Posts by jolly

    04.11.2006


    Nachdem wir gestern Abend zunächst zu Dam’s Bar & Grill gefahren sind und dort mit 35 Minuten oder länger Wartezeit rechnen sollten, haben wir uns umentschlossen und sind zu Ken’s Old West gefahren. Dort hieß es ca. 10 – 15 Minuten Wartezeit, aber bereits nach 5 Minuten bekamen wir einen Tisch zugewiesen. Gott sei Dank saßen wir diesmal außerhalb des Entertainment-Bereichs. Nicht das die Band so schlecht gewesen wäre, aber bei der lauten Live-Musik wäre ein Gespräch wesentlich unentspannter gewesen.
    Die Zeit mit Karim und Nanouk war sehr unterhaltsam und gegen 21.00 Uhr waren wir zurück am Hotel.
    Um 7.00 schlugen wir heute Morgen die Augen auf und unser erster Gedanke – morgen früh sitzen wir schon wieder im Flieger nach Deutschland.
    Diesen trüben Gedanken verdrängen wir aber schnell und sammeln stattdessen unsere sieben Sachen zusammen um auschecken zu können.
    Neu gepackt haben wir bereits gestern Abend und die kleine Fleischerwaage die wir dabei haben sagt uns, dass alle Koffer, 4 an der Zahl, innerhalb der vorgeschriebenen Höchstgrenzen liegen. Wir könnten sogar noch zupacken…
    Wir nehmen ein letztes Mal das hoteleigene Frühstück zu uns und als wir aus dem Hotel treten sehen wir gerade die ersten Ballons aufsteigen.
    An diesem Wochenende ist nämlich in Page Balloon-Festival und wir wollten so gerne Fotos davon machen.
    Perfektes Timing also und wir haben gesehen, dass wir schnell zu einem guten Aussichtspunkt gelangen. Gelandet sind wir auf dem oberen Teil des Golfplatzes, wo schon etliche Leute das Spektakel beobachteten und filmten.
    Die meisten Ballons waren normal geformt, aber es gab auch einen Drachen und einen lustigen Piraten. Letzterer war aber leider schon zu weit aus unserem Blickwinkel.
    Die bunten Ballons vor den Canyons um den Lake Powell mit dem blauen Himmel im Hintergrund, das sah schon klasse aus.
    Gerne hätten wir auch den beleuchteten Start heute Abend gesehen, aber wir mussten ja leider zurück nach Phoenix.
    Nachdem wir unserem noch immer namenslosen Wagen eine Wäsche verpasst hatten haben wir uns auf den langen Weg nach Phoenix gemacht.
    Unterwegs noch mal schnell bei den Outlets in Anthem Halt gemacht – wie gesagt, im Koffer war noch Platz – aber außer 2 T-shirts haben wir nichts mehr gekauft.
    Dort wurde gerade ein riesiger Tannenbaum weihnachtlich geschmückt – auf die kitschige amerikanische Art versteht sich. Die Hintergrundbeschallung war dem Anlass entsprechen: Jingle Bells und Rudolph the red-nosed Rentier…da kamen bei 30°C im Schatten fast weihnachtliche Gefühle auf.





    In Phoenix angekommen sind wir zum Banner Desert Hospital gefahren, denn meine schwangere Freundin die wir schon zu Anfang besucht haben, hatte mir gestern noch geschrieben sie würde jetzt ins Krankenhaus fahren und wir hätten vielleicht die Möglichkeit Caleb noch kennen zu lernen bevor wir nach Hause fliegen. Eigentlich hat sie noch ein bisschen Zeit bis zum errechneten Termin, aber ihre anderen Jungs sind auch alle früher geboren.
    Im Banner Desert wurde uns allerdings gesagt sie wäre schon wieder entlassen, also war es wohl falscher Alarm.
    Jetzt hieß es nur noch ein Hotel für die letzte Nacht suchen.
    Ich hatte es gestern noch mal bei Priceline versucht, aber diesmal kein Glück mit dem von mir gebotenen Preis. Also haben wir die Couponhefte durchwühlt und sind auf das Days Inn Airport gestoßen.
    Als wir dort am Parkplatz ankamen war dieser schon gut gefüllt. Auf die Frage was ein Zimmer kostet bekamen wir die Antwort 89 Dollar. An das Akzeptieren eines Coupons war nicht zu denken, da das Hotel fast ausgebucht war, aber 89 $ wollten wir dann auch nicht zahlen.
    Also haben wir auf dem Parkplatz das Laptop rausgeholt, uns fix ins Internet eingeloggt und mal bei Hotwire vorbeigeschaut. 55 $ für ein 2-Sterne Hotel, 56 $ für 3 Sterne. Für den einen Dollar mehr haben wir uns für 3 Sterne entschieden und sind im Doubletree Suites gelandet.
    Keine 10 Minuten später sind wir dort vorgefahren und haben eingecheckt. Für den Preis haben wir ein super Zimmer mit kleiner Wohnecke + Fernseher, Schreibtisch sowie Schlafzimmer mit Fernseher bekommen. Kühlschrank und Mikrowelle war auch vorhanden. Brauchen wir alles nicht wirklich, aber so lässt sich die letzte Nacht genießen. Im Innenhof gibt es einen Pool + Whirlpool und da es immer noch sehr warm draußen ist – tagsüber hatten wir über 30°C – lassen wir den Abend gemütlich im Whirlpool ausklingen. Zum Flughafen ist es morgen nur 1 Meile, also quasi direkt vor der Tür, d. h. wir können relativ stressfrei in den Tag starten.

    03.11.2006


    Unser letzter Tag mit Programm bevor es morgen zurück geht nach Phoenix.
    Wie auch schon gestern sind wir um 6.30 aufgestanden, haben das Hotel-Frühstück zu uns genommen und haben uns auf den altbekannten Weg zur Houserock Valley Road gemacht.
    Diesmal standen bereits zwei Wagen am Trailhead als wir uns dazu gesellten.
    Schnell waren wir abmarschbereit und diesmal haben wir uns bereits um 8:28 ins Register eingetragen.
    Kurz hinter den Twin Buttes haben wir ein weiteres Pärchen eingeholt und sind schnell ins Gespräch gekommen. Karim und Nanouk kommen aus Holland und den restlichen Weg haben wir gemeinsam zurückgelegt. Die beiden hatten aufgrund des fehlenden Schildes den Abzweig zur Wave zunächst verpasst und waren noch weiter Richtung Bucksin Gulch gelaufen.
    Um 9.30 waren wir an der Wave und mussten noch gut 30 Minuten warten bis die Sonne diese voll ausgeleuchtet hat.
    Heute haben wir uns trotz der vielen Photos die wir schon haben länger dort aufgehalten, weil es einfach immer wieder schön ist.



    Als nächstes haben wir die Brainrocks genauer unter die Lupe genommen, das hatten wir beim letzten Mal im Mai irgendwie auch versäumt.




    Anschließend haben wir den Abstieg zum Sand Cove in Angriff genommen und dort die „White Stripes“ abgelichtet und unsere Mittagspause gemacht.




    Obwohl es morgens wesentlich bewölkter war als gestern und wir schon fürchteten die Sonne nicht zu oft zu Gesicht zu bekommen, hat diese sich gut durchgesetzt und es war hinterher richtig warm.
    Bevor wir durch den Slot-Canyon zur Wave zurückgelaufen sind, haben wir diese löchrigen Steine noch vor die Linse genommen.



    Im Slot-Canyon war eine Engstelle durch eine Pfütze versperrt und auf Händen und Füßen haben wir uns seitlich durch diese Engstelle gehangelt. Als ich hinter der Pfütze auf offensichtlich festen Boden treten wollte, bin ich mit dem linken Bein erstmal bis zum Knie eingesackt – Treibsand, ja herzlichen Dank.
    Der nasse Sand ist aber schnell getrocknet und ich konnte ihn so abklopfen ohne das auf der Hose auch nur ein Fleck zu sehen war.
    Nasse Füße habe ich trotzdem bekommen, nicht so angenehm, aber was soll’s.
    Mittlerweile standen in der Wave diverse Fotografen die mit den Schatten kämpften. Wir hatten uns heute morgen schon gefragt wo die restlichen Permit-Inhaber sich so rumtreiben…
    Wir sind dann zu guter Letzt noch mal zur Second Wave, haben aber auch heute nicht auf den Sonnenuntergang gewartet.
    Auf dem Rückweg haben wir wieder Karim und Nanouk getroffen und sind zusammen zurückgelaufen.
    In einer guten Stunde werde wir gemeinsam Abend essen, denn die beiden sind sogar bei uns im Hotel und Nanouk fliegt sogar mit der selben Maschine wie wir zurück nach Amsterdam – wie die Zufälle so sind.
    Mit diesem letzten Tag in der Natur schließen wir den Urlaub würdevoll ab.
    Den Bericht werde ich dann wohl erst zu Hause in Deutschland komplett abschließen, da wir morgen voraussichtlich kein Internet mehr haben werden, aber ich kann mich auch täuschen.

    02.11.2006


    Zeit für Déjà-vus!
    Für heute hatten wir nämlich Permits für die North Coyote Buttes und da waren wir ja im Mai schon mal.
    Heute haben wir dann auch das Frühstück mitgenommen und sind um 7.00 gestartet. Schnell noch mal getankt und dann ging’s auf direktem Weg zum Wirepass Trailhead den wir nach 50 Minuten erreicht haben.
    Es stand erst ein anderer Wagen auf dem Parkplatz.
    Wir haben unsere Trinkrucksäcke noch mit Wasser befüllt, ein wenig Proviant eingepackt und dann ging’s los.
    Nach ein paar Metern im Wash war ein Zaun quer über den Weg gespannt und man wurde durch einen Durchgang aus Eisenstangen oberhalb des Washes geleitet – das war im Mai noch nicht so.
    Dafür fehlte das Schild am Abzweig zur Wave, wir konnten es jedenfalls nicht ausmachen. Aber egal, den Weg kennen wir ja schon 
    Wir sind zügig vorangeschritten und waren nach 1 Stunde da.
    Unser Hauptaugenmerk lag heute eigentlich auf den North und South Teepees, da wir dazu beim letzten Mal keine Zeit gefunden haben, aber die Verlockung der Wave doch erst „Hallo“ zu sagen war zu groß und außerdem hatten wir die Hoffnung Wasser im Eingang zu finden.
    Unsere Hoffnungen wurden nicht enttäuscht, das Wasser stand in der Wave und wir mussten einen anderen Eingang wählen um hineinzukommen ohne uns nasse Füße zu holen.
    Aber das ist ja kein Problem.




    Ein Pärchen war schon da auf der Jagd nach guten Photos.
    Wir gesellten uns zu ihnen und nach und nach kamen noch andere Permit-Inhaber in die Wave – alles Amerikaner.
    Im Mai hatten wir dort Tag der deutschen Einheit, aber diesmal waren wir die einzigsten Deutschen unter lauter Amerikanern. Ein Pärchen erzählte uns auf Nachfrage das bei der Verlosung ca. 20 Leute anwesend waren.
    Nach ca. einer halben Stunde haben wir uns dann aufgemacht die Teepees zu erkunden.



    Wir sind zunächst zu den North Teepees gelaufen und haben diese ausgiebig untersucht



    und uns einen schönen Platz für unsere Mittagsrast gesucht.
    Selbstgemachte Tuna-Sandwiches standen auf dem Menü.
    Frisch gestärkt ging’s weiter zu den South Teepees; allzu lange haben wir hier aber nicht mehr verweilt, denn irgendwie war die Verlockung zu groß noch mal auf den Top Rock hinaufzuklettern.
    Von den Teepees hatten wir Steffen’s Big Mäc immer im Blick und sind direkt darauf zugesteuert.
    Von dort haben wir uns einen bequemen Weg hinauf gesucht und haben den Top Rock auf eigene Faust ein bisschen erkundet.
    Danach sind wir noch mal zum schönen Melody Arch hinaufgestiegen und im Anschluss noch einmal die Aussicht über das Areal genossen.



    Langsam haben wir uns an den Abstieg oberhalb der Second Wave gemacht und dabei eine wesentlich steilere Stelle erwischt als beim letzten Mal, aber irgendwie haben wir es heil runter geschafft.
    Noch schnell ein paar Bilder von der Second Wave gemacht



    und dann sind wir zurück marschiert. Bis zum Sonnenuntergang waren es noch 2 Stunden, aber da sich am Himmel während des Tages immer mehr Wolken gebildet haben, versprach der Untergang nicht so schön zu werden und außerdem hatten wir ja auch schon wieder einen langen Hike hinter uns.
    Um 15.30 waren wir zurück am Auto und haben in Page noch mal auf einen Sprung beim Wal Mart vorbeigeschaut bevor es ein schnelles Dinner bei Jack in the Box gab.
    Für morgen haben wir noch mal Permit für die North Coyote Buttes und da wollen wir uns noch mal ausführlicher mit der Gegend in und um den Sand Cove auseinendersetzen.

    31.10.2006


    Happy Halloween!
    Ehrlich gesagt hatten wir uns das pompöser vorgestellt, aber wir sind natürlich auch nicht in den großen Städten unterwegs. Wir hatten mehr dekorierte Häuser und Gärten erwartet.
    Immerhin haben wir eben schon ein paar Kids gesehen, die verkleidet durch die Gegend gelaufen sind.
    Wir sind mittlerweile in Page angekommen, wo wir insgesamt 4 Nächte bleiben werden.
    Gestartet sind wir heute Morgen erst spät in Flagstaff und haben auch unterwegs ausnahmsweise mal nicht so sehr viel unternommen.
    Einen ersten Stopp haben wir beim Sunset Crater NM eingelegt.
    Nach einem kurzen Besuch im Visitor Center sind wir zum Trailhead des Lava Flow Trails gefahren und haben diesen unter die Füße genommen.
    Leider ist es nicht gestattet den Vulkan selbst zu erklimmen, aber auch die Umgebung hier ist schon toll. Überall liegen die dicken Lavabrocken. In der Ferne hat man außerdem einen tollen Blick auf die San Francisco Peaks, die leicht mit Schnee bedeckt sind.



    Nachdem wir mit dem Trail durch sind, fahren wir ein Stück zurück und erklimmen den Lenox Crater Trail. 0.5 Meilen geht es hier steil bergauf, oben angekommen schaut man auf den Sunset Crater selbst, dessen Lavafelder und die San Francisco Peaks.



    Die Weiterfahrt über das Wupatiki NM haben wir uns gespart.
    Die alten Ruinen sind schon interessant anzusehen und es ist unglaublich wie die Menschen damals schon an Bauten zustande gebracht haben, aber so sehr sind wir dann doch nicht interessiert und außerdem haben wir ja auf dieser Reise und auch vorherigen Reisen schon viele andere Ruinen besucht.
    Also ging’s zurück zur Hauptstraße und immer weiter Richtung Norden.
    Anstatt direkt nach Page zu fahren haben wir aber noch einen kleinen Abstecher über Tuba City zum Coal Mine Canyon gemacht.
    Den wollten wir eigentlich bei der letzten Reise besuchen, haben uns dann aber dagegen entschieden.
    Kurz hinter dem Windrad leuchten uns die schönsten Farben entgegen und eine atemberaubende Sicht.
    Wir laufen an beiden Seiten ein bisschen am Rim entlang und versuchen die besten Fotopoints auszumachen.





    Nachdem wir uns sattgesehen haben geht’s zurück nach Tuba City und von dort direkt nach Page.



    Eine schöne Ansicht von unterwegs.


    Wir überlegen ob wir noch dem Lower Antelope Canyon einen Besuch abstatten sollen, da die Lichtverhältnisse aber nicht so toll sind (bedeckter Himmel), nehmen wir von der Idee Abstand und vertrödeln noch etwas Zeit im Wal Mart. Für die nächsten 4 Nächte haben wir ein Zimmer im Holiday Inn vorgebucht und heute Abend wollen wir uns hier mit Freunden aus Deutschland treffen.
    Als wir gerade dabei sind unsere Koffer aufs Zimmer zu bringen kommen sie uns entgegen und wir verabreden uns zum Abendessen.



    01.11.2006


    Nochmal einen kleinen Rückblick auf gestern Abend:
    Wir waren in einem neuen mexikanischen Restaurant namens Fiesta Mexicana essen.
    Das Essen war gut und die Preise moderat, gab eigentlich nichts zu meckern.
    Nachdem wir dann immer eindringlicher angestarrt wurden, weil wir schon bezahlt hatten aber noch dasaßen, haben wir dann das Weite gesucht und mit unseren Freunden noch in der Hotellobby gesessen.
    Allzu spät sind wir aber nicht ins Bett gegangen, denn es lag ein langer Tag vor uns.
    Wir sind nämlich heute um 5.30 aufgestanden, schnell in unsere Klamotten gestiegen und haben eine Viertelstunde später das Motel verlassen.
    Schnell noch beim Wal Mart vorbei wo wir Brot kaufen wollten, aber oh weh, der Supercenter hatte nicht 24 Stunden geöffnet, also mussten wir mal wieder mit leerem Magen durchstarten. Frühstück im Hotel gab’s erst ab 6.30
    Wir wollten aber zum Sonnenaufgang schon bei den Wahweap Hoodoos sein.
    Haben wir allerdings nicht geschafft, denn die Dirtroad hat doch einiges an Konzentration abverlangt.
    Nachdem wir im Mai die Hoodoos über die lange Wanderung von seitens der Fish Hatchery in Angriff genommen hatten, irgendwie aber im falschen Wash gelaufen sind und die Aktion später abgebrochen haben ohne die Hoodoos zu Gesicht bekommen zu haben, sind wir diesmal über das Ende der 431 hinausgeschossen um nur einen kurzen Anmarsch zu haben.
    Im Mai haben wir das nicht gemacht, da man uns im Visitor Center in Big Water erzählt hatte die „Straße“ sei „no longer a legal road“.
    Im Nachhinein haben wir aber erfahren dass andere Reisende fast zeitgleich andere Auskünfte bekommen haben.
    Da ich die Hoodoos unbedingt sehen wollte haben wir uns also auf den Weg gemacht und dabei bin ich ganz schön ins Schwitzen gekommen. Sind wir noch eher offroad Neulinge, fand ich die Strecke teilweise doch eher anspruchsvoll und bin äußerst vorsichtig und skeptisch gefahren. 2 Meilen vor dem Trailhead habe ich das Steuer an André abgegeben bevor ich noch einen Herzkasper bekomme.
    Mittels GPS haben wir dann direkt die erste Hoodoo-Gruppe angesteuert und dann stand er endlich vor uns, der große weiße Riesenhoodoo.



    Wir haben ausgiebig fotografiert und natürlich auch die anderen beiden Hoodoo-Gruppen erkundet.




    Die Formationen sind wirklich sehr fragil und wir haben uns gefragt wie lange der Große wohl so noch zu bewundern ist. Sein kleiner Bruder rechts hat ja sein Hütchen schon verloren.
    Gegen 9.30 waren wir zurück am Auto und haben überlegt was wir als nächstes anstellen.
    Eigentlich hatte ich für heute noch den Wild Cat Tank auf dem Programm, aber es war ja noch so früh.
    Den Rückweg zur Cottonwood Canyon Road habe ich dann ganz tapfer komplett selbst gefahren und dann sind wir diese noch bis auf Höhe des Yellow Rock entlanggebraust.
    Der Zustand war ganz okay, nicht ganz so gut wie im Mai, aber zumindest soweit wir sie gefahren sind, problemlos zu meistern – Entspannung pur zu der Tour vorher.
    Den Yellow Rock haben wir im Mai erklommen, aber wir wollten gern noch ein paar Fotos von der Brigham Plain Road aus. Die war leider gesperrt, aber zu Fuß haben wir noch ein Stück zurückgelegt und unsere Bilder bekommen.
    Zurück auf dem Teer haben wir uns entschlossen den White Rocks noch einen Besuch abzustatten, sind also kurz hinter Churchwells auf die BLM 435 und einfach den Fahrspuren hinter deren Ende gefolgt.
    Zuerst haben wir die Gegend auf eigene Faust ein bisschen abgegrast und dann mittels GPS den schönen „Zebrahoodoo“ angesteuert.




    Anschließend war der Nachmittag immer noch jung und wir haben geschwankt ob wir noch zum Wild Cat Tank, zum Blue Pool Wash Arch oder zum Birthday Arch wandern sollten.
    Da wir heute schon so viele Hoodoos gesehen hatten, beschlossen wir einen der Arches zu besuchen. Kurzer Stopp im Visitor Center in Big Water in der Hoffnung auf ein Bild der Arche um uns die Entscheidung zu erleichtern, da beide aber außerhalb des GSENM liegen gab’s keine Photos. Der Mitarbeiter meinte aber der Birthday Arch wäre schöner, damit war die Entscheidung gefallen.
    Die einfach Wegstrecke beträgt ca. 3.5 Meilen und wir finden der Weg hat sich gelohnt.



    Auf dem Weg zu unseren Ziel kommt uns auch dieser kleine Arch vor die Linse:



    Erst kurz vor Sonnenuntergang waren wir zurück am Auto und sind direkt zu Denny’s gefahren. Wir waren ganz schön ausgehungert, da unsere mageren Vorräte nur noch aus Müsliriegeln und Obst bestanden hatten.
    Nach genau 13 Stunden sind wir wieder am Hotel angekommen, ganz schön kaputt, aber voll und ganz zufrieden mit dem Verlauf des Tages.

    30.10.2006


    Nachdem der Petrified Forest NP bei zwei vorherigen USA-Reisen wegen Zeitmangel aus der Planung geflogen ist, werden wir ihn heute endlich besuchen, denn er steht schon lange auf meiner Wunschliste.
    Wir haben bis 7.00 geschlafen und nachdem es trotz des hohen Übernachtungspreises kein Frühstück gibt machen wir uns auf nüchternen Magen auf den Weg.
    Zunächst geht es auf bereits bekannter Strecke zurück nach Ganado und dann weiter auf der # 191 South zur I-40 und dann bis zum Petrified Forest.
    Diesen erreichen wir bereits nach 90 Minuten und beginnen unsere Besichtigungstour in der Painted Desert.
    Wir fahren die verschiedenen Aussichtspunkte an und bestaunen die farbigen Badlands.



    Beim Blue Mesa Overlook nehmen wir natürlich den Loop-Trail der hineinführt in die Badlands. Hier finden wir auch die ersten versteinerten Holzstücke.



    Nachdem wir die Badlands verlassen haben geht es mitten hinein in den Petrified Forest.
    Wir laufen alle möglichen Trails und nehmen die farbigen Holzstämme genau unter die Lupe.
    Die Farbenvielfalt ist wirklich groß und wir sind froh diesen Park endlich einmal besichtigt zu haben.






    Nach 5 Stunden sind wir mit allem durch und halten erstmal Kriegsrat was die weitere Tagesplanung betrifft.
    Eigentlich hatte ich im Wigwam Motel ein Wigwam für uns reserviert, da es aber erst 15.00 ist finden wir wir könnten den Tag sinnvoller nutzen als im Wigwam zu hocken, deswegen stornieren wir die Buchung kurzerhand und entschließen uns heute noch bis Flagstaff zu fahren.
    Für morgen war eigentlich geplant das wir die Little Painted Desert besuchen und dann binnendurch über den Coal Mine Canyon bis hoch nach Page fahren.
    Von Flagstaff aus aber haben wir letztlich mehr Möglichkeiten und es bleibt heute noch genügend Zeit uns eine weitere Sehenswürdigkeit anzuschauen.
    Da wir im Petrified Forest NP ja schon die Painted Desert bewundert haben entschließen wir uns die Little Painted Desert links liegen zu lassen und vor unserer Ankunft in Flagstaff noch den Meteor Crater zu besuchen.
    Eine Fehlentscheidung wie sich herausstellt, denn dort angekommen finden wir den Eintrittspreis von 15 $ pro Person etwas zu heftig und fahren ohne Besichtigung des Craters bis nach Flagstaff.
    Wir klappern einige Hotels ab und landen schließlich im Days Inn I 40, weit genug weg von der Bahnlinie.
    Unser Abendessen nehmen wir heute bei Sizzler’s zu uns und sind begeistert von dem Endless Salad Buffet, denn neben Salaten werden noch Hot Apetizers wie Chicken Wings, Meatballs, Nudeln etc. angeboten sowie verschiedenen Suppen, frisches Obst, Desserts, süße Teilchen, Softeis…
    Wir futtern uns quer durch das Angebot und ärgern uns schon fast das wir nicht vorher schon einmal hier abgestiegen sind.
    Gerade zurück im Hotel schaffen wir es noch unser Badezimmer zu fluten, denn mit der Toilettespülung stimmt was nicht. Einmal betätigt läuft die Toilette bis an den Rand voll und aus dem Spülkasten schwappt auch Wasser, so dass alles unter Wasser steht.
    Da wir eine Stunde vergeblich auf den Hausmeister oder wen auch immer gewartet haben und niemand erschienen ist, haben wir noch mal höflich nachgefragt und eben gerade das Zmmer gewechselt. Hier funktioniert jetzt alles.

    Ja Heinz, das war es wirklich.
    Super Wetter und die Bistis ganz für uns - über Stunden.
    Das Gebiet ist unbedingt sehenswert.


    Jetzt soll's dann aber auch direkt weiter gehen.


    29.10.2006


    Dafür das die Bahnlinie hinter unserem Hotel herläuft, haben wir gut geschlafen.
    Wir bleiben bis fast 7.30 im Bett liegen und lassen den Tag gemütlich angehen (auch das kommt mal vor)
    Das Frühstück im Hotel besteht aus Kaffe und Cereals. Da läuft uns nicht gerade das Wasser im Mund zusammen, also machen wir uns auf zu Denny’s.
    Gesättigt machen wir uns anschließend auf den Weg nach Chinle.
    Einen ersten Stopp legen wir beim Window Rock ein.



    Da der Parkplatz ja direkt unterhalb des Windows ist, dauert dieser kleine Abstecher nicht sehr lange.
    Wir fahren weiter nach Ganado und besuchen hier die Hubbel Trading Post.
    Die Dielenbretter knarzen aus allen Fugen, das passt einfach hierher.
    Wir schauen uns ein Weilchen um, kaufen aber nichts sondern setzen unseren Weg Richtung Chinle fort.
    Von der Trading Post aus erreicht man den Ort in gut einer Dreiviertelstunde.
    Unser eigentliches Ziel heute ist der Canyon de Chelly, aber der kann noch etwas warten.
    Zunächst nehmen wir eine Dirtroad kurz hinter Chinle die uns zum Hope Arch bringt.



    Dieser Arch gehört wahrscheinlich zu den weniger bekannten, dabei hat er es nicht verdient eine Schattendasein zu führen, denn er präsentiert sich äußerst photogen.
    In der nahen Umgebung stehen noch weitere interessante Felsformationen die wir natürlich auch ablichten.



    (erinnert an den Kodachrome Basin SP)



    Nach einer guten Stunde geht es zurück auf den Teer und in den Canyon de Chelly.
    Wir halten zunächst am Visitor Center, besorgen uns die Parkkarte und erkunden dann den South Rim Drive.
    Diesen fahren wir zunächst bis ganz zum Ende, denn um den Spider Rock zu fotografieren scheint das Licht jetzt am besten zu sein.



    Dann rollen wir das ganze von hinten auf und stoppen an den einzelnen Aussichtspunkten.



    Vom White House Overlook lässt sich die Ruine nur schlecht bestaunen, deswegen nehmen wir den Trail hinunter.



    Es sind noch mehrere Leute unterwegs, aber viele begnügen sich doch mit dem Blick von oben.
    Wir aber genießen den Hike, ist es doch der Einzige den man ohne Guide überhaupt machen kann. In den Canyon hinunter ist es sowieso kein Problem und rauf ist auch nicht so steil wie man vielleicht denken könnte.
    Es lohnt sich bestimmt hier im Canyon de Chelly eine geführte Tagestour zu unternehmen, aber die Zeit haben wir leider nicht.
    Aber auch so gefällt uns das National Monument gut.
    Nachdem wir den South Rim abgeklappert haben steht die Sonne schon recht tief, aber wir waren dennoch zumindest zum ersten Viewpoint des North Rim. Tief unter uns liegt das Antelope Canyon House mit den schönen Felsmalereien darüber.
    Gegen 17.30 sind wir zurück in Chinle. Bevor wir im Best Western einchecken gibt’s Fast Food von Burger King.
    Das Hotelzimmer ist wirklich schön, groß und sauber.
    Wir bringen nur schnell das Gepäck aufs Zimmer, tauschen unsere Klamotten gegen Badesachen und entspannen erst mal eine gute halbe Stunde im Indoor-Whirlpool den wir ganz für uns alleine haben.

    28.10.2006


    Heute ist das GPS zum ersten Mal zum Einsatz gekommen, denn es ging raus in die Wildnis, in die Bisti Wilderness.
    Wir sind um 7.00 aufgestanden und alles zum Auschecken vorbereitet.


    Das toppen wir locker, denn als wir raus sind um den Wagen zu beladen war die Windschutzscheibe gefroren!
    Egal, laufen wir uns eben warm.
    Bevor es losgeht genießen wir das reichhaltige Frühstück in der Lobby – hier gibt’s sogar gekochte Eier und Würstchen im Schlafrock (okay abgepackt, aber immerhin).
    Gegen 8.00 machen wir uns auf den Weg, nehmen die # 371 Richtung Süden und fahren knapp 38 Meilen bis es links auf die Dirt Road 7297 geht.
    Von hier sind es zwei Meilen bis zu einer T-Kreuzung an der wir uns links halten und dann noch mal 1,5 Meilen bis zum kleinen Parkplatz. Der Weg ist ausgeschildert.
    Es befindet sich kein weiterer Wagen am Trailhead, das hatten wir aber auch nicht wirklich erwartet.
    Wir bepacken unsere Rucksäcke und folgen dem Wash in östliche Richtung.
    Nach gut einer halben Stunde tauchen die ersten kleinen Hoodoos vor uns auf und André knipst sich warm.




    Von hier sind es nur noch ca. 10 Minuten bis zu den berühmten Cracked Eggs.



    Im Tal hinter den Cracked Eggs befindet sich eine riesige Ansammlung von Hoodoos. Große Hoodoos, kleine Hoodoos, dicke Hoodoos, dünne Hoodoos – nichts was es nicht gibt.




    Dazwischen immer wieder versteinert Holzstämme.



    Wir laufen kreuz und quer umher, folgen verwinkelten Pfaden und sind von nur so von Hoodoos umgeben. Man weiß nicht wo man zuerst schauen soll.
    Wir treffen immer wieder auf Fußabdrücke die so aussehen als wäre es noch nicht allzu viele Tage her, das jemand hier war. Vielleicht hat der jenige auch seine leeren Getränkedosen zwischen den Hoodoos versteckt…
    Irgendwann reißen wir uns los und laufen zurück zu den Cracked Eggs – hier gibt es noch ein paar Formationen die wir zuvor wegen der Lichtverhältnisse nicht so gut ablichten konnten.
    Wir beschließen denn Hoodoos von Steffen Synnatschkes Nordtour noch einen Besuch abzustatten. Mittels GPS finden wir den Weg ohne Probleme, von den Eggs aus ist es nur etwas mehr als ein Kilometer.
    Auf dieser Seite des Washes sind die Badlands viel farbiger als entlang der Südtour.



    Nach knapp 5 Stunden sind wir zurück am Parkplatz.
    Mittlerweile parkt hier ein weiterer Wagen und von der anderen Seite der Straße kommen zwei Amerikaner auf uns zu.
    Sie fragen uns ob wir den Petrified Forest gesehen hätten (also der in den Bistis) und wir erklären Ihnen wo sie lang müssen.
    Die beiden kommen zwar irgendwo aus der Gegend, sind aber bis dorthin noch nicht vorgedrungen. Ich überlasse Ihnen noch eine Übersichtskarte die ich mir ausgedruckt hatte und dann gehen sie ihres Weges.
    Wir setzten uns wieder ins Auto und waren gut zwei Stunden weiter südwärts bis wir Gallup erreichen wo wir im Red Roof Inn unser Quartier für die Nacht aufschlagen.
    Mal wieder stocken wir unsere Vorräte bei Wal Mart auf und gehen dann zu Applebee’s um zu Abend zu essen.
    Bei dieser Kette waren wir noch nie, sind aber sehr angetan und lassen es uns schmecken.
    Zurück im Hotel überspielen wir wie jeden Tag die Fotos (heute sind es 106, neuer Tagesrekord) und lassen nebenbei die Glotze laufen.

    Da fällt mir grad noch ein, jemand hat uns später auf Grund des Fotos gesagt, dass es sich bei der Spinne um eine männliche Vogelspinne handelt.
    Ich selbst fang ja auch immer gleich an zu kreischen wenn ich ne Spinne sehe, aber bei der habe selbst ich interessiert geschaut.


    Eva

    Hi!


    So, nach ein bisschen Abstinenz geht es jetzt hier weiter.


    Heinz, Gabymarie - ich muss ehrlich sagen, so wahnsinnig begeistert waren wir jetzt vom Valley of Fires nicht.
    Ist auf jeden Fall interessant zu sehen, aber vom Hocker gehauen hat's uns jetzt nicht.


    27.10.2006


    Heute sind wir zur Abwechslung mal wieder um 5.30 wach.
    In Anbetracht der Tatsache, dass wir gegen 22.00 Uhr aber immer schon schlafen, reicht das eigentlich auch aus.
    Wir klüngeln ein bisschen herum und checken dann aus. Das Continental Breakfast ist mal wieder mager, daher sparen wir dass und fahren gleich auf die I 25.
    In Bernadillo wirbt ein Dennis mit seiner Gegenwart und spontan nehmen wir die Abfahrt und genießen ein reichhaltiges Frühstück mit scrambled eggs, sausages, bacon, hash browns und pancakes. Letztere schaffe ich allerdings nicht mehr und nehme sie mit (verspeise sie grad nebenher während ich hier tippe).
    Wir fahren zurück auf die Interstate und nehmen dann die Abfahrt 259, biegen ab auf die # 22 und fahren direkt zu den Kasha Katuwe Tent Rocks. Um kurz vor 9.00 sind wir am Trailhead, außer uns ist kein Auto in Sicht.
    Wir entscheiden uns zunächst den Cave Loop zu laufen und das entpuppt sich als gute Entscheidung, denn somit haben wir das Highlight am Ende, denn zumindest aus unserer Sicht ist der Canyon Trail der lohnenswertere. Hier geht es zunächst durch einen Slot Canyon



    und dann steil hinauf bis zum Overlook. Unterwegs bietet sich uns ein toller Blick auf die Tent Rocks.





    Lasst euch übrigens von den Photos nicht täuschen, es war morgens als wir gestartet sind schattige 6° und wir waren froh das wir Handschuhe im Gepäck hatten. Auf mehr als 16° hat es sich auch den Rest des Tages nicht erwärmt.
    Oben am Overlook können wir den Parkplatz ausmachen und dort stehen doch tatsächlich zwei Busse! Von untern herauf dringt lautes Lachen und Schreien an unser Ohr – da muss wohl eine Schulklasse unterwegs sein.
    Gut das wir früh unterwegs waren, so hatten wir wenigstens beim Aufstieg unsere Ruhe. Auf dem Rückweg kommen uns noch viele andere Hiker entgegen, alles Amerikaner. Hier ist mehr los als am Chiricahua NM! Einer der Amerikaner freut sich total das wir aus Deutschland kommen, denn er hat dort für mehrere Wochen eine Sprachschule besucht und wir bieten ihm die Möglichkeit sein Deutsch anzuwenden. Er schlägt sich ganz gut.
    Im Bereich des Slotcanyons kommt uns die Kinderschar entgegen. Einige sind schon ganz schön am Pusten, dabei folgt der schwierigste Teil des Trails noch.
    Nachdem wir den Slotcanyon verlassen haben, haben wir noch eine Begegnung der etwas anderen Art. Allen die, die sich vor allerlei Krabbelgetier ekeln kann ich jetzt nur raten schnell vorzublättern, denn dieses flauschige Tierchen kreuzte unseren Weg.



    André hat sich vor Begeisterung gar nicht mehr eingekriegt, denn genau so ein Exemplar wollte er schon ewig vor der Linse haben.
    Nach ca. dreieinhalb Stunden sind wir zurück am Wagen.
    Eigentlich wären wir der Dirtroad gerne weiter quer durch gefolgt. Ein Mitarbeiter des BLM der gerade dabei ist die Straße auszubessern rät uns aber dringend ab. Die Straße sei nach dem Scenic Overlook in einem erbärmlichen Zustand. Wir beraten uns kurz, fahren dann aber den ganzen Weg zurück nach Bernadillo und dann dort auf die # 550 Richtung Cuba.
    Von Cuba sind es noch 100 Meilen bis Farmington. Wir überlegen kurz ob wir dem Chaco Canyon noch einen Besuch abstatten, glauben aber dass das zeitlich zu knapp wird und fahren deswegen als Ersatz noch zum Atztec Ruin NM unweit von Farmington.



    Wir folgen dem sehr kurzen Trail um und durch das Monument und sind pünktlich zu Toresschluss wieder draußen.
    Die letzten Meilen nach Farmington bringen wir zügig hinter uns. Bleibt nur noch die Frage wo wir übernachten. Im Best Western gibt’s für Nichtraucher nur noch eine Suite für 89 $. Das ist uns dann doch zu teuer. Vorsichtig fragen wir mal im La Quinta an. Nach Abzug vom AAA-Rabatt sollen es 67,99 $ sein für 2 Queensize-Betten. Wir sind unschlüssig, beraten uns ein Weilchen und siehe da, die nette Dame hinter der Rezeption (ihre Eltern haben Sie doch tatsächlich Winnifred genannt) meint plötzlich wir könnten das Zimmer auch für 59 $ + tax haben. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen.
    Das Zimmer ist groß und macht einen sehr guten Eindruck auf uns.
    Lange halten wir es hier allerdings nicht aus. Nachdem wir gestern auf unserer kleinen Shoppingtour nicht wirklich fündig geworden sind und es hier in Farmington auch einen Ross und T.J. Maxx gibt, versuchen wir unser Glück erneut. Ross hat nicht viel zu bieten, ist allerdings der ordentlichste und aufgeräumteste Ross den wir je betreten haben. Bei T.J. Maxx können wir dafür ein paar tolle Schnäppchen machen. Auf reduzierte Ware gibt’s noch mal 25% - Polos von Polo für 10 $ abzgl. 25%, da können wir nicht nein sagen.
    Erst um 20.00 sind wir zurück im Hotel. In dem Moment wo wir das Zimmer betreten klingelt das Telefon. Ich gehe ran und habe Winnifred am anderen Ende. Sie wollte sich nur erkundigen ob alles zu unserer Zufriedenheit ist. Man könnte sagen, wir sind vollauf zufrieden.
    Abendessen nehmen wir auf dem Zimmer zu uns – unsere Vorräte sollen ja schließlich nicht verkommen.

    Guten Morgen!


    So, die Bilder von den letzten 3 Tagen sind drin und ich leg auch noch mal ne Runde nach :gg:


    Schönen Sonntag noch!


    Eva



    26.10.2006


    Wir wachen heute morgen erst um 6.45 auf und müssen uns schnell entscheiden ob wir noch einmal zu den White Sands fahren oder nicht. Da wir es zum Sonnenaufgang um 7.15 sowieso nicht mehr geschafft hätten geben wir den Plan auf und entschließen uns stattdessen direkt nach Albuquerque durchzustarten.
    In Ruhe machen wir uns fertig und haben nebenbei ein Auge auf den Weatherchannel. In Colorado schneit es wie verrückt und selbst in Roswell, was ja nicht allzu weit entfernt liegt, hat es geschneit. Nachdem wir unseren Kram zusammen gepackt haben gehen wir rüber zum frühstücken. Die Auswahl hier ist schon um einiges größer als im Super 8, Willcox
    Toast, Bagels, süße Teilchen, Waffeln, verschiedene Sorten Cereals, Kaffee, Milch und Saft.
    Das Best Western wurde übrigens in einem der vielen Coupon-Heftchen die wir mittlerweile unser Eigen nennen mit dem Superpreis von 57.99 $ beworben.
    Dieser Preis wurde uns auf Anfragen schon als normaler Preis genannt, mit dem AAA-Rabatt sind wir also im Endeffekt günstiger gefahren als wir das mit dem Coupon währen.
    Um kurz vor 8.00 checken wir aus und fahren auf die # 54 North.
    Den ersten Stopp legen wir beim Three Rivers Petroglyph Nat’l. Site 28 Meilen südlich von Carrizozo ein.
    Wir müssen hier eine Gebühr von 2 $ pro Wagen entrichten und erhalten eine kleine Broschüre die die einzelnen Punkte des Self-guided Trails erläutert.
    Hier in der nördlichen Chihuanhuan Desert befinden sich über 21.000 Felszeichnungen verteilt auf 50 acres. Der 1-Meilen lange Loop-Trail führt durch das Gebiet, es ist aber auch gestattet den Trail zu verlassen und die Umgebung auf eigene Faust zu erkunden.
    Wir laufen ca. 1 Stunde umher und bestaunen die Zeichnungen von Tieren, Menschen, Pflanzen und andere abstrakten Formen.





    Zurück am Auto halten wir ein zweites Frühstück ab und weiter geht’s Richtung Norden.
    Als nächstes Steuern wir das Valley of Fires an (nicht zu verwechseln mit dem Valley of Fire in Nevada).
    Im Valley of Fires erstreckt sich ein 44 Meilen langer und bis zu fünf Meilen breiter Strom aus erkalteter Vulkanlava. Gruben, Löcher, Spalten und die schwarzen, versteinerten Wellenstammen von einem Ausbruch des Little Black Peak, einem Vulkan nördlich des State Park vor etwa 1500 Jahren.
    Wir laufen ein wenig herum, halten es aber nicht zu lange aus, da es nur ca. 15°C hat ein kalter Wind permanent bläst.




    Wir sind froh als wir uns wieder im warmen Auto befinden.
    Die eintönige Fahrt führt uns im Anschluss über den I 25 bis hoch nach Albuquerque.
    Wir checken im Sandia Peaks Inn in der Nähe der Old Town ein.
    Schnell bringen wir unser Gepäck aufs Zimmer und dann geht es schon weiter in die Old Town. Hatten wir uns irgendwie größer vorgestellt aber egal. Wir laufen kreuz und quer, betreten hier und dort einen der zahlreichen kleinen Läden, kaufen aber nichts. Ich bin eigentlich auf der Suche nach einem Kokopelli, finde aber nicht das Passende.




    Mal wieder relativ durchgefroren sind wir nach 1 Stunde zurück am Wagen und entschließen uns dem AAA-Office noch einen Besuch abzustatten und ein paar Karten zu besorgen. Entlang der Montgomery Blvd entdecken wir Ross, T.J. Maxx und Marshall’s – damit ist das Programm für den Rückweg auch schon beschlossene Sache.
    Ganz zufällig findet sich auch noch ein Panda Express, also gibt’s zum Abendessen mal wieder Orange Flavoured Chicken – in das Zeug könnten wir uns reinlegen.
    Erst gegen 19.00 sind wir zurück am Motel und der Abend wird mit den üblichen Tätigkeiten (Fotos, Reisebericht) verbracht.
    Morgen werden wir mal wieder ein bisschen sportlicher unterwegs sein, denn wir steuern das Kasha Katuwe Tent Rock NM an.
    Die Wetteraussichten sind gut, wenn auch nicht wärmer als heute, aber dagegen kann man sich ja anziehen. Weniger Wind wäre allerdings wünschenwert.
    Wir halten euch auf dem Laufenden…

    Okay, dann gibt's jetzt noch ein paar mehr Tage...


    23. Oktober 2006


    Der Jetlag hat uns noch immer in der Hand.
    Um 5.30 sind wir wach und an Schlaf ist auch nicht mehr zu denken.
    Also hole ich das Laptop raus und arbeite den Reisebericht auf. Nach einer guten Stunde machen sich auch die Kinder meiner Freundin bemerkbar und das ganze Haus erwacht zum Leben.
    Zum Frühstück gibt’s Rührei und Croissants und so gestärkt machen wir uns um kurz vor 8.00 auf unsere Rundreise so richtig zu beginnen.
    Auf der Ironwood geht’s von Queen Creek nach Apache Junction.
    Dort nehmen wir die # 88 und sind schon auf dem Apache Trail dem wir komplett bis Roosevelt folgen.
    Unseren ersten Halt machen wir in Goldfield. Dieses Geisterstädtchen aus dem späten 19. Jahrhundert ist irgendwie urig, wenn auch etwas kommerziell aufgemacht.




    Wir laufen ein Weilchen herum, knipsen ein bisschen herum und weiter geht’s auf dem Apache Trail.
    Dieser führt durch die Superstition Mountains, die Straße ist rechts und links gesäumt mit Saguaro Kakteen.
    Vorbei am Canyon Lake

    erreichen wir Tortilla Flat und holen uns erst einmal jeder eine Kugel des berühmten Prickly Pear Eis. Schmeckt wirklich lecker.
    Ein paar Meilen hinter Tortilla Flat endet der geteerte Teil der Straße und die nächsten 22 Meilen geht es über eine gut zu fahrende Schotterpiste. Unser 4Runner sieht jetzt nach der ersten Ladung Staub nicht mehr so trist weiß aus!

    Über Meilen geht es immer wieder in Serpentinen die Berge rauf und runter.
    Unterwegs machen wir auch die erste tierische Begegnung mit dieser Schlange:

    Der Apache Lake ist, je weiter man nach sich Roosevelt nähert, immer ausgetrockneter. Direkt vor dem Damm ist eigentlich nur noch eine Pfütze zu erkennen.
    An den fotogenen Stellen zu Beginn sind leider die Stromleitungen immer störend im Bild, aber das lässt sich halt nicht ändern.

    Die Roosevelt Lake Bridge präsentiert sich da schon wesentlich schöner.

    Zurück auf dem Teer geht es jetzt schneller voran. Über Globe fahren wir nach Safford, machen dort einen kurzen Tankstop, und bringen dann die letzten Meilen bis nach Willcox hinter uns.
    Für morgen haben wir uns den Chiricahua NP vorgenommen – leider sind die Wetteraussichten nicht so rosig – 60% chance of rain and thunderstorms.


    24.10.2006


    Aufgestanden, den Vorhang an die Seite gezogen und…enttäuscht festgestellt, dass der Wetterbericht wohl Recht behält. Alles ist grau in grau und nachts hat es bereits geregnet. Das ist nicht das Geburtstagswetter was ich bestellt hatte.
    Bevor wir uns auf dem Weg zum Chiracahua NM machten haben wir im Frühstücksraum vorbeigeschaut. Das inkludierte Continental Breakfast hier im Super 8 kann man aber komplett knicken; nur Toast und ein paar alte labbrige Bagels, Kaffee und Milch. André sucht gleich das Weite, ich mache mir wenigstens noch einen Toast.
    Auf der Fahrt entlang der # 186 wird das Wetter immer schlechter, wir fahren durch eine regelrechte Waschküche mit einer Sicht unter 100 m.
    Das kann ja heiter werden, aber wir setzen unseren Weg unverdrossen fort. Wir haben nur diesen einen Tag und wir sind ja schließlich keine Schönwetter-Hiker.
    Um 8.00 sind wir am Visitor Center. Da wir es gestern nicht mehr pünktlich vor Toreschluss zum Visitor Center geschafft hätten um uns für den Shuttle vormerken zu lassen, haben wir uns nach studieren der Karte dazu entschlossen einfach ein paar Meilen mehr zu laufen und den Big Loop in Angriff zu nehmen.
    Heute morgen erkundige ich mich dann aber doch noch mal wie es mit freien Plätzen im Shuttle aussieht – einer wäre noch zu haben gewesen, für uns also inakzeptabel.
    Hinter mir standen 2 Amerikanerin die im selben Moment ihre Shuttle-Buchung zurücknahmen. Damit waren jetzt wieder 3 Plätze frei, aber wir sind doch bei unsere Alternativroute geblieben.
    Wir frühstücken noch im Kofferraum unsere 4Runners und fahren kurz vom dem Shuttle hinauf zum Echo Canyon Parking Lot.
    Bei kühlen 15 °C machen wir uns abmarschbereit. Hier oben auf 2.066 m hängen die Wolken tief und unser Stimmungsbarometer geht gegen Null.

    Wir will schon ein Bild vom Big Balanced Rock wenn dessen Spitze im Nebel verschwindet…
    Auf dem Ed Riggs Trail geht es langsam hinein in das „Wonderland of Rocks“.
    Weiter geht es über den Mushroom Rock Trail (der Mushroom Rock ist nur in Umrissen auszumachen) zum Big Balanced Rock Trail. Der Wettergott scheint sich doch entschieden zu haben sich von seiner besseren Seite zu präsentieren, denn es klart tatsächlich auf und nach einer Weile können wir sogar unseren Schatten erkennen. Die Stimmung steigt.
    Gut, strahlend blauer Himmel ist jetzt was anderes, aber wenigstens herrschen letztendlich klare Sichtverhältnisse.
    Beim Big Balanced Rock angekommen sieht die Welt schon anders aus und wir fangen ausgiebig an zu knipsen.

    Von hier geht es mitten hinein in den Heart of Rocks Loop, vorbei an der Duck on a Rock und anderen Formationen.




    Wir folgen dem Sarah Deming Trail und an der nächsten Kreuzung halten wir uns Richtung Upper Rhyolite Canyon Trail und beginnen dann den Aufstieg über den Echo Canyon Trail an dem uns die Formationen noch einmal so richtig begeistern.



    15,2 km weiter und gut 5 Stunden später kommen wir kaputt aber voller neuer Eindrücke wieder am Parking Lot an.
    Nach einem kleinen Mittagssnack fahren wir noch kurz hinauf zum Sugarloaf Viewpoint und anschließend zum Massai Point, aber zu weiteren Trails können wir uns heute wirklich nicht mehr aufraffen.
    Auf dem Weg zurück zum Visitor Center stoppen wir noch an einigen Aussichtspunkten entlang des Scenic Drive und fahren nachdem wir uns noch den Film im Visitor Center (ja ja, das macht man eigentlich vorher) angesehen haben zurück nach Willcox.
    Das Chiricahua NM hat uns trotz der zunächst widrigen Bedingungen super gefallen. Ist irgendwie mal was anderes als die roten Steine. Und es war wirklich nicht viel los. Auf dem ganzen Trail sind uns keine 20 Leute entgegen gekommen und an den Viewpoints haben wir auch nur vereinzelt welche getroffen.
    Dieses Kleinod liegt halt abseits der normalen Südwestschleife, hätte aber definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient, obwohl wir die Ruhe sehr genossen haben.
    Das mit dem feudalen Geburtstagsmenü verschieben wir vielleicht lieber auf einen anderen Tag (kann mir was besseres vorstellen als McDonald’s oder Burger King).
    Dafür gönnen wir den müden Knochen noch ein entspannendes Bad im Whirlpool und drehen eine Runde im Indoor-Pool.
    Das amerikanische Pärchen aus Pittsburgh was wir dort treffen kommt gerade aus New Mexico wo es auch richtig schön geregnet hat. Hoffentlich hat es sich ausgeregnet, denn schließlich haben wir für morgen White Sands auf dem Plan.


    25.10.2006


    Wieder einmal sind wir früh wach, aber da wir heute noch eine lange Fahrtstrecke vor uns haben und beim Grenzübertritt nach New Mexiko eine Stunde verlieren ist das nicht weiter tragisch.
    Heute verzichten wir beide auf das Frühstück im Super 8 und checken gegen 7.00 aus.
    Nach einem Stopp bei Safeway verlassen wir Willcox und fahren auf den Interstate 10 in östliche Richtung.
    Etliche Meilen geht es durch eher eintönige Landschaft, aber mit immerhin 75 mph doch recht zügig. In Lordsburg halten wir an um uns im New Mexico Welcome Center mit Kartenmaterial und Info-Flyern einzudecken und fahren dann durch bis Las Cruces. Dort tanken wir noch mal für 2.19 $ auf, wechseln für 7 Meilen auf die I 25 North und nehmen dann denn Abzweig auf die # 70 East die uns direkt zum White Sands NM bringt.
    Zunächst aber fahren wir daran vorbei bis Alamogordo, stocken unsere Einkäufe noch mal im Wal Mart auf und suchen uns dann ein Zimmer für die Nacht. Wie landen im Best Western, ein Zimmer mit Kingsize-Bett für 52,99 + tax mit AAA-Rabatt.
    Um kurz vor 14.30 machen wir uns dann endlich auf zu den White Sands Dunes. Nach der ganzen Fahrerei wird es Zeit das wir uns die Beine vertreten.
    Aufgrund der heftigen Regenfälle in den letzten Tagen sind nur die ersten 4 Meilen des Dune-Drives geöffnet, es ist aber gestattet zu Fuß die Absperrung zu übertreten und in den Dünenfeldern herumzulaufen.
    Die Feuchtigkeit im Boden hat einen Vorteil, es lässt sich wunderbar einfach durch die Dünen laufen.
    Unseren ersten Halt machen wir am Dune Nature Trail. Diesem folgen wir allerdings nicht, sondern laufen kreuz und quer durch die Dünen um erste Photos zu machen.



    Einen unberührten Flecken zu finden erweist sich eher als schwierig. Deswegen halten wir uns auch gar nicht allzu lange auf, sondern fahren weiter zum Interdune Boardwalk. Ab hier ist die Straße gesperrt. Wir stellen also den Wagen ab und laufen los hinein in das Heart of the Sands.
    Auch hier finden sich noch immer viele Fußabdrücke, aber je weiter wir in die Dünenlandschaft hineinlaufen, umso mehr verlieren sich diese.





    Ca. 1 Stunde vor Sonnenuntergang suchen wir uns eine schöne Stelle und verweilen in der Sonne sitzend und die nähere Umgebung mit der Kamera erkundend.




    Sonnenuntergang ist um 18.15 und kurz danach machen wir uns wieder auf zurück zum Parkplatz. Es wird jetzt wirklich schnell dunkel.
    Um 19.00 sind wir zurück in Alamogordo und fahren direkt bei Denny’s ran um zu Abend zu essen. Gegen 20.00 Uhr betreten wir dann endlich unser Zimmer im Best Western gegenüber und sind zufrieden. Den Rest des Abends verbringen wir mit dem Überspielen der Photos und dem Reisebericht.

    Hab ich also schon Anhänger gefunden *freu*


    Eigentlich wollte ich schon weitermachen, aber ab dem nächsten Tag gibt's eigentlich auch Bilder, nur komm ich an die momentan nicht ran und alles in die Galerie hier zu laden würde jetzt zu lange dauern, weil ich dann erst wieder alles runterrippen müsste etc.
    Wenn ihr aber schon mal ohne Bildgut weiterlesen wollt könnte ich weitermachen - Fotos werden natürlich nachgereicht...


    Eva

    21. Oktober 2006


    Abreise! Da unser Flieger erst um 15.25 geht, was einerseits nett ist, da wir ausschlafen können uns andererseits aber erst spät ankommen lässt, können wir es ruhig angehen lassen.
    Der Wecker war auf 7.30 gestellt, aber wir sind natürlich schon früher wach (Vorfreude!?).
    Wir springen noch mal unter die Dusche, frühstücken gemütlich und um 9.00 bringen uns meine Eltern zum Flughafen nach Amsterdam.
    Flüge von dort waren wesentlich günstiger als von Deutschland und für uns macht es keinen großen Unterschied dorthin zu fahren oder z. B. nach Düsseldorf.
    Um kurz nach 11.00 sind wir da und damit natürlich sehr früh, aber das ist beabsichtigt, in der Hoffnung noch Sitze am Notausgang zu bekommen.
    Leider wird uns beim Check-In bei Continental gesagt, dass es in dem Flieger (Boing 767-400) keine Notausgangsreihe gibt, da diese sich in der Küche befinden.
    Die von mir reservierten Sitze sind auch schon die mit der meisten Beinfreiheit, also muss André sich mit seinen 1.98 m irgendwie arrangieren.
    Wir sitzen direkt vor der Wand hinter den Toiletten – zwar kann man seine Beine nicht lang ausstrecken, man hat aber auch keinen vor sich, der seinen Sitz in Schlafposition stellt.
    Der Flieger hat auf jeden Fall schon mal in-seat entertainment was wir als angenehm empfinden, wenn auch die Filmauswahl sich in Grenzen hält (Poseidon (schon gesehen) und Click)
    Die Handgepäckkontrolle direkt vorm Gate ist die Einzige und eher lasch.
    Mit dem Boarden wird rechtzeitig begonnen und wir heben pünktlich ab.
    Die 10 Stunden und 10 Minuten bis zum ersten Zwischenziel in Houston ziehen sich wie Kaugummi.
    Der Service an Board ist wirklich gut – Getränke werden reichlich angeboten und es gibt zu Beginn eine Tüte mit Erdnüssen, dann das Hauptgericht, ein kleinen Eisbecher zwischen durch und 90 Minuten vor Landung noch mal ein Sandwich und eine kleine Snackbox mit Chips und Cookies.
    Der Pilot legt um 19.00 Ortzeit eine sanfte, pünktliche Landung hin und dann müssen wir erstmal die Einreise hinter uns bringen. Da wir der einzige ankommende Flieger zu sein scheinen, ist das in 10 Minuten gegessen. Der Beamte fragt uns noch ob wir bei der Fußball WM waren und schon sind wir eingereist.
    Jetzt müssen wir unser Gepäck am Band in Empfang nehmen um es 10 Meter zu tragen und wieder einzuchecken.
    Glücklicherweise müssen wir das Gate nicht wechseln und sind eine Stunde vor dem geplanten Abflug am Gate. Nachdem wir uns erkundigt haben wann das Boarden beginnt gönnen wir uns noch einen kleinen Snack bei Wendys.
    Zurück am Gate müssen wir dann allerdings feststellen, dass sich die Abflugzeit um eine halbe Stunde nach hinten verschoben hat, also wieder warten.
    Zu allem übel müssen wir dann auch noch das Gate wechseln und komplett an die andere Seite latschen.
    Mit 40 Minuten Verspätung heben wir schließlich nach Phoenix ab.
    Diesmal sitzen wir eingequetscht wie die Sardinen in den normalen Sitzreihen, haben aber das Glück eine Dreierreihe für uns allein zu haben, so das André sich einigermaßen strecken kann.
    In der Luft machen wir ein bisschen Zeit gut und landen um 22.00 Ortszeit in Phoenix.
    Jetzt "nur" noch zum Gepäckband.
    Dort erwartet uns dann allerdings eine böse Überraschung – einer unserer Koffer hat es nicht bis Phoenix geschafft. Na toll, das fehlt uns noch.
    Glücklicherweise haben wir gemischt gepackt, so dass wir wenigstens jeder Klamotten haben und die Sporttasche mit den Kulturbeuteln und der Treckingausrüstung ist auch vor Ort.
    Also noch zum baggage service (mit ein paar anderen aus dem Flieger) und nun hoffen wir, dass uns der Koffer morgen zu unseren Freunden nach Queen Creek nachgeliefert wird…
    Um kurz nach 23.00 nehmen wir das Shuttle zu Alamo.
    Per Internet habe ich mit dem UA Code einen SUV für zwei Wochen für 526 Dollar vorgebucht. Mit klopfendem Herzen stehen wir am Schalter und hoffen das es keine Probleme gibt. Gibt’s nicht! Da ich über den „Save Time now“ Button schon alle Informationen vorab versandt habe sind wir 10 Minuten später in der Tiefgarage und können aus der Choiceline wählen. Dort stehen viele Jeep Liberty (zu kleiner Kofferraum), drei Toyota RAVs und eine Toyota 4Runner für den wir uns entscheiden. 4WD hat er, geräumig ist er auch und high clearance hat er sowieso – perfekt.
    Völlig übermüdet machen wir uns auf den Weg zum durch Priceline gebuchten Extended Stay Hotel (35 $ + tax). Wir brauchen ein Weilchen bis wir dort ankommen, denn die Straßenkarten liegen praktischerweise in dem Koffer auf den wir noch warten – die Karte von Alamo ist nicht ganz so detailliert. Irgendwann nach Mitternacht kommen wir aber an und fallen todmüde ins Bett.

    Hi Christian!


    Nein, am 3.11 waren wir gar nicht auf dem Top Rock.
    Wir waren erst wieder an der Wave um das gute Licht zu nutzen, dann an den Brain Rocks und dann sind wir von der Second Wave runter in den Sand Cove geklettert.
    Den Weg haben wir uns selbst gesucht.
    Durch den Slot Canyon sind wir dann zurück zur Wave und haben uns dann noch bei der Second Wave rumgetrieben.
    Das Buch von P. F. Schäfer besaß ich zwar da schon, aber wie gesagt, wir sind einfach drauf los.


    Drück euch die Daumen, dass das Wetter mitspielt.


    Eva

    Truman


    Das ganze Programm kann man vom Wirepass TH auf an einem Tag schaffen.
    Wir haben das Anfang November auch gemacht. Erst kurz der Wave "Hallo" gesagt, dann zu den Teepees, von dort hoch zum Top Rock, diesen also von der komplett anderen Seite bestiegen was kein größeres Problem darstellt, haben wir im Mai 2006 auch schon so gemacht und später dann den Abstieg am steilen Stück oberhalb der Second Wave.
    Da könnte man einen besseren Abstieg wählen, ist aber auch zu bewältigen, so von uns auch schon zweimal gemacht.
    Dann müsste eigentlich noch genügend Zeit für das Erkunden des Sand Cove sein um dann den Sonnenuntergang an der Second Wave zu genießen.
    Wir haben im November die Sand Cove an einem Extratag erkundigt, sind allerdings auch schon zwei Stunden vor Sonnenuntergang zurückgegangen.
    Im November sind ja auch die Tage nicht so lang.
    Bei Interesse auch hier nachzulesen: http://www.usa-reise.net/forum…&postorder=asc&highlight=
    unterm 2. und 3. November


    Gruß Eva

    Hallo!


    Würde mich über Hotelempfehlungen oder auch Abratungen für Hotels in folgenden Orten freuen:


    Willcox
    Alamogordo
    Albuquerque
    Farmington
    Chinle
    Gallup


    Danke im Voraus


    Gruß Eva