Cottonwood Narrows, UT

  • War schon einmal jemand in den Cottonwood Narrows?
    Wenn ja, lohnt sich dieser kleine Abstecher oder sollte man doch gleich weiterfahren zum Yellow Rock?
    Wir kommen von Page aus und wollen die CCR nach Norden weiterfahren.
    Ansonsten wollen wir da evtl. nur mal kurz anhalten und mal einen Blick reinwerfen und dann gleich weiterfahren.



    Greetz,


    Yvonne

  • Hi,


    wir haben im Sept. 2006 den kurzen Abstecher zu den Cottonwood Narrows gemacht. Ich kopiere mal einen Auszug aus unserem Reisebericht:


    Mit dem GPS in der Hand dirigiere ich Frank auf der Suche nach dem Trailhead noch weiter in südliche Richtung. Den Abzweig sehen wir dann auch direkt und wenig später parkt unser Trailblazer auf einem welligen, mit Schlaglöchern durchzogenen Platz zwischen einigen hochgewachsenen, schattenspendenden Büchen. Nach einem letzten Blick in den Wanderführer stapfen wir mit leichtem Gepäck davon und halten auf den Einschnitt in den hochaufragenden Felswänden zu, die von eingen Hoodoos gekrönt werden.



    Der Trail folgt zunächst auf bequemen Weg dem verfestigten Sand des Cottonwood Wash und das Gehen bereitet zunächst keine Mühe. Unvermittelt stehen wir vor einer Blockhalde und suchen uns einen Weg vorbei an den riesigen Felsbrocken, das ist der Einstieg zu den südlichen Narrows.



    Im Schatten der steilwandigen Sandsteinwände folgen wir dem natürlichen Verlauf, den der Cottonwood Creek im Laufe der Zeit in das weiche Gestein gegraben hat. Wir erkunden einen seitlich abzweigenden Slotcanyon, stehen aber schon bald vor einem unüberwindbaren Hindernis.



    Zwischendrin weitet sich der Canyon immer wieder und einzelne grüne Sträucher sorgen für schöne Farbtupfer zwischen den gelb-weiss-roten Canyonwänden.



    Plötzlich verengt sich der Canyon so weit, dass wir uns unseren Pfad durch von tosendem Wasser ausgewaschenen Trögen bahnen müssen.



    Das glattgeschliffene Gestein gibt Zeugnis von den Urgewalten, mit denen die Flash Floods durch den Canyon schiessen und immer wieder riesige Felsbrocken, Baumstämme und Geröll mitreissen.



    Mit hallendem Stimmenklang kündigen sich zwei weitere Hiker an. Es sind zwei ältere, aber gut ausgerüstete Damen, die den nördlichen Einstieg genommen haben und jetzt mit hohen Wanderstiefeln, Trekkingstöcken und Daypack durch den Canyon wandern. Nach ein wenig Small Talk laufen wir weiter, um uns auch die oberen Narrows anzuschauen.


    Das Bett wird jetzt steiniger, das hält Frank trotzdem nicht davon ab, unsere Wanderung zu Filmen.



    Wir passieren den Ausstieg und streifen weiter nach Norden und folgen dem Verlauf bis zu einem weiteren abzweigenden Slotcanyon. An den Upper Narrows verengt sich der Canyon zunehmend, wir sind am Ende unserer Tour angelangt und kehren um. Den Ausstieg meistern wir mit wenig Mühe und stehen inmitten bizarrer Felsen neben der Cottonwood Canyon Road.



    Wir begeben uns auf die Suche nach „Candyland“. Dieses von Laurent Matres beschriebene Wunderland aus vielfarbigen, aufragenden Felstürmen finden wir ein wenig die Strasse runter auf der anderen Strassenseite und bahnen uns einen Weg durch die niedrige aber teilweise stachlige Vegetation, stetig bemüht, mit unseren Tritten so wenig Schaden wie möglich anzurichten.



    Ich möchte gerne die umliegenden Hügel erklimmen und die Gegend erkunden. Frank zeigt dafür wenig Begeisterung, denkt er doch an die Kamerataschen, die uns rechts und links um die Hüften baumeln und die wir beim Klettern nicht in den Rucksack stecken können, da dieser im Auto ist. Unser Wasservorrat in dem kleinen Hydrobag neigt sich auch allmählich dem Ende zu und nach einer knappen halben Stunde cross-country stehen wir wieder auf der staubigen Cottonwood Road. Das GPS hätten wir heute nicht gebraucht, da ich es um den Hals hängen habe, starte ich die Navigation und wir folgen spasseshalber dem Richtungspfeil zu unserem Auto. Es sind etwa 2 km die Cottonwood Road runter und trotz Hitze eilen wir zügig unserem Fahrzeug entgegen. Für die Wanderung mit dem kleinen Ausflug ins „Candyland“ haben wir etwa 2,5 Stunden gebraucht.

    Gruss Kate
    +++++++++
    On Tour:
    2000-09: 7xUSA West & Kanada
    2000-10: D,F,I,GR,MC,E,AND,L,A,HR
    2011: D, GB, HR-MNR-BiH, I
    2012: Inselhopping HR (Pag, Rab, Cres, Losinj)
    2013: Dalmatien & BiH im Mai/ Süd-Norwegen im Juli/August

  • Danke Kate, deine Beschreibung des Trails sowie das Bild von Candyland macht doch Lust auf mehr. Aber ich schätze mal, das werden wir dann spontan vor Ort entscheiden. Und 2,5 Stunden sind ja von der Zeit her okay.



    Greetz,


    Yvonne

  • Ich möchte im September diese Narrows durchwandern und bin trotz Peter Felix Schäfer und Studium von verschiedenen Berichten nicht so ganz über den Weg im Klaren.


    Wir kommen von Norden und ich denke, ich finde den Trailhead, der an der Straße liegt (richtig?).


    Der Ausstiegspunkt im Norden ist mir aus Peters Buch auch klar (Koordinaten).


    Nur was mache ich, wenn ich draußen bin? Einfach nach Osten gehen bis ich auf der CCR bin? Wie weit ist das dann?


    Und hat von euch jemand vielleicht Koordinaten für den Punkt an dem man auf die CCR rauskommt. Wir haben 2 Autos und könnten ja eines dort stehen lassen.

  • Hallo Werner,


    für die Wanderung benötigt man kein GPS. Wir hatten es zur "Sicherheit" mit den Koordinaten für den Ausstieg gefüttert und uns via GPS zum südlichen Parkplatz navigieren lassen (mit den Koordinaten aus Peter F. Schäfers Buch Wandern im Südwesten der USA)


    Der südliche - untere Einstieg in den Canyon, Blick vom Parkplatz:


    Im Canyon:


    Der nördliche - obere Ausstieg aus dem Canyon, direkt neben der Cottonwood Canyon Road:

    Es geht einen kleinen Hügel hinauf und nur kurz (max. 50 m) durchs Gelände, dann ist man bereits auf der CCR.


    Hier könnte man das Auto abstellen, wenn man den oberen Einstieg nehmen möchte:


    Wir haben keine Klapperschlange gesehen, allerdings ist in einigen Passagen im Canyon überdurchschnittlich viel Buschwerk.


    Zwei Fahrzeuge braucht man nicht, es sind nur 2 km über die Cottonwood Road zurück zum Auto. Nach dem letzten Abschnitt der Cottonwood Narrows muss man wieder zurück zum von Peter F. Schäfer beschriebenen Ausstieg gehen - den man eigentlich nicht übersehen kann, da es die einzige Möglichkeit weit und breit ist, wo man sich nach Osten aus dem Canyon fortbewegen kann. Man steht inmitten des bizarren Abschnitts des Cottonwood Canyon, wo man sich unbedingt etwas umsehen sollte.


    Hier hatte ich über unsere Eindrücke aus den Cottonwood Narrows geschrieben.

    Gruss Kate
    +++++++++
    On Tour:
    2000-09: 7xUSA West & Kanada
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    Edited 7 times, last by Canyoncrawler ().

  • Vielen Dank für die Hilfe.


    Schlangen:
    Ich hab noch NIE eine Klapperschlange getroffen und will endlich mal eine sehen. Den Begleitern sag ich einfach nichts :MG:


    @Kate:
    Ich hab deinen Bericht schon gelesen. Die zusätzliche info zu den Fotos hilft. Den Einstieg kann man ja wohl nicht übersehen. Das Ausstiegsfoto nehm ich mit.


    Ich hab inzwischen auch eine Topomap gefunden, in der die Route eingezeichnet ist. Interessanterweise beschreiben alle die Route von Nord nach Süd.


    Und der Schwenker weiter in den Norden scheint ein Muss zu sein, die sagen alle, dass dort die schönsten Narrows sind.


    Wir werdens sicher finden.

  • Nord nach Süd hat den Nachteil, dass ihr dann die Cottonwood Road bergauf zurück zum Auto laufen müsst (die Steigung hält sich aber in Grenzen) und dass die Parkmöglichkeiten am nördliche Einstieg begrenzt sind, während am südlichen Einstieg gut 5 - 10 Autos stehen können.
    Die Upper Narrows haben mir auch am besten gefallen, ausserdem der Dead End Slot Canyon im südlichen Bereich.


    Das Ausstiegsfoto ist von draussen fotographiert, im Canyon haben wir kein Foto vom Ausstieg geschossen (nur nochmal zur Klarstellung).


    Am Wochenende haben wir nochmal kurz in unser Video reingeschaut und da ist mir nochmal bewusst geworden, wie schön dieser Canyon ist: üppige Vegetation und viele Vögel die gezwitschert haben.
    Trotz dem direkten Zustieg unmittelbar neben der Strasse haben wir (Ende Sept.) nur zwei weitere Wanderer getroffen, ist also nicht so überlaufen wie die Slot Canyons der Dry Fork.

    Gruss Kate
    +++++++++
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    Edited once, last by Canyoncrawler ().

  • Hallo Werner,


    Silke hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass Du Info's über die Cottonwood Narrows benötigst. Eigentlich hast du ja jetzt bereits alle wichtigen Infos, dennoch wollen wir auch noch kurz etwas dazu sagen.
    Zum ersten findest Du einen Bericht über die CCR direkt auf unserer Seite über folgenden Link: Cottonwood Canyon Road Dort haben wir auch etwas über die Narrows geschrieben. Ist vielleicht einfacher als über unsere Site Map, wie von desert-Gerd vorgeschlagen.


    Canyoncrawler hat ja schon das wichtigste zur Tour im Canyon gesagt, zwei Fahrzeuge sind wirklich nicht nötig. Auch auf ein GPS kann man gut verzichten, die Parkmöglichkeit für den oberen Einstieg ist durch die Umgebung leicht zu finden. Da man hier den landschaftlich wohl spektakulärsten Teilabschnitt der Cottonwood Canyon Road vor sich hat.


    Mit einem Fahrzeug würden wir Euch allerdings den oberen Einstieg empfehlen und dort auch wieder aussteigen. Auf der Strecke über die CCR müsst Ihr einen größeren Höhenunterschied überwinden, als wenn Ihr wieder im Canyon zurück geht. Außerdem kann man dann nochmals den Canyon anschauen.


    Der Einstieg ist recht leicht zu finden, wenn man an der von Canyoncrawler angegebenen Stelle parkt, man kann normalerweise den Weg der in den Canyon führt schon auf der anderen Straßenseite erkennen. Ansonsten zeigt das vorletzte Bild von Canyoncrawler ja die entsprechende Stelle. Im Canyon kann man sich die Stelle für den Wiederausstieg merken. Der Schwenker in den Norden solltet Ihr auf jeden Fall machen, zumal es vom Einstieg nicht weit ist.


    Auch wir haben bei unseren bisher zwei Besuchen dort keine Schlangen angetroffen.


    Viele Grüße Andrea und Achim

  • Super, vielen Dank an alle.


    Ich hab schon verstanden, dass man nicht 2 Autos braucht, aber wir haben 2, also werden wir - wenn Parkplatz vorhanden - an beiden Enden parken.


    Jaja, lacht nur, da macht man einen Wanderurlaub und dann will man sich den einen Kilometer sparen. :rolleyes:

  • Wir sind im März 2008 durch den Cottonwood Canyon gelaufen und fanden nur den oberen Teil (Ausstieg) wirklich spektakulär. Wenn man keine 1,5 Stunden Zeit für die Wanderung hat und nur einen kurzen Zwischenstopp einlegen möchte, dann lohnt sich der kurze Weg in die Narrows.





    LG,


    Ilona

    Liebe Grüße

    Ilona


    "Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat." (Erich Kästner)


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  • Auszug aus Reisebericht:


    Cottonwood Narrows


    Zurück zur CCR und weitere 6,4 Meilen Richtung Süden zum Cottonwood Narrows North TH.


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    Unten in der Senke sieht man schon den Parkplatz.


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    Der Blick zurück:


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    Hier befinden wir uns, wie ich finde, im schönsten Teil der CCR, der Cockscomb. Total bunt und irre Felsformationen. ;;ebeiL_,


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    Schräg gegenüber des Parkplatzes (Westen) beginnt die Wanderung, die man als Rundwanderung gehen kann, wenn man über die Straße zurück läuft. Mit der Fotoausrüstung und etwas zu trinken ziehen wir los.


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    Noch verdienen die Narrows ihren Namen nicht:


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    Doch schon bald wird es enger.


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    Wir überholen eine Gruppe lärmender Amerikaner und legen einen Zahn zu, um etwas Abstand zwischen uns zu bringen. Ansonsten ist es eine einsame und landschaftlich schöne und abwechslungsreiche Tour.


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    Ein kleiner, wahrscheinlich namenloser Arch hoch droben:


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    Gleich haben wir das Ende des Canyons erreicht.


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    Der Blick von der Straße zurück zum südlichen Ende der Narrows.


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    Nun geht es eine Meile zurück auf der Straße. Es ist sehr heiß geworden, doch die großartige Landschaft ist das Schwitzen wert.

    Vorsicht, die Bilder – Flash Flood geht weiter! :schaem:


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    Wir haben ewig gebraucht für diese eine Meile. :gg:

    Die Cottonwood Narrows sind eine nette Tour; 5,9 Km und einfach zu begehen.


    Weiter geht‘s Richtung Süden.

    Unterwegs suchen wir uns ein schönes Plätzchen für ein Picknick.


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