegen Fünf kommen Heike & Hermann aus dem UNA-Forum.
      Wir verbringen einen sehr netten Abend auf unserer Chill-Terrasse.


      Gefahrene Strecke: 109 Meilen = 175 Kilometer
    • New

      muhtsch wrote:

      Es ist wohl dieses Geordnete und Angepflanzte und nicht das natürlich Gewachsene, was besonders mich von solchen Besuchen abhält. Schließlich wächst hier überall so viel und so natürlich, dass mir die Vorstellungskraft fehlt, wie mich ein Botanischer Garten oder Arboretum begeistern könnte.
      Ja, genauso geht es uns auch. Deswegen waren wir z.B. auch nicht in dem Botanischen Garten auf Vancouver Island, von dem viele so begeistert sind. Aber wenn ich jetzt Deine Bilder sehe und Deinen Text lese, dann sich das durchaus lohnen.
      Sieht wirklich gut aus dort.
      Schade, dass Du die falschen Schuhe anhattest.

      muhtsch wrote:

      Wie zu erwarten, weist er meine Hinweise zurück. Die ersten zwei Versuche bringen ihn nicht weiter. Der dritte Versuch - mit meiner Anweisung - führt zum Erfolg!
      Ha :gg: :!! .

      Tolle Landschaft im Bullfrog Canyon.

      muhtsch wrote:

      Und sie wundern sich, als wir ihnen erzählen, was wir so in drei Wochen machen
      Wundern wir uns hier nicht, wie die Japaner Europa in 3 Wochen bereisen? Manchmal fühle ich mich auch ein bisschen so auf solch einer Tour in Nordamerika. An vielen Stellen würde ich auch gern mal länger bleiben uns einiges besser kennen lernen.

      muhtsch wrote:

      betty80 wrote:

      Einfach irre. Und macht Spaß.
      Ich glaube, wenn man oben ist, genießt man den Ausblick so sehr, dass man keine Flugangst mehr hat
      Das hoffe ich ja auch. Aber meine Flugangst ist ziemlich groß :schaem:

      Liebe Grüße

      Bettina
    • New

      bela wrote:

      Wundern wir uns hier nicht, wie die Japaner Europa in 3 Wochen bereisen?
      Ich glaube Chinesen haben schon längst die Japanese "überholt"
      Vor allem habe ich bei den Bürgern aus dem roten Land den Eindruck, dass sie eh nicht an dem gesehenem interessiert sind.
      Hauptsache sie haben ein Bild vor der Attraktion und dann labern sie weiter :gg:

      bela wrote:

      Aber meine Flugangst ist ziemlich groß
      Echt?
      Ich kenne das ja.
      Werde aber immer mutiger.
      Im letzten Jahr hat mir mein Mann einen Gutschein für einen Flugsimulator mit der A380 geschenkt.
      Ich hätte danach gleich fliegen können - und zwar mit Null Angst. Seit dem sind wir schon mehrfach geflogen und es war wesentlich besser
    • New

      Ina wrote:

      Interessant Strecke, die hatte ich noch nie auf dem Plan
      Irgendjemand hat mir das bei fb empfohlen. Ich glaube aber zum Wandern.
      Keine Ahnung. Aber wandern würde ich da nicht wollen. Als offroadstrecke wars genial.
      Wir fahren ja dann am Tag 15 noch einmal hin. Dann machen wir eine sehr interessante Tour in diesem Canyon.
    • New

      Wieder zwei sehr schöne Tage, die Mine und den botanischen Garten habe ich 2017 auch besucht. :D
      Der Boyce Thompson Arboretum hat mir auch super gefallen, Mine war ein kurzer Stopp, habe wie ihr das Schild gesehen und einen kurzen Stopp am Aussichtspunkt eingelegt.

      BullDog Canyon noch nie gehört, nette Backroad.

      Schade das ihr Drohni später verloren habt :rolleyes: , die Bilder von oben haben schon was.
    • New

      Thomas_W wrote:

      BullDog Canyon noch nie gehört, nette Backroad.
      Die ist im nördlichen Teil sehr schön und dann eben auf dem Weg gen Süden. Vor allem auf dem letzten Drittel.
      Das Stück zwischen Westeingang und der Kreuzung ist "nur" nett
    • New

      Tag 14 - vorerst der letzte in der Berichterstattung, da es morgen wieder in den Urlaub geht :gg:


      Dem Camelback auf die Pelle gerückt & Verzauberndes im Electric Desert

      Wieder einmal sind wir nicht eher fertig geworden und so ist es kurz nach 10 Uhr, als wir den Parkplatz bei 31°C verlassen.
      Der Plan ist klar: Heute (er)-wandern wir den Camelback Mountain, den Berg, der über die dominante Silhouette eines sitzenden Kamels zu seinem Namen kam.
      Der Wanderweg hatten wir schon im letzten Jahr auf der to-do-list. Aber die außergewöhnliche und extreme Hitze um die 50°C hat uns davon abgehalten.
      Nun hatte ich ja gehofft, dass es im April viel kühler ist. Doch die 33°C, die wir schon bei der Ankunft auf dem Parkplatz auf unserer Haut spüren, sind auch nicht gerade wanderfreundlich.

      # Camelback Mountain - The Echo Canyon Trail

      Es gibt zwei Wanderwege zum Summit des 824 Meter hohen Berges.
      Den Cholla Trail und den Echo Canyon Trail.
      In jedem Reiseführer wird vom "Great View" auf das gesamte Umland geschwärmt. Selbst bei Trip Advisor gehört dieser Aufstieg zu den 10 Must-do's des Phoenix/Scottsdale Areals.
      Bei so viel Empfehlung und Schwärmerei müssen wir einfach auch diesen Weg laufen!
      Im Nachhinein weiß ich es besser: Ich hätte genauer nachlesen sollen.
      Denn beide Trails werden als sehr schwierig eingestuft.
      Kurz vor Elf sind die Wanderschuhe geschnürt und auch genug Wasser ist im Rucksack. Die Sonne hat kein Erbarmen und knallt mit voller Kraft auf den Kopf.
      Und natürlich sind wir nicht alleine hier. Der Weg gleicht einer Ameisenstraße. Die einen sind auf den Weg nach unten - die anderen nach oben. Manche können es nicht erwarten und joggen nach oben. Das geschätzte Durchschnittsalter beträgt etwa 30 Jahre. Wir Alten sind eindeutig in der Minderheit.
      Durchtrainierte Bodys überholen uns immer wieder.
      Rechterhand gehen wir an einem pagodenartigen, offenen Haus vorbei. Dort sitzen ganze Gruppen junger Menschen. Ich denke noch: "Die waren vernünftiger und haben den Trail schon in der Frühe absolviert."
      Es geht gut voran. Mein Knie gibt keinen Mucks von sich. Ich bin zufrieden. Bald müssen die besagten Treppen kommen.
      Die ersten Hiker, die mit uns gestartet und uns überholt haben, kommen uns wieder entgegen.
      Ah ja. Scheint also doch nicht mehr so weit zu sein.
      Irgendjemand sagt zu uns: "You are almost there".
      Klingt gut und macht Mut.
      Doch irgendwann brauche ich Schatten und eine erste Trinkpause! Ich schwitze aus allen Poren.
      Eine Info-Tafel wirft mich dann aus dem Zufriedenheitsmodus. Ich habe praktisch noch gar nichts von der erforderlichen Höhe geschafft!












      Ich schlage Rainer vor, der ja wesentlich schneller sein könnte, schon vorzugehen. In Anbetracht der Skizze bin ich mir auch gar nicht mehr sicher, ob ich das schaffen kann.
      Wie auch immer. Rainer gibt mir die Autoschlüssel und wir verabreden uns für 1pm am Auto. Das ist in anderthalb Stunden!
      Meine Hiker-Story endet nach einer weiteren Viertelstunde. Ich kehre um.
      Rainer dagegen hat es durchgezogen und hat mit einer Handvoll weiteren Wanderern die absolute Spitze erreicht. Die meisten, so erzählt er es mir, geben nach den Treppen oder eben dem weiteren Weg auf und kehren um.
      Tolle Ausblicke, die er fotografisch festgehalten hat, sind sein Mitbringsel von einer Wanderung, die ich wohl nie machen werde.













      Auf dem Weg ins Hotel gibt es einen Caramel Frappuccino für jeden von uns.
      Und dann geht es noch für eine Stunde an den Pool. Dieser ist sehr schön aber auch gut besucht. Jedenfalls die Liegen.
      Ein Nickerchen ist nicht drin. Leider. Irgendwie sind die Frauengruppen hier in der Überzahl und sie können sehr laut gackern









      # Desert Botanical Garden - Electric Desert

      Nach der Evening Rezeption geht es in den Desert Botanical Garden. Normalerweise gehören wir nicht zu den Gartenbesuchern im Urlaub.
      (Das habe ich ja schon vor drei Tagen so geschrieben. Und ja. Es stimmt tatsächlich.)
      Doch was uns anzieht, ist des Gartens besondere Attraktion: Electric Desert.
      Nach Sonnenuntergang wird man durch außergewöhnliche Lichtinstallationen im Zusammenspiel mit Musik verzaubert.
      Wir sind schon bei "noch Tageslicht" vor Ort.
      Der botanische Garten ist wunderschön angelegt und in einem Top gepflegten Zustand. Alle Wege sind gut präpariert und die Pflanzen gut ausgezeichnet.
      Die Sonnenuntergangsstimmung ist phänomenal!













      Es gibt sieben ausgezeichnete Stellen, an denen die Lichtinstallationen die Kakteen anleuchten. An der Ullman - Terrasse sind Stühle aufgestellt. Hier findet eine Art Konzert passend zu den Lichteffekten statt.


      Einfach mal klasse!
      An anderen Punkten werden die Kakteen mit wechselnden Farben angeleuchtet.
      Doch die meiner Meinung nach beste Show läuft in der Cactus & Succulent Galeria ab. Das ist da, wo es eine Art Überdachung gibt.
      Kakteen werden zu kriechenden Schlangen. Ganze Areale suggerieren uns, sich im Great Barrier Reef zu befinden. Organ Pipes und andere Sukkulenten werden zu poppigen Säulen!
      Das Ganze wird musikalisch untermalt, so dass die Illusion besser nicht sein kann.













      Es ist verrückt.
      Man kann auf der Stelle stehen bleiben und man sieht ständig etwas anderes.
      Die langen auf dem Boden liegenden Kakteen werden so angeleuchtet, dass man sich schlängelnde Schlangen sieht.
      Die Musik tut ihr Übriges.
      Absolut genial!










      Fasziniert verlassen wir kurz nach 9.30pm das Gelände. Aber wir hätten noch bis 11pm bleiben können. Und als wir den Parkplatz verlassen, kommen immer noch viele neue Besucher.
      Electric Desert fand vom 15.Oktober 2018 bis 12.Mai 2019 statt.
      Und ich denke, bei diesem Zuspruch wird diese Show im Herbst wieder starten.


      Gefahrene Strecke: 53 Meilen = 85 Kilometer
    Das Nordamerikaforum mit Herz und Verstand
    Mbo Forum Discover America 2005-2019
    Dieses Forum hat keinen kommerziellen Hintergrund und ist rein privater Natur.