Posts by wstefan

    Fazit und Zusammenfassung der Reise

    Wer hätte gedacht, dass dies für die nächste Zeit die letzte Gelegenheit für einen Reise nach Südafrika sein sollte. Vor der Reise war ich gespannt, wie es meiner Frau gefallen würde. Ihr Fazit war euphorisch, weil wir

    • so viele Tiere gesehen haben,
    • tolle Wanderungen dabei waren
    • klasse Unterkünfte mit vielen freundlichen Gastgebern
    • die Menschen unbeschreiblich gut drauf waren.


    Bei einem Interview in der Wartehalle des Flughafens wurden wir zu unseren Eindrücken der Reise befragt und notiert, was wir uns so angesehen hatten. Auf die Abschlussfrage, was uns am Besten gefallen habe, antworteten wir „the people of South Africa“. Ihr könnt euch vorstellen, dass ein breites Lächeln auf dem Gesicht der Interviewerin erschien.


    Die Kosten der Reise waren überschaubar. Die Flüge schlugen mit knapp 1000 € pro Kopf inklusive Platzreservierung zu Buche, der Mietwagen für 3,5 Wochen mit 1200 €, Benzin für ca. 4000 km 330 €, Unterkünfte mit 2300€ und der Rest (Restaurants, Eintrittspreise usw.) kam auf 1250€. In Summe sind das 7080€. Wir haben schon lange nicht mehr so günstig Urlaub gemacht und so viel gesehen.


    Mit dem Wetter hatten wir Glück. Insbesondere der um 3 Wochen verspätete Frühlingsregen im Krügerpark sei hier genannt. An unserem Abflugtag öffneten sich dort die Schleusen des Himmels, so dass der halbe Nationalpark überflutet wurde. Viele Camps waren nicht mehr erreichbar, da die Flüsse die Fahrpassagen überschwemmt hatten. Drei Wochen früher im Oktober ist wahrscheinlich günstiger für einen Besuch. Dann kann man auch noch eher Wale an der Südküste sehen.


    Die Straßen waren alle gut befahrbar. Wenn man schnell vorankommen will, sollte man auf die Nationalstraßen ausweichen. Die haben meistens den Standard unserer Autobahnen. Auf den Regionalstraßen muss man auf Schlaglöcher, Fußgänger und Kühe aufpassen, die jederzeit auf die Straße laufen können. Beides ist bei Dunkelheit extrem gefährlich, so dass man darauf achten muss, abends in der Unterkunft zu sein.


    Die Reise ging durch verschiedene Landschaftstypen. Deshalb gibt es nochmal eine kurze bildliche Zusammenfassung.


    1. Mittelgebirge in den nördlichen Drakensbergen

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    2. Mopane-Savanne im Krügerpark


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    3. Hochgebirge in den Natal-Drakensbergen


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    4. Grasland unterwegs


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    5. Wüste in der Karoo


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    6. regenreiches Buschland im Addo Elephant NP


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    7. Wilde Steilküste an der Gardenroute


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    8. Fynbos rund um Kapstadt


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    Der Hauptgrund für eine Reise nach Südafrika sind natürlich die Tiere. Der Artenzähler blieb bei 229 stehen. Es waren 49 Säugetierarten, 146 Vögel, 16 Reptilien, 1 Amphibie und 17 sonstige Arten, die ich fotografieren und bestimmen konnte. Dazu kamen einige Arten ohne Foto. Am Ende fehlten nur Landschildkröten und Schlangen. Außerdem bleibt ein freilebender Gepard und ein Schuppentier weiterhin auf unserer Wunschliste.


    Hier meine 15 Lieblingstieraufnahmen der Reise.


    1. Elefantenbaby im Krüger - Nummer 1 der Big 5


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    2. Löwe im Krüger – 2 der Big 5


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    3. Leopard im Krüger - 3 der Big 5


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    4. Kaffernbüffel im Krüger - 4 der Big 5


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    5. Breitmaulnashorn im Krüger - 5 der Big 5


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    6. Sassaby-Leierantilope im Krüger - meine ersten Leierantilopen nach fast 25 Jahren


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    7. Kap-Bergzebra


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    8. Östliche Klippen-Elefantenspitzmaus an der Panoramaroute - eine quirlige Überraschung am Aussichtspunkt


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    9. Klippschliefer dürfen nicht fehlen.


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    10. Braundrossling – unscheinbar, als Gruppe sehr fotogen


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    11. Doppelband-Nektarvogel im Addo – auf den bin ich besonders stolz bin, da so schwer zu erwischen


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    12.Halsband-Bartvogel im Addo


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    13.Kaphonigfresser in Kirstenbosch – die hatte ich auf den beiden Reisen in den 90ern nicht fotografiert bekommen.


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    14. Brillenpinguine in Boulders - die beiden im Kormoran-Schwarm fand ich total niedlich.


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    15. Schwarzrücken-Gürtelschweif – damit wenigstens eins der Reptilien dabei ist


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    Außer Konkurrenz die Walzenspinne




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    Da wir hoffentlich nochmal nach Südafrika kommen werden, bleibt noch einiges zu entdecken. Ich hoffe,dass sich einige zu einem Besuch inspiriert fühlen, wenn die Corona-Zeiten vorbei sind. Die mittelständische Touristen Infrastruktur in Südafrika kann Besuche gut gebrauchen.


    Schön dass ihr viel Feedback gegeben habt. Da macht das Aufschreiben gleich mehr Spaß.

    Es gibt noch eine BP Tankstelle direkt am Flughafen. Wir wurden auch bei der Abgabe gefragt (Hertz), wo wir denn getankt hätten. Nur der Weg von der Tankstelle zum Flughafen war etwas tricky.

    Die Abnahmemitarbeiter stehen mit dem Tankfüllstand ziemlich verloren da, wenn der Zeiger bis zum Anschlag geht. Mein - im Trumpschen Sinne - einfaches/reduziertes Englisch macht es den Mitarbeitern auch nicht einfach. Was sollen sie schon sagen, wenn man darauf besteht, dass der Tank voll ist, insbesondere wenn der Wagen schon eingekeilt in der Abgabeschlange steht.

    Die in der Special Livery? Mein Neid ist ihm sicher.

    Die Lackierung war wohl etwas speziell - mit einer100 - aber nicht spektakulär. Es war seine erste Quantas-Maschine von dem Typ. Ich habe aber vergessen, welche das gewesen ist.

    Mir fehlt einfach das Interesse an unterschiedlich lackierten Fliegern. :nw:


    Wie ist denn sein Profil?

    Ich glaube sein Nickname ist frankfurtplane. Seine Flugzeugbilder sind auf jeden Fall besser als meine.;)

    Außerdem hat das Hobby den Vorteil, dass er mal an die "frische Luft" kommt.

    Ich frage mich, was die gerade machen. Diese Saison fällt ja auch völlig aus. Denen muss es doch richtig dreckig gehen ohne die Touris so als Flüchtlinge.

    Der fehlende Tourismus dürfte Südafrika ziemlich hart getroffen haben. Das Land ist nun bereits seit fast einem Jahr ohne diese wichtigen Einnahmen. Der lokale Tourismus kann die Ausfälle sicher nicht ausgleichen. Einige der Private Game Reserves sind schon vor Monaten dazu übergegangen Teile des Wilds zu jagen, um Nahrung für ihre Angestellten bereitstellen zu können. Einige der privaten Ressorts mussten bereits Konkurs anmelden. Für ein Land mit mittelständiger Infrastruktur eine Katastrophe.

    Man kann nur hoffen, dass bis zur nächsten Saison ab Oktober noch genug Guesthouses überlebt haben.


    Den vielen Menschen am Ende der "Nahrungskette" wie Parkwächtern, Tankwarten, Souvenirverkäufern, Tourveranstaltern usw. dürfte es ziemlich dreckig gehen. Wenn man die Herzlichkeit der Leute miterlebt hat, tut das besonders weh.


    Wenn ich Vollkasko habe, will ich davon nichts hören. Dafür habe ich die ja.

    Die südafrikanischen Autovermieter sind für ihr Theater bei der Rückgabe bekannt. Deshalb habe ich auch auf eine 100% Vollkasko geachtet. Am Ende haben wir den zeternden Servicemitarbeiter einfach stehen gelassen. Wahrscheinlich ist der halb ausgefüllte Schadensbericht in irgendeine Ablage gewandert und wurde "vergessen". Die verbleibende Abrechnung von Budget war jedenfalls recht übersichtlich. Ich habe den Eindruck, dass zumindest Autobahngebühren oder Einwegmiete vergessen wurden.


    Der Tankstand war ein weiterer Punkt, wo der gute Mann diskutieren wollte. Mit Tankstellen rund um den Flughafen ist es ziemlich schwierig bestellt. Auf direktem Weg von der Autobahn zu den Car Rentals gibt es keine Tanke. Deshalb hatten wir bereits in der City getankt. Es fehlten also ca. 1-2 Liter bei der Abgabe. Natürlich ist auch den Leuten an der Abnahme die Situation bekannt. Da die Tanknadel aber immer noch auf Anschlag stand, habe ich mich bei diesem Punkt auf keine Diskussion eingelassen.:gg:


    Cool. Macht er immer noch Bilder?

    Ja , eigentlich macht er nur noch Bilder von Flugzeugen. Jede Spezialität in Frankfurt wird gespottet. Am Wochenende ist er für eine Quantas extra an den Flughafen gefahren - und zwar zur Landung (im Dunklen) als auch zum Start (immerhin im Hellen). :pipa:

    Die Planespotter Community ist aber ziemlich groß. 2500 Insta-Follower können nicht irren. ;)

    Montag 17.11.2019 – Capetown – Abflugstag


    Jede Reise geht mal zu Ende. Für uns war der letzte Tag in Südafrika angebrochen. Der Flug sollte erst am späten Nachmittag um 17:00 Uhr abheben, so dass wir noch einmal die Sonne am Strand genießen konnten. Das Gepäck wurde bei den netten Gastgebern deponiert und 14:00 Uhr als Abholtermin vereinbart. Dann ging es noch einmal an den Strand von Camps Bay.


    Dort beobachteten wir die Hartlaubmöwen im Wind.


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    Da wir viel Zeit hatten, liefen wir auch noch in die Nachbarbucht nach Clifton Bay.


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    Die 4 Strände von Clifton gehören der Upper Class. Sie sind aber frei zugänglich.


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    Uns fehlte etwas die Atmosphäre der anderen Beaches. Es war einfach sehr clean und leer an der Clifton Bay.


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    Für die etwas ärmeren Reichen gab es Wohnappartments in kleinen Hochhäusern.


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    Wir hatten relativ schnell genug und liefen zurück ins Mittelschichtsviertel Camps Bay. Dort setzten wir uns in ein Surf Cafe, tranken Cafe, aßen Sandwiches und schauten den Leuten auf der Straße zu.


    Souvenirs wurden ebenfalls noch bei den Straßenhändlern gekauft. Die Perlentiere der Flüchtlinge aus Zimbabwe stellte der Händler direkt am Stand her.


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    Nachdem wir den Tag verbummelt hatten, hieß es ein letztes Mal einen Parkwächter zu bezahlen. Er bekam ein besonders großes Trinkgeld zum Abschied, da wir das Kleingeld loswerden wollten.


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    Für uns hieß es zurück in den Winter, Capetown bereitete sich auf den Sommer vor.


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    Die Fahrt zum Flughafen verlief ohne Stau. Die Rückgabe des Autos war etwas problematischer, da ich in eine Radkappe eine Macke geschrammt hatte. Der Servicemitarbeiter machte einen riesigen Aufstand und wollte die Abnahme nicht beenden, bevor der „Schaden“ geschätzt wurde. Außerdem war ihm der Innenraum zu schmutzig. Ich sollte alles auf seinem Schadensbogen protokollieren und unterschreiben. Dabei legte er mir Formulierungen in den Mund, die garantiert nicht von der Versicherung gedeckt wurden wie z.B. „damage at Valet Parking“. Ein Infogespräch beim Chef der Rückgabe entschärfte dann die Situation. Er meinte es, wäre kein Problem, wenn der Schadensbericht nicht sofort abgenommen würde. Wir bekämen den Bericht per Mail zu gesendet. Wir haben ihm dann mal geglaubt und sind zum Einchecken gegangen. Bis heute 12 Monate später ist der Bericht nicht angekommen und die Kreditkarte wurde auch nicht belastet. Die Vollkasko hat wohl alles übernommen.


    Der Check-In verlief reibungslos, so dass wir bereits um 15:00 Uhr in der Abflughalle saßen.


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    Aus dem fernen Kalifornien trafen pünktlich Fotowünsche unseres 17-jährigen Sohnes ein. Er ist unter die Planespotter gegangen und interessiert sich jetzt für Metallvögel, die dann bei Instagram eingestellt werden.


    FlyMango gibt es nur in Südafrika.


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    Flysafari mit dem Springbock wurde auch fotografiert.


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    zum Abschluss kam noch der dringende Wunsch die Sonderedition der Emirates zu knipsen.


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    Was macht man nicht alles für den Nachwuchs. Uns interessierte eigentlich nur noch dieser Vogel, der uns zurück nach Frankfurt bringen sollte.


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    Wir hatten einen Zweierblock am Fenster reserviert.


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    Glücklicherweise startete der Airbus nach Süden, so dass wir noch einmal einen Blick auf den Tafelberg werfen konnten - diesmal von oben.


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    Dann drehten wir nach Norden vorbei an der False Bay und dem Airport


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    über die Wüsten Südafrikas – hier der Oranje River


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    bevor dann über Namibia die Sonne unterging.


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    Ankunft war Punkt 5:00 in Frankfurt. Wir waren das erste Flugzeug, das an diesem Morgen landen durfte. Die Kälte des Novembers in unseren Breiten hatte uns zurück.

    Auf den Tafelberg wären wir auch gern hochgewandert. Es wurde allerdings im Netz und auch in div. Reiseführern davor gewarnt, dieses zu machen, da es auf den Wanderwegen viele Überfälle auf Touristen geben soll.

    Vor der Reise hatte ich mich auch bzgl. der Überfälle informiert. Die Meldungen waren aber alle älter als 2 Jahre. Nur für den Bereich östlich der Platteklip Gorge rund um den Devil's Peak gab es noch Warnungen. Entsprechend voll war es bei unserem Aufstieg auf den Tafelberg auch. Bei Überfällen hätten die Räuber eine breite Auswahl an Opfern gehabt. :D



    Und du wirst es kaum glauben, im Aquarium war ich auch.

    Und hat es dir auch gefallen? Mein Blick auf Aquarien ist etwas subjektiv. Sobald es etwas Besonderes zu sehen gibt - wie z.B. die Borstenwürmer oder auch einige andere seltsame Lebewesen wie Kelpasseln oder Schleimaale/Inger - bin ich begeistert. Für "normale" Besucher gelten da sicher andere Maßstäbe.


    Gibt es eigentlich die Seelöwen nicht mehr? Die saßen damals in den Gummiringen im Hafenbecken.

    Die Seebären gibt es wohl noch aber nicht bei unserer Stippvisite. Die Kormorane waren die einzigen tierischen Bewohner im Hafenbecken. Auf einigen Wildlife-Seiten wird sogar von Delphinen im Hafenbecken berichtet. Da muss man aber anscheinend riesiges Glück haben.

    Sonntag 16.11.2019 – Capetown – Waterfront & Two Oceans Aquarium


    Nachdem wir es auf den Tafelberg geschafft hatten, konnten wir den Tag entspannt an der Waterfront ausklingen lassen. Die Waterfront ist ein mittlerweile riesiges Gebiet am Hafen, wo man Hotels, Einkaufsmalls, Restaurants und Museen findet. Die Anfahrt führte uns direkt in ein Durcheinander an Parkhäusern. Wir landeten unter der Victoria Wharf.


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    Diese Mall gehört zum Urgestein der Waterfront. Bereits 1994 gab es diese Halle. Heute steht sie im Zentrum mehrerer Supermärkte und Einkaufsmall wie man sie überall in der westlichen Welt finden kann. Der Blick auf das Hafenbecken


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    und den Tafelberg sind aber typisch Kapstadt.


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    Auf den Plätzen spielten einheimische Musikgruppen. Es war eine tolle entspannte Stimmung.


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    Wir bummelten entlang der Schaufenster und der Hafenbecken. Einen längeren Stopp legten wir beim African Trading Port ein.


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    Die Metallskulpturen vor dem Haus und der Krusch im Haus waren einfach klasse.


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    Weiter ging es zum Clock Tower.


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    Dort brütete eine kleine Kolonie Kapscharben (Phalacrocorax capensis) unbeeindruckt von den Besuchermassen über ihnen auf den Quais.


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    Ganz entspannt auf den Anlegern keine 5 Metern von den Leuten entfernt


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    Neu gestaltet ist der Bereich hinter der Swing Bridge, wo das MOCAA (Museum of Contemporay Art Africa) einen neuen Glanzpunkt auf der Waterfront gesetzt hat. Das Museum wurde vom ehemaligen Geschäftsführer von Puma, Jochen Zeitz, mitbegründet und gesponsert. Es ist heute das größte Museum für moderne Kunst in Afrika.


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    Der Glaskasten mit den gewölbten Scheiben auf dem Museum gehört nicht zum MOCAA. Es ist ein Luxushotel und nennt sich „The Silo“.


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    Viel los inklusive einer Luxusauto-Ausstellung vor dem Museum.


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    Hier liegt auch eine der Haltestellen der beliebten Hop-on-hop-off Busse.


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    Einer der Bilderbuchrahmen lud zu einem Erinnerungsfoto mit Tafelberg ein.


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    Mit meiner Frau hatte ich vereinbart, dass ich noch 2 Stunden ins Aquarium gehen möchte. Sie fand es schöner in der Sonne zu sitzen und Geschäfte abzubummeln. Deshalb verabschiedete ich mich Richtung Two Oceans Aquarium. Als Treffpunkt war 18:00 am Riesenrad vereinbart.


    Kurz vor 16:00 stand ich vor dem Aquarium. Es blieben also knapp 2 Stunden für die Erkundung der Meere rund um Kapstadt.


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    Es war nicht mehr allzu viel los, obwohl es Sonntag Nachmittag war. Der Rundgang durch das Aquarium folgt dem Küstenverlauf Südafrikas vom Indischen Ozean zum Atlantik – daher auch der Name Two Oceans Aquarium. Wer mal im Monterey Bay Aquarium in Kalifornien war, kennt die Grundidee, die hier kopiert wurde. Gerade wenn man entlang der Küste gereist ist, kann es interessant sein, mal die Lebewesen unter Wasser kennenzulernen.


    Am Eingang wird man von einem Korallenriff-Becken empfangen


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    Der erste Raum ist die Indian Ocean Gallery mit vielen Fischen der warmen Gewässer in Natal. Auf der rechten Seite befinden sich Becken mit Sonderthemen wie giftige und durchsichtige Fische


    Die Anglerfische im hübschen Beckendesign


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    Etwas Besonderes ist die „Evolution Wall“ mit einer Mischung aus Fotos und kleinen Becken.


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    ein Beispiel der kleinen Becken mit Blasenanemonen


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    Befremdlich war das Becken mit den Lieblingen der Kinder, den Nemos. 100te Clownfische in einem Zylinder habe ich auch noch nicht gesehen. Artgerecht ist wahrscheinlich anders. Für Kinder ist der Anblick aber sicher unvergesslich, besonders wenn man auch noch in die Aussparung in der Mitte krabbeln kann.


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    Die Südküste rund um die Gardenroute wird im nächsten Raum gezeigt. Natürlich dürfen die seltenen Knysna-Seepferdchen nicht fehlen.


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    In weiteren Becken findet man die folgenden skurrilen Fische der Steilküste.


    Krötenfisch (Batrichthys apiatus) mit goldener Stirn.


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    Ganz besonders finde ich den Schweinsfisch (Congiopodus spinifer), der seine Rückenflosse bis zur Stirn aufstellen kann.


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    Sehr schön gestaltet ist das zentrale Becken mit Marleya-Falterfischen (Chaetodon marleyi), einer Art eng verwandt mit den Fischen der Korallenriffe weiter nördlich.


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    Auch hier gibt es eine Themenwand mit einer Mischung aus Fotos und Becken.


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    Borstenwürmer habe ich zuvor noch in keinem Aquarium gesehen.


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    Im hinteren Raum kommt man dann zu den Becken mit Bewohnern des Atlantiks. Ein Mini-Kelpwald mit Haien und Barschen der Küste bei Kapstadt.


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    Brauner Zackenbarsch (Mycteroperca marginatus)


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    Puffotter-Katzenhai (Haploblepharus edwardsii), die im Aquarium auch nachgezogen werden.


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    Die Bewohner der Tiefsee haben auch eigene Becken.


    Orangefarbener Blasebalgfisch (Notopogon xenosoma)


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    Riesenkrabben


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    Durch ein Quallen-Panoptikum geht es in einen Anbau, wo sich das erste großvolumige Becken mit Rochen und Zackenbarschen, das I+J Exhibit, befindet.


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    Einen Unterwassertunnel gibt es auch.


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    Neben Meeresschildkröten, die sich leider eine Auszeit während meines Besuchs nahmen, kann man hier den fast einen Meter langen Muschelknacker (Cymatoceps nasutus) sehen - die nächste skurrile Art.


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    Der Rundgang geht weiter im Obergeschoss, das man über eine Rampe vorbei an einem Walskelett aus Plastikflaschen erreicht.


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    Im ersten Raum sind die Pinguine in einem leider sehr kleinen Bereich untergebracht – kein Vergleich zu Boulders Beach einige Tage zuvor.


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    Im Anbau gibt es noch zwei weitere Großbecken. Zuerst kommt man zum Kelpbecken mit echten Kelppflanzen.


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    Der größte Bewohner ist die Südafrikanische Meerbrasse (Lithognathus lithognathus).


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    Den krönenden Abschluss bildet das Predator Exhibit, das man auf zwei Ebenen umrunden kann.


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    Sandtigerhai und ein Schwarm Bonitos sind die Hingucker.


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    Fazit zum Aquarium


    Das Two Oceans Aquarium ist ähnlich wie das Monterey Bay Aquarium in Kalifornien ein Themenaquarium, das sich ausschließlich auf die Meere vor der Haustür konzentriert. Es ist nicht ganz so spektakulär wie sein kalifornisches Vorbild. Einen Besuch kann ich aber empfehlen, da man so einen Blick unter Wasser bekommt, wo man in den Tagen zuvor nur die Wellen und eventuell mal einige Delphine und Robben gesehen hat.

    Formen wie Borstenwürmer habe ich vor diesem Besuch noch nie gesehen. Allein solche Eindrücke sind bereits den Eintrittspreis wert. Ich hatte 2 Stunden Zeit, die genau für einen Rundgang gereicht haben. Über eine Stunde mehr hätte ich mich gefreut, um den großen Becken etwas mehr Aufmerksamkeit spendieren zu können.


    Mit meiner Frau war ich am Riesenrad verabredet. Auf dem Weg dorthin bemerkte ich den Tafelberg ohne „Tischtuch“. Dies war das einzige Mal in den 5 Tagen Kapstadt, dass keine Wolke über dem Berg lag.


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    Für das Abendessen wollten wir am liebsten einen Platz draußen in der Abendsonne haben. Diesen Wunsch hatten leider auch alle 1000 anderen Waterfront-Besucher. Am Ende landeten wir im Capetown Fish Market, wo wir wenigstens draußen aber leider nicht in der Sonne sitzen konnten. Steak und Surf''n'Turf waren lecker, unser Abschiedsessen von Südafrika.


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    In der Dämmerung ging es dann zurück zum Parkhaus. Der Tafelberg hatte seine Wolke zurück,


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    Lichtketten an den Bäumen


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    und das Riesenrad leuchtete im Dunkeln.


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    Und die Weihnachtssterne waren auch schon an. Es war ja bereits Mitte November.


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    Sonntag 16.11.2019 – Capetown – Table Mountain - „Bergsteigen“ über die Platteklip Gorge

    Der Sonntag begann mit einem Blick aus dem Fenster – Windstille und nur eine dünne Wolkenschicht auf dem Tafelberg – und einen Blick auf die Wetter-App – es bleibt so. Der erste Tag unseres Aufenthalts an dem die Seilbahn fuhr. „Tafelberg wir kommen.“


    Zuvor ging es aber erstmal frühstücken. Frühstück gab es immer in einer Wohnküche, wo das Buffet aufgebaut war. Omelett oder andere Eierspeisen wurden frisch zu bereitet. Die Atmosphäre lud zu tischübergreifenden Gesprächen ein. Ein junges Pärchen, so um die 25, am Nachbartisch wollte heute auch auf den Tafelberg steigen. Sie hatten sich für den Aufstieg durch die Skeleton Gorge, die beim botanischen Garten Kirstenbosch startet, entschieden. Auf eine Fahrt mit einem Uber hatten wir keine Lust und entschieden uns für den Aufstieg durch die Platteklip Gorge auf der Stadtseite des Tafelbergs.


    Mit dem Auto ging es zur Tafelberg Rd. Die Straße hat tatsächlich einen deutschen oder niederländischen Namen. Parkwächter ab es auch hier, was direkt ein Sicherheitsgefühl erzeugte. Die Seilbahn ließen wir rechts liegen. Wir wollten wandern.


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    Der Blick auf die Stadt war hier auf halber Höhe noch nicht so sehr beeindruckend.


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    Das Profil des Aufstiegs beeindruckte schon mehr, 700 Höhenmeter fast senkrecht den Berg hoch.


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    Am Trailhead an der Straße lag ein kleiner Teich, wo wir die einzigen Amphibien der Reise entdecken konnten. Der Cape River Frog heißt auf deutsch Dunkelkehliger Flussfrosch (Amietia fuscigula).


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    Der Blick die Platteklipp Gorge hinauf war schon etwas einschüchternd.


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    Die Tritte hatten es in sich. Es fühlte sich wie eine Treppe an – über 700 Höhenmeter.


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    Es war Sonntagmorgen und entsprechend viel los. Leute jeder Fitnessstufe vom Bergläufer, die die Steigung im Laufschritt nahmen, bis zu völlig untrainierten Paaren war alles dabei.

    Blondie hatten wir relativ schnell überholt.


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    trotz Photostops wegen der hübschen Watsonia-Blüten am Wegesrand


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    Nach einem Viertel der Strecke traf von der Seilbahnstation der Querpfad auf unseren Weg.


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    Das Ziel war aber noch weit entfernt.


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    Im Mittelteil trennte sich die Spreu der „Bergsteiger“ vom Rest. Einige machten genau zur Hälfte der Strecke schlapp, andere waren extrem fit. Eine junge Mutter schleppte ihr Baby in der Kraxe den Berg hoch und war auch noch deutlich schneller wie meine Wenigkeit – Respekt.


    Tiere fanden sich recht wenige auf dem Weg. Allerdings entdeckte ich einen Goldbrust-Nektarvogel (Anthobaphes violacea) auf einer Protea. Grund genug nun die große Kamera herauszuholen und nicht wieder einzupacken.


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    Die Blümchen am Wegesrand waren häufig in pink und rot gehalten.


    Pelagornium spec.


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    Erica cerinthoides


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    Wir standen nun vor dem Steilanstieg durch die eigentliche Gorge. Ab hier ging es nur noch in Serpentinen weiter.


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    Wo ich so die Felsen inspizierte, fiel mir ein Huftier auf einem Felsenvorsprung auf.


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    Eine Wildziege mitten in Südafrika? Während des Aufstiegs dachte ich lange darüber nach, was ich da gesehen hatte. Erst eine Internet-Recherche brachte mich auf die richtige Spur. Im Bereich des Tafelbergs sind Himalaya-Tahre (Hemitragus jemlahicus) aus einer Haltung entwischen. Sie pflanzen sich gut in diesem Klima fort und halten sich trotz intensiver Bejagung durch den Nationalparkservice. Dieser Tahr war das unerwartetste Tier der Reise.


    Nun wurde es richtig steil – ein echter Schinder.


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    Dafür wurden die Ausblicke entlang der Felsen immer besser.


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    Die letzten Höhenmeter


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    Und dann waren wir oben auf dem überhaupt nicht ebenen Tafelberg.


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    Gipfelfoto vor unserem Lieblingsstrand Camps Bay – völlig platt aber bestens gelaunt


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    Blick auf Camps Bay – dort scheint die Sonne.


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    Wir sind dann auch noch einige Wege auf dem Tafelberg gelaufen. Die Strecke Richtung Skeleton Gorge mit dem Maclear's Beacon war sogar flach und gut zu laufen.


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    An einigen feuchten Stellen blühten kleinere Bestände von Kap-Sonnentau (Drosera capensis).


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    Blüte und Blätter scharf habe ich leider nicht hinbekommen.


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    Weg zurück Richtung Seilbahnstation


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    Die Platteklipp Gorge wollten wir uns auch nochmal von oben anschauen.


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    unten seht ihr den Pfad


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    in Bergsteigerpose über dem Abgrund


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    Im Bereich der Seilbahn war ziemlich viel los. Man merkte, dass der Berg mehrere Tage nicht zugänglich war. Die Wartezeiten an der Talstation betrugen teilweise 1,5 Stunden. Das war ungefähr die Zeit, die wir für den Aufstieg gebraucht hatten. Die Tiere auf dem Berg waren die vielen Menschen gewohnt und ließen sich in ihrem Tun nicht stören.


    Klippschliefer gab es auch hier oben.


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    Rotschwingenstar (Onychognathus morio) versuchten Picknickreste zu ergattern.


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    Der Neddicky (Cisticola fulvicapilla) ernährte sich natürlich und enthäutete eine Raupe. Er ließ sich überhaupt nicht stören.


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    Der Neddicky war die letzte neue Sichtung der Reise und die Spotting Liste damit komplett.


    Auf dem Gipfel fanden sich auch einige weitere Goldbrust-Nektarvögel. Bei den Fotos hatte ich aber kein rechtes Glück, da ich einige Nektarvögel in Fotodistanz übersehen habe. Es war schon ärgerlich, wenn 5 Meter vor einem eins der bunten Vögelchen davonfliegt. Am Ende musste ich mich mit dieser Ausschnittsvergrößerung begnügen.


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    und Frau Nektarvogel, die leider sehr unscheinbar daherkommt.


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    Auf den Tafelberg fährt man natürlich nicht wegen der Tiere sondern für die Aussicht. Die Felsen zum Abgrund waren gut besetzt.


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    und dies ist der begehrte Blick – Capetown aus 1100 Meter Höhe


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    Seilbahn mit Lions Head


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    Südseite mit Camps Bay


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    Die Wolken verzogen sich leider nicht, so dass wir dem Bergshop noch einen kurzen Besuch abstatteten.


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    Dann ging es aber zur Seilbahnstation. Den Abstieg zu Fuß sparten wir uns und holten die Ticket für die Talfahrt mit der Seilbahn.


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    Bei der Talfahrt gab es übrigens keine Wartezeiten. Deshalb hatten wir am Nachmittag noch genug Zeit für die Waterfront mit dem sehenswerten TwoOceans Aquarium – im nächsten Teil.



    Tiere Gelbbauch-Nektarvogel als Höhepunkt

    Neue Sichtungen 1Säuger, 2 Vögel, - Reptilien und 1 sonstige Art (49/146/16/18) = 229

    • Himalaya-Tahr (Hemitragus jemlahicus)
    • Goldbrust-Nektarvogel (Anthobaphes violacea)
    • Neddicky (Cisticola fulvicapilla)
    • Dunkelkehliger Flussfrosch (Amietia fuscigula)

    So wird doch heute leider auch noch gebaut. Mir rätselhaft, wie man das schön finden kann.

    Diesen Baustil finde ich auch schaurig. Meistens sehen die Gebäude nur als Modell hübsch aus. Sobald man in echt davor steht, kann man sich nur noch wundern.


    Uns hat man damals gesagt, nur Mo-Fr 9-17 in die Stadt. Schein aber noch schlimmer geworden zu sein.

    Die 9 tp 5 Regel hatten wir großzügig ignoriert, weil die Tage davor so locker gelaufen sind. Im oberen Teil der Long Street war der Spuk dann auch vorbei.

    Weiter unten also auch da, wo sich das bekannte Crawdaddy Hotel mit den Wohnwagen auf dem Dach befindet, war es gruselig. So etwas brauch eich im Urlaub eigentlich nicht.

    Samstag 15.11.2019 – Capetown – Kirstenbosch

    Der Samstag begann mit einem Blick aus dem Fenster – Tafelberg in Wolken – und einen Blick auf die Wetter-App – erst bewölkt, dann starker Wind. Der Tafelberg fiel also auch diesen Tag aus. Langsam wurde es eng mit dem Besuch des Tafelbergs.


    Wenn nicht auf den Tafelberg dann eben in den berühmten Botanischen Garten von Kirstenbosch. Blumen sind zwar bei Sonnenschein schöner. Es blieb aber nur noch der Samstag für diesen Besuch übrig. Außerdem konnten wir im Anschluss einen Abstecher zu den Weingütern von Constantia machen.


    Die Fahrt auf die Ostseite des Tafelbergs ging zügig. Nach 20 Minuten standen wir schon auf dem Parkplatz. Das Eingangsgebäude verströmte den Charme der 1970er Jahre – Beton pur.


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    Hinter dem Kassenbereich folgt eine Plaza, wo sich ein Restaurant und auf der linken Seite ein toller Shop mit vielen Spezialabteilungen wie ein Buchladen oder auch Steinfiguren aus Werkstätten in Simon's Town befanden. Nach dem Rundgang durch den Park deckten wir uns hier mit Büchern und Souvenirs ein.


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    Das Wetter war bescheiden und kühl.


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    Einigen bunten Blumen am Wegesrand machte die fehlende Sonne nichts aus. Die Barberton Daisy (Gerbera jamesonii) blüht normalerweise in den Bergen südlich des Krüger Nationalparks. Diese Art wurde auch in unsere Garten-Gerberas eingekreuzt. Die meisten Züchtungen basieren aus Hybriden der Barberton Daisy und Gerbera viridifolia.


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    Der botanische Garten ist in einzelne Themenflächen aufgeteilt und führt langsam den Hang hinauf. Die Wiesen im Zentrum des Parks durften wie in jedem guten englischen Park betreten werden, so dass sich der Weg den Berg hinauf sehr angenehm lief.


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    Die vielfältigen Blumen sorgten für Abwechslung, eine Heideart, die Rooiklossie-Heide (Erica mammosa).


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    Zwischen den Beeten fanden wir auch immer wieder Vogelarten. Am wenigsten scheu waren die Kap-Frankoline (Pternistis capensis).


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    Papa auf dem Aussichtsposten, der Rest der Familie huschte wenig fotogen durch die Gräser am Boden


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    Auf den Blüten konnte ich einige Nektarvögel entdecken. Leider ließen sich nur die Halsband-Nektarvögel (Cinnyris chalybeus) blicken, die ich bereits am Storms River fotografieren konnte. Goldbrust-Nektarvögel wären mir lieber gewesen. Das Leben ist aber kein Wunschkonzert.


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    Im oberen Bereich des Parks sind die Proteen angepflanzt. Diese für Südafrika typischen Pflanzen gibt es in beeindruckender Formenfülle. Am bekanntesten ist die klassische Königs-Protea (Protea xynaroides).


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    Es blühten aber auch viele andere Formen.


    Buntisch – die Schopf-Nadelkissenprotea (Leucospermum oleifolium)


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    schlicht - Kleinkopf-Protea (Leucospermum truncatulum)


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    klassisch elegant - Pagoden-Protea (Mimetes cucullatus)


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    fragil - Nadelkissen-Protea (Leucospermum grandiflorum)


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    extravagant - Raketen-Pincushion (Leucospermum reflexum var. Luteum)


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    In den Proteenbüschen flog eine große, attraktive Vogelart herum, die mir auf meiner Spottingliste noch fehlte, der Kaphonigfresser (Promerops cafer). Die ersten Aufnahmen gelangen mir auf normalen Pflanzen und Gräsern.


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    Eigentlich wollte ich aber einen der Honigfresser auf einer Proteen-Blüte fotografieren.


    vor einer Blüte


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    geschafft auf einer Blüte, aber einer eher unspektakulären Pincushion-Blüte.


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    Als Beifang landete ein Schwefelgirlitz (Crithagra sulphurata) nebenan.


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    Zu einem Besuch in Kirstenbosch gehört die Boomslang, ein Baumwipfelpfad, der vor einigen Jahren eröffnet wurde.


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    Mit etwas Glück fanden wir hier weitere Vogelarten.


    Dunkelschnäpper (Muscicapa adusta), african dusky flycatcher


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    und noch ein Halsband-Nektarvogel (Cinnyris chalybeus) zwischen den Zweigen.


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    Unter dem Baumpfad hüpfte eine Kapdrossel (Turdus olivaceus) über den Wegesrand.


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    Im Nordteil von Kirstenbosch gibt es einen "Garden of Extinction", wo auf bedrohte Arten in Südafrika aufmerksam gemacht wird. Hier gibt es einige unscheinbare aber bedrohte Arten wie die Pilgrim's Rest Pelagornie (Pelagornium aibum) aus der Ecke wo unsere Reise startete.


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    Die einzige etwas auffälligere Blume in diesem Bereich waren die Berg-Dahlien (Liparia splendens splendens), eine gefährdete Fynbos-Art.


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    Nach 3 Stunden Blumengucken hatten wir genug und machten uns auf dem Weg zum Ausgang. Aufgehalten wurden wir von weiteren Wildvögeln.


    Wellenastrild (Estrilda astrild)


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    und eine Familie Kap-Frankoline (Pternistis capensis).


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    Zum Abschluss gingen wir noch in das einzige Schauhaus von Kirstenbosch. In diesem vor Feuchtigkeit geschützten Bereich werden die Pflanzen der Wüsten und Halbwüsten gezeigt. Köcherbäume aus dem Nordwesten dürfen natürlich nicht fehlen.


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    Die Blüten der Trockenpflanzen waren viel kleiner und diffiziler als die großen Blüten des Außenbereichs.


    Eine Commiphora saxicola aus der Namib-Wüste


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    und eine Senecia haworthii.


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    Der botanische Garten Kirstenbosch gehört für mich zu einem Kapstadt-Besuch dazu. Nirgendwo sonst kann man einen besseren Überblick über das 6. florale Reich rund ums Kap bekommen. Die vielfältige Vogelwelt ist dann das Extra für Tierfans.


    In der Nähe des botanischen Gartens Kirstenbosch liegen drei Weingüter, die erst in den letzten 25 Jahren gegründet wurden. Das Älteste und Größte ist Constantia Glen. Da wir keine Tage in den Weinbaugebieten rund um Stellenbosch auf dem Reiseplan hatten, nutzten wir den Nachmitttag für ein Wine tasting auf Constantia Glen.


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    Wir hatten keine Lust auf einen Platz auf der Terrasse, da die Sonne immer noch hinter einer dicken Wolke verborgen lag. Ein kleiner Zweiertisch im Innenraum-Pavillion mit Blick auf die Weinberge passte für uns. Wine Tasting in Südafrika ist ein recht günstiges Vergnügen. Fünf Rotwein-Proben kamen gerade mal auf 95 Rand (etwas über 5 €). In Frankfurt bekommt man dafür gerade mal ein Glas in der Weinstube und das bei deutlich einfacherer Atmosphäre. Da ich noch Auto fahren musste, nahm ich nur das ganz kleine Tasting mit einem Weiß- und einem Rotwein. Als Grundlage teilten wir uns eine große Fingerfood-Platte, die typisch Südafrika sehr fleischlastig ausfiel aber sehr lecker war.


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    Die Gäste waren wohlhabend aber von der Hautfarbe gut durchmischt. Das galt sowohl für einzelne Tische als auch für den Gesamtmix – alles sehr locker und entspannt. Im Innenraum haben wir keine Bilder gemacht, wir waren ja mit essen und saufen trinken beschäftigt. Vom Außenbereich gibt es aber Fotos.


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    Wir waren etwas underdressed aber trotzdem ziemlich gut drauf.


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    Zum Abschluss noch ein Bild vom etwas moderner gebauten Nachbar-Weingut Beau Constantia.


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    Die Rückfahrt führte uns über Hout Bay, leider auch in Wolken, und Camps Bay einmal um den Tafelberg. Über Camps Bay waren die Wolken wie weggefegt. Dafür herrschte aber ein stürmischer Fallwind. Das Mikroklima rund um den Tafelberg ist schon beeindruckend. Der Wind war so stark, dass er die Meeresdünung platt gedrückt hat. Die Wellen sahen aus, als wenn sie sich vom Ufer wegbewegen.


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    So etwas hatte ich bisher noch nicht gesehen.


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    Das war uns zu viel Wind, um weitere Stunden am Strand zu verbringen. Deshalb ging es direkt zu unserer Unterkunft.


    Da es erst kurz vor 5 war, beschlossen wir noch einen kleinen Besuch des Company Gardens und der Innenstadt anzuschließen. Ich kannte den Bereich noch von meinen Besuchen 1994 und 1996 – nette Geschäfte mit dem Green Market in der Mitte und den Häusern der Long Street aus vergangenen kolonialen Zeiten. Wir liefen also arglos zu Fuß den Berg hinunter zum Company Garden. Die Straßen waren am späten Samstag Nachmittag bereits ziemlich leer. Den Company Garden erreichten wir durch den Hintereingang. Hier liegen die City Hall sowie einige Museen.


    Das South African Museum mit Delville Wood Memorial mit dem Tafelberg als Hintergrund


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    Die National Gallery mit einem weiteren Denkmal


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    Die Stimmung dort war etwas spooky – kaum Leute, eine Reisegruppe wurde vom Guide sehr dicht beisammen gehalten, einige Hochzeitsgesellschaften und viele Obdachlose. Wir waren die einzigen Weißen, die individuell durch den Park liefen. Ich packte die kleine Kamera weg und ließ die Spiegelreflex im Rucksack.


    Auf der City-Seite verließen wir den Park, um zum Greenmarket zu laufen. Diesen Bereich hatte ich noch so schön viktorianisch in Erinnerung. Was für ein Schock als auf einmal der Bürgersteig mit Pappkartons ausgelegt war, den Schlafplätzen von Obdachlosen. Wir wischen auf die Straße aus und landeten mitten in einem Flüchtlingslager. Am Südende des Green Market hatten rund um eine alte Kirche ca. 100 Flüchtlinge aus Zimbabwe ihr Lager auf der Straße aufgeschlagen. Die ganze Stimmung war geladen. Wachleute – es gab sehr viele Wachleute – standen nur in Gruppen herum. Weiße gab es außer uns überhaupt keine. Mit festem Schritt ohne zu Laufen flüchteten wir Richtung Long Street, der Backpacker Straße.


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    Ich war tief geschockt. Die ganze Umgebung wirkte sehr unsicher. Meine Frau nahm das Ganze etwas lockerer. Sie hatte ja auch 5 Rotwein intus. An der Long Street sprach uns ein Wachmann an, wir sollten die Rucksäcke auf dem Bauch tragen. Auf dem Rücken sei es zu gefährlich – Taschen- und andere Diebe. Na Klasse, das passte zu meinem Bauchgefühl hier möglichst schnell wegzukommen. Strammen Schrittes gingen wir die Long Street hoch, weitere Obdachlose und offensichtlich Drogensüchtige zwischen Absteigen und dem berühmten „Mama Africa“-Lokal, wo die Bongo-Spieler auf dem Gehsteig trommelten.


    Ich war jedenfalls froh als wir heil in die besseren Viertel südlich der Innenstadt kamen. Für mich ist dieser Bereich im diesem Zustand definitiv eine „No-Go-Zone“, auch wenn Reiseführer die Long Street und den Green Market noch als Ziel führen.


    Zurück am Guesthouse genehmigten wir uns erstmal ein Bier auf diesen Schreck am Samstagnachmittag. Wir waren froh ohne Überfall aus der Situation herausgekommen zu sein.




    Spaziergang in die City




    Fazit – Kirstenbosch und Constantia Glen TOP, auf dem Spaziergang in die City Glück gehabt, dass wir ohne Verluste zurückgekommen sind.


    Strecke im Auto 40 km

    Strecke zu Fuß 15,8 km

    Unterkunft 01 Belvedere, 108 € (1771 Rand) über booking.com


    Tiere Kap-Honigfresser als Höhepunkt

    Neue Sichtungen - Säuger, 4 Vögel, - Reptilien und - sonstige Art (48/144/16/17) = 225

    • Kap-Frankolin (Pternistis capensis)
    • Kaphonigfresser (Promerops cafer)
    • Dunkelschnäpper (Muscicapa adusta), african dusky flycatcher
    • Kapdrossel (Turdus olivaceus)

    Freitag 14.11.2019 – Capetown – Cape of Good Hope / Kap der guten Hoffnung


    Zu einer Runde um die Kaphalbinsel gehört natürlich auch ein Besuch des Kaps der guten Hoffnung. Der südliche Bereich der Halbinsel ist als Nationalpark geschützt. Auch hier kann die Wildcard als Eintrittskarte genutzt werden. Für die Kartenbesitzer gibt es einen separaten Schalter, was den Eintritt deutlich beschleunigt. Auf der langen Anfahrt zum Kap mussten wir dann aber doch noch Geduld üben, da die einzige Straße zum Kap neu geteert wurde. Es hieß 20 Minuten warten bis auch der letzte Radfahrer die 3 Km lange Baustelle passiert hatte.


    Als erstes schauten wir uns den Cape Point an. Dies ist der Felsen südlich des Kaps gekrönt mit einem Leuchtturm.


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    Auf dem Parkplatz standen 20 Busse und der Parkplatz war auch sonst gut mit PKWs und Kleinbussen belegt. Zum Leuchtturm kann man zu Fuß laufen oder einen Großteil der Strecke mit dem „Flying Dutchman“ einer Elektrobahn zurücklegen. Es wird euch nicht überraschen, dass wir zu Fuß auf den Hügel liefen.


    Auf der rechten Seite hatten wir einen leicht wolkenverhangenen Blick auf die Dias Bucht und das eigentliche Kap der guten Hoffnung.


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    Die Felsen des Cape Points lagen leider im Dunst.


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    Auch der Leuchtturm war von Wolken und Dunst umgeben.


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    Also schnell wieder runter, raus aus dem Nebel und der steifen Brise.


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    Am Wegesrand haben wir tatsächlich einige Tiere entdeckt. Die Raupe im Wollpelz habe ich nicht bestimmt. Soweit geht meine Detailliebe bei Insekten einfach nicht.


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    Bei dem grauen Vögelchen bin mir ziemlich sicher, dass es sich um einen Rostschwanz-Steinschmätzer (Oenanthe familiaris), oder in englisch familiar chat, handelt.


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    Auffällig waren die Schwarzen Gürtelschweife (Cordylus niger) auf den Mauern des Weges. Die dunkle Farbe hilft beim schnellen Aufheizen, falls die Sonne doch mal durch die Wolken kommt.


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    Der kleine Aufstieg zum Leuchtturm hatte uns nicht ausgelastet. Deshalb nahmen wir auch noch den Fußweg zum Cape of Good Hope oberhalb der Dias Bay in Angriff.


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    Der Weg ging immer am Abhang entlang. Der starke böige Wind gut gemischt mit Sand machte die Strecke etwas mühsam.


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    Schwer war der Weg aber nicht zu laufen.


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    Entlang des Weges blühten diverse Blumen. Am Auffälligsten waren die Nadelkissen-Proteen (Leucospermum conocarpodendron).


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    In der Nahaufnahme erkennt man die schönen Details der Blüte.


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    Noch viel filigraner waren die Blüten der Pelargonien, hier Pelargonium capitatum.


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    Skurril sah diese Sukkulente mit winzigen Blüten aus, der wissenschaftliche Name lautet Euphorbia caput-medusae, einen deutschen Namen habe ich nicht gefunden.


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    Vor uns lag bereits das Ziel, ein Hügel oberhalb des Kaps.


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    Auch hier fanden wir die schwarzen Gütrelschweife. Diesmal aber im Sonnenlicht.


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    Auf dem Hügel hatten wir eine schöne Aussichtsplatte erreicht.

    Nochmal der Cape Point mit den Leuchttürmen.


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    Unterhalb lag das eigentliche Kap der guten Hoffnung mit dem 2. Parkplatz.


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    Ein kleiner Arch in den Felsen des Kaps


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    und eine Robbenklippe vor der Küste mit Zwergseebären.


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    Wir ruhten uns auf der Kuppe mit vielen anderen Spaziergängern aus. Zwischen den Leuten hüpfte ein kleiner Vogel herum, der nach Picknickresten suchte. Die Art, eine Kapammer (Emberiza capensis), hatte ich noch nicht fotografiert. 15 verwackelte Aufnahmen später hatte ich wenigstens ein halbwegs akzeptables Foto im Kasten.


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    Wir haben etwas diskutiert, ob wir direkt zum Parkplatz und dem berühmten Schild hinunter laufen oder zurück zu unserem Auto laufen und zum 2. Parkplatz fahren, Da ich keine Lust auf weitere 150 Höhenmeter hatte entschieden wir uns für die Autofahrt. Es ging also zurück zum Cape Point Parkplatz und ins Auto. Auf der Fahrt entdeckten wir auf einem der Parkplätze einen Strauß.


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    So hübsch hatten sich bisher auf der Reise Strauße noch nicht präsentiert.


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    Dem Kap der guten Hoffnung näherten wir uns nun von unten – gar nicht mal so beeindruckend.


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    Der eigentliche Grund war aber das berühmte Schild vor dem Kap. Meine Frau hat sich dann auch geduldig in die Warteschlange aus Chinesen und anderen Weltbürgern angestellt.


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    Drumherum sieht es etwas voller aus.


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    Mir gefielen die Felsen drumherum, die Brandung und die Seevögel viel besser.


    Das Kap in der Brandung


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    Die Brandung war kräftig.


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    Eilseeschwalbe (Thalasseus bergii) im namensgebenden Vorbeiflug


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    Etwas langsamer waren die Hartlaubmöwen (Chroicocephalus hartlaubii) unterwegs.


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    Auf der Rückfahrt Richtung Kapstadt haben wir es dann etwas langsamer angehen lassen und viele Stopps eingelegt. Leider konnten wir weder Kap-Bergzebras noch Buntböcke entdecken. Ein Buntbock wäre immerhin die 49. Säugerart der Reise gewesen.


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    Blick zum Da Gama Kreuz, der kleine weiße Punkt in der Bildmitte :D, am Besucherzentrum


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    windgeformte Büsche


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    Im Bereich der Parkgrenze blühten große Bestände einer Pflanze, die wie weiße Strohblumen aussahen.


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    Die Pflanze nennt sich Cape snow (Syncarpha vestita).


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    Die Rückfahrt vom Kap führte uns entlang der wilden Westküste der Halbinsel. Es ging vorbei am schönen Sandstrand von Kommentje und die ausufernden Siedlungen von Fish Hoek bis wir die Steilküste des Chapman Peak Drive erreichten. Die Straße ist in die Felsen der Steilküste gesprengt worden und erinnert eher an einen Alpenpass als an eine Küstenstraße.


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    Am Peak gibt es einen einen größeren Parkplatz, wo man einen tollen Blick über die Bucht von Hout Bay hat.


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    Den Job des Parkwächter habe ich an diesem Parkplatz übernommen, aber kein Trinkgeld bekommen.


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    Für einen Besuch von Hout Bay war es schon etwas spät, so dass wir direkt weiter nach Camps Bay gefahren sind. Hier kannten wir uns bereits durch den Besuch am Vortag aus. Das Auto wurde bei einem der Parkplatzwächter abgestellt. Die Suche nach einem Restaurant konnte beginnen.


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    Es war Samstag-Abend. Entsprechend viel Betrieb herrschte im Strandstädtchen.


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    Am Ende landeten wir in einem Fisch-Restaurant, das auch Salate für meine Frau anbot. Leider konnten wir nicht draußen sitzen, weil es heftig stürmte – der fiese Fallwind vom Tafelberg. Die Palmen bogen sich im Wind


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    und der Sand wehte Richtung Atlantik.


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    ein Blick hoch zum Tafelberg


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    und zum Sonnenuntergang über dem Atlantik.


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    Das Motto der Captonians


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    Fazit – Zwei Must-Sees an einem Tag garniert mit viel Wind. Die Pinguine sind einfach zu goldig, um sie zu ignorieren.


    Strecke im Auto 100 km

    Strecke zu Fuß 16,8 km

    Unterkunft 01 Belvedere, 108 € (1771 Rand) über booking.com


    Tiere Brillenpinguine als Höhepunkt

    Neue Sichtungen - Säuger, 5 Vögel, 1 Reptil und - sonstige Art (48/140/16/17) = 221

    • Brillenpinguin (Spheniscus demersus)
    • Flussseeschwalbe (Sterna hirundo)
    • Brandseeschwalbe (Thalasseus sandvicensis)
    • Rostschwanz-Steinschmätzer (Oenanthe familiaris), familiar chat
    • Kapammer (Emberiza capensis)
    • Schwarzer Gürtelschweif (Cordylus niger)

    Mal eine andere Frage: Welche Kamera und was für ein Tele nutzt du für die Aufnahmen?

    In Südafrika hatte ich drei Kameras mit.

    Eine neue Canon EOS 80D mit dem 70-300er Zoom, meine alte Canon 60D als Ersatz im Rücksack und eine kleine Canon Powershot G7X, die Allzweckknipse für Landschaften, Wanderungen und Personenaufnahmen. Die 80D hat mich bei der Reise noch etwas überfordert, weil ich mich vorher nicht mit den techn. Erweiterungen gegenüber der 60D beschäftigt habe. Deshalb musste ich einige Fotos ziemlich stark korrigieren.

    Ach ja und einige Aufnahmen sind mit meinem Samsung Smartphone A7 aufgenommen, um möglichst einfach Bilder an Eltern und Freunde versenden zu können. Hinundwieder waren da überraschend hübsche Aufnahmen dabei.


    Man kann den Pinguinen ewig zusehen, einfach nur putzig.

    Pinguine gehen immer. Ich habe auch den Eindruck, dass die kleinen Frackträger auch gut mit den Menschen umgehen können. :gg:



    Wobei mir scheint, dass man dort ein gutes Gespür bewiesen hat, Massentourismus und Tierwohl unter einen Hut zu bekommen. was meinst Du?

    Das Gelände bei Simon's Town ist wirklich sehr gelungen. Irgendwie musste man die Touristenmassen kanalisieren. Die Lösung mit den beiden Parkplätzen und dem abgezäunten Gebiet kommt allen Seiten zugute. Da ist es dann auch egal, dass man Eintritt nimmt. Das Gelände muss ja unterhalten werden.


    1996 brüteten die Pinguine zwischen den Büschen der weiter oben liegenden Gärten. Das war ein stetiger Marsch vom Stand zu den Büschen und zurück. Die Trennung in Pinguinstrand und -busch (inkl. künstlicher Bruthöhlen) und menschlichen Siedlungen ist für beide Seiten ein Gewinn. Die Kolonie ist heute auch viel größer als in den 90ern. Bis zu 300 Brutpaare auf so engem Raum kann sich bei einer gefährdeten Tierart sehen lassen.


    Insgesamt nennt man so etwas wohl Win-Win-Situation.;;NiCKi;:


    Bruthöhlen aus Plaste


    interessant - davon habe ich noch nie gehört oder gar gesehen

    Brillenpinguine sind Höhlenbrüter. Ohne die Tonnen würden die Pinguine das ganze Gelände untergraben. Mit den Tonnen schützt man quasi die Pflanze drumherum. Außerdem kann man das Innere auf einfachste Art nach der Brutsaison reinigen. Die Lösung hat zwar etwas von Zoo, ist aber angewandter Naturschutz in einer Landschaft, die von den Menschen stark beansprucht wird.

    Freitag 14.11.2019 – Capetown – Boulders, der Pinguin-Hotspot


    Der Freitag begann mit einem Blick aus dem Fenster – Sonne – und einen Blick auf die Wetter-App – Sonne aber starker Wind. Der Tafelberg fiel also auch diesen Tag aus, da die Seilbahn „out of Order“ und das Plateau in Wolken war. Das schöne Wetter machte die Entscheidung leicht die Kap-Halbinsel zu besuchen. Für euch bedeutet das, es gibt viele, viele Pinguin-Bilder.


    Die Fahrt führte entlang der False Bay bis Simon's Town einem Hafen der Marine.


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    Südlich von Simon's Town hat sich in den letzten 25 Jahren eine von 2 Brillenpinguin-Kolonien auf dem afrikanischen Festland angesiedelt.


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    Bei meinem ersten Besuch in Südafrika 1994 war die Kolonie noch fast unbekannt, bei meinem 2. Besuch 1996 gehörte sie bereits zum Standardprogramm der Kapstadt-Besucher. Allerdings war damals noch bei weitem nicht so viel los wie 2019. Die Brillenpinguine brüteten damals noch in den Gärten der Anwohner, als Absperrungen dienten einfache Seilbarrieren. Es war alles noch im entstehen.

    Heute hat der Bereich etwas von einem großen Zoogehege mit Zugang zum Ozean. Natürlich gab es auch einen offiziellen (Gehege-) Plan.


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    Wir hatten unser Auto am Seaforth Square abgestellt und machten uns sofort auf zum Visitor Center, um den Touristenmassen des Tages etwas zuvor zu kommen. Boulders gehört zum Table Mountain Nationalpark und wird folgerichtig von SANParks betreut. Die WildCard wird als Eintrittskarte akzeptiert, so dass für uns keine weiteren Eintrittsgelder fällig wurden.


    Ein umgebungsschonender Holzweg führte zum Foxy Beach.


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    Vom Weg konnte man die einfachen Bruthöhlen aus Plaste erkennen. Pinguine sind mit einfachen Heimen zufrieden. Die Eigenheime waren nummeriert. Die 300 war die höchste Nummer, die ich entdecken konnte.


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    Der Boardwalk endete in einer Plattform mit Logenblick auf den Foxy Beach. Damit ihr euch ein besseres Bild machen könnt, der Anblick von der anderen Seite des Strands.


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    Die Besucher stehen also direkt neben den Brillenpinguinen und haben direkten Einblick in ihr Strandleben. Die Pinguine gaben uns einen Einblick in ihren Strandvormittag.


    Räusper


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    Um 10:30 kehrte eine große Gruppe von ihrem Ausflug ins Wasser zurück.


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    Trockenschütteln


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    Einige Pinguine mussten hungern. Es war Zeit zum Mausern. Die alten Federn juckten.


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    Ein Großteil der Brillenpinguine lag aber im starken Wind am Strand. Die Augen kneifen sie nicht wegen der Sonne zu, sondern weil der feine Sand über den Strand pfiff und die Pinguine sandstrahlte.


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    Paarbeziehungen wollen aber auch am Strand gepflegt werden.


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    Diesen Pinguin fand ich besonders süß. Er hatte ein Geschenk für seine(n) Liebste(n).


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    Felskraxeler-Pinguine, unsere Maskottchen, auf einem der Strandblocks mit einer Kolonie Kapscharben.


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    Die Beiden hatten genauso wie wir einen Sinn für tolle Aussichten. :gg:


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    in mitten der startenden Kormorane


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    Auf der anderen Seite des Beaches gab es eine zweite Plattform. Die Sicht von dort ist nicht ganz so gut, da man mittags gegen die Sonne schaut.


    Wir hatten einen Guide mit einer kleinen 4er Gruppe belauscht, der seinen Gästen von einem Strand erzählte, wo man direkt an die Pinguine herankommen kann. Wir folgten ihnen zum Boulder Beach. Am Boulder Beach kann man sich als Besucher direkt auf den Strand legen. Zwischen den Felsen lungern auch einige Brillenpinguine herum. Wenn sie Ruhe vor den Menschen haben wollten, verzogen sie sich auf die abgesperrten Felsen.


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    Dort saß auch dieser kleine Punk.


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    Auf den Felsen im Hintergrund lagerte eine Seeschwalben-Kolonie.


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    Ein Großteil der Seeschwalben waren sicher wieder die altbekannten Eilseeschwalben (Thalasseus bergii). Auf den Bildern konnte ich aber auch zwei weitere Arten im Schlichtkleid ausmachen. Vorne links sind mehrere Flussseeschwalben (Sterna hirundo) zu erkennen.

    Eine gehaubte Seeschwalbe hatte eine andere Schnabelfarbe, eine Brandseeschwalbe (Thalasseus sandvicensis) im Schlichtkleid.


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    Durch die Leute auf ihren Strandlaken waren am Boulder Beach wenige Pinguine zu sehen. Am linken Rand des Strandes lag ein Durchgang zwischen den Felsen, der mit etwas Kletterei zum Nachbarstrand dem 1st Beach führte.


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    Im Windschatten der Felsen ruhten deutlich mehr der Frackträger. Sie ließen uns ziemlich nah an sich heran. Einen Meter Abstand sollte man aber schon haben, da sie auch mal empfindlich hacken können. Das Tele hilft bei den Fotos trotzdem etwas Abstand zu halten.


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    Impressionen von den 1st Beach Pinguinen


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    Paare halten auch in der Mauser zusammen.


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    „Meine Höhle – bleib weg“


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    ein frischer Federball


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    Gegenseitige Federpflege


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    Chillen auf den Felseninsel


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    Die Brillenpinguine von Boulders gehören zu den Höhepunkten eines Kapstadt-Besuchs. Es ist kein Wunder, dass die Touristen sich dort auf den Füßen stehen. Am 1st Beach war aber erstaunlich wenig los. Wir waren dort mit 5 anderen Leute ganz alleine unterwegs.


    Ach ja im Pinguin-Zoo gab es auch noch andere Bewohner, die aber weniger Aufmerksamkeit auf sich zogen. Gegen Brillenpinguine ziehen sie in der Publikumsgunst den Kürzeren.


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    Der Rest des Tages folgt im nächsten Teil.

    Lions Head haben wir vor den Treppen abgebrochen.

    Ich hatte mal wieder Kreislaufprobleme und da wollten wir den Teil nicht wirklich angehen.

    Mit Kreislaufproblemen oder auch Schwindelgefühl sollte man die obere Strecke nicht angehen. Dafür ist die Strecke zu ausgesetzt.

    Bei normaler Fitness ist der Aufstieg aber kein Problem und der Blick ist fast besser wie vom Tafelberg.


    Bis zum Plateau ist es aber auch ein schöner Weg, der sich lohnt, wenn der Tafelberg "zu" sein sollte.