Warwick Castle, Warwickshire

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    • Warwick Castle, Warwickshire


      Warwick Castle ist eine mittelalterliche Burg, die aus einer normannischen Motte von 1068 hervor gegangen ist. Sie liegt in Warwick, dem Hauptort der ehemaligen Grafschaft Warwickshire, am Ufer des Avon.


      Caesar Tower, Barbakane und Guy Tower

      Webseite Warwick Castle
      Tickets: starten ab £19, Regengarantie (wer die Tickets online kauft erhält innerhalb von 60 Tagen freien Eintritt, wenn es am gebuchten Tag eine Stunde regnet.)
      Öffnungszeiten: 10 - 17 Uhr, im Winter bis 16 Uhr, teilweise bis 21 Uhr
      GPS: 52.281078, -1.585562

      History

      1088 wurde Warwick als Lehen an die Familie Familien Beaumont gegeben, mit dem Auftrag ein Motte und Bailey Castle (Turmhügelburg) zu errichten. Die anfängliche Burg aus Holz am Ort der alten Sachsenburg, wurde in der Zeit Henry II. durch eine steinerne Burg ersetzt. 900 Jahre lang gehörte die Burg den Grafen von Warwick, unterbrochen von 4 Perioden wo sie Krongut unter 7 verschiedenen englischen Herrschern war, immer dann, wenn die Linie eines Adelsgeschlechts ausstarb. 6 Familien (Beaumont, Beauchamp, Neville, Plantagenet, Dudley und Greville) gehörte im Lauf der Geschichte die Burg. Leser der historischen Romane von Rebecca Gable werden die Namen allesamt bekannt vorkommen. Seit der ersten Gründung der Grafschaft beinhaltete der Titel ausdrücklich die Vererbung auch über die weibliche Linie, so dass die Burg 3x auch einer Frau bzw. Mädchen gehörte. Da die Grevilles im englischen Bürgerkrieg zu den Parlamentariern gehörten, wurde Warwick nicht zerstört.

      Nachdem die nordöstliche Ringmauer im 2. Aufstand der Barone geschleift wurde, und der Titel von den Beaumonts auf die Beauchamps überging, erneuerte der 11. Earl, Thomas de Beauchamp, die Ringmauer und fügte die beiden Wohntürme Caesar und Guy Tower, sowie Barbakane hinzu. Eine Barbakane ist eine Doppeltoranlage mit einem von Wehrgängen umschlossenen Innenhof, denn das Tor ist ja der Schwachpunkt einer jeden Burg.



      Wer zu Beginn der Öffnungszeiten seinen Besuch beginnt, findet den Innenhof (Bailey) noch leer und ruhig vor. Nach dem Durchschreiten der Barbakane fällt der Blick als erstes auf die ehemalige Motte am Ende des Burghofes.





      Als die Grevilles das Castle bekamen, war die Zeit der Burgen Geschichte. Entweder wurden sie aufgegeben oder wie im Fall von Warwick in eine komfortable Residenz des Adels umgewandelt. Dazu gehörten formale Gärten und später die Landschaftsgärten. Fulke Greville, der die verfallene Burg von König James I. verliehen bekam, lies die Burgmotte landschaftsgärtnerisch bearbeiten. Der Blick von dort oben auf das Castle ist einfach grandios.



      1978 verkauften die Grevilles Warwick Castle an die Tussaud Gruppe, die das Castle umfangreich restaurierten. Das erklärt dann auch die vielen Wachsfiguren, die den einzelnen Räumen so was wie Leben einhauchen. Warwick Castle beherbergt eines der größten Sammlungen an Rüstungen, angeblich nach der des Tower of London an 2. Stelle. Ich weis ja nicht.









      Diese Gruppe von Herren hat mich echt irritiert. Sie wollte einfach nicht vor meiner Linse verschwinden. Können die nicht ihr Kaffeekränzchen woanders abhalten? Nun irgendwann merkte auch ich, die sind Fake, Wachsfiguren.












      Fenster mit den Wappen der Plantagenet, Dudley und Grevilles





      Geht man durch das Tor beim Watergatetower gelangt man zum Ufer des Avon. Eine hölzerne Brücke führt über den Fluss. Hier lag einst der von Francis Greville 1749 in Auftrag gegebene Landschaftspark. Der Auftrag dazu ging an Lancelot „Capability“ Brown. Brown war zu dieser Zeit immer noch Leiter der Gärtner in Stowe und musste sich den Ruf als Hauptvertreter des englischen Landschaftsgarten noch verdienen. Brown vollzog den Übergang der geometrischen Schlossparkarchitektur zu den großflächigen Landschaftsgärten. 2,8 Quadratkilometer war der Garten einst groß. Die riesigen Grassflächen wurden durch Vieh klein gehalten, Dots (einzelne Bäume) und Clumps (Baumgruppen) erzeugten einen natürlichen malerischen Eindruck. Dummerweise wachsen Bäume immer so langsam, so das die Auftraggeber das Ergebnis selten zu Lebzeiten zu Gesicht bekommen. Baumsetzmaschinen waren noch nicht erfunden. Um die Tiere vom eigentlichen Landgut fern zu halten, nutze Brown eine als Ha-Ha bekannte Grabenkonstruktion, eine Erfindung des französischen Barocks, die 1695 erstmals nach England kam.













      Auf dieser Flussseite befindet sich seit 2005 auch die Nachbildung eines Trebuchets. Das Trebuchet von Warwick ist mit 22 Tonnen eines der größten funktionstüchtigen Belagerungsmaschinen der Welt. 8 Mann benötigen eine halbe Stunde um das das Teil zu laden und abzufeuern. Mit dem Abschuss eines 13 Kilo Geschosses über 249 Meter am 21.August 2006 hält es den Rekord. Große Begeisterung beim Publikum erreicht der Abschuss von brennenden Material.



      Zurück über die Holzbrücke kann man am Fuße der Burg zur ehemaligen Burgmühle gehen. 1894 wurde in die alte nicht mehr genutzte Mühle ein Stromgenerator eingebaut. Erst 1940 kam Strom nach Warwick und bis 1954 versorgte dieser Generator die Burg mit Elektrizität. Für £2 Millionen wurde das Generatorhaus wieder restauriert.






      Kommen wir nun zum anstrengenden Teil der Besichtigung, dem Rundgang über die Ringmauer inklusive aller Türme und Ecken der Barbakane, also dem Torhaus. Mit einer großen Kamera, dem Stativ und den engen Wendeltreppen eine echte Herausforderung.


      Oben auf dem Guytower angelangt, der Blick auf das Torhaus.





      von einem der Tortürme zum Caesar Tower



      Mill Street


      Mill Garden


      Wieder unten im Burghof ist inzwischen der Innenhof gut gefüllt, und das sind ja längst nicht alle Besucher.

      Gruß
      Ulrich

      Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.
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