Piraten der Karibik: Ein Augenzeugenbericht aus dem 21. Jahrhundert

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    • Piraten der Karibik: Ein Augenzeugenbericht aus dem 21. Jahrhundert

      Piraten der Karibik: Ein Augenzeugenbericht aus dem 21. Jahrhundert

      Mit der MS Hamburg von Kuba bis zur Dominikanische Republik


      Die Nationalflagge der Schweiz

      Piratenfrei!: Zürich / Schweiz

      Vorwort: Ich hatte bei meiner Kamera eine ISO-Einstellung vergessen zurück zusetzen, und das laienhaft den ganzen Urlaubüber nicht gemerkt. Argh!!! (allgemeiner Piraten-Ausdruck). Manche Bilder sind nicht in der von mir erhofften Qualität, und andere lohnenswerte Motive habe ich aus Scham und Eigenstolz erst gar nicht veröffentlicht. Ist ärgerlich, es gibt aber schlimmeres. Ich benötige kein Mitleid, und hämische Sprüche wie 'Hobby-Knipser' kann ich ertragen. Ansonsten lief ich oft 'Kameralos durch die Stadt' (wie in Santa Domingo oder Port Antonio), und an Stränden nahm ich sie auch nicht mit, weil ich sie ungern alleine und unbewacht liegen lasse. Aber nun zum Bericht, der hoffentlich trotzdem gefällt.

      Rückblende: Vor vielen Generationen war ich das erste Mal auf Langstrecke unterwegs, Ziel war Florida in den Vereinigten Staaten. Ich war jung, brauchte kein Geld, und besuchte unter anderem auch Disneyworld. Imponiert hatte mir dort wenig, dafür war ich dann doch schon zu alt. Eine der seltenen Ausnahmen war die Themenfahrt 'Pirates of the Caribbean', die letzte Disneyland-Attraktion, an der Walt Disney persönlich mit geplant hatte. Wir landeten in der Welt der Piraten, und durch Kanonenschüsse, Plündereien und brennenden Gebäuden wurde es ein gelungenes kleines Abenteuer. Dass aus dieser Disney-Attraktion eine Reihe von erfolgreichen Spielfilmen 'Fluch der Karibik' basieren, ahnte ich da noch nicht. Eine sich sehr wichtig nehmende Kollegin von mir, meinte mich korrigieren zu wollen, wenn von 'Piraten der Karibik' die Rede ist. Sie meinte, dass es 'Fluch der Karibik' heißt, und es nur das gibt. Ich ließ sie bei ihrem Glauben...

      Jahrzehnte später: Der Reisebericht meiner Asien-Reise im November 2018 endete mit der Bemerkung 'Die nächsten Monate ist Projektarbeit angesagt, mit längeren Abwesenheiten ist leider nicht zu rechnen. Erst im Mai 2019 habe ich wieder einen größeren und bereits gebuchten Urlaub vor'. Das war zu diesem Zeitpunkt geplant, aus technischen Gründen hatten wir aber einen Projekt-Stopp im März. Mir war es recht, und suchte etwas zu diesem Termin, um nicht monatelang im Rhein-Main Gebiet gefangen zu sein.

      'Karibik-Feeling unter Palmen' nannte sich eine angebotene Kreuzfahrt von Plantours mit der MS Hamburg, die von Kuba nach der Dominikanische Republik verlief:


      Meine Karibik-Kreuzfahrt mit der MS Hamburg (Copyright und Quelle: Mit freundlicher Genehmigung der Plantours & Partner GmbH)

      Eines der für mich gegensätzlichsten Ziele der Welt war Kuba. Auf der einen Seite reizte es mich seit langen die Insel zu besuchen (Zigarren, Rum und alte Autos, und viel mehr Einzigartiges), ich konnte mir aber auch gut vorstellen, dass diese auch einen leicht zur Verzweiflung bringen kann mit vielen Widersprüchen.

      Auf der Route wurden noch weitere karibische Destinationen angefahren, von denen ich noch nicht eines vorher besucht hatte. Acht neue Ziele, und vier neue Länder, hörte sich interessant an. Ich dachte an die Stimmung und den Rhythmus von Disneyworld (und natürlich an die Filme, die darauf aufgebaut wurden), und habe seitdem die Titelmusik im Kopf. Daraufhin entschied ich mich auf den Spuren der Piraten zu begeben. Frei nach dem Motto: 'Wann ist die beste Zeit nach Kuba zu fahren?' Jetzt! Spätestens nach Anblick von diesem Bild der MS Hamburg, aufgenommen in Kuba:


      Die MS Hamburg (Copyright und Quelle: Mit freundlicher Genehmigung der Plantours & Partner GmbH)

      Ein Schiff, vergleichbar von der Größe mit meinen Favoriten MS Astor, früher der MS Delphin und natürlich alle Schiffe von Silversea. Alles feine, kleine und familiäre Schiffe, und ich konnte mir gut vorstellen, dass ich mich auf der MS Hamburg bei meinem Erstbesuch auch wohl fühlen würde.

      Am Anfang plante ich nur die Kreuzfahrt, mit einer zeitnahen An- und Abreise. Fast täglich aber erweiterte ich die Reise. Naiv wie ich war, dachte ich zuerst an eine Anreise über die USA, bezahlbare Flüge gab es genug. Stutzig wurde ich, als ich bei der Buchung eine Kategorie für den Grund der Reise angeben musste: 'Offizieller Regierungsauftrag', 'Autorisierte Exportaktivitäten', 'Hilfsmaßnahmen für das kubanische Volk' und weiteres mehr was nicht auf mich zugetroffen hatte. Eine 'Journalistische Tätigkeit' sehe ich bei meinen amateurhaften Reiseberichten nicht. Ich hatte schnell eingesehen, dass ich wohl oder übel nicht über die USA nach Kuba fliegen konnte.

      Mein nächster Gedanke war ein Zwischenstopp in Cancun, und nach einem Aufenthalt dort weiter nach Havanna zufliegen. Ich war einmal an der Stadt vorbeigefahren, und war froh, nicht dort bleiben zu müssen. Ähnlich ging es mir nun wieder virtuell, ich fand nichts Interessantes für mich dort. Ich plante wieder um, um nun via Zürich direkt nach Kuba zu fliegen, zum Badeort Varadero. Da ich wissentlich noch nie in Zürich war (vielleicht als Kind?), plante ich auch dort eine Übernachtung ein.

      Varadero ist 'DIE' kubanische Touristen-Hochburg, nicht erst nach der Öffnung zu der USA. Durch den Nonstop-Dienst ab Europa war das bequem, ich hatte aber auch viele negativen Kritikenüber die hiesigen Hotels gelesen: 'Das Hotel war eine einzige Katastrophe', 'Schmutziger dreckiger Hotelgang', 'Schimmel an der Decke', 'Im WC Handtücher schmutzig' und mehr. Ich wählte das für mich schickste Hotel, das 'Meliá Internacional'.Schlechte Kritiken darüber fand ich nicht, und es bezeichnete sich selbstbewusst als'Varaderos Flagship Hotel'. Mein erster 'All Inclusive' Aufenthalt in einem Hotel, und bei der Auswahlvon neunzehn Restaurants und Imbissen, und fünfzehn Bars sollte keinekulinarische Langeweile aufkommen. Dachte ich zu mindestens. Wobei wohl niemand wegen einer exquisiten Küche nach Kuba fährt. Eher wegen Rum, Rumba, und Cocktails unter Palmen, auch meine Planung für Varadero.

      Mit Piraten hat die Schweiz natürlich wenig zu tun. Das Wort ist abgeleitet von lateinisch 'Pirata' (Seeräuber), unddie gab es traditionell in den Bergen wenig, der Züricher See war frei davon.Keine Piraterie im eigentlichen Sinn sind die Ziele der gleichnamigen Partei (die in der Schweiz nicht viel Einfluss hat, kein Wunder bei einem Wähleranteil von 0,4 Prozent), und Hollywood attackiert die Schweiz als 'Pirateninsel', als attraktiverStandort für illegale Internet-Aktivitäten. Auf keinem Piratenportal, sondern herkömmlich buchte ich mein Hotel, und war überrascht, ich hatte höhere Preise erwartet. Wer die Hotel-Preise von Grönland kennt, lernt die Schweiz zu schätzen.

      Anscheinend wegen Wochentag und Zeit (donnerstags mittags) war am Flughafen Frankfurt nicht viel los vor meinemAbflug nach Zürich mit Lufthansa. Nach dem Einchecken und den Kontrollen (stilgerecht war ich als Freibeuter verkleidet, den Plastiksäbel musste ich leider abgeben)reichte es sogar noch für ein Weizenbier im Terminal. Auch an Bord gab es ein Bier,und nachdem ich das ausgetrunken hatte landeten wir bereits in Zürich.Beim Abholen des Koffers hatte ich ein für mich bislang einzigartiges Erlebnis: Eine fremde Person packte meinen Koffer.War vermutlich keine Absicht, ich konnte ihn schnell mit dem Hinweis auf den Aufkleber meines Lieblings-FußballVereins überzeugen, dass er mein Eigentum war.

      Ich hatte das Hilton am Flughafen gewählt, mit einem eigenartigen Shuttle System:Zum Hotel war der Transfer frei, zum Flughafen kostet es fünf Franken.In der Nähe des Hotels ist eine S-Bahn, die mich in die Innenstadt brachte.Während der Fahrt wurde ich kontrolliert, was mir in Deutschland die letzten zwanzig Jahre nicht passiert ist.Und ich war stolz, dass ich bei meiner ersten Bahnfahrt in der Schweiz alles richtiggemacht hatte.

      Zürich begrüßte mich Anfang März mit strahlend blauem Himmel und fantastischen Wetter.Eine Sehenswürdigkeit, die ich schon immer mal sehen wollte, gab es nicht. So schlenderte ich planlos durch die Innenstadt, die ganz nett war. Auf die Idee gezielt als Wochenend-Ausflug noch einmal dorthin zu fahren war ich danach aber nicht gekommen.


      Unterwegs in Zürich (Handy-Bild)


      Unterwegs in Zürich (Handy-Bild)


      Unterwegs in Zürich (Handy-Bild)


      Unterwegs in Zürich (Handy-Bild)

      Ich ließ es mir nicht nehmen im Freien ein Bier zu trinken bei der unerwarteten Hitze im März, und ich fühlte mich bereits wie in der Karibik. Das hatte natürlich seinen Preis, ich war ja in der Schweiz.Später hatte ich in einem Lokal zwei Bier, ein Rum (es ging ja bekanntlich nach Kuba...) und eine Kleinigkeit zum Essen für stolze 45 Euro.Ich bereute die paar Euro Aufschlag für die Lounge im Hotel nicht, bei der es freie Getränke während der Cocktailstunde gab.Später an der Bar traute ich meinen Augen nicht, als ich die Spirituosen Preise für Schweizer Morand Brände sah (stehen für hoheQualität), diese waren günstiger als bei uns zu Hause.Ob sich das Hotel hier verkalkulierte, oder wir in Deutschland überhöhte Preise dafür bezahlen müssen hatte sich mir nicht erschlossen.

      Mein Abflug am nächsten Tag war erst um vier Uhr am Nachmittag, so hatte ich genug Zeit noch einmal in die Stadt zu fahren.Leider meinte es der Wettergott es dieses Mal nicht so gut mit mir, es regnete in Strömen.Es machte mir keinen Spaß herumzulaufen, und fuhr frühzeitig wieder zum Airport. Hier vertrank ich meine letzten Franken,und lernte das Schweizer Geld stinkt. Meine Hände rochen ekelhaft, als ich das letzte Kleingeld vertrank. Argh! (allgemeiner Piraten-Ausdruck)
      Die Airport Wege am Züricher Flughafen sind lang, und ich wurde gewarnt, dass es bis zu meinem Gate zwanzig Minuten dauern würde .Ich stoppte die Zeit, es dauerte durch Zugfahrt & Co sogar länger. An Schaltern vor dem Gate wurden die Dokumente kontrolliert.Bei mir gab es keine Wartezeit, aber später wurden die Schlangen länger und länger.

      Prognosen sind Bestandteile meines Berufes, und ich bilde mir ein das ich gut darin bin.Vom Beginn an hatte ich ein gutes Gefühl, dass es mir bei Edelweiß an Bord gefällt, und es wurde besser als meine Erwartungen. Eine Crew die gut drauf war, ein bequemer Sitz, eine lockere Stimmung, was will man mehr. Bei Bestellen des Mittagessenshatte ich ein Miniproblem, mit manchen Schweizer Ausdrücken konnte ich wenig anfangen.Ich lernte, das Nüssli nichts mit Nüssen zu tun hat, sondern ein Feldsalat ist, und weitere kulinarische Feinheiten des Landes.Als Vorspeise wagte ich mich an 'Trutenmostbröckli vom Zeller und roter Kabissalat mit Äpfeln', und das ich zum Hauptgang einmal Zungenwurst esse hätte ich vorher nie gedacht ('Kalbstafelspitz begleitet von Zungenwurst, Speck mit Dörrbohnen, Rahmsauerkraut und Petersilienkartoffeln').Aber die Empfehlung der Stewardess war gut, es hatte würzig und pikant geschmeckt:


      Mahlzeit! Zungenwurst (unten links), serviert bei Edelweiß von Zürich nach Varadero (Handy-Bilder)

      Danach schaute ich mir den Film 'Bohemian Rhapsody' an, das biografisches Filmdrama von Freddie Mercury, an. Das wurde Ga-Ga. Radio Ga-Ga. Der Auftritt bei 'Live Aid' wurde von der Musikpresse als bester Liveact aller Zeiten umjubelt, und wird im Film akribisch nachgestellt. Auf wenn keiner seiner Exzesse im Film vorkommen (Altersfreigabe in Deutschland beisechs Jahren...) und man wenig über sein wirkliches Leben erfährt, bietet er alles was für einen guten Musikfilmfundamental ist, und hatte meine Erwartungen erfüllt.

      Beim schönen Blick aus dem Fenster (auch wenn es nicht viel zu sehen gab):


      Auf dem Flug von Zürich nach Kuba (Handy-Bild)



      war es um mich geschehen. Kurz und frei nach Kafka: 'Im Flieger gewesen. Geweint'. Das Leben ist schön.

      Kuba, ich komme.



      Die Nationalflagge von Kuba

      Alter Piraten-Rum: Varadero / Kuba



      Nach der Landung des sehr angenehmen Fluges war ich einer der ersten Passagiere, die aus dem Flugzeug aussteigen konnten. Dementsprechend hatte ich eine schnelle und unkomplizierte Einreise in Kuba, auch das Gepäck ließ nicht lange auf sich warten. Nach der Zollkontrolle lungerten einige Freibeuter um mich herum, um mir eine Taxi-Fahrt anzudrehen. Zum Glück (und wie erhofft) stand mein vorgebuchter Transfer zum Hotel bereit.

      Mittlerweile war es Mitternacht, trotzdem war es für ein Hotel mit der Größenordnung von zweitausend Betten zu ruhig.Später wusste ich warum. Die Bar musste noch gestürmt werden um mein erstes kubanisches Bier zu probieren, obwohl ich todmüde war.Nachdem ich das Ergebnis meines Lieblingsvereines gelesen hatte (auswärts 5:0 gewonnen), blieb ich länger wie gedacht, allerdingsalles andere als in meinen rot-weißen Vereinsfarben, sondern eher blau-weiß a la Schalke oder so etwas. So kippte ich mir meinenersten kubanischen Rum hinter die Binde, mit der klassischen Beilage Bier:


      Zinni hatte Durst in Varadero (Handy-Bild)

      Am nächsten Morgen erwies sich das als Glücksgriff. Ich hatte die Nacht durchgeschlafen, und wachte morgens zur Frühstückszeit auf.Perfekt, ich hatte nicht eine Minute Probleme mit dem Jetlag auf der gesamten Reise.
      Im riesigen Frühstücksraum war ich fast alleine, das Bild wurde während der Öffnungszeiten aufgenommen:


      Solo-Frühstück im Hotel Internacional Varadero (Handy-Bild)

      Ich fürchtete, dass Piraten fast alle Gäste und Mitarbeiter entführt hatten. Der Kellner beruhigte mich, das Hotel International war erst sechzehn Tage nach einem Abriss der alten Anlage mit gleichnamigen Namen und kompletten Neubau wieder geöffnet.Es war noch nicht alles fertig gestellt, und eine miese Auslastung in Kauf genommen .Ich hatte unbewusst die Soft-Opening-Phase eines Hotels erwischt, mich hatten im Vorfeld schon die relativ geringen Preise für eine Anlage dieser Art gewundert. Die Hälfte der beschriebenen Restaurants und Bars waren noch Baustellen, die beim Pool-Gang auch leider hörbar waren, der trotzdem toll war. Im Zimmer war jedoch immer Ruhe (na ja fast, kommt später).


      Der Pool vom Hotel International in Varadero (Handy-Bild)


      Der Pool vom Hotel International in Varadero


      Der Pool vom Hotel Internacional Varadero (Handy-Bild)

      Auch wenn die Gebäude vom Aussehen aus architektonischer Sicht nicht gerade das Attribut 'Schön' haben:


      Hotel Internacional Varadero

      Bei einem Hinweis-Schild musste ich schmunzeln. Die deutsche Übersetzung fand ich witzig. Mein Favorit: 'Kein oben'. Aber auch die Übersetzung 'Swimming at night is at your own risk' in 'Benutzung ist nicht mehr gestattet' istgenial. Ein Hinweis an das Personal für eine Überarbeitung wurde ignoriert.


      Hinweis-Schild im Hotel International / Varadero (Handy-Bild)

      Das war mir aber auch fast egal, meinen ersten Tag in Kuba widmete ich der Faulheit. Ich hatte mir vorgenommen dieAnlage nicht zu verlassen, und nur zwischen Restaurants, Bars, Schwimmbad, Strand und Zimmer zu pendeln. Für mich eine'Misión histórica' (mache ich normal nie), die aber nicht schwer zu erfüllen war.

      Mein erster Weg führte zum Strand:


      Auf dem Weg zum Strand im Hotel International in Varadero


      Der Strand vom Hotel Internacional Varadero


      Der Strand vom Hotel Internacional Varadero (Handy-Bild)


      Der Strand vom Hotel Internacional Varadero (Handy-Bild)


      Der Strand vom Hotel Internacional Varadero


      Der Strand vom Hotel Internacional Varadero

      Dieser Ausblick auf die Beach zeigt ein interessantes Detail: Die alte Anlage befand sich komplett vor dem großen Baum Richtung Ozean, nun sind alle Bauwerke dahinter:


      Blick von Hotel International auf den Strand von Varadero (Handy-Bild)

      Das angebotene Essen sah stets appetitlich aus:


      Kalte Speisen im Hotel Internacional Varadero

      und schmeckte, mit den teilweise katastrophalen Kritiken im Internet über 'Hotel-Essen in Kuba' hatte das nichts zu tun. Nur die gekochten Eier waren viel zu hart, in etwa wie ein männliches Körperteil eines Pornos.
      Trotzdem fand ich das Hotel klasse. Nur dass die brandneuen Aufzüge so gut wie nie funktionierten konnte ich nicht verstehen, und sorgte für Schweißausbrüche oder Wartezeiten.

      Natürlich hatte das Personal viel Zeit um mit mir zu reden. Da wurde mir in Kürze eines der Probleme des Landes bewusst. Ein junger Mann und Bedienung hatte Naturwissenschaft studiert, und ist jetzt Kellner, weil er mehr verdient. Das Wissen war umsonst aufgebaut worden, und fehlt Kuba beim Aufbau. Schade.

      Ich wollte nicht nur im Hotel bleiben, sondern auch etwas von der Umgebung sehen. Standesgemäß natürlich in einem Oldtimer. Die gab es mehr als gedacht, ein neues Auto kann sich fast niemand leisten:


      Zinni und 'sein' Oldtimer auf Varadero


      'Mein' Oldtimer auf Varadero

      Mein toller Fahrer erhoffte sich an dem Tag Vater zu werden, und war dementsprechend bei jedem Anruf nervös. Bis zum Ende meiner Tour gab es aber nicht die erwartende Meldung.Schade, ich hätte mich gefreut der erste zu sein der ihm persönlich gratulierte.Ich hätte vollstes Verständnis gehabt, wenn er den Ausflug abgebrochen hätte bei so einem einmaligen Ereignis.

      Nach dem Motto: 'Sonnenschein zieh ich mir rein' ging die Fahrt los. Nur dumm von mir, dass ich das Eincremen vergessen hatte, und den Hinweis 'Bei einer Fahrt im Cabrio achten Sie bitte auf ausreichenden Sonnenschutz!' ignorierte . Die Folgen davon verfolgten mich den ganzen Urlaub... Obwohl ich mir nicht sicher bin, ob bei diesen Umständen ein Lichtschutzfaktor von vierzig gereicht hätte, um verschont zu bleiben.

      Ich überlies meinen Chauffeur das Programm. Das war gut so, diese Aufgabe hatte er sehr zu meiner Zufriedenheit gelöst. Obwohl der erste Stopp skurril war. Der Yachthafen Marina Gaviota Varadero hat eine Kapazität von über 1.200 Liegeplätzen, und wurde in Glanzzeiten mit der Verbindung zur USA errichtet. Heute ist die Szenerie gespenstisch, fast kein Liegeplatz war besetzt. Auch in den Bars und Cafés herrschte eine gähnende Leere:


      Marina Gaviota, nahe Varadero


      Marina Gaviota, nahe Varadero

      Da war es am nächsten Halt lebhafter. Al Capone besaß angeblich in der Nähe des Hafens eine Villa. Sie wurde nicht als Wohnung, sondern als Depot für Schmuggelware genutzt (keine Ahnung ob das stimmt). Heute ist ein schönes Restaurant:


      La Casa De Al in Varadero

      Mein Fahrer zeigte mir das Anwesen. Ich dachte die Betreiber sind genervt von neugierigen Kunden ohne Umsatz,aber das war hier gar nicht. Sie grüßten und verabschiedeten uns freundlich. Hinter dem Gebäude ist einschöner Strand:


      Der Strand bei der 'La Casa De Al' in Varadero



      mit vielen Pelikanen:


      Der Strand bei der 'La Casa De Al' in Varadero




      Ein Pelikan in Varadero




      Ein Pelikan in Varadero



      Es gibt ekelhaftere Ecken auf der Welt, und ich hatte jetzt schon einen neuen Freund gewonnen:


      Ein Fast-Vater und Zinni in Varadero (Handy-Bild)

      Der nächste Höhepunkt folgte schnell. Die Xanadu Mansion ist in den 1920ern vom amerikanischen Millionär Irénée du Pont erbaut worden, inklusive 9-Loch-Golfkurs. Der herrschaftliche Bau ist heute ein kleines Hotel, und verfügt über sechs Schlafzimmer. Die klassischen Möbel aus den 1920ern sind noch vorhanden. Stilgerecht fuhren wir mit einem schmiedeeisernen 'Birdcage' Aufzug mit Gittertür zur Bar .Ich tauchte kurz in eine Welt ein, die absolut nichts mit dem Massentourismus um die Ecke zu tun hat. Ich war der einzige Gast, und nur für mich gab es ein Ständchen:


      Ein Ständchen in der Xanadu Mansion



      hier im Video festgehalten:


      Video von einem Ständchen in der Xanadu Mansion, elf Sekunden Laufzeit



      Normal lebe ich mit dem Motto: 'Kein Bier vor Vier', aber hier konnte ich nicht wiederstehen, und mussteden lokalen Rum probieren:


      Zinnis Frühschoppen in der Xanadu Mansion



      Das ist ein wunderschöner Flecken auf der Welt, und auch draußen kann sich sehen lassen:


      Der Strand der Xanadu Mansion

      Nicht ganz so geschichtsträchtig war der 'Retiro Josone Park'.Er ist in den 70er Jahren gegründet worden, und ist ein tropischer Park mit wunderschönen Bäumen, tropischen Blumen und einem kleinen See.Eine grüne Oase und ein Zufluchtsort der ganz besonderen Art:


      Der Retiro Josone Park nahe Varadero


      Der Retiro Josone Park nahe Varadero

      Wir hatten noch etwas Zeit bis zum Ende der vereinbarten Dauer der Fahrt, und der letzte Halt war der alte Wasserturm in der Nähe meines Hotels. Es sah wie ein Teil eines alten spanischen Forts aus, wurde aber erstnach 1930 erbaut:


      Der alte Wasserturm von Varadero

      Dass der Turm, in dem heute ein Restaurant untergebracht ist, mir später Ärger bereiten sollte, ahnte ich dort nicht ansatzweise.Es war ein toller Ausflug, und ich hatte viel von der Gegend gesehen und erfahren.

      Den Rest des Aufenthaltes in Varadero lies ich ruhig angehen, und erholte mich am Pool und an der Beach.Vor der letzten Nacht dort wollte ich mir am Nachmittag eine kurze Siesta genehmigen, laute Musik aus RichtungFenster machten dies nicht möglich. An dem am Vortag besuchten Wasserturm prangte ein Plakat 'heute Rockkonzert', was meine Aussicht auf eine lärmfreie Nacht schwinden ließ.Ich fragte an der Rezeption nach was das gibt, die wollten mit mir aber sinnlose Diskussionen führen, dass das Plakat schon immer dort hängt. Mein Vorschlag war ein Zimmerwechsel in ruhigere Zonen, was mit der Begründung 'Das machen wir ausnahmslos nicht' abgelehnt wurde.Für ein Hotel, dass ein paar Tage geöffnet hatte und fast leer war, waren das starke Worte. Das weckte den Ehrgeiz in mir, die erste Ausnahme zu sein.Ich ließ mir den Supervisor rufen, der verständnisvoll zuhörte, und anscheinend mich verstanden hatte. Dachte ich, bis er mir ein Zimmer ein paar Türen weiter in der gleichen Lage angeboten hatte. Das dies sinnlos war erkannte er aber auch bald, und ich hatte letztendlich das gewünschte bekommen, auch wenn es etwas Arbeit war.

      Ich wollte das Konzert ausnutzen und mir anhören, da die Gruppen im Hotel so gut waren siegte die Faulheit. Frühes Aufstehen war angesagt, um am nächsten Morgen nach Havanna zu kommen, meinem nächsten Ziel auf der Insel. Ich war gespannt, ob es mir dort auch so gut gefallen würde wie in Varadero. Der Auftakt in Kuba war gelungen.


      Sonnenuntergang Varadero (Handy-Bild)


      Die Nationalflagge von Kuba

      Historische Piraten-Plünderungen: Havanna / Kuba

      Der von mir gebuchte Shuttle-Bus nach Havanna hatte eine Stunde 'Verspätung'. Die ist natürlich vorhersehbar und alltäglich, wenn alle Gäste die gleiche frühe Abfahrtszeit haben, aber diverse Hotels angesteuert werden, und meines mitdas letzte war. Die Fahrt selbst war angenehm, der Platz neben mir blieb frei, und eine Reiseleiterinmoderierte die Umgebung. Beim Toiletten-Stopp in der Mitte der Fahrt hatte ich Durst. Ein Bauchladen-Ausbeuter wollte vier US-Dollar füreine Dose Bier. Da ich vorher 'all inclusive' hatte, kannte ich den Bierpreisindex in Kuba nicht. Der Preis erschien mir überhöht, und ich blieb lieber durstig. Später hatte sich meine Einschätzung als richtig erwiesen, in der besten Bar mit Bedienung war es billiger als bei diesem Blutsauger. Das haarsträubende Preis-Leistung Verhältnis ist wohl auf die Ursprünge der Piraterie zurückzuführen.

      In Havanna fuhr der Bus zu den Hotels der Gäste. Meines war natürlich das Letzte was angesteuert wurde, was mir eine kostenfreie Stadtrundfahrt brachte. Trotzdem reichte es mir so langsam mit der Transferzeit, nachdem ich in dem architektonisch wunderschönen Hotel Melia Cohiba angekommen war das direkt an der Uferpromenade Malecón liegt:


      Hotel Melia Cohiba in Havanna

      Von innen war alles top. Da ich die Kategorie 'The Level' hatte, wurde ich in den höheren Stockwerken untergebracht.Nicht direkt im Himmel, nur fast. Es gab Mahlzeiten (wenn auch nur mehr oder weniger auf Kantinen-Niveau),Snacks und Getränke in der Lounge die inclusive waren,auf dem Zimmer stand eine Flasche Rum und Pralinen, und ich wurde an dem Abend in die hoteleigene Show eingeladen,was ich natürlich angenommen hatte.

      Ich hatte eine Reservierung, die unnötig war. Kurz vor der Show war ich fast alleine im weiten Rund. Dadurch machte dieCrew allen Quatsch mit wie diesen:


      Zinni kurz vor der Showtime im Habana Café / Havanna (Handy-Bild)

      Später waren ein paar mehr Zuschauer gekommen. Trotzdem war es erschreckend, mehr Akteure als Zuschauer, vonwas leben die denn? Und meine Bedienung wollte mich heiraten, ich hatte verneint und erfunden, dass ich verheiratet bin. Die Show selbst fand ich erfrischend, locker, unterhaltsam und machte Spaß. Kein großes Kino, aber eine gelungene Abwechslung, und ein schöner Abend an meinem ersten Tag in Havanna:


      Showtime im Habana Café / Havanna (Handy-Bild)

      was hoffentlich auch dieses Video demonstriert:'Wo Menschen singen lass dich nieder, böse Menschen kennen keine Lieder!'


      Video von einem Ständchen im Habana Café / Havanna, vierzehn Sekunden Laufzeit

      Ich war so gut gelaunt, dass ich nach der Show mir noch draußen sitzend einheimische Cocktails gönnte. Aber auch nicht allzu lange, denn erneut hatte ich am nächsten Morgen eine Stadtrundfahrt mit einem Oldtimer organisiert.
      Ich wurde morgens mit 'Zinni, wir haben ein Problem' empfangen. Mein gebuchter Oldtimer-Type stand nicht zur Verfügung, es wurde ein anderer eingesetzt. Das war jetzt wirklich mein allerletztes Problem, trotzdem nett das darauf hingewiesen wurde. Gemerkt hätte ich es nicht:


      Zinni und 'sein' Oldtimer in Havanna


      Das Innenleben meines Oldtimers

      Die Fahrt ging los, mit Fahrer und zusätzlich einem sehr guten deutschsprachigen Reiseleiter, der mir einiges über Land und Leute erzählte. Der erste Halt was bei dem José-Martí-Denkmal. Es befindet sich auf dem nördlichen Teil des Plaza de la Revolución.Es erinnert an den Nationalhelden José Martí, einen Schriftsteller und Vordenker der Unabhängigkeit Kubas,und ist das höchste Bauwerk der Stadt:


      Die Statue des José-Martí-Denkmal in Havanna




      Der Turm des José-Martí-Denkmal in Havanna



      Die monumentalen Regierungsgebäude, die ebenfalls aus der Zeit der kubanischen Revolution stammen, stehen rund um den Platz.Hier sieht man auch das Innenministerium mit einem Wandbild von Ché Guevara aus Stahl:


      Innenministerium mit Porträt Ché Guevara in Havanna



      Der aber nicht nur da das Stadtbild prägt:


      Ché Guevara allgegenwertig in Havanna



      Das Kapitol (hat nichts mit Strombergs Lebensversicherung zu tun!) wurde 1929 als Regierungssitz gebaut, und diente diesem Zweck bis 1959.Heute dient es als Austragungsort der 'Nationalversammlung der Volksmacht', und kann von Innen besichtigt werden:


      Das Kapitol in Havanna



      In unmittelbarer Nähe des Kapitols befindet sich das Große Theater von Havanna. Ein Opernhaus, das heute die Heimstätte des'Ballet Nacional de Cuba' und das Opernensemble des 'Teatro Lírico Nacional de Cuba' ist:


      Das Große Theater von Havanna

      In den vierziger Jahren war in dem 'Hotel Nacional de Cuba' die Mafia Stammgast, wer 'Der Pate 2' kennt, weiß um was es ging.Ernest Hemingway war Stammgast, und wusste insbesondere die Bar des Hotels zu schätzen.In Folge der Kubanischen Revolution wurde das Kasino in den 1960er Jahren geschlossen, das Hotel ist noch im Betrieb:


      'Hotel Nacional de Cuba' in Havanna

      Es war wieder ein schöner Ausflug. Die Crew war klasse, und ich hatte vieles neues gesehen und gehört. Gebucht wurde sie über das Unternehmen 'Old Cars Havana', das ich empfehlen kann. Weitere Informationen über Unternehmen sind hier zu finden:

      Old Cars Havana

      Am gleichen Abend nutzte ich wieder deren Dienste. Ich miete mir natürlich standesgemäß wieder einen Oldtimer, um zur legendären Tropicana-Show zu kommen.
      Das Freiluft-Revuetheater gibt es seit 1939, und wird beworben als 'das Paradies unter den Sternen'. 200 Künstler unterhalten die Gäste zwei Stunden lang mit Rhythmen der kubanischen Musik:


      Tropicana Show in Havanna (Handybild)

      dem Charme von vielen Tänzerinnen:


      Tropicana Show in Havanna (Handybild)

      und Akrobatik:


      Tropicana Show in Havanna (Handybild)



      Die Show war spektakulär, professionell und aufwendig:


      Tropicana Show in Havanna (Handybild)




      Tropicana Show in Havanna (Handybild)



      was hoffentlich auch bei diesen beiden Filmchen rüberkommt:


      Video von der Tropicana Show in Havanna, elf Sekunden Laufzeit




      Video von der Tropicana Show in Havanna, sechsundzwanzig Sekunden Laufzeit



      Nach der Show wurde es locker, und die Besucher konnten mittanzen. Der Mann in Jeans auf der rechten Seite fiel durchseine sensationellen Tanzkünste auf:


      Showtime in Havanna (Handybild)



      Grund war wahrscheinlich der Rum, oder die Dame auf dem Bild rechts neben mir. Bei meiner Eintrittskarte war eine Flasche 'Havana Club' inklusive.Ich teilte diese mit meinen Tischnachbarn, alleine wäre mir das doch zu viel gewesen. Dennoch, was wäre ein Pirat ohne seine Flasche Donnerbräu?


      Gibt Schlimmeres (serviert während der Tropicana Show in Havanna, Handybild)

      Hemingway trank gegen Armut, Schmutz, Staub und Rotznasen. Unsere Gründe waren anders, erfüllten aber auch den Zweck.Ein 'Yo-ho-ho' darauf (absolut sinnleerer Piraten-Ausdruck, hört sich trotzdem gut an).

      Mir hatte die Vorstellung im Hotel den Tag zuvor besser gefallen. Im Tropicana hatte ich keinen ersichtlichen Programm-Fadengefunden, nur eine Aneinanderreihung von Darbietungen.Im Hotel fand ich die Show persönlicher, obwohl sie vom Aufwand und der Leistung natürlich überhaupt nicht zu vergleichen war. Manchmal war es so humorlos wie die Karnevalsrede einer deutschen Politikerin, und die Stimmung wie im VIP Block beim FC Bayern. Mir fehlten der Spaß und die Stimmung. Klar, die Show gehört zu den teuersten Ausgehzielen Havannas, und wird überwiegend von wohlhabenden ausländischen Touristen besucht. Mit Einheimischen als Besucher würde daswahrscheinlich ganz anders enden.

      Die Einschiffung war erst am Nachmittag möglich, den Morgen nutzte ich zu einer Hop On/Hop Busfahrt. Sie lohnte sich nicht für mich. Das war eher ein Abklappern der Hotels um Gäste ein- und auszuladen, oder ein Ausstieg,um von dort aus sich die Gegend anzuschauen. Vom Bus aus sieht man nicht viel.

      Meine persönliche Glanzleistung war der Verlust meiner Kappe schnell nach der Abfahrt, meine Sonnenbrand geprägte Haut freute sich darüber.Erst einmal ohne Hut wechselte ich in den Innenbereich des Busses, um nicht zu verbrennen. Dort sah ich noch weniger.Trotzdem war es im Nachhinein ein Glücksgriff. Anstatt mit einer originalen 'Grizzly Vancouver Cap' lief ich seitdem mit einerChé-Mütze: 'Kämpfen und Siegen' herum, und war dadurch auf allen Destinationen der Reise der Liebling der Einheimischen.Ungezählte Male wurde ich darauf positiv angesprochen, er ist wohl heute noch der Liebling der Region.Ich beendete im Schweinsgaloppdie Fahrt, und widmete mich lieber einem eher unüblichen Zeitvertreib, der 'Gischt-Besichtigung'.

      Der Malecón ist die berühmte Uferpromenade in Havanna, und ist zum Sinnbild für die vielen Probleme der Hauptstadt Kubas geworden. Der Asphalt ist rissig, der Beton verwittert.Grund: An vielen Tagen schlägt der Atlantik so heftig auf die Ufermauer der Promenade ein, dass die Gischt die Fahrbahn flutet. Die Promenade wurde viel zu nahe zum Wasser hin zu gebaut. Viele alte Gebäude verrotten, weil niemand das Geld für die benötigte Renovierung hat:


      Der Malecón / Havanna




      Der Malecón / Havanna



      Auch die meist rostigen Relikte aus der Zeit vor der kubanischen Revolution wurden von der Gischt nicht verschont:


      Der Malecón / Havanna




      Der Malecón / Havanna




      Der Malecón / Havanna



      Ich saß in einer Bar, und konnte von dort das Spektakel gut beobachten, und dieses Video aufnehmen:


      Video von den Wellen, 21 Sekunden Laufzeit

      Das war mal was anderes und unterhaltsam. Dann wurde Zeit zum Schiff zu fahren. Das erste gerufene Taxi vom Hotel Personal wies ich wegen überhöhter Preisvorstellung ab. Den nächsten mit einem billigeren Preis akzeptierte ich, und gab dem Fahrer später am Ziel augenzwinkernd den Betrag, was der Erste gefordert hatte. Er erzählte das hoffentlich seinem Kollegen, manchmal kann ich gemein sein.

      Da ich kein Anreisepaket gebucht hatte, war ich beim Check-In der einzige, was natürlich zügig ging.Ich konnte schon einmal die Küche testen mit einem guten Mittagessen, und dann die Kabine beziehen. Ich bin ein Mann, dadurch ging das Auspacken schnell. Und da wir am ersten Tag Havanna nicht verließen, nutzte ich die Zeit für einen kleinen Spaziergang durchd ie nahe gelegene Altstadt. Allerdings nicht zum Anschauen von Sehenswürdigkeiten, die hatte ich genug gesehen. Ich suchte Mitbringsel, und hatte Durst. Bars gab es genug, viele mit Livemusik, wie von dieser hübschen Dame:

      A.C.A.B (All Cuban Are Beautiful):


      Zwei Insel-Schönheiten in Havanna (Handy-Bild)

      Die Einwohner von Kuba sind cool.

      Wir legten erst am Nachmittag in Havanna ab. Die Zeit bis dahin nutze ich für den Ausflug 'Das unbekannte Havanna'. Auf eigene Faust durch die Stadt zu laufen hatte ich keine Lust mehr. Dieser Ausflug führt zu Stellen, die schwer oder nicht zu Fuß zu erreichen sind. Ich spekulierte, dass dieser Ausflug wenig gebucht wird, da die meisten die Zeit für die Haupt-Sehenswürdigkeiten der Stadt nutzen würde. Das ging auf, wir waren nur paar Gäste, Drängeleien und unnötige Wartezeiten waren damit ausgeschlossen.

      Von der Stadtseite aus hatte ich die Statue 'El Cristo De La Habana' bereits sehen können:


      Die Statue 'El Cristo De La Habana' in Havanna



      Nun stand ich davor:


      Die Statue 'El Cristo De La Habana' in Havanna



      In der Nähe ist die Festung 'Castillo de los Tres Reyes del Morro', sie sollte die Stadt vor Piratenangriffen schützen.Lange galt sie als uneinnehmbar, doch 1762 musste sich seine Besatzung nach zweimonatiger Belagerung im Siebenjährigen Krieg ergeben:


      Die Festung 'Castillo de los Tres Reyes del Morro' in Havanna

      Die Festung 'Castillo de los Tres Reyes del Morro' in Havanna
      Von hier hatten wir schöne Blicke auf die Stadt:

      Blick auf Havanna

      Blick auf Havanna

      Blick auf Havanna



      Der letzte Halt des kurzweiligen Ausfluges was der katholische Friedhof 'Cementerio Cristóbal Colón'.Er hatte bislang auf einer Fläche von etwa 56 Hektar in etwa eine Million Bestattungen. Darunter dreimal mehr Arme als Reiche, obwohl die letzteren 98 Prozent der Gesamtfläche belegen. Das Straßennetz umfasst etwa zwanzig Kilometer, Karten sind zum Auffinden von Gräbern unabdingbar. Er ist der größte Friedhof Amerikas.

      Wir konnten natürlich nur einen kleinen Teil des riesigen Areals besichtigen, doch dieser reicht umd en Grund zu erfahren, dass er als eine der schönsten Nekropolen der Welt gilt. In der 'Stadt der Toten' finden sich zehntausende von Familien-Grabstätten, Mausoleen, Galerien und Grabkapellen. Hier einige davon:


      Der Friedhof 'Cementerio Cristóbal Colón' in Havanna




      Der Friedhof 'Cementerio Cristóbal Colón' in Havanna




      Der Friedhof 'Cementerio Cristóbal Colón' in Havanna




      Der Friedhof 'Cementerio Cristóbal Colón' in Havanna




      Der Friedhof 'Cementerio Cristóbal Colón' in Havanna

      Der interessante und gelungene Ausflug rundete mein Besuchsprogramm in Havanna ab. Nun konnte die große Kapernfahrt beginnen!

      Während unserer Ausfahrt aus Havanna wurde dieses Bild aufgenommen, was mir eine liebe Person nach dem Lesen meines Berichtes zur Verfügung gestellt hat. Ein großes Danke auf diesen Weg an ihn!


      Die Ausfahrt der MS Hamburg aus Havanna



      Die Nationalflagge von Kuba

      Die Piraten-Braut: Maria la Gorda / Kuba

      'Maria la Gorda', was für ein klangvoller Name für einen Ort, der auf Spanisch 'die dicke Maria' heißt. Man erzählt, dass Frau la Gorda eine Dame aus Venezuela war, die von Piraten gefangen genommen wurde.Nach einem Schiffunglück konnte sie das Schiff verlassen, und verkaufte mit großem Erfolg Trinkwasser und ihren umfangreichen Körper. Sie starb angeblich zufrieden und wohlhabend. Schade, ich hätte sie gerne kennengelernt.

      Wikipedia führt keine Einträge unter 'Maria la Gorda', und außer einem Schnorchel- und Tauchspot gibt es anscheinend nichtsanzusehen. Die sechs Stunden vor Ort wollte ich nicht nur zum 'Liming' (steht in der Karibik für die Kunst des Nichtstuns) nutzen, und buchte einen Ausflug zum Nationalpark Guanahacabibes. Was wir dort sehen würden war offen, je nach Tageszeitund Wetter kann man mit Glück viele unterschiedliche Tierarten sehen.

      Am Land wurden bei allen Passagieren die Körpertemperatur gemessen, meine war bei 35,7 Grad, und damit 'muy bien' laut Aussageder Mitarbeiterin. Ein Ranger begrüßte uns, und war unser Begleiter für die nächsten vier Stunden. Er hat immer eine Woche Dienst im Nationalpark, und dann eine Woche frei in seiner Heimat. Er konnte etwas Deutsch, weit besser als mein Spanisch. Der 50.000 Hektar große Nationalpark steht seit 1987 unter dem Schutz der UNESCO.Vier der weltweit sieben Schildkrötenarten sollen auf der Halbinsel angesiedelt sein, entdeckt hatten wir keine. Die Natur hatte eine gute Laune: Im Frühjahr beginnt die Invasion von roten Krabben, und der nötige Regen dafür gab es vor ein paar Tagen.Tausende Krabben legten den Weg vom Meer über die Straße zum Wald auf sich:


      Rote Krabben-Invasion auf der Halbinsel Guanahacabibes

      Eine Woche vorher waren die Tiere noch nicht an Land, Glück gehabt. Da wir durch unsere Busfahrt ein Gemetzel veranstalteten war mir nicht recht, aber leider auch nicht von meiner Seite aus beeinflussbar.Für einen Nationalpark könnte ich mir tierfreundlichere Lösungen vorstellen, aber die Geier müssen ja auch von was leben...


      Rote Krabben-Invasion auf der Halbinsel Guanahacabibes



      Bizarr: Ich flog um die halbe Welt, um mir vergeblich die erhoffte Migration der Krabben in Christmas Island westlich von Australien anzuschauen. Unvorbereitet und unerwartet sah ich sie hier, und verhaute das Ereignis mit meiner Kamera...:


      Rote Krabben-Invasion auf der Halbinsel Guanahacabibes




      Eine rote Krabbe auf der Halbinsel Guanahacabibes




      Rote Krabben-Invasion auf der Halbinsel Guanahacabibes



      Ich hoffe, dass ich die kleine Krabbe nicht erschreckt hatte mit meiner Video-Aufnahme:


      Video von einer Krabbe auf Kuba, zehn Sekunden Laufzeit



      Es hatte Spaß gemacht, den Das Bild wurde aus dem Bus-Fenster gemacht,und zeigt in der Tat ein echtes Geisterschiff. Niemand weiß wo es hergekommen war, was mit der Ladung passierte, wo die Crew sich befindet und vieles mysteriöse mehr:


      Ein Geisterschiff auf der Halbinsel Guanahacabibes



      Auf dem Programm stand nun ein 'Meerwasserschwimmbecken'. Dieses ist mit einem Tunnel mit dem Meer verbunden, und beinhaltet auch ein paar Fische:


      Ein Meerwasserschwimmbecken auf der Halbinsel Guanahacabibes



      Weit spektakulärer fand ich die Auswirkungen, wenn die Wellen einen 'Pseudo-Geysir' erzeugten, auf Bild:


      Pseudo-Geysir auf der Halbinsel Guanahacabibes



      und auf Video:


      Video von Pseudo-Geysir auf der Halbinsel Guanahacabibes, neun Sekunden Laufzeit



      Der letzte Stopp war am Leuchtturm Faro Roncali. Wie wahrscheinlich fast jeder Passagier musste ich beim Anblickan einen ähnlich lauteten Zirkus denken, dieser hat aber damit nichts zu tun. Er ist der älteste Leuchtturmdes Landes, und wurde 1849 von Sklaven und chinesischen Landarbeiter errichtet. Der Name kommt von einemehemaligen Governor des Landes, von Federico Roncali Ceruti:


      Der Leuchtturm Faro Roncali, Halbinsel Guanahacabibes



      Der Leuchtturm Faro Roncali, Halbinsel Guanahacabibes (Handy-Bild)

      Zirkus war hier keiner, eher gepflegte Müßiggang. Außer uns langweilte sich noch ein Soldat im Wachdienst in der Kaserne nebenan. Er wollte vermeiden, dass wir kleine Schweinchen fotografierten. Schön, dass Kuba solche Probleme hat.Vielleicht wollte er auch nur meinen Plan verhindern, diese einfangen und am Spieß zu grillen:


      Schweinchen am Leuchtturm Faro Roncali, Halbinsel Guanahacabibes

      Nach der Tour war noch etwas Zeit, sich die Hotelanlage von Maria de Gorda anzuschauen.Auf den ersten Blick sah es recht nett aus:


      Am Strand von Maria da Gorda auf der Halbinsel Guanahacabibes



      auf den zweiten ist zu erkennen, dass die Strände 'naturbelassen' sind:


      Am Strand von Maria da Gorda auf der Halbinsel Guanahacabibes



      Immer noch schön, solange man nicht ins Wasser geht, oder sich von Sandflöhen die Füße tätowierten lässt.Vielleicht ist das hier für Taucher ein Paradies, keine Ahnung:


      Am Strand von Maria da Gorda auf der Halbinsel Guanahacabibes



      Wenn ich einmal vor Langeweile sterben möchte, komme ich dort wieder hin. Ansonsten eher nicht.Trotzdem fand ich den Tag gelungen, der Nationalpark war sehr interessant, und eine Invasion von Krabben siehtman nicht jeden Tag.
      Die Tenderboote holten uns wieder ab:

      Blick auf die MS Hamburg von Maria la Gorda aus



      und am Abend ging es weiter Richtung Cienfuegos, der letzte Halt auf Kuba.



      Die Nationalflagge von Kuba

      Anti-Piraten-Festung: Cienfuegos / Kuba


      Dieses Kapital ist allen Lese-Faulen gewidmet. Die etwa 150.000-Einwohner-Stadt Cienfuegos wurde bereits 1494 erstmals von Christoph Kolumbus beschrieben, die Besiedelung erfolgt jedoch erst knapp dreihundert Jahre später durch das 'Fort Nuestra Señora de los Ángeles de Jagua',kurz auch 'Castillo de Jagua' genannt.War sie im 18. Jahrhundert noch ein Piratenhafen, wurde später zum Schutz gegen Freibeuter erfolgreich ein verwinkeltes Straßennetz errichtet,um die Piraten zu verwirren.Aufgrund ihrer Attraktivität wird die Stadt in Kuba 'Perle des Südens' ('La Perla del Sur') genannt, wegen ihrer günstigen Lage früher auch'Der große amerikanische Hafen', und heute wäre ein passender Name 'Stadt der Kuppeln' für die hübsche Kolonialstadt.

      Einen Ausflug hatte ich nicht gebucht, und schlenderte nur durch die Straßen.Seit 2005 ist die historische Altstadt Cienfuegos Teil des 'UNESCO Weltkulturerbes'. Also aus Touristen-Sicht Alltag, so inflationär, wie das Gütesiegel mittlerweile vergeben wird. Der Mittelpunkt von Cienfuegos ist der 'Parque José Martí', mit seinem Triumphbogen:


      Der Triumphbogen vom 'Parque José Martí' in Cienfuegos

      Außerdem ist der Park auch noch einer der paar WiFi-Spots der Stadt, also auch Treffpunkt der Einheimischen.Am Rande des Parks ist das 'Colegio San Lorenzo' mit seiner auffälligen, von Säulen geprägte Fassade.Es ist nicht öffentlich zugänglich:


      'Colegio San Lorenzo' in Cienfuegos

      Rund um den Platz sind viele der alten Kolonialstilhäuser neu renoviert, mich interessierte aber mehrwie es abseits der Schmuckstücke aussah. Sauber sah es überall aus, aber viele Gebäudekönnten einen Handwerker vertragen. Ich befürchte nur, dass dafür kein Geld und Material vorhanden ist:


      Die Straßen von Cienfuegos




      Die Straßen von Cienfuegos



      Natürlich auch hier waren Oldtimer an jeder Ecke zu sehen:


      Unterwegs in Cienfuegos



      Öffentlicher Nahverkehr, der 'Transporte Nacional' Service, nur das Pferd und der Chauffeur hatten noch Ausgang:


      Öffentlicher Nahverkehr in Cienfuegos



      Vielleicht halten die sich auch daran:


      Schade!



      Wie oft fälschlicherweise vermutet, ist die Stadt im Jahr 1829 nicht nach dem Helden der kubanischen RevolutionCamillo Cienfuegos benannt, sondern nach dem damals residierenden Gouverneur Kubas, José Cienfuegos.Camillo hatte eine ähnliche Popularität wie Fidel Castro, manche sagen sogar eine größere, obwohl er weltweit nicht viel bekannt ist.Ob sein Name verantwortlich für die vielen Spuren derRevolution in der Stadt war, hatte sich mir nicht erschlossen. Das Thema gerät in Cienfuegos nicht in Vergessenheit


      Viva la Revolución! in Cienfuegos




      Viva la Revolución! in Cienfuegos



      Ihm war das alles egal, er hielt seine verdiente Siesta:


      Siesta in Cienfuegos

      Mir reichte es so langsam mit alten Gebäuden, Plätzen und Theatern, und hatte Durst. Den zu löschen war nicht schwer:


      Prost auf Cienfuegos!



      Cienfuegos hatte Charme, aber auch eher eine Dorfatmosphäre als pulsierendes Stadtleben. Wer das sucht ist hier verkehrt.

      Ein karibischer Traum-Sonnenuntergang beendete den entspannten Tag, während wir Kuba verließen, und in Richtung Cayman Islandssteuerten:


      Buenas noches Cienfuegos (Handy-Bild)



      Die Nationalflagge von Cayman Islands

      Beliebtes Piraten-Versteck: Cayman Brac / Cayman Islands

      Cayman Brac (das gälische Wort für Klippe) ist die östlichste Insel der Cayman Islands, ein britisches Überseegebiet in der westlichen Karibik.cDer Spruch 'Nur zwei Dinge sind gewiss: Steuern und der Tod' zählt hier nicht, die Inseln gehören zu eines derdreiundzwanzig Länder ohne Einkommenssteuer.

      Ungewöhnlich: Die netten Mitarbeiterinnen der Touristeninformation an der Anlegestelle verschenkten Souvenirs von der Insel,was sie mir auf Anhieb sympathisch machte. Das geht natürlich nur, wenn im ganzen Jahr nur drei bis vier Kreuzfahrt-Schiffeanlegen wie hier, in Venedig kann ich mir das kaum vorstellen.

      Ausflüge wurden keine angeboten. Ich war im ersten Tender, und hatte Interesse an einem Taxi. Die Insel ist neunzehn Kilometerlang, und zwei breit. So was mir doch etwas zu weit zum Laufen.Es gibt auf der Insel nur drei Taxis, und die wollten mehr als einen Gast an Bord haben, um mehr Umsatz zu generieren.Was bei den wenigen Kreuzfahrtschiffen im Jahr die dort anlegen mir absolut verständlich war. Ich wollte aber nicht so lange warteten,und überredete einen der Fahrer mich für zwei Stunden alleine durch die Gegend zu fahren.

      Ich hatte Glück, der Einheimische war super, erzählte interessante Geschichten über die Insel, und wusste was Touristen sehen wollen.Etwa diese Skulpturen. Erschaffen vom Künstler Ron 'Foots' Kynes, der einige seiner Werke über die Insel verteilte:


      Skulpturen auf Cayman Brac

      Selbst im Atlantik können bei Tauchgängen unter Wasser einige entdeckt werden. Sein Wohnhaus ist frei zugänglich, und 'außergewöhnlich'. Er saß auch schon einmal wegen 'obscene sculptures' in Haft, und einige Werke wurden durch Vandalismus zerstört:


      Das Haus des Künstlers Ron 'Foots' Kynes, Cayman Brac

      Eine der vielen Höhlen der Insel (und damit beliebte Freibeuter-Schlupflöcher) war das nächste Ziel. Gut getarnt war die erste nicht,man sieht ja schon von weitem das Gesicht eines Piraten, und dementsprechend wer dort hauste:


      'Freaky Face' Cave, Cayman Brac

      Innen konnte man aber schon ahnen, dass solche Orte beliebte Verstecke waren, wo oft auch die Beute gelagert wurde:


      In einer Höhle in Cayman Brac (Handybild)


      In einer Höhle, Cayman Brac (Handybild)




      In einer Höhle, Cayman Brac (Handybild)

      Das waren also die Zufluchtsstätten der Piraten. Ob sie an Karneval heraus gekommen waren weiß ich nicht. Wäre einfach gewesen, an den Tagen wären sie ja nicht aufgefallen.

      Nach dem Höhlen-Besuch wurde mein Fahrer angerufen, dass noch fünf Passagiere am Hafen sind, die auch gerne auf Tour gehen möchten, aber kein Taxi bekommen hatten. Er fragte mich, ob wir die Fahrt mit denen zusammen noch einmal beginnen wollten. Ich hatte mit den mir unbekannten Passagieren Mitleid, und willigte ein, obwohl ich lieber alleine gefahren wäre. Die halbe Stunde, die wir bereits gefahren hatten, erließ er mir, und natürlich zahlte ich nur den Gruppenpreis. Meine lachenden Erben werden sich freuen.

      Als wir die neuen Gäste abholten, erkannte mich niemand, und alle dachte, ich wäre der deutschsprachige Übersetzer des Fahrers. Es hatte lange gedauert, bis sie verstanden, dass ich auch nur ein Passagier auf dem Schiff war.Ich konnte sie auch überzeugen, dass nicht nur sie vorschreiben wo wir hinfuhren, sondern ich einMitspracherecht habe.

      Wie zum nächsten Stopp. Das Wort Brac stammt aus dem Gälischen, und bedeutet Fels oder Klippe. Der Name ist Programm, das Merkmal von Cayman Brac ist eine Steilküste, die sich an der gesamten Ostküste der Insel entlang windet und dann zu einem Plateau mit einer Höhe von über 40 Metern emporschwingt, und nennt sich 'The Bluff'. Der nationale Geldschein hat diese Felsen als Motiv:


      'The Bluff' auf Cayman Brac (Handy-Bild)




      'The Bluff' auf Cayman Brac



      Oben steht ein kleiner Leuchtturm:


      East End Leuchtturm, Cayman Brac



      Kühnheit bedeutete für Piraten, dass sie sich Dinge trauten, die andere scheuen. So wie ich:


      Zinni in Gefahr, Cayman Brac (Handybild)



      Ob das die beste Idee von mir an dem Tag war, sei dahingestellt. Sinken kann man schneller als man denkt.

      Wieder unten wurde es nicht ungefährlicher, wir hatten Massel, dass wir die blutrünstigen Attacken diesesBrown Bobbies unbeschadet überstanden:


      Ein Brown Boobie in Cayman Brac



      Wir sahen uns noch ein paar Strände der Insel an:


      Ein Strand auf Cayman Brac




      Ein Strand auf Cayman Brac



      und suchten vergeblich wilde Papageien und Iguanas, die beide auf der Insel noch verbreitet sind:


      Warnung vor Iguana, Cayman Brac



      Mein genialer Fahrer hieß Mussy, und die zugestiegenen Gäste ließen es sich nicht nehmen,eine längere Zeit lang 'Muss i denn zum Städtele hinaus' zu singen. Mein Fremdschämfaktor war hoch.Wer es nicht glaubt, hier das Video dazu:


      Video von der Live-Band in meinem Taxi in Cayman, fünfzehn Sekunden Laufzeit

      Das war noch vor unseren Stopp in einer lokalen Bar. Danach wäre es verständlicher gewesen. Die Bar war perfekt für den Anlass, auch wenn es kein einheimisches Bier gab:


      Eine Bar für Lokals, Cayman Brac



      Lieber fünf Bier vor zwölf, als keines nach Eins:


      Prost auf Cayman Brac (Handy-Bild)



      Die Tour war toll, viel wegen dem sympathischen Fahrer Mussy. Wer auf der Insel ist,empfehle ich seine Dienste. Hier seine Kontakt-Daten:


      Das Dreamteam auf Cayman Brac (Handy-Bild)

      Später wieder auf dem Schiff und während des Abendessens wurde von Mitreisenden geprahlt, dass sie es zu Fuß zu einer belanglosen Tankstelle und wieder zurückgeschafft hatten. 'Beim Klabautermann!' dachte ich dabei. Was ich gemacht hatte interessierte niemanden. Ich kann damit gut leben.


      Die Nationalflagge von Jamaika

      Der Piraten-Hafen von Hollywood: Port Antonio / Jamaika

      Port Royal auf Jamaika ist bei allen Piratenfans ein Mythos, um den sich viele Legenden ranken. Es war eine der großen Piratenhäfen in der Geschichte, und gleichzeitig zu der Blütezeit eine der reichstenStädte der Welt. Bekannte englische Piraten wie Henry Morgan (durch den nach ihm benannten Rum, eher nicht für den Firmenlauf)nutzten die Lage der Insel, und überfielen von dort aus spanische Schiffe.Filmfreunde sollten den Hafen von Schauplätzen der Spielfilme 'Fluch der Karibik', 'Die Piratenbraut', 'James Bond 007 jagt Dr. No', 'Die Stadt unter dem Meer'und vielen weiteren Movies kennen. Große Teile des neuen James Bond, der 2020 in unsere Kinos kommt, werden wieder auf Jamaika gedreht. Angeblich drehten die schon vor Ort, gesehen hatte ich nichts.

      Hier war auch einst die Domäne der wenig bekannten jüdischen Piraten.Während dieser Zeit war sie für ihre Sittenlosigkeit und lockere Moral bekannt, hörte sich gut an. Ich hoffte auf Erhaltung dieser schützenswerten Traditionen bei meinem geplanten üblichen Pub Crawl.

      Meine Mutter in ihrem gesetzten Alter machte vor ein paar Jahren eine Rafting Tour in Jamaika, und schwärmte davon. Da war es für mich natürlich Ehrensache, es ihr nachzumachen, und buchte den gleichen Ausflug. Die Liegezeit in Port Antonio war optimal, morgens den Ausflug, und nachmittags die Stadt und ihre Sünden erkunden.

      Auf der Fahrt zum River Rio Grande hatte ich die beste und humorvollste lokale Reiseleitung bei einem organisierten Ausflug. Mit viel Witz und Verstand konnte sie uns viel über das Land erzählen. Sie konnte sogar etwas Deutsch, ihr Lieblingswort war 'Plumpsklo'. Sie erklärte uns den Hintergrund des Songs 'Banana Boat Song' (das von den Arbeitern handelt, die in Nachtschichten Bananen verluden und über ihre Arbeit sangen), und mir von da an den ganzen langen Tag durch den Kopf ging. Immerhin machten sie das nicht für umsonst: 'Work all night on a drink of rum'. Ob es Morgan war hatte ich nicht herausfinden können.

      Vorgesehen sind zwei Passagiere auf einem Floß, ich wollte (gerne gegen Aufschlag) eines für mich alleine haben.Nachdem die hübsche junge Reiseleitung sich angeboten hatte, die Tour zusammen mit mir zu machen,konnte ich natürlich nicht nein sagen, und das hatte sich als ein Glücksgriff erwiesen. Unser fast zahnloser 'Kapitän' stellte sich kurz vor,und schon ging die Fahrt los, die sehr unterhaltsam wurde. Wir führten interessante Gespräche, und ließen uns in aller Ruhe und Stille den Fluss hinab gleiten:


      Rafting-Tour auf dem River Rio Grande / Jamaika



      Die Flösse waren über Generationen die einfachste Art Menschenund Ernte zu befördern. Der Bootsführer stand auf dem vorderen Teil, und nutztedie Strömung und ihre Stäbe, um den Fluss hinab zu steuern:


      Rafting-Tour auf dem River Rio Grande / Jamaika






      Rafting-Tour auf dem River Rio Grande / Jamaika




      Rafting-Tour auf dem River Rio Grande / Jamaika



      Hier auf Video, neunzehn Sekunden Laufzeit:


      Video von der Rafting-Tour auf dem River Rio Grande / Jamaika, neunzehn Sekunden Laufzeit



      Eine kleine verdiente Pause war auch mal drin:


      Pause auf der Rafting-Tour auf dem River Rio Grande / Jamaika



      Wir saßen die ganze Tour über faul 'Achtern' in der Bambus-Klasse, aber immerhin mit Schirm (den ich schaffte kaputtzu bekommen) und Kissen (blieb heil):


      Zinni auf Rafting-Tour auf dem River Rio Grande / Jamaika (Handy-Bild)



      Nach Ende der schönen Fahrt waren unserem 'Kapitän' fünf Dollar Trinkgeld zu wenig, und er schimpfte 'Bad Money, to less' oder so etwas(wobei ich gelesen hatte, dass die Fahrer das immer machen, egal was man gibt). Also ignorierte ich seine angeblichen Schimpf-Orgien,bis ich Idiot gemerkt hatte, dass er umgeschwenkt war und mir helfen wollte. Ich hatte meine Objektiv-Abdeckung im Boot vergessen,und er wollte sie mir zurückgeben. 'Versenk mich doch' darauf!

      Nach erneut unterhaltsamer Rückfahrt empfing uns in Port Antonio wieder die MS Hamburg:


      Der kleine Strand an der Anlegestelle der MS Hamburg, Port Antonio

      und da wurde mir erst bewusst, wie toll es dort war:


      Der kleine Strand an der Anlegestelle der MS Hamburg, Port Antonio




      Der kleine Strand an der Anlegestelle der MS Hamburg, Port Antonio



      Nach knapp vierzig Kreuzfahrten von mir war das mit Abstand der schönste Anlegeplatz. Ein kleiner Strand lud zumBaden ein, was ich vor meinem Stadtrundgang noch genießen konnte.Ich hoffe, dass dieses Video die Lokation und Stimmung gut rüberbringt:


      Video von der MS Hamburg in Port Antonio, zwanzig Sekunden Laufzeit



      Port Antonio erschien mir vom ersten und bis zum letzten Blick hektisch, mit vielen Quälgeistern, die mir etwas andrehen wollten.Ignorieren reichte aber zum Glück um sie los zu werden.
      Hier das Chaos im Bild:


      Port Antonio Downtown (Handy-Bild)



      und hier als Video, zwanzig Sekunden Laufzeit:


      Video von Port Antonio 'Downtown', zwanzig Sekunden Laufzeit



      Ich konnte schnell meiner üblichen 'Ein Bier trinken im Hafen' Aufgabe nachgehen.Ich merkte aber, dass es die üblichen auf Touristen ausgelegten Bars im Ort nicht gab, ich fand zumindest keine.Eher Spelunken, die aussahen wie mexikanische Würfelbuden, und ich begab mich in die dunkelste:


      Authentic Jamaican Beer Bar, Port Antonio (Handy-Bild)



      Ich dachte mir dort, was zur Hölle mache ich gerade? Ich vermisste nur einen Kettenhund, die bei der ersten bestenGelegenheit auf mich stürmt. Und blieb trotzdem.Trotz Englisch als Amtssprache verstand ich die Bedienung fast gar nicht, ihre Aussprache war knapp dreimalso schnell wie mein Versteh-Faktor. Ich hatte zum Glück Unterstützung von zweiganz unterschiedlichen einheimischen Gästen: Ein Arbeitsloser, der ohne Umsatz geduldet wurde, und ein IT Mitarbeiter(wie ich, wir beide benutzen die gleichen Tools). Der Unterschied war Krass. Ich vermute Touristen sind in dem Schuppen wenig, und fand es'einmal etwas anderes'. Ob das jetzt eine 'Happy Girls Bar' war oder nicht weiß ich bis heute nicht, dafür war es zu früh bei meinem Besuch.Nachts wäre ich dort eher nicht rein.


      Authentic Jamaican Beer Bar, Port Antonio (Handy-Bild)



      Gemäßigter war es in der nächsten Bar, Schüler und Studenten verfolgten die Champignons League, und ich trank ein lokales Bier.Es gibt schlimmere Orte auf der Welt. Dokumentiert auf Bild:


      Eine Sports-Bar in Port Antonio (Handy-Bild)



      und Video:


      Video von einer Sportsbar in Port Antonio, sechszehn Sekunden Laufzeit



      Ich beendete den tollen Tag, der einer der Höhepunkte meiner Reise war, wieder an der Anlegestelle.Ich war einer der letzten Passagiere die an Bord gingen. Zu der tollen Musik, die die lokale Gruppe dort aufspielte,machte ich ein Abschieds-Tänzchen von Jamaika mit einer netten Mitreisenden. Das wurde nicht dokumentiert, nur die Musik davon:


      Video von der Live-Band in Port Antonio am Kreuzfahrt-Terminal, sechszehn Sekunden Laufzeit



      Mein Erstbesuch in Jamaika war gelungen!



      Die Nationalflagge von Deutschland



      Mit Piraten-Vergangenheit: Die MS Hamburg

      Wir hatten einen Seetag, den ich zum Erkunden der MS Hamburg nutze. Der Stapellauf fand am 30. Oktober 1996 statt. Das Schiff wurde als 'Columbus' gebaut, und im Juni 1997 fertiggestellt.Frei von Ironie: Unter diesem Namen geriet sie in die Schlagzeilen, als die damaligen Reederei Hapag Lloyddem Wunsch bei der Bundesregierung nach einem militärischen Geleitschutz im Golf von Aden nicht nachgekommen wurde.Alle Passagiere wurden im Jemen an Land gebracht, und wurden per Flugzeug ausgeflogen.Nur eine Stammbesatzung brachte das Schiff durch das gefährliche Piratengebiet, und nahm die Gäste in Oman wieder an Bord.Mit solchen dramatischen Situationen rechnete ich natürlich nicht auf dieser Reise. Obwohl sich seit dem Verfall von Venezuela wiederPiraten in der Karibik aufhalten, die rauben, erpressen und morden. Unsere Route war aber viel zu weit nördlich,um betroffen zu sein.

      Im Jahr 2012 übernahm Plantours & Partner das Schiff, und setzt es auf Reiserouten abseits des Massentourismusein. 170 Crew-Mitglieder kümmern sich um maximal vierhundert Passagiere, es waren 270 an Bord bei dieser Kreuzfahrt.Es waren auffallend viele Stammgäste an Bord. Die meisten Gästen buchten nicht nur wie ich diese eine Route,sondern auch welche davor und/oder folgende.


      Die MS Hamburg

      Auf dem Hinflug hatte ich in einem Journal die folgenden Auszüge über das Schiff gelesen: 'Tradition auf jeder Kreuzfahrt: der Frühschoppen mit Freibier, Schunkelliedern und Polonaise...einige Gäste tragen stilecht sogar bei 30 Grad bayerische Tracht, Dirndl und Lederhosen' Oh weia! Ich dachte dabei: 'Wenn ich in der Karibik Passagiere mit Dirndl sehe mache ich in die Hose'. Garantiert. Dazu kam es nicht. Zum Glück.

      Die Kabine war stets sauber, und für mich alleine hatte ich ausreichend Platz darin (ich wohnte als Sparbrötchen ganz unten) . Die zwei Bullaugen reichten mir als Ausblick für das Wetter und die Tageszeit. Ich hatte gelesen, dass es dort etwas laut werden kann, das Motorengeräusch hatte mich aber nie gestört. Ganz im Gegenteil, so wurde mir bewusst auf hoher See zu sein. Weiter oben merkt man davon nichts. In meinem Bereich sind nur ein paar Kabinen, und ich war direkt am Ausstieg, wenn denn getendert wurde. Der dadurch nahe Kontakt zur Crew und den Mitnachbarn hatte Flair gegenüber den langen und unpersönlichen Korridoren weiter oben. Diese Kategorie würde ich immer wieder nehmen.

      Das Essen war stets aromatisch und delikat, etwas Schlechtes gab es für mich die ganze Reise über nicht. Als Suppenkasper freute ich mich stets über eine vielfältige Auswahl, und die waren stets fein, pikant und schmackhaft. Respekt. Aber auch der Rest der Mahlzeiten konnte sich sehen lassen. Für mich war es eine überdurchschnittliche Küchenleistung, Chapeau!


      Essen auf der MS Hamburg (Handy-Bild)



      Die Crew war immer freundlich, gut gelaunt und aufmerksam. Einen Ausreißer nach unten hatte ich nicht.Einige kannte ich noch von der MS Delphin, wie auch den Kapitän. Durch einen Flugausfall gab es Chaos bei der Anreise,einige Passagiere konnten erst am dritten Tag der Kreuzfahrt an Bord. Wie ich es beurteilen kann, hatte das die Crew unter Kontrolle,und gut gelöst. Organisatorische Mängel hatte ich nicht feststellen können, ich fühlte mich immer in guten Händen.


      Spaß auf der MS Hamburg! (Handy-Bild)



      Ich hielt ich mich oft in der Pool-Area auf. Wie hier am Tag:


      Der Pool von der MS Hamburg (Handy-Bild)



      oder hier am Abend:


      Der Pool von der MS Hamburg (Handy-Bild)



      Nett war die lokale Showband aus Jamaika, die 'Kamau & the Kingston Rockaz'. Von meiner Seite aus hätten die ruhig öfterauftreten können. Laut der Reederei kommt sie demnächst nach Deutschland auf Tournee, ein Besuch kann ich empfehlen:


      Video von der Live-Band aus Jamaika auf der MS Hamburg, 23 Sekunden Laufzeit



      Auch der Rest der Künstler braucht sich nicht zu verstecken:


      Video von der Live-Band aus Jamaika auf der MS Hamburg, 23 Sekunden Laufzeit

      Ein paar Kleinigkeiten gab es aber auch, die mir nicht so gefallen hatten: Viele der (wissentlich ausschließlich)deutschen und österreichischen Gäste hatten mir nicht gelegen. Das lag nicht daran, dass die meisten trotz meines gesetzten Altersmeine Eltern hätten sein können, sondern an fehlendem Benehmen. Da belanglos ist es nicht wert, mehr Details darüber zu schreiben.Und wie immer: Auf einmal haben beim Frühschoppen alle Lust auf ein Bier, die sonst dort nie zu sehen waren. Wenn es für jeden gelungenen Gummistiefelweitwurf ein Freibier gäbe würden die das auch noch machen...

      Mir fehlte eine ordentliche Bierbar, die Weinstube (in der ich stets alleine gesessen hatte) war für mich kein gleichwertiger Ersatz. Auch gehören Biertischgarnituren auf dem Pool-Deck meiner Meinung nach nicht auf ein gediegenes Kreuzfahrtschiff,u nd mein Mini-Röhren-Fernseher ins deutsche Museum.

      Ob dieses 'Schnäppchen' ernst gemeint war, oder ein Versehen weiß ich nicht. Ich nahm es belustigt zur Kenntnis:


      Schnäppchen auf der MS Hamburg! (Handy-Bild)



      Zweimal hatte ich eine Show verlassen, Sätze wie 'Zum Glück haben wir keine Amerikaner an Bord, sondern nur Deutsche'und Gags auf Kosten des Costa-Unglückes liegen mir nicht. Nebensache und eher lustig war, dass mein Zimmermädchen trotz'Bitte nicht stören' Schild und ein 'Not now' Schrei von mir meine Kabine betreten hatte, um ein Getränk in der Minibar auszutauschen.Vielleicht wollte sie auch nur mal den nackten Zinni sehen, wer weiß. Ich fühlte mich geehrt.

      Egal, wenn die Route passt, würde ich wieder die MS Hamburg wählen, zumal sie in Kürze in die Werft geht undfranzösische Balkone und eine Poolbar bekommt. Das war zumindest das, was mir von der Crew erzählt wurde.Mal sehen was die Zukunft für Plantours und die MS Hamburg bringt. Dem Personal gönne ich alles Gute auf diesem Weg.


      Darauf ein Prost auf meine Freunde!

      Ein Prost auf die MS Hamburg (Handy-Bild)



      Die Nationalflagge von Turks & Caicos Islands

      Exotische Piraten-Insel: Grand Turk Island / Turks & Caicos Islands

      Das nicht erwartete touristische Lowlight der Reise stand an, die Turks- und Caicos-Inseln. Im Vorfeld dachte ich, es wäre eine kleine Insel, wo dreimal im Jahr ein kleines Kreuzfahrtschiff vorbeikommt, die Honoratioren der Insel die Passagiere mit Händeschütteln begrüßen, und ansonsten Totentanz zelebriert wird. Selten hatte ich mich so getäuscht bei meiner Einschätzung...

      Einst waren die Turks- und Caicos-Inseln der Schlupfwinkel von Piraten gewesen. See- und Strandräuber, welche mit falschen Seefeuern und Signalen die zwischen der Neuen und der Alten Welt verkehrenden Handelsschiffeund deren Besatzungen ins Verderben lotsten. Diesen Schelmen (engl. 'turks') und ihren Barken (engl. 'caiques') verdanken die beiden Inselgruppen ihre Namen.

      Der einzig angebotene Ausflug würde ich freiwillig nie buchen, so lange ich noch Kontrolle über mein Leben habe. Eine Rundfahrt um die Insel mit einer Mini-Bahn auf Rädern. Ich buchte lieber eine Taxi-Tour quer über die Insel. Das waren hier keine Einzelfahrten, sondern mehr ein Shuttle, der erst bei einem vollen Fahrzeug abfuhr. Zugegeben aber für karibische Verhältnisse günstig. Zum Preis passte die Ausdrucksweise des Fahrers: Billig. Er war rüpelhaft, und alles andere als liebenswürdig.

      Wir fuhren im strömenden Regen über die Insel, gelohnt hatte sich das nicht. Drei Stopps waren vorgesehen, zwei sind wegen zu starken Regen ausgefallen. Es hätte auch keiner Lust gehabt auszusteigen. Uns blieb nurder Trost, dass wir nicht durchweicht wurden wie die Gäste der offenen Mini-Bahn.

      Es blieb nur ein Blick auf ein paar Flamingos:


      Flamingos auf Grand Turks

      und Umgebung:


      Unterwegs auf Grand Turks

      und schon war die Rundfahrt beendet. Zurück am Hafen fuhr ich direkt erneut mit einem schreienden Taxi-Fahrer (ein 'Handbuch für gute Manieren' scheint es auf der Insel nicht zu geben, was für ein Gegensatz zu den anderenkaribischen Inseln meiner Reise) in die Hauptstadt 'Cockburn Town' zurück, wobei man von 'Stadt' nicht wirklich reden kann. Eine Seitengasse inder Ortschaft wo ich wohne bietet mehr.

      Dass es nicht viel zum Anschauen gab (= nichts), sah ich bereits bei der Rundfahrt vorher. Aber mein obligatorisches lokales Bier in einer Pinte ließ ichmir nicht nehmen. Diese Bar war mir bei Tageslicht zu dunkel:


      'Johns Ocean View Bar', Grand Turks



      Im nächsten Schuppen war es heller, und es gab Bier mit dem von mir vergebenen Prädikat: 'Originellster Biernamen der Welt' ('I-AIN-GA-LIE' bedeutet:'Dieser Fisch war so groß wie ich'). Wahrscheinlich erfunden von jemanden nach einem geselligen Umtrunk...:


      I like 'I-AIN-GA-LIE'



      Ein Knaller war das dort trotzdem nicht. Wie schrieb schon Mark Twain: 'Leute, die viel gereist sind, erkenntman am unzufriedenen Gesichtsausdruck':


      Zinni und sein 'I-AIN-GA-LIE'



      Quatsch, so schlimm war es auch nicht, das Bild wurde nur zum falschen Zeitpunkt ausgelöst.Trotzdem nahm ich früher wie geplant ein Taxi (beziehungsweise Sammeltransport) zurück zum Terminal.
      Hier lagen mittlerweile außer unserer MS Hamburg noch zwei Megaliner, und die hatten achttausend Passagiere an Bord:


      Die kleine MS Hamburg und zwei Riesenpötte haben in Grand Turk angelegt



      Da anscheinend keine Kaffee-und-Kuchen-Zeit oder Bingo war, wollte die Menge raus:


      Zwei Riesenpötte haben in Grand Turk angelegt



      und dementsprechend war die nahe gelegene 'Governor's Beach' schnell überfüllt:


      Governor's Beach, Grand Turk




      Governor's Beach, Grand Turk



      Die Zahl von achttausend Passagieren scheint schwer vorstellbar, wirkt aber noch mehr, wenn man vor Ortist. Die schönsten Strände sind in Caicos sagen die Einwohner auf Grand Turks, was uns natürlich wenig brachte.Voller kann ein Strand ja fast nicht werden, wem macht den sowas Spaß?:


      Governor's Beach, Grand Turk



      Das gesamte Hafengelände war überlaufen. Ich wollte meinem Patenkind ein T-Shirt kaufen,räumte es aber schnell wieder weg als ich die lange Schlange an der Kasse sah. Wahrscheinlich wäre mein Schiffabgefahren, bevor ich das zu Ende gebracht hätte. Das wahrscheinlich Beste in diesem Bereich war in der Mitte ausgeschildert:


      Die Mitte ist das Beste vom Kreuzfahrt-Terminal von Turk



      aber bei den Menschen-Massen hatte ich dazu auch keine Lust.

      Ich lief zu Fuß aus dem Bereich der Menge heraus. Schnell wurde es relativ einsam:


      Governor's Beach, Grand Turk




      Governor's Beach, Grand Turk



      Der sechshundert Tonnen schwere Frachter 'Mega One Triton' wurde vom Hurrikane Sandy 2012 hierher geworfen:


      Das Wrack der 'Mega One Triton', Governor's Beach, Grand Turk



      Als der nächste Regen sich ankündigte:



      Governor's Beach, Grand Turk

      ging ich zurück auf das Schiff.

      Grand Turks, war das jetzt Top oder ein Flop? Eher letzteres für mich. Das Wetter spielte nicht mir, viel zu sehen gab es nicht, die Einheimischen rüde, und die Menschenmassen machten das auch nicht besser. Selten lagen Anspruch und Wirklichkeit bei mir so auseinander. Schade, aber das trübte den tollen Urlaub nicht. Wahrscheinlich komme ich dort nicht mehr hin. Aber wer weiß, wenn bei einer Kreuzfahrt die Insel wieder angelaufen wird, werde ich bestimmt nicht auf dem Schiff bleiben. Und wenn es nur für ein 'I-AIN-GA-LIE' ist. Cheers.


      Gute Nacht Grand Turk




      Die Nationalflagge von der dominikanischen Republik


      Versteckte Piraten-Höhlen: Samana / Dominikanische Republik

      Von Grand Turk Island nach Samana (Copyright und Quelle: Google Maps)



      Ausgeschrieben war der erste Halt auf der Insel Hispaniola mit 'Samaná / Dominikanische Republik'.Naiv wie ich war, dachte ich, dass ich mir die Stadt im Nordosten der Dominikanischen Republikanschauen können, und bereitete mich darauf vor. Der Tender ging aber nur auf die kleine Insel Isla Cayo Levantado, die man eheraus dem Bacardi-Werbespot kennt.Ich glaube nicht, dass die Aufnahmen für den Werbefilm dort entstanden waren, die Einheimischen behaupten es.

      Das war mir aber auch erst einmal egal, denn ich hatte einen Ausflug in den Nationalpark 'Los Haitices' gebucht.Wir wurden von eigenen Booten des Veranstalters abgeholt, denn das geschützte Gebiet ist nicht über eine Straße erreichbar.Ich setzte mich auf eine überdachte Seite, trotzdem wurden wir schnell nass. Sehr nass:


      Regen im Los Haitices Nationalpark



      Ein Verantwortlicher schaffte es, die Regenmaschine immer dort aufzustellen wo wir uns gerade befanden.Es regnete in Strömen, zum Glück war es warm, und wir Korsaren hatten einen Poncho zum Schutz bekommen.Trotzdem gibt es schöneres, und ich musste dabei denken 'Geh mir weg mit Urlaub, ich habe alles gesehen'.Meine gute Laune hatte ich zum Glück trotzdem behalten:


      Zinni im Regen im Los Haitices Nationalpark (Handy-Bild)



      Nicht nur wir wurden nass:


      Regen im Los Haitices Nationalpark



      Der Los Haitices Nationalpark ist ein Teil der gleichnamigen Region, die eine Ausdehnung von 1.200 qkm hat. Nur einkleiner Bereich dieses riesigen Gebiets ist für Besucher zugänglich.Man schätzt, dass diese Region 40 Millionen Jahre alt ist.Von Siedlern wurde die Halbinsel gemieden und entwickelte sich so bald zum Piratenversteck wegen seinen vielen Inseln und Höhlen.Wir schipperten langsam um Vogelinseln herum:


      Unterwegs im Los Haitices Nationalpark








      Unterwegs im Los Haitices Nationalpark




      Unterwegs im Los Haitices Nationalpark




      Unterwegs im Los Haitices Nationalpark



      fuhren durch eindrucksvolle Mangrovengebiete mit verschlungenen Wurzeln und dichtem Blätterwerk:


      Unterwegs im Los Haitices Nationalpark




      Unterwegs im Los Haitices Nationalpark




      Unterwegs im Los Haitices Nationalpark



      betraten zwei Höhlen (keine Bilder, Grund sollte bekannt sein), mit Felsmalereien der Indios, aber ohne Piratenbeute:


      Unterwegs im Los Haitices Nationalpark



      und lungerten etwas an einem kleinen schönen Strand herum:


      Unterwegs im Los Haitices Nationalpark

      Langsam hörte der Regen auf, die Sonne setzte sich durch, und es begann schön zu werden. Von einem gelungenen Ausflugzu sprechen war es dafür aber schon zu spät, denn es ging bereits wieder Richtung MS Hamburg.

      Nach Ende der Wasserschlacht hatte ich noch Zeit genug vor Ort, und ließ ich mich auf die Insel Cayo Levantado übersetzen. Das ich nicht der Einzige war, der diese Idee hatte war mir klar. Ein Schiff der Aida lag neben uns, und dementsprechend war es überlaufen wie Rimini im Sommer. Mit Passagieren, die ein ruhiges Paradies suchten, und Massentourismus fanden. Mit der Werbespot-Atmosphäre hatte das nichts zu tun. Geworben werden Ausflüge (nicht von der MS Hamburg aus) mit 'geht es an den leeren Traumstrand der Insel'. Völlig konträr dazu der Zustand, wenn man vor Ort ist. Erschwerend war es, dass auf der Insel vor ein paar Jahren ein Hotel gebaut wurde, was den öffentlichen Bereich stark dezimierte.

      Ein paar stille Ecken gab es:


      Idylle auf der Isla Cayo Levantado




      Idylle auf der Isla Cayo Levantado



      Aber meist sah es aus wie hier:


      Der Strand auf der Isla Cayo Levantado




      Der Strand auf der Isla Cayo Levantado




      Der Strand auf der Isla Cayo Levantado




      Der Strand auf der Isla Cayo Levantado

      Und bei den vielen Besuchern ist auch klar, dass vieles verdreckt ist. Strohhalme und ausgelutschte Kokosnüsse oder (keine goldenen) Ananasse lagen überall herum. Ein Trauerspiel. Wer die Bacardi-Insel mag, fühlt sich wohl auch in einer Müllhalde wohl. Da kann man hinfahren, um anderen zu erzählen das man dort war, und macht Bilder damit die Daheimgebliebenen neidisch werden sollen .Ich glaube die meisten sind froh darum das zu verpassen. Ich war nicht überrascht, dass meine mitreisenden Passagieredas anders sahen, die schwärmten wie schön es dort war. Ich befürchte, dass außer mir es niemand gerne zugibt, dass der Besuch dort überflüssig war.

      Das Beste waren noch die Cocktail-Stände:


      Der SPS (Schnaps-Probier-Stand) von Isla Cayo Levantado

      wogegen das angebotene Essen so aussah, als ob man das nur Touristen auf Durchreise geben kann. Der Pirat Jack Banister hatte hier Unterschlupf gefunden, heute würde er freiwillig einen großen Bogen herum machen. Zum Glück kostete mich das nichts, Geld für einen Ausflug hätte ich bereut. Ich fuhr schnell wieder zurück auf die MS Hamburg...

      Ein merkwürdiger, aber abwechslungsreicher Tag ging mit einem tollen Sonnenuntergang zu Ende:


      Gute Nacht MS Hamburg (Handy-Bild)



      Auf dem Schiff checkte ich meine E-Mails, eine hatte die Überschrift 'Ihr Flug wurde gestrichen'. Arrgh (Piraten-Vokabular)!Mein Flug von Santa Domingo nach Miami wurde wegen dem 737 MAX Grounding auf eine spätere Abflugzeit umgebucht,und ich hätte dadurch meinen Anschluss-Flug nach Frankfurt verpasst. Ich hatte zwei getrennte Tickets, derAirline konnte ich nichts vorwerfen.Ein Anruf bei American Airlines brachte nichts, ich wartete ewig vergeblich in der Warteschlange, und gab dafürein Vermögen aus, da telefonieren vom Schiff aus hohe Kosten verursachen.Ich vermutete, dass es von Deutschland aus einfacher war (da weniger Passagiere betroffen waren), undbeauftragte einen Freund das Umbuchen zu veranlassen, was geklappt hatte. Der neue Abflug war nun morgens um sieben, ausschlafen inSanta Domingo war damit nicht möglich. Als Fluggerät war aber immer noch eine 737 MAX zu sehen. Ein Bekannterberuhigte mich, in der FAQ stand, dass dies nicht im Flugplan korrigiert wird, aber keine 737 MAX eingesetzt wird. GroßeLust darauf hätte ich Angsthase auch nicht wirklich gehabt.



      Die Nationalflagge von der dominikanischen Republik

      Edles Piraten-Gold: Santo Domingo / Dominikanische Republik

      Für Konquistadors, Abenteurer und Piraten war Santo Domingo, die heutige Hauptstadt der Dominikanischen Republik,viele Jahre lang erste Anlaufstelle in der neuen Welt. Und damit die älteste Stadt Amerikas. Das letzte Ziel auf dieser Kreuzfahrt für mich,unerwartet viele Passagiere setzten die Reise weiter über den großen Teich bis Teneriffa fort. Auf die vielen Seetage hätte ich keine Lust gehabt.

      Ganz einfach wurde es den Aussteigern nicht gemacht. Ich hatte zum Glück mein Taxi zum Hotel erst um elf Uhr morgens bestellt, denn die Behörden hatten den Landgang wegen einem Computer-Ausfall nicht frei gegeben.An der Rezeption waren viele genervte Gäste, mir war es relativ egal, da ich noch zwei Nächte in Santa Domingo blieb. Chaotisch blieb es, ich sah von oben meinen Taxifahrer mit einem Schild mit meinem Namen (dreißig Minuten vor der vereinbarten Abholung, vorbildlich), und rief das Hotel an, das ich mich später wieder melden werde, wenn das Schiff für den Landgang freigegeben wird. Ich konnte den Folgeanruf verfolgen, denn mein Fahrer fuhr wieder weg. So blieb mir erst einmal nur Blicke auf die Altstadt von Santa Domingo:


      Blick auf die Altstadt von Santa Domingo (Handy-Bild)

      Als später die individuellen Rückreise-Gäste aufgerufen wurden, gab es ein ganz großes Durcheinander. Es gibt zwei Terminals im Hafengelände, das nähere am Schiff verteilt die Einreisekarten, beim zweiten ist die Kontrolle. Bei mir wurde das Verteilen aber abgelehnt, warum auch immer. Ich lief zur Immigration, dort wurde ich wegen fehlender Karte wieder zurück geschickt. Buchbinder Wanninger hatte eine einfachere Aufgabe. Irgendwann gelang mir eine Lösung (wenn auch bizarr), und ich hatte kurz danach das nächste Problem. Das erneut vom Hotel angeforderte Taxi war nicht gekommen. Der Fahrer suchte mich in dem Terminal wo die Pass-Kontrolle stattfand, dort gab es aber keine Zoll-Inspektion. Ich vermute bei dem Chaos, dass nicht viele Kreuzfahrt-Schiffe in Santa Domingo ihre Kreuzfahrt beginnen oder enden.

      Irgendwie saß ich dann doch im Taxi auf der Fahrt zum Hotel. Dort angekommen erwartete mich eine Ruhe, die ich dringend benötigt hatte. Ich ließ die Altstadt mit den Palästen, Altbauten etc. links liegen, und blieb im Hotel bei einem Pool-Tag. Der tat mir gut. Ich trank mein erstes Bier aus der Dominikanischen Republik (schmeckte!) am Pool, und verfolgte Aufbauarbeiten für eine bevorstehende Hochzeit am Abend:


      Renaissance Santo Domingo Jaragua Hotel & Casino (Handy-Bild)




      Renaissance Santo Domingo Jaragua Hotel & Casino (Handy-Bild)

      Später waren die Jungs an der Bar köstlich. Ich war der einzige Gast, und die zwei Bedienungen stritten sich,wer mir einen besseren Rum empfohlen konnte. Nach der Blindprobe hatte ich einen Freund mehr, und einen weniger. Nein, Seemannsgarn, ernst hatte das niemand genommen.

      Den Abend beendete ich im Kasino, und unterschätzte die karibische Mentalität. Die Bar mit der Livemusik dort öffnete offiziell um sieben, um Neun machte sie auf, und die Musik begann um Elf. Mein Ehrgeiz ließ es aber nicht zu, das zu verpassen. Und prompt hatte ich Kontakt zu zwei 'Happy Girls', die ja gut aussahen, aber mein Interesse mehr an der Musik als an lokalen Schönheiten lag .Genervt hatten sie, weil sie ständig statt Körperkontakt (mein Desinteresse hatten sie schnell erkannt) wenigstens einen Frei-Trink wollten , den Gefallen tat ich ihnen aber auch nicht. So schnell verdiene ich auch keine zehn Euro für ein belangloses Gespräch. Meine Nachbarin rechts war das gleiche Kaliber, aber nicht aufdringlich. Sie wartete erfolgreich, nur nicht auf mich. Mehr oder weniger war ich in einem großen Puff gelandet. Zur Ehrenrettung vom Hotel muss ich erwähnen, dass das Kasino nicht dazu gehört, die Bars dort waren frei von Plagegeistern.

      Die Live Musik Show danach war genial, und nach meinem Geschmack. Eine vierköpfige Band spielte passende Lieder, und viele Schönheiten auf der Bühne tanzten dazu. Schade, dass ich ein alter Mann bin, und um eins in der Pause todmüde ins Zimmer (einsam!) ging, früher hätte ich die Nacht bis in die Puppen durchgetanzt (na ja, eher getrunken).

      Ich wollte ausschlafen, und danach mir die Altstadt in Ruhe anschauen. Das Erste war mir problemlos gelungen, beim zweiten hatte ich meine Probleme. Da ich nicht wusste, in welcher Absteige ich später zum lokalen Bier-Test lande, lies ich die Kamera zu Hause .Ich lief die Strand-Promenade 'Malecón' entlang. Vermutlich nicht nur in Havanna hat sie den gleichen Namen, das Wort bedeutet Hafenmole.

      Auf den ersten Blick sah es ganz nett aus:


      Entlang der Malecón-Promenade von Santa Domingo (Handy-Bild)



      Genauer hinschauen darf man aber nicht. Lärm, Staub und Dreck dominiert. Wer bei Verstand ist, meidet das Meer am Tag zum Baden:


      Entlang der Malecón-Promenade von Santa Domingo (Handy-Bild)



      und die Promenade zu Fuß in der Nacht. Einheimische mögen das Tragen von Schmuck bei Fremden nach Sonnenuntergang wurde mir erzählt:


      Entlang der Malecón-Promenade von Santa Domingo (Handy-Bild)



      Ganz nahe war die Altstadt vom Hotel aus nicht, und es war heiß, sehr heiß. Dazu tummelten sich Nervensägen wieSchuhputzer, Taschendiebe und Souvenirhändler, die mir nicht die gewollte Ruhe ließen.Immerhin schaffte ich es, nicht von einer Jugendgang überfallen worden zu sein.

      Ich hatte auch keinen Plan, was ich schon immer mal sehen möchte,und lief ziellos durch die Gassen:


      In der Altstadt von Santa Domingo (Handy-Bild)



      Nachdem ich nach paar Minuten herumlaufen klatschnass geschwitzt war, nahm ich mir lieber ein Taxi,und ließ mich zu den sehr sehenswerten Höhlen 'Los Tres Ojos' fahren, eine der Attraktionenvon Santo Domingo. Nach nur ein paar Minuten Fahrtzeit erreichten wir eine offene Kalksteinhöhle mitdrei wunderschönen Seen, die von einem nahegelegenen, unterirdischen Fluss gespeist werden:


      Die Höhlen 'Los Tres Ojos' nahe Santa Domingo (Handy-Bild)




      Die Höhlen 'Los Tres Ojos' nahe Santa Domingo (Handy-Bild)



      Kein Wunder, dass Piraten sich hier wohlfühlten, ein Paradies zum Versteckspiel:


      Die Höhlen 'Los Tres Ojos' nahe Santa Domingo (Handy-Bild)




      Die Höhlen 'Los Tres Ojos' nahe Santa Domingo (Handy-Bild)




      Die Höhlen 'Los Tres Ojos' nahe Santa Domingo (Handy-Bild)



      Man konnte mit einer Floßfahrt einen unterirdischen See überqueren, dazu hatte ich aberkeine Lust. Auch wenn man einer der Drehorte von Jurassic Park dabei sieht:


      Die Höhlen 'Los Tres Ojos' nahe Santa Domingo (Handy-Bild)

      Nach den Höhlen gab es noch Zeit, weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt anzuschauen. Wir stoppten an dem 'Faro a Colón', eines der Wahrzeichen der Stadt (Faro = Leuchtturm und Colon = Kolumbus). Ein riesiges Gebäude in Kreuzform. Der Sarkophag des Kolumbus befindet sich direkt hinter dem Eingang. Der Streit ist groß, ob seine Skelettreste sich hier oder in Sevilla sind. In Spanien wurden nur 150g davonnachgewiesen, es ist also nicht auszuschließen, dass sich andere Teile wo anders befinden. Zu einer DNA-Untersuchung kam es in Santa Domingo bislang noch nicht. Immer kurz bevor wurde die Bewilligung annulliert. Ein Gräberstreit, gut wenn es keine wichtigeren Probleme gibt im Land:


      Faro a Colon, Santa Domingo (Handy-Bild)



      Ein schönes Fotomotiv war der Präsidentenpalast (Palacio Nacional oder Palacio Presidencial).Hier wurde sogar einmal die kubanische Flagge auf dem Balkon gehisst. Der Film 'The lost City' spielt in Havanna,und die Szenen dazu wurden hier gedreht:


      Der Präsidenten-Palast von Santa Domingo (Handy-Bild)



      Ein kleiner Rundgang rund um das 'Museum of the Royal Houses' beendete den interessanten Ausflug:


      Museum of the Royal Houses, Santa Domingo (Handy-Bild)

      Damit war der touristische Teil meiner Reise beendet.

      Zurück im Hotel stellte ich den Wecker auf vier Uhr morgens. Ich war unerwartet vernünftig, und wollte mich früh aufs Ohr legen. Das war nicht möglich, denn im ganzen Flur feierten junge Seminar-Teilnehmer ihren Abschluss oder so etwas ähnliches. An Schlaf war bei dem Lärm nicht einmal ansatzweise zu denken. Argh! (allgemeiner Piraten-Ausdruck). Drei Telefonanrufe brachten keine Stille.Ich ging dann zur Rezeption, und ließ mir den Supervisor holen. Er kontrollierte meine Beschwerde, gab mir recht, und sorgte für Ruhe,auch mit regelmäßigen Kontrollen. Nur war das mittlerweile so spät, dass ich nicht mehr lange Zeit zum Schlafen hatte.Ich sagte ihm noch, dass ich nicht bereit bin für diese Nacht zu bezahlen.

      Beim Auschecken bestätigte der Agent mir, dass ihm eine Notiz vorliegt, dass meine Übernachtung kostenfrei war. Das war ein kleiner Trost, ich hätte natürlich lieber lärm frei geschlafen. Zu Hause hatte ich noch ein Entschuldigungsschreiben bekommen. Einen großen Vorwurf hatte ich dem Hotel nicht gemacht, eine große Gruppe von Gästen bringt ja auch den Umsatz, den jedes Unternehmen benötigt. Ich war halt zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort, Pech gehabt.

      Einer der chaotischste Flughafen bislang bei meinen Flügen war der von Santo Domingo. Es sah vieles konzeptlos aus, vom Check-in angefangen,über die Kontrollen bis zum Boarding, und nervte von vorne bis hinten. Ich war froh, als ich endlich in das Flugzeug nach Miam ieinsteigen konnte. Der Flug mit American Airlines dagegen war harmlos, die zwei Stunden gingen schnell vorbei,und wir landeten sogar eine halbe Stunde vor der geplanten Landung. Und wir hatten Glück, in unserem Bereich war an derPasskontrolle noch nichts los. Schnell aber füllten sich die Wartebereiche, und als ich abgefertigt wurde, war die Halle voller Passagiere.

      Ich hatte wegen dem kurzen Schlaf keine Lust mehr meinen Koffer irgendwo abgeben, und wie geplant in die Stadt zu fahren. Ich nahm mir lieber einZimmer im direkt im Terminal gelegenen Hotel, um die fehlende Nachtruhe nachzuholen. Na ja, war auch nicht einfach, mein Zimmer war sehr hellhörig. Aber besser als verschwitzt und müde durch die Straßen von Miami zu latschen. Und dazu noch dieser wunderschöne Ausblick:


      Ausblick vom Miami Airport Hotel (Handy-Bild)

      Na ja, das Bild passt zu der fotografischen Schönwetterbild-Leistung meiner Reise. Aber keine Bange, der Anfängerkurz'Kamera-Einstellungen für Laien' ist schon gebucht. Ob der noch was bringt in meinem gesetzten Alter ist offen.

      Der Rest der Rückreise war harmlos. Check-In und Ausreise-Modalitäten waren verkraftbar, nur für zwei Bier achtundzwanzig Dollar zu bezahlen an der kubanischen Airport-Bar fand ich heftig.

      Beim Rückflug nach Frankfurt war ich einfach nur müde. Schade für die nette Crew, anerkannt hatte ich den Service nicht, dafür schlief ich zu viel.Wie oft richtete ich mich nach einem im Hinflug gezeigten Spielfilm kurz vor der Landung aus, der mein Motto für die Reise war, und sah noch einmal das Ende von 'Bohemian Rhapsody' mit 'We are the Champions'. Mir wurde dabei bewusst, dass alle Menschen Sieger sind.Uneingeschränkt, und jeder auf seine Art. Und darauf können wir alle stolz sein.

      Wir hatten eine halbe Stunde Verspätung beim Abflug, und landeten die gleiche Zeit früher als geplant in Frankfurt. Anscheinend hatten wir jede Menge Rückenwind. Eine amüsante Taxifahrt nach Hause mit einem sehr netten Fahrer mit Turban beendete die Reise. Unser Hund vermisste mich anscheinend sehr, nach der Begeisterung die er zeigte.

      Ein toller Urlaub war zu Ende, ich hatte viel mehr erlebt als erhofft. Nummer Eins waren die tollen und coolen Einwohner von Kuba, mein Respekt bei dem Umfeld indem sie leben. Aber auch viele andere Erlebnisse waren umwerfend, sei es die tolle Floss-Fahrt mit der Schiffs-Reiseleitung, private Taxi-Touren oder lokale Bar-Besuche (ohne happy Girls). Das Wetter spielte fast immer mit, satt wurde ich immer, und verdurstet war ich auch nicht.Für meine fotografische Leistung wurde ich mit der 'historischen Dummheit seit der Geschichte der Urlaubsfotografie' ausgezeichnet.Die Belohnung dafür steht einsam in meinem Trophäenschrank. Ich verspreche Besserung. Bei meiner Spiegelreflexkamera achte ich mehr auf die Einstellungen.Und habe ein neues Handy, mit einer 'intelligenten und professionell anmutenden Kamera'. Na dann kann ja nichts mehr schiefgehen.Oder gerade deswegen. Ich berichte.

      Nach Kuba komme ich bestimmt noch einmal, ich bin ein kleiner Anhänger des Landes geworden. Beim Rest der Destinationen bin ich mir nicht sicher.Entweder weil es zu wenig zu sehen gab, oder man zu aufmerksam sein musste. Egal, cool war fast alles. Piraten hattenmeist eine gute Beute, und das hatte ich auch. Ahoi (auch piratischer Gruß)!

      Mein Länderkonto ist auf 129 gewachsen, wobei die Zuwachsrate Jahr für Jahr geringer wird. Ein paar Länder sind es wirklich nichtwert besucht zu werden.


      Zinnis besuchte Länder



      Ich bin zufrieden, was will man mehr. Darauf kann man einen hinter die Augenklappe kippen. Natürlich mit Piratenbier, ¡salud!:


      ¡salud! (Handy-Bild)








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    • :clab: :clab: :clab: Coole Reise.

      Bin gespannt auf die Hamburg, die ich mir in 4 Wochen mal anschaue.

      Zinni wrote:

      Von Hochheim über Frankfurt nach Zürich (Copyright und Quelle: Google Maps)
      Kleine Anmerkung, ich glaube, Google erlaubt das so nicht. Auch auf deiner Website. Man darf das nur über I-frame einbinden. Hier im Forum und auf Homepages. Da macht Google sonst richtig Stress, wenn sie das mitbekommen.

      Zinni wrote:

      Vorwort: Ich hatte bei meiner Kamera eine ISO-Einstellung vergessen zurückzusetzen, und das laienhaft den ganzen Urlaubüber nicht gemerkt. Argh!!!
      Ah, Mist. Und nein, ich sage dazu nichts, denn das ist jedem schon mal passiert. Mir damals in Macau. :rolleyes:

      Zinni wrote:

      Ein Schiff, vergleichbar von der Größe mit meinen Favoriten MS Astor, früher der MS Delphin und natürlich alle Schiffe von Silversea.Alles feine, kleine und familiäre Schiffe, und ich konnte mir gut vorstellen, dass ich mich auf der MS Hamburgbei meinem Erstbesuch auch wohl fühlen würde.
      Kennst du Seabourn? Ich habe da gerade was angesehen.

      Zinni wrote:

      als ichbei der Buchung eine Kategorie für den Grund der Reise angeben musste: 'Offizieller Regierungsauftrag', 'Autorisierte Exportaktivitäten','Hilfsmaßnahmen für das kubanische Volk' und weiteres mehr was nicht auf mich zugetroffen hatte.Eine 'Journalistische Tätigkeit' sehe ich bei meinen amateurhaften Reiseberichten nicht.Ich hatte schnell eingesehen, dass ich wohl oder übel nicht über die USA nach Kuba fliegen konnte.
      Das ist normal. Hättest du genauso machen müssen. das liegt daran, dass unter Obama zwar Reisen wieder erlaubt wurden, aber eben auch nicht so richtig und jeder der reiste, musste eines davon ankreuzen, was aber keinen interessiert hat. Ist jetzt sowieso wieder obsolet. Auch viele der Kreuzfahrten, leider.

      Zinni wrote:

      Ich hatte das Hilton am Flughafen gewählt, mit einem eigenartigen Shuttle System:Zum Hotel war der Transfer frei, zum Flughafen kostet es fünf Franken
      Das ist die neue Masche, nicht nur in Zürich, in Frankfurt machen das die Hotels in Gateway Gardens auch.

      Zinni wrote:

      Eine Woche vorher waren die Tiere noch nicht an Land, Glück gehabt.Da wir durch unsere Busfahrt ein Gemetzel veranstalteten war mir nicht recht, aber leider auch nicht von meiner Seite aus beeinflussbar.Für einen Nationalpark könnte ich mir tierfreundlichere Lösungen vorstellen, aber die Geier müssen ja auch von was leben...
      :EEK: Wie die Spinnen in Nevada. Da war da auch so ähnlich.

      Zinni wrote:

      Cayman Brac (
      Ah, ich kenne nur Grand Cayman. Spannend.

      Zinni wrote:

      und alle dachte, ich wäre der deutschsprachige Übersetzerdes Fahrers. Es hatte lange gedauert, bis sie verstanden, dass ich auch nur ein Passagier auf dem Schiff war.Ich konnte sie auch überzeugen, dass nicht nur sie vorschreiben wo wir hinfuhren, sondern ich einMitspracherecht habe.
      :EEK: Na das ist ja mal wieder typisch für unsere Mitbürger. :rolleyes:

      Zinni wrote:

      und suchten vergeblich wilde Papageien und Iguanas, die beide auf der Insel noch verbreitet sind:
      Oh schade, die Iguanas dort sind toll und eine seltene Rasse.

      Zinni wrote:

      Nach knapp vierzig Kreuzfahrten von mir war das mit Abstand der schönste Anlegeplatz. Ein kleiner Strand lud zumBaden ein, was ich vor meinem Stadtrundgang noch genießen konnte.Ich hoffe, dass dieses Video die Lokation und Stimmung gut rüberbringt:
      :!! Das sieht echt gut aus.

      Zinni wrote:

      Viele der (wissentlich ausschließlich)deutschen und österreichischen Gäste hatten mir nicht gelegen. Das lag nicht daran, dass die meisten trotz meines gesetzten Altersmeine Eltern hätten sein können, sondern an fehlendem Benehmen.
      :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes: Das hält mich immer von deutschsprachigen Schiffen ab.

      Zinni wrote:

      Egal, wenn die Route passt, würde ich wieder die MS Hamburg wählen, zumal sie in Kürze in die Werft geht undfranzösische Balkone und eine Poolbar bekommt
      Vor oder nach Ende August?

      Zinni wrote:

      Selten hatte ich mich so getäuscht bei meiner Einschätzung...
      :MG: Das hätte ich dir sagen können, aber ich musste 2x wegen schlechtem Wetter abdrehen.

      Zinni wrote:

      Ich lief zu Fuß aus dem Bereich der Menge heraus. Schnell wurde es relativ einsam:
      Ist ja meist so, die Leute gehen nur ein paar Meter.

      Zinni wrote:

      Es regnete in Strömen,
      Na toll. :rolleyes:

      Zinni wrote:

      !Mein Flug von Santa Domingo nach Miami wurde wegen dem 737 MAX Grounding auf eine spätere Abflugzeit umgebucht,und ich hätte dadurch meinen Anschluss-Flug nach Frankfurt verpasst. Ich hatte zwei getrennte Tickets, derAirline konnte ich nichts vorwerfen.
      Ups.

      Zinni wrote:

      Als später die individuellen Rückreise-Gäste aufgerufen wurden, gab es ein ganz großes Durcheinander. Es gibt zwei Terminals im Hafengelände,das nähere am Schiff verteilt die Einreisekarten, beim zweiten ist die Kontrolle. Bei mir wurde das Verteilen aber abgelehnt, warum auch immer.Ich lief zur Immigration, dort wurde ich wegen fehlender Karte wieder zurückgeschickt.Buchbinder Wanninger hatte eine einfachere Aufgabe. Irgendwann gelang mir eine Lösung (wenn auch bizarr),und ich hatte kurz danach das nächste Problem. Das erneut vom Hotel angeforderte Taxi war nicht gekommen.Der Fahrer suchte mich in dem Terminal wo die Pass-Kontrolle stattfand, dort gab es aber keine Zoll-Inspektion.Ich vermute bei dem Chaos, dass nicht viele Kreuzfahrt-Schiffe in Santa Domingo ihre Kreuzfahrt beginnen oder enden.
      :gg: Fast wie La ROmana. Typisch Dom Rep anscheinend.

      Zinni wrote:

      Einer der chaotischste Flughafen bislang bei meinen Flügen war der von Santo Domingo. Es sah vieles konzeptlos aus, vom Check-in angefangen,über die Kontrollen bis zum Boarding, und nervte von vorne bis hinten. Ich war froh, als ich endlich in das Flugzeug nach Miamieinsteigen konnte.
      Und das auch. Bei uns war eine Bordkartenkontrolle für 2 Flieger. Du kannst dir vorstellen, dass nicht alle Leute im richtigen Flieger gelandet sind.

      Zinni wrote:

      wobei die Zuwachsrate Jahr für Jahr geringer wird. Ein paar Länder sind es wirklich nichtwert besucht zu werden.
      :MG: Geht mir ähnlich.
      Liebe Grüße, Betty

      "Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden." - Mark Twain

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    • Danke Betty für die tollen Kommentare =)

      Zuerst: Sorry für die fehlenden Leerzeichen. Das wurde beim Copy-Paste verschluckt. Konnte noch etwas ändern, jetzt geht es nicht mehr. ?(

      betty80 wrote:

      Kleine Anmerkung, ich glaube, Google erlaubt das so nicht. Auch auf deiner Website. Man darf das nur über I-frame einbinden. Hier im Forum und auf Homepages. Da macht Google sonst richtig Stress, wenn sie das mitbekommen.

      Oh, danke, das wusste ich nicht. Ich habe sie entfernt, und werde das auch auf meiner Homepage machen.

      betty80 wrote:

      Kennst du Seabourn? Ich habe da gerade was angesehen.
      Nein, ich war noch nicht auf einer Seabourn. Wenn bei mir die Island/Grönland Reise nicht klappt, habe ich Alaska mit Seabourn vor.

      betty80 wrote:

      Vor oder nach Ende August?
      Keine Ahnung, sorry.

      betty80 wrote:

      Geht mir ähnlich.
      Im Oktober habe ich eine Kreuzfahrt in das Donau-Delta gebucht. Da sollte Rumänien, Bulgarien und die Slowakei dazu kommen.
    • Zinni wrote:

      Zuerst: Sorry für die fehlenden Leerzeichen. Das wurde beim Copy-Paste verschluckt.
      Das kenne ich. Das ist irgendwie blöd, dass das beim Einfügen immer passiert. Ich habe da auch so meine Sorgen, wenn ich was von meiner Seite hierher kopiere. Und ja, editieren geht nur kurze Zeit.

      Zinni wrote:

      Oh, danke, das wusste ich nicht. Ich habe sie entfernt, und werde das auch auf meiner Homepage machen.
      Gerne, man lernt immer noch dazu. Ich mache ja selbst auch immer wieder Erfahrungen mit meiner Homepage. ;;NiCKi;:

      Zinni wrote:

      habe ich Alaska mit Seabourn vor.
      :MG: Die habe ich auch schon gesehen. Spannende Reise mit ungewöhnlichen Zielen.

      Zinni wrote:

      Keine Ahnung, sorry.
      Ich werde es ja erleben.

      Zinni wrote:

      Im Oktober habe ich eine Kreuzfahrt in das Donau-Delta gebucht. Da sollte Rumänien, Bulgarien und die Slowakei dazu kommen.
      Das haben Freunde von mir gerade gemacht und waren ganz begeistert.
      Liebe Grüße, Betty

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    • Zinni wrote:

      Aber auch mit Nicko und einem (fast) neuen Schiff Na ja, das wird besser laufen als jetzt... Hoffentlich.
      Da muss ich fragen, denn sie sind gerade erst zurück. Aber auf jeden Fall von Passau und 15 Tage. ;;NiCKi;: Ich hoffe mal, dass du dann dort eine gute Reise hast und das Schiff nicht auch irgendwie ausfällt. :rolleyes:
      Liebe Grüße, Betty

      "Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden." - Mark Twain

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    • Zinni wrote:

      Und ich war stolz, dass ich bei meiner ersten Bahnfahrt in der Schweiz alles richtiggemacht hatte.
      War der Fahrpreis nicht mit der Zimmerkarte möglich?

      Zinni wrote:

      Im riesigen Frühstücksraum war ich fast alleine, das Bild wurde während der Öffnungszeiten aufgenommen:
      :EEK: :EEK:

      Zinni wrote:

      Das angebotene Essen sah stets appetitlich aus
      Donnerwetter, hätte ich doch nicht erwartet.

      Zinni wrote:

      Ich war der einzige Gast, und nur für mich gab es ein Ständchen

      Zinni wrote:

      Kurz vor der Show war ich fast alleine im weiten Rund
      Warum war nie was los?

      Zinni wrote:

      trotzdem nett das darauf hingewiesen wurde. Gemerkt hätte ich es nicht:
      ;haha_

      Zinni wrote:

      Der Mann in Jeans auf der rechten Seite fiel durchseine sensationellen Tanzkünste auf:
      ;haha_

      Zinni wrote:

      Von hier hatten wir schöne Blicke auf die Stadt
      Schöner Blick ja, wenn ir Stadt halt schön wäre. :nw:

      Zinni wrote:

      Er hatte bislang auf einer Fläche von etwa 56 Hektar in etwa eine Million Bestattungen. Darunter dreimal mehr Arme als Reiche, obwohl die letzteren 98 Prozent der Gesamtfläche belegen. Das Straßennetz umfasst etwa zwanzig Kilometer, Karten sind zum Auffinden von Gräbern unabdingbar. Er ist der größte Friedhof Amerikas.
      Und wie werden die andern 980.000 gebettet?
    • Danke für die Kommentare =) Ansonsten kommt der Bericht leider nicht so an, schade.


      WeiZen wrote:

      War der Fahrpreis nicht mit der Zimmerkarte möglich?

      Nein, war nicht inclusive. Wurde mir zumindest an der Rezeption gesagt.

      WeiZen wrote:

      Warum war nie was los?

      Keine Ahnung. Ich denke die Amerikaner fehlen. Denen wird es ja jetzt wieder schwer gemacht dort hinzureisen.

      WeiZen wrote:

      Und wie werden die andern 980.000 gebettet?
      Übereinander, nebeneinander, verbrannt, keine Ahnung. Familien-Grabstätten werden die Armen keine haben.
    • Zinni wrote:

      WeiZen wrote:

      Und ich dachte immer, das ist in der ganzen Schweiz so der Fall.
      Ist es vielleicht auch, und ich hatte nicht richtig zugehört / verstanden... Passiert oft bei mir.
      Ich war da auch und sowas hat definitiv niemand erwähnt. Sonst hätte ich es auch genutzt.
      Liebe Grüße, Betty

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    • Zinni wrote:

      Danke für die Kommentare Ansonsten kommt der Bericht leider nicht so an, schade.
      Das würde ich so nicht sehen. Ich konnte nur kurz einen Blick werfen, da der Bericht ja nicht in einer halben Stunde durchgelesen ist.
      Sobald ich dazu komme, werde ich auch den einen oder anderen Kommentar schreiben =)
      Liebe Grüße
      Ilka



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