Live - Wild East and Deep South - Unterwegs in Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg und Kärnten

    • Official Post

    Mittwoch 17. Juni 2020 Radtor an der Drau - von Augsdorf zur Draufähre Kellerberg


    Die Wettervorhersage ist immernoch durchwachsen, was eben galt, ist später schon wieder anders. Vor uns Richtung Westen ist es Blau, also fahren wir dort hin.
    Von der Pension geht es direkt über den Garten in den Wald. Dort folgen wir den alten Pilgerweg Richtung Rosegg an den Fluss Drau.
    Der offzielle Drauradweg wurde inzwischen verlegt, wir nehmen den alten Verlauf, denn der ist an der Drau - ein Meter breit oberhalb der Drau.
    Der direkte Blickkontakt zum Fluss ist uns meistens verweht, da steht ein Busch- und Baumreihe im Weg. X(
    Die Drau ist zwecks Stromerzeugung durch Wasserkraftwerke gestaut, falls sich jemand über die Wassermassen wundert. Dabei ist bei St-. Ulrich/Wernberg eine Drauschleife entstanden und damit ein Naturparadies. Und wir bekommen die ersten Sonnenstrahlen ab.


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    Weiter geht es durch Villach und wir wechseln die Seite.


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    Es geht schließlich nicht ohne Schlösser bei uns. So machen wir einen Abstecher nach Süden zum Dinzlschloss (Nr.105)


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    1550 von Sigmund Khevenhüller erbaut. 1622 taucht Hans Widmann als Besitzer des Schlosses auf, 1637 die Familie Grotta von Grottenegg, nach 1874 Ignaz Dinzl. 1944 vererbte Else Dinzl das Schloss an die Stadt Villach


    und Schloss Werthenau (Nr.106).


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    1625 erbaut, benannt nach dem Burgamtmann Michael Pfleger von Werthenau. Im 18. Jh. umgebaut und seit dem im Besitz der Familie Millesi ist.


    Dann geht es auf den gleichen Weg zurück zur Drau. An einem Sperrwerk wechseln wir wieder die Flussseite und dort gewinnt die Sonne dann für die nächste Zeit die Herrschaft über die Wolken. Wir machen ein Päuschen.


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    Die zweite Hälfte des Weges gefällt uns, halt weil die Sonne scheint. Wir wechseln wieder die Flussseite und passieren Schloss Kellerburg ohne ein Foto zu machen, auf dieser Seite des Flusses sind wir zu dicht dran. Wir erreichen schließlich den Wendepunkt nach ca. 40 km bei der Draufähre Feffernitz - Weisenstein. Es ist eine Gierseilfähre. Ein Stahlseil ist über den Fluss gespannt und je nach Ruderstellung des Fährmanns, treibt es die Fähre durch die Strömung über den Fluss.


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    Wir fahren auf den anderen Flussseite zurück, der Weg ist hier rauher, und damit schöner. Schloss Kellerburg (Nr.107) kommt wieder in Sicht und diesmal gibt es ein Foto.

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    Nach der Zerstörung der Burg Kellerberg (Burgrest südl. des heutigen Schlosses) durch das Erdbeben von 1384, entstand hier der neue Herrschaftssitz. Der heutige Bau ist von 1492. Nach dem Aussterben der Ortenburger kam das Lehen über die Grafen von Cilli 1456 an den Kaiser. 1514 belehnt Maximilian I Sigmund von Dietrichstein mit Kellerberg.

    1527 gab Sigmund das Lehen an Christoph Keller von Kellerberg. 1527 verkaufte von Dietrichstein Kellerberg an Moriz Christof Khevenhüller. Der Lehnsherr wechselte mehrmals, der Lehnsnehmer blieb gleich. Mit dem Aussterben der Keller von Kellerberg ging das Schloss 1894 an die Familie Rothauer, denen es bis heute gehört.

    1929 fand man bei Renovierungsarbeiten einen Schlüssel aus dem 15. Jh. in einer vermauerten Schießscharte. Der beiliegende Zettel zerfiel bei der Bergung. Die zum Schlüssel passende Truhe mit dem Schatz wurde bis heute nicht gefunden.


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    Ab dem Schloss wird der Weg die nächsten Kilometer sandig, aber noch nicht sehr tief. Bei der Einmündung eines Baches machen wir Päuschen, bevor wir den offiziellen Radweg wieder erreichen.


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    Bis zum Sperrwerk ist es nun die gleiche Strecke wie auf dem Hinweg, dann kommt der unbekannte Teil durch die Stadt Villach. Wir kommen an einer Bratbude vorbei die Mittwochs grillt und wir bestellen Kotelett.


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    Schließlich erreichen wir wieder die Brücke auf der wir das erste Mal die Flussseite gewechselt hatten. Eine eigenwillige Konstruktion, der Radweg liegt zwischen den Autofahrbahen, einen Meter tiefer.


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    Am Badesee Silbersee vorbei mache wir noch einmal Rast an der Drauschleufe, bevor Petrus wieder die Wolken vor die Sonne schiebt. Wir fahren nach links auf die Halbinsel in Mitten der Drauschleife und machen ein Foto von Schloss Wernberg, heute Kloster. (Nr.108)


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    Renaissanceschloß über dem Steilufer der Drauschleife, 1227 erstmals als Burg Werdenberch urkundlich erwähnt. Seit 1403 Wernberg genannt. Die Burg ging an die Habsburger. 1519 ging sie durch Erbschaft in den Besitz der Khevenhüller, die sie zu einem Sommerschloss ausbauen. 1630 wurden Schloss und Herrschaft Wernberg verkauft, als Paul Khevenhüller als Protestant im Zuge der Gegenreformation auswandern musste.

    In der Folgezeit wechselte das Schloss häufig den Besitzer, von 1672 - 1783 gehörte es dem Stift Ossiach, seit 1935 ist das Schloss im Besitz der Missionsschwestern vom Kostbaren Blut.


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    Aus dieser Fahrtrichtung ist der alte Drauradweg gesperrt, macht nix, wir fahren ihm trotzdem. Durch den Wald dann wieder hoch zur Pension, geschafft, 84 km mehr auf dem Tacho.


    Bei der Pension angekommen, suche ich den alten Patt runter nach Velden, den ich mit Muttern immer runter zur Esidiele gegangen bin. :gg:
    Unterwegs ein Bild von der Pension im Abendlicht gemacht.


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    Auf dem Rückweg durch den Wald ist schon recht dunkel, macht mir nix, solange ich die Hand vor Augen sehe, :gg:


    :GN:


    To be continued

    • Official Post

    Donnerstag 18. Juni 2020 Die Burg schlechthin - Hochosterwitz

    Die Wetterfrösche können es nicht, die Schönwetterperiode verschiebt sich immer weiter nach hinten. Ab Freitag soll es nun 14 Stunden sonnig sein. Wers glaubt. Heute sind 8 Stunden im Raum Hochosterwitz in der Glaskugel gelesen worden. :nw:

    Ich mach mir meine eigene Vorhersage, gestern war Abendrot beim Sonnenuntergang, dann gabs immer schönes Wetter, also wirds schön, Punkt. (Natürlich hatten wir Freitag nicht 14 Stunden Sonne. ;,cOOlMan;: )
    Wir fahren also nach Hochosterwitz (Nr.109), immer noch im Besitz der Familie Khevenhüller, die die Burg zwischen 1570 bis 1583 zu ihrer heutigen Gestalt ausbauten. Schon von weitem ragt der Burgfelsen bei der Anfahrt von Klagenfurt vor einem auf.


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    Bevor wir uns an den Aufstieg machen, fahre ich noch einen Feldweg nach Süden.


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    Der Aufstieg zur Kernburg windet sich in Serpentinen um den Fels nach oben, durch 14 Tore muss man gehen, bis man oben ist. Alternativ gibt es einen Fahrstuhl, aber das ist nicht das gleiche Erlebnis. Unzählige Male war ich schon oben, alleine bin ich den Weg noch nie gegangen. :EEK: .


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    Ich knipse natürlich jedes Tor von vorne, von hinten und im Detail. Oben ist in einem Flügel das Burgmuseum, wo maan nicht knipsen darf. Dort sind Rüstungen über Rüstungen, Hieb- und Stichwaffen und Feuerbüchsen. Burg eben. :SCHAU:


    Wieder draußen neben wir Platz im Restauranthof, nur wenige Plätze sind besetzt, da hat die Bedienung Zeit mit uns zu tratschen. Birgitt will mit dem Fahrstuhl nach unten fahren, ich nicht. Wenn wir unten sind, können wir ja mit dem Fahrstuhl wieder hoch fahren. Kostet 9€ extra. Birgitt bekommt es für 5€ und fährt begeistert nach oben.


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    Auf dem Rückweg nehmen wir noch zwei Burgen mit, bei Burgruine Waisenberg (Nr.110)
    gibt es keinen Zugang, der Bauer will es nicht.


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    Also weiter zu Schloss Neudenstein (Nr.111), welches auf einem Weinberg oberhalb dem Drautal bei Völkermarkt thront.


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    Der Teer hört auf und über Feldwege geht es nach (Nr.112) Burgruine Höhenbergen.


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    Dann klingelt das Telefon, Cheffe ist dran. Coronaausbruch bei Tönnies bei uns im Ort, Maskenpflicht im Büro :kotz: , ab 1.000 Fällen soll es zum Lockdown kommen. Aktuell ist Verl Sürenheide mit 285 Tönniesbeschäftigten = 670 Bewohner abgeriegelt und die Trefferquote der Infizierten von 2/3 auf 1/3 zurück gegangen. Abwarten. X(


    Zurück in der Pension gehen wir wieder runter nach Velden zum Eisessen.


    :GN:


    To be continued

  • Wieder eine tolle Burgenausbeute. :!!


    Higheasterjoke scheint ja wirklich beeindruckend zu sein. :clab: Wurde das je eingenommen oder hat man‘s gar nicht erst versucht, weil‘s damals noch keinen Fahrstuhl gab? :gg:

  • Umrundung des Wörthersees per Rad

    So etwas ist klasse.

    außer das fehlenden Radnetz.

    Das weniger.... :rolleyes:

    Während der Woche wirds billiger ab 404€ bis 2905€

    Das ist ja schon fast ein Schnäppchen ;haha_

    Ab dem Schloss wird der Weg die nächsten Kilometer sandig

    Puh, das klingt anstrengend :EEK: .

    Hochosterwitz

    Was für ein imposantes Gebäude :!! .

  • Wir fahren gegen den Uhrzeigersinn, da wir das noch nicht wissen.

    :ohje: man kann ja nicht alles wissen

    Während der Woche wirds billiger ab 404€ bis 2905€

    Schnapper - wenn man wenigstens noch von Roy Blech prsönlich begrüsst würde :gg:

    Vom See sieht man dabei nur selten was, da die Seegrundstücke immer durch einen Sichtschutzzaun abgeriegelt sind.

    Für Besucher echt ätzend, aber aus sicht der Anwohner schon verständlich

    Hier haben meine Eltern 1959 ihre Flitterwochen verbracht.

    Ah, meine Eltern haben auch 1959 geheiratet - Flitterwochen fanden in London statt

    Wir sind in Minimundus angekommen,

    Ist notiert :!!

  • Die Wetterfrösche können es nicht, die Schönwetterperiode verschiebt sich immer weiter nach hinten.

    ich habe ja die leise Hoffnung, dass wir im Juli dort endlach mal gutes Wetter in Österreich haben werden - schau mel mal

    Schon von weitem ragt der Burgfelsen bei der Anfahrt von Klagenfurt vor einem auf.

    sieht toll aus, setze ich auf die Liste
    Der Fahrstuhl wird meiner familie gefallen

    ab 1.000 Fällen soll es zum Lockdown kommen.

    jetzt sind es über 1000 Fälle - wie siehts aus mit Lockdown ?

    • Official Post

    Schöne Ecke ist das da schon und tolle Burgen. Das gefällt mir. Wetter ging ja zumindest einigermaßen.

    Ja Wetter war akzeptabel.

    Higheasterjoke scheint ja wirklich beeindruckend zu sein.

    Ist es, wenn man zu Fuß geht.

    Wurde das je eingenommen

    IMHO nein. Gab ja keinen Fahrstuhl.

    Puh, das klingt anstrengend

    Nö, mit den Stollenreifen geht das und nach dem feuchten Wetter war er ja noch fest.

    aber aus sicht der Anwohner schon verständlich

    Richtig.

    Ist notiert

    :gg:

    sieht toll aus, setze ich auf die Liste
    Der Fahrstuhl wird meiner familie gefallen

    Du musst durch die Tore unbedingt nach oben, sagt selbst Birgitt die unbedingt Fahrstuhl fahren wollte.

    jetzt sind es über 1000 Fälle - wie siehts aus mit Lockdown ?

    Wüsste ich auch gerne, ist ja We, gäbe es einen wären wir noch dort und nicht wieder in Burghausen.

  • Nun aber los, auf zur Pension der Sommer meiner Kindheit. Um 18 Uhr kommt der Ulli an und wird mit großem Hallo empfangen, so nach dem Motto, nach 26 Jahren kehrt der verlorene Sohn wieder heim.


    War schon sehr berührend.

    Wie rührend ;;ebeiL_,

    Der Aufstieg zur Kernburg windet sich in Serpentinen um den Fels nach oben, durch 14 Tore muss man gehen, bis man oben ist. Alternativ gibt es einen Fahrstuhl, aber das ist nicht das gleiche Erlebnis. Unzählige Male war ich schon oben, alleine bin ich den Weg noch nie gegangen. .

    Sehr imposante Burg :!!