GSENM: Der Ken Goulding Loop

  • Ken Goulding Loop



    Highlights: Ein interessanter Canyon mit hübschem Bachlauf, eine alte Blockhütte, großartige Ausblicke und völlige Einsamkeit in einer wunderbaren Wüstenlandschaft.


    Tourencharakter: Durchweg einfaches Gehen, doch ist an einigen wenigen Stellen die Zuhilfenahme der Hände nötig und Trittsicherheit / Schwindelfreiheit nötig. Ca. 300 Höhenmeter sind zu überwinden. Voraussetzung für diese Tour ist eine gewissenhafte Vorbereitung, Erfahrung im Route finding und ein absolut sicherer Umgang mit Karte, Kompass und GPS!


    Zeitbedarf: Ca. 8 Stunden


    Permit: Es wird kein Permit benötigt.


    Karten: Calico Peak Quadrangle.


    Wasser: Das Wasser des Hackberry Canyon ist im Gegensatz zu dem des Paria River wunderbar klar. Trotzdem sollte man es natürlich nicht unbehandelt trinken. In der Nähe des Goulding Trails gibt es einige Potholes, in denen man meistens Wasser (schlechter Qualität) finden kann.


    Lage / Zugang: Diese Wanderung verläuft im Grand Staircase Escalante National Monument.



    Beschreibung: Wir starten unsere Wanderung am Hackberry Canyon Trailhead (GPS: 12S 04 19 455 UTM 41 23 550) und gehen so wie in der Wanderung "Hackberry Canyon" beschrieben bis zur Frank Watson Cabin (GPS: 12S 04 17 241 UTM 41 27 192), die wir nach knapp zwei Stunden erreicht haben sollten. Hier bietet sich eine erste Pause an.


    Blicken wir nun nach Osten, so sehen wir direkt in einen kleinen Canyon, der auf der Topo Map unbenannt ist. M. Kelsey schlägt den Namen „Frank Watson Canyon“ (FWC) vor, dem ich mich gerne anschließe. Etwa 500 m vom Bach im Hackberry Canyon entfernt, hat der FWC einen Dryfall, der auf der linken Seite umgangen werden muss. Wir folgen dem FWC daher nicht in seiner Mitte, wo große Felsen mühsam umklettert werden müssten, sondern halten uns weiter links. Nach ca. 20 Minuten haben wir die erste Schlüsselstelle im FWC, direkt neben dem oben erwähnten Dryfall, erreicht. GPS: 12S 04 17 520 UTM 41 27 163. Von hier haben wir einen schönen Blick zurück in den Hackberry Canyon und können sogar die Frank Watson Cabin gut erkennen. Auf den folgenden Metern sollten wir sehr konzentriert gehen, um nicht auszurutschen und über den Dryfall in die Tiefe zu stürzen. Aber keine Angst, für einen trittsicheren, schwindelfreien und halbwegs erfahrenen Canyon- oder Bergwanderer ist dies nicht schwierig. Gleich nach dieser anspruchsvollsten Stelle der gesamtem Wanderung gibt es an der linken Canyonwand alte Cowboyglyphs zu sehen:


    C.E.O.F. Thompson, May 29, 1921


    Reed Thompson, May 13, 1921


    Dough Thompson, Reed Thompson, July 4-5, 1976


    Harvey C., Jan 9, 1922


    Lawrence Chynoweth, May 24, 1927


    Reed Goulding, Jan. 24, 1928


    Ken Goulding, June 1, 1929


    Wir folgen dem FWC weiter, umgehen einen kleinen Dryfall auf der linken Seite (GPS: 12S 04 17 635 UTM 41 27 084) und erreichen wenig später eine Art Talkessel. Im Osten verhindert eine steile Felswand das Weiterkommen, doch direkt rechts (Südlich) des Talgrunds entdecken wir eine Art Rampe, der wir ganz bequem aufwärts zu einem herrlichen Aussichtspunkt folgen (GPS: 12S 04 17 755 UTM 41 26 994). Wir haben uns eine weitere kleine Rast redlich verdient.


    Völlig problemlos folgen wir nun dem sandigen Wash des FWC um eine Linkskurve. Dann verlassen wir den FWC durch einen schmalen Gully in Richtung Norden, was völlig problemlos und ohne Klettern möglich ist. Am oberen Ende der Rinne habe ich ein großes Steinmännchen gebaut. GPS: 12S 04 17 958 UTM 41 27 002. Diese zweite Schlüsselstelle im FWC dürfen wir auf keinen Fall verpassen, denn weiter östlich werden die Felswände wieder sehr steil.


    Nur noch ein Katzensprung ist es von hier zu einer kleinen indianischen Ruine, die sich etwas versteckt unter einem großen Überhang ca. 100 m weiter in Richtung Nordnordost befindet. GPS: 12S 04 17 988 UTM 41 27 103. Auf der Innenseite befinden sich zahlreiche alte Cowboyglyphs, u. a. die von Ken Goulding vom 1. Juni 1929, aber auch Mitglieder der Chynoweth, Pollock und Thompson Familien waren hier. Ein paar Meter neben der Ruine gibt es ein kleines Rock Art Panel zu sehen, das einen Anthropomorph zeigt.


    Unser nächstes Ziel ist die auf der Topo Map verzeichnete Höhe 5770. Sie liegt nur einen halben km weiter südöstlich, doch ist uns der direkte Weg dorthin durch hohe Felswände versperrt. Wir müssen daher einen kleinen Umweg machen. Dazu folgen wir der Klippe zunächst 400 m nach Norden, wo wir auf eine Sanddüne treffen. GPS: 12S 04 17 958 UTM 41 27 558. Dort ändern wir den Kurs auf Osten, später Südosten und erreichen bei GPS: 12S 04 18 305 UTM 41 27 405 den Bergrücken mit phantastischer Sicht auf Castle Rock, den wir in einer gesonderten Wanderung ebenfalls noch besteigen werden. Ganz bequem wandern wir nun fast ebenerdig auf dem Grat ca. 600 m nach Süden zur Höhe 5770. Der Weiterweg ist in der Wanderung "Die Höhe 5770" beschrieben. Erst ganz zuletzt wird diese großartige Rundwanderung langweilig: Wir müssen der Cottonwood Canyon Road noch 1,8 km in Richtung Südsüdwest zum Hackberry Canyon Trailhead folgen, wo wir das Auto geparkt haben.



    Tipps: Diese Wanderung ist nichts für Anfänger!! Zur Vorbereitung sind die Wanderungen "Hackberry Canyon" und "Die Höhe 5770" sehr anzuraten. Das erhöht Sicherheit und Erfolgschancen! Alle GPS-Daten beziehen sich auf das Karten-Datum NAD27 CONUS.

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