Namibia 2019 - Der Bericht

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      Hallo Elke, leider gab ich grad nur das Tablet zur Hand und da funktioniert das Zitieren nicht wirklich ;te:
      Wir waren in Südirol zum Wandern und verwöhnen lassen =) ....und Richtung Südafrika geht's im November ....

      Soso, da habt ihr heute ja einen richtigen Langschläfer Tag hingelegt ;,cOOlMan;: ;haha_ ...mit euren Aufstehzeiten hab ich schon im Alltag zu kämpfen :schaem: das geht im Urlaub nur mal ab und zu für einen Sonnenaufgang :rolleyes: :gg: ....
      Das Damara Living Museum gefällt mir bedeutend besser, als der Besuch bei den Himbas..
      Feines Essen und im Anschluss noch eine Schlangen Sichtung :!! :clab: ein toller Tag !
      Herzliche Grüße Ulli
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      Ulli wrote:

      Richtung Südafrika geht's im November
      Da bin ich ja echt mal gespannt, wie es Euch gefällt.

      Ulli wrote:

      mit euren Aufstehzeiten hab ich schon im Alltag zu kämpfen
      Kann ich verstehen ;)
      Allerdings sind die Tage in Namibia eben sehr kurz gewesen - gerade im afrikanischen Winter.
      Sonnenaufgang 7:20 Uhr, Sonnenuntergang 18:10 Uhr (so ungefähr)
      Wenn man die Zeit dann voll ausnutzen möchte, hilft eben nur frühes Aufstehen...

      Ulli wrote:

      Das Damara Living Museum gefällt mir bedeutend besser, als der Besuch bei den Himbas..
      Ging uns genauso ;;NiCKi;:
      Liebe Grüße, Elke
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      Elke wrote:

      Hier werden im wesentlichen Steine verkauft, die sich nicht wirklich von denen unterscheiden, die überall an der Straße herumliegen
      Ich hab noch nie verstanden, warum Leute Steine kaufen. :nw:

      Elke wrote:

      Dort angekommen, parken wir das Auto, schnüren unsere Wanderschuhe und bekommen nach der Zahlung des Eintritts einen Führer zugeteilt, der mit uns den kurzen Weg zu den Felsgravuren läuft und uns diese so gut als möglich erklärt.
      Gab's verschiedene Touren? Ich hab mir aufgeschrieben, dass es eine kurze und eine lange gibt. Welche habt ihr gemacht?
      Und wart ihr mit dem Guide alleine?

      Elke wrote:

      Nach dem Essen gibt es auf dem Rückweg zu unserem Häuschen dann noch eine überraschende Begegnung: am Weg schlängelt sich eine ziemlich große Rock Python entlang.
      Wow! :EEK:
      Viele Grüße
      Nadine
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      MsCrumplebuttom wrote:

      Ich hab noch nie verstanden, warum Leute Steine kaufen
      Geht mir genauso...

      MsCrumplebuttom wrote:

      Gab's verschiedene Touren? Ich hab mir aufgeschrieben, dass es eine kurze und eine lange gibt. Welche habt ihr gemacht?
      Und wart ihr mit dem Guide alleine?
      Also ich kann mich nicht erinnern, dass es da verschiedene Touren gegeben hätte.
      Wir haben einfach die Tour zu den Felsgravuren bezahlt und dann zusammen mit einem anderen deutschen Paar einen Guide zugeteilt bekommen.
      Wir waren also zu viert und haben unterwegs noch ein paar andere Gruppen getroffen.
      Insgesamt dauerte die Tour etwa eine Stunde.
      Liebe Grüße, Elke
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      Montag, 27.05.2019: Brandberg

      Der Wecker klingelt um 6:30 Uhr und erlöst uns von unserem nächtlichen Elend: Da es sehr warm ist, haben wir mangels Klimaanlage die ganze Nacht über den Decken-Propeller an. Dieser macht ein nervtötendes Geräusch und wir haben fast ein bisschen Bedenken, dass er irgendwann herunterfällt und uns erschlägt, weil er so arg wackelt. Und dabei schafft er es nicht mal wirklich, die Wärme im Zimmer halbwegs erträglich zu gestalten.

      So sind wir also ganz froh, als die Nacht endlich herum ist und wir zum Frühstück gehen können.

      Dieses ist ähnlich gut wie das Abendessen gestern - ein tolles Buffet mit einer riesigen Auswahl.
      Ich bestelle mir ein Omelett, Andreas nimmt Spiegeleier und wir schmieren uns noch ein paar Brote für unterwegs.

      Dann packen wir in unserem Häuschen alles zusammen, während die Housekeeping-Mädchen mit den hübschen Leoparden-Schürzen eifrig die staubigen Fenster unseres Autos putzen.

      Um kurz nach 8:00 Uhr haben wir ausgecheckt und sind startklar. Noch ein letzter Blick auf die im Morgenlicht strahlenden Häuschen und dann geht es los.





      Heute soll uns die Fahrt zum Brandberg führen. Die Landschaft unterwegs gefällt uns ausnehmend gut:













      Wir sehen das Brandbergmassiv die ganze Zeit vor uns - fahren gefühlt direkt darauf zu. Allerdings ist es in der Ferne noch ziemlich trüb.





      Wir nehmen die Route, die uns Google Maps vorgeschlagen und mit 2.5 Stunden angegeben hat. Bisher sind wir damit immer ganz gut gefahren, wenn wir noch 20 Prozent Puffer obendrauf gerechnet haben. Aber hier und heute hat sich Google kräftig vertan.

      Als wir das trockene Flussbett des Ugab Rivers überquert haben, beginnt ein kleines Offroad-Abenteuer.

      Ohne Allrad und High Clearance wären wir hier ziemlich aufgeschmissen - Andreas muss sogar zeitweise den L4 benutzen. Wir sind uns irgendwann nicht mal mehr sicher, ob das tatsächlich noch eine Straße ist, auf der wir hier entlang fahren - aber es ist in jedem Fall eine spannende und abenteuerliche Strecke, bei der Andreas seine Fahrkünste unter Beweis stellen kann und wir nebenher eine kostenlose Massage bekommen







      Als wir irgendwann wieder unten im Flussbett des Ugab ankommen, wird das Fahren deutlich angenehmer und wir können uns nebenbei ein bisschen nach den Wüstenelefanten umschauen, die hier leben sollen - allerdings leider erfolglos.

      Wir brauchen natürlich deutlich länger als ursprünglich geplant und kommen erst nach 12:00 Uhr am Brandberg an. Aber da wir heute ein eher entspanntes Programm haben, ist das nicht weiter schlimm.
      Wir essen unsere Brote, schnüren die Wanderschuhe und melden uns an der Rezeption an für die Wanderung zur White Lady.

      Diese ist nur mit einem Führer möglich und so zahlen wir unseren Eintritt von 100 NAD pro Person und bekommen gemeinsam mit einem anderen deutschen Pärchen den Guide Erwin zugeteilt. Zwei Stunden soll die Tour in etwa dauern und wir laufen bei brütender Hitze gegen 12:30 Uhr los.

      Waren wir bisher mit unseren Guides immer absolut zufrieden, versaut Erwin den Schnitt leider total. Er stürmt in einem Affentempo los, als ob er die Strecke in der halben Zeit bewältigen und einen neuen Streckenrekord aufstellen wollte. Dabei redet er kein einziges Wort und schert sich nicht wirklich darum, ob alle hinterherkommen.

      Die anderen beiden bemühen sich und bleiben halbwegs an ihm dran, aber mir ist das in der Mittagshitze einfach zu schnell und so fallen wir immer weiter zurück. Erwin scheint das nicht im Mindesten zu interessieren und so bekommen wir die anderen irgendwann überhaupt nicht mehr zu sehen. Dafür lassen wir die schöne Umgebung unterwegs etwas mehr auf uns wirken.















      Als wir dann an den Felszeichnungen ankommen, haben die anderen zumindest auf uns gewartet und Erwin erklärt das Nötigste:

      Die Zeichnungen sind etwa zwei- bis viertausend Jahre alt und zeigen zahlreiche Jäger mit Speeren oder Bögen, umgeben vom typischen Jagdwild wie Oryxantilopen und Zebras.

      Die berühmteste Figur ist die Weiße Dame, nach der die gesamte Zeichnung benannt ist. Früher ging man aufgrund der Körperhaltung und des Gegenstandes in den Händen der Figur davon aus, dass sie eine Frau darstellt. Heute nimmt man eher an, dass es sich bei den Gegenständen um Jagdausrüstung handelt und die Figur daher einen Krieger oder Schamanen darstellt.













      Nachdem wir alles angeschaut haben, geht es im gleichen Tempo und genauso stillschweigend und ignorierend wieder zurück.
      Nach 90 Minuten erreichen wir wieder den Parkplatz: Streckenrekord knapp verfehlt - deshalb gibt es heute auch kein Trinkgeld.

      Wir entledigen uns der Wanderschuhe und der qualmenden Socken und verlassen gegen 14:15 Uhr das Brandberg-Gebiet in Richtung Uis.

      Unterwegs kommen wir an einem Verkaufsstand vorbei, an dem ein kleiner Junge einen leeren Wasserkanister schwenkt und uns winkt anzuhalten.
      Er fragt nach Wasser und nach etwas zum Essen.
      Natürlich füllen wir ihm seinen Kanister wieder voll und geben ihm ein paar Müsli-Riegel - mehr haben wir leider nicht dabei.
      Aber wir fragen uns schon, wo der Junge so ganz alleine und ohne Wasser bei dieser Hitze herkommt - keine Erwachsenen weit und breit und kein Dorf in der Nähe...

      In Uis fahren wir zunächst zur Tankstelle, wo uns sofort wieder die Makalani-Nuss-Verkäufer umzingeln.
      Aber mittlerweile sind wir Profis im Ablehnen und so lassen sie uns recht schnell in Ruhe.

      Dann checken wir in Petras Gästehaus ein und sind einigermaßen überrascht, als uns Naphtali begrüßt und sich als Eigentümer vorstellt. Wir hätten ja eher eine Petra erwartet. Er erklärt uns dann, dass er das Guesthouse vor etwa zwei Jahren von den beiden Deutschen Petra und Ralf übernommen und den Namen beibehalten hat.

      Wir bekommen eine kurze Einweisung in die Gegebenheiten und beziehen unser Zimmer. Dieses ist recht einfach im Vergleich zu den Lodges der letzten Tage aber dafür kostet es auch nur einen Bruchteil davon.











      Naphtali empfiehlt uns zum Abendessen ein kleines Restaurant in der Nachbarstraße: Inecia‘s Home Kitchen.
      Dort muss man das Essen vorbestellen, was wir auch direkt tun.

      Da man dort allerdings nur mit Cash zahlen kann und wir diesbezüglich gerade etwas klamm sind, machen wir uns nochmal zu einem Rundgang durch Uis auf, um einen ATM zu suchen. Wir finden sogar zwei - einen im Supermarkt und einen an der Tankstelle - aber beide haben gerade kein Bargeld und vermelden „no usable bills“.

      Wir wollen bei Naphtali das Abendessen schon wieder stornieren, um uns nicht völlig blank zu machen. Doch da bietet er an, uns 500 NAD in bar zu geben, die wir dann bei der Zahlung der Unterkunft mit Kreditkarte einfach obendrauf schlagen. Perfekt

      Kurz vor Sonnenuntergang fahren wir noch auf die stillgelegte Abraumhalde der ehemaligen Zinnmine hinauf, von wo man einen tollen Ausblick hat. Normalerweise macht Naphtali diese Sundowner-Tour mit seinen Gästen, aber im Moment ist sein Landrover kaputt, so dass wir nach seiner Wegbeschreibung selbst fahren.









      Danach gehen wir zu Inecia‘s Home Kitchen zum Abendessen. Es gibt einfache Hausmannskost, die aber sehr lecker ist und einmal etwas Abwechslung zu den ständigen Buffets in den Lodges darstellt. Auch treffen wir hier erstmals einheimische Schwarze in einem Restaurant.

      Zurück im Gästehaus lassen wir den Abend gemütlich mit einem Glas Wein und einem Bierchen auf der Terrasse ausklingen.


      Gefahrene Kilometer: 177 Strecke
      Wetter:
      Übernachtung: Petras Gästehaus
      Liebe Grüße, Elke
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      Elke wrote:

      Als wir das trockene Flussbett des Ugab Rivers überquert haben, beginnt ein kleines Offroad-Abenteuer.
      Ei, ei, ei! Weißt du noch, welcher Abschnitt genau so schlecht war? War das die D2612?

      Elke wrote:

      Waren wir bisher mit unseren Guides immer absolut zufrieden, versaut Erwin den Schnitt leider total. Er stürmt in einem Affentempo los, als ob er die Strecke in der halben Zeit bewältigen und einen neuen Streckenrekord aufstellen wollte. Dabei redet er kein einziges Wort und schert sich nicht wirklich darum, ob alle hinterherkommen.
      Ein Afrikaner in Eile? Was ist da bloß schiefgelaufen? :tongue:

      Elke wrote:

      Dann checken wir in Petras Gästehaus ein und sind einigermaßen überrascht, als uns Naphtali begrüßt und sich als Eigentümer vorstellt. Wir hätten ja eher eine Petra erwartet. Er erklärt uns dann, dass er das Guesthouse vor etwa zwei Jahren von den beiden Deutschen Petra und Ralf übernommen und den Namen beibehalten hat.
      Da sind wir ja auch! Sieiht absolut ok aus. =)

      Elke wrote:

      Wir bekommen eine kurze Einweisung in die Gegebenheiten und beziehen unser Zimmer. Dieses ist recht einfach im Vergleich zu den Lodges der letzten Tage aber dafür kostet es auch nur einen Bruchteil davon.
      Genau deswegen haben wir es auch genommen! Wir waren schon froh, dass man zwischendurch mal kein kleines Vermögen pro Nacht zahlen muss.

      Elke wrote:

      Dort muss man das Essen vorbestellen, was wir auch direkt tun.
      Da wollen wir witzigerweise auch hin. Wo habt ihr das Essen vorbestellt? Beim Gästehaus oder direkt beim Restaurant?
      Viele Grüße
      Nadine
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      MsCrumplebuttom wrote:

      Ei, ei, ei! Weißt du noch, welcher Abschnitt genau so schlecht war? War das die D2612?
      Nein, die 2612 war ganz in Ordnung. Es war ein Stück Straße ohne Nummer zwischen der 2319 und der 2359.
      Zu unserer kompletten gefahrenen Strecke an dem Tag hab ich ja oben einen Link.
      Hier ist noch mal ein extra Ausschnitt im Anhang von unserer Aufzeichnung der Fahrt, markiert mit dem schlechten Stück:

      MsCrumplebuttom wrote:

      Ein Afrikaner in Eile? Was ist da bloß schiefgelaufen?
      ;haha_ ;haha_

      MsCrumplebuttom wrote:

      Genau deswegen haben wir es auch genommen! Wir waren schon froh, dass man zwischendurch mal kein kleines Vermögen pro Nacht zahlen muss
      Ging uns genauso - das war insgesamt ja ein ganz schön teurer Urlaub...

      MsCrumplebuttom wrote:

      Da wollen wir witzigerweise auch hin. Wo habt ihr das Essen vorbestellt? Beim Gästehaus oder direkt beim Restaurant?
      Das haben wir direkt bei Naphtali gemacht.
      Er hatte eine Speisekarte da und wir konnten das direkt bei ihm vorbestellen.
      Files
      Liebe Grüße, Elke
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      Elke wrote:

      Aber wenigstens dürfen wir diesmal unsere geschmierten Lunch-Brote behalten
      ;haha_

      Elke wrote:

      Hier wollen wir uns anschauen, wie die Damara vor Jahrhunderten lebten und einen kleinen Einblick in ihre traditionelle Kultur bekommen.
      Also das Dorf ist ja deutlich angenehmer :!!

      Elke wrote:

      Eines der Werkzeuge, auf das die Männer besonders stolz sind, ist dieses Universal-Tool, das zum Rasieren, Rückenkratzen und vielen mehr verwendet werden kann:
      Perfekt :gg:

      Elke wrote:

      Was dabei auffällt, dass die Männer durchweg eine dunklere Haut haben als die Frauen. Wie wir später erfahren, liegt das wohl daran, dass Frauen ihre Haut gegen die Sonne schützen. Männer tun das eher nicht, da sie sonst als schwach angesehen würden.
      Man lernt doch nie aus :EEK:

      Elke wrote:

      Andreas nimmt sich eines dieser „Universalwerkzeuge“ zum Rückenkratzen mit
      Genau das wäre auch in unser Gepäck gewandert ;haha_ :!!

      Elke wrote:

      Die Gravuren sollen etwa 2000 bis 6000 Jahre alt sein und es gibt unheimlich viele davon
      Klasse, schon echt interessant ;;NiCKi;:

      Elke wrote:

      Wir fahren wieder zur Lodge zurück und verchillen den restlichen Nachmittag auf unserer schattigen Terrasse und am Pool.
      Der Pool sieht richtig einladend aus, ein fauler Nachmittag ist auch mal ganz nett :gg: ;;NiCKi;:

      Elke wrote:

      Nach dem Essen gibt es auf dem Rückweg zu unserem Häuschen dann noch eine überraschende Begegnung: am Weg schlängelt sich eine ziemlich große Rock Python entlang.
      :EEK: :EEK: Neid ;;PiPpIla;; ;;PiPpIla;; ;;PiPpIla;;

      Elke wrote:

      Der Wecker klingelt um 6:30 Uhr und erlöst uns von unserem nächtlichen Elend: Da es sehr warm ist, haben wir mangels Klimaanlage die ganze Nacht über den Decken-Propeller an. Dieser macht ein nervtötendes Geräusch und wir haben fast ein bisschen Bedenken, dass er irgendwann herunterfällt und uns erschlägt, weil er so arg wackelt.
      Ihr habt ja regelrecht ausgeschlafen :MG: :MG: , aber in dem heißen Zimmer war die Nachtruhe wohl wirklich eher bescheiden :traen:

      Elke wrote:

      Aber hier und heute hat sich Google kräftig vertan.
      :EEK: ;haha_

      Elke wrote:

      Ohne Allrad und High Clearance wären wir hier ziemlich aufgeschmissen - Andreas muss sogar zeitweise den L4 benutzen.
      Schaut echt holprig aus :rolleyes: :rolleyes:

      Elke wrote:

      Zwei Stunden soll die Tour in etwa dauern und wir laufen bei brütender Hitze gegen 12:30 Uhr los.
      Die absolut beste Zeit für eine Wanderung :la1;

      Elke wrote:

      Die anderen beiden bemühen sich und bleiben halbwegs an ihm dran, aber mir ist das in der Mittagshitze einfach zu schnell und so fallen wir immer weiter zurück. Erwin scheint das nicht im Mindesten zu interessieren und so bekommen wir die anderen irgendwann überhaupt nicht mehr zu sehen.
      Der hat ja wohl ein Rad ab, der Kerl :pipa:

      Elke wrote:

      Als wir dann an den Felszeichnungen ankommen, haben die anderen zumindest auf uns gewartet und Erwin erklärt das Nötigste:
      :rolleyes: :rolleyes:

      Elke wrote:

      deshalb gibt es heute auch kein Trinkgeld.
      Ist wohl die einzige Möglichkeit, ihn abzustrafen :wut1: :wut1: :wut1:
      Das waren trotzdem 2 tolle Tage :clab:
      liebe Grüße

      Ina

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      Ina wrote:

      Also das Dorf ist ja deutlich angenehmer
      Das hat uns auch deutlich besser gefallen ;;NiCKi;:

      Ina wrote:

      Genau das wäre auch in unser Gepäck gewandert
      ;;Gi5;:

      Ina wrote:

      ein fauler Nachmittag ist auch mal ganz nett
      Man glaubt es fast nicht - aber davon hatten wir (zumindest ich :gg: ) in diesem Urlaub einige...

      Ina wrote:

      Ihr habt ja regelrecht ausgeschlafen
      Klar - für unsere Verhältnisse ;)

      Ina wrote:

      Die absolut beste Zeit für eine Wanderung
      Du weißt ja: nur die harten...
      Liebe Grüße, Elke
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      Dienstag, 28.05.2019: Spitzkoppe


      Als wir um 7:00 Uhr zum Frühstück kommen, sind die vier Franzosen, die auch im Guesthouse übernachten, bereits fertig und haben die komplette Terrasse in eine stehende Qualmwolke verwandelt. Es riecht total übel und es ist nicht sehr angenehm dort zu essen.

      Das Frühstück selbst ist eher bescheiden, aber dafür kreativ und liebevoll im Korb eines Heißluftballons angerichtet. Und als die paffenden Franzmänner dann endlich weg sind, unterhalten wir uns noch eine ganze Weile sehr nett mit Naphtali. Wir finden das immer total spannend, mit den Locals ins Plaudern zu kommen.

      Gegen 7:45 Uhr fahren wir los. Der Supermarkt hat schon geöffnet, aber am ATM gibt es immer noch kein Geld. „Maybe later“ sagt man uns mit einem Schulterzucken...

      Also holpern wie bargeldlos über die Schotterpiste nach Süden davon. Die Landschaft unterwegs ist ziemlich unspektakulär - fast schon etwas öde. Kein Hügel weit und breit, kein Baum, kein Busch, nur endloses Grau und es geht immer stur geradeaus. Und nicht ein einziges Auto begegnet uns.



      Irgendwann taucht aber dann am Horizont die imposante Spitzkoppe auf - unser heutiges Zwischenziel zum Wandern - und ab da wird es wieder ein bisschen interessanter.





      Und wir sehen sogar noch ein paar interessante Vögel unterwegs (weiß jemand wie die heißen?):









      Nach zwei Stunden Fahrt erreichen wir das Spitzkoppe Rest Camp. Kurz vor dem Eingang stehen wieder extrem viele Verkaufsstände an der Straße, an denen die Einheimischen ihre Waren an den Mann bringen wollen. Man muss schon fast aufpassen, niemanden anzufahren, da die Kinder wild mit Ketten und Armreifen winkend weit in die Straße hineinlaufen.

      Nachdem wir diese Stände erfolgreich passiert haben, zahlen wir im Camp den Eintritt für Tagesgäste (60 NAD pro Person und 80 NAD für das Auto), was zum Glück mit Kreditkarte möglich ist.

      Wir essen unsere mitgebrachten Brote, wechseln die Schuhe und schmieren uns tüchtig mit Sonnencreme ein, denn der Himmel ist wieder strahlend blau wie all die Tage zuvor und die Sonne gibt ihr bestes. Erstmals kommen auch unsere Wasserblasen zum Einsatz.

      Gegen 10:15 Uhr laufen wir los. Es gibt hier keinen richtigen Wanderweg, also stromern wir einfach querfeldein durch das Gelände und erkunden es auf eigene Faust.













      Die Spitzkoppe besteht eigentlich aus drei getrennten Bergen: der großen Spitzkoppe, der kleinen Spitzkoppe und der schwarzen Spitzkoppe - auch Pontok-Berge genannt. Sie wird oft auch als das „Matterhorn Namibias“ bezeichnet und ist ein wahres Paradies für Wanderfreunde und Bergsteiger.

      Wir laufen eine große Runde durch das Camp, klettern und kraxeln auf den Granitfelsen herum und entdecken urige Felsformationen.













      Ein bisschen erinnert uns das hier an den Joshua Tree Park - nur dass die Joshua Trees fehlen

      Stattdessen gib es Butterbäume, Balsambäume und Wüstenkohlrabi.









      Uns laufen viele Rock Dassies über den Weg und wir entdecken sogar einige Felszeichnungen von den Buschmännern.





      Dies sind allerdings nur die Zeichnungen vom Little Bushmans Paradise, an denen wir mehr oder weniger zufällig vorbeikommen. Im „richtigen“ Bushmans Paradise soll es an den Felsen der Pontok-Berge Hunderte davon geben. In diese Ecke darf man allerdings nur mit einem Guide, da viele Zeichnungen bereits durch Vandalismus beschädigt wurden.

      Als wir einen der größeren Felsen erklommen haben, finden wir oben eine Art Wasserspeicher vor, in dem sich sogar noch Wasser befindet. Diese Region hier scheint also nicht ganz so akut von der Trockenheit betroffen zu sein wie das Damaraland, wo es schon drei Jahre lang nicht mehr geregnet hat.





      Später kommen wir noch beim Rock Arch vorbei - ein berühmter Felsbogen, der schon in etlichen Filmen als Kulisse diente.









      Nach knapp drei Stunden wandern, klettern und kraxeln sind wir gegen 13:00 Uhr wieder am Auto zurück. Wir verlassen das Spitzkoppe-Gebiet und machen uns auf zu unserem heutigen Übernachtungsort - der Hohenstein Lodge.

      Unterwegs finden wir In Usakos dann sogar noch einen Geldautomaten, der auch tatsächlich Geld hat und sind damit jetzt wieder ein bisschen mehr handlungsfähig.

      Gegen 15:00 Uhr fahren wir durch das Gate der Hohenstein Lodge und werden gleich von drei Straußen begrüßt.





      Anschließend empfängt uns Sophia mit einem kühlen Eistee und erklärt uns alles was wir zur Lodge und der Umgebung wissen müssen.

      Die wunderschöne Anlage gefällt uns auf Anhieb total gut - hier kann man sich richtig wohlfühlen. Und da wir gerade ein bisschen hungrig sind, bedienen wir uns direkt noch bei kostenlosem Kaffee und Kuchen und sitzen am Teich mit Springbrunnen mitten in der Wüste und lassen es uns einfach gut gehen









      Auch das Zimmer ist top. Es hat zwar keinen Kühlschrank und keine Klimaanlage, aber wir können den Kühlschrank in der Küche der Lodge benutzen und es gibt einen Ventilator.













      Danach geht Andreas seine tägliche Runde laufen, ich mache mich unter der Dusche frisch und kümmere mich danach auf der Terrasse um das Sichern der Fotos und um das Testen der Rock Shandy Qualität

      Zum Abendessen gibt es hier in der Lodge zur Abwechslung mal kein Buffet sondern ein 3-Gänge-Menü. Als Vorspeise gibt es eine Spinat Quiche mit Chilisauce, als Hauptgang einen Spieß vom Oryx mit Kartoffeln und Baby-Karotten und als Nachtisch ein selbst gemachtes Eis.





      Alles ist sehr, sehr lecker und wir müssen unsere Meinung über Oryx auf dem Teller revidieren: der ist durchaus essbar, wenn man ihn denn richtig zubereitet, was die Küche hier offenbar perfekt beherrscht.

      Nach dem Essen setzen wir uns noch an das gemütliche Lagerfeuer, wo es in einem Halbkreis rund um die Feuerstelle total gemütliche Sitzplätze mit Kissen zum Lümmeln gibt.
      Unverständlicherweise nutzt das niemand außer uns beiden - aber so können wir die heimelige Atmosphäre nur zu zweit genießen.





      Wir schauen noch eine Weile auf das beleuchtete Wasserloch und auf den Sternenhimmel, chatten ein bisschen mit zu Hause und genießen einfach den Abend.


      Gefahrene Kilometer: 185 Strecke
      Wetter:
      Übernachtung: Hohenstein Lodge
      Liebe Grüße, Elke
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      Toller Tag.

      Konntest Ihr Euer Gepäck einfach so im Auto lassen und loslaufen?
      In Südafrika wird ja davon immer abgeraten und ich dachte mir, das ist sicherlich in Namibia so ähnlich - oder?
      Gruß Gabriele
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      MsCrumplebuttom wrote:

      Hast du von eurer Runde dort zufällig eine GPS-Aufzeichnung? Die Spitzkoppe haben wir natürlich auch im Programm.
      Aber klar doch - wir haben von allen Wanderungen Aufzeichnungen ;;NiCKi;:
      Die GPX Datei ist allerdings zu groß, um sie hier anzuhängen (3 MB)
      Ich kann sie Dir gerne per Email schicken? Schreib mir doch einfach eine PN mit Deiner Email Adresse.
      Liebe Grüße, Elke
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