TV - Tipps 2019

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    • Prima danke, habe die 1. Sendung am Montag aufgenommen, aber noch nicht geschaut.

      Heute Abend kommt ja auch wieder eine Folge! :!!
    • So. 17.03.2019
      20:15 – 22:15 Uhr, arte
      Der Mann, der Liberty Valance erschoss
      Western, USA 1962, mit John Wayne und James Stewart
      Regie: John Ford
      Jahrelang ließ sich Ransom Stoddard dafür feiern, dass er den Wildwestschützen Liberty Valance tötete. Danach begann für Stoddard ein beispielloser sozialer und beruflicher Aufstieg. Erst ein halbes Jahrhundert später gesteht er einem Reporter, was damals wirklich geschah.
      Senator Ransom Stoddard, dessen Karriere vor Jahrzehnten in der Kleinstadt Shinbone begann, kehrt mit seiner Frau Hallie zur Beerdigung seines alten Freundes Tom Doniphon zurück. Im Ort gibt es nur wenige Menschen,die sich an den alten Stoddard erinnern, da er sich in den letzten Jahren auf seine Ranch zurückgezogen hat. Stoddard erinnert sich an seine Ankunft im Wilden Westen, an den Überfall auf seine Postkutsche durch den berühmt-berüchtigten Banditen Liberty Valance und an sein Verlangen, sich an dem gefährlichen Gangster zu rächen, der das Städtchen und dessen Umgebung terrorisierte. Tom Doniphon hatte Stoddard und seine Mitreisenden damals gerettet und wurde damit zu seinem Verbündeten und Freund. Stoddards zahlreiche Versuche, Liberty Valance mit rechtsstaatlichen Mitteln zu stoppen, scheiterten. Schließlich startete der idealistische Anwalt eine Kampagne gegen die Landbesitzer, die Valance bezahlten. Als der gefürchtete Übeltäter erneut in der Stadt auftauchte, war die Konfrontation mit dem friedfertigen Stoddard unausweichlich: Es kam zum Showdown, an dessen Ende der junge Anwalt als "Der Mann, der Liberty Valance erschoss" gefeiert wurde. Doch in Wahrheit wurde der Gangster von Doniphon aus dem Hinterhalt erschossen. Stoddard hatte es nicht für nötig gehalten, die Sache klarzustellen; der Mythos um ihn ermöglichte ihm den politischen Aufstieg sowie den Eintritt in höchste Ämter. Wie viele bedeutende Western handelt der Film von der Geburt des modernen Amerika. Indem John Ford den gesellschaftlichen Aufstieg seines Helden auf einer Lüge beruhen lässt, reflektiert und problematisiert er die idealisierten Helden des Westerngenres.

      Wiederholungen:
      Die, 19.03. um 13:50 – 15:50 Uhr
      Mi., 27.03. um 14:00 – 16:00 Uhr


      So., 17.03.2019
      22:15- 23:10 Uhr, arte
      John Ford - Der Mann, der Amerika erfand
      Dokumentation, Frankreich 2018
      John Ford (1894-1973) gilt als Inbegriff des Western-Regisseurs und wird bisweilen darauf reduziert. Mit 'Ringo' (1939), 'Früchte des Zorns' (1940) und 'Der Mann der Liberty Valance erschoss' (1962) schrieb er Kinogeschichte. Er erzählte den Mythos Amerika, ohne dessen dunkle Seiten zu beschönigen. Sein Werk ist ebenso monumental wie es für das Selbstverständnis der USA prägend gewesen ist.
      John Ford steht für ein einzigartiges cineastisches Jahrhundertwerk. Wie kein anderer beleuchtet er die Identität des amerikanischen Volks, seine Gründungsmythen und Helden, Utopien und verlorenen Illusionen. In seinen Filmen zeichnete Ford ein Bild vom Amerika seiner Träume: einem Land, in dem Menschlichkeit und Solidarität großgeschrieben werden und das Leben lebenswert ist. Mit den Jahren wurde die Sichtweise des Regisseurs ambivalenter, was sowohl dem Lauf der Geschichte als auch Fords persönlichem Werdegang geschuldet ist. Als Sohn irischer Einwanderer strebte er stets nach gesellschaftlicher Anerkennung und stand dem Establishment zugleich kritisch gegenüber. Das Trauma des Zweiten Weltkriegs prägte ihn zutiefst; Gewalt und die Unterdrückung von Minderheitenwaren ihm ein Gräuel. Der franko-amerikanische Regisseur Jean-Christophe Klotzanalysiert repräsentative Ausschnitte aus großen Ford-Filmen – angefangen von den ersten, von der Weltwirtschaftskrise geprägten Meisterwerken der 30erJahre, wie „Ringo“ (1939) und vor allem „Früchte des Zorns“ (1940), den Dokumentationen und Spielfilmen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, allen voran „Schlacht um Midway“ (1942), und den Western der 50er und 60er Jahre, wie "Der schwarze Falke“ (1956) und „Cheyenne“ (1964), in denen Ford die Gewaltgegen Minderheiten und wehrlose Menschen mit seinen Idealvorstellungen von Gerechtigkeit und Brüderlichkeit konfrontiert. „John Ford - Der Mann, der Amerika erfand“ zeigt Archivaufnahmen aus Fords Leben und der Geschichte Amerikas, Gespräche mit dem Regisseur nahestehenden Personen und Kennern seines Werks. Außerdem Sequenzen, die Einblick in den heutigen amerikanischen Westengeben, insbesondere in das Schicksal der Navajo-Indianer, die den Kampf ihrer Vorfahren gegen Ausgrenzung fortführen. Die Dokumentation untersucht die Rolle von John Fords Filmen im Zusammenhang mit der Entwicklung der amerikanischen Identität und zeigt, wie aktuell sie heute wieder sind.

      keine Wiederholung

      aber in der Mediathek
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