Kinzua Bridge State Park, Pennsylvania

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    • Kinzua Bridge State Park, Pennsylvania



      Die Kinzua Bridge war bei ihrer Fertigstellung 1882, die höchste und längste Eisenbahnbrücke der Welt. Diesen Rekord hielt sie immerhin 2 Jahre.

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      Die erste Brücke war keine Stahlbrücke, sondern bestand aus Gusseisen! 40 Arbeiter erbauten in nur 94 Tagen für die New York, Lake Erie and Western Railway (NYLE&W) diese Brücke um die Kohlevorkommen der Region für die Abnehmer an den Großen Seen zu erschließen, 92 Meter hoch und 625 m lang.
      Bei ihrer Fertigstellung als 8. Weltwunder gepriesen, wurde sie Ziel von Ausflugsfahrten von Albany um einmal über die Brücke zu fahren. Aufgrund der geringen Geschwindigkeit konnte man dies auch genießen, die Züge durften nur mit 5 mph über die Brücke rasen. Bei starken Wind und höherer Geschwindigkeit geriet die Brücke in Schwingungen.

      Da Loks und Wagen schwerer wurden, wurde die erste Brücke 1900 durch die heutige verbliebende Stahlkonstruktion ersetzt. Pfeiler für Pfeiler wurde abgerissen und durch die neue Konstruktion ersetzt. Auch dafür brauchte man nur 4 Monate. Allerdings beging man den Fehler die alten Bolzen, die die Pfeiler mit dem Betonfundament verbinden, von der ersten Brücke weiter zu verwenden. Das sollte 2003 ihr zum Verhängnis werden.


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      Trotz der neuen Brücke blieb es bei der Überfahrgeschwingkeit von 5 Meilen pro Stunde. Doppeltraktionzüge mussten getrennt über die Brücke fahren, erst die erste Lok, dann die zweite Lok mit den Wagen hinterher, wieder ankuppeln und weiter. Dieselloks hatten diese Einschränkung nicht, sie waren leichter als Dampfloks. Immerhin durfte auch eine Big Boy über sie fahren. Mit neuen Bremsern auf der Strecke erlaubte sich die Crew immer einen Scherz. Kurz vor der Brücke schickte man sie über die Waggondächer nach hinten zum Bremserwagen. So erlebten sie die Überfahrt über die Brücke oben auf den Waggondächern und hatten freien Blick in den Abgrund. :EEK: Mit dem Ende der Kohleförderung wurde die Linie 1959 stillgelegt.

      Am 29. August 1977 würdigte man die Ingenieurleistung und nahm sie im National Register of Historic Places auf.
      1987 bergan die Knox and Kane Railroad von Marienville, PA, Museumsfahrten über die Brücke durchzuführen. Im Juni 2002 wurde die Brücke erst für Züge und im August auch für Fußgänger wegen Einsturzgefahr gesperrt. Im Frühjahr 2003 wurde mit Erhaltungsreparaturen begonnen. Zu spät. Am 21. Juli 2003 stürzten durch einen Tornado 11 der 20 Pfeiler ein. Ursache, die erodierten Haltebolzen an den Fundamenten, denn die Pfeiler stürzten in einem Stück ins Tal.
      2011 wurde der Rest wieder für den Besuch freigeben. Am Ende der Brückenruine hat man einen Skywalk intrigiert, einen Glasboden. Glasboden? Ich konnte schon 1999 nicht über die Brücke laufen, weil man zwischen den Brettern durch schauen konnte. :EEK: Ein Wiederaufbau der Brücke würde $45 Millionen kosten.


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      Gruß
      Ulrich

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    • Wurde die von Missjöh Eiffel entworfen? Sieht etwas nach Eiffelturm aus.

      LG,

      Ilona
      Liebe Grüße

      Ilona



      "Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat." (Erich Kästner)


    • Nein. :gg:
      Die neue Brücke wurde von C.R. Grimm entworfen und von der Elmira Bridge Company gebaut.
      Diese Trestle Brücken sieht man ja drüben sehr häufig, denn die wurden ja auch in den Staaten erfunden.

      Und auch die ersten Achterbahnen verwendeteten die gleiche Bauweise.
      Gruß
      Ulrich

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    • Buerzelpeter wrote:

      Und meinst du es lohnt sich den Rest anzuschauen?

      ;;NiCKi;:
      Ist sicherlich noch immer einen Stop wert. Es wurde auch ein Trail angelegt, der nach unten ins Tal führt. Wenn ich das richtig verstanden habe, liegen die trümmer der umgestürzten Pfeiler noch immer dort.
      Und ein Skywalk ist ja immer ganz nett.

      Ich kenne die Brücke ja nur von vor dem Tornado.
      Gruß
      Ulrich

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    • Wir haben uns die Brücke im Mai 2013 angeschaut und so sieht es jetzt dort aus.



      Die alten Pfeiler liegen noch rum, allerdings ist es verboten ins Tal zu wandern. Es ist durch einen Zaun abgesperrt und ein Schild weist darauf hin, das es verboten ist und mit Strafe geahndet wird.



      Man kann auch immer noch zwischen die Bretter schauen und sich die Pfeiler anschauen.



      Am Ende der Brücke befindet sich der Skywalk. Wobei ich Walk etwas übertrieben finde, es ist eher ein Guckloch.



      Und so sieht es aus wenn man durchguckt.

      Viele Grüße Anett
    • Da ist ja noch kein grünes Blatt auf den Bäumen!
      Das hätte ich nun nicht gedacht.

      Danke fürs Update. :clab:

      Haben die beim Rest nun die alten Bolzen ausgetauscht?
      Gruß
      Ulrich

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