Posts by Roughneck

    Warum das Aufbewahren Zuhause auch gute Gründe hat, beweist die Aussage von Vera. Ich bin per Gesetzt verpflichtet persönlich für die sichere Verwahrung meiner Waffen zu sorgen. Das das nicht geht wenn diese, wie in meinem Fall knapp 45 Kilometer entfernt, im Schützenheim gelagert werden würden versteht sich von selbst. Trockenübungen gibt es bei mir daheim übrigens nicht.


    Um auf die Frage warum ein Luftgewehr nicht reicht zu kommen. Schon einmal versucht eine Zielscheibe in 100 bis 200 Meter Entfernung mit einem Luftgewehr zu treffen? Oder andersrum, fragt doch einmal beim Biathlonverband nach wieso die kein Luftgewehr verwenden...


    Das sich ein Messer durchaus den Vergleich als Mordwaffe zur Schusswaffe gefallen lassen muss zeigt mir meine fünfminütige Recherche mittels Google. Alles aktuelle Fälle:


    26 Jähriger töten zwei jugendliche


    http://nachrichten.t-online.de…dlichen/id_45731942/index


    20-Jähriger stirbt nach Messerstich


    http://www.soester-anzeiger.de…erstich-anno-1101656.html


    Mord in Harlaching: Mutter ersticht Sohn (18)


    http://www.rosenheim24.de/baye…-rosenheim24-1045327.html


    Freundin erstochen und verbrannt


    http://www.augsburger-allgemei…e-Probleme-id9630561.html


    Frau (44) mit Messer erstochen - Täter in U-Haft


    http://www.merkur-online.de/lo…er-u-haft-mm-1111625.html


    Tödliche Messerstiche gestanden


    http://www.hr-online.de/websit…tandard_document_41116025


    Zwei kleine Mädchen im Harz tot aufgefunden


    http://nachrichten.t-online.de…efunden/id_45701056/index


    Schwangere erstochen: Kindsvater ist der Mörder


    http://www.merkur-online.de/lo…hrer-wohnung-1134694.html


    Doppelmord an zwei kleinen Mädchen


    http://www.sueddeutsche.de/mue…n-nach-beweisen-1.1083888


    Mord in Soest: Polizei verhaftet türkischen Messerstecher


    http://deutschlandecho.wordpre…turkischen-messerstecher/


    Wien: Dritter Messer-Mord am Wochenende


    http://diepresse.com/home/pano…-MesserMord-am-Wochenende


    18 Messerstiche am Kreuztor


    http://www.augsburger-allgemei…-Kreuztor-id14402091.html


    Zugegeben, es stimmt. Mit Sportschützenwaffen wurde getötet. Fast immer lagen jedoch immer Warnzeichen vor, die niemals beachtet wurden (Der Täter von Winnenden war in psychischer Behandlung) . Ebenso wurde Großteils immer gegen die Aufbewahrungspflicht verstoßen (Ebenfalls Winnenden) und Unbefugte hatten Zugriff. Soll man jetzt, weil es in 2009 in 79 Fällen es zu solchen Taten kam, die restlichen 1.999.921 Sportschützen bestrafen? Müssen wir wirklich, weil damit im Promilebereich Gewalttaten verübt wurden, alles verbieten?


    Dann ziehe ich einmal einen anderen Vergleich. Vor wenigen Jahren gab es in einem benachbarten Landkreis einen schweren Autounfall, bei dem vier junge Leute ums Leben kamen. Ein betrunkener 17jähriger hatte sich nachts heimlich die Autoschlüssel seines Vaters genommen und raste wenig später damit in ein Auto in dem drei weitere junge Menschen saßen. Alle vier waren sofort Tod.


    Weiter, nicht weit von meiner Heimatstadt wurde letztes Jahr eine Frau mitten in der Stadt von einem Fahrzeug auf dem Gehweg erfasst und getötet. Der Fahrer fuhr mit stark überhöhter Geschwindigkeit, dann verlor die Kontrolle über seinen Wagen... Der Fahrer war bereits vorher als „Verkehrsrowdie“ polizeilich bekannt und vorbestraft.


    Jetzt haben wir dieselben Argumente die man einem Sportschützen vorwerfen könnte. Der Vater hat die Schlüssel zu seinem PKW nicht ordnungsgemäß verwahrt und den Wagen so seinem minderjährigen betrunkenen Sohn zugänglich gemacht (Was per gesetzt ebenfalls strafbar ist). Im zweiten Fall hatte der Fahrer sein Fahrzeug nicht unter Kontrolle und tötete durch seine nicht sachgemäße Benutzung seines Wagens einen Menschen.


    Wenn wir der Logik jetzt folgen, dann musste man doch auch Autos verbieten. Und bevor jetzt gleich wieder das Geschrei losgeht, eine Auto sei keine Waffe und Schusswaffen seien nur zum töten gemacht und man könne das nicht mit einander Vergleichen. Egal wie rum man es dreht, das Ergebnis ist in beiden Fällen dasselbe. Menschen haben ihr Leben verloren.


    Und das man wirklich alles als Tötungswerkzeug verwenden kann sollte wirklich jedem klar sein. Wenn ich keine Schusswaffe zur Hand habe, dann finde ich etwas anderes. Für einen hohen „Bodycount“ brauche ich auch keine Schusswaffe. Schon einmal darüber nachgedacht was 50 Liter Brandbeschleuniger und ein Zündholz nachts im Treppenhaus eines Mehrfamilienhaus anrichten können? Übrigens wurde bei einem der schlimmsten Amokläufe in Deutschland bei dem mehrere Kindergartenkinder ums Leben kamen mittels eines selbstgebauten Flammenwerfers getötet. Die dazu benötigten Bauteile bekommt man in jedem Baumarkt, die Anleitung liefert Onkel Google kostenlos dazu...


    Zu guter Letzt zu meiner Person:


    Ich bin Ende 30, seit mehr als 2 Jahrzehnten Feuerwehrmann und Rettungssanitäter (beides sowohl freiwillig als auf beruflich). In den letzten Jahren bin ich bei dieser Ausübung zwei Mal nur ganz knapp dem sicheren Tod entgangen. Und wenn ich dann einmal nicht mein eigenes Leben für das eines anderen riskiere, passiert es schon einmal das ich nachts wach im Bett liege und kann nicht schlafen, weil mein Bewusstsein versucht manche Bilder von der Schicht auf dem Rettungswagen zu verarbeiten. Ich setzte also gezielt meine Gesundheit, sowohl körperlich als auch geistig, für die Gesundheit anderer aufs Spiel.


    Nebenbei habe ich auch noch etwas, was in Deutschland langsam Mangelware wird, nämlich Zivilcourage. Vor einigen Jahren ging ich dazwischen als ein völlig betrunkener auf einen jungen Mann losging. Das Ergebnis war zwar das die Schlägerei gestoppt war, ich jedoch als Dank eine blaues Auge und tagelang Kopfschmerzen hatte.


    Weiterhin habe ich keinerlei Vorstrafen oder ähnliches. Ich werde von meinem Arbeitgeber jedes Jahr Sicherheitstechnisch überprüft (und ich rede nicht nur von einem polizeilichen Führungszeugnis, sondern vom ganz großen Prüfpaket).


    Ich kann also durchaus von mir behaupten, dass ich ein guter Mensch bin. Mein einziges Problem scheint zu sein, dass ich ein Hobby habe, bei dem ich etwas benutze um eine Zielscheibe in möglichst großer Entfernung möglichst präzise zu treffen. Weder habe ich jemals jemanden mit meinen „Sportgeräten“ bedroht oder verletzt. Ich sitze nicht mit einer Waffe beim Frühstücken oder trage einen Revolver im Hosenbund mit mir rum. Die Waffe kommt ausschließlich aus dem Tresor wenn ich auch wirklich zum Schießstand fahre. Niemand außer mir hat Zugang zu meinen Waffen. Und sollte jemand versucht diesen zu bekommen, dann muss er schon mit Presslufthammer und Schneidbrenner ankommen.


    Ich bin auch der Meinung, dass jedes einzelne Leben das durch eine Schusswaffe verloren geht, eins zu viel ist. Aber wenn man danach geht, gäbe es wesentlich effizientere Punkte, an denen man ansetzten könnte. Was mir weit mehr Angst macht als der Sportschütze von nebenan, sind z.B. diese völlig enthemmten jugendlichen U-Bahnschläger und deren Freunde...


    Ich brauche mit Sicherheit keine Waffe um mein Ego zu vergrößern. Meine berufliche Tätigkeit, mein Freundeskreis sowie die feste harmonische Beziehung zu meiner Freundin füllen denn Bedarf für mein Ego mehr als genug auf, materielle Dinge wie eine Waffe sind dafür wahrlich nicht notwendig.


    Ich denke das ich durch meine berufliche bzw. freiwillige Tätigkeit meine Schuld an der Gesellschaft abgelte. Was ich jedoch überhaupt nicht abhaben kann ist, dass ich mir wegen meines Hobbys die Beleidigung als potentieller Mörder, Wahnsinniger oder Waffennarr, sowie die Unterstellung das ich Waffen für mein Ego brauchen würde gefallen lassen muss.


    Ich danke Gott dafür, dass in meiner Verwandtschaft sowie im kompletten Bekanntenkreis alle tolerieren und meine Sportart respektieren.


    Ich sehe es nicht als meine Aufgabe die Meinung anderer Mensch umzukrempeln. Dafür gibt es schließlich die Meinungsfreiheit, soll jeder sein Ding haben. Ich respektiere jeden der auch meine (andere) Meinung respektiert. Ich gehe davon aus das vieles auf (unter anderem durch das gezielte verbreiten durch die Presse) Falschinformationen beruht. So ließt man z.B. bei Morden mit illegalen Waffen nur sehr wenig in den Nachrichten. Ist es hingegen eine Sportschützenwaffe, ist die Hetzjagd eröffnet.


    Aber persönlich angegriffen zu werden, geht mir zu weit. Das ich auf dieselbe Stufe wie ein Mörder gestellt werde, geht mir entschieden zu weit.


    Ich möchte doch nur in Ruhe meiner, gar nicht mal so außergewöhnlichen, Sportart nachgehen.


    Mehr habe ich nicht mehr zu sagen, ich bin dann mal weg...

    Der übliche Aufschrei von ein paar Waffennarren.



    Eben nicht. Es ist das übliche Aufschreien von Leuten wie dir, die sich weigern sich mit einer Sache erst einmal selbst auseinanderzusetzten. Alleine das du mich, obwohl du mich nicht kennst abstempelst und uns "Waffennarren" schimpfst, disqualifizierst du dich doch selbst. Mit belegbaren Fakten ist Menschen wie dir nicht beizukommen.


    Nochmals, wenn jemand nicht schießt und keine Waffe in die Hand nehmen möchte, dann ist das für mich in Ordnung. Ich rauche nicht, trinke nicht, gehe nicht in einen Swingerclub oder hatte je einen Termin bei Frau Domina ums Eck. Ich würde deswegen nie auf die Idee kommen das verbieten zu wollen oder solche Menschen als schlecht hinzustellen. Wer das macht und mag, bitteschön. Solange es ihm gefällt. So etwas nennte man Toleranz.




    Gut, da du noch nie bei einer solchen Veranstaltung zugegen warst sagt doch schon einmal einiges aus. Man verzeihe mir meine Ausdrucksweise, aber dann ist es bei dir und dem Thema wie bei dem Blinden der von Farben redet. Du hast keine Ahnung/Vorstellung was bei solchen Veranstaltungen gemacht wird und wie das abläuft. Wie kommt es dann, dass du über eine Sache die du deinen eigenen Angaben zu folge nur vom Hören-Sagen kennst zu urteilen? Nicht falsch verstehen, wenn du persönlich dagegen bist, so finde ich das ok. Aber über andere Menschen zu urteilen ohne die Hintergründe zu kennen finde ich schon anmaßend.


    Meine Freundin war anfangs, mit eben den selben Argumenten die man immer hört, auch extrem gegen diese Art von sportlicher Betätigung. Inzwischen hat sie etwas mehr Einblick in die Materie und sieht die ganze Sache jetzt auch um Welten gelassener.


    Höchst interessant finde ich auch deine Aussage über das Ego eines Sportschützen. Du kennst mich nicht, behauptes aber das meine Waffen nur dazu dienen mein Ego zu vergrößern? Diese Aussage sagt mehr über dich als über mich.


    Ach ja, zu England. Das seit dem Verbot von Schusswaffen die Anzahl der Tötungsdelikte weiterhin steigend ist, wird gerne verschwiegen. Übrigens ist dort drüben die Zahl der durch Stich und Schnittwunden zugefügten tödlichen Verletzungen bei Jugendlichen in den letzten 2 Jahren um etwa 15-20% gestiegen. Aber das sind ja Fakten die der geneigte Schusswaffengegner nicht wahrhaben will...


    BTW, ich trinke so gut wie keinen Alkohol. Würde jedoch nie darauf kommen das man ihn, da ich ihn nicht mag, sofort verbieten sollte.

    Ich finde folgende Dinge sollten sofort verboten werde:



    • Fußball, wegen den gewalttätigen Ausschreitungen nach den Spielen
    • Eishockey, da gewalttätig
    • Motorsport, animiert zum rasen

    usw...


    Übrigens, ich bin einer von den 2.000.000 deutschen Sportschützen (schieße Großkaliber mit Revolver, Pistole, Gewehr) die noch niemanden mit einer Waffen bedroht, verletzt oder getötet haben.


    @Hatchcanyon


    Warst du denn schon einmal bei einem Sportschützentraining oder Wettkampf?

    Das Hofbräuhaus MUC hatte meiner Meinung nach drei Probleme:



    • Es war zu teuer
    • Die Öffnungszeiten. Wir wollten an einem Samstag Abend essen gehen, um 20.00 bekam wir schon nichts mehr.
    • Und das wohl größte Problem, den Airbräu...

    Keine Ahnung, ob das mit dem übereinstimmt, was er selbst im Buch schreibt. Jedenfalls scheint er bis zum Schluß noch ganz gut beisammen gewesen zu sein...


    Gruß
    Katja

    Hier wären manche Hintergrundinfos wirklich von interesse. Zum Beispiel frage ich mich in wie weit er noch ein Gefühl in dem eingeklemmten Arm hatte. Oder war dieser bereits so taub (Abgestorben) das er nichts mehr spürte. Ich meine, wenn sich jemand ohne entsprechende Medikation einen Arm abschneidet, gehe ich eigentlich schwer davon aus das aufgrund der Umstände der Körper das eine oder ander mal einfach "abschaltet" und man bewusstlos wird. Der Blutverlust, die Schmerzen und der Schock der mit alle dem einhergeht sollte eigentlich für den Rest sorgen. Wenn er wirklich dann auch noch selbst zu Fuß bis in die Notaufnahme gegangen ist, dann Hut ab vor ihm!

    Nachdem mich der Film 127 Hours zum nachdenken angeregt hat, würde mich interessieren was ihr so für brenzlige oder kuriose Situationen im Urlaub erlebt habt. Ich fange einmal mit meiner "Nummer 1" an.


    Januar 2006, die Wave

    Ich hatte meinen ersten Besuch der Wave vor mir. Im BLM Office bekam ich mein Permit, mir wurde der Weg erklärt und ich erfuhr das noch weitere 5 Permits vergeben waren. Der Wettervorhersage sprach von einer 30% Chance auf Schnee.


    Ich machte mich kurz nach Sonnenaufgang von Kanab aus auf den Weg. Am Parkplatzt angekommen sah ich, das ich wohl der erste an diesem Tag sei der sich auf den Weg zur Wave aufmachte. Ein Blick in den Himmel verriet das die geschlossene Wolkendecke langsam an ein paar Stellen aufriss und blauer Himmel zum vorschein kam. Ich setzte mich in Bewegung und marschierte, völlig begeistert von der beeindruckenden Landschaft, den Coyote Wash entlang. Ich wurde irgendwann verunsichert, da mir der zurückgelegte Weg länger vorkam als er eigentlich sein sollte. Etwas später kam ich an die Stelle, die sich als Abstieg zum Buckskin Gulch rausstellte, und war mir sicher das ich zu weit gegangen bin. Also kehrte ich um um traf wenig später zwei ältere Damen (deren Namen ich leider vergessen habe) die ebenfalls auf dem Weg zur Wave waren. Auch die beiden konnten die Abzweigung an der man den Wash verlassen musste nicht finden. Gemeinsam gingen wir den Wash zurück um gemeinsam die Abzweigung zu finden.



    Etwas später stießen wir auf zwei Männer (Claude aus Frankreich und Ed aus Arizona) die das unscheinbare Schild das auf die Abzweigung hindeutete gerade neu aufstellten. Wie sich rausstellte, war das Schild umgefallen, weswegen die beiden älteren Damen und ich es einfach übersehen hatten. Claude war vor einigen Jahren bereits einmal in der Wave und bot den Damen und mir an, ebenso wie Ed zuvor, uns zur Wave zu bringen. So schlossen wir uns zu einer Gruppe zusammen. Wir prägten uns immer wieder markante Punkte, Steinmännchen und dergleichen für den Rückweg ein.



    Gegen Mittag erreichten wir dann endlich unser Ziel. Das Wetter hate sich bereits wieder deutlich verschlechtert, weswegen die beiden Damen etwa 30 Minuten später den Rückweg antraten. Etwa weitere 30 Minuten später stieß ein weiterer junger Mann, Raab aus Schottland, zu uns.



    Eine weitere halbe Stunde später wurde das Wetter immer schlechter und es began leicht zu schneien.



    Kurz darauf wurde die fallende Schneemenge immer mehr.



    Völlig hin und hergerissen zwischen fluchend über das Wetter schimpfend und der Gewissheit das die Bilder mit dem Puderzuckerschnee in der Wave etwas besonderes sind berieten Claude, Ed, Raab und ich kurz ob wir auf besseres Wetter warten sollten oder nicht. Ed, der in Arizona lebte war der Meinung das ihm dieses Wetter überhaupt nicht gefällt und er schlug vor sofort aufzubrechen.



    Wir packten unsere sieben Sachen zusammen uns gingen los. Innerhalb weniger Minuten wurde der Schnee richtig heftig. Als wir auf der anderen Seite des Tals ankamen war der Schnee bereits knöcheltief.



    Keine drei Minuten später kam das, was ich mir unter einem Blizzard vorstelle, über uns. Der Wind zerrte an uns, der Schnee wurde waagerecht über den Boden geweht und die Sicht fiel unter geschätzte 50 Meter. Der Fels wurde unter dem inzwischen teilweise knietiefen Schnee extrem rutschig und jeder von stürzte mehrmals. Wir entschieden das wir besser weiter runter in den flacheren Teil des Hangs gingen, doch auch dort kamen wir nur sehr langsam vorwärts. Wegen der schlechten Sicht, die auf gut null herabgefallen war, war das Navigieren inzwischen reine Glücksache geworden. Der Boden und der Horizont waren zu einer einzigen, undurchsichtigen dunkelgrauen Wand aus wehendem Schnee geworden.


    Etwa zwei Stunden nach unserem Aufbruch von der Wave legten wir, völlig durchnäßt vom Schnee und dem eigenen Schweiß, eine Pause ein. Wir waren uns einig das wir nicht mehr auf dem eigentlichen Weg wären. So richtig wusste eigentlich keiner mehr wo wir waren. Vor dem Hintegrund das es langsam auch dunkel wurde war das nicht gerade ein beruhigendes Gefühl. Wir besprachen die Situation und unser weiteres Vorgehen. Ed krammte eine zerknitterte Topo-Karte aus seinem Rucksack hervor. Ohne jedoch die Himmelsrichtung zu kennen drehten wir die Karte nur wild im Kreis ohne wirklich schlau aus ihr zu werden. Aufgeregt began Raab plötzlich seine Taschen zu durchsuchen. Eine kleine Ewigkeit später zauberte er einen unscheinbaren, kleinen runden Kompass mit einem Durchmesser von etwa 2 cm hervor. Er hatte diesen bei sich um die Richtung für Sonnenauf- und Untergänge zu bestimmen. Er war jetzt mit Sicherheit nicht der genaueste, aber für unsere Zwecke völlig ausreichend. Letztendlich war es dann allerdings Claude, der mit Hilfe dieser Gegenstände uns eine Richtung vorgeben konnte. Da er als einziger von bereits ein mal in dieser Gegend war, konnte er sich einigermassen mit der Karte orientieren. So erreichten wir kurz vor Sonnenuntergang unsere Autos. Erleichtert stellten wir fest das der Wagen der beiden älteren Damen bereits weg war.


    Völlig erschöpft aber heilfroh verstauten wir unsere Sachen in den Autos als Raab das nächste Problem erkannte. Da er mit einem normalen Van hier war befürchtete er das er es wohl nicht mit seinem Wagen zurückschaffen werde. Auch Claude und Ed zweifelten daran das ihr Fahrzeug, zwar ein HC Pickup aber kein Allrad, die Strecke bewältigen würde. Wenigstens waren die beiden am Morgen gemeinsam von Kanab aus aufgebrochen, da sie beiden im selben Hotel wohnten. Ich war also der einzige mit Allrad. Wir entschieden das es für Raab keinen Sinn machen würde es zu Versuchen. Sein Wagen würde garantiert stecken bleiben. Also nahm ich ihn und seine wichtigsten Sachen in meinem Wagen mit. Ed und Claude versprachen ihm morgen mit ihm wieder zurückzukommen um seinen Van zu holen. Ich übernahm auf dem Weg zurück zum Highway die Spitze und pflügte einen Weg für Ed´s Pickup durch den Schnee. An manchen Steigungen mussten wir beide mehrere Anläufe starten um weiter zu kommen. Wir benötigten mehr als die doppelte Zeit zurück zum Highway. Auf festem Untergrund angekommen verabredeten wir uns in Kanab.


    Der Weg dorthin war ebenfalls alles andere als ein Zuckerschlecken. Als wir spät in Kanab ankamen hatte das mexikanische Lokal an der Hauptkreuzung tatsächlich noch geöffnet. Wir setzten uns und bekamen sogar noch etwas warmes zu Essen. Wir redeten über die vergangenen Stunden und blickten aus dem Fenster auf den wütenden Schneesturm. Wir fragten uns wie es wohl wäre, jetzt noch irgendwo dort draußen im Gelände zu sein. Würde man so einen Nacht in so einem Schneesturm überleben? Für die Nacht teilte ich mir mit Raab ein Hotelzimmer. Am nächsten Morgen holten ihn wie versprochen Ed und Claude ab um ihn bei klarem Himmel zu seinem Wagen zu bringen während ich weiter Richtung Zion zog...


    Resume:


    Ich glaube nicht an Wunder oder Vorbestimmungen, aber einen Gedanken bei dieser Geschichte finde ich seltsam. Wäre nur einer von uns an diesem Tag nicht dort gewesen, was dann? Ed hatte die Karte, Raab den Kompass, Claude kannte sich etwas in der Gegend aus und ich war der mit dem Allrad. Hätte das ganze ohnen einen von uns auch so funktioniert? Wenn nein, was wäre dann geschehen...?


    Es war auch der Grund warum ich mir etwas später mein erstes GPS kaufte. Auch mein Vertrauen in den Wetterbericht wurde an diesem Tag schwer beschädigt.

    Im März 2010 habe ich und meine Freundin die selbe Grenze zu Fuß überquert. Alles ganz easy und nett. Da wir den grünen Einreisezettel aus dem Pass schon vorher am Flughafen in Denver abgegeben haben, mussten wir das Formular halt nochmals an der US Grenze ausfüllen. Die Beamten der Imigration waren dabei sehr nett und haben uns dabei geholfen. Als ich ihm erzählte das wir nun die USA zu Fuß am unteren linken Eck, in Mexiko- Tijuana, und jetzt am recht oberen in Toronto überquert haben kam es auch noch zu einem längeren lustigen Plausch samt Urlaubs-Erfahrungsaustausch. Die Grenzbeamtin in Kanada war ebenfalls äußerst locker drauf. Mit einem typisch kanadischem "Ehy" winkte sie uns lächelnd durch ohne die Pässe wirklich anzusehen.

    So, gestern hatten meine Chefin und ich endlich Zeit um ins Kino zu gehen. Was soll ich sagen? Ja, der Film hat mir gefallen (wenn man bei der Thematik von gefallen reden kann). Klar steckt auch ein bisschen Hollywood mit drin, z.B. am Schluss wo Aaron noch cool selbst zum Rettunghubi latscht und einfach so einsteigt. Ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen das das in der realität genau so ablief. Aber was soll´s, ich fand den Film klasse und auf jeden Fall sehenswert. Gänsehautmomente waren für mich:




    • Als er am Anfang im dunkeln an dem Wegweiserschild steht (irgendwie fehlt mir das)
    • Das streicheln über den Sandfels
    • Als er als Kind mit seinem Vater den Sonnenaufgang beobachtet


    Zum ernsten Teil. Ich lag gestern noch lange wach im Bett und habe über den Film nachgedacht. Das dumme ist, ich konnte mich selbst ein paar mal in Aaron sehen. Wie oft bin ich in der Vergangenheit losgezogen ohne das jemand wusste wo ich bin? Wie oft habe ich dann vor Ort das Risiko abgewägt und mich dann für ein weitergehen entschieden? Und obwohl besonders ich es besser wissen sollte (Saftey first) habe auch ich mich hinreissen lassen. Ich für meinen Teil hatte meine drei Momente die im nachhinein evtl. nur mit Glück gut ausgegangen sind. Da regt der Film auf jeden Fall zum nachdenken an.


    Noch eine Anmerkung zum "schrecklichen" Teil des Films, der Amputationsszene.


    Ich für meinen Teil hatte jetzt keine Probleme damit. Gut, ich habe solche Dinge schon live gesehen, weswegen ich relativ resistent gegenüber solchen Bildern bin. Wobei ich zugeben muss das sich meine Nackenhaare, als er sich die Sehen durchtrennt hat, für ein- bis zwei Sekunden um einen Stehplatzt gerauft haben. Ganz anders sah es da bei meiner Freundin aus. Ab dem Moment wo er sich die Knochen brach, hat sie nur ein zwei kurze Blicke auf die Leinwand gewagt. Diese reichten jedoch aus das ihr kurzfrisitg übel wurde...


    Da stellt ich mir die Frage ob diese, wirklich harte Szene, notwendig ist. Auf der einen Seite denke ich das eben solche grausamen Bilder nichts für jederman sind und unter umständen den ganzen Film ruinieren können. Anderseits, das Leben ist nun einmal so brutal. Waraum also nicht die realität zeigen?


    Ganz sicher aber, ist diese durchaus realistisch dargestellte Szene definitiv nichts für einen Film der ab 16 Jahren freigegeben ist...

    Meinen ersten Kontakt mit dem "Black Dragon" hatte ich bereits vor mehreren Jahren. Damals hatte ich ein Bild des schwarzen Drachens in Moab gesehen. Seit dem brannte in mir ein Verlangen danach ihn selbst zu sehen. Im Frühjahr 2009 war es dann soweit, und ich konnte meine Neugier nicht mehr bändigen. So zog es mich in den Black Canyon.


    Wie bereits oben beschrieben, ist der Weg dort hin zwiespältig. Der erste Teil der Anfahrt ist relativ einach. Je näher man jedoch dem Drachen kommt, um so mehr gemeine Steine und Felsen liegen auf dem Weg. Ich habe die Angewohnheit das ich, sobald ich auf unbefestigtes Gelände komme, die Außenspiegel ganz nach unten stelle damit ich die beiden hinteren Reifen immer im Blick habe. Und was ich dort sah, gefiel mir überhaupt nicht. Mehr als einmal taten mir die Reifen richtig leid.


    Um die Pneus nicht übermäßig zu strapazieren, parkte ich ein paar hundert Meter entfernt vom Drachen.



    Der Weg sah eigentlich gar nicht so schlecht aus.



    Hier kann man aber erkennen das stellenweise ganz schön dicke Brocken im Weg lagen, die man überfahren musste.



    Ich brauchte schon ein bischen um die Felsenmalerein zu finden. Besonders bei den beiden rechten musste ich mehrmals hinsehen. Irgendwie hatte ich mir den Drachen größer vorgestellt. Allerdings ist das auch nur eine Frage der Perspektive. Wenn man direkt vor ihm steht ist der gar nicht mehr so klein. Seine Spannweite dürfte etwas mehr als zwei Meter betragen.






    Was mich jetzt allerdings wirklich interessieren würde ist, was hat den "Künstler" seinerzeit veranlast solche Geschöpfe zu malen?



    Auf jeden Fall empfehle ich jedem, der interesse an solchen Malereien hat, diesem Canyon einen Besuch abzustatten.

    Leider ist das mein einziges Bild vom eigentlichen Weg.



    Ungefähr da wo rote Line eingezeichnet ist geht der Pfad lang.



    Von dem Punkt wo die Linie unten rechts endet, beginnen die letzten 15 - bis 20 Höhenmeter die man hoch zur Kiva muß. Da gibt es dann eigentlich keinen festen Boden mehr, man bewegt sich quasi nur auf losem Geröll. Ich könnte mich in den Allerwertesten beißen das ich davon kein Bild habe.


    Ich denke man kommt auch mit Höhenangst dort hin, man sollte halt nur extrem vorsichtig sein. Versuchen würde ich es auf jeden Fall, abbrechen kann man ja immer.

    Wie ich bereits schon geschrieben habe, ist der einfachste Weg die False Kiva zu finden, beim Visitor-Center zu fragen. Die Ranger begrüßen es wirklich sehr wenn man sich vorher bei ihnen meldet und sich nach dem Weg erkundigt. Evtl. auch deswegen weil sie dann noch die Möglichkeit haben den Besucher für den Aufenthalt dort zu sensibilisieren. Bereits 2007 wurde mir dort erklärt das sich die False Kiva immer mehr verändert, da anscheinend viele Leute es für notwendig halten sich am Bau der Kiva zu beteiligen. Immer wieder legen Besucher Steine auf die bestehende Mauer um sie zu erhöhen. Das so etwas nicht im Sinne der Parkverwaltung und selbstverständlich auch nicht in unserem, dürfte auf der Hand liegen. Letzte Jahr hatte ich ein längeres Gespräch mit einem Ranger dem diese Entwicklung enorme Sorgen bereiteten, da es immer häufiger vorkommt. Das Schicksal vom Aztek Butte, der ja nicht weit entfernt von der False Kiva liegt, zeigt auch das es nicht bloß haltloses gerede ist.


    Auch wenn die Parkverwaltung einen Massenansturm auf die False Kiva verhindern will, tut ihnen (und euch selbst) den gefallen und schaut bevor ihr euch zur Kiva aufmacht, bei den Rangern vorbei. Sie werden euch garantiert alle notwendigen Infos geben. Und als netten Nebeneffekt erfährt man auch ein paar sehr interessante Hintergründe zur Kiva.


    Und wenn man dann an der Kiva ist, beherzigt auf jeden Fall das wichtige LEAVE NOTHING BUT FOOTPRINTS. Ich will mit Sicherheit noch einmal dort hin und würde mich, wie ihr auch sicher auch, freuen wenn ich alles so vorfinde wie ich es vom letzten Besuch noch in Erinnerung habe.



    Besonders der letzte Teil des Pfades hat es teilweise in sich. Auf einer Seite geht es steil bergab, auf der anderen steil bergauf. Und auf der Seite nach oben liegt massenhaft loses Geröll. Ein falscher Tritt kann hier katastrophal enden. Und auch wenn die Location zum Sonnenuntergang sein volles Potential entfalltet, so rate ich jedem der nicht ganz trittsicher ist, nicht zu lange mit dem Rückweg zu warten.



    Mit Schnee wird zwar das finden des Rückwegs einfacher (immer denn eigenen Spuren folgen :MG: ), jedoch der Anmarsch wird im letzten drittel richtig "tricky".


    Ich hatte bisher 3 mal, na ja - sagen wir besser 2,5 mal, das Vergnügen mit dem House on Fire.


    Der erste Versuch startete im Janaur 2007, allerdings erfolglos. Obwohl ich richtig war, konnte ich die Ruine nicht finden. Ich bin geschlagene 2 Stunden lang dem Canyon gefolgt. Das war schon sehr frustrierend, vier Stunden später wieder am Auto zu sein ohne ein Foto und ohne das brennende Haus gesehen zu haben. Das ganze ließ mir mehrere Wochen keine Ruhe, und so machte ich auf dem Rückweg einen mittelschweren Umweg um einen zweiten Anlauf zu wagen. Obwohl ich mir 100% sicher war das ich beim ersten Versuch richtig war, die Einträge in der Register Box sprachen eine eindeutige Sprache, fragte ich sicherheitshalber im Visitorcenter in den Natural Bridges nach. Dort konnte, oder wollte, man mir nicht weiterhelfen. Das House on Fire war dort niemanden bekannt. Voller Entdeckerdrang began ich am nächsten Morgen den entscheidenen Versuch. Die Sterne standen gut, und ich habe die Ruine auf anhieb gefunden. Da war ich Wochen zuvor ja meilenweit dran vorbeigelaufen und mußte schon etwas blind gewesen sein. OK, fairer weise muß ich schon sagen das ich mir das ganze etwas größer vorgestellt habe. Was die zweite Tour jedoch um das vielfache erschwerte war der zum Teil knietiefe Schnee der in den letzten Tagen zuvor gefallen war. Das erschwerte das vorrankommen ganz erheblich. Eine echte schinderei, aber diesesmal erfolgreich. Und die Einsamkeit und das perfekte Wetter entschädigten die Qualen.


    Ein Anmerkung zu den Bildern die man von dem House on Fire kennt. Es muß nicht zwangsläufig viel an den Farben gedreht werden um die Flammen richtig wüten zu lassen. Es müssen einfach nur ein paar Sachen passen und man muß das eine oder andere beachten:





    • Das Wetter muß mitspielen, man braucht knallende Sonne und keine Wolke am Himmel.
    • Auf den Schatten am Boden achten. Auf Silkes Bild sieht man den Schatten noch relativ weit rechts, bei meinem Bild ist der Schatten schon weit Richtung Ruine gewandert. Hier muß man so lange ausharren bis der Schatten gerade noch so den Bereich den man ablichten will bedeckt. Wie bei der Mesa Arch braucht man möglichst viel grelle Sonne die vom Boden auf die Decke zurück reflektiert wird. Dann klappts auch mit satteren Farben.
    • Und was für den Flammeneffekt elementar wichtig ist, ist der richtige Blickwinkel. Und hier gibts meiner Meinung nach nicht viele Möglichkeiten, weswegen sich doch viele Bilder vom House on Fire so gravierend ähnlich sehen.




    Zu guter letzte geht es dann doch nicht ganz ohne Photoshop und Co. Ich für meinen Teil habe mittels "Levels" (fragte mich nicht wie man das auf deutsch nennt) den Kontrast hochgezogen und verstärkt. Nebeneffekt ist natürlich auch eine Sättigung der Farben. Diese habe ich allerdings nicht verfremdet oder sonstig manipuliert.



    Für mich persönlich ist das House on Fire ein kleines Juwel. Aufgrund der einfachen Erreichbarkeit und Bekanntheit frage ich mich allerdings wie lange es noch dauert bis es das gleich Schicksal wie der Aztek Butte Ruine ereilt :traen: .

    Mein erster, und bisher einziger erfolgreicher, Versuch um zum Racetrack zu gelangen war im Frühjaher 2008.


    Ich erkundigte mich im Visitor Center bei einem Park Ranger über Anfahrtsstrecke und den Racetrack an sich. Zuerst wollte er wissen was ich für ein Fahrzeug hätte. Meinen Jepp Liberty hielt er für gut geeignet. Anschließend erkundigte er sich nach meinem Reserverad, meinen Vorräten sowie dem vorhandenem Sprit im Tank. Ein funktionierendes Reserverad sowie Verpflegung und Wasser für mind. 3 Tage sollte man zwingend für einen Notfall bei sich haben, meinte er. Die Strecke sei wegen der sehr spitzen und scharfen Steine ein regelrechter Reifenkiller. Einer von zehn würde sich auf dem Weg dorthin einen platten Reifen holen. Ermahnend erklärte er weiter ich solle auf keinen Fall schneller als 20mph fahren, dann sei die Gefahr eines Reifenschadens relativ gering.


    So sollte es dann auch sein. Stundenlang quälte ich mich und Wagen der nicht enden wollenden fießen Gravelroad entlang. Man braucht schon etwas Disziplin, den die Strecke lädt wirklich förmlich zu hohem Tempo ein. Vorbei an der Teakettle Junction bis hin zum eigentlichen Ziel. Nach einem kleinen Fußmarsch erreicht ich schließlich die wundersamen Steine.


    Ganz schöner Verkehr auf der Playa...



    Wurde wohl irgendwann langweilig, immer nur so geradeaus zu "rennen". Gut, biegen wir halt einfach im 90° Winkel ab...



    Oder spielen wir fangen...



    Jetzt aber Gas geben, sonst gibts noch einen Unfall...



    Unbeirrbar und unaufhaltsam wie eine Danpfwalze...



    Rennen bis zum Horizont...



    Mein Favorit konnte sich wohl nicht für eine Richtung entscheiden...



    Die längste Spur die ich fand, ging ich mit meinem GPS ab und kam auf eine zurückgelegte Strecke von etwa 280 Meter. Wo ich die ersten Stunden noch völlig alleine war, kam am späten Nachmittag eine Gruppe von 11 Fotografen mit 6 Jeeps. Anfänglich etwas betrübt über diese "Menschnmassen" stellte sich dann doch raus, das wir gut zusammenpassten. Es handelte sich über einen Workshop eines anscheinend relativ bekannten Fotografen. Alle waren sehr nett und rücksichtsvoll. Sobald man ein Foto machen wollte ging jeder sofort aus dem Bild. Und wie sich rausstellte, hatte sich einer von ihnen auf der Anfahrt einen platten eingefahren. Nach Sonnenuntergang zogen wir dann gemeinsam im Convoy los und verließen den Racetrack. In der pechschwarzen Dunkelheit schien die Strecke noch länger und staubiger zu sein. Als wir eine Ewigkeit später wieder Teer unter den Rädern hatten sammelten wir uns gemeinsam am Parkplatzt des Ubehebe Crater und untersuchten alle Reifen auf evtl. Schäden. Ich hatte das Gefühl als müßte ich jetzt jede einzelne Schraube am Wagen nachziehen. Anschleißend ratsche dir Gruppe zusammen noch über die Eindrücke die wir alle am Racetrack gesammelt hatten. Nach etwa einer halben Stunde lößte sich die Gruppe dann auf und jeder ging seine Wege.


    Im Januar 2010 wollte ich, zusammen mit meiner Freundin, wieder zum Racetrack raus. Da machte uns jedoch das verherrende Wetter das seit dem Vortag über dam Death Valley wütete einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Besonders für meine Chefin war das ein herber Verlust. Der Racetrack war auf ihrer Liste ganz weit oben. Hoffentlich haben wir im Herbst mehr Glück...

    Zur richtigen Jahrezeit ist der Maroon Lake einer der schönsten Orte dieser Welt.



    Das Problem mit der "richtigen Jahrezeit" ist halt wie an so vielen anderen Locations, das man mit hunderten anderen um einen guten Platzt zum fotografieren kämpfen muß.


    Abgesehen davon finde ich das das Laub erst im vollen Sonnenlicht so richtig zur Geltung kommt. Meiner Meinung nach ist es nicht zwingend notwendig zum Sonnenaufgang dort zu sein. Aber das ist sicherlich Geschmackssache. Den richtigen Zeitpunkt zu treffen ist auch schwieriger als es sich anhört. Exakt ein Jahr nach dieser Aufnahme stand ich wieder am selben Ort. Da war allerdings nur noch etwa 5% des Laubes vom Vorjahr in den Bäumen. Einheimischen zufolge hat man etwa ein Zeitfenster von max. einer Woche um die volle Laubpracht zu sehen. Und diese eine Woche wiederrum hat ein Zeitfenster von bis zu drei bis vier Wochen!!! Ich hatte 2008 schlicht Glück.



    Auch im tiefsten Winter hat Maroon Bells seinen Reiz.



    Allerdings rate ich dringend von einem Besuch im Winter ab. Diese Tour sollte sehr wohl überlegt sein. Wer nicht wirklich TOPFIT ist sollte im Winter davon absehen. Im Winter ist die Zugangsstraße ab dem Punkt wo die Tiergehege sind gesperrt. Das heißt man muß knapp 10 Kilometer bergauf zurücklegen um den See zu erreichen, um dann wieder 10 kilometer zurück zum Auto zu stolpern. In diesen Höhen ist das schon ziemlich anstrengend. Von der Lawienengefahr mal ganz abgesehen. Im Bereich des Sees war der Schnee so weich das ich vier mal hüfttief in den Schnee eingebrochen bin. Und obwohl die Sonne die Luft auf ca. 20° erwärmte, war es wegen dem Wind eisig kalt. Was auch nicht zu unterschätze sein dürfte ist die Tatsache, das ich auf den letzten acht Kilometern keinerlei Spuren von Längläufern oder Schnemobilen gesehen habe. Man ist unter Umständen ziemlich alleine dort oben. Ich denke es hat seinen Grund das Winterbilder von Maroon Bells relativ rar sind.



    Ich habe die Strapazen überstanden. Es war ganz sicher ein "one in a lifetime" für mich. Dafür habe ich es geschaft zwei mal am genau dem selben Standpunkt zu stehen, nur zu zwei unterschiedlichen Jahreszeiten ;) .