USA Tourismus - Quo Vadis

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    • Ja, eine "traurige" Entwicklung, die eher noch schlimmer wird.

      Ich für meinen Teil habe die Konsequenzen gezogen, ich besuche keine Nationalparks mehr.

      In Städten meide ich so gut wie es geht die klassischen Sehenswürdigkeiten.
    • Ehemaliger wrote:

      eine "traurige" Entwicklung, die eher noch schlimmer wird
      es ist das Recht eines Jeden zu reisen. Und das können nun mal heute mehr Leute als früher.
      Wem will man das verbieten.
      Und jeder von uns, auch du, trägt dazu bei. Auch mit unseren Berichten hier im Forum.
      Mal abgesehen davon ist das nicht nur in USA so. :nw:
      Ich kann es keinem verübeln, der reisen will, weil ich es selbst gern tue.
      LG, Betty aka "DA - Immobilien-Maklerin"

      Bettys Homepage
    • Ich glaube Reiseberichte in diversen Foren machen 0,00001% aus.
      Die Zeiten, wo man sich in Foren informiert hat, sind schon lange vorbei.

      Die Problematik ist u.a. wie sich Menschen heute im Zeitalter des Smartphone-Technologie verhalten. Was auf Instagram populär ist, wird tot fotografiert.

      dpreview.com/news/5219122710/j…to-stop-geotagging-photos

      Beispiel.... Zhangjiajie National Park in China. Dort wurde u.a. der Film Avatar gedreht. Seitdem ist "überlaufen" noch milde umschrieben. Zum Vergleich 1,5 Millionen besuchen jährlich den Arches NP, der als problematisch gilt, was die Besucheranzahl angeht. 15 Millionen besuchen jährlich das Huang Shan Gebirge, dass von den Trails Lichtjahre schwieriger ist als Arches, Yellowstone oder Yosemite zusammen.

      Die Ursprünglichkeit geht verloren, egal ob in USA, Europa oder Asien. Das sind eben die Schattenseiten des Tourismus.
    • Ehemaliger wrote:

      Ich glaube Reiseberichte in diversen Foren machen 0,00001% aus.
      Die Zeiten, wo man sich in Foren informiert hat, sind schon lange vorbei.
      naja, es gibt genug Leute, die die Bilder auch woanders einstellen. Und in einer Suche erscheinen sie auch.

      Und jedem gesagt wird, dass er mit seinem Handy ein Meisterfotograf sein kann, ist es auch kein Wunder.

      Aber trotzdem könnten noch vor 10 Jahren nicht so viele Leute reisen. Man muss schließlich auch hinkommen.
      LG, Betty aka "DA - Immobilien-Maklerin"

      Bettys Homepage
    • Das ist eben der Lauf der Dinge.

      Natürlich sind Social Media und Blogs, Foren etc. auch mit verantwortlich.

      Zudem hat heute jeder eine Kamera, das war früher nicht so, daher will jetzt eben auch jeder das Foto für den Beweis und das natürlich in Echtzeit. Das Foto, das man 8 Wochen nach der Reise den Freunden im Papieralbum zeigt ist natürlich weniger Wert, als das was noch vor Ort bei insatgrarm/twitter/Facebook erscheint.

      Entgegenwirken kann man wohl nur mit Preiserhöhungen bei Eintritten und Reisekosten, was dann aber zur Folge hätte das Leute, die ärmer sind, sich das nicht mehr leisten könnten zu reisen das wäre auch doof.

      Anderseits muss man wohl mehr Personal für die Einhaltung der Regeln einsetzten.

      Denn das eine sind viele Leute, die gucken und sich an der Natur erfreuen, das ist sicher zu bestimmten Zeit eine Herausforderung, aber das echte Problem, sind sicher

      .... Leute, die ihren Müll an Ort und Stelle entsorgen, Tieren zu nahe kommen, Vandalismus betreiben, unnötige Risiken eingehen, damit Unfälle verursachen, uvm. Das sind Probleme, die sicher in den letzten Jahren zugenommen haben und das nicht nur in den USA.
    • Stefunny wrote:

      Denn das eine sind viele Leute, die gucken und sich an der Natur erfreuen, das ist sicher zu bestimmten Zeit eine Herausforderung, aber das echte Problem, sind sicher

      .... Leute, die ihren Müll an Ort und Stelle entsorgen, Tieren zu nahe kommen, Vandalismus betreiben, unnötige Risiken eingehen, damit Unfälle verursachen, uvm.
      Yep - dem kann ich nur zustimmen. Ich habe dieses Jahr im Monument Valley gezeltet, wo die einzelnen Sites sehr dicht aneinander liegen. Mitten in der Nacht fingen drei chinesische Pärchen, die direkt neben mir ihre Zelte hatten, an - einen Riesenlärm zu machen, ihre Zelte innen auszuleuchten, wild mit Taschenlampen herumzufuchteln, mit Stativen durch die Gegend zu laufen, sich lautstark Kommentare zuzurufen - nur um das ultimative Foto von sich und ihren beleuchteten Zelten mit dem Monument Valley als Hintergrund zu machen. Das Ganze ging fast 2 Stunden so und es hat sie Null gestört, dass keiner auf dem Campingplatz mehr schlafen konnte.

      Rücksicht und stilles Erfreuen an der Natur ist was anderes.
      Wilderness is not a luxury but a necessity of the human spirit

      Faszination USA Südwesten - Explorer Edition 2018 / 2019, ISBN 978-3981050431
    • Man könnte heulen, aber es hilft nichts. Es ist ja abzusehen, dass es noch weit schlimmer werden wird, denn von den 1,3 Milliarden Chinesen reisen heutzutage wahrscheinlich noch keine 10%.
      Gruß aus München

      Rainer

    • Danke für den Link, sehr interessant.

      Ich habe ihn zum Anlass genommen, einen kurzen Artikel zum Thema zu schreiben. Ohne besonderen Anspruch, einfach so. Vielleicht hat einer Lust zu lesen (Verbesserungsvorschläge nehme ich natürlich sehr gerne auf).
      Viele Grüße

      Dirk
      __________________________________

      USALetsGo: Travelogs, Destinations, Travel Info
    • betty80 wrote:

      Ich kann es keinem verübeln, der reisen will, weil ich es selbst gern tue.
      Ich bin ganz Deiner Meinung, Betty ;;NiCKi;: Ausserdem darf es nicht so sein, dass sich nur noch Spitzenverdiener eine schöne Urlaubsreise leisten können.

      Allerdings ist es nicht einzusehen, dass so viele das Gefühl haben, sie können ihren Abfall überall liegen lassen, absolut keine Sorge zur Natur tragen und ihre Mitmenschen mit ihrem Geschrei, Selfies und Rücksichtslosigkeit belästigen.

      Am besten fährt man unserer Erfahrung nach, wenn man lange zu Fuss unterwegs ist. Inzwischen wandern zwar auch die Asiaten, welche früher nur aus dem Auto heraus geknipst haben, trotzdem sind es nicht die ganz grossen Massen, die man weit ab vom Schuss noch antrifft.

      Liebe Grüsse, Moni
    • raigro wrote:

      Man könnte heulen, aber es hilft nichts. Es ist ja abzusehen, dass es noch weit schlimmer werden wird......

      Richtig... die Formel lautet Tourismus bringt Geld, Tourismus zerstört Natur. Es glaubt hoffentlich keiner, dass auf Geld für die Natur verzichtet wird.

      Wer authentischen Urlaub machen möchte, muss in abgelegene Regionen reisen. Kirgisien, Kachastan, Chile und was sonst noch touristisch noch nicht breit getreten ist.

      Die amerikanischen NPs werden dann zu Freichlichtmuseen umgewandelt. Sind die Tickets vergeben.... schaut man in die Röhre.
    • Ellen & Udo wrote:

      Vielleicht sollte Mr. T. die alle mit Zöllen belegen ....
      So ähnlich war das angedacht im Zollstreit. Bei der nächsten Eskalationsstufe wollte China keine Visa mehr für USA reisen ausstellen.

      Wenn im Artikel Instagram & Co. als Ursache angeführt wird,
      - Intagram&Co. in den Nationalparls blocken :nw:
      - Selfies verbieten, (bei Verstoß Handy einkassieren)
      - wer beim Vermüllen erwischt wird, pro Teil ein Jahr Einreiseverbot.

      Können sie beim Radfahren ja auch, z.B. Grand Canyon.
      Wer erwischt wird, ist sein Rad los und darf x Jahre nicht wiederkommen plus 6 Monate Haft.
    • WeiZen wrote:

      wer beim Vermüllen erwischt wird
      Das ist ja eins der großen Probleme - es gibt einfach nicht genug Personal in den Nationalparks etc., um auf sowas aufzupassen.

      Vor einigen Jahren habe ich mal einen Vollpfosten beobachtet, der beim Grand Prismatic Spring mitten durchs Gelände latschte. Ranger? Fehlanzeige. Die waren vermutlich damit beschäftigt, den Verkehr zu regeln.

      Und am Wahweap Viewpoint, wo der Papi des kleinen inkontinenten Chinesen die vollgepieselte Limoflasche fünf Meter vom Mülleimer entfernt in der Botanik entsorgte, war auch keiner da. :rolleyes:
      Viele Grüße
      Claudia

      a.k.a Miss Chaco

      Hier geht es zur Abstimmung für den DA-Kalender 2020
    • Raven wrote:

      Das ist ja eins der großen Probleme - es gibt einfach nicht genug Personal in den Nationalparks etc., um auf sowas aufzupassen.
      Doch gibt es. Die vielen Touristen. Nur wird die Gleichgültigkeit eines Jeden von Jahr zu Jahr größer.

      WeiZen wrote:

      Einfach damit anfangen, es spricht sich rum.
      ;;NiCKi;:

      Da sehe ich ein großes Potential in den sozialen Medien, die nach meinem Empfinden zu oft oder größten teils für Dummbeuteltum genutzt werden.
      Warum auf Instagram, Facebook, Reiseblogs, Homepages nicht neben den viel zu oft Sinnlosigkeiten oder Selbstverherrlichungen auf die vielen Missstände aufmerksam machen?
      Sicherlich weil das weniger Aufmerksamkeit und weniger Follower und weniger Klicks bringt.
      Besser ist vor Ort und im waren Leben aktiv zu werden und das Ganze mit den sozialen Medien verbinden.
      „ Je weiter sich die Gesellschaft von der Wahrheit entfernt desto mehr hasst sie die, die die Wahrheit aussprechen“
    • wundernase wrote:

      Ausserdem darf es nicht so sein, dass sich nur noch Spitzenverdiener eine schöne Urlaubsreise leisten können.
      Ich sag mal etwas zynisch, dass sich auch nur Spitzenverdiener ein schönes Auto leisten können :nw: Mitschuld an dem Übel tragen auch die Billigflieger bzw. die Subventionen für die jeweils landeseigenen Fluglinien. Man sollte das Kerosin besteuern und auch die Luftverschmutzung entsprechend bezahlen lassen, dann regelt sich manches von allein. Aber keine Angst, das wird nicht passieren - Klimaschutz hin oder her.

      Anderseits kann man mit Geld bzw. Verteuerung nicht Alles regeln. Island ist solch ein Beispiel: extrem überteuerte Unterkünfte, Mietwagen und Alkohol :MG: , aber das Land ist trotzdem an den Hauptattraktionen maßlos überlaufen, und das nicht nur im Sommer. :ohje:

      Also weiter wie bisher, irgendwann wird es sich schon von alleine regeln. Ich meine, dass Island z.B. zum ersten Mal seit vielen Jahren rückläufige Touristenzahlen hatte - geht doch. :gg:
      Gruß aus München

      Rainer

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