Chaco Outlier Kin Klizhin, NM

  • Kin Klizhin


    Der Name ist eine Variante des Navajo Tsin Nitl'iz oder "hard wood," "black wood “or” charcoal place" („hartes Holz“, „schwarzes Holz“ oder „Kohleplatz“).


    Der Weg zu Kin Klizhin ist keine Road sondern ein Two Track, also quasi nur eine Fahrspur. Vom Visitor Center des Chaco Canyon sind es ca. 12,5 Meilen und wir haben etwa 45 Minuten dafür gebraucht.



    Auf dem Weg zum Chaco Canyon bei Sonnenaufgang:

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    Es war teilweise eine Offroad-Strecke :EEK: und es gab ein paar zum Teil sehr nasse Lehmpassagen :wut1: , die man aber leicht umfahren konnte. :gg: Wir konnten aber nicht bis ganz hinfahren, da in einem Wash kurz vor dem Ziel ziemlich viel Wasser stand und ich da nicht durchfahren wollte. Wir sind dann die letzten 500 Meter zu Fuß gegangen.


    Outlier

    Kin Klizhin ist ein Choaco Outlier. Wie der Name schon sagt, umfasst der Chaco Culture National Historical Park mehr als nur den Chaco Canyon. Während sich die Chacoan-Kultur in der Schlucht mit ihren spektakulären Great Houses und der dichten Konzentration monumentaler Architektur konzentrierte, erstreckte sich der Chacoan-Einfluss viel weiter, über das gesamte San Juan-Becken und sogar ein bisschen darüber hinaus. Die gesamte Region enthält abgelegene Great Houses, die viele der gleichen Merkmale wie die Great Houses im Chaco Canyon aufweisen (Kern- und Furniermauerwerk, großflächige Planung, übertriebene Größe im Vergleich zu anderen Gebäuden in der unmittelbaren Umgebung), allerdings in einem kleineren Maßstab. Diese abgelegenen Great Houses und die Great Kivas und Gemeinschaften kleiner Häuser, mit denen sie normalerweise in Verbindung gebracht werden und zeigen deutliche Beweise für die Ausbreitung des Chacoan-Systems über ein bemerkenswert weites Gebiet.

    Die Great Houses Pueblo Pintado und Kin Klizhin sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Informationen und Wegbeschreibungen sind im Besucherzentrum des Parks erhältlich.

    Kin Bineola und Kin Ya'a sind zurzeit für die Öffentlichkeit geschlossen.


    Kin Klizhin Site Description:

    Kin Klizhin ist ein kleines nicht ausgegrabenes Great House, das etwa 10 Meilen (16,1 km) südwestlich von Pueblo Bonito und etwa 7 Meilen westlich des unmittelbaren Chaco Canyon-Gebiets liegt. Kin Klizhin liegt am Kin Klizhin Wash auf einer Höhe von 6.520 Feet und war durch eine Chacoan-Road mit dem Kerngebiet von Chaco verbunden. Baumringe datieren den Bau dieser Stätte in die späten 1080er Jahre n. Chr.


    Das Great House wurde so gebaut, dass die Räume einen abgestuften Stützpfeiler für die Turm-Kiva (erhöhte Zeremonienräume) bildeten. Das Pueblo enthält 8 Zimmer im Erdgeschoss, 6 mögliche Zimmer im zweiten Stock und 2 Kivas mit geschlossener Oberfläche.


    In modernen Pueblo-Kulturen sind Kivas multifunktionale Gebäude, die für religiöse Anbetung, Gebetswachen, Vorbereitungen und Zeremonien genutzt werden. Der spektakulärste Teil des Geländes ist eine 3- bis 4-stöckige Turm-Kiva. Die Turm Kiva befindet sich im zentralen Teil des Gebäudes an der hinteren Westwand. Dieser kreisförmige, mehrstöckige Raum (15 Feet im Durchmesser) war in einem massiv gefüllten, rechteckigen Mauerwerk untergebracht. Das Innere der Turm-Kiva kann 3 oder 4 Stockwerke umfasst haben und eine ganz besondere zeremonielle Funktion gehabt haben. Vier gestapelte Kivas könnten symbolisch für die 4 Welten gewesen sein, die für den Glauben der Puebloaner von zentraler Bedeutung sind. Aufgrund seiner hohen Sichtbarkeit könnte die dreistöckige Turm Kiva eine Signalstation innerhalb eines breiteren regionalen Kommunikationssystems gewesen sein.


    Das Great House ist im Osten eines D-förmigen Platz, der von einer Mauer umgeben ist. Der größte Teil dieser Mauer ist mit vom Wind verwehtem Sand bedeckt und besteht hauptsächlich aus heruntergefallenes, verstreutes Mauerwerk. Der Platz scheint keine Strukturen zu enthalten. Plazas sind wichtige Bereiche in modernen Pueblos, wo viele Aktivitäten stattfinden – öffentliche Zeremonien, Handel, Gemeindeversammlungen und tägliche Aktivitäten.


    Es ist bekannt, dass weniger als ein Dutzend Turmkivas in der Chacoan-Welt existieren. Drei Baumringdaten (1086 und zwei in 1087 n. Chr.), die 1932 von Florence Hawley gesammelt wurden, weisen darauf hin, dass eine große Bauzeit um 1087 n. Chr. stattfand.


    Das Mauerwerk von Kin Klizhin ist ein typisches chacoanisches Kern- und Furniermauerwerk, ein charakteristisches Merkmal der Chaco Great House Konstruktion. Der Kern besteht aus grob geformten Sandsteinstücken, die in einem Lehmmörtel verlegt wurden. Der Kern wird dann auf beiden Seiten mit sorgfältig ausgewählten und geformten Steinen verkleidet, um das Furnier herzustellen.


    Die Struktur kann von Tsin Kletsin aus gesehen werden, einem Great House südlich des Chaco Canyon und einer Chacoan Road, die den Chaco Canyon durch den South Gap verlässt. Der Kin Klizhin Wash verläuft direkt östlich des Great Houses. Neben dem Gebäude selbst wurden in der Gegend mehrere Wasserkontrollmerkmale festgestellt, darunter ein großer Damm, der in Verbindung mit einem Kanal- und Grabensystem verwendet wurde, um große landwirtschaftliche Felder in der Nähe des Great Houses mit Wasser zu versorgen. Somit hatte das Gebiet das Potenzial, eine große Menge an Nahrungsmitteln zu produzieren. Die Landwirtschaft war ein wichtiger Aspekt der Gemeinde, und die Menschen haben möglicherweise die Menschen im Chaco Canyon mit Nahrung versorgt. In den 1980er Jahren durchgeführte Vermessungsarbeiten ergaben mehrere kleine Hausstandorte in der Gegend.


    Bilder:


    Querfeldein nach Kin Klizhin

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    Blick zurück zur Road und dahinter Richtung Chaco Canyon:

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    Turm-Kiva:

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    Typisches Choco Mauerwerk:

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    Prehistoric Roads

    Die Analyse von Luftaufnahmen ergab, dass eine prähistorische Road an Kin Klizhin vorbeiführt. Diese Road beginnt im Chaco Canyon und führt von South Gap (einem natürlichen Bruch in der Mesa) nach Süden. Nach dem Verlassen des Gaps biegt die Road nach Westen ab und führt direkt nach Kin Klizhin. Von Kin Klizhin führt die Road genau nach Westen zum Kim-me-ni-oli-Valley (Kin Bineola) und verläuft eine Meile nördlich von Kin Bineola. Die Roads wurden möglicherweise genutzt, um Reisende für Zeremonien und Handel in den Chaco zu leiten oder um die Bedeutung der Verbindungen der Menschen zum Chaco zu symbolisieren.


    Auch wenn die Fahrt wegen Regen einige Tage vor unseres Besuchs grenzwertig war (feuchte und lehmige Piste), hat sich der Besuch gelohnt.

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