"Change of Plans" - Südwesttour September 2015

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    • Wow, was für ein ausgefüllter Tag!
      Ich war noch nicht in Sedona, kann dazu also nicht viel sagen, aber:
      Ihr habt einen ganz tollen Blick für Motive!!! Tolltolltoll! :clab:
      Euer Blickwinkel für die Dinge gefällt mir sehr gut! ;;NiCKi;:


      ... Das Pferd hat ja ´ne Sonnenbrille auf!!! :EEK:
      Ihc KAn nshcneller tippne als ein KOlibri mti dne Fügeln shaclgenk ann1!I ;;NiCKi;:

    • Bin dann mal hinter :rad:

      rababa wrote:

      am Ende haben wir an fast keinem Tag das gemacht was auf dem Programm stand.

      Kommt mir bekannt vor. ;;NiCKi;:

      rababa wrote:

      gerade deswegen, hatten wir einen wahnsinnig interessante, unvergessliche Reise

      Kommt mir auch bekannt vor. ;;NiCKi;: ;;NiCKi;:

      rababa wrote:

      ich habe eine kleine Rechtschreibschwäche und kann oft Tippfehler nicht erkennen

      Kommt mir sehr bekannt vor, siehe Signatur. ;)

      rababa wrote:

      so machten wir uns auf den Weg zum Citadelle Outlet.

      Da habe ich meine vorletzten Schuhe gekauft. Zum ersten Mal größer als meine eigentliche Größe.
      Seit dem mache ich das immer. Es passte zwar immer die Länge, abereigentlich sind mir die meisten Schuhe dann zu eng, zu schmal in der Breite.
      Nun kauf ich sie immer 1-2 Nummern größer und die zehen haben nun sehr viel Platz da vorne.
      Sehr bequem und die Auswahl ist größer geworden.

      utah-fan wrote:

      So kurz nach der Reise schon eine Bericht einzustellen, ist ja echt der Wahnsinn! Ich brauche dafür immer deutlich länger!

      Ich auch, seeeeehr viel länger.

      PhilippJFry wrote:

      Die netten sind die schlimmsten.

      Und warum werde ich dann immer kontrolliert? ;,cOOlMan;:

      rababa wrote:

      bei denen man sich fragt: "Wer um Himmels Willen lebt hier?".

      Und warum. ;;NiCKi;:

      rababa wrote:

      Unsere Pasta, Salat und Pizza hätten für 1 - 2 Mitesser gereicht.

      ;haha_

      rababa wrote:

      wollte nicht mal fotografieren.

      So krank war ich noch nie. :EEK:

      rababa wrote:

      für nachts und schlaffördernd

      ;haha_

      rababa wrote:

      grünen Wassersandalen

      Darin hätte ich in null komma nix Blasen. Was für trockene Büroräume ideal ist, taugt auch im Wasser. Sprich die Narrows wurden in Socken und Halbschuhen erwandert. Bis Las Vegas waren die Schuhe wieder trocken. :gg:
      Gruß
      Ulrich

      Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.
      Youtube Kanal

    • Ina wrote:

      Wie gefällt es euch denn jetzt so in Sedona?
      Der Ort war jetzt nicht so ganz mein Ding, ehrlich gesagt. Dieser ganze Esokram, der Kitsch in den Läden ... das ist so gar nicht meine Welt. Was mit total gut gefällt ist die Natur dort. Die Mischung aus roten Felsen und trotzdem viel Vegetation gefällt mir total gut. Darum liebe ich den Zion auch so sehr. Es ist allerding ein bißchen schade, dass man oft noch Häuser und sonstige Zivilisation im Blick hat.

      Wir können uns aber durchaus vorstellen nochmal zum Mountainbiken oder Wandern herzukommen.

      Mel B wrote:

      ... Das Pferd hat ja ´ne Sonnenbrille auf!!!
      Diese vielen Detaills fand ich total interessant. Das gehörte zu einer Gallerie neben Starbucks und die hatten noch ähnliche Stücke im Schaufenster. Leider war am Sonntag aber schon geschlossen.

      WeiZen wrote:

      Darin hätte ich in null komma nix Blasen. Was für trockene Büroräume ideal ist, taugt auch im Wasser. Sprich die Narrows wurden in Socken und Halbschuhen erwandert. Bis Las Vegas waren die Schuhe wieder trocken. :gg:
      Ja das dachte ich mir auch als ich vor ein paar Jahren zur Subway war. Ich hatte ganz normale leichte Wanderhalbschuhe von Nike an und nach der Tour konnte ich für fast 2 Wochen nur Flip-Flops tragen weil beide Füße rundherum voller offener Blasen waren. Ich muss dazu sagen, dass ich sehr blasenempfindliche Füße habe und die Kombination mit dem vielen Sand im Wasser und den nassen Socken war absolut nicht für meine Füße.

      Die Keen-Sandalen sind zum Reinschlüpfen und haben an dem Band hinten ganz glattes Neopren. Auf längeren Wanderungen habe ich die mit Neoprensocken kombiniert. Das sag zwar merkwürdig aus, aber ich habe alles blasenfrei überstanden.
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      Grüße Michi
    • Willkommen an Board :)

      Am Wochenende war ich ganz schön außer Gefecht gesetzt weil mein Körper große Probleme hatte sich wieder an gesundes deutsches Wssen zu gewöhnen und ich konnte nicht wie geplant Bilder sortieren. Deshalb verlangsamt sich die Weiterreise ein kleines bißchen.
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      Grüße Michi
    • 14.09 - Sedona/Grand Canyon: Teufelsbrücken und Gewitterstürme

      Der Plan
      Früher Start, Sachen packen, West Fork of Oak Creek, kurzer Einkaufstopp, Weiterfahrt zum Grand Canyon


      Die Wirklichkeit
      Wir bisher immer wachten wir zeitig auf und machten uns auf zum Motel-Frühstück. Die Auswahl war bescheiden, aber durchaus in Ordnung. Es gab warmes Oatmeal, diverse Flakes, Toast, Erdnussbutter, Marmelade, Bananen, Kaffee und Orangensaft und das ein oder andere süße Gebäck und dazu auch Sitzgelegenheiten. Damit, dass in den meisten Kettenmotels alles einzeln in Platik verpackt und das Geschirr und Besteck ebenfalls zum Wegwerfen ist kann ich mich nicht anfreuden. Immerhin hatte ich daran gedacht meinen Kaffeebecher und die Mandelmilch mit aus dem Zimmer zu nehmen.

      Beim Frühstück berieten wir über die weitere Tagesgestaltung. Markus fühlte sich, jetzt wo er sich nicht mehr selbst einschläferte, fit genug für eine Wanderung. Juhu! Da er die Planung dieser Tour wie immer mir überlassen hatte, erzählte ich ihm kurz was uns bei der geplanten Wanderung im Oak Creek Canyon erwarten würde, konnte aber nach dem Regen und Gewitter gestern und im Hinblick darauf, dass die "chte Subway" auch noch auf dem Programm stand keine richtige Begeisterung wecken.

      "Hast Du nicht von diesem Arch erzählt, auf den man drauf klettern darf? Irgendwas mit Bridge? Mit einer Offroadpiste für die Anfahrt? Das wäre doch was. Schaffen wir das heute, wenn wir bis zum Grand Canyon wollen?".

      Er meinte die Devil's Bridge. Nach dem Regen war ich nicht sicher ob man die Dirtroad bis zum Trailhead fahren konnte, aber als eine kurze Recherche ergab, dass die Tour auch wenn wir am Ende des geteerten Stücks parken nicht mal ein 5-Mile-Roundtrip ist war die Entscheidung gefallen.

      Der Parkplatz war nicht weit weg von unserem Hotel und als wir gegen 8:00 eintraffen hielten nur ein paar andere Autos dort. Während Markus noch einen Track auf sein Garmin lud, schaute ich mich ein bißchen um. Die Dirtroad zum Trailhead lief am Parkplatz vorbei, links ging aber noch ein Trail, der Chuckwagon-Trail, ab. Als ich einen Blick darauf warf fiel mir auf, dass auch hier die "Devil's Bridge" ausgeschildert war. Bei DA hatte ich gelesen, dass der Weg über die Fahrstraße ziemlich langweilig ist, also warum nicht die Variante ausprobieren?









      Der Weg gefiel uns von Anfang an total gut. Ein netter Trail über roten Sand und Slickrock mit schöner Aussicht auf die umliegenden Felsen und jeder Menge interessanter Vegetation.



      Nach kurzer Zeit kam ein Wegweiser der mehrere Optionen für die Devil's Bridge bot. Markus war nicht ganz sicher wie fit er wirklich war und nach kurzer Diskussion nahmen wir die kürzere Variante, statt dem als anstrengend beschriebenen Chuckwagon Trail.



      Nach ein paar Minuter stießen wir auf die Gravelroad und folgten ihr bis wir zum eigentlichen Trailhead Parkplatz kamen. Das Stück war zugegebener Maßen wirklich nicht aufregend, aber keine Meile lang und schnell vorbei. Die Straße war ziemlich steinig und ausgefahren, mit High-Clearance wäre das was wir davon gesehen haben aber machbar bewesen.





      Der eigentliche Trailhead-Parkplatz war komplett leer. Übrigens auch als wir am Rückweg wieder daran vorbei kamen. Ab hier wurde die Wanderung landschaftlich wieder schöner und es ging bergauf.




      Zum ersten Mal an diesem Tag sahen wir andere Wanderer. Ein Paar, dass sich an dem stufigen, aber technisch eigentlich nicht so schwierigen (siehe Foto), Anstieg ziemlich abmühte. Die Beiden haben wir an der Bridge oder auf dem Rückweg gar nicht mehr nicht gesehen, vermutlich haben sie aufgegeben.




      Wenig später konnten wir den ersten Blick auf die Bridge erhaschen. Ganz schön spektakulär. Außer uns war noch ein Ehepaar aus Kalifornien da, mit dem wir uns ein bißchen unterhielten bevor wir uns zusammen auf die Brücke wagten. Die Ehefrau war ein bißchen skeptisch, aber nachdem wir sie beruhigen konnten, dass es wesentlich breiter ist als es von der anderen Seite aussieht traute sie sich auch.



      Unser Wanderbegleiter bot an ein Foto von uns machen und ging wieder zurück auf den Aussichtspunkt zur Brücke:




      Dannach wechselte Markus die Seite für ein Paarfoto von den Californiern und um mich nochmal mit der Canon zu fotografieren, die er eben nicht so gerne aus der Hand geben wollte. Als er mich aufforderte hoch zu springen dachte ich gar nicht weiter darüber nach und machte es einfach.





      Dannach tauschten wir die Plätze. Als er sprang rutschte mir das Herz ganz schön in die Hose. Als wir angekommen sind war noch niemand auf der Brücke. Jetzt sah das von hier schon ein bißchen furchteinflössend aus. Er rief rüber ob das Foto was geworden ist und ich meinte ich nur:"Das ist mir egal. Mach das auf keinen Fall nochmal."Ich muss wohl ziemlich panisch geklungen haben, denn zwischenzeitlich war eine weitere Wandergruppe eingetroffen und eine Frau meinte: "Ich habe zwar kein Wort verstanden, aber ich stimme absolut zu."





      Einer aus der Gruppe erzählte mir, dass das letzte Mal als sie hier waren eine Frau von der Bridge zu Tode gestürzt ist. Da wurde mir schon ein bißchen anders. Hinterher habe ich die Geschichte online recherchiert. Tatsächlich gab es zwei Todesfälle in den letzten 1,5 Jahren . Nicht durch Stürze von der Brücke selbst, sondern auf dem Weg von dem Fotospot aus auf die Brücke rauf . Direkt an der Kante ist es bröckelig und rutschig. Wir hatten einen weiter hinten liegenden Trampelpfad genommen. Die Gruppe die uns gewarnt hat, hatte den Weg direkt am Rand gewählt. Laut meiner Recherche sind bei schönem Wetter durchschnittlich 2 Rettungseinsätze pro Woche an der Devil's Bridge erforderlich. Das ist ne Menge finde ich. Ich rate also dazu die maximal 2 Minuten mehr Zeit, die der hintere Weg erfordert in Kauf zu nehmen und auf Nummer sicher zu gehen :) Better safe than sorry.

      So langsam wurde es voll und wir machten uns auf den Rückweg. Markus fühlte sich so gut, dass ich den längeren Weg nehmen durfte. :SCHAU: Und der hat sich wirklich gelohnt. Ich fand die Strecke sehr abwechslungsreich, es ging bergauf und bergab durch Flussbetten, über Slickrock und sandige Pfade. An manchen Stellen waren überall Kakteen, an anderen war man in kleinen Wäldchen und an wieder anderen war nichts außer Fels. Viel besser als die Straße und eine unbedingte Empfehlung wenn man die Zeit hat.
















      Auf dem letzten Stück, das wir schon vom Hinweg kannten, kamen uns immer mehr Menschen entgegen und als wir nach 3 Stunden Gesamtwanderzeit wieder am Parkplatz waren war dieser schon komplett voll. Ein früher Start lohnt sich hier also.

      Der Morgenspaziergang, der uns Beiden total gut gefallen hat, war der perfekte Ausklang für unseren Auenthalt in Sedona und hat Lust gemacht irgendwann noch mehr von dieser schönen Gegend zu entdecken.

      Heute wollten wir noch zum Grand Canyon und vorher mussten wir noch ein paar Dinge einkaufen. Nachdem es in Sedona selber keinen Walmart gab wählten wir als Zwischenziel Flagstaff.

      Aber zuerst Mal stand wieder ein schöner kurviger Abschnitt auf der US89 an. Eine wirklich schöne Strecke. Als wir am Oak Creek vorbei kamen bedauerten wir, dass wir keine Zeit für eine zweite Wanderung hatten. Das sah wirklich einladend aus. Leider gibt es von der Strecke kein Foto. Wir haben lange nach einem Haltepunkt Auschau gehalten, aber erst einen gefunden nachdem wir es gerade geschafft hatten einen Schleicher zu überholen und dann wollten wir nicht nochmal ranfahren.

      Halten durfte Journey erst in Flagstaf. Wir hatten zwar Topfset, Brenner, Besteck und Becher von zu Hause mitgebracht, aber aus Gewichts- und Platzgründen oder weil wir es einfach noch nicht hatten auf einige Sachen verzichtet und so wurde aus dem kurzen Einkaufsstopp ein 2 Stunden Mammuteinkauf. Nur einen Spannungswandler fürs Auto haben wir nicht bekommen. Unser Journey hatte leider nicht wie erhofft einen 230V-Anschluss und wir hatten Sorge, dass wir mit den ganzen anstehenden Campingaufenthalten unsere Akkus und Notebooks nicht laden könnten.

      Mit ein paar belegten Baguettes zur Stärkung, die Kalorienzufuhr muss schließlich sicher gestellt werden, ging es auf die Weiterfahrt. Unterwegs hielten wir immer mal wieder Ausschau nach einem Laden der vielleicht ein Spanunngswandlerteil haben könnte, aber die Strecke war nicht so ergiebig. Auch kein kleiner Schlenker durch Willams brachte keinen Erfolg. Den Ort hatten wir irgendwie größer in Erinnerung. Aber noch war ja alles im grünen Bereich und wir fuhren zum Grand Canyon National Park.

      Dort steuerten wir gleich Marthers Campground an, checkten ein und bauten Flipp, unser kleines grünes Zelt ,auf. In weiser Voraussicht hatten wir uns bei Walmart noch mit extra dicken Zeltnägeln und einem Gummihammer eingedeckt. Damit konnten wir das Zelt einigermaßen auf dem doch recht steinigen Boden verankern. Das sollte sich noch als wichtig herausstellen.



      Dann mussten wir nur noch schnell die Taschen und Boxen im Auto in den "Campingmodus" bringen, so dass wir alles nötige immer schnell griffbereit hatten und nicht so viel Zeit mit Suchen vergeuden mussten.

      Inzwischen war es schon später Nachmittag und wir mussten uns sputen. Wir wolten noch zum Backcountry Office um uns nach den Wanderbedingungen morgen im Canyon zu erkundigen. Ob eine große Wanderung überhaupt drin ist wollten wir morgen entscheiden. Nach Markus Erkältung waren wir etwas unsicher, aber um für den Fall der Fälle gerüstet zu sein wollten wir wissen ob wir mit Gewittern und/oder hohen Temperaturen rechnen müssen. Geplant war ir die South Kaibab - Tonto Trail - Bright Angel Kombination.

      Nachdem der Ranger sich erkundigte wo wir sonst so wandern und wir uns über über unser geplantes Proviant ausgetauscht hatten, meinte er, dass wir am nächsten Tag perfektes Wanderwetter haben würden. Es würde zwar wahrscheinlich abends wieder regnen/gewittern, aber dadurch wäre es nicht zu heiß. Unten im Canyon würde es nur so um die 35°C werden und wenn wir keine Angst davor hätten nass zu werden und uns das zutrauten würde ER die Wanderung bis zum Fluss bevorzugen. Damit brachte er uns nochmal in Grübeln. Sollten wir vielleicht doch?

      Naja erstmal sacken lassen. Wir liefen vom Backcountry Office noch schnell rüber zur Bright Angel Lodge um vor Sonnenuntergang noch einen Blick in den Canyon zu werfen. Wenn wir schon mal da sind. Auch bei unserem inzwischen dritten Besuch noch ein beeindruckender Anblick.




      Jetzt war aber Zeit fürs Abendessen. Hunger! Unser Plan, die im Walmart gekauften Würstchen und Steaks in der fest installierten Feuerstelle an unserer Site zu grillen, erwies sich in der Praxis schwierig, da zum einen das Holz doch recht feucht war und wir mal wieder nicht bedachten, dass es hier um 19:00Uhr stockfinster ist. Außerdem war das Grillrost recht hoch angebracht und das Steak wollte einfach nicht garen. Wir mussten also mit unserer Stirnlampe improvisieren - Grillen, Salat zubereiten, Brote für die Wanderung am kommenden Tag schmieren und die Rucksäcke vorbereiten. Hat aber letztendlich noch gut geklappt. Wir beschlossen auf früh uns Bett zu gehen und je nachdem wann wir aufwachen würden den Shuttlebus um 5:00 oder 6:00 zu nehmen und wie weit wir wandern davon abhängig zu machen wie Markus sich fühlt.

      Kurz nachdem wir es uns in unseren Schlafsäcken gemütlich gemacht hatten, zog ein Unwetter heran und die nächsten 3 Stunden tobte ein heftiges Gewitter genau über uns. An Schlaf war nicht zu denken. Blitz und Donner folgten direkt aufeinander. Es stürmte und regnete in Strömen. Ich hatte in unserem kleinen Zelt mitten im Wald, ein ganz schön mulmiges Gefühl. Zwischendurch befürchteten wir, dass dass Zelt jeden Moment wegschwimmt oder wegfliegt und hätte mir das nicht noch mehr Angst gemacht wäre ich fast ins Auto geflüchtet. Aber Flipp hielt tapfer durch. Zumindest von oben. Der Waldboden konnte die Wassermassen nicht aufnehmen, es staute sich und durch unser "Vorzelt" floss ein kleines Bächlein. Blöd, dass meine Wanderschuhe dort standen, aber das habe ich in dieser Nacht nicht mehr bemerkt.

      Abkürzung: 15.09 - Grand Canyon- Rim to River and backusa-travelcenter.de/discoveram…&postID=940422#post940422
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      Grüße Michi

      The post was edited 1 time, last by rababa ().

    • rababa wrote:

      Markus fühlte sich, jetzt wo er sich nicht mehr selbst einschläferte, fit genug für eine Wanderung.
      ;haha_ :la1;

      rababa wrote:

      Direkt an der Kante ist es bröckelig und rutschig. Wir hatten einen weiter hinten liegenden Trampelpfad genommen. Die Gruppe die uns gewarnt hat, hatte den Weg direkt am Rand gewählt. Laut meiner Recherche sind bei schönem Wetter durchschnittlich 2 Rettungseinsätze pro Woche an der Devil's Bridge erforderlich. Das ist ne Menge finde ich. Ich rate also dazu die maximal 2 Minuten mehr Zeit, die der hintere Weg erfordert in Kauf zu nehmen und auf Nummer sicher zu gehen :) Better safe than sorry.
      :EEK:

      Himmel, Luftsprünge auf dieser Brücke, man was für Ideen ihr so habt ;,cOOlMan;:

      Falls ich dort mal hin komme, werde ich auf jeden Fall den sicheren Weg gehen und ganz sicher keine Freudensprünge machen ;te:

      rababa wrote:

      Der Morgenspaziergang, der uns Beiden total gut gefallen hat, war der perfekte Ausklang für unseren Auenthalt in Sedona und hat Lust gemacht irgendwann noch mehr von dieser schönen Gegend zu entdecken.
      Siehst du, es ist schön in Sedona :gg: ;)

      rababa wrote:

      In weiser Voraussicht hatten wir uns bei Walmart noch mit extra dicken Zeltnägeln und einem Gummihammer eingedeckt. Damit konnten wir das Zelt einigermaßen auf dem doch recht steinigen Boden verankern. Das sollte sich noch als wichtig herausstellen.
      OH, mir schwant Übeles :rolleyes:

      rababa wrote:

      Auch bei unserem inzwischen dritten Besuch noch ein beeindruckender Anblick.
      ;;NiCKi;: ;;NiCKi;:

      Immmer, wir lieben den Canyon :SCHAU:

      rababa wrote:

      Kurz nachdem wir es uns in unseren Schlafsäcken gemütlich gemacht hatten, zog ein Unwetter heran und die nächsten 3 Stunden tobte ein heftiges Gewitter genau über uns. An Schlaf war nicht zu denken. Blitz und Donner folgten direkt aufeinander. Es stürmte und regnete in Strömen. Ich hatte in unserem kleinen Zelt mitten im Wald, ein ganz schön mulmiges Gefühl.
      Woh, dass muß dort ein echtes Erlebnis sein :EEK:

      aber deine Schuhe hättest du wohl doch lieber reinholen sollen ;,cOOlMan;:
      Hast du sie dann nächsten Tag " trocken"- gelaufen ;) :gg:

      rababa wrote:

      Der Waldboden konnte die Wassermassen nicht aufnehmen, es staute sich und durch unser "Vorzelt" floss ein kleines Bächlein. Blöd, dass meine Wanderschuhe dort standen, aber das habe ich in dieser Nacht nicht mehr bemerkt.
      liebe Grüße

      Ina

    • rababa wrote:

      dass es wesentlich breiter ist als es von der anderen Seite aussieht traute sie sich auch.

      Definiere "wesentlich"? ;,cOOlMan;:

      rababa wrote:

      Als er sprang rutschte mir das Herz ganz schön in die Hose

      Aha, so wesentlich breit also doch nicht ;,cOOlMan;:

      rababa wrote:

      Der Morgenspaziergang, der uns Beiden total gut gefallen hat,

      Interessant, für andere ein Tagestrail :gg: ;)

      rababa wrote:

      Mit ein paar belegten Baguettes zur Stärkung,

      Die verträgst du? :nw:

      rababa wrote:

      Auch kein kleiner Schlenker durch Willams brachte keinen Erfolg.

      Warum der Umweg?
      Die 180er wäre doch kürzer und bei weitem nicht so stark befahren ;,cOOlMan;:

      rababa wrote:

      da zum einen das Holz doch recht feucht war und wir mal wieder nicht bedachten, dass es hier um 19:00Uhr stockfinster ist.

      Holzkohle sollte schon sein!
      Das Holz ist nur für "normales" Feuer gedacht ;;NiCKi;:

      rababa wrote:

      Blitz und Donner folgten direkt aufeinander

      Ich liebe Gewitter am GC!
      Aber nicht im Zelt :gg: ;)

      rababa wrote:

      es staute sich und durch unser "Vorzelt" floss ein kleines Bächlein

      Das Vorzelt hatte keinen Boden, stimmts? :gg:

      Deine/eure Bilder sind :!!
      Alf

      Leave nothing but footprints
      take nothing but Pictures
      kill nothing but time
    • PhilippJFry wrote:

      Mal im Walmart geschaut?
      Ja in Yucca Valley und in Flagstaff. Am Ende sind wir in Page fündig geworden und haben das Ding genau 1mal benutzt :D

      :MG: Weil Markus genau so reagiert hat hab ich das so benannt und das als Scherz den ganzen Urlaub aufrecht erhalten. Zu Hause benennen wir weder Autos noch sonstige Gegenstände.

      PhilippJFry wrote:

      Wo hattet Ihr das denn her? Und wie zündet Ihr an?
      Aus dem General Store. Dort hatten wir Kohle, Holz und so kleine Anzünderdinger gekauft. Ein Problem war auch, dass die Feuerstelle noch ziemlich nass war, weil es die Nacht davor wohl auch gewittert hatte.

      Ina wrote:

      aber deine Schuhe hättest du wohl doch lieber reinholen sollen ;,cOOlMan;:
      Hast du sie dann nächsten Tag " trocken"- gelaufen ;) :gg:
      Ich wusste gar nicht das sie dort überhaupt stehen und hatte eher vermutet, dass ich wie Markus da nur Flipp-Flopps hatte.

      alf99 wrote:

      Definiere "wesentlich"? ;,cOOlMan;:
      Ich habe auch ein bißchen Höhenangst. Das ist schon wesentlich besser durchs klettern geworden, aber noch nicht völlig weg. (Dazu kommen wir im Verlauf der Tour noch) Diese schmale Stelle sah nur so schmal aus, weil da noch so ein kleines Podest war. 2,5m war das aber mindestens breit würde ich schätzen.

      alf99 wrote:

      Die verträgst du? :nw:
      Kommt darauf an wieviel Zucker im Brot enthalten ist und was so drauf ist.

      alf99 wrote:

      Warum der Umweg?
      Schlenker nicht Umweg ;) Weiß gar nicht wo genau wir langgefahren sind, aber wir sind von der Interstate gekommen und erstmal links Richtung Williams abgebogen, dort durchgefahren und dann in die andere Richtung zum National Park.

      alf99 wrote:

      Das Vorzelt hatte keinen Boden, stimmts? :gg:
      Das Vorzelt ist eigentlich nur ein Aspid und hat nur das Groundsheet.
      ------

      Grüße Michi
    • rababa wrote:

      Immerhin hatte ich daran gedacht meinen Kaffeebecher und die Mandelmilch mit aus dem Zimmer zu nehmen.
      :!! Genau wegen diesen Müllbergen mache ich das auch immer so :!! .

      Die Wanderung zur Devil's Bridge finde ich auch total schön. dafür, dass die Wanderung nicht zuuu lang und zuuu schwierig ist, ist die Brücke ganz schön spektakulär. Das mit dem Sprungfoto finde ich auf dieser Brücke klasse (siehe mein RB ;) ), denn von Entfernung sieht das echt heftig aus, aber wenn man dort steht sieht man, dass die Brücke ja total breit ist. Wie es an solchen Stellen zu so vielen Rettungseinsätzen kommen kann, ist mir ein wenig ein Rätsel. Offensichtlich sind manche Leute doch eher unvernünftig :nw: . Mit etwas Umsicht und Vernunft sollte da eigentlich nichts passieren.

      So, jetzt bin ich auf den Wandertag gespannt. Mit dem Bach durch das Vorzelt das hätte es aber nicht gebraucht.
      Herzliche Grüße
      Michelle
    • Canyonrabbit wrote:

      Wie es an solchen Stellen zu so vielen Rettungseinsätzen kommen kann, ist mir ein wenig ein Rätsel. Offensichtlich sind manche Leute doch eher unvernünftig :nw: . Mit etwas Umsicht und Vernunft sollte da eigentlich nichts passieren.
      Eigentlich nicht. Aber wenn man direkt am Rand entlang versucht auf die andere Seite zu gehen und unaufmerksam ist, muss man nur mal auf einem Stein ins Rutschen kommen. Dadurch das ein vergleichsweise spektakuläres Ziel so leicht zugänglich ist bringt auch viele Leute auf den Trail die nicht weiter nachdenken .

      Gerade fällt mir wieder ein, dass wir z.B. auf dem Chuck Wagon Trail auf halber Strecke eine Gruppe von 6 Ladys um die 50 getroffen hatten, die uns fragten wie weit es noch bis zur Bridge sei. Als wir meinten, dass sie schon die Hälfte geschafft haben waren sie ganz entsetzt. Alle hatten nur Sandalen an und obwohl es über 30°C warm war, hatte keine einzige Wasser dabei. Sie hatten sich nicht weiter informiert und dachten es ist kürzer. Dabei waren auf dem Plan an dem Wegweiser den ich oben auch gepostet habe alle Wegvarianten mit Meilenangaben und Schwierigkeit erläutert.

      Ein Rettungseinsatzfall von dem ich gelesen habe, war ein New Yorker der im März um 16:30 Uhr startete weil er dachte das kann er in 1h hin- und zurück schaffen und sich dann verlief und im dunklen nicht mehr weiter wußte. Er hatte keine Verpflegung mit und nur Shorts und T-Shirt und keine festen Schuhe (er hatte kein unebenes Gelände erwartet) an. Ich glaube ein Großteil der Rettungseinsätze sind auf schlechte Vorbereitung zurück zu führen. Das ist in den Alpen, gerade bei Klettersteigen, nicht anders.
      ------

      Grüße Michi
    • Michi, das stimmt total. Wir begegnen solchen Leuten tatsächlich auch oft in den Bergen oder auf Reisen allgemein. Ich kann es nur trotzdem immer wieder nicht fassen :ohje: ....
      Herzliche Grüße
      Michelle
    • 15.09 - Rim to river and back

      An diesem Tag gibt es etwas mehr Text und Fotos.

      Der Plan
      Markus: "Wandern bis zur Phantom Ranch und wieder hoch. Was sonst?"
      Michi: "Wandern. Aber wie weit hängt von der Tagesform ab."


      Die Wirklichkeit

      In unserem Ursprungsplan stand eigentlich für diesen Tag der Half Dome auf dem Programm. Eine Tour auf die wir uns lange gefreut hatten. Doch der Grand Canyon war nicht nur ein schwacher Trost: Seit wir 2006 das erste Mal da waren, träumten wir davon einmal bis ganz nach unten zu wandern. Damals reichte die Kondition bei Weitem nicht und auch bei den Folgebesuchen passten die Umstände nicht.

      Eigentlich traute ich mir in diesem Jahr die Tour zu. Ganz sicher war ich aber nicht. Mein Körper war das ganze Jahr über reichlich unkooperativ und nach vielen Infektionen mit über 40 krankheitsbedingten Ausfalltagen im Büro war das Sportprogramm leider nur sehr unregelmäßig. Postiv war, dass die Testwanderungen vorm Urlaub zeigten, dass 25km Wanderungen im Mittelgebierge problemlos machbar waren und 10km joggen ging auch noch. Der Grand Canyon ist allerdings eine ganz andere Hausnummer. Dazu noch Markus gerade überstandene Erkältung. Sollen wir das wirklich wagen?

      Nach der unruhigen Gewitternacht im Zelt klingelte um 5:15 Uhr der Wecker. Nach kurzer Diskussion fiel die Entscheidung: Wir versuchen es und entscheiden am Skeleton Point und dann am Abzweig zum Tonto Trail, ob wir umkehren, die Querverbindung nehmen oder bis ganz nach unten laufen.

      Mit den nassen Wanderschuhen an den Füßen und einer Banane zum Frühstück ging es los zum Back Country Information Center, von dem wir um 6:00 Uhr dasHikers Express Bus nehmen wollten.

      Während Markus nochmal zum Auto zurück lief, um die vergessene Sonnenbrille zu finden unterhielt ich mich mit zwei Deutschen, die mit uns auf den Bus warteten. Die Beiden wollten auf jeden Fall bis runter zum Fluss und meinten "Wir versuchen mal und schauen ob wir es wieder bis nach oben schaffen."

      Ganz schlechter Plan für diese Wanderung. Man läuft erst 1.550 Höhenmeter auf dem South Kaibab Trail bis herunter zum Colorado und dann ca. 1.400m auf dem Bright Angel Trail wieder bis nach oben. Wenn man im Aufstieg merkt: "Oops doch zu anstrengend.", hat man Pech gehabt. Im Park hängen überall Schilder, die vor dieser Wanderung warnen. "Going down is optional, coming up is mandatory" Jedes Jahr müssen Ranger über 600 Menschen helfen, die sich überfordert haben und schlecht vorbereitet sind.

      An schlechter Vorbereitung sollte es bei uns nicht scheitern. Seit dem ersten Übungshike mit unserer 2008er-USA-Reisegruppe bei dem wir bei 30°C zu fünft mit mit einer Flasche Wasser, 5 Möhrchen und Chucks auf dem Moselklettersteig unterwegs waren, haben wir viel gelernt. In unseren Rucksäcken hatten wir von zu Hause mitgebrachte Müsliriegel und Powergels und natürlich das Isopulver das in T5 für soviel Umstände gesorgt hat, belegte Brote, Salzbrezeln, gesalzene Nüsschen, Regenjacke, 1-Hilfe-Tasche, Stirnlampe und UL-Biwaksack. Von den vorherigen Malen konnte ich mich erinnern, dass das Wasser unterwegs ziemlich übel schmeckte und um kein Risiko bezüglich Verträglichkeit einzugehen wollte ich möglichst lange mit eigenen Getränken auskommen und nahm über 4l mit. Unnötigen Balast wie meine Kamera lies ich zurück und spekulierte darauf, dass ich die von Markus ab und an haben darf.


      Um 6:30 Uhr kamen wir am South Kaibab Trail an und während ein Großteil unser Busladung die Toilleten stürmte, liefen wir sofort los. Es fing gerade an hell zu werden und war keine 7°C warm. Die Hosenbeine und Fleecejacken liessen wir erstmal an.









      Durch die heftigen Gewitter gestern war der Trail sehr nass und rutschig. Man musste teilweise ganz schön um die Pfützen herum manövrieren damit die Schuhe trocken blieben. Wobei, bei mir war es eh egal und die schönen Aussichten am Trail entschädigten mehr als dafür.

      Anfangs sahen wir noch andere Wanderer aus unserer Busladung, aber je weiter herunter in den Canyon liefen, um so weniger wurden es weniger. Am Ende waren es zwei indischstämmige Amerikaner um die 20 die wir den ganzen Tag immer wieder traffen und die mal wir überholten oder umgekehrt.

      Für mich und meine verkürzten Achillissehnen war es total angehm erst runter laufen zu dürfen. Weil wir das erste Stück des Trails schon kannten, hielten wir uns beim Oh-Ah-Point und Cedars Ridge nicht lange auf. Für eine Pause war es noch zu früh. Langsam wurde es wärmer, aber durch die vielen Wolken am Himmel hatten wir prefekte
      Wandertemperaturen. Ein toller Tag für so eine schöne Wanderung.














      Zwischen Cedars Ridge und dem Skeleton Point holten wir die ersten Wanderer ein, die mit dem frühen Shuttle gestartet sind. Ein älteres Paar hatte es geschafft gleich 2 Übernachtungen auf der Phantom Ranch zu ergattern und genoß die Wanderung in vollen Zügen. Ein anderes war sichtlich angenervt von den Trailbedinungen und bei einem jungen Paar kurz vor dem Skeleton Point, hatte das Mädel in ihren Nike Frees schon ganz schöne Schwierigkeiten. Die Beiden wollten bis ganz nach unten und ich frage mich wie sie wieder hoch kommt, wenn ihr der Abstieg schon so schwer fällt. Eine Rangerin die zu uns stieß war ebenfalls skeptisch, aber froh, dass die das sie wenigstens ein Zimmer auf der Ranch gebucht hatten.

      Nach dem Skeleton Point ging es in steilen Serpentinen weiter und wurde wieder flacher als wir das Tonto Platteau erreichten.





      Am Tipp-Off-Point nutzte ich die Gelegenheit nochmal die Toilette aufzusuchen, während Markus sich mit der Rangerin unterhielt. Wie ihr Kollege gestern fand sie beim aktuellen Wetter die Tour zum Fluss auch empfehlenswerter und sagte uns, dass wir im Aufstieg viel Schatten haben werden. Wir fühlten uns so gut und die Wanderung machte so viel Spass, dass unsere Entscheidung gefallen war. Wir würden bis ganz nach unten gehen.

      Langsam verzogen sich die Wolken und es wurde zunehmend wärmer. Dann kam er irgendwann der erste Blick auf den Fluss:






      Aber ein bißchen war noch zu gehen:



      Erstmals mussten wir einer Gruppe die auf Mulis hochkam ausweichen. Aber ohne den Guide hätten wir den "Bernadiner Rock" am Wegesrand vielleicht übersehen.









      Und dann konnte man auch schon die Black Bridge sehen:







      Um kurz vor 9:30 Uhr erreichten wir die Brücke über den Colorado. Am Ende mussten wir kurz warten, damit eine weitere Muligruppe passieren konnte. Hier knallte die Sonne richtig rein und wir merkten langsam den Höhenunterschied den wir schon hinter uns gebracht hatten.









      Jetzt war erst mal eine kleine Pause und ein Sandwich zur Stärkung fällig. Bei der Rangerstation saßen schon unsere beiden amerikischen Jungs und nachdem wir ihnen bei ein paar Fotos ausgeholfen hatten, gesellten wir uns zum Essen zu ihnen und machten ein bißchen Small Talk. Die zwei brachen kurze Zeit später auf und wir genossen noch ein bißchen die Ruhe. Eigentlich wollten wir noch runter zum Fluss und vielleicht zur Phantom Ranch, aber es gab gerade Bauarbeiten und man musste Umleitungen nehmen. Da wir noch viel Weg vor uns hatten und es langsam wirklich warm wurde machten wir uns lieber auf den Aufstieg.

      Erst mussten wir über eine zweite Brücke wieder auf die andere Flusseite und dann führte der Weg ein Weile bergauf und bergab am Fluss entlang bevor der eigentliche Aufstieg begann. Ich weiß nicht ob das das unbeliebte Standstück war. Der Boden war zwar sandig, aber gut zu laufen. Vielleicht lag es daran, dass er nass war.












      Am Beginn des Aufstieges war es total grün und wir liefen an einem dicht bewachsenen kleinen Bächlein entlang, dass wir immer wieder queren mussten. Das hätte ich so eigentlich gar nicht erwartet.







      Wieder traffen wir die Jungs, die die gefühlte 100. Begegnung mit einem Gruppenselfie festhielten und weiter gings.

      Im Aufstieg war ich etwas übermütig und bin viel zu schnell angegangen. An einer sonnigen steilen Stelle ging mein Puls hoch und ich dachte kurz: "Ohje. Wie sollst Du das bis hoch schaffen?" Aber für meine Verhältnisse habe ich nicht viel gejammert - ehrlich. Markus konnte sich das Elend nicht Lange mit ansehen und hat die Führung übernommen. Für den Rest der Wanderung spielte er Zugpferd und es wurde deutlich einfacher.

      Unsere beiden Amis hatten eine andere Taktik. Sie waren total schnell, mussten aber viel öfter pausieren, so dass wir sie immer wieder eingeholt hatten. Ansonsten war außer uns, aber quasi niemand an dieser Stelle unterwegs.



      Kurz nach 12 kamen wir in Indian Gardens an, einer Oase mit einem Bach und vielen Bäumen. Der perfekte Platz für ein Päuschen. Das hatten wir uns verdient. Immerhin hatten wir laut GPS schon 19km, 1500 m im Abstieg und 500 Höhenmeter im Aufstieg geschafft. Die Jungs waren auch schon da. Jetzt ein bißchen was zu essen, die Füße im Bach abkühlen und weiter gings.












      Ungefähr 7km und 900 Höhenmeter hatten wir noch vor uns. Mal etwas flacher, mal stufig, mal in steilen Serpetinen, immer weiter nach oben. Je höher wir kamen, um so mehr andere Wanderer begneten uns. Viele sahen schon ziemlich erschöpft aus, obwohl sie erst im Abstieg waren. Markus hat weiter Zugpferd gespielt und wir haben unser ruhiges Tempo beibehalten.

      Die nächste Pause wollten wir erst am 3-Mile-Resthouse machen. Kurz vorher kamen steile Serpentinen, gerade kein Schatten, aber dafür hohe Luftfeuchtigkeit durch das verdunstende Regenwasser. Die Kühle im 3-Mile-Resthaus war uns sehr willkommen und nach ein paar Minuten schafften wir es auch ein Plätzchen zu ergattern. Ganz schön voll hier.







      Ein deutsches Mädel, dass passend gekleidet mit kurzen, anscheinend kneifenden Jeansshort, weißem Häckeltop, Handtächchen und einer riesigen Kette unterwegs war, war schon ganz schön am jammern und am zweifeln, ob sie es wieder nach oben schafft. Fast hätte ich ihr aus Mitleid was von meinem Powergel abgegeben.


      Nach der kurzen Rast wurde es immer voller und durch das ständige ausweichen, überholen und überholt werden, ist man so ein bißchen aus dem Takt gekommen. Aber jetzt war es ja nicht mehr weit. Am 1,5 Mile Resthouse hielten wir nur kurz, um die Wasserflaschen nochmal zu füllen und mit einem Powergel zur Stärkung haben wir dann auch den letzten steilen Anstieg kurz vor Schluss bewältigt.







      Um 15:30 Uhr erreichten wir den Rim. Es war eine tolle Wanderung die anstrengend war, aber nicht so sehr, dass man das ganze nicht genießen konnte. Ich war ein bißchen müde, aber nicht erschöpft. Wir hatten wirklich Glück mit dem Wetter im Hochsommer würde ich das nicht laufen wollen.

      Wir zogen erstmal was über, denn hier oben hatte es nur 18°C, machten ein Heldenfoto und saßen noch ein bißchen am Canyonrand und schauten ob wir unsere ständigen Begleiter, die wir zwischendurch überholt hatten, nochmal sehen. Hier haben wir sie nicht gesehen, aber später bei den Duschen am Campground. Sie sind auch heil oben angekommen.



      Der Rest des Tages ist schnell erzählt. Es gab nen Kaffee in der Maskqui-Lodge, ne schöne heiße Dusche, einen Burger bei Wendys zum Abendessen und dann bin ich schon gegen 20:30 Uhr eingeschlafen.

      Abkürzung: 16.09 - GC/Page - Auf zum Lake Powellusa-travelcenter.de/discoveram…&postID=941132#post941132
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      Grüße Michi

      The post was edited 1 time, last by rababa ().

    • rababa wrote:

      . Ein Paar, dass sich an dem stufigen, aber technisch eigentlich nicht so schwierigen (siehe Foto), Anstieg ziemlich abmühte.
      Kann ich gut verstehen, ich bin leider nicht trittsicher, wenn ich Höhenangst habe.....dort hab ich mich auch ziemlich angestellt. Gottseidank hatte ich meinen Mann als Scout dabei ;)

      rababa wrote:

      Mach das auf keinen Fall nochmal."Ich muss wohl ziemlich panisch geklungen haben,
      Kenn ich - genau so was in der Art hab ich auch gerufen. Ich selbst bin gar nicht auf die Brücke, meine Knie waren schon Pudding nur alleine vom zusehen .

      PhilippJFry wrote:

      Zitat von »rababa«
      Flipp, unser kleines grünes Zelt



      Ähem...
      ;haha_ hab gleich an Dich gedacht

      rababa wrote:

      Mit den nassen Wanderschuhen an den Füßen
      Ups, das klingt für mich nach Blasen an den Füßen. Hattest Du danach keine?

      rababa wrote:

      Ein deutsches Mädel, dass passend gekleidet mit kurzen, anscheinend kneifenden Jeansshort, weißem Häckeltop, Handtächchen und einer riesigen Kette unterwegs war,
      Klaro, die Kette ist extrem wichtig für einen Hike in den Grand Canyon. :la1; und das Täschchen auch ....


      Ach, wenn ich den Bericht von der Wanderung lese, dann pfupfert es mich schon wieder. Irgendwann möchte ich das auch noch machen....ich hoffe, das ist bald....
    • Kann
      ich gut verstehen, ich bin leider nicht trittsicher, wenn ich
      Höhenangst habe.....dort hab ich mich auch ziemlich angestellt.
      Gottseidank hatte ich meinen Mann als Scout dabei ;)
      Das kann ich auch gut nachvollziehen. Frei von Höhenangst bin ich auch nicht.

      carovette wrote:

      Ups, das klingt für mich nach Blasen an den Füßen. Hattest Du danach keine?
      Nein. Die Schuhe sind erstaunlich schnell getrocknet und ich hatte Wechselsocken dabei und irgendwann getauscht.

      carovette wrote:

      hab gleich an Dich gedacht
      Das scheint ein Insider zu sein. ?( :)
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      Grüße Michi
    • rababa wrote:

      Das scheint ein Insider zu sein. ?( :)

      Sorry, ich versuch dich mal aufzuklären. Ganz sicher bin ich aber auch nicht....PhilippJFry heisst hier in Kurzform Flip(p) und sein Avatar ist ein Raketenwurm... Vielleicht kommt das Flip aber auch im Raketenwurmfilm vor, ich hab echt keine Ahnung. Vielleicht schaut er ja noch mal rein und kann das dann notfalls richtigstellen... ;)
    • carovette wrote:

      Vielleicht kommt das Flip aber auch im Raketenwurmfilm vor, ich hab echt keine Ahnung.

      :neinnein: :neinnein:
      Kulturbanausen :ohje: ;)
      Alf

      Leave nothing but footprints
      take nothing but Pictures
      kill nothing but time
    • :wow: Wow, das war ganz ganz toll. :wow:
      Es ist auch mein großer Traum, mal da runter zum Colorado zu wandern. Allerdings glaube ich nicht, dass ich das ohne Übernachtung schaffen werde. Deswegen hoffe ich darauf mal eine Übernachtung in der Phantom Ranch zu ergattern.
      Bisher kenne ich nur das Stück zum Skeleton Point und zurück. Aber der Grand Canyon hat mich eindeutig in seien Bann gezogen. ;;NiCKi;:

      Vielen Dank für diesen schönen, ausführlichen Bericht über euren Tag. Die Tümpel auf dem Weg sind ja echt krass. Obwohl man da sehen kann wo die Löcher sind. :gg: Ich fand es nämlich total anstrengend da immer durch die Löcher zu laufen. Immer rauf und runter, das fand ich nicht ganz so umanstrengend zum Laufen.
      Schöne Grüße
      Ursula
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