Belmont Mill, NV

  • Belmont Mill


    In Nevada gibt es mehr Ghost Towns als tatsächlich besiedelte Städte. Es ist somit nicht überraschend dass hinter fast jeder Kurve erstaunliche Überreste aus Nevadas historischer Bergbauzeit zu finden sind. Einige sind leichter zugänglich, wodurch sie zu den meistbesuchten bzw. meistdiskutierten gehören. Andere sind durch die Lage geschützt, was zusammen mit den trockenen Wüstenelementen für eine perfekte Erhaltung sorgt. Zum Glück steht die Belmont Mill seit mehr als hundert Jahren ruhig zwischen Getrieberädern und Wacholder und ist ein perfektes Beispiel für ein Bergbaucamp der Jahrhundertwende in Nevada, das geschafft hat besser zu überleben als die meisten anderen Ghost Towns.


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    Belmont Mill


    Etwa eine Stunde westlich von Ely und südlich der "Loneliest Road in America" gelegen, werden Ghost-Town-Hunter von diesem Backroad Adventure begeistert sein, denn es verspricht nicht nur Zugang zu einer Ghost Town in Nevada, sondern zu vier. Nicht zu verwechseln mit Belmont Ghost Town, Belmont Mill ist ein Überbleibsel der prestigeträchtigen Bergbaubooms der Gegend. In dieser hochgelegenen Wüstenlandschaft finden Besucher die historischen Städte Hamilton, Treasure City, Eberhardt, Shermantown und Belmont Mill. Hamilton, Treasure City, Eberhardt und Shermantown erlebten in diesen Jahren einen wahren Boom, während die Belmont Mill erst in den frühen 1900er Jahren errichtet wurde als die Tonopah-Belmont Development Company erneut mit der Erschließung des Gebiets begann.

    Eine Firmenstadt wurde mit ernsthafter finanzieller Unterstützung gebaut, doch trotz dieser großen Bemühungen waren die Minen einfach nicht so profitabel, wie man gehofft hatte. Innerhalb weniger Jahre wurde der gesamte Betrieb eingestellt und glücklicherweise kann man die meisten dieser Ruinen heute noch sehen. Von der ursprünglichen Belmont-Mine, die weiter oben im Canyon liegt, ist nicht viel übrig geblieben.

    Das Erz wurde ursprünglich in schwebenden Erzkübeln von der 1,8 Meilen entfernten Mine mit einer Pendelbahn zur Belmont Mill befördert. Obwohl dies für die damalige Zeit üblich war, hängen in sehr wenigen Ghost Towns noch die Kabel oder die Erzkübel. Obwohl die Erzkübel hier schon lange nicht mehr existieren, sollte man nach den 9000 Feet lange Stahlkabel Ausschau halten.


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    Kabel zur Belmont Mine sind gut zu sehen


    Obwohl sich in Belmont Mill nie ein echtes Geschäftsviertel entwickelte, wurden eine Handvoll Gebäude gebaut, die immer noch hinter der Mill und auf den umliegenden Hügeln zu sehen sind. Das Mill Office, das Haus des Superintendenten und das Boardinghouse stehen noch, zusammen mit einer erstaunlich intakten, originalen vierstöckigen Mill und ihrer Maschinerie. Auf einer Ebene der Mill kann man die riesige Erzrutsche und die Schienen für die Erzkarren sehen. An den Wänden wurden Stahlplatten verwendet, um die Nutzungsdauer der Mill zu verlängern. Wie die meisten Mills dieser Zeit wurde die Belmont Mill an einem Hügel gebaut. Diese Schwerkraftströmungskonstruktion hilft, das Erz durch die verschiedenen Verarbeitungsstufen zu bewegen. Nachdem der gesamte Betrieb eingestellt wurde, verblieb ein Großteil der ursprünglichen Millausrüstung in den verschiedenen Ebenen der Mill.


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    Belmont Mill


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    Belmont Mill


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    Belmont Mill


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    Kabel für die Pendelbahn


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    in der Mill


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    in der Mill


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    in der Mill


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    in der Mill


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    in der Mill Zahnrad


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    Buildings bei der Mill


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    Assay Office


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    Superviser's Office


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    Lower Outhouse


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    Collapsed Building


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    Collapsed Building


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    Außerhalb der Mill


    Wie üblich an solchen Location ist es illegal etwas mitzunehmen.


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    Noch ein paar Bilder von Hamilton:


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    Hamilton


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    Hamilton


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    Hamilton


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    Hamilton


    Die Mill und die Mine sind ein spektakuläres Beispiel für die Bergbaugeschichte Nevadas.


    Eine Map von den Ghost Towns und Mill:


    Der Zugang von der US 50 zur Belmont Mill ist relativ leicht und ist bei trockener Road auch mit einem Pkw zu erreichen. Der Zugang zu der historischen Ansammlung der Ghost Towns (Hamilton Ghost Town ist nur 7 Meilen von Belmont Mill entfernt) ist eine ganz andere Geschichte, dazu braucht man einen SUV. Es gibt einige Dirt Roads und Pisten in der Gegend, man braucht entweder eine sehr gute Beschreibung oder ein Navi. Ich war nur in Hamilton, die anderen Ghost Towns waren wegen der aufgeweichten Road nicht zu erreichen.


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    erstellt mit Garmin Basecamp


    GPS

    Belmomt Mill: 39.276672, -115.514407

    Hamilton: 39.252514, -115.486092


    Auch wenn man Hamilton und Treasure City, usw. nicht erreicht, ist die Belmont Mill ein großartiger Plan B und jede Minute wert.

  • Immer wieder spannend diese verlassenen Städte. Und für uns Deutsche irgendwie undenkbar, dass plötzlich ein ganzes Dorf ohne Besitzer dasteht.


    Ich habe gerade neulich einen Bericht gesehen, dass die ersten Dörfer in Texas verlassen werden, weil kein Wasser mehr da ist. Die Leute ziehen weg, weil die Immobilien ohne Wasser keinen Wert mehr haben. Wer will da leben, wer will das kaufen?


    Tja und wer weiß, wenn das mit dem Colorado so weitergeht, haben wir in 50 Jahren vielleicht eine Geisterstadt namens Las Vegas. Die zu erkunden wird sicher sehr spannend. Die ersten 20.000 Touris dürfen dann jeweils einen Spielautomat mitnehmen. ;haha_

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