Garmin GPS Geräte im Vergleich: Legend HCx, Vista HCx, Dakota 20, Oregon 450

  • Ein Bekannter von mir möchte sich demnächst ein GPS-Gerät zulegen und hat mich um Rat gefragt. Ich habe mich jetzt etwas ausgiebiger damit beschäftigt und ihm gesagt, dass es unterschiedliche Geräte gibt, einer der Hauptunterschiede ist ein Gerät mit oder ohne Kartenfunktion. Und das macht sich dann aber auch im Preis bemerkbar.


    Dann sollte man sich auch überlegen, ob man das Gerät nur sporadisch einmal im Urlaub benutzt, z. B. in USA oder ob man es öfters einsetzten möchte, z. B. beim Wandern oder beim Geocachen. Dann wäre ein Gerät mit Kartenfunktion wohl sinnvoller.
    Da die Garmin GPS-Geräte am häufigsten benutzt werden, habe ich ihm die Unterschiede der einzelnen Garmin GPS-Geräte kurz erläutert.
    Alle GPS-Geräte (mit oder ohne Kartenfunktion) habe die gleichen Grundfunktionen wie die Position des augenblicklichen Standortes in verschiedenen Formaten und die aktuelle Höhe auszugeben, die zurückgelegte Wegstrecke aufzuzeichnen, Wegepunkte zu speichern und Routen zu erstellen. Je nach Geräte wird der Benutzer dabei unterschiedlich unterstützt.


    Daher sollte man sich zuerst überlegen, ob man ein GPS-Gerät mit oder ohne Kartenfunktion benutzen möchte. Ich hatte beide Gerätetypen schon im Einsatz, ein Garmin 12 (wird wohl kaum einer mehr kennen) und das eTrex Vista HCx und das Oregon 450. Ich möchte heute auf den Komfort eines Gerätes mit Kartenfunktion nicht mehr verzichten.
    Deshalb hier nur die Unterscheide der Garmin GPS-Geräte (eTrex Legend HCx, eTrex Vista HCx, Dakota 20, Oregon 450 mit Kartenfunktion.


    1. Abmessungen, Gewicht & Leistung:
    Von den Abmessungen her sind das Legend, Vista und Dakota etwa gleich groß, das Oregon ist etwas größer. Dadurch ist das Display beim Oregon am größten.


    Die Auflösung des Displays ist beim Legend und Vista gleich, beim Oregon am höchsten. Das Dakota liegt dazwischen.


    Beim Gewicht sind Legend und Vista gleich schwer. Das Dakota und das Oregon sind ca. 40 Gramm schwerer.


    Obwohl beim Dakota und beim Oregon Akkus empfohlen werden, funktionieren sie auch wie das Legend und Vista mit zwei AA Batterien. Die Betriebsdauer sind allerdings sehr unterschiedlich (lt. Garmin Legend und Vista 25 Stunden, Dakota 20 Stunden und das Oregon 16 Stunden). Der Vergleich könnte stimmen, denn beim Vista, dass ich hatte, hielten die Batterien viel länger.


    2. Karten & Speicher
    Jedes GPS-Gerät verfügt über eine Basiskarte mit der man aber nicht sehr viel anfangen kann. Und bei jedem GPS-Gerät kann man zusätzlich Karten (gekaufte oder Freeware) hinzufügen.
    Beim Legend und Vista benötigt man dazu eine microSD Speicherkarte. Das Dakota und das Oregon haben einen 850 MB großen integrierten Speicher, auf dem man die Karten speichern kann. Aber auch beim Dakota und beim Oregon kann man microSD Speicherkarten einsetzten.
    Anmerkung: Beim Legend und Vista werden die Wegepunkte, Tracks, … nicht auf der microSD Speicherkarte gespeichert sondern auf einem internen Speicher. Ich habe gelesen, dass man beim Legend und Vista 4 GB große microSD Speicherkarten für die Karten benutzen kann. Beim Oregon habe ich eine 8 GB microSD Speicherkarte im Einsatz.


    Es gibt auch Grenzen bei der Anzahl der Wegepunkte, Routen und speicherbare Tracks:
    Max. Anzahl der Wegepunkte: Beim Legend, Vista und Dakota sind es 1000 Wegepunkte, beim Oregon sind es 2000.
    Max. Anzahl der Routen: Beim Legend, Vista und Dakota sind es 50 Routen, beim Oregon sind es 200.
    Max. Anzahl der speicherbaren Tracks: Beim Legend und Vista sind es 20 Tracks mit je 500 Punkten, beim Dakota und Oregon sind es 200.
    Anmerkung: Beim Legend und Vista dürfen die Tracks, die man an das GPS-Gerät überträgt, nur max. 500 Punkte haben. Haben die Tracks mehr als 500 Punkte, dann werden bei der Übertragung nur 500 Punkte übertragen, der Rest wird abgeschnitten. Man bekommt aber eine Meldung auf dem Display, dass der Track gekürzt wurde.


    3. Funktionen
    Es gibt bei allen GPS-Geräten zusätzliche Funktionen, die meiner Meinung mehr oder weniger sinnvoll sind, z. B. werde ich nie den Jagd- und Angelkalender benötigen, den es bei jedem Gerät gibt.


    Den grundlegendsten Unterschied sehe ich bei der Bedienung. Beim Legend und Vista hat man eine Joystick, beim Dakota und Oregon einen Touchscreen. Ich war anfangs skeptisch bei der Benutzung eines GPS-Gerätes mit Touchscreens, aber nachdem ich das Oregon jetzt schon einige Zeit benutze, bin ich jetzt davon begeistert, man ist damit viel schneller.


    Eine weitere Funktion ist der elektronische Kompass, den alle GPS-Geräte außer dem Legend haben. Auch haben alle GPS-Geräte außer dem Legend einen barometrischer Höhenmesser. Ob man diese Funktion unbedingt braucht, muss jeder selber wissen. Mit einem barometrischen Höhenmesser könnte man feststellen, ob der Luftdruck steigt oder fällt. Das könnte z. B. bei längeren Wanderungen im Gebirge von Bedeutung sein.


    Interessant gerade für Fotografen könnte der Sonnen- und Mondkalender sein. Hier kann man den Sonnen- und Mondaufgang bzw. untergang ablesen oder wann z. B. Vollmond ist.


    Interessant find ich die Funktion „Custom maps“ beim Dakota und beim Oregon. Damit kann man z. B. selber eingescannte Karten (als JPG) an das GPS-Gerät übertragen. Das könnten z. B. Wanderkarten eines speziellen Gebietes sein. Ich habe das einmal getestet, es funktioniert hervorragend. (falls Interesse besteht, kann ich ja einmal posten wie man da vorgeht).


    Beim Dakota und beim Oregon hat man die Möglichkeit, Daten von einem Gerät zu einem weiteren Gerät drahtlos zu übertragen, habe ich aber noch nicht ausprobieren können.


    Das Oregon hat noch einen Bildbetrachter mit dem man JPG-Bilder anschauen kann und es gibt die Funktion der Fotonavigation, d. h. man kann navigieren mittels Fotos mit GPS-Koordinaten.


    Es gibt noch weiter Funktionen wie „Geocaching-Modus“, GPS-Games, Gezeitentabellen mit optionaler BlueChart Karte,…


    Ob man diese Funktionen alle oder nur teilweise benötigt, liegt bei jedem selber. Es kommt sicherlich auch auf das Einsatzgebiet des GPS-Gerätes an. Ich benötige die meisten der Funktionen nicht.


    4. Preise (Garmin-Preisempfehlung)
    Die angegebenen Preise sind empfohlene Preise von Garmin.


    Legend: 229 €
    Vista: 279 €
    Dakota: 299 €
    Oregon: 399 €
    Die „Straßenpreise“ sind deutlich günstiger, das Vista kostet z. Z. ca. 200 €.


    5. Mein Fazit für eine Kaufentscheidung:
    Wenn man ein GPS-Gerät (mit Kartenfunktion) nur selten benutzten will und die meisten Funktionen - auch Kompass und barometrischer Höhenmesser - nicht benötigt, dann reicht ein eTrex Legend HCx vollkommen aus.


    Wenn man das GPS-Gerät häufiger nutzt und die Funktionen Kompass und barometrischer Höhenmesser nutzen möchte, dann sollte man sich für das eTrex Vista HCx oder das Dakota 20 entscheiden. Ich persönlich würde mich heute für das Dakota entscheiden, es ist nur etwas teurer (ca. 30/35 €) als das Vista, hat aber dafür schon einen 850 MB integrierten Speicher, Customer Map-Funktion, einen Touchscreen mit dem man schneller ist und es ist komfortabler zu bedienen.


    Für das Oregon 450 gibt es meiner Meinung eigentlich keinen rationalen Grund, außer man möchte ein besonderes Spielzeug haben. OK, dann müsste man eigentlich das Oregon 550 kaufen. Das hat zusätzlich noch eine Digitalkamera mit 3,2 Megapixeln. Jedes Foto wird mit den Koordinaten der aufgenommenen Position versehen.



    Vielleicht möchte sich ja jemand auch ein Garmin GPS-Gerät kaufen und dann ist dieser Vergleich hoffentlich hilfreich.




    Den Vergleich kann man sich bei Garmin auch in Tabellenform anschauen, siehe hier .

  • Toller Service Gerd.
    Wir haben uns ja schon das Oregon zugelegt (aus Spaß an der Freude ;)) aber dazu kann ich nur sagen



    Interessant find ich die Funktion „Custom maps“ beim Dakota und beim Oregon. Damit kann man z. B. selber eingescannte Karten (als JPG) an das GPS-Gerät übertragen. Das könnten z. B. Wanderkarten eines speziellen Gebietes sein. Ich habe das einmal getestet, es funktioniert hervorragend. (falls Interesse besteht, kann ich ja einmal posten wie man da vorgeht).


    :dafuer:


    Gruß
    Eva

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