Same same but different

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    • Klar - wir waren völlig alleine dort.

      muhtsch wrote:

      Sie machen es freiwillig
      Eben, mich stört das nicht...

      muhtsch wrote:

      und ich bin nicht tolerant.
      ...ich schon, zumindest bis zu einem gewissen Grad. ;)

      muhtsch wrote:

      Ich wohne in Berlin. Mehr sag ich nicht.
      Wir haben auch einen recht hohen Anteil , 10% gemessen an der Gesamteinwohnerzahl. Funktioniert hier aber ganz gut.

      muhtsch wrote:

      Gibt es einen Bericht hier im Forum?
      Klar - Stichwort Highlightmap ;) Bericht über Acoma

      muhtsch wrote:

      Das ist nur auf einer Seite. Und zwar von West nach Ost.
      Ja, das wusste ich, sieht man auch gut auf google.

      muhtsch wrote:

      Dei Banachrichtigungsmail von DA landet in der Werbung.
      Das passiert mir manchmal auch. Dafür gibts auch keine spezielle Einstellung, nur halt, dass man die Benachrichtigung per Mail möchte, aber nicht, dass es nicht im Spam landen soll ;) Das musst Du deinem Email-Konto beibringen, aber die stellen sich manchmal ein wenig an mit der Spam-Lernerei.....
    • betty80 wrote:

      Oh, ich bin nicht allein? Unfassbar. Ich mag Santa Fe nicht besonders und stehe nach fünf Besuchen auch einfach dazu.
      ;) Nein


      betty80 wrote:

      Wo? ich kenne die Strecke ja, aber wie Big Island finde ich das jetzt nicht.
      Ja meine Fotos, von der Strecke die ich meine, sind grottenschlecht - sprich verwackelt, weil lieblos aus dem fahrenden Auto gemacht.
      Man fährt einige Kilometer zwischen so einer aufgebrochenen Lava, aus der Pflanzen sprießen.





      Guck ganz unten links, dann erkennst Du es. Es gab auch kahlere Stellen, die tatsächlich wie zum Beispiel nördlich des Airport KOA aussahen.
      Aber da ich dort nie wieder hinfahren werde , will ich auch nicht meine Zeit investieren und im Netz suchen, ob das Lava ist.
    • Tag 8 - es geht weiter.
      Ich warne vor der Bilderflut. Aber es ist nur eine kleine Auswahl ;)
      Früher kam ich mit 8 36er Filmen aus. Seit der Digitalfotografie bin ich hemmungsloser. Und seit dem ich auch noch ein Smartphone habe, das fast gleichwertige Aufnahmen macht (jedenfalls für's Web) ist das noch schlimmer. Geht Euch das auch so? Ich wundere mich manchmal in der Auswertung über meinen Fotografier-Wahn ;) Als ob ich so das Erlebte einpacken könnte!

      Hier unser Tag in Las Cruces:


      Was gibt es in Las Cruces?

      Die Nacht war ausgesprochen geruhsam.
      Mir gefällt der Ausblick nach draußen. Es sieht so schön malerisch aus. So verträumt. Ich bin froh, dass wir so ein "Kellerzimmer" haben. Die anderen, höher gelegenen Zimmer haben nicht einmal ein Balkon.
      Den Tag beginnen wir mit einem Frühstück im mexikanischen Frühstücksrestaurant. Unsere Voucher aus dem Easter Special sind zwar nur 9.90USD wert, doch die Preise sind hier recht niedrig und so gibt es dafür ein amerikanisches Frühstück, frisch zubereitet, das sich hier Heritage Breakfast nennt.
      Die Bedienung ist sehr nett. So verzeiht man auch, dass bei nur drei besetzten Tischen die Wartezeit so lang ist.
      Das 7. Frühstück und wieder keine Hashbrowns
      11.15Uhr verlassen wir den Parkplatz bei 26°C. Endlich richtig sommerliche Temperaturen.
      Auf dem Plan steht der Organ Mountain Desert Peaks NM und White Sands NM. Weil ich nicht besonders viele Infos über den ersten Park habe, steuern wir als erstes das Visitor Center des Organ Mountain Desert Peaks NM an.

      # Organ Mountain Desert Peaks NM

      Die Spitzen ragen dominant aus der recht kurzen Bergkette. Das sieht einfach genial und außergewöhnlich aus.
      Eigentlich ist die Landschaft hier recht flach. Deshalb kann man die markante Bergkette schon aus der Ferne sehen. Ein schöner Anblick.
      Beidseits - von Las Cruces aus und auch aus dem Osten kommend.







      Um einen gesamten Überblick zu bekommen, fahren wir zum Informationscenter, das sich in der Dripping Springs Natural Area befindet.
      Hier gibt es ein dreidimensionales Modell des Monuments.
      Nach diesen Erkenntnissen ist klar, dass es uns unmöglich ist, an einem Tag das National Monument halbwegs zu erkunden.
      Es ist riesig!





      Das Organ Mountain Desert Peaks NM liegt in der nördlichen Chihuahua-Wüste und umfasst vier voneinander getrennte Gebiete:
      - Organ Mountains
      - Desert Peaks
      - Potrillo Mountains
      - Doña Ana Mountains
      Die Organ Mountain Desert Peaks im Doña Ana County, sind Zeugnis verschiedener historischer, indianischer Kultur in dieser Region.
      Man kämpfte um die Anerkennung und den Schutz, um dies zukünftigen Generationen erhalten zu können. Erst im Mai 2014, mit der Ernennung zum National Monument durch Präsident Obama, fällt diese Region unter den Schutzmantel der USA. Momentan muss allerdings das National Monument um seine Anerkennung bangen. Denn im April 2017 unterzeichnete Präsident Trump einen Erlass zur Beseitigung oder Verkleinerung von Denkmälern, die in den letzten Jahrzehnten von Obama geschützt wurden, einschließlich des Nationaldenkmals Organ Mountain Desert Peaks NM in New Mexico.





      Die Organ Mountains im Nordosten Las Cruces ist eine steile Bergkette mit felsigen Nadeln, die etwa bis 2.700 Meter hoch sind. Sie markieren das Mesilla Valley.
      Die Sierra de Las Uvas Broad Canyon Mountains im Nordwesten von Las Cruces. Diese vulkanischen Berge schützen außergewöhnliche Wüstenhasen. Hier leben Wachteln, Rehe und anderen Wildtiere.
      Darüber hinaus ist es die einstige Heimat von gleich drei indianischen Kulturen. Die Uvas sind seit 1984 eine Wilderness Study Area.
      Das Potrillo-Gebirge ist der am weitesten von Las Cruces entfernte Teil des National Monuments und besteht aus einer vulkanischen Landschaft aus Schlackenkegeln, Lavaströmen und Kratern.
      Die Doña Ana Mountains belegen flächenmäßig den kleinsten Anteil am National Monument und befinden sich nördlich der Stadt Las Cruces.
      Hier gibt es jede Menge Trails, Reitwege, Strecken für Mountainbiker aber auch unbefestigte Straßen, die motorisiert genutzt werden können.






      Das zur Theorie.
      Es wird mir klar, dass ich zu wenig geplant und vorbereitet habe. Aber was soll's. Wir haben eh nur einen halben Tag zur Verfügung. Wir machen mal das Beste daraus.
      Der Ranger empfiehlt uns die einfachste Strecke bis zur Cave. Ein kleiner 2.2 Meilen langer Rundweg. Immer entlang des ersten Massivs.






      Einfach klingt gut. Denn immer noch "habe ich Knie". Wie ärgerlich!
      Anfangs geht es tatsächlich über Platten doch dann geht es abwärts und wieder aufwärts. Mehrere Senken sind zu überwinden, bevor wir die La Cueva, so der offizielle Name, erreichen. Der Trail bietet unendlich viele schöne Motive und ich kann in meinem Fotorausch letztendlich gar nicht mehr überblicken was schon aufgenommen ist und was nicht. Als ob ich durch die Fotos etwas mitnehmen könnte.
      Wie so oft ist eine Aufnahme ein schlechter Ersatz für das, was man sieht und empfindet.




























      La Cueva wurde etwa 5000 v.Chr. bis 1450 n.Chr. bewohnt.
      Viel ist allerding nicht zu sehen, denn mehrere Verwüstungen in der Neuzeit haben alle Wandmalereien und Zeugnisse aus dieser Zeit zerstört.
      Nun gut. Solche Höhlen, sogar in besserem Zustand haben wir schon in Australiens Kakadu National Park und Südafrikas Drakensberge gesehen.
      Trotzdem schade!
      Wir sind alleine hier. Auf der Bank in der Höhle nehmen wir Platz und versuchen uns vorzustellen, wie man damals hier gelebt hat oder Schutz gesucht hat.
      Das hat schon 'was.












      Auf dem Rückweg trennen sich unsere Wege: Rainer nimmt den Weg zurück zum Visitor Center, um das Auto zu holen und ich gehe zu einem näher gelegenen Parkplatz, wo sich solche Picknick Shelter befinden. Ihre Lage ist ist wunderbar in die Landschaft integriert und alle haben einen wunderbaren Ausblick auf die umliegenden Bergketten.
      An jedem Shelter steht ein Grill.
      Leider haben wir weder Grillkohle noch Grillgut mit. Für uns gibt es selbstgemachte Stullen mit Pastrami, Salat und Avocadocreme.








      Blick Richtung Doña Ana Mountains









      Der Park bietet noch wesentlich mehr. Aber wie immer drängt die Zeit. Eigentlich schade. Doch ich könnte mir vorstellen, dass wir irgendwann, bei einer der nächsten Reisen, wieder in der Nähe sind und mit diesem Wissen mehr Zeit einplanen.







      Ausblick von der Baylor Canyon Road
      Nun geht es Richtung White Sands NM.
      Eine knappe dreiviertel Stunde brauchen wir bis zum Eingang dieses Parks mit dem außergewöhnlich hellen und weißen Sand.

      # White Sands NM

      Das White Sands National Monument schützt das größte Gips-Dünenfeld der Welt und die einzigartigen Pflanzen und Tiere, die an diesem Ort leben können. Zwischen der White Sands Missile Range und der Holloman Air Force Base bieten die herrlichen reinweißen Dünen hervorragende Erholungsmöglichkeiten. Besucher können in bereitgestellten Sheltern picknicken, auf dem weißen Sand surfen oder einfach durch einen Teil des etwas mehr als 700 km2 großen Nationaldenkmals wandern.
      Es werden Touren wie der Sunset Stroll Nature Walk, Vollmondnachtprogramme und andere Sonderveranstaltungen und Touren zum Lake Lucero (einem ausgetrockneten Salzsee) angeboten.
      Vor etwa 20 Jahren waren wir zum letzten Mal in diesem Park. Damals sind wir durch Zufall hierhergekommen. Im Hotel lag eine Ansichtskarte mit diesem typischen Anblick auf unendlich viel weißen Sand.
      Dass der Park kein Geheimtipp mehr ist, das habe ich schon aus den Social Media Kanälen vernommen. Aber dass hier so ein reges Treiben herrscht, das habe ich mir nicht vorstellen können.
      Die einstige Bretterbude, die damals als Eingang diente, ist durch ein weitläufiges Visitor Center ersetzt worden. Waren damals gefühlt etwa fünf Familien im Park, sind es heute vermutlich Fünfhundert. Ich bin etwas geschockt.
      Doch die Entwarnung naht, als wir wieder realisieren, wie weitläufig der Park ist und genug Platz für alle ist
      Wir fahren bis zur letzten Straßenschleife des Trail Drives. Unterwegs herrscht pures Leben. Heute ist Samstag. Ostersamstag.
      Nicht nur die Shelter sind besetzt. Viele Familien haben ihre eigenen Paravents.
      Die Kinder haben je nach Alter den absoluten Fun. Für die Jüngsten ist es der größte Buddelkasten ihres Lebens, für die etwas Größeren ist es die ideale Area zum auspowern, indem sie immer wieder mit diesen Schalen die Sandberge runter rutschen - mit denen auch wir damals viel Spaß hatten. Die Alten dagegen sitzen im Schatten und grillen, hören Musik oder genießen anderweitig die Zeit.







      Das könnte doch jetzt eine Aufnahme aus dem Winterurlaub sein. Oder?
      Wo der viel beschriebene Alkali Flat Trail beginnt, kann ich nicht erkennen. Deshalb geht es barfuß einfach in irgendeine Richtung, die mir fotografisch gefällt.
      Es ist windig. Trotzdem noch angenehm.
      Und nein - man muss nicht fünf Meilen wandern, um unberührte und spurlose Sandflächen zu finden. Die gibt es zu Genüge.

















      Es läuft sich gut auf den oberen Flächen. Die sind ziemlich fest. Das habe ich irgendwie ganz anders in Erinnerung.
      Gezieltes Fotografieren mit dem Smartphone ist unmöglich. Man sieht auf dem Display praktisch nichts. Der Sand ist extrem hell. Ohne Sonnenbrille ist absolut nichts zu sehen. Mit Sonnenbrille nur wenig.

















      Wir wandern ein wenig aber die Landschaft verändert sich nicht. Und jede Wolke ist willkommen. Ja, sie bildet willkommene Schatten und Strukturen.
      Dann kommt noch ein stürmischer Wind auf. Der fegt die losen Sandkörner über die Oberfläche.
      Spätestens jetzt ist die letzte Pore mit Sand gefüllt. Unterhaltung fällt flach, sonst gelangt der Sand auch noch in den Mund.














      Na klar. Am besten wäre es hierher am frühen Morgen oder auch zum Sunset zu kommen. Nur sind die meisten Ziele auf unserer Reise Sunrise- oder Sunset Locations.
      Und was machen wir dazwischen
      Die Zeit vor dem Sonnenuntergang widmen wir dem Pool. Eine wunderschöne Anlage. Sehr gepflegt und sauber.
      Wir genießen das Zeitfenster von einer knappen Stunde.
      Auch der Rest des Tages ist streng getaktet. Wir können es einfach nicht lassen
      Zuerst geht es in die Baylor Canyon Road. Das ist die Straße, die westlich der Peaks im Organ Mountain Desert Peaks NM entlangführt. Eine ideale Position zum Sonnenuntergang um die Peaks von der Sonne orange angemalt zu sehen.
      Doch wie es aussieht, sind wir etwas zu spät hier.
      Macht nix. Auch so ist es schön!



















      Blick auf Las Cruces
      Nun bleibt ein weiteres Zeitfenster von anderthalb Stunden bis zum Mondaufgang.
      Rainer übernimmt mal heute Abend die Planung. Keine Minute bleibt ungenutzt
      Essen fassen ist angesagt. Nur wohin?
      Nicht dass es nicht genügend Restaurants gäbe. Wir wohnen praktisch in der Nähe einer Fressmeile.
      Zuerst fahren wir zu "Five Guys". Immer wieder lese ich, wie toll dort die Burger schmecken sollen. Und wir waren noch nie dort.
      Unsere Einschätzung direkt aus dem Autofenster: Das Ambiente wirkt eher kalt. Die Wände sind gefliest wie bei einem Fleischer und das Neonlicht dazu... Nee. Wir fahren weiter.
      Option 2: Die Pecan Brewery.
      Eine gute Entscheidung wie sich herausstellt. Tolles Ambiente schon im Hauptraum. Dennoch entscheiden wir uns für den Platz auf der Terrasse.
      Mehrere Feuerplätze, der Ausblick auf die vielbefahrene Kreuzung und die warme Luft bei 28°C sind das, was wir mögen. Der Autolärm ist ziemlich aufdringlich. Stören tut uns das nicht. So ist das Leben. Und jedes Mal wenn ein Flitzer mit extrem aufdringlichem Knattergeräusch vorbeisaust, denken wir beide das Gleiche: Das könnte ein Subaru sein. So eins, wie unser Sohn hier in den USA fährt. Auch ihm kann es nie laut genug sein









      Das Bier ist - schließlich ist dies eine Brauerei - handgezapft. Rainer entscheidet sich für ein Schwarzbier und ich für Pale Ale. Göttlich! Seit unseren Australienreisen bin ich Pale Ale Fan. Es gibt für mich nichts Besseres. Und die Amis können es genauso gut brauen wie die Australier.
      Der Burger ist auch noch lecker. Es gibt also nix zu meckern.
      Zuletzt geht es wieder in die Baylor Canyon Road.
      Wir sind nicht die Einzigen, die auf den Mondaufgang warten. Doch es dauert und dauert. Motten in unheimlicher Menge flattern umher. Ich verziehe mich ins Auto.
      Nach gefühlter Ewigkeit erscheint der Mond hinter den Zacken. Wunderschön. Ich glaube, ich habe mich für ein falsches Objektiv entschieden. Aber in der Dunkelheit dieses zu wechseln? Kommt nicht in Frage. Eine Motte könnte sich ja in meine DSLR verirren. Deshalb "fotografiere" ich das Ambiente mit meinen Augen.









      Kurz vor 23Uhr erreichen wir das Hotel.
      Unsere Cocktail Vouchers können wir nicht mehr einlösen. Die Hotelbar ist geschlossen.
      Dann eben nicht!


      Gefahrene Strecke: 194 Meilen = 312 Kilometer
    • muhtsch wrote:

      Auf dem Plan steht der Organ Mountain Desert Peaks NM und White Sands NM.
      Erstern kennen wir auch noch nicht, aber das liest sich sehr interessant :clab: :!!

      muhtsch wrote:

      Denn im April 2017 unterzeichnete Präsident Trump einen Erlass zur Beseitigung oder Verkleinerung von Denkmälern, die in den letzten Jahrzehnten von Obama geschützt wurden, einschließlich des Nationaldenkmals Organ Mountain Desert Peaks NM in New Mexico.
      :wut1: :wut1: :wut1: :wut1:
      White Sands sind einfach ein Traum, dort hat es uns richtig gut gefallen ;;ebeiL_,

      muhtsch wrote:

      Ich glaube, ich habe mich für ein falsches Objektiv entschieden. Aber in der Dunkelheit dieses zu wechseln? Kommt nicht in Frage. Eine Motte könnte sich ja in meine DSLR verirren. Deshalb "fotografiere" ich das Ambiente mit meinen Augen.
      Völlig egal, Hauptsache, ihr habt es gesehen und erlebt ;dherz; ;dherz; ;dherz; ;dherz; ;dherz; ;dherz;
      liebe Grüße

      Ina

    • muhtsch wrote:

      Ich wundere mich manchmal in der Auswertung über meinen Fotografier-Wahn
      Ich mich auch :rolleyes: und dabei versuche ich es schon einzuschränken.
      Denn die Sichtung danach ist ein echter Zeitkiller :wut1: :wut1: :wut1: Ich kann mich nie entscheiden :wut1: :wut1: :wut1:

      muhtsch wrote:

      Ich bin froh, dass wir so ein "Kellerzimmer" haben.
      Kellerzimmer :EEK:

      muhtsch wrote:

      Das 7. Frühstück und wieder keine Hashbrowns
      Kannst gerne meine haben.
      Ich mag das zum Frühstück überhaupt nicht ;)

      muhtsch wrote:

      Hier gibt es ein dreidimensionales Modell des Monuments.
      O.k.
      Wir waren so damit beschäftigt keinen National Park Pass zu kaufen und haben uns total mit den beiden netten Volounters verquatscht, die uns umsonst reingelassen haben.

      muhtsch wrote:

      Wie so oft ist eine Aufnahme ein schlechter Ersatz für das, was man sieht und empfindet.
      Ich denke, das geht uns allen so.
      Kein Foto kann das selbst gesehene ersetzten :neinnein:

      muhtsch wrote:

      Ihre Lage ist ist wunderbar in die Landschaft integriert und alle haben einen wunderbaren Ausblick auf die umliegenden Bergketten.
      In der Picknick Area haben wir auch gesessen.
      Ich hab ganz vergessen zu fotografieren. :schaem:

      muhtsch wrote:

      Leider haben wir weder Grillkohle noch Grillgut mit. Für uns gibt es selbstgemachte Stullen mit Pastrami, Salat und Avocadocreme.
      Sah bei uns so ähnlich aus ;)

      muhtsch wrote:

      Doch ich könnte mir vorstellen, dass wir irgendwann, bei einer der nächsten Reisen, wieder in der Nähe sind und mit diesem Wissen mehr Zeit einplanen.
      Ja!!! ;;PiPpIla;; ;;PiPpIla;; ;;PiPpIla;;
      Die Gegend ist schon klasse :!!
      Wir sind den Dripping Springs Trail gelaufen und dann noch zum Sanatorium und auf den nächsten Hügel. Von dort aus hatte man einen tollen Blick über die Landschaft.



      Zurück sind wir dann noch am Van Patten's Camp vorbei.


      Insgesamt hat es uns in Dripple Springs NA sehr gut gefallen. Diese Gegend würde ich gerne etwas genauer unter die Lupe nehmen. ;;NiCKi;: ;;NiCKi;: ;;NiCKi;:

      muhtsch wrote:

      Spätestens jetzt ist die letzte Pore mit Sand gefüllt. Unterhaltung fällt flach, sonst gelangt der Sand auch noch in den Mund.
      Uiiiii, da hattet ihr aber heftige Sandverwehungen :EEK: :EEK: :EEK:
      Da hilft echt nur Klappe halten ;)

      muhtsch wrote:

      Und was machen wir dazwischen
      Gute Frage :gg:
      Ich finde dieses weiße grelle Licht gar nicht so schlecht.
      Ganz anders als am späten Nachmittag, aber auch sehr schön :!! Das hätte ich offen gesagt nicht gedacht.


      muhtsch wrote:

      Zuerst fahren wir zu "Five Guys". Immer wieder lese ich, wie toll dort die Burger schmecken sollen. Und wir waren noch nie dort.
      Unsere Einschätzung direkt aus dem Autofenster: Das Ambiente wirkt eher kalt. Die Wände sind gefliest wie bei einem Fleischer und das Neonlicht dazu... Nee. Wir fahren weiter.
      Schade, dass ihr nicht rein seid.
      In NYC war der Laden gerammelt voll. Wir wären aus Neugierde schon reingegangen, aber wir kamen gerade vom essen. ;)

      muhtsch wrote:

      Zuletzt geht es wieder in die Baylor Canyon Road.
      Wir sind nicht die Einzigen, die auf den Mondaufgang warten. Doch es dauert und dauert. Motten in unheimlicher Menge flattern umher. Ich verziehe mich ins Auto.
      Nach gefühlter Ewigkeit erscheint der Mond hinter den Zacken. Wunderschön. Ich glaube, ich habe mich für ein falsches Objektiv entschieden. Aber in der Dunkelheit dieses zu wechseln? Kommt nicht in Frage. Eine Motte könnte sich ja in meine DSLR verirren. Deshalb "fotografiere" ich das Ambiente mit meinen Augen.
      Nur die Harten kommen in den Garten :!!
      Ich wäre da viel zu faul. Außerdem hält mich meine Nachtblindheit von solchen Eskapaden ab. :gg: :gg: :gg:
      Ciao beate :songelb:




      Der Reisebericht New York City 2018 ist online


      beate-unterwegs.de
    • White Sands steht schon so lange auf meiner Wunschliste, aber irgendwie schaffen wir es nie in die Gegend :nw: .

      Tolle Bilder und überhaupt ein wunderbarer Tag :clab: .
      Liebe Grüße

      Ilona



      "Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat." (Erich Kästner)


    • Bald sind wir auch in der Gegend! :clab: :clab:
      2008: USA: Los Angeles - Las Vegas - Chicago
      2013: USA: Südwestrundreise - 2014: Jordanien
      2015: USA : Las Vegas - Yellowstone - Moab - Lake Powell Hausboot - Antelope - Las Vegas
      2015/2016: USA Dezember - Januar; San Francisco Umgebung
      2016: Chicago - Badlands - Black Hills - Moab - Torrey - Escalante - Bryce - Zion - Las Vegas
      2017: Seattle - Oregon - Lake Powell Hausboot - Torrey - Las Vegas
      2018: Seattle - Yellowstone - Las Vegas
    • beateM wrote:

      Ich mich auch und dabei versuche ich es schon einzuschränken.
      Denn die Sichtung danach ist ein echter Zeitkiller Ich kann mich nie entscheiden
      ja, das Nichtentscheidenkönnen ist das Problem ;)


      beateM wrote:

      Kannst gerne meine haben.
      Ich mag das zum Frühstück überhaupt nicht
      Du hattest sie bestimmt noch nie richtig lecker kross gebraten. In vielen Restaurants bekommt man die nur so lasch und hell.
      Richtig gut gemacht, sind sie saulecker!


      beateM wrote:

      Wir waren so damit beschäftigt keinen National Park Pass zu kaufen
      Das sieht gut aus.
      Das werde ich mir bei der nächsten Vorbereitung genauer anschauen.
      Danke.
      Wie viel Zeit habt Ihr gehabt?

      beateM wrote:

      Ganz anders als am späten Nachmittag, aber auch sehr schön Das hätte ich offen gesagt nicht gedacht.



      beateM wrote:

      Wir sind den Dripping Springs Trail gelaufen und dann noch zum Sanatorium und auf den nächsten Hügel. Von dort aus hatte man einen tollen Blick über die Landschaft.
      Ist Dein Bild vom frühen Abend?


      beateM wrote:

      Schade, dass ihr nicht rein seid.
      In NYC war der Laden gerammelt voll. Wir wären aus Neugierde schon reingegangen, aber wir kamen gerade vom essen.
      Das heißt, Ihr habt da auch noch nie gegessen?

      Letztendlich war uns der Besuch dieser Brauereien mehr wert ;)
      Wir lieben selbstgebrautes Bier.
      Früher haben wir uns mit Bud zufrieden gegeben. Dann mit Samuel Adams - aber seit unseren Australienaufenthalten sind wir Fans von kleinen Brauereien. Nicht nur in den USA sondern auch in Australien gibt es wunderbare kleine Brauereien.
      Dabei sind wir hier in Deutschland keine wahren Biertrinker!


      beateM wrote:

      Außerdem hält mich meine Nachtblindheit von solchen Eskapaden ab.
      Na ich habe eine gute Fantasie - und seit Australien natürlich Bedenken vor Schlangen.
      Komischerweise haben wir dort während Wanderungen keine gesehen - logisch. Die sind viel flinker weg. Aber als wir dann entspannt am BBQ standen, kam eine schöne grün-gelbe vorbeigeschlichen. Ein anderer Australier wies nur kurz hin und meinte: nicht drauftreten. Und das war's.
      Aber ich mag eben Schlangen nicht.
      In den USA fühle ich mich sicherer was diese Tiere angeht.
      Wir haben aber noch nie ne Klapperschlange gesehen. Nur die Schilder dazu ;)
      Doch in letzter Zeit sehe ich vermehrt in Reiseberichten Fotos von denen. Und dann, wenns draußen dunkel ist, dann geht mit mir die Fantasie durch.



      Saguaro wrote:

      White Sands steht schon so lange auf meiner Wunschliste, aber irgendwie schaffen wir es nie in die Gegend .
      Das geht ja gar nicht!!!



      Verena1 wrote:

      Bald sind wir auch in der Gegend!
      Ja super, vielleicht findet Ihr etwas Neues in meinem Bericht was Ihr "gebrauchen" könnt.
      Was genau ist schon geplant?
    • muhtsch wrote:

      Richtig gut gemacht, sind sie saulecker!
      Ich mag einfach keine Kartoffeln am Morgen :neinnein:

      muhtsch wrote:

      Wie viel Zeit habt Ihr gehabt?
      So ca. von 11:00 - 15:00 Uhr.
      Leider sind wir recht früh weitergefahren, weil wir noch zu den Hueco Tanks wollten. Wenn wir nur im entferntesten geahnt hätten, was uns dort erwartet, wären wir euren Trail noch gelaufen.
      :wut1: :wut1: :wut1:

      muhtsch wrote:

      Ist Dein Bild vom frühen Abend?
      Ja. Wir waren erst kurz nach 17:00 Uhr im White Sands

      muhtsch wrote:

      Dabei sind wir hier in Deutschland keine wahren Biertrinker!
      Geht mir auch so ;;Gi5;:
      Allerdings konnte ich Bud noch nie etwas abgewinnen und bei Sam Andams entgeht mir immer der Sinn, wieso ein Bier von der Ostküste quer durchs Land geschippert wird :pipa:
      Ich würde auch in Amerika kein Pellegrino trinken :pipa: :pipa: :pipa:
      Ich schaue schon seit Jahren nach Micro-Brewerys. Allerdings mag ich überhaupt keine Ipas :neinnein:

      muhtsch wrote:

      Wir haben aber noch nie ne Klapperschlange gesehen.
      Da hatte ich schon einige vor der Linse ;;NiCKi;:
      Gabi wäre im VoF beinahe auf eine draufgetreten :EEK:
      Ciao beate :songelb:




      Der Reisebericht New York City 2018 ist online


      beate-unterwegs.de
    • Wieder on board :wink4:

      muhtsch wrote:

      na ja...dann werden wir uns treffen ;)
      Na, dann schauen wir mal, ob wir ein Treffen hinbekommen ;;NiCKi;:
      Hast Du denn schon genaue Zeiten?

      muhtsch wrote:

      Hotel Hotel Encanto
      Das sieht ja toll aus! Das habe ich mir mal notiert ...
      Gleich beim ersten Foto von Eurem Patio aus dachte ich, Ihr hättet Euch verfahren und wäret in San Gimignano gelandet ;haha_
      Der Tag hat wieder super Fotos gebracht! :clab: :clab:

      muhtsch wrote:

      Organ Mountain Desert Peaks NM
      Die Aufnahmen gefallen mir sehr gut, schöne Landschaft :app: ...
      Wir sind dort zwar schon 2x vorbeigefahren, allerdings haben wir der Bergkette abends keinerlei Beachtung geschenkt, da wir in Alamogordo übernachtet haben und flott ins Hotel bzw. zum Evening Stroll nach White Sands wollten ...

      Damals war es noch kein National Monument, vl. hätten wir es sonst mit anderen Augen betrachtet und auch besucht :!!
      Also Danke für's Vorstellen - und ab auf die Liste für's nächste Mal! :gg:
      Liebe Grüße
      Anne

      ... nach der Reise ist vor der Reise ;)

    • beateM wrote:

      weil wir noch zu den Hueco Tanks wollten.
      das bei El Paso? Ich habe mir eben Bilder angeschaut, was die Gegend so hergibt.
      Wie war's. Die Attraktion scheint da Klettern zu sein. Das ist eh nix für mich.
      Kannst Du das empfehlen?


      beateM wrote:

      Ich würde auch in Amerika kein Pellegrino trinken
      Ich schaue schon seit Jahren nach Micro-Brewerys.
      :!!



      carovette wrote:

      Oh ja, ich liebe Hash Browns. Mega lecker. Meistens jedenfalls
      Ich kann ja schon jetzt verraten...Es wird noch viele Tage dauern bis ich leckere Hasbrowns zu essen bekomme. Bzw. mir selbst zubereite!



      Anne05 wrote:

      Na, dann schauen wir mal, ob wir ein Treffen hinbekommen
      Hast Du denn schon genaue Zeiten?
      Habe noch nix gebucht.
      Aber der Plan soll so sein wie 2019.
      Ostern ist ja dann 2020 Eine Woche früher.
      Wir planen also am 10.4. wahrscheinlich wieder nach Denver zu fliegen (Rainer mag einfach das Oberdeck in der 747-400) und am 2.5. wieder zurück ab LAX

      Alternative wäre ab Houston oder Dallas. Doch da gibt es wieder so viel Neues, oder wiederholt Neues. Deshalb wäre mir die grobe Richtung wie dieses Jahr am liebsten. Nur eben etwas andere Orte. Auf alle Fälle soll da mehr Zeit in Tucson sein. Vielleicht wieder um Phoenix. Ich habe mir für die genauer Planung noch nicht viel Zeit genommen.

      Und Du?



      Anne05 wrote:

      hr hättet Euch verfahren und wäret in San Gimignano gelandet
      ;)
    • So Pfingsten ist vorbei - die Kinder nebst Kindern gerade zum Zug gebracht
      Habe wieder Zeit fürs Forum und meinen Reisebericht

      Link zum Original


      Es geht zum Chiri... wie?
      Wie jeden zweiten Tag, ziehen wir auch heute weiter.
      Es geht nach Pearce in Arizona.
      Damit scheint New Mexico die meisten Highlights auf unserer Reise gehabt zu haben. Jedenfalls wenn ich mir mal so meinen Plan angucke.
      New Mexico haben wir Mitte der 1990er Jahre schon besucht. Viel ist da nicht in Erinnerung geblieben, was eine Wiederholung des Besuchs in diesem Bundesstaat gerechtfertigt hätte. Dagegen haben wir schon mehr als 15 oder gar 20 Mal Staaten wir Utah, Nevada, Arizona und Kalifornien besucht. Dort gab es immer wieder mehr zu sehen als anderswo. So unsere bisherige Sichtweise. Außerdem mögen wir das Wetter in diesen Bundesstaaten: heiß und trocken.
      Die letzten Jahre aber war es im Sommer - unsere Hauptreisezeit - immer wieder eine Flucht vor dem Sommermonsun.
      Drei Anläufe haben wir gebraucht, um am Toroweap Point diese steile Wand sehen zu können. Zwei Jahre hintereinander hatte es geschüttet wie aus Kübeln. Oder es hat gewittert. Dabei gab es einmal sogar einen Erdrutsch, weswegen wir die 62 Meilen lange Strecke nicht gefahren sind.
      Berufsbedingt - nein, wir sind keine Lehrer - ist für uns der Juli und August die einzige Möglichkeit drei Wochen am Stück Urlaub zu nehmen. 2019 lagen die Feiertage sehr günstig. Ostern Mitte April zusammen mit dem 1. Mai ergibt eine feine Konstellation: 13 Urlaubstage - 21 Tage Urlaub.
      Wunderbar. Zum ersten Mal sind wir im April in den USA. Bis jetzt hat sich dies als ein Glücksgriff erwiesen. Zwar waren die Temperaturen noch in Colorado Springs etwas frisch, doch "Rote Steine im Schnee" - war für uns ein Novum!
      Nun gut. Genug des Gelabers. Heute ist Ostersonntag.
      Mit Ostereiern dekorierte Bäume oder Büsche, hartgekochte und bunt bemalte Eier - Fehlanzeige. Logisch. Hier wird Ostern noch als das gefeiert, was es ist. Ein katholischer Feiertag.
      Frühstück gibt es wie auch gestern im "GARDUÑO'S RESTAURANT & CANTINA".








      Wir verfallen langsam in den Urlaubsmodus.
      Erst kurz nach 11 Uhr verlassen wir den Parkplatz. Und fürs Protokoll: Es sind 23°C.
      Im nahe gelegenen Walmart holen wir uns kleingeschnippeltes Obst auf Joghurt und Granola.Unsere neue Lieblingsspeise (natürlich neben dem Stullchen mit Pastrami und Avocado) für das Picknick unterwegs. Obwohl heute Ostersonntag ist, wird bei Walmart gearbeitet. Ausnahmen bestätigen eben die Regel - wie wir Mathematiker zu sagen pflegen.
      Für den Weg nach Pearce gibt es nur eine Notiz: "evtl. City of Rocks".
      Das wählen wir kurzentschlossen ab und fahren auf der I-10 gen Arizona.
      Der Grenzübertritt ist ein echter Bringer, denn wir kriegen eine ganze Stunde geschenkt. Da freut man sich doch.
      Exit 366, kurz vor Bowie, ist der unsere.
      Die Tankstelle ist einen Fotostopp wert. Beim Anblick der ganz verloren wirkenden Tankstelle, fühlt man sich in die 1960er Zeiten gebeamt.










      Es geht die Apache Pass Road gen Süden.
      Es fährt sich sehr angenehm. Links und rechts der Straße sind Farmen. Es wird Wein angebaut. Und Pistazien.
      Die ersten knapp 12 Meilen sind asphaltiert und zweispurig bevor die Apache Pass Road zu einer unbefestigten, aber gut präpariert Straße wird.






















      Es ist 2 Uhr nachmittags.
      Linkerhand lockt uns eine Picknick Area. Am dazugehörigen Parkplatz stehen einige Autos und ein Wohnmobil. Doch nur ein Pärchen ist zu sehen.
      Wo sind die anderen alle?
      Was ist hier überhaupt, weshalb hier Autos parken?
      Hier startet der Wanderweg zum Fort Bowie National Historic Site.
      Das Paar fragt, ob wir auch zum Fort wandern wollen, denn der Trail ist sehr empfehlenswert. Ach ja. Ein paar Deutsche sollen da auch unterwegs sein. Und zwar die, denen der rote PKW gehört.
      "Ah ja. Nein, wir werden nicht wandern. Wir wollen nur etwas essen.
      Vielleicht beim nächsten Mal. Heute wollen wir noch in diesen Park. Chiri... wie auch immer."
      "Chiricahua [Chirikaua]".
      Super. Nun wissen wir auch wie es ausgesprochen wird!












      Nachtrag zum Fort Bowie National Historic Site:
      Fort Bowie war Zeuge eines fast 25-jährigen Konflikts zwischen Chiricahua Apache und der US-Armee im späten 19. Jahrhundert.
      Der Trail ist etwa 1.5 Meilen lang und führt zu alten Festungsruinen.
      So geht's weiter.
      Nämlich allmählich immer höher.
      Die Straße ist unbefestigt aber wie man sieht sehr gut präpariert.
      Es ist eben vorteilhaft, wenn man Niemanden vor sich hat





      Von da kommen wir her...











      Stolzer und alleiniger Fahrer mit seinem Gefährt



      ... und da wollen wir hin



      Als wir die AZ-186 E erreichen, haben wir es schon fast geschafft. Die Straße ist ab hier wieder asphaltiert.
      Etwa 20 Minuten später sind wir an unserem heutigen Ziel.





      Leben mitten im Nowhere - dafür direkt vor dem Chiricahua NM


      Das Tor des Dreamcatcher B&B ist weit offen. Wir fahren auf das weitläufige Gelände und parken am weißen Zaun.






      Niemand ist zu sehen. Es sieht etwas verlassen aus. Ich zweifle etwas, ob die Buchung überhaupt stattgefunden hat. Wir haben weder eine Anzahlung machen sollen, noch haben wir eine Kreditkartennummer hinterlegt.
      Rainer geht alleine - ich bleibe im Auto. Erst klinkt er an verschiedenen Türen. Die sind zwar offen, aber es sind Gästezimmer. Dann findet er doch noch eine offene Tür.
      Nach einer Weile kommt er mit John aus dem Haus. Wir machen uns bekannt und John bietet uns zwei Zimmer zur Auswahl. Den French Room oder Egyptian. Wir entscheiden uns für den Letzteren.
      Der Innenhof hat etwas Verträumtes.
      Wir nehmen mit John dort Platz und reden über unsere heutigen Pläne. John ist sehr unterhaltsam.
      In den 1960er Jahren hat er in Berlin gearbeitet. Im damaligen Hilton. Natürlich kann er einige Worte deutsch.
      Die Männer machen ein paar Gags und Schwuppdiwupp steht John mit 3 Gläsern und Eiswürfeln da. Wie liefern Gin und Tonic.
      So lässt es sich doch gut an.















      Er holt uns in seine Küche im Haus. Auch Julia, seine Frau ist da. Beide sind jenseits der 80. Wirken aber recht fit. Wir bekommen Kaffee und selbstgebackene Kekse. Beide lieben es viel zu reden. Und Tipps zu geben. Wir sollen unbedingt noch heute Nachmittag einen Trail im Chiricahua NM laufen!
      Wir machen uns auf den Weg.
      Bis zum Park sind es etwa 12 Meilen. Also praktisch ein Katzensprung.
      Erst sehen wir ein paar Steinformationen und dann - und das recht plötzlich - fahren wir inmitten hoher Steinsäulen.
      Wir sind sprachlos.
      # Chiricahua National Monument
      Das Chiricahua National Monument wurde 1924 zum Schutz der einzigartigen Felsformationen eingerichtet. Die Apache nannten es "Land of the Standing-up Rocks" - während weiße Siedler den Namen "Wonderland of Rocks" eingeführt haben.
      Das Monument ist von drei Seiten vom Coronado National Forest umgeben. An der Westseite grenzt es an Sulphur Spring Valley, das größtenteils in Privatbesitz ist.
      Es gehört zu der Gruppe der sogenannten Sky Islands, die so bezeichnet werden, weil sie sich aus einer Ebene, einem Grasland erheben und dabei eine eigene Fauna und Flora besitzen. Die Bezeichnung geht auf Weldon Heald zurück, der 1967 eine Klassifizierung dieses besonderen und vom sonstigen Umland sich unterscheidenden Areals eingeführt hat.
      Man findet Ponderosa-Kiefern und Douglasien aus den Rocky Mountains an den kühleren, feuchten und nach Norden ausgerichteten Hängen. Auf den sonnigeren Hängen wachsen dagegen Apache-Pinien und Chiricahua-Pinien wie sie in Mexicos Sierra Madre Mountains zu finden sind. Hier findet man Beargrass Yucca sowie Agaven und Feigenkakteen aus dem Sonoran Desert.
      Das zur Erweiterung des Allgemeinwissens.
      Ein wenig wie im Sandsteingebirge in Sachsen. Nur höher und wesentlich großflächiger. Wir versuchen ganz standhaft zu bleiben und nicht ständig einen Stopp einzulegen. Doch die Überlegung, dass sich diese Abschnitte morgen im Schatten befinden werden, lässt uns umdenken.
      Und beim Betrachten der Fotos für den Bericht, stelle ich fest, dass die Aufnahmen wieder einmal die Realität nicht in seiner voller Schönheit wiedergeben können.
      Eigentlich Schade!










































      Das Information Center hat schon geschlossen. Schade.
      Wir fahren bis zum Ende des Bonita Canyon Drives. Die Fahrt dorthin ist schon atemberaubend. Anders kann man das nicht sagen. Vor allem wenn die Steinsäulen so nahe der Straße stehen und wir uns wie mitten im Canyon fühlen.
      Ein weiterer Abschnitt der Straße führt tangierend am "Steinwald" entlang. Auf der anderen Seite gibt es wundervolle Ausblicke. Die Straße gewinnt schnell an Höhe.






      Am Massai Point-Parkplatz angekommen sind wir fast die Einzigen. Wir verschaffen uns einen kleinen Überblick an den Infotafeln und machen einen kurzen Rundgang. Ein Vorschnuppern für morgen sozusagen.



























      Im oktogonalen, rundumverglasten Pavillion gibt es noch mehr Infos und tolle Ausblicke mit Erklärungen.
      Eine kleine Gesamtübersicht bietet dieses Plakat.
      Es ist stark ausgeblichen. Doch zeigt es die besonderen beziehungsweise auffälligen Steine. Die Namen sind dabei selbsterklärend.






      Vermutlich wäre mir sonst ohne diese Hinweise auch der liegende Kopf des Apache Häuptlings Cochise entgangen.
      Jetzt da ich es weiß, kann ich an dieser Stelle nichts anderes sehen als ein Profil indianischer Herkunft.
      # Cochise Head
      Das auffallende Felsprofil hat eindeutig die Form eines Männerkopfes. Mit einem rauen Gesicht, einer langen gebogenen Nase und einer gewölbten Stirn. Für eine Wimper soll die 35 Meter hohe Douglasie sorgen. (Diese "Wimper" sehe ich heute allerdings nicht )
      Die Gesteinsformation besteht aus Tuffstein, einem Gestein aus Vulkanasche.
      Die dargestellte historische Figur soll Cochise sein, einer der einflussreichsten Häuptlinge der Chiricahuas-Apachen, der in dieser Gegend gelebt hat.
      Man sagt, Cochise zog die Diplomatie der Kriegsführung vor.
      Er lebte in Frieden mit den Siedlern bis er 1861 der Entführung eines weißen Jungen beschuldigt wurde. Als dann ein vorschneller Leutnant versuchte Cochise am Apache Pass zu verhaften, floh er und überfiel zusammen mit Mangas Coloradas und Geronimo eine US-Truppe bei der er und seine Krieger eine Niederlage hinnehmen mussten.
      Infolge dessen brach ein unglücklicher elfjähriger Krieg aus. Er führte Überfälle auf Siedlungen, Postkutschen und Goldsucher an. Im Jahre 1871 suchte der US-Postinspektor Thomas Jeffords Cochise auf und bat ihn, die Postkutschen in Frieden durch sein Gebiet ziehen zu lassen. Die darauf folgende tiefe Freundschaft zwischen Cochise und Jeffords war Grundlage des 1862 zwischen Cochise und der US-Regierung geschlossenen Vertrages, die den Chiracahuas-Apachen ihr Jagdgebiet als Reservat garantierte.
      Cochise starb im Juni 1874.
      Angenommen mich fragt mal jemand wer Cochise war - jetzt weiß ich es









      # Harris Mountain
      Blick zu den Harris Mountain umgeben vom San Simon Valley. Auch hier gibt es eine Geschichte.
      Die Siedler-Familie Harris, die mit ihren Mädchen gen Westen unterwegs waren, wurde von Indianern aufgegriffen - die Eltern getötet. Eins der Mädchen wurde Jahre später von Soldaten in der Nähe von Fort Bowie in einem Apache Camp gefunden. Um ihre Geschichte zu beweisen, führte sie die Soldaten an den Punkt des Verbrechens. Tatsächlich fand man dort die Knochen der Eltern.
      Zu ihrem Gedenken bekam der Berg den Namen Harris Mountain.






      Ein paar letzte Fotos müssen jetzt noch sein.
      Dieser Weitblick ist phänomenal.
      Und die Ruhe unbeschreiblich!





      Blick gen Osten





      Blick gen Westen - Richtung Pearce



      Am Parkplatz an dem der Echo Canyon Trail beginnt, schauen wir uns auch nochmals um.
      Alles sehr beeindruckend.
      Wir fragen uns gerade, wieso wir noch nie hier waren?
      Unsere Begeisterung nimmt kein Ende.
      Wir beschließen am morgigen Vormittag nochmals hierher zu kommen. Noch bevor wir in Richtung Tucson die Gegend wieder verlassen. Und wir hoffen natürlich, dass wir über diese Zeit unser gesamtes Gepäck bei Julia und John lassen dürfen.
      So könnten wir morgen zwar nicht den gesamten, langen Trail bis zum Info-Center machen, aber wenigsten den Rundgang, den Echo Trail.
      Nicht zuletzt hoffen wir, dass das Wetter morgen so grandios sein wird wie heute!







      Das ist unsere gesamte Ausbeute an "wilden" Tieren, die wir gesehen haben.
      Ist nicht viel.










      19 Uhr gibt es Dinner im B&B.
      Julia und John haben sich sogar umgezogen.
      Es gibt drei Gänge und Rotwein.
      Die beiden sind sehr unterhaltsam und reden über Gott und die Welt. Auch über den Fakt, dass sie jemanden suchen der das B&B kaufen möchte. Denn sie wollen sich zur Ruhe setzen. Sie selbst haben zwar fünf Kinder und zig erwachsene Enkel, aber keiner will es übernehmen. Beziehungsweise... als John das Wohnzimmer verlässt, erfahren wir von Julia, dass keiner gut genug sei und zuletzt hat wohl sogar die Tochter das Handtuch geworfen.
      Szenen einer Ehe - ich liebe es
      Ganz nebenbei erwähnt John später, dass sie im Oktober unter anderem nach Singapore fliegen werden.
      Ob wir es kennen? Was für eine Frage.
      Singapore kennen wir wie unsere Westentasche.
      Er zeigt mir sein gebuchtes Hotel. Doch Moment mal. Das ist doch gar nicht in Singapore! Wir checken es nochmals gemeinsam. Und das ist gut so. Denn sein gebuchtes Hotel befindet sich in Malaysia, in der Nähe der Grenze zu Singapore. Es trägt trügerischer weise nur den Namen der Stadt.
      Puh. Das ist nochmals gut gegangen.

      Etwa halb Zehn fallen wir ins Bett.
      Genug erlebt
      Gefahrene Strecke: 256 Meilen = 412 Kilometer
    • muhtsch wrote:

      Die ersten knapp 12 Meilen sind asphaltiert und zweispurig bevor die Apache Pass Road zu einer unbefestigten, aber gut präpariert Straße wird.
      Gut zu wissen :!!

      muhtsch wrote:

      Angenommen mich fragt mal jemand wer Cochise war - jetzt weiß ich es
      Und welcher Stein ist der Kopf :nw:

      muhtsch wrote:

      Ein paar letzte Fotos müssen jetzt noch sein.
      Dieser Weitblick ist phänomenal.
      Und die Ruhe unbeschreiblich!
      Einfach nur SCHÖN ;dherz;

      muhtsch wrote:

      Wir fragen uns gerade, wieso wir noch nie hier waren?
      Und ich frage mich, wieso es schon so lange her ist :nw: :schaem:

      muhtsch wrote:

      Er zeigt mir sein gebuchtes Hotel. Doch Moment mal. Das ist doch gar nicht in Singapore! Wir checken es nochmals gemeinsam. Und das ist gut so. Denn sein gebuchtes Hotel befindet sich in Malaysia, in der Nähe der Grenze zu Singapore. Es trägt trügerischer weise nur den Namen der Stadt.
      Und? Hat er umgebucht?
      Ciao beate :songelb:




      Der Reisebericht New York City 2018 ist online


      beate-unterwegs.de
    • So nun bin ich wieder up-to-date, die letzten Tage waren ganz nach meinen Geschmack,
      Bekannte und neue Location, die Bilder wie immer super!
      Chiricahua NP ist einer meiner Lieblings NP, dieses Jahr geht es zum 3. Mal in den Park.
    • beateM wrote:

      Und welcher Stein ist der Kopf
      Nimmst Du mich jetzt auf den Arm oder siehst Du es wirklich nicht?
      Es ist das liegende Profil eines Indianers mit ziemlich großer und dominanter Nase.
      Die Stirn ist rechts - das Kinn links



      beateM wrote:

      Und? Hat er umgebucht?
      Ja. Er hat sich eins ausgesucht und ich habe es dann geprüft.
      Wenn man in so einer Gegend wohnt, dann sind 10 Meilen praktisch nebenan ;)


      Thomas_W wrote:

      So nun bin ich wieder up-to-date, die letzten Tage waren ganz nach meinen Geschmack,
      Super.


      Thomas_W wrote:

      Chiricahua NP ist einer meiner Lieblings NP, dieses Jahr geht es zum 3. Mal in den Park.
      Klasse.
      Sicherlich wanderst Du da jedes Mal oder?
      Kannst Du so ein paar Tipps geben?

      Und wo wohnst Du, wenn Du den Park besuchst?
    • New

      muhtsch wrote:

      Und beim Betrachten der Fotos für den Bericht, stelle ich fest, dass die Aufnahmen wieder einmal die Realität nicht in seiner voller Schönheit wiedergeben können.
      ;;Gi5;:
      wir haben uns auch in diese Landschaft verliebt, ich drücke die Daumen für Morgen :gg: ;)

      muhtsch wrote:

      Er zeigt mir sein gebuchtes Hotel. Doch Moment mal. Das ist doch gar nicht in Singapore! Wir checken es nochmals gemeinsam. Und das ist gut so. Denn sein gebuchtes Hotel befindet sich in Malaysia, in der Nähe der Grenze zu Singapore. Es trägt trügerischer weise nur den Namen der Stadt.
      Puh. Das ist nochmals gut gegangen.
      Puh, da haben die Beide ja echt Glück gehabt :!! :clab:
      liebe Grüße

      Ina

    • New

      muhtsch wrote:

      Sicherlich wanderst Du da jedes Mal oder?
      Kannst Du so ein paar Tipps geben?

      Und wo wohnst Du, wenn Du den Park besuchst?


      Mein Favorit ist der Big Loop(waren um die 17km) :!! , wir sind diese Variante gelaufen via Shuttle zum Massai Point und dann bis zum Vistorcenter, aber ohne Echocanyon, da wir da wir den Echo Canyon Trail 2010 gewandert sind.
      Wir haben 2010 + 2012 in Wilcox übernachtet, dein B&B würde mir auch gefallen, ist aber bestimmt nicht günstig.

      Dieses Jahr übernachten wir in Lordsburg, da wir über Portal die Backroad in den Chiri fahren, diesesmal nur eine kleine Wanderung den Sugarloaf Trail. :gg:
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