Posts by gemsmint

    22.09.2022 - Ein Tag im Arches NP - Windows Section und Double Arch


    Nach dem kurzen Stopp am Petrified Dunes Viewpoint fahren wir erneut in die Windows Section. Auch jetzt sind schon wieder vier Autos vor uns auf dem Parkplatz, auf dem es grade drei freie Parkplätze gibt. Überraschenderweise fahren zwei Autos vorbei und so gehört der dritte freie Parkplatz uns. Und der befindet sich auch noch direkt am Trailhead.

    Der erste Blick auf das North Window ist etwas ernüchternd. Unglaublich wie voll es hier ist. Alle scheinen es auf ein Foto im North Window abgesehen zu haben, daher wenden wir uns als erstes dem Turret Arch zu.

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    Der Weg dorthin ist nicht der Rede wert. Aber auch hier ist es sehr voll und es besteht das gleiche Problem wie beim Delicate Arch zuvor. Die Leute kraxeln hier im Arch herum, es kommt aber im Vergleich zum Delicate Arch nie der Moment, wo mal ganz kurz niemand im Bild ist. Dann gibt es wohl nur ein Foto mit Leuten.


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    Nächstes Ziel ist das South Window. Dies gefällt uns beiden schon deutlich besser. Niemand der hier reinklettern kann.


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    Da wir heute schon recht viel unterwegs waren, wollen wir nur den kurzen Loop also direkt wieder am North Window zurück zum Auto und von dort zum Double Arch. Leider bin ich aber wohl unbewusst falsch abgebogen (so erzähle ich es zumindest im Nachgang Marianne) und wir landen auf dem Primitive Loop. Im Nachgang betrachtet haben wir damit aber alles richtig gemacht. Nicht nur das der Trail schlagartig leer ist, bietet die Rückansicht auch eine tolle Ansicht von North und South Window.


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    Unser letztes Ziel für heute erreichen wir dann auch relativ zügig. Der Double Arch begeisterte mich schon in Indiana Jones und der letzte Kreuzzug und jetzt vor ihm zu stehen bzw unter ihm, ist schon ein sehr beeindruckender Moment. Wie winzig wir einfach im Vergleich sind.


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    Um 17.30 Uhr reiße ich mich dann aber nach einiger Zeit doch noch los und sammle Marianne ein, die sich ca. 200m vor dem Arch auf einen Stein gesetzt hatte. Sie ist stehend K.O. Gut wir sind jetzt auch seit 12 Stunden im Park und wir kratzen an der 30KM Marke.

    Sie fragt mich, ob ich denn jetzt alle Punkte abgearbeitet habe, was ich bejahe und wir machen uns auf den Weg zurück nach Moab. Hier machen wir uns kurz frisch und gehen zu Fuß zur Moab Brewery (ich musste die 30 KM ja noch voll machen :D). Für mich gibt es den sehr leckeren M.O.A.B. (Mother of all burgers) und ein nicht ganz so leckeres IPA.


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    Um 20.30 Uhr gehen bei uns die Lichter aus. Ein langer, wunderschöner Tag geht zu Ende.

    xtra Runde ;,cOOlMan;:

    Um dann wieder zig Autos vor uns zu haben. Nee lass mal, dann besser später nochmal zurückkommen :D

    Ich stelle fest, da war ich noch nie.

    Lohnt sich ;;NiCKi;:

    Dem kann ich mich nur anschließen. Haben den Punkt erst sehr spät mit aufgenommen aber zu keiner Sekunde bereut :)

    Gibt es. Unten an der Straße bei der Einfahrt.

    Habs bei Google Maps jetzt grade gesehen. Direkt in der Kurve beim Abbiegen von der Hauptstraße. Da hab ich wohl nie hingeguckt. Das Foto fehlt definitiv.

    Und ich dachte schon. :ohje:

    Um Gottes Willen, ich lass doch hier nix aus :D

    Klasse Bilder vom Arches NP,


    euer Tag ist super :clab: :clab:

    Danke, im Nachgang betrachtet einer meiner beiden Lieblingstage. Der zweite folgt aber erst noch :)

    Schönes Foto, der Delicate Arch ist und bleibt mein Favorit.


    Im Dezember waren kaum Menschen unterwegs, das war ein Vorteil. Demnächst im meinem Bericht... (genug Werbung ;) )

    Oh, da bin ich sehr gespannt :) Lag Schnee? Das würde mich ja sehr reizen :)

    22.09.2022 - Ein Tag im Arches NP - Garden of Eden, Balanced Rock, Park Avenue und Visitor Center


    Nächstes ausgegebene Ziel ist nun der Double Arch und die Windows Section. Schon auf der Hauptstraße durch den Park merken wir, wie sehr es sich mittlerweile gefüllt hat. Vor uns biegen auch drei Autos in die Windows Section ab und als wir am Parkplatz ankommen sind wir Auto Nummer sieben. Zwei bekommen einen Parkplatz und für uns bleibt die Frage extra Runde oder aber zurück in Richtung Hauptstraße und zum nächsten Ziel. Wir entscheiden uns für letzteres und fahren zum Parkplatz des Garden of Eden.

    Wir laufen hier ein wenig hin und her und ich komme einfach nicht drum herum zu sagen, ich sehe hier nur Penisse. Nennt mich kindisch oder was auch immer aber der Blick erinnert mich an nichts anderes :D


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    Mich begeistert diese Ecke auch nicht wirklich und so entscheiden wir recht zügig einfach weiterzufahren in Richtung Balanced Rock. Hier ist es dann so richtig richtig voll, schütten doch grade zwei Reisebusse ihre Insassen aus. Da sich alle sofort auf den kurzen Trail rund um den Balanced Rock stürzen, begnügen wir uns mit der Aussicht vom Parkplatz. Die klassische Ansicht also und ich bin auch gar nicht traurig drum, weil mir die schon ausgesprochen gut gefällt. Ich könnte den ganzen Tag dem Felsen zusehen, wie er dort oben balanciert :laugh:


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    Wir wollen aber natürlich unseren Tag hier voll ausnutzen also geht es nun in Richtung Visitor Center, halten aber am Courthouse Towers Parkplatz. Zeit sich erneut ein wenig die Beine zu vertreten und so machen wir uns auf den Weg auf den Park Avenue Trail. Der Trail geht von hieraus zunächst durch eine Art Flussbett immer weiter hinein in die "Park Avenue". Mit jedem Meter wachsen die Wände rechts und links höher hinaus, allerdings noch nicht hoch genug, um die Sonne komplett zu verdrängen. So schwitzen wir trotz der geringen Steigung sehr, da der Trail voll in der Sonne liegt und die Wände rechts und links den Wind fern halten.

    Die letzten Meter liegen dann zum Glück im Schatten, als es dann Steigungstechnisch etwas anzieht hoch zum Park Avenue Overlook. Von hier sieht es jetzt richtig beeindruckend aus und ist auch eine totale Abwechslung vom bisher gesehenen.


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    Den gleichen Weg geht es nun wieder zurück. Nur bergab und noch beeindruckender als berghoch mit dem Blick auf den Tower of Babel, die Three Gossips und Courthouse Towers.


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    Zum ersten Mal im Urlaub freuen wir uns auf die Klimaanlage im Auto und auf die eiskalte Erfrischung aus der Kühlbox. Es geht weiter zum Visitor Center, welches wir heute morgen noch links bzw. in diesem Fall rechts liegen lassen mussten, da es ja noch nicht auf hatte. Zudem wollte ich unbedingt noch ein Foto mit dem Parkeingangsschild und was wäre ein Parkbesuch ohne Stopp im Visitor Center. Zugegeben ich gucke meist nur nach Merchandise und sehe mehr die Ausstellungen immer nur in einem sehr schnelle Tempo an, es gehört aber einfach dazu.

    Am Grand Canyon als auch im Canyonlands hatte ich beschlossen mir fortan nur noch Caps anstatt Patches zu kaufen und so auch heute.....nicht. Ausschlaggebend war einfach der Preis. Haben die Caps am Grand Canyon und Canyonlands noch 25$ bzw. 20$ gekostet möchte man hier 35$. Wohlwissend, dass ich diese Entscheidung in den nächsten Tagen bereuen werde, machte ich mich auf die Suche nach dem Parkeingangsschild.

    Jetzt aber mal ganz offen die Frage. Gibt es das hier überhaupt in der Form, wie in den anderen Nationalparks? Oder gibt es nur das Exemplar am/im Visitor Center. Also dieses:

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    Etwas frustriert (also zumindest ich) machen wir uns dann wieder auf zurück in den Park. Ein Bereich musste ja verschoben werden, da wir keinen Parkplatz gefunden haben. Und ich gehe hier heute nicht raus, ohne dort auch gewesen zu sein. Als wir auf der Ebene nach dem ersten Anstieg ankommen, sehen wir jetzt sehr schön die La Sal Mountains, die im Gegensatz zu heute Vormittag gar nicht mehr wolkenverhangen sind. Die Entscheidung am gleichnamigen Overlook anzuhalten, fällt daher gar nicht schwer. Insbesondere weil man auch von hier einen schönen Blick auf Teile der Park Avenue hat.


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    Wir halten noch am Petrified Dunes Viewpoint, bevor wir erneut in die Windows Section abbiegen.


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    22.09.2022 - Ein Tag im Arches NP - Windows Section und Double Arch

    22.09.2022 - Ein Tag im Arches NP - Delicate Arch


    Am Trailhead zurück suchen wir erstmal die stillen Örtchen auf und snacken ein wenig am Auto. Um 11.15 Uhr drängle ich aber zum weiterfahren, wie gesagt ich hab hier noch ein bisschen was vor. Auf meiner Liste steht als nächstes der Sand Dune Arch. Die Fahrt zum Trailhead ist nicht der Rede wert und schneller als es Marianne lieb ist, bewegen wir uns wieder. Im Vergleich zu grade ist der Trail zum Sand Dune Arch aber einfach nur lächerlich kurz. Ein entscheidender Unterschied ist bei solch kurzen Wanderungen aber, dass es um ein vielfaches voller ist. So auch hier. Mir turnen hier einfach ein wenig zuviele Leute herum und nachdem wir ein paar Fotos ohne andere Menschen auf dem Bild endlich hinbekommen, gehen wir auch zügig zum Auto zurück.

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    Nächster Haltepunkt für uns ist der Fiery Furnance Viewpoint. Die Landschaft hier gefällt mir sehr. Zu gerne würde ich hier die Wanderung machen, aber dies geht ja bekanntlich nur mit einer geführten Tour. Ich weiß grade gar nicht mehr, ob diese einfach nicht mehr in das Programme passte oder ob diese noch gar nicht wieder angeboten wurden.


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    Zurück im Auto lassen wir den Salt Valley Overlook links liegen und fahren zum Panorama Point. Hier gibt es einen schönen Rundumblick über den Park. Was man aber auch gut sehen kann, sind die heraufziehenden Wolken. Da fällt mir direkt wieder die Wettervorhersage von gestern ein, die Regen für den Nachmittag voraussagte. Ich hole also mein Handy heraus und studiere den Wetterbericht, schließlich wollen wir eigentlich den Sonnenuntergang am Delicate Arch sehen. Eine große Hilfe ist die aktuelle Vorhersage aber nicht. Regenwahrscheinlichkeit 50%. Toll....und jetzt?


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    (weiß jemand, was wir hier sehen?)


    Wir entscheiden uns, dass wir den Delicate Arch Trail jetzt bereits machen. Dann gehen wir heute Abend kein Risiko ein und werden im Zweifel auch nicht enttäuscht. Wir fahren zum Trailhead, wo wir kurz unseren Rucksack neu packen und uns direkt auf den Weg machen. Irre finde ich hier am Parkplatz die Gesteinsfärbungen.


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    Der Trail ist sehr gut besucht, was uns beim Überholen teilweise sehr stört, da man kaum vorbeikommt. Über den Slickrock lässt es sich hier aber bedeutend leichter laufen als noch im Devils Garden. Trotz einer Wolken brennt die Sonne schön vom Himmel herab. Zum Glück ist es aber gleichzeitig sehr windig, so dass es sich alles noch in Grenzen hält und der Schweiß schnell getrocknet wird.

    Die letzten Meter zum Delicate Arch sind dann allerdings ein einziges Stop and Go, weil uns sehr viele Leute auf dem recht engen Weg entgegenkommen. Nach etwas mehr als einer halben Stunde sehen wir ihn dann aber endlich, den Delicate Arch. In real wirkt er noch viel beeindruckender als auf Fotos. Aufgrund der offenen Flächen hier oben ist es aber auch sehr windig und wir bekommen zur Begrüßung erst einmal eine Sandstrahlung. Aufgrund des Windes, möchte Marianne hier oben sitzen bleiben, während ich ein wenig in den "Kessel" hinabsteige. Ich möchte ein wenig näher gehen, um ein paar schöne Fotos machen zu können. Gar kein leichtes unterfangen, dank der Leute, die hier gerne ein Foto im Arch machen möchten. Am Ende gelingt es mir dann aber irgendwie.


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    15 Minuten verbringen wir insgesamt hier oben, bevor wir uns auf den Rückweg machen. Nach ein paar Metern entdecke ich noch ein kleines "Fenster", hinter dem der Delicate Arch auch nochmal schön zur Geltung kam. Allerdings ein Foto ohne Menschen zu bekommen, ist aufgrund des Winkels einfach nicht möglich.


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    Der Rückweg ist schnell gemacht und wir entscheiden uns auch noch den kleinen Schlenker zu den Petroglyphen mitzunehmen. Wenn es schon quasi auf dem Weg liegt, warum nicht.


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    Auch an Wolfe's Ranch halten wir kurz und versuchen Fotos ohne Gitter vom Inneren zu bekommen.


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    Zurück am Auto freuen wir uns beide über ein kaltes Getränk, ist es doch mittlerweile schon ziemlich warm. Zwar noch nicht ganz 30 Grad aber im Vergleich zu den letzten Tagen ein rapider Sprung nach oben.


    22.09.2022 - Ein Tag im Arches NP - Garden of Eden, Balanced Rock, Park Avenue und Visitor Center

    So die Pause war leider etwas länger als gewünscht, aber wie so häufig ist nach dem Urlaub meist erstmal die Hölle los. Aber hey, der nächste Urlaub ist auch nur noch 14 Tage entfernt, daher machen wir hier schnell mal weiter, bevor der nächste USA Urlaub startet und ich hier nicht mit dem letzten fertig bin :)

    oha, das war aber nicht der normale Weg?

    Das war der ganz normale Weg. Man hätte sie wie vermutet links entlang tasten müssen, aber irgendwie war das für meine Schuhe zu schmal. Und Halt auf der Schrägen gab es einfach keinen. Meine Freundin hat es geschafft, nur ich hab den Satz nach unten gemacht. Zum Glück ist dabei nix passiert.

    Schade, dass ihr nicht durch das untere O durchgeklettert seid. Von hinten hat man einen genialen Blick auf den Arch.

    Seine Schokoladenseite hat er eindeutig von der anderen Seite und die kannst du hier in meinem Bericht sehen

    Ich habs mir angesehen und mir fiel es ein, dass ich das schonmal gesehen hatte. Schade, dass mir die Erkenntnis nicht vor Ort kam. Dann das nächste Mal :)

    Ich habe deinen RB etwas spät gesehen, aber bin schnell zu euch ins Auto gesprungen. Eure Anreise war ja echt ein Krimi, soetwas braucht keiner

    Da träum ich noch nachts von. :gg: Zum Glück waren wir die ersten beiden Tage in Vegas. Eigentlich wollte ich ja schon am Anreisetag bis Kingman, um am nächsten Morgen direkt zum Grand Canyon zu fahren. Das wäre die Hölle geworden, wenn ich nach der Anreise noch zum Grand Canyon hätte fahren müssen

    Schade, dass euch das Wetter öfters im Stich gelassen hat, aber ihr habt das beste daraus gemacht :!!

    Ich verspreche, dass das Wetter ab jetzt nur noch gut ist. Die ersten Tage haben gereicht :)

    Das war im April total anders. 1 Stunde Wartezeit, Fahrzeuge "ohne" wurden gnadenlos zurück geschickt.

    Das würde mich auch sehr interessieren, ob das fünf Minuten später, sprich ab sechs Uhr anders gehandhabt wurde. Und mich würde interessieren, wieviele Leute vor mir ohne einen timed entry eingefahren sind. Aber das wird wohl für immer ein Rätsel bleiben :D



    An der Stelle gibt es jetzt eine Berichtspause von ca. 10 Tagen, da es morgen zum Ski fahren nach Südtirol geht. Danach muss es zügig weitergehen, da der nächste USA Urlaub auch nicht mehr allzulang auf sich warten lässt :SCHAU:

    22.09.2022 - Ein Tag im Arches NP - Devils Garden Trail - Teil 2


    Nach den kleinen Abstecher zu den Arches geht es nun auf dem Trail weiter. Dem Weg kann man gut folgen und langweilig wird es aufgrund der Wegführung zu keiner Zeit. Entweder man hat tolle Aussichten oder man klettert ein wenig. Sehr kurzweilig das ganze. Auf der Karte wird als nächstes der Dark Arch Overlook angezeigt, den wir auch ansteuern. Direkt vor dem "Fenster" steht aber ein Reh und wir möchten es ungern erschrecken oder vertreiben. Allerdings bewegt sich das Reh zehn Minuten nicht vom Fleck und schlürft stattdessen genüsslich aus der Pfütze.

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    Auch wir verpflegen uns in der Zeit ein wenig aber weiterhin passiert nichts, so dass wir uns langsam aber sicher dem Reh nähern. Als wir sehr nah sind, springt es dann aber zur Seite und wir haben eine freie Sicht auf den Dark Arch. Viel faszinierender ist aber die Weitsicht. Hab ich schon gesagt, dass der Trail bisher ein einziges Highlight ist. Ich bin einfach nur begeistert.


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    Als nächstes steht der Double O Arch auf der Liste. Diesen nährt man sich auf einer Art Grat. Dieser bietet bereits einen tollen Blick (und im Nachgang betrachtet auch den aus meiner Sicht besten Blick).

    Von hier aus ist auch bereits der Dark Angel zu sehen, zu dem wir gleich weitergehen möchten.


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    Wir steigen nun vom Grat herab und befinden uns auf einmal in einer Art kleinem Labyrinth. Jedenfalls bin ich falsch abgebogen und wir kommen einfach nicht zum Double O Arch. Irgendwann wird es mir dann zu blöd und ich gehe den Weg zurück und wie es so ist habe ich direkt am Anfang den Abzweig zum Double o Arch verpasst. Auch von hier unten sieht er toll aus, aber von oben gefiel es mir dann aber doch ein klein wenig besser.


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    Danach suchen wir dann als nächstes den Abzweig zum Dark Angel aber auch hier ist die Lösung recht einfach. Direkt am Double O Arch abbiegen. Wenn man nur die Schilder sehen würde, die direkt vor einem stehen. :D

    Der Weg zum Dark Angel ist schnell beschrieben. Einmal bergab und einmal bergauf und schon ist man da. Mittlerweile ist es bereits ziemlich warm geworden und wir machen eine kurze Pause. Im Nachgang betrachtet ist der Abstecher für mich kein Muss, der Ausblick von vorhin reicht aus meiner Sicht komplett aus.


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    Nachdem wir zurück an der Abzweigung sind, wird es nun langsam aber sicher schwieriger dem Weg zu folgen. Bis zum Abzweig zum Private Arch ist es jedoch noch kein größeres Problem. Das es natürlich unser Ziel ist, alle Arches auf dieser Runde zu besuchen, nehmen wir natürlich auch den Abzweig zum Private Arch. Auf dem Weg begegnen wir erneut einem osteuropäischen Pärchen, das uns bereits vorher am Dark Angel aufgefallen war. Warum erinnere ich mich an die beiden. Ganz einfach, die Frau hatte ihr T-Shirt hochgezogen und riss es immer schnell runter, sobald sie andere Wanderer sah. Ich fand es jedenfalls sehr unterhaltsam, weiß aber nicht, wie darauf die Amis so reagieren würden. Die beiden sollten aber von nun an unsere ständigen Begleiter bleiben.

    Aber zurück zum Private Arch, der für mich zu einem der schönsten Arches gehört. Das er so versteckt liegt macht ihn zusätzlich interessant. Ich frage mich daher die ganze Zeit, wie lange es wohl gedauert hat, bis diesen Arch jemand entdeckt hat.


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    Wir halten uns hier aber auch nicht sehr lange auf, schließlich habe ich für heute noch große Pläne.

    Zurück am Abzweig ist es nun immer schwerer dem Trail zu folgen und ich hole des öfteren mein Handy heraus um ein wenig zu navigieren. Dann stehen wir plötzlich auf einem Slickrock und vor uns gibt es nur einen Weg. Steil bergab. Fürs Laufen zu steil, für springen zu hoch, aber dafür stehen hier ja bestimmt diese zwei übereinanderstehende, sehr stabil aussehenden Baumstämme. Ich setze mich also auf meinen Hintern strecke ein Bein aus rutsche ein Stück nach vorne, der Fuß setzt auf dem Baumstamm auf, welcher sofort nachgibt und nach links rutscht. Zum Glück verhakt er sich im letzten Moment, bevor ich ganz nach unten falle. Den Rest kann ich jetzt gut herunterklettern. Ich stelle den Baumstamm wieder auf und Marianne macht es mir nach. Allerdings stütze ich den Baumstamm ein wenig, damit er nicht so wie bei mir nachgibt. Als Marianne unten ist, stelle ich den Baumstamm erneut auf, da das osteuropäische Pärchen uns direkt an den Fersen klebt und sich das Schauspiel grade in aller Ruhe angesehen hat.


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    (sieht auf dem Bild gar nicht so hoch aus, die interessante Konstruktion in der Bildmitte)

    Ein paar Meter weiter muss ich erneut das Handy zücken, als wir aus meiner Sicht in einer Sackgasse stehen. Aber nein sagt der GPS Track, drehe dich um 180 Grad und gehe einfach diesen Slickrock steil berghoch. Gesagt getan. Nun stehen wir beide erneut auf einem Slickrock und fragen uns, wie wir denn hier auf den unten entlanglaufenden Weg gelangen? Wie soll man hier bitte runterkommen? Aus meiner Sicht kann muss man sich links entlang tasten und dann einen kleinen Sprung von vielleicht 1-1,5 Metern machen. Aber bereits das links entlang tasten klappt nicht. Man hat überhaupt keinen Halt, und es ist nicht ein Zentimeter eben auf dem Slickrock. Und zum Festhalten gibt es auch so gut wie nichts. Vor uns geht es vielleicht 5 Meter steil bergab. Aber dazwischen ist eine kleine nicht ganz so steile Zwischenebene, die ist nun mein Ziel. Ich hocke mich hin und will auf den Füßen leicht abrutschen, was aber überhaupt nicht klappt. Stattdessen rutsche ich voll ab, knalle auf die Zwischenebene und es geht den direkten Weg nach unten. Meine einzigen Gedanken sind, dass war es dann mit dem Urlaub, du wirst dich verletzen. Ich schlage noch zweimal mit dem Hintern hart auf dem Felsen auf und lande dann wie durch ein Wunder auf meinen Beinen. Außer Schürfwunden und Prellungen hab ich nichts. Gut, ich bin also schonmal unten. Die Absteigeoption von mir ist keine, die sich Marianne zum Vorbild nehmen sollte. Von daher versuche ich von hier unten ein wenig zu dirigieren. Mir erscheint immer noch meine erste Option, links am Fels vorbei, am Besten zu sein. Marianne nimmt mehrere Anläufe und irgendwie schafft sie es und muss nur einen kleinen Sprung machen, bei der ich ihr natürlich helfe.

    Grade als wir weiterlaufen wollen, kommt das osteuropäische Pärchen an der Stelle an und erkundigt sich, wie wir den Abstieg gemeistert haben. Marianne erklärt ihren Weg und wir warten, bis die beiden die Stelle sicher gemeistert haben.

    Der Weg ist fortan wieder leicht zu finden und abgesehen von einem Wasserloch, welches wir auf den darin versenkten Baumstämmen mit den Händen an der Wand entlang überqueren, verlassen wir den Primitive Trail. Nach rund 4 Stunden sind wir zurück am Trailhead. Was für eine geile Wanderung.


    22.09.2022 - Ein Tag im Arches NP - Delicate Arch

    Ihr habt echt viel unternommen, obwoh das Wetter so bescheiden war :!!

    Regen hin oder her, im Hotelzimmer hocken kam für uns nicht in Frage, daher haben wir glaub ich am Ende das Beste draus gemacht.


    Genau das gleiche habe ich mir auch gedacht. Die Farben sind echt super, sie leuchten richtig. Alles wie frisch gewaschen :!!

    Respekt! Wir haben da bei wesentlich schönerem Wetter keine so tollen Fotos schießen können :clab:

    Es kann echt sein, dass der Upheaval Dome vielleicht deshalb mich nie umgehauen hat und dann vor Ort echt einfach nur schön war.

    Beim raussuchen der Fotos denke ich mir grade aber auch, dass es mit den Wolken echt schöne Fotos geworden sind.

    22.09.2022 - Ein Tag im Arches NP - Devils Garden Trail


    Der Nachmittag des Vortags war schon ins Wasser gefallen und auch für heute sind Regenschauer bzw. Gewitter vorhergesagt. Umso überraschter bin ich, als wir um 4:45 Uhr aufstehen und am Himmel Sterne sehen können. Die Motivation geht schlagartig in die Höhe und um 5:30 Uhr fahren wir los. Wir haben einen timed entry für 6 Uhr, sind aber bereits um 5:50 Uhr am Eingang. Aber nanu, alle Kassenhäuschen sind voll besetzt und wir müssen sogar kurz warten. Den timed entry Wisch will niemand sehen (vielleicht weil wir vor sechs Uhr dort sind?!), lediglich der Nationalparkpass muss vorgezeigt werden. Vor uns sehen wir schon einige Autos sich im Dunkeln die Straße hinauf schlängeln. Unser erstes Ziel für heute ist der Devils Garden Trail. Die Autos vor uns biegen nach und nach alle zu unterschiedlichen Zielen ab und um 6:20 Uhr stehen wir als eines der ersten Autos auf dem Parkplatz. Es ist noch stockfinster und ich war noch nie ein Freund von im Dunkeln starten, wenn es nicht absolut notwendig ist. Stattdessen frühstücken wir selbstgemachte Bagels und warten darauf, dass es heller wird. Um kurz vor sieben Uhr ist es dann hell genug um loszulaufen. Der Trail gefällt uns beiden auf Anhieb. Bereits nach einigen Metern sehen wir die ersten Tiere direkt am Wegesrand stehen, unbeeindruckt von uns Menschen.

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    Ein paar Meter weiter biegen wir direkt in Richtung Pine Tree und Tunnel Arch ab. Wir schlagen zunächst den Weg in Richtung Pine Tree Arch ein. Der Blick durch den Arch wird dann aber leider ein wenig durch eine Gruppe gestört, die direkt hinter dem Arch ein kleines Frühstück macht.


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    Der Tunnel Arch hingegen liegt noch total ruhig. Außer uns sind nur eine weitere Wanderin und ein paar Tiere hier.


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    Beide Arches versprechen einen tollen Tag und so machen wir uns direkt weiter zu einem der Highlights der Runde. Dem Landscape Arch. Hier entledige ich mich erstmal meiner langen Hosenbeine und meiner Jacke. Es ist mittlerweile schon recht angenehm und sobald es gleich richtig bergauf geht, fange ich eh an zu schwitzen.

    Der Landscape Arch ist schon gut besucht und wir machen ein paar Fotos. Als wir uns grade aufmachen wollen und dem Landscape Arch bereits den Rücken zugewendet haben, wird es schlagartig etwas lauter und jemand ruft "look". Wir drehen uns beide sofort um und sehen grade, wie die Sonne den Landscape Arch anleuchtet. Wie konnte ich nur den Sonnenaufgang vergessen?


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    Nach kurzer Zeit war das Schauspiel aber auch wieder vorbei. Was für ein Start in den Tag, wo die letzten beiden Tage doch so durchwachsen waren.

    Als nächstes geht es jetzt für uns auf den primitive Trail und direkt zu Beginn geht es steil einen Slickrock hoch. So sagt es zumindest die Frau, die ein paar Meter hinter uns geht und meine Unsicherheit hinsichtlich des Weiteren Weges mitbekommt. Dies liegt aber an einer Gruppe die nicht den Slickrock hochläuft, sondern links herumgeht. Als wir oben ankommen, sehen wir eben jene Gruppe wieder. Der weitere Weg führt uns nun zum Navajo und Partition Arch. Zu letzterem gehen wir als erstes und der Arch wird grade wunderschön von der Sonne durchleuchtet.


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    Der Navajo Arch hingegen liegt noch total im Schatten. Hier gefällt mir aber der kleine Slot hinter dem Arch mit der kleinen "Oase" sehr gut.


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    22.09.2022 - Ein Tag im Arches NP - Devils Garden Trail - Teil 2

    21.09.2022 - Unterwegs im Canyonlands Island in the sky District - Teil 2


    Als nächstes Ziel habe ich nun den Candlestick Tower Overlook ausgegeben. Hatten wir ihn grade noch vom Whale Rock gesehen, so machte der Blick von dort Lust auf den Overlook. Doch auf dem Weg zum Overlook sehen wir schon das wird nichts mit Overlook. Bzw. wir sehen so gut wie nichts, denn genau jetzt zieht eine dicke Wolke über den Overlook hinweg und man hat nicht nur keine Fernsicht man hat auch keine Nahsicht. Vielleicht ändert sich das ja auf dem Rückweg sagen wir uns und fahren daher erstmal weiter. Orange Cliffs Overlook sagt die Map ist der nächste Viewpoint, der auf der rechten Fahrbahnseite liegt, also fahren wir dort als nächstes hin.

    Leider gefällt uns dieser nicht so gut, wie die bisherigen, daher ist der Aufenthalt hier nur relativ kurz und ich mache auch lediglich ein einziges Foto.


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    Schnell geht es daher zurück ins Auto und zum Grand View Point Overlook. Hier ist es brechend voll. Vor uns sind fünf Autos und nach der ersten Runde sind weiterhin drei vor uns. Nach der zweiten Runde ist dann niemand mehr vor uns aber es fährt auch niemand weg. Kurz bevor wir in Runde vier abbiegen sehe ich im Rückspiegel, wie jemand in sein Auto einsteigt. Viel zu schnell beende ich die Runde und biege kurz vor einer neuen Fahrzeugkolonne auf Runde vier ein. Was ein Glück, dass niemand vor uns ist, so fahren wir zügig durch zu dem grade freiwerdenden Parkplatz.

    Da das Wetter grade passt, weil es nicht regnet, entscheiden wir auch, dass wir den Trail bis zum Ende laufen. Zu Beginn gibt es tolle Ausblicke und viele der hier stehenden Leute, machen bereits nach diesem Anblick wieder kehrt.


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    Ich finde aber es lohnt sich ein wenig weiter zu gehen, da man einen wenig freieren Blick erhalten kann.


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    Wo wir aber schonmal hier sind, gehen wir den Trail aber natürlich noch bis zum Ende. Kurz vor Ende des Trails geht es in leichter Kletterei auf einen Felsen, was 90% der Leute hier jedoch nicht schaffen. Allerdings ist die Sicht von hier oben doch arg eingeschränkt und entspricht nicht ganz meiner Hoffnung.


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    Immerhin bietet sich ein amerikanisches Pärchen an von uns ein paar Fotos zu machen, was wir dankend annehmen.

    Wir machen uns nun auf den Rückweg und nach rund 200 Metern fängt es leicht an zu regnen. Leider regnet es mit jedem Meter den wir vorwärts kommen immer stärker. Wir wollen einfach nur noch zum Auto, welches wir nach 20 Minuten auch komplett durchnässt wieder erreichen. Was nun? Eigentlich möchte ich noch gerne zum White Rim Overlook, was wir aber schnell verwerfen.

    Wir entscheiden uns zurück in Richtung Moab zu fahren, in der Hoffnung, dass sich das Wetter ein wenig bessert. Dann können wir ggf. den ein oder anderen Trail noch in der Umgebung machen.

    Auf dem Weg zurück halte ich noch einmal kurz am Shafer Trail Viewpoint (nicht zu verwechseln mit dem Overlook, wo wir zuvor waren.) Hier mache ich nur kurz ein paar Fotos, bevor ich schnell wieder ins Fahrzeug flüchte.


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    Am Visitor Center ergattern wir noch einen Parkplatz. Wir möchten uns gerne umsehen und hoffen, dass der Regen vielleicht auch wieder abklingt. Ich kaufe mir ein neues Cap und beschließe von nun an Caps anstatt Patches in den Nationalparks zu kaufen.

    Draußen hat sich die Situation in der Zwischenzeit kein Stück geändert also fahren wir nach Moab. Unterwegs holen wir noch Quesadilla und sind um 15:30 Uhr auf unserem Zimmer. Ich schaue noch alle halbe Stunde aus dem Fenster aber es regnet die ganze Zeit und um 18 Uhr beschließen wir einfach früh schlafen zu gehen. Für morgen haben wir einen timed entry im Arches NP zwischen 6 und 7 am. Und wer uns kennt weiß, dass wir eher um 6 als um 7 Uhr dort aufschlagen möchten.

    Daher geht zeitig um 20.30 Uhr das Licht aus.


    22.09.2022 - Ein Tag im Arches NP - Devils Garden Trail

    21.09.2022 - Unterwegs im Canyonlands Island in the sky District - Teil 1


    Der Regen begleitet uns nun auf der Fahrt hoch in den Island in the sky District. Trotz des Wetters sind einige Leute unterwegs. Interessant finde ich immer die Fahrweise einiger Amerikaner. Ist die Straße grade, wird gebrettert, kommt eine Serpentine oder wird die Strecke kurviger, fährt man fast hintendrauf.

    Der Weg zieht sich länger als ich es erwartet hätte und am Kassenhäuschen ist sogar ein kleiner Stau. Unser erster Stopp soll dem Visitor Center gelten, allerdings finden wir hier keinen Parkplatz und entscheiden uns diesen auf dem Rückweg erneut anzusteuern.

    Wir fahren daher zum Parkplatz des Shafer Canyon Overlooks. Der Regen hat mittlerweile stark nachgelassen und es nieselt quasi nur noch. Aufgrund des kurzen Wegs laufen wir auch ohne Jacken los und genießen die erste Aussicht. Mit ein bisschen Kletterei kann man auch einen schöne Viewpoint mit Blick auf die Serpentinen erreichen. Schwindelfrei sollte man allerdings schon sein.


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    Lange halten wir uns hier aber nicht auf, dazu ist es dann doch zu nass.

    Ein Besuch im Island in the sky district ist eigentlich für übermorgen vorgesehen, von daher ist mein Ziel heute Punkte anzufahren, die wir übermorgen nicht noch einmal ansteuern werden und die schnell zu erreichen sind, dass man im Fall der Fälle auch schnell wieder im Auto ist.

    Einer dieser Punkte, die ich für übermorgen nicht vorgesehen habe, ist der Upheaval Dome. Zu diesem machen wir uns nun auf. Unterwegs sehe ich dann plötzlich den Whale Rock und mir fällt ein, dass es hier auch einen kurzen Trail gibt.


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    Also ab auf den Parkplatz, Regenjacken an und los gehts. Kennt ihr das auch mit Regenjacken? Hat man sie an, ist einem sofort zu warm, man fängt an zu schwitzen und will sie nach 5 Minuten wieder ausziehen. So geht es mir jedenfalls immer und heute auch wieder. Da werde ich lieber nass. Die Jacke landet kurzerhand wieder im Rucksack.

    Der Weg ist kurz, teilweise steil und eigentlich gibt es keinen richtigen Trail. Das Ziel hat man die ganze Zeit im Blick und verfehlen geht einfach nicht. So sind wir nach kurzer Zeit auch oben und genießen die 360 Grad Umsicht. Insbesondere der Candlestick Tower ist schön zu sehen.


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    Auf dem Weg nach unten hört es dann auf zu regnen und ich habe die Hoffnung, dass wir heute doch noch einiges machen können. Also weiter zum Upheaval Dome. Der Parkplatz ist schon überfüllt, sehe aber grade jemanden wegfahren als ich ankomme. Die Parklücke ist für amerikanische Verhältnisse recht eng, für europäische aber durchaus ausreichend und so stehen wir quasi in der ersten Reihe. Der Weg hoch zum First Overlook ist schnell gemeistert, allerdings ist aufgrund eines vorgelagerten Felsen die Sicht etwas eingeschränkt.


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    Also gehts für uns schnell zum Second Overlook weiter. Die Sicht von hier gefällt mir außerordentlich gut und ich bin froh, dass wir den Upheaval Dome noch eingebaut haben.

    Bisher hatte der Trail mich auf Fotos nicht begeistern können, aber in real find ich es doch sehr ansprechend und die Story dahinter tut sein übriges.


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    Der Rückweg zum Auto dauert nicht lange und wir sind beide überrascht, wie voll es doch geworden ist. Mittlerweile ist die ganze Zufahrt zugeparkt und wir machen jemanden sehr glücklich, als wir unsere Parklücke verlassen.

    Nächster Stop ist der Green River Overlook. Die paar Meter vom Parkplatz zum Overlook sind nicht der Rede wert und trotz der vielen Menschen, können wir die Aussicht genießen.


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    21.09.2022 - Unterwegs im Canyonlands Island in the sky district - Teil 2

    21.09.2022 - Improvisieren am regnerischsten Tag des Urlaubs


    Da wir gestern Abend bereits beschlossen haben heute nicht in den Needles District zu fahren, da es heute laut Wetterbericht durchregnen soll, entscheiden wir uns früh aufzustehen um den Sonnenaufgang am Needles Overlook zu bestaunen. (Jetzt beim schreiben dieser Zeilen fällt mir auf, wie schwachsinnig doch der Gedankengang war. :laugh:)

    Jedenfalls stehen wir um 4:07 Uhr auf, der Jetlag hat uns weiterhin fest im Griff. Wir machen uns zügig fertig und verlassen sehr zeitig das Motel. (An der Stelle nochmal eine Empfehlung für das Atomic Blue Motor Inn - frisch renovierte kleine Zimmer, sehr sauber und preislich top - wer keine großen Ansprüche hat und ein wenig sparen möchte im Vergleich zu Moab, wird hier fündig)

    Es ist noch stockfinster als wir aufbrechen und auf den Straßen ist so gut wie nichts los. Die Abzweigung kommt schneller und überraschender als erwartet und ich muss fast ne Vollbremsung hinlegen um die Abbiegung nicht zu verpassen. War vorher schon nichts los, so sieht man nun gar keine Autos mehr. Nur Vögel, die anscheinend auf der Straße schlafen und schnell wegfliegen, als wir näher kommen. Auf ca. halbem Wege zum Overlook entdecke ich rechts ein etwas größeres Tier am Rand der Straße sitzen. Das wird doch jetzt nicht....scheiße doch....Das Tier rennt los, Sekundenbruchteile bevor wir vorbeifahren wollen. Ich lege eine Vollbremsung hin ziehe nach rechts und irgendwie schaff ich es das Tier nicht zu treffen. Puh, jetzt bin ich aber sowas von hellwach.

    Die Fahrt zieht sich nach dem kurzen Schock noch etwas, bis wir um 6:30 Uhr am Overlook eintreffen.


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    Es ist noch recht dunkel, also nutzen wir die Zeit für ein kleines Frühstück. Um 6:45 Uhr und damit rund 20 Minuten vor Sonnenaufgang, steigen wir aus dem Auto aus und bewegen uns langsam in Richtung Overlook. Es regnet zum Glück (noch) nicht. Ein kleiner Trail führt uns in Richtung Abbruchkante. Und schon der erste Blick ist wahnsinnig spektakulär. Diese zerklüftete und weite Canyonlandschaft faszinieren mich sofort. Desto heller es wird, desto besser können wir die Konturen erkennen. Auch der Colorado River ist sichtbar. In Richtung Needles District sieht man aber leider auch bereits den Regen, der uns im Verlauf des Tages erreichen wird.


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    Nach rund einer Stunde machen wir uns dann auf dem Rückweg zum Auto. Der erste (Ersatz-) Punkt des Tages konnte auf jeden Fall schonmal voll überzeugen.

    Auf dem Weg zurück zum Highway begegnet uns niemand mehr. Dieser ist nun aber bereits gut befahren und ich finde es immer wieder befremdlich von Trucks überholt zu werden, wenn ich selbst bereits knapp 10 mph zu schnell unterwegs bin. Aber im Gegensatz zu einige Truckern haben wir ja auch Urlaub und der nächste Punkt auf der improvisierten Tagesplanung ist nun der Wilson Arch, den wir schnell erreichen. Fotos von unten reichen uns nicht, daher entscheiden wir recht schnell, dass wir hier hoch klettern wollen.


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    Ein Weg ist nicht wirklich auszumachen aufgrund der Vielzahl der Spuren, es geht eigentlich nur steil den Abhang hinauf. Unter dem Arch machen wir noch einige Fotos und mit dem einsetzenden Regen, beginnen wir den kurzen Abstieg zurück zum Auto.


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    Auf dem weiteren Weg in Richtung Moab fängt es stärker an zu regnen und aus dem geplanten Stopp am Hole 'N' The Rock wird leider nichts, da wir zu früh unterwegs sind.

    In Moab angekommen, suchen wir die erste Tankmöglichkeit auf, um unseren Tank erneut aufzufüllen und fahren direkt weiter. War das ursprüngliche Ziel für heute der Needles District, so wollen wir zumindest im gleichen Nationalpark bleiben.


    21.09.2022 - Unterwegs im Canyonlands Island in the sky district - Teil 1

    20.09.2022 - Eine regnerische Fahrt nach Monticello


    Unsere weitere Fahrt soll uns nun in Richtung Monticello führen, wir fahren aber erstmal nur bis Tuba City, wo wir im Dennys zum Frühstücken anhalten. Hier gilt noch Maskenpflicht, was uns ein wenig überrascht und uns erstmal nach den Masken suchen lässt, die sich irgendwo im Rucksack den Weg nach unten gesucht haben.

    Eine Stunde später und mit vollgeschlagenem Bauch geht es weiter in Richtung Monument Valley. Immer wieder regnet es dabei und der Himmel sieht in Fahrtrichtung Monument Valley auch nicht wirklich gut aus. In Kayenta nutzen wir eine der Tankstellen um unseren kleinen Tank erneut aufzufüllen. Die Landschaft danach wird langsam interessanter, allerdings nimmt die Weitsicht immer weiter ab. Unser erster Stop im Monument Valley gilt den Toiletten im "The View", bevor wir uns auf den 17 Mile Loop wagen.


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    Es schüttet mittlerweile in Strömen und die ersten beiden Viewpoints betrachten wir nur aus dem Auto. Die Three Sisters liegen teilweise in den Wolken oder sind das Nebelschwaden?! Zu sehen ist nicht so viel und so beschließen wir umzudrehen. So macht es hier wirklich nicht grade viel Spaß. Wir halten noch einmal am Mittens Viewpoint, machen schnell ein paar Fotos und springen wieder ins trockene Auto.


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    Wir fahren aus dem Monument Valley und biegen nach rechts ab und damit beginnt für mich Neuland. Nächster Stopp ist der Forrest Gump Point. Hier wird grade gebaut und die beiden Bagger machen einen tierischen Lärm. Zudem ist die Straße viel befahren und das "typische" Touri Foto muss ziemlich gut abgepasst werden, um niemanden zu behindern bzw. um nicht selbst umgefahren zu werden. Glücklicherweise ist es hier nicht mehr ganz so regnerisch und die Sicht ist besser als erwartet.


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    Nächstes Ziel ist der Goosenecks State Park. Unterwegs fahren wir am Mexican Hat vorbei. Den hatte ich ganz vergessen, was eine kurzen Stopp begründet um ein Foto zu schießen.


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    Auf dem weiteren Weg in Richtung Goosenecks hört es dann endlich auf zu regnen und schneller als erwartet sind wir da, entrichten unsere fünf Dollar, schauen in die Schlucht und haben 10 Minuten später den Park wieder verlassen. Die Sicht auf den San Juan gefällt mir gut aber fünf Dollar dafür bezahlen...ich weiß nicht.


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    Dafür soll es ja am Muley Point beeindruckender sein, der als nächstes auf dem Programm steht, und der kostet immerhin nichts. Allerdings machen mir zwei Punkte grade Sorgen. Kann ich überhaupt die Dirtroad befahren? Und wenn ja, wie ist dann die Fernsicht? Aber die Sorgen schieben ich erstmal auf gleich. Zunächst einmal geht es den Moki Dugway hoch. Schon sehr beeindruckend, wie man auf die Wand zufährt und wirklich bis zum Schluss keine Ahnung hat, wo es hochgehen soll. Die Aussichten sind schön, die Straße an sich empfand ich aber als wenig aufregend. Vielleicht aber auch weil wir von unten nach oben und nicht von oben nach unten gefahren sind. Perspektive macht da schon sehr viel aus.

    Oben angekommen überlege ich noch kurz, ob ich in Richtung Muley Point abbiegen soll, entscheide mich dafür, nur um aber nach 200m wieder einen Rückzieher zu machen, als ich anfange etwas zu schlingern. Und nun? Direkt nach Monticello? Dann wären wir sehr früh im Motel. Schließlich gucke ich nochmal auf die Karte und sehe einige von mir markierte Punkte. Es ist das Natural Brigdes NM. Also ab ins Navi damit und los. Der Weg zieht sich etwas aber irgendwann kommen wir auch an.


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    Wir gehen zunächst ins Visitor Center und sprechen ein wenig mit der Rangerin, was sie bei dem Wetter empfehlen würden. Ihrer Meinung nach sollen wir uns auf die Viewpoints auf dem Loop konzentrieren. Der Fels wäre aufgrund des Regens der letzten Tage sehr rutschig.

    Allzu viel Lust auf eine längere Wanderung haben wir sowieso nicht, von daher passt uns der Vorschlag. Die drei Bridges sind von oben teilweise fast nicht auszumachen, daher juckt es zwischendurch doch in den Beinen einfach loszulaufen. Allerdings haben wir schön Turnschuhe an und keine Wanderschuhe. Diese sind gut im Koffer verstaut, daher verschwenden wir auch schnell keinen weiteren Gedanken daran. Außer uns ist übrigens sonst niemand hier unterwegs.


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    Nach rund einer Stunde im Park machen wir uns dann auf den Weg in Richtung Monticello. Den Ort habe ich ausgesucht um von hier schneller im Needles District zu sein. Außerdem sind die Motelpreise nur 1/3 von dem in Moab. Der Empfang ist super nett, allerdings werde ich direkt darauf aufmerksam gemacht, dass die Straße in den Needles District weggespült wurde und wir einen anderen Weg fahren müssen. Zudem sind für den morgigen Tag Gewitter und Dauerregen vorhergesagt. Schweren Herzens entscheiden wir uns daher, die Wanderung zum Druid Arch ausfallen zu lassen und überlegen uns ein Alternativprogramm.

    In Monticello selbst ist wirklich tote Hose und nach einen kleinen Abstecher in den Supermarkt liegen wir bereits um 20.15 Uhr im Bett und schlafen zeitig ein.


    21.09.2022 - Improvisieren am regnerischsten Tag des Urlaubs

    20.09.2022 - Morgens am Desert View Drive


    Wieder sind wir vor dem Wecker wach, heute um 4:15 Uhr. Das macht aber gar nichts, schließlich wollen wir heute morgen den Sonnenaufgang sehen und haben den längsten Fahrtag vor uns. Der erste Blick gilt aber der Wetter App. Die Vorhersage für heute und die nächsten beiden Tage war alles andere als gut. Immerhin hat sich die Vorhersage für übermorgen gebessert für heute und aber insbesondere für morgen ist sie nicht vielversprechend. Aktuell wird mir bedeckt angezeigt, hilft alles nix ich muss mal raus und nachschauen. Zunächst aber machen wir uns fertig, packen wieder alles zusammen und ich rolle die beiden Koffer raus. Ich sehe ein paar Sterne aber nicht sonderlich viele. Hmm vermutlich ist es teils bedeckt teils klar. Also bleibt es beim Plan. Sonnenaufgang am Grandview Point. Marianne geht schonmal schnell zur Rezeption auschecken während ich die restlichen Sachen ins Auto schaffe.

    Habe ich ihr jetzt gesagt, dass ich sie abhole oder sollte sie zurückkommen? Hmm ich fahre mal los und gucke mal, ob ich sie sehe. Ich rolle vom Parkplatz aber es ist stockfinster und abseits meines Lichtkegels kann ich nichts sehen. Ich parke vor dem Restaurant an der Lodge und warte und warte und warte. Scheiße, dann hab ich sie doch übersehen. Ich fahre also zurück aber auch hier ist sie nicht. Geht ja gut los. Ich mache mich also zu Fuß auf den Weg. Und treffe sie natürlich an der Rezeption, wo sie mir zugleich mitteilt, dass ich gesagt habe, dass ich sie dort abhole. :D Gut dann laufen wir jetzt beide zurück zum Auto :D

    Nach dem kleinen Fehlstart fahren wir dann endlich los. Es ist immer noch sehr früh und außer uns ist niemand unterwegs. Zum Grandview Point ist es nicht weit und wir sind das erste Auto auf dem Parkplatz. Es ist noch sehr dunkel als wir dort ankommen und wir schnappen und noch schnell die Stirnlampen. Als wir grade losgehen kommen zwei weitere Wagen an. Wir laufen den Trail ein paar Meter nach unten und stellen uns auf irgendeinen Vorsprung den wir entdecken können. Der Blick ist gen Westen gerichtet, Richtung Osten versperrt teilweise Gestrüpp die Sicht. Die ersten Lichtstrahlen lassen sich aber ausmachen. Rund 40 Minuten sind es noch bis zum Sonnenaufgang.


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    Desto näher wir dem Sonnenaufgang zeitlich kommen, desto mehr los ist hier auch. Die Krönung ist dann ein Reisebus mit Asiaten. Vorbei ist es dann mit der Ruhe. Es ist lustigerweise genau die Reisegruppe, die gestern hinter mir eingecheckt hat und 37 Zimmer reserviert hatte. Min. genauso viele Leute sind jetzt auch da. Zum Glück stehen wir etwas abseits. Es wird immer heller und die Blicke in den Canyon werden immer besser.


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    Allerdings kann man am Horizont auch schon den Regen ausmachen, der für heute aber insbesondere für morgen angekündigt ist. Um ziemlich genau 6 Uhr kommen die ersten Sonnenstrahlen zum Vorschein.


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    Um 6:16 Uhr ist dann der Sonnenaufgang und er sieht fantastisch aus. Auch wenn der Grand Canyon nur wenig angeleuchtet wird, so sind die Farben am Himmel klasse.


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    Wir bestaunen noch ein wenig das Schauspiel, bevor wir uns zurück zum Auto begeben. Es geht weiter den Desert View Drive entlang zum Moran Point. Der Blick auf den Colorado hier ist super. Der Punkt gefällt mir außerordentlich gut.


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    Ein Stück weit besser gefällt mir noch der Lipan Point, der als nächstes von uns angefahren wird.


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    Ich fange an mich zu fragen, ob es nicht besser gewesen wäre, die östlichen Viewpoints zum Sonnenuntergang abzuklappern und den Sonnenaufgang z.B. am Hopi Point zu verbringen?! Was sind denn da so eure Meinungen zu?

    Schön ist es trotzdem und ich bin froh hier zu sein. Zumal auch neben uns niemand hier ist. Das änder sich auch nicht am Navajo Point, der als nächstes angesteuert wird.


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    Hier stört mich etwas, dass der Blick gen Westen eingeschränkt ist. Immerhin kann man schon das nächste Ziel erkennen den Desert View Watchtower. Hier sind wir nicht mehr alleine, als wir ankommen. Das liegt zum einen an einer großen Baustelle, wie die Arbeiten bereits begonnen haben am frühen morgen, zum anderen an den fünf anderen Autos, die hier auf dem Parkplatz stehen.

    Einer der Wege ist auch gesperrt und wir müssen einen kleinen Umweg zum Desert View Watchtower laufen. Dieser hat um diese Uhrzeit noch geschlossen und solange warten möchte ich auch nicht mehr. Zumal die Bewölkung immer mehr zunimmt. Wie auch vor drei Jahren ist der Blick in den Canyon auch von hier super aber insbesondere der kleine Berg gegenüber, der ein wenig wie ein Vulkan aussieht, hat es mir erneut angetan.


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    Um 7.30 Uhr sind wir zurück am Auto und verlassen den Park über den Ostausgang. Schön war es erneut am Grand Canyon und beim nächsten Mal steht definitiv die Wanderung bis nach unten an.


    20.09.2022 - Eine regnerische Fahrt nach Monticello

    Es sind sehr tolle Bilder. :!! :!!

    Danke sehr :)

    Wir haben auf jeden Fall nicht so geschwitzt... Unsere Fotos haben aber auch keinen so schön blauen Himmel wie deine :rolleyes:

    Ich hab ne Ahnung wieso :D

    Das war ja ein vollgepackter Tag. :EEK: :thumbup:

    Wenn du meinst, dass der Tag schon voll war, dann warte mal ab :D

    Könnte mit nicht passieren. ;)

    Ich weiß :D

    Und man kann tatsächlich den Menschenmengen recht gut aus dem Weg gehen.

    Das stimmt, sobald man nicht mehr direkt im Village ist und auch nur ein paar Meter weg von den Viewpoints ist, ist sofort nix mehr los

    Old Route 66 über Oatman kanntet ihr schon?

    Also ich für meinen Teil kenne den Abschnitt schon, wollte aber nicht noch mehr Zeit verlieren.

    Da hätten wir uns fast über den Weg laufen können =)

    Wir sind am 19.9. abends am South Rim angekommen und sind am nächsten Tag auf dem South Kaibab Trail unterwegs gewesen. Wir haben auf jeden Fall nicht so geschwitzt... Unsere Fotos haben aber auch keinen so schön blauen Himmel wie deine :rolleyes:

    Das stimmt :) Ich habe eine Vermutung woran das gelegen haben könnte, dass ihr nicht geschwitzt habt bzw. der Himmel so blau war :D

    Der Freund war dort gewiss noch nicht, vermutlich macht er auch immer nur einen Strandurlaub.

    Tatsächlich war er schon am Grand Canyon und hat auch noch eins der besten Fotos gemacht, die ich kenne. Aber trotzdem ist es für ihn auch nur ein "Loch".

    nur Bares ist Wahres

    Ich besitze nur Plastikgeld. Bargeld habe ich so gut wie nie.

    19.09.2022 - Ein Nachmittag und ein Sonnenuntergang am Grand Canyon


    Am SKB Trailhead angekommen machen wir uns direkt auf den Weg. Wir wollen heute runter bis zur Cedar Ridge. Beim letzten Mal bin ich nur zum Ooh Aah Point gekommen, hatte aber deutlich mehr Zeit als in diesem Urlaub, wo nur durch den Reiseintritt von Marianne es der Grand Canyon überhaupt in die Reiseplanung geschafft hat, sonst wäre ich Arizona komplett aus dem Weg gegangen.

    Der Trail kommt mir gar nicht mehr so nervig vor wie drei Jahren. Damals hatten mich die Stufen sehr gestört, was ich aber heute als nicht störend empfinde. Wir steigen zügig hinab, die ersten tollen Blicke lassen wir uns aber trotzdem nicht entgehen.


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    Unterwegs stoßen wir auf drei Muli Karawanen. Ich hatte Marianne vergessen zu sagen, dass sie stehen bleiben muss, wenn diese an uns vorbeiziehen. Daher wird sie prompt vom Muli Führer (?) angesprochen, was sie aber auch erst nicht realisiert. Die letzte Karawane begegnet uns genau am Ooh Aah Point, hier ist es aber total voll, weshalb wir zügig weiter hinab steigen.


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    Nach rund 35 Minuten kommen wir an und genießen erstmal die Ruhe, die hier im Vergleich zum Ooh Aah Point herrscht. Neben uns sitzt hier ein weiteres Pärchen und wie sollte es anders sein, sie kommen natürlich auch aus Deutschland. Wir machen ein paar Fotos und ein wenig Pause, bevor wir uns auf den Weg nach oben machen.


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    Die Sonne knallt von oben aber der Wind bringt immer mal wieder eine angenehme Brise. Der Schweiß fließt zwar aus allen Poren aber für mich ist es nicht besonders anstrengend. Ganz anders für Marianne. Ihr Kopf ist hochrot und ich habe ein wenig Sorge, dass sie sich einen Sonnenstich holt. Unterwegs berichtet sich auch von ein wenig Übelkeit, was mich dazu veranlasst das Tempo massiv zu drosseln und alle hundert Meter oder in jeder Serpentine eine Pause zu machen. Immer wieder kommt mir das Schild in den Sinn, going down is optional, going up is mandatory. Wie wahr. Und auch ein anderer Spruch bewahrheitet sich fast auf die Minute. Hoch dauert es doppelt so lange wie runter. Nach rund 2h (inkl. Pause) sind wir wieder am Trailhead. Wir bleiben 10 Minuten im Schatten sitzen und machen uns dann auf den Weg mit dem Shuttle zum Yaki Point. Hier werfen einen weiteren schönen Blick in den Grand Canyon, bevor wir den Shuttle zurück ins Village nehmen. (Fotos stelle ich grade mit entsetzen fest, haben wir anscheinend keine gemacht)

    Erster Stopp ist der Souvenirshop, da wir beide dringend noch Caps benötigen und es grade bei Marianne schon recht kritisch war, wie ich fand. Wir werden beide fündig und fortan sind wir nicht mehr ohne unterwegs. Schon komisch. Zu Hause trage ich niemals ein Cap oder auch eine Mütze im Winter und hier geh ich ohne Cap nicht aus dem Zimmer.

    A propos Zimmer. Dieses wollen wir dann jetzt auch beziehen. Ich habe wie vor drei Jahren die Yavapai Lodge gebucht. Der Check-in ist recht voll, es geht aber zügig voran. Nachdem ich die Karten in der Hand halte, beziehen wir schnell das Zimmer und machen uns wieder auf den Weg mit dem Bus zum Hermits Rest Transfer. Kurz vor Ankunft an der Transfer Haltestelle fängt es an zu regnen. Nanu, wo kommen denn die Wolken auf einmal her? Richtung North Rim ist alles blau, in Richtung Tusayan alles schwarz. Als wir ausstiegen fängt es dann auch in Strömen an zu regnen, Gewitter kommt auch noch hinzu und nachdem drei Busse wegfahren ohne Leute mitzunehmen wird uns dann auch verkündet, dass der Busverkehr zu Hermits Rest vorübergehend eingestellt ist, solange das Gewitter anhält. Toll und ich steh hier in kurzen Sachen und friere mir nun den A**** ab. Nach rund einer Stunde hört es dann endlich auf zu regnen und die Sonne kommt wieder zum Vorschein. Das Gewitter ist in Richtung North Rim weitergezogen. Der Shuttle lässt aber weiterhin auf sich warten. Auf einmal kommt Unruhe in die Gruppe, die die letzte Stunde hier unter dem Dach der Bushaltestelle ausgeharrt hat. Ich drehe mich um und sehe einen riesigen Regenbogen, der aus dem Grand Canyon hinaufsteigt. Was für ein Anblick. Leider ist hier aber absolut der falsche Platz um ein gutes Foto davon zu machen.


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    Anderthalb Stunden nachdem der Busverkehr eingestellt wurde, fährt dann endlich der erste Bus wieder in Richtung Hermits Rest. Das hat meinen ursprünglichen Plan ziemlich über den Haufen geworfen, bleibt uns jetzt nur noch wenig Zeit bis zum Sonnenuntergang. Wir fahren bis Monument Creek Vista und wollen bis zum Mohave Point zurücklaufen und dabei den Sonnenuntergang genießen. So machen wir es dann auch. Wir sind ziemlich allein unterwegs, einzig der Blick in den Grand Canyon könnte von der Weitsicht her besser sein. Wir machen das beste draus und setzen uns an einer geeigneten Stelle an die Abbruchkante und genießen einfach den Sonnenuntergang. Einfach herrlich.


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    (Das bin übrigens ich)


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    Zehn Minuten nachdem die Sonne hinterm Horizont verschwunden ist, machen wir uns dann zügig auf den Weg in Richtung Mohave Point. Allzu lange wollen wir nachher nicht in der Dunkelheit unterwegs sein. Unterwegs treffen wir dann auch schon die ersten Tiere, die zum Abend wieder aktiver werden, wenn es ruhiger wird.


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    Die letzten Blicke, bevor das Tageslicht dann komplett verschwindet sind dann auch noch einmal richtig herrlich.


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    Wir schaffen mit dem letzten Restlicht grade noch zum Mohave Point und nehmen den Bus zurück. Schön dabei ist, dass das Licht nach dem Aussteigen ausgemacht wird und die Busfahrerin von den Besten stellen im Park für den Sonnenaufgang erzählt. Aus ihrer Sicht ist dies der Hopi Point. Zum Sonnenuntergang bevorzugt sie die östlichen Viewpoints. Zurück an der Yavapai Bushaltestelle, machen wir noch einen kurzen Abstecher in den Supermarkt holen zwei Sandwiches, die wir auf dem Zimmer verspeisen, bevor um 21 Uhr das Licht ausgeht. Trotz Regen ein schöner Tag. Der Grand Canyon ist für mich einfach traumhaft.


    20.09.2022 - Morgens am Desert View Drive