Route 66 - Amerikas Main Street - If you ever plan to motor west

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    • Ina wrote:

      Ist die Geschichte schön :clab: :clab: :clab: :clab:

      Herrlich, am liebsten würde ich gleich nach Pontiac ;;PiPpIla;; ;;PiPpIla;;

      Nicht wahr? Eine hübsche Story, mit der wir nie gerechnet hätten. Wenn ihr also Mayor Bob in Pontiac zu Gesicht bekommt... viele Grüße - wir werden ihn sicher wieder "heimsuchen" ;) . Und außerdem brauchen wir ihn noch ... ;,cOOlMan;:
    • Pontiac, Chenoa, Lexington

      Chenoa, Lexington - Route 66 Idyll


      Wir verlassen Pontiac auf der Historic 66 in südwestlicher Richtung. Immer entlang der Bahnlinie. Auf der rechten Seite erkennt man noch Teile der originalen Route 66. Nach ein paar Meilen erreicht man das District 6 State Police HQ. Zwischen 1942 und 2003 dient das Gebäude, direkt an der 66 gelegen, der Polizeipatrouille als Hauptquartier. Vor dem Haus steht eine Skulptur in Form eines Motorradpolizisten und eine Infotafel, die an die alten Zeiten der Illinois State Police erinnern.







      Der nächste Ort ist Chenoa, ein kleines Nest, das trotzdem einen kleinen Spaziergang wert ist. Bekannt ist das SELZ Mural im Ortskern.










      Es ist nicht weit bis zur nächsten Route 66 Roadside Attraction: der Memory Lane kurz vor Lexington. Hier sollte man den kleinen Abstecher über die originale 66 machen. Ein paar Billboards stehen am Straßenrand. Wobei das kurze Stück für Autos häufig gesperrt ist. Also ist ein kurzer Fußmarsch angesagt. Wir hatten Glück, die Straße war offen, so dass wir drüber fahren konnten.












      Man erreicht den Ortskern von Lexington. Gerade ist das Festival des Red Carpet Corridor im Gange, eine jährliche Veranstaltung an diesem Stück Route 66, bei der sich in den Orten entlang des Korridors jede Menge Aktvitäten entfalten, Autokorsos, Ausstellungen, Flohmärkte. Auch das Welcome Center in Lexington hat an diesem Morgen schon geöffnet, wir werden von der Dame im passenden Kostüm herzlich begrüßt - wir sind scheinbar die ersten, denn es ist noch recht früh - und in die Route 66 Geschichte von Lexington eingeweiht. Ihr Stand steht direkt vor der Garage von Anderson‘s Trucking, einem in dieser Gegend legendären Trucker, der von hier aus mit seinem schweren Gerät durch die Weite des Landes startete. Heute ist Willie Anderson in hohem Pensionsalter, aber seine Werkstatt kann man besichtigen, so jemand zu Hause ist. An diesem Morgen bekommen wir eine Privatführung durch die Räume, die natürlich mit allerlei Memorabilia vollgestopft sind. Wer hier vorbeikommt, sollte anhalten. Vielleicht ergibt sich die Gelegenheit, mal rein zu schauen.










      Der Red Carpet Corridor wird uns an diesem Tag noch ein Stück weiter begleiten, aber davon dann mehr im nächsten Teil.

      The post was edited 6 times, last by Ellen & Udo ().

    • So ein bißchen wirkt die Straße mit dem gerissenen Pflaster wie eine Szene aus "The Walking Dead" bevor die Zombies um die Ecke kommen. ;)

      Sehr schöne Fotos insgesamt wieder. :app: Falls ich es überlesen haben: Wie lange hat die Vorbereitung für eure Tour gedauert? Da steckt doch bestimmt ganz viel Recherchearbeit hinter um all die kleinen Perlen zu finden, oder?
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      Grüße Michi
    • Ina wrote:

      Das scheint mir doch eine recht verträumte Gegend zu sein :gg: ;)

      Wir würden es eher als "the real America" bezeichnen, wobei das ein weiter Begriff ist. Es gibt viele "real Americas", aber wie schon in der Einleitung gesagt: an der 66 ist man ganz nah dran. Und wenn man dann noch ein paar "side trips" unternimmt, entdeckt man noch mehr. Aber wir wollen uns ja erst einmal auf die Mother Road beschränken. ;) Die ist eh noch lang genug ... :gg:

      masi76 wrote:

      Klasse Eindrücke, man fühlt sich direkt in die alten Zeiten versetzt :clab:
      So ist es. Mit ein bisschen Phantasie lässt sich die Zeit ein paar Jahrzehnte zurück drehen.

      rababa wrote:

      So ein bißchen wirkt die Straße mit dem gerissenen Pflaster wie eine Szene aus "The Walking Dead" bevor die Zombies um die Ecke kommen. ;)
      ;,cOOlMan;: Gesehen haben wir keine ...

      rababa wrote:

      Sehr schöne Fotos insgesamt wieder. :app:
      Vielen Dank, wir geben uns Mühe :)

      rababa wrote:

      Falls ich es überlesen haben: Wie lange hat die Vorbereitung für eure Tour gedauert? Da steckt doch bestimmt ganz viel Recherchearbeit hinter um all die kleinen Perlen zu finden, oder?
      Kommt drauf an, wie man das sieht. Wenn man sich mal 66 Fever eingehandelt hat, geht's schnell... :) . Seriously: Wer sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigt, kommt um Internet Recherche, Lesen von einigen Büchern zum Thema und einem guten 66 Führer nicht herum. Wir haben den EZ66 Guide von Jerry McClanahan ja schon im der Einleitung erwähnt. Aber auch wer nur die Straße entlang fährt ohne groß zu suchen, entdeckt schon genug am Wegesrand. Und man sollte sich die Zeit nehmen, einfach anzuhalten, sich umschauen. Die typischen Diner oder Restaurants besuchen, statt McD. In den traditionellen Motels der 66 übernachten, statt im Days Inn. Die 66 Museen anschauen, die gar nicht langweilig sind. Klein, aber fein. Und total nettes "Personal". Auch mal eine kleine Town zu Fuß erkunden. Und und und... ein Patentrezept für die 66 gibt es nicht und das ist gut so. Jeder auf seine Art. Hauptsache, es macht Spaß. Und es ist DAS Road Trip Erlebnis schlechthin. Richtig VIEL Zeit für die Vorbereitung braucht man nicht, wir würden sagen, man braucht weniger, als für eine mit Wanderungen gespickte Tour durch die roten Steine.
    • Vielen Dank für den neuen Teil :!! Die Einsamkeit ist manchmal fast ein wenig abschreckend, aber die Fotos gefallen mir sehr gut. ;;NiCKi;:
      Ich hätte einen kleinen Antrag. :gg: :schaem: Könntet ihr vielleicht nach jedem Abschnitt immer eine kleine Karte mit einfügen? Klar man kann auch selber nachschauen, aber so finden sich die Sachen einfach leichter, wenn man davon selber keine Ahnung hat. Danke schon mal. :wink4:
      Schöne Grüße
      Ursula
      Homepage
    • USSPage wrote:

      Vielen Dank für den neuen Teil :!! Die Einsamkeit ist manchmal fast ein wenig abschreckend, aber die Fotos gefallen mir sehr gut. ;;NiCKi;:

      Hi Uschi, danke für das Kompliment. Freut uns natürlich, wenn die Fotos Euch gefallen. Es macht einiges an Arbeit, sie rauszusuchen und zu bearbeiten (es gibt zig-tausend Bilder von unseren letzten Route 66 Trips). Deshalb dauert es auch immer ein bisschen, bis der nächste Teil "drankommt".

      Yukon1 wrote:

      Ich könnte die vorherigen Abschnitte auch nachträglich dort einfügen, wo sie hingehören.

      Toni, das wäre super. Wir kommen einfach nicht dazu - siehe oben. Wir finden Karten sehr hilfreich. Auch beim Vorbereiten eines solchen Roadtrips sind sie unerlässlich.

      Wir hatten ja schon erwähnt, dass wir vor einiger Zeit auf Route 66 "Abwegen" unterwegs waren. Also auf Abschnitten, die längst "abandoned" und schwer oder so gut wie gar nicht zu finden sind - es sei denn, man hat einen kundigen Führer, so wie wir. Diese Abschnitte werden wir im Thread auslassen, weil wir glauben, dass kaum jemand mit Snake Guards durch die Prairie laufen oder diverse Stacheldrahtzäune überwinden will. Oder, noch problematischer, das ein oder andere "No Trespassing" ignorieren möchte. DAS geht bitte NUR, wenn man sich eine entsprechende Erlaubnis beim Landowner oder bei der Indianerbehörde holt. Bitte unbedingt beachten! Und wer kennt schon die Besitzer der Ländereien rund um den alten Straßenverlauf. Wer sich aber trotzdem so etwas mal ansehen möchte, zumindest in Wort und Bild, der kann gerne auf unserem Blog vorbei schauen, da gibts gerade einen weiteren Exkursionstag zu lesen. Hier : abenteuer66.wordpress.com/

      Das soll keine Reklame sein, sondern nur ein Tipp für die, die sich eventuell DOCH mal intensiver mit der Mother Road beschäftigen wollen.
    • Yukon1 wrote:

      Ich meinte, ich könnte die Karte dorthin verschieben, wenn sie später in einem Posting von Euch eingefügt würde. Ich würde Eure Karte dann an die richtige Stelle schieben.
      Schade. :( Leider schaffen wir's aus Zeitgründen nicht, selbst die Karten zu erstellen. Wir haben aber gesehen, dass in einigen Reiseberichten Karten vom Moderator angefügt wurden. Vielleicht ließe sich das auf diese Weise lösen. Ansonsten gibt es ja auch noch die Karte bei den Scenic Road Maps, die den Verlauf der 66 ziemlich genau wiedergibt. Dort könnte man ja auch die entsprechenden Fotos einfügen. Den Vorschlag haben wir auch schon gemacht.
    • Ellen & Udo wrote:

      Ansonsten gibt es ja auch noch die Karte bei den Scenic Road Maps, die den Verlauf der 66 ziemlich genau wiedergibt. Dort könnte man ja auch die entsprechenden Fotos einfügen. Den Vorschlag haben wir auch schon gemacht.

      Und der Vorschlag wird auch umgesetzt. ;;NiCKi;: :!! Aber da brauche ich noch etwas Zeit.


      USSPage wrote:

      Ok, ok, :gg: :gg: wenn ich morgen dazu komme mache ich die Karten von den bisherigen Abschnitten und bemühe mich dann aktuell dran zu bleiben, wenn ein neuer Teil dazu kommt.
      Toni, du kannst dann ja einfügen wenn du magst. :wink4:

      Oh ja mach mal, dann habe ich es einfacher mit der R66-Scenic Map.
    • Hi Folks,
      prima. Schön, dass es auf diese Weise geht. Am Ende wird es dann einen sehr vollständigen Thread über die 66 geben, komplett von Chicago bis Santa Monica. Unseres Wissens nach, gibt es so was in keinem anderen Forum bisher. :)
      Vielen Dank für die Hilfe mit den Karten. Der nächste Abschnitt ist bereits geschrieben, jetzt noch die Fotos aussuchen und dann sollte es noch heute weiter gehen.
    • Towanda, Funks Grove, Atlanta

      Towanda, Funks Grove, Atlanta - Down the Red Carpet


      Das Red Carpet Corridor Festival haben wir schon erwähnt. Es findet alljährlich in Illinois zwischen Joliet und Towanda an der Route 66 statt. Wir sind eher zufällig zu dieser Zeit dort. So mancher Oldtimer begegnet uns auf dem Highway, die Gelegenheit, die teilweise super gepflegten Automobile aus vergangenen Zeiten auszufahren, wird natürlich genutzt.

      Von Lexington aus führt die Historic 66 weiter nach Südwesten, teilweise direkt neben der Interstate her. Towanda ist unsere nächste Station. Unterwegs herrscht ländliche Idylle, ein weißgestrichener Barn, Felder, Wiesen.






      Kurz vor dem Ort passiert man wieder ein gutes Stück der originalen Trasse der 66, nicht mehr zum Befahren freigegeben, die Ritzen zwischen den alten Betonplatten sind mit Unkraut zugewachsen. Das ist alles so beabsichtigt, man will die Original 66 so weit als möglich erhalten. Deshalb auch die Bank und das Schild: Get your kicks on Towanda‘s 66. Einfach mal hinsetzen und die Phantasie laufen lassen... damals, als hier das Chrom der Cadillacs, Studebakers oder Corvettes entlang gesteuert wurde, beladen mit Familien auf dem Weg in die Ferien, Cowboy Hüte und Petticoats, Elvis oder Frankieboy im Radio. Irgendwie so oder so ähnlich.






      Und genau dieses Chrom erwartet uns jetzt in Towanda. Der Red Carpet Corridor - you remember. Da stehen sie in langer Reihe gleich gegenüber der Kicks Bar, auf deren Parkplatz wir gleich links zusteuern, denn die chromblitzenden Oldies einschließlich ihrer Besitzer wollen wir uns nicht entgehen lassen. Vom Hot Rod bis zur Rostlaube ist alles vertreten. Die stolzen Eigentümer sitzen auf Campingstühlen neben ihren Schätzen, schwätzen mit jedem, der vorbei kommt. Kühlbox und oder Picknickkorb dürfen nicht fehlen, auch nicht der Sonnenschirm, denn es ist ein Sunshine Day in Illinois heute.








      Schon mal in einem Bel Air gesessen? Wir dürfen, bzw. Ellen darf natürlich, ich muss ja knipsen. Small Talk mit dem Besitzer-Ehepaar inklusive. Das hat doch was. Wir hätten uns noch lange hier aufhalten können, aber wir müssen weiter. Nice meeting you.






      Jetzt noch schnell, oder lieber langsam durch die Todeskurve. Dead Man‘s Curve! Sie liegt etwas abseits, an der Jefferson rechts ab, dann gleich wieder links in die Jackson, die dann in einer Linkskurve - das ist die besagte Stelle - in die Quincy übergeht. Da sie in Jerry‘s EZ66 Guide erwähnt wird, nehmen wir sie mal mit. Der kurze Abschnitt ist ein altes 66 Alignment und auch deshalb soll es hier erwähnt werden. Wer und wie viele flotte Automobilisten sich dort um Kopf und Kragen gebracht haben, dürfte dem Vergessen anheim gefallen sein. Aber der Name ist so schön dramatisch. Es gibt im Verlauf der 66 übrigens noch eine Dead Man‘s Curve, aber bis dahin sind es noch ein paar Meilen.





      Nächster Stopp am Historic Route 66 Trail. Hier kann man zu Fuß auf zwei der vier originalen Route 66 Fahrstreifen entlang wandern und sich Schautafeln, auf denen die acht Route 66 Staaten dargestellt werden, zu Gemüte führen. A nice walk in the sunshine. Die berühmten Burma Shave Schilder fehlen auch nicht.






      Die nächsten Städte sind Normal (heißt wirklich so) und Bloomington. Hier gibt es eigentlich nichts 66-mäßiges zu sehen - was für Normal nicht ganz zutrifft, denn dort sollte man an einer inzwischen restaurierten Tankstelle plus sehr schönem Gift Shop vorbei schauen - mehr darüber in den neuen Ergänzungen zu diesem Thread, die wir am Ende hinzugefügt haben bzw. noch hinzufügen werden. In Normal verläuft die 66 über den Veteran‘s Parkway, das ist der Business Loop der Interstate. Er führt zuerst in südlicher, dann in westlicher Richtung um die Innenstädte von Normal und Bloomington herum. Einfach den Schildern folgen.

      Und dann geht‘s wieder auf‘s Land. Immer noch entlang der I-55. In Funks Grove, mitten im Wald gelegen, bekommt man den berühmten Maple Sirup, so man Glück hat und der Laden mal geöffnet ist. Auf der website steht: Store hours: Open by chance or appointment only. Nun ja, wer sich unbedingt das süße Zeug aus Funks Grove mitnehmen will, muss also auf seine Chance warten. Wir hatten sie nicht, es war geschlossen. Außerdem ist Ahornsirup auch nicht unbedingt DAS Mitbringsel von der Route 66. Bei unserem letzten Besuch stand übrigens ein SOLD OUT Schild dran.






      Dann sollte man doch lieber, BEVOR es links zum Sirup abgeht, am Bahnübergang rechts abbiegen und sich die Reste des alten Walker Shops, der auch mal eine Tankstelle war (bis Ende der 1970er Jahre) und das aus dem benachbarten Ort Shirley hierher verfrachtete alte, ausgediente Train Depot anschauen. Ganz hübsch. Mit benachbarten Getreidesilos. Und wer ganz viel Deep 66 machen will, kann genau dort, nämlich am Bahnübergang, ein paar Meter in die andere Richtung fahren und ein altes Stück 66 Alignment im Wald unter die Lupe nehmen. Heute heißt das E550 North Street.








      Wir folgen der 66 weiter nach Südwesten, immer noch begleitet uns die I-55 linker Hand. Nichts besonderes zu sehen im nächsten Ort, McLean. Es sei denn, man hat was für Travel Plazas übrig. Dixie Travel Plaza gibt es seit 1928, damals hieß er Dixie Truckers Home. Und das ist er heute noch. Also ein Truckers Home. Alles da, was der Automobilist sich wünscht, egal ob Trucker oder Touri. 66 Souvenirs the lot. Benzin gibt‘s auch. Aber immerhin steht da ein fotogener Wasserturm plus Getreidesilo. Und eine Stadtbibliothek, mit Silo natürlich. Die stehen hier scheinbar alle Nase lang rum. Und sie werden uns weiter begleiten, bis nach New Mexico hinein.






      Also auf nach Atlanta! Nee, nicht das in Georgia, sondern das im Logan County in Illinois. Und hier halten wir mal länger. So um die 1500 Einwohner hat das Städtchen. Und eine süße kleine Downtown. Eigentlich führt die 66 ja außen um die Stadt rum, aber wir biegen an der Kreuzung mit der Sycamore Street mal rechts ab. Parken wir doch direkt mal an der Straße gegenüber dem Bunyon Giant. Die Riesenfigur schleppt einen ebenso riesigen Hot Dog mit sich rum und ist natürlich DER Fotostopp in Atlanta - jedenfalls für die meisten. Selfie mit Giant gefällig? Kein Problem, wobei er sicher nicht ganz auf‘s Bild passt. Über die Giants und Muffler Men haben wir ja schon weiter vorne gesprochen, also ersparen wir uns das jetzt. Das kleine Zentrum um den Giant herum hat aber Charme, na ja, wie man‘s nimmt. Denn ein paar Meter unterhalb der schmucken Fassaden entlang der SW Arch Street, gleich neben Chubbys Bar & Grill, türmen sich drei riesige .... na was wohl? Richtig! Getriedesilos! Ein schon fast wieder charmanter Gegensatz.








      Schräg gegenüber vom Riesen-Hot Dog kann man im Palms Grill Cafe eine Lunch-Pause einlegen, so man um die Mittagszeit vor Ort ist. Das hübsche Gebäude versteckt um seine Ecke herum ein schönes Mural, das Judy & Sons Groceries auf der gesamten Gebäudelänge anpreist.










      Und wer nicht weiß, wie so ein Mid-Western Grain Elevator funktioniert, hat eventuell an Wochenenden die Möglichkeit, sich das Hawes Grain Elevator Museum, nur ein paar Minuten von downtown entfernt, anzuschauen. Das Ding ist knallrot angepinselt und nicht zu verfehlen. Aber ob es geöffnet hat... es gehört manchmal auch Glück dazu. Von außen sieht‘s aber auch ganz nett aus. Die Flagge weht vor dem Turm der Public Library.







      Einen Wasserturm haben sie natürlich auch - einen hübschen, mit gelbem Kopf und Smiley drauf. Take a picture.



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    • Ellen & Udo wrote:

      Und genau dieses Chrom erwartet uns jetzt in Towanda. Der Red Carpet Corridor - you remember. Da stehen sie in langer Reihe gleich gegenüber der Kicks Bar,
      Herrlich :clab:

      Ellen & Udo wrote:

      Hier kann man zu Fuß auf zwei der vier originalen Route 66 Fahrstreifen entlang wandern und sich Schautafeln, auf denen die acht Route 66 Staaten dargestellt werden, zu Gemüte führen.
      Sie nutzen jeden Zentimeter Strasse aus,um Touris anzulocken oder? :gg:

      Ellen & Udo wrote:

      Und wer ganz viel „Deep 66“ machen will, kann genau dort, nämlich am Bahnübergang, ein paar Meter in die andere Richtung fahren und ein altes Stück 66 Alignment im Wald unter die Lupe nehmen
      Wunderbare Ruinen

      Ellen & Udo wrote:

      Also auf nach Atlanta!
      Putzig,

      den Riesen- Hotdog würde ich auch gerne fotografieren ;;NiCKi;: :gg:

      Ihr konnte immer auf der alten Strasse fahren, oder musstet ihr auch oft auf den HyW55?
      liebe Grüße

      Ina

    • Einen schönen Sonntagmorgen an alle. Hier hat sich ja richtig was getan.


      Zuerst einmal vielen Dank an alle, die ihr Euch mit den Karten herumgeschlagen habt. Das Ganze ist ziemlich tricky und zeitaufwändig. Wir wissen das. Umso mehr: Thank you!

      Die Route 66 hat ja im Laufe der vielen Jahre eine Menge Schlenker gemacht. Das sind die in der Einleitung erwähnten Alignments oder die in US so häufigen Business Loops. Zusätzlich gibt es noch größere Veränderungen des Streckenverlaufs - ein gutes Beispiel dafür ist der sogenannte Santa Fe Loop, der auch in Gerd's Karte gezeigt wird. Aber zusätzlich müsste natürlich auch der Verlauf OHNE den Santa Fe Loop drauf sein. Oder Streckenteile, die längst abandoned sind, die nur in bestimmten Jahren, z.B. 1926-1931, Teile der Straße waren. Und genau diese Dinge sind die Krux beim Erstellen einer Route 66 Karte. Manche dieser Alignments sind heute noch existent und befahrbar, manche nicht. Wenn wir in den nächsten Kapitel nach Lincoln und Springfield kommen, werden wir das erleben. Die 66 führt sehr häufig um die Orte herum (und so ist das auch bei Google dargestellt). Zusätzlich gibt es aber die Business durch die Orte hindurch. Das ist z.B. in Dwight und auch in Odell der Fall. Wir werden in den Texten in solchen Fällen darauf hinweisen, denn die interessanten Sights liegen ja meistens in den Downtowns. Anders verhält es sich z.B. mit der Dead Man's Curve in Towanda. DAS wiederum ist ein altes Alignment. Es wird kompliziert. Google bezeichnet, so weit wir wissen, manche Streckenabschnitte der Interstate (in Arizona z.B.) als Route 66, OBWOHL direkt daneben noch die alte 66 Trasse vorhanden ist. Oft als Frontage Road befahrbar. Das Ganze ist also, wie schon gesagt, nicht so einfach. Unser Vorschlag wäre, was die Karten angeht, die Hauptstreckenführung darzustellen. Zusätzlich die alten Alignments, wenn sie BEFAHRBAR und im Text erwähnt sind. Das müsste machbar sein und reicht als Orientierung aus. Die Feinheiten finden sich dann im Text, bzw. für diejenigen, die auf der Strecke unterwegs sind, in Jerry McClanahans EZ66 Guide, den wir nur immer wieder empfehlen können.

      Wir möchten auch noch einmal sagen, dass dieser Thread KEIN Reisebericht im ursprünglichen Sinne ist, denn er ist aus mehreren Route 66 Trips zusammengesetzt. Deshalb enthält er auch nur wenige Schilderungen eigener Erlebnisse. Wobei wir einige Highlights dieser Art am Rande erwähnen wollen, (z.B. den Red Carpet Corridor in Illinois) bzw. auf den Link zu unserem Blog aufmerksam machen, der dann die komplette Story enthält.

      So, und jetzt nochmals thanks for cooperation und weiterhin viel Spaß beim Lesen und Bilder anschauen.

      The post was edited 2 times, last by Ellen & Udo ().

    • Ina wrote:

      Ihr konnte immer auf der alten Strasse fahren, oder musstet ihr auch oft auf den HyW55?
      Nur auf der alten Straße, die I-55 ist NICHT die 66, außer an den wenigen Stellen, wo sie sozusagen ÜBER die 66 gebaut wurde. Die 66 verläuft fast genau parallel zur Interstate. Das wird auch in den noch kommenden Abschnitten sehr oft so sein. Es gibt später einige Stellen, wo man auf die Interstate ausweichen muss. Aber das schreiben wir dann dazu.
    • Lincoln, Elkhart, Williamsville

      Lincoln, Elkhart, Williamsville - In the Heart of Illinois


      Zwischen Atlanta und Lincoln halten sich die 66 Sehenswürdigkeiten in Grenzen, genau genommen: es gibt keine, wenn man nicht gerade ein Fan von Grain Elevators geworden ist. In Lawndale kann man wieder einen begutachten. Ein paar Meilen weiter, man fährt immer noch südwestwärts, erreicht man Lincoln. Woher die Stadt wohl ihren Namen hat? Nun, der alte Abe war hier mal als Anwalt tätig. Das reichte den Stadtvätern wohl, um gleich ihre Gemeinde umzutaufen - keine Ahnung, wie sie früher hieß - und das, noch bevor Lincoln Präsident wurde. Heute kann man ihn gleich mehrfach in der Stadt bewundern. Seriös steht sein Denkmal vor dem sehr schönen Logan County Courthouse, den Zylinder in der einen und den gerade besiegelten Vertrag über wer weiß was in der anderen Hand.






      Weniger seriös, aber unterhaltsamer kann man ihn auf dem Platz beim Best Western Lincoln Inn bewundern. Da sitzt er auf seinem Planwagen und studiert mit zweifelnder Mine das Gesetzbuch. Aufgepasst: Man hat dieses Prachtstück innerhalb der Stadt schon mehrfach versetzt, also keine Garantie, dass der Planwagen-Lincoln immer noch beim Best Western steht. Wir hoffen aber, dass er dort mal zur Ruhe kommt. Passt ja auch irgendwie dorthin, oder?







      Die Route 66 verläuft auf zwei Wegen durch oder um Lincoln herum. Wer in die Innenstadt möchte - und das empfehlen wir wegen des Courthouses und des nahe gelegenen Kinos im klassischen amerikanischen Stil - kann das auf verschiedene Art tun, am einfachsten ist es wohl von der 66 links nach Süden auf die North Union abzubiegen. Dass das Theater auch Lincoln heißt, versteht sich von selbst. Es liegt an der 215 South Kickapoo Street.






      Wer es eiliger hat, kann von Nordwesten kommend den Lincoln Parkway nehmen, der zuerst am nördlichen Stadtrand entlang führt und dann scharf nach Süden abknickt. Das ist dann die Business 66, die Ende der 30er Jahre fertig gestellt wurde. Hier kommt man auch direkt am Planwagen vorbei. Wer noch einen Blick auf das Restaurant The Mill werfen möchte, und das empfehlen wir auch, kann entweder ein Stück weiter auf dem Parkway nach Süden fahren und dann schräg links in die Stringer Ave. abbiegen und dieser dann bis zur Ecke 1st Street folgen. Dort liegt The Mill. Oder man fährt aus der Innenstadt kommend auf irgendeiner Straße nach Süden, bis man die 1st Street kreuzt, dann nach rechts bis zur oben genannten Ecke. The Mill ist eine Roadside Atrraction der 66. Das Gebäude mit dem Windmühlenflügel aus dem Jahr 1929 wurde inzwischen restauriert und wieder in Betrieb genommen.





      Wir verlassen Lincoln auf der Logan County Road, wie die 66 jetzt heißt, immer noch parallel zur Interstate 55, bis wir das winzige Elkhart erreichen. Um in die kleine Downtown zu gelangen, die eigentlich nur aus einer Handvoll Häusern entlang der Straße besteht, überqueren wir die Bahnlinie. Die Kneipe mit dem Blue Moon Schild, einer hier sehr verbreiteten belgischen Biermarke, hat geschlossen. So wie alles drum herum. Ein paar Minuten reichen für den kleinen Ort.







      Auch in Williamsville, dem nächsten Städtchen an der 66, sind die Straßen leergefegt. Die Skyline wird natürlich wieder von Getreidesilos beherrscht. Einziges wirkliches Route 66 Relikt ist die Old Station, eine Sammlung von Memorabilia inklusive alter Zapfsäulen und allerhand sonstigem Krempel. Das Gebäude stammt aus den 1930er Jahren und wird seit einiger Zeit restauriert. Das alte Zeugs muss für die Dauer der Arbeiten weichen.








      Für Freunde der amerikanischen Eisenbahnen hält der Ort noch zwei sogenannte Boxcars, also Güterwaggons, bereit, die das kleine Williamsville Museum beherbergen. Einstmals standen die Waggons im Dienst der Gulf, Mobile & Ohio Railroad Company, wie an der Aufschrift leicht erkennbar ist. Damit wäre Williamsville abgearbeitet und es kann weiter gehen nach Springfield, der nächsten größeren Stadt entlang der Route.




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