Pinned Rock Art

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    • Original von Thomas
      Eines meiner Lieblingsthemen - Danke Gerd. Ich hoffe, dass wir nächsten Sommer auch wieder einiges zu sehen bekommen. Über die eigenartigen Formen diskutieren Martina und ich auch immer wieder. eine plausible Erklärung fällt uns auch nicht ein. Einige sehen verdammt nach Sience Fiction aus.

      Man könnte es so deuten, aber wenn man in der entsprechenden Literatur nachschlägt, dann werden dort plausible - irdische - Erklärungen geliefert.
    • Alter und Bedeutung von Rock Art

      Weiter geht es mit dem Alter und der Bedeutung von Rock Art

      Rock Art Teil 5


      Bestimmung des Alters der Rock Art
      Es ist sehr schwierig, das genaue Alter der Rock Art zu bestimmen. Die Carbon-Dating Methode soll bei Felsen nicht wirksam sein, scheidet also aus. Man bestimmt daher das Alter nach anderen Kriterien, etwa nach den Ruinen, die in der Nähe sind oder nach dem Style der Felsenbilder. Wenn in einem Bild Körbe dargestellt sind und keine Keramik, dann kann man daraus schliessen, dass es sich um ein älteres Bild handeln könnte.
      Durch das Finden von Pfeilspitzen ähnlich derer, die man in Clovis und Folsom gefunden hat, kann man schließen, dass die Zeichnungen in dieser Zeit entstanden sind. Aber eine Garantie ist das nicht.
      Auch die Darstellung von Atlatl lassen Schlüsse auf das Alter zu, ebenso die Darstellung von Pferde, die ja erst mit den Spaniern nach Amerika kamen.


      In der Zeichnung ist ein Pferd zu sehen, also ist dieser Teil nicht so alt.


      Es sollen fünf oder sechs Technologien geben, die helfen, das Alter von Felsenzeichnungen zu ermitteln. Eins der größten Probleme wird immer sein, genug Material für eine Bestimmung zu bekommen, ohne die Rock Art zu beschädigen.
      Einige der Rock Arts im Südwesten der USA sollen bis zu 10000 Jahre alt sein, andere sind nur wenige Hundert Jahre alt sein.


      Welche Bedeutung haben die Rock Arts?

      Über die Bedeutung der Darstellungen sind schon etliche Bücher geschrieben worden, daher hier nur ein paar Gedanken und Beispiele.

      Oft haben die Darstellungen für die Gemeinschaften, von denen sie stammen, eine hohe kulturelle und religiöse Bedeutung. Dabei sind aber keine generellen Rückschlüsse zulässig. Das Erkennen der Bedeutung von Felszeichnungen ist, wenn überhaupt, nur durch sehr gute Kenntnisse der Kultur, die sie hergestellt hat, möglich. Die Erforschung der Bedeutung von Petroglyphen und Pictographen sind Gegenstand der Archäologie und der Ethnologie.
      Es gibt somit keine allgemein gültigen Erklärungen, die für alle Felszeichnungen und Bildzeichen angewendet werden können. Viele Felsmalereien sind wahrscheinlich Symbole, die etwas für die Menschen bedeuteten, die sie gemacht haben. Felszeichnungen sind auf jeden Fall mehr als nur "Rock Art", eine Bilderschrift oder Naturdarstellungen. Der Kontext der einzelnen Bilder zueinander ist sehr wichtig und wesentlich für seine Bedeutung. Heutige Natives haben erklärt, dass die Platzierung der einzelnen Felszeichnungen nicht zufällig sei.
      Mit Sicherheit kann man sagen, dass Rock Art keine Graffiti, Hieroglyphen (z. B. bei den Ägyptern und Mayas) oder Kritzeleien ist.
      Rock Art kann eine Geschichte erzählen, eine Trail markieren, eine religiöse Bedeutung haben, die Geschichte einer erfolgreiche Jagd erzählen oder den Verlauf der Jahreszeiten verfolgen.


      Es könnte eine Hunting Szene dargestellt sein, u. a. mit einer Tierspur.


      Auch Himmelsbeobachtungen wurden dargestellt. Einige Native Gemeinschaften hatten "Spezialisten", die verantwortlich waren, die Sonnenposition zu verfolgen und andere Himmelsgeschehnisse zu beobachten.
      Andere repräsentieren Stammes-, Clan-, Kiva oder Gesellschaftszeichen.


      Repräsentiert dieses Bild die Zugehörigkeit zu einem Clan - den Snake Clan?


      Einige Felszeichnungen sind auch heute noch von Bedeutung, während die Bedeutung anderer nicht mehr bekannt ist, wohl aber deren Zugehörigkeit zu einem Zeitraum, z. B. zu den Anasazi (those who came before) zu rechnen ist.
      Selbst innerhalb einer Kulturgruppe können die Felsmalereien unterschiedliche Bedeutungen haben, z. B. kann das Bild eines Hirsches mehr bedeuten als nur "ein Hirsch".



      Je nach den Umständen kann das Bild bedeuten:

      • ein Ausdruck - "dieses Tier ist gut zu essen".

      • Teil einer Jagdrituals - um die Fruchtbarkeit des Tieres zu erhöhen oder den Hunter zu befähigen, das Tier zu fangen.

      • über die Qualität der Tiere - "z. B. die Schnelligkeit eines Hirsches"

      • ein Clan-Symbol - Repräsentation einer Gruppe von Menschen (Deer-Clan)

      • Darstellung einer Transformation - ein Schamane oder eine Person auf einer Visionssuche: Im Zustand der Umwandlung vom Mensch zum Tier.

      Um zu deuten, warum Felszeichnungen erstellt wurden und wie sie verwendet wurden, untersuchten die Archäologen die Lage der Felszeichnungen im Zusammenhang mit den Wohnbereichen und Landschaften, in denen sie sich befinden. Sie betrachteten auch die Kultur der Völker, den Glauben und die Geschichte.
      Während man sich diese Bilder betrachtet, sollte man wissen, dass viele Bilder für die vergangenen und auch heutigen Kulturen von Bedeutung sind.

      Noch ein paar Beispiele:


      Ist dieses Bild ein Clan-Zeichen?
      Eine Schlange hat aber auch die Bedeutung eines Blitzes.
      Es könnte aber auch nur das Bild einer Schlange sein.



      Der Künstler wusste welche Bedeutung diese langen Ausfransungen an den Armen haben.
      Heute weis man nur, dass diese Fransen sorgfältig gemalt wurden.
      Stellte diese Zeichnung einen Regenengel dar?



      Es gibt auch Geburtsszenen, ist diese eine Geburtsszene?
      Bei Moab gibt es auf dem Weg zum Hurrah Pass einen großen Felsbrocken, auf dem eine Geburtsszene dargestellt ist.
      Leider habe ich es damals auf meinem Weg zu Chicken Corners (Hurrah Pass) vergessen, Bilder von dem Panel zu machen.
      Es soll auch Szenen mit Geschlechtsverkehr geben, es war damals kein Tabu-Thema.



      Eine Spirale wird sehr häufig gefunden und ist das Symbol einer Wanderung.
      Das Symbol einer runden Spirale wurde häufig verwendet, um anzuzeigen,
      dass eine Siedlung verlassen wurde und dass sich die ursprünglichen Bewohner
      auf der Wanderung befinden.
      Eine runde Spirale mit einer Verbindung zu einer quadratischen Spirale soll anzeigen,
      dass die Bewohner eine neue Siedlung gefunden (erbaut) haben.



      Ein Regenbogen symbolisiert z.B. eine Brücke zwischen Erde und Himmel




      Wird fortgesetzt……..
    • Und im letzten Teil etwas zu Stil und Etikette.

      Rock Art Teil 6


      Styles

      Archäologen benutzen den Begriff „Style“, der sich auf die Designmerkmale oder dekorative Techniken bei der Herstellung von Artefakte beziehen. Stilistische Merkmale werden häufig verwendet, um Informationen zu liefern, z. B. die Identität des Herstellers oder des Eigentümers des Artefakts oder die Identität der Gruppe (z. B. Fremont Style), zu der er oder sie gehört. Archäologen haben Gruppen von Felsenzeichnungen, die sich ähneln, einen Stylenamen gegeben.
      Die unterschiedlichen Styles entsprechen in der Regel bestimmten Zeiträumen und/oder geographische Regionen. Archäologen definieren Stile aufgrund bestimmter Designmerkmale wie Form, Textur, Farbe und die Qualität der Handwerkskunst.

      Die bekanntesten Rock Art Styles sind Anasazi, Barrier Canyon und Fremont. Daneben gibt auch unbekannte Styles wie Archaic, Western Archaic, Coso Range.
      Es würde zu weit führen, alle Styles einzeln aufzuführen und zu beschreiben. Wer weiteres dazu wissen will, dem empfehle ich das Buch: Rock-Art of the Southwest von Liz und Peter Welsh.

      Fotos zu Styles


      Fremont Style (etwa 600 bis 1250)
      Der Fremont Style beschreibt sowohl eine Region als auch eine Zeitraum. Die Menschen in der Fremontkultur lebten in Zentral- und Nord-Utah und im westlichen Colorado, also nördlicher als die Anasazi. Sie betrieben Landwirtschaft und lebten in Pueblos. Sie gingen aber auch auf die Jagd, in einem größeren Umfang als ihre Nachbarn im Süden. Die Fremont - Kultur bestand von etwa 600 bis 1250.


      Sego Canyon, Utah



      In der Nähe von Vernal, Utah



      Buckhorn Wash, Utah



      Barrier Canyon Style (etwa 2000 v. Chr. bis 100 v. Chr.)


      Head of Sinbad Pictograph, Utah



      Temple Mountain, Utah



      Sego Canyon, Utah



      Es gibt aber Rock Art Panels, an denen mehrere Styles zu finden sind, z. B. den Newspaper Rock oder das Rochester Panel. Beim Rochester Panel findet man Fremont, Barrier Canyon und Ute Styles.


      Rochester Panel, Utah



      Anasazi (etwa 1500 v. Chr. bis 1350)


      Sand Island Panel, Utah



      Newspaper Rock, Utah, die meisten Petroglyphs sind Anasazi Style



      Historic Ute (etwa 13. bis 16. Jhdt)
      Die „Historic Ute Art“ wird identifiziert und datiert durch Pferde und Reiterfiguren. Pferde wurden durch die Spanier im 16. Jhdt. in Nordamerika eingeführt. Andere Elemente in den Zeichnungen sind der weiße Büffel, menschliche Figuren mit Leggins und große Kreise, von denen man annimmt, dass sie Schilde sind. Die Ute waren Jäger und Sammler, benutzten Pfeil und Bogen und lebten in Wickiups (Grasshütten) und Tipis. Die No-Tah (Ute People) lebten frei in West Colorado und Ost Utah bis etwa 1880,


      Sego Canyon, Utah



      Sego Canyon, Utah



      Navajo Style(etwa 1500 bis 1750)


      Crown Canyon, New Mexico



      Crown Canyon, New Mexico



      Crown Canyon, New Mexico



      Rock Art Etiquette
      Rock Art Stätte habe für viele Tausend Jahre überstanden und würden sicherlich auch weitere tausende Jahre überstehen - vorausgesetzt niemand besucht sie. Es sind schon viele Felszeichnungen verschwunden oder zerstört worden, z. B. dadurch, dass Dämme oder Highways gebaut wurden. Auch heute noch werden sie zerstört, weil Platz benötigt wird für Hausprojekte. Auch durch Vandalismus sind viele Felszeichnungen zerstört worden.

      Die Rock Art Stätten müssen geschützt werden, auch wenn es noch Zig-Tausende Petroglyphs und Pictographs im Südwesten der USA gibt. Daher sollte man einige Regeln beachten:

      Sollten die Felsenzeichnungen auf Privatbesitz liegen, muss man sich beim Besitzer die Genehmigung zum Besuch einholen.

      Das letzte Stück zu der prähistorischen Stätte sollte man Laufen und nicht mit dem Auto hinfahren.

      Artefakte wie z. B. Scherben darf man zwar aufheben, aber nicht mitnehmen.

      Niemals Glasware mit zur Stätte nehmen und das was man mitbringt soll man auch wieder mitnehmen.

      Rock Art niemals reinigen

      Felszeichnungen soll man nicht berühren, speziell Pictographs.

      Felszeichnungen nicht mutwillig zerstören, (Sprühfarbe, Felszeichnung herausschlagen, sich nicht mit seinem Monogramm verewigen,……)

      Man sollte nicht oberhalb der Stätte herumklettern. Es könnten sich Steine lösen und die Felszeichnungen zerstören.

      Kein Feuer bei Felsenzeichnungen anmachen

      Keine Durchzeichnungen (Pausen) herstellen, dadurch könnte die Zeichnung zerstört werden.

      Wenn man Felszeichnungen fotografieren, darf man kein Wasser über das Bild kippen, um es hervor zu heben.

      Beschädigte Rock Arts:


      Rochester Panel, Monogramme



      Temple Mountain, Schüsse auf eine Figur



      Newspaper Rock, Gelöschte Buchstaben oberhalb der Füße



      Buchstaben über dem ganzen Bild



      Wir sind nun am Ende angekommen. Dies war keine wissenschaftliche Abhandlung sondern nur ein kleiner Einblick in die Welt der Rock Arts. Wer entsprechende Literatur liest, der kann natürlich noch viel tiefer in die Bedeutung und Geheimnisse der Felsenzeichnungen (Rock Arts) eindringen.
      Ich hoffe, der kleine Exkurs hat Euch gefallen und ihr könnt verstehen, dass ich mich für diese Themen (Rock Art und Indian Ruins) begeistern kann.
    • Ganz herzlichen Dank für diese hervorragende Zusammenstellung. :clab:

      Wir waren letztes Jahr im Petroglyph National Monument bei Albuquerque/NM.

      Da wurde uns eine Infobrochüre in deutscher Sprache ausgehändigt die, wie ich finde, die Bedeutung von Rock Art gut wiedergibt.

      Auf der Website des NPS kann man die deutschsprachigen Besucherinformationen auch einsehen.

      u.a. heisst es dort:

      Dies hier ist ein besonderer Ort, nicht nur fuer die Besucher des National-Denkmals, sondern auch fuer die American-Indianer, deren direkte Vorfahren die Zeichen in die schwarzen Felsen des vulkanischen Hanges graviert haben.

      Die heutigen Indianer betrachten das gesamte National-Denkmal als eine heilige Landschaft, als eine im wesentlichen natuerliche Kirche, in der religioese Verehrung und Zeremoniern auch jezt noch stattfinden, als einen Ort, der Achtung und behutsames Verhaten fordert.

      Die Mehrzahl der Felsgravierungen stammen aus der Zeit von 1300 v. Chr. Bis 1650n. Chr. Einige moegen zwishen 2000 bis 3000 Jahre alt sein. Andere sind in der historischen Zeit entstanden und datieren aus der spanischen Kolonialzeit. Ausser den Felsgravierungen gibt es hier mehr als 200 archaeologische Fundstaetten, die dazu beitragen, 12, 000 Jahre menschlicher Nutzung entlang der West Mesa zu beleuchten.

      Es mag viele Gruende fuer die Herstellung von Felsgravierungen geben; sie werden von Nicht-Indianern kaum verstanden. Wir wissen, dass die Darstellungen weit mehr sind als reine Kunst oder Nachahmung der natuerlichen Welt. Sie sind machtvolle kulturelle Symbole, die die komplexe Gesellschaft und Religion der Pueblo-Voelker reflektieren. In den Gravierungen tritt eine endlos erscheinende Vielfalt von Zeichen auf, Tierfiguren, geometrische Formen, Masken, Spiralen, Sternen-aber das sie alle vereinigende Prinzip ist die Beziehung der Zeichen zu der heiligen Geschichte der Pueblos.

      Fuer die Datierung von speziellen Felsgravierungen werden neue Techniken entwickelt. Aber es muss noch viel getan werden, bevor eine einwandfreie, zuverlaessige Methode vorliegt. Oft erscheinen die besten Hinweise in Bezug auf das relative Alter eines Zeichens in einem Vergleich des Zeichens selbst mit anderen Kunstwerken, die verlaesslich datiert sind, zum Beispiel Tongefaessen oder Wandmalereien in Kivas.

      Quelle: nps.gov/petr/planyourvisit/deutsch.htm
      Gruss Kate
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      On Tour:
      2000-09: 7xUSA West & Kanada
      2000-10: D,F,I,GR,MC,E,AND,L,A,HR
      2011: D, GB, HR-MNR-BiH, I
      2012: Inselhopping HR (Pag, Rab, Cres, Losinj)
      2013: Dalmatien & BiH im Mai/ Süd-Norwegen im Juli/August

      The post was edited 2 times, last by Canyoncrawler ().

    • Einfach ein hochinteressantes Thema.
      Brilliant aufbereitet, Gerd (auch wenn ich mich wiederhole).

      Macht einfach Spaß zu lesen, da es von anderen Usern auch prima unterfüttert wird.


      Joe
      Signatur wurde gelöscht.
    • Ein interessantes Thema, gut vorgetragen mit schönen Fotos! :clab:

      Im Nachhinein ärgere ich mich, daß ich bisher nur im Valley of Fire Petroglyphen fotografiert habe, obwohl ich Anderenorts, z.B. in der Capitol Gorge, auch schon welche gesehen habe. Am Schönsten finde ich ja die Zeichnungen mit dem roten Farbton. Leider sind diese meist stark verwittert.
    • Ein gelungener Einstieg mit schönen Fotos! Es freut mich zu sehen, dass es noch mehr Leute im Forum gibt, die sich für dieses Thema begeistern!

      Doch wie findet man nun Felsbilder? Die üblichen Quellen (Bücher, Websites, Foren, persönliche Auskünfte) sprudeln bei dieser Frage nicht so ergiebig wie sonst. Zu Recht ist die Befürchtung groß, dass man mit der Preisgabe von Infos auch ungewollt den Vandalen nutzt. Doch die Lösung des Problems ist ganz einfach: Selber suchen! Hierzu ein paar Tipps:

      Häufig findet man Petroglyphen am Eingang eines Canyons. Aber auch Felsüberhänge sind immer einen Blick wert. Die Sonnenseite des Canyons (bei Ost-West Ausrichtung die Nordseite) bietet meist bessere Chancen als die schattige Seite. Stellen mit dunklem Wüstenlack muß man immer absuchen. Auch hinter und sogar auf großen Felsblöcken habe ich schon Felsgravuren gefunden.
      In der Nähe des Wassers am Canyongrund wurden Mais und Bohnen angebaut, doch die Vorratskammern (Graineries) liegen häufig an schwer zugänglichen Stellen unter dem Canyonrand. Man entdeckt sie, indem man am Rim entlang geht und die gegenüberliegende Seite mit dem Fernglas absucht.
      Doch keine Regel ohne Ausnahme! Der beste Rat ist: Augen offen halten!

      Ist das Interesse an Felsbildern erst einmal geweckt, dann läßt es einen nicht mehr los. Globetrotter werden in praktisch allen (semi)ariden Gebieten der Welt fündig ...

      Herzliiche Grüße
      Peter
      Peter Felix Schäfer: Wandern im Südwesten der USA, 2. Auflage, Books on Demand, Norderstedt 2016 (canyonwandern.de)
      Reisebilder aus aller Welt: hike-wild.de
    • Original von Campfire
      :
      :
      Globetrotter werden in praktisch allen (semi)ariden Gebieten der Welt fündig ...

      Herzliiche Grüße
      Peter


      Das ist das was ich so faszinierend finde.
      Ob Europa oder USA, ob Australien oder Namibia, Felszeichnungen gibt es quer durch alle Kulturen und Kontinente.
      Menschen, die seit mehrern 10.000 Jahren keinen Kulturaustausch hatten (Australien), genauso wie Menschen, die an Durchgangsstationen der Kulturen lebten.
      Egal ob 40.000 Jahre alt oder wenige Jahrzehnte, die Kultur der Zeichnungen in Felsen ist wirklich ein Bild der Kultur dieser Menschen, die unseren blauen Planeten bewohnten und bewohnen.


      Joe
      Signatur wurde gelöscht.
    • Globetrotter werden in praktisch allen (semi)ariden Gebieten der Welt fündig ...


      Das ist das was ich so faszinierend finde. Ob Europa oder USA, ob Australien oder Namibia, Felszeichnungen gibt es quer durch alle Kulturen und Kontinente.


      Die Wikipedia Deutschland hat dazu auch ein paar sehr schöne Artikel und listet Stätten weltweit auf:
      de.wikipedia.org/wiki/Petroglyphen
      de.wikipedia.org/wiki/Felszeichnung
      de.wikipedia.org/wiki/Höhlenmalerei

      Südfrankreich ist reich an antiken Petroglyphen und Höhlenmalerien.

      Letztes Jahr waren wir in der Mont Bego Region im Mecantour NP (Seealpen) unterwegs. Das Fontanalbe Tal und das Valle Merveilles sind bekannte Fundstätten für bronzezeitliche Felsgravuren.
      Über die Wanderung im Fontanable Tal habe ich im Reisebericht geschrieben.
      Gruss Kate
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      2013: Dalmatien & BiH im Mai/ Süd-Norwegen im Juli/August
    • Original von utahjoe
      ........
      Das ist das was ich so faszinierend finde.
      Ob Europa oder USA, ob Australien oder Namibia, Felszeichnungen gibt es quer durch alle Kulturen und Kontinente.
      Menschen, die seit mehrern 10.000 Jahren keinen Kulturaustausch hatten (Australien), genauso wie Menschen, die an Durchgangsstationen der Kulturen lebten.
      Egal ob 40.000 Jahre alt oder wenige Jahrzehnte, die Kultur der Zeichnungen in Felsen ist wirklich ein Bild der Kultur dieser Menschen, die unseren blauen Planeten bewohnten und bewohnen.


      Joe

      Das fasziniert mich auch.
      Und deshalb habe ich mir bei meinen Reisen nach Namibia und Australien auch Felsenzeichnungen angeschaut.
      In Namibia war ich in Twyfelfontein und in Australien war ich im Kakadu NP und in Laura, Halbinsel Cape York.
    • Ich konnt das wegen unserer Reise jetzt erst zu Ende lesen. Gerd. Ich liebe dieses Thema. Einiges ist mir neu und ich habe wieder was gelernt. Noch mal Dankeschön
    • Gerd, jetzt habe ich mir das Ganze endlich mal in Ruhe durchlesen und muß sagen:

      :bravo: :bravo: :bravo:

      desert-Gerd wrote:

      Bei Moab gibt es auf dem Weg zum Hurrah Pass einen großen Felsbrocken, auf dem eine Geburtsszene dargestellt ist.
      Leider habe ich es damals auf meinem Weg zu Chicken Corners (Hurrah Pass) vergessen, Bilder von dem Panel zu machen.

      Ha, da kann ich aushelfen. :SCHAU: Ich hab' mir diesen Felsbrocken vor ein paar Jahren mal angesehen (nachdem ich erst eine Weile vergeblich nach ihm gesucht hatte :schaem: ).

      Hier das ganze Panel (auf den anderen Seiten des Felsens gibt's aber noch mehr):



      Und hier eine Nahaufnahme der Geburtsszene:



      Ich bin gerade am Überlegen, ob man nicht mal die diversen Rock Art Sites in Moab und Umgebung zusammenstellen sollte. ;][; :gg:
      Viele Grüße
      Claudia

      a.k.a Miss Chaco
    • Hi !

      Rock Art ist eine faszinierende Sache.

      Eine -wie ich finde- interessante Lektüre zu dem Thema ist das Buch von LeVan Martineau


      Gibt`s auch im schönen Willow Book Store in Kanab.

      Sicher nicht die allein seligmachende Lösung, aber doch eine schöne Idee und Einführung in Rock Art, mit einem spannenden Background des Autors:

      Danke für die schönen Bilder und die tolle Darstellung ! :app: :app: :app:

      Liebe Grüsse

      Hannes
      "A venturesome minority will always be eager to set off on their own, and no obstacles should be placed in their path; let them take risks, for godsake, let them get lost, sunburnt, stranded, drowned, eaten by bears, buried alive under avalanches - that's the right and privilege of any free American."

      Edward Abbey - "Desert Solitaire"

      The post was edited 1 time, last by Packrat ().

    • Hi !

      beateM wrote:

      In diesem schönen Book-Store gibt es nicht nur tolle Bücher und leckeren Kaffee sondern auch noch interessante Tipps :!! :!! :!!
      Oh Ja ! Und nette Leute. Neben dem "Rocking V" samt Besitzer Victor leider auch schon fast alles, was man in Kanab machen kann... :rolleyes:

      Liebe Grüsse

      Hannes
      "A venturesome minority will always be eager to set off on their own, and no obstacles should be placed in their path; let them take risks, for godsake, let them get lost, sunburnt, stranded, drowned, eaten by bears, buried alive under avalanches - that's the right and privilege of any free American."

      Edward Abbey - "Desert Solitaire"
    • Danke Euch allen

      Ich danke Euch allen für diese interessanten Beiträge. Was mich sehr betroffen macht ist die Zerstörung.

      Herzlich, Eugen
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